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Die neue Welt · 1930-08-01 · Heft 150 (1.8.1930) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 150 (1.8.1930)
Date
1930-08-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 156 DIE NEUE WELT Seife ff * Leoben und Eisenstadt und Linzer Makkäbi haben sich wieder aufgelöst. Auch die Grazer Hakoah führt seit ihrem Bestände einen schweren Existenzkampf. Trotzdem ist es ihr gelungen; in der Hochburg der Anti* semiten den jüdischen Sport ehrenvoll zu vertreten. Eine gewaltige Entwicklung hat der jüdische Spoft in der Tschechoslowakei genommen. Der Sp. Cl. Makkabäa in Bratislava bedeutet seit langem schon den Sammelpunkt der jüdischen Jugend der Stadt und der Slowakei überhaupt. Mit seinen zahlreichen Sektionen ist er in der Lage, Massensport zu betreiben und dadurch dem jüdischnationalen Aufbaugedanken 2U dienen. Die Fußballsektion gehört der ersten Klasse an. Die Turnbewegung nimmt an Ausdehnung zu und die T e n n i s s e k t i o n ist in großem Aufschwung be* griffen. Auch die Schwerathletik« und Schwimmsektion weist schöne Erfolge auf. Die Sportanlage der Mab kabä.a ist derzeit eine der schönsten und. größten in Bratislava. Eine 400 nvBahn mit einer Durchschnittsbreite von 6,5 m, sechs Tennisplätze, zwei Fußballfelder, zehn Kabinen, Duschapparate sind alle mustergültig und sehenswert. Seitens der Behörden, der Regierung und der Stadt genießt Makkabäa die größte Förderung. In Prag gibt es zwei Vereine, und zwar Hagi* bor und Hakoah. Die Hagibor#Wasserballer haben die Meisterschaft der Tschechoslowakei errungen und die Schwimmer gehören zu den besten des Landes. Auch die Fußballmannschaften der Hakoah und Hagibor sind ziemlich spielstark. Gut organisierte Vereine gibt es in Proßnitz (Makkabi), Brünn (Makkabi), Mährisch*Ostrau (Hakoah) und Tyrnau (Hakoah). Eine gute Entwick» lung hat auch die Turnörgariisation der Tschechö* Slowakei genommen. Fast in jeder kleinen Stadt gibt es einen * jüdischen'Turnverein. In Polen leidet der jü* dische Sport darunter, daß es noch nicht gelungen ist, die verschiedenen Sportorganisationen, die in Bielitz, Lemberg, Warschau und Lodz bestehen, zu einem ge* meinsamen großen Verband zu vereinigen. Zu den be* kanntesten jüdischen Sportvereinen Polens zählen: H a s* monea (Lemberg), Makkabi (Krakau), Hakoah (Warschau), Hakoah (Bielitz), Makkabi (Lodz). Die jüdischen Sportler und Turner sind größtenteils auf nationaler Basis organisiert und es sind bereits Be« strebungen im . Gange, sämtliche jüdischen Sportverbände zu gemeinsamer Arbeit heranzuziehen. Iii Deutschland steht nur die mächtige Turner Organisation auf dem jüdisch<nationalen Programm, während die Sportler stark zu den Deutschen gravitieren. Ein trauriges Beispiel dafür war die Teilnahme mehrerer prominenter jüdischer Sportler an den Deut* sehen Kampfspielen, die eine rein völkische An* gelegenheit waren. Dem deutschen Turnkreis sind dreißig Vereine mit €ooo Mitgliedern angeschlossen. Zu den führenden jüdischen Klubs zählen Hakoah und Makkabi, Berlin, Bar*Kochba (Leipzig) und Makkabi (Breslau). In Rii m.än i e n ist der jüdische Turnverb.and in vier Kreise eingeteilt, und zwar Altrumänien, Bukowina, Siebenbürgen und Bessarabien. Im Fu ß b a 11 s po rt. sowie in Schwer* und . Leichtathletik spielen die Juden Rumäniens eine große Rolle. So sind die beiden , erstklassigen Vereine Makkabi und Hakoah (Czernowitz) immer unter den Spitzenvereinen zu finden. Aber auch in anderen Sport« .zwgigen erzielen die Juden, großartige Erfolge. Der popu« 'Järste .Sportsmann ist der Boxer Moses Spacow, der die Meisterschaft in sämtlichen Gewichtsklassen sicher gewinnen konnte. Spacow hat heute keinen eben* bürtigeri Gegner in Rumänien und ist bereits durch seine letzten Erfolge zu einem internationalen Boxer avanciert. Hakoahs Spiele im Ausland* Die Hakoah-»Mannschaft, die derzeit in Litauen und Lettland gastiert, konnte alle bisher aufgetragenen Kämpfe e r fo 1 g r e i c h beenden. Vorige Woche trat die jüdische Mannschaft in L i b a u gegen Olympia an und unterlag knapp mit 1 :2 Toren. Die Hakoah, die mit mehreren Ersatzleuten antreten mußte und von den vorigen Spielen ziemlich ermüdet war, mußte nicht nur gegen eine ausgeruhte und äußerst hart spielende Olympia-Elf, sondern auch gegen einen parteiischen Schiedsrichter kämpfen, dem sie schließlich knapp unterlag. Mit ausgeruhten Leuten antretend, gelang es ihr, für die erlittene Niederlage ausgiebig Revanche zü nehmen.. Olympia wurde im zweiten Spiel überlegen 3:0 abgefertigt und wäre die Niederlage der Heimischen noch viel höher ausgefallen, wenn sich die Hakoahner, nachdem ihr Goalhunger gestillt war, nicht darauf verlegt hätten, ein Exhibitionsspiel vorzuführen;. In die Torehreu teilten sich Heß und Mausner (2). Die '4000 erschienenen Zuschauer bereiteten der jüdischen Mannschaft nach Schluß des Kampfes b e g e i- 'sterte Ovationen. Vor 6000 Zuschauer trat Hakoah in Riga dem dortigen Fußballklub gegenüber und errang nach herrlichem Spiel einen 4 :2- (4 :2) Sieg. Für die jüdische Mannschaft waren M a u s n e r (2), Donnenfeld und S t r o ß erfolgreich. Im Wasserball-Städtekampf Wien—Preßburg wirkten die Hakoahner Klein und F1 e s c h mit ausgezeichnetem Erfolg mit. Klein, der das Österreichische Tor hütete, vollbrachte eine wahre Glanzleistung und auch F1 e s c h, der zweiTore erzielte, konnte gut gefallen. Kaßner (Boxklub Makkabi) trat im Rahmen der Ausscheidungskämpfe für den. Landerkampf Oester reich—Mähen gegen den routinierten W. A. C,-Mann Woilhammer an und besiegte denselben bereits in der dritten Runde durch knockout. Die New Yorker Hakoah würde von der zweiten Garnitur der argentinischen Nationalmannschaft J :3 geschlagen. Kontinentalbund zionistischer Mädchenvereinigungen. Vom 27. bis 30 Juni 1. J. fand der Fünfte Bundes* tag des Kontinentalbundes zionistischer Mädchenvereinigungen, in Prag statt, welcher einer Fülle von Problemen gewidmet war, die eine befriedigende Lösung fanden. Eine. der wichtigsten Fragen, vor die sich der Kontinentalbund gestellt sieht, ist der Ausbau der Hachse harah »Bewegung unter seinen Mitgliedern. Das Plenum des Bundestages A 18|y58 ^4 ftn^^^S ISEp fwj 7 sprach sich einstimmig für eine Erweiterung des Bundes aus einer reinen Gäluthorganisation in eine solche aus, deren Mitglieder, wenn auch nicht obligatorisch, so doch im Sinne der Hachscharah erzogen werden sollen. Dies aber bedeutet keineswegs eine Unterschätzung der in der Galuth zu leistenden Erziehungsarbeit und wird dieser auch weiterhin ein breiter Rahmen im Programm des Bundes gewährleistet. Die Einstellung auf Palästina soll aber nicht die sozial#b ärgerliche Einstellung, die Verbundenheit mit der Familie und der Ver* gangenheit des jüdischen Volkes beeinträchtigen, Für die weitere Entwicklung, des Bundes ist es von besonderer Wichtigkeit, daß es nunmehr sowohl laut Beschluß des Bundestages in Prag als auch laut Beschluß der Exekutive der Wizo in London da9 Jugenddezernat der Wizo bildet, derart, daß ihm auch die Jung*Wizo* Gruppen angeschlossen sind und er für deren Erziehungs* und Arbeitsprogramm zu sorgen hat. Den Höhepunkt des Bundestages bildete das Referat des Herrn Rabbiners Dr. Sicher aus Prag, aus* gehend von der historischen Bedeutung des jüdischen Prag, überleitend zu Problemen der heutigen jüdischen Jugend, das auf die jugendlichen Hörerinnen eirieti tiefen Eindruck machte. Besonderer Dank gebührt def Kultusgemeinde in P^ag, die dafür sorgte, daß die zahlreich erschienenen Delegierten der Tagung als ihre Gäste einen schönen FreitagaAbend feiern konnten. Einen stimmungsvollen Rahmen für den Bundestag bildete die alte Stadt Prag, in der so' viel .Altjüdisches wurzelt, und das neu errichtete Beth'*Haam, das für die jüdi* sehen und zionistischen Menschen Prags ein wirkliches Zentrum bildet. ( *t£.. s -.98 s 1.98 s 2.98 s 2.90 Sehen — v s Aifey w e-ii —. :.^:4>Mrü#4^ni I Waschseide, herrliche Sommer-Dessins S12.70, 1.98 S —-.98 ILamfi- und Rips-Satinseide s1.25. . iFaille de eclaire llnd Brokate s 2.9s ... Rohseide s 3.90, 3.50. . . . . . . . . ... . . s Gaze MOUSSeline, K.-Seide, alle Farben . . . . S Bembörfi-Selde, Flamen- und Tweed-Muster S 4.90, 4.50.............. .... . . S M0USS8line imprimä, K»-Seide, lOO cm breit, S 7.90, 4.90 .'. ... ..............S 1 Crepe de Clline, Reinseide, lOO cm breit, alle - Farben, S 5.90, 4.98 ... . . S Crepe de Chine imprlmÖ, Reinseide, lOO cm breit . S 9.80, 7.90 .............; .... S Tollfr de SOie, Reinseide, alle Farben, hoch?.parte Dessins, S 5-90, 4.90 . ............. 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M. wurde er in die Erde gebettet. Sein Leben lang diente er dem Zionismus und schloß seine Augen mit den Worten „E r e z I s r a e 1" auf den Lippen. Prof. Bertold Schor, Oswald Schor. Endlich habe ich gefunden, was ich schon lange vergeblich gesucht habe. Ein Geschäft, wo alle meine Wünsche erfüllt werden können. Diese Worte werden oft gehört, Wenn hiaiiins Musikhaus Exeelsior, Adlergasse 5, kommt. Tatsächlich, wo findet man so rasch eine gleich grofle Auswahl an nur modernsten Radioapparaten und Sprechmnschinen! Von der billigsten Type zum Preise von wenigen Schillingen bis /u Preisen, die'S 5000 übersteigen, alles vorrätig, übersichtlich aufgestellt, wie es nur eine Firma leisten kann,.die Uber so große Räumlichkeiten verfügt. Bemerkt muß noch werden das riesige Schallplnttenlager. das zwanzigtnusend Stück weit übersteigt.. Einzigartig, in. Wien das Sortiment an jüdischen und hebräischen Aufnahmen. Selbstredend Teilzahlung zu den angenehmsten Bedingungen und diskret. E Vierzehn Tage Grado. In der unmittelbar am Meer gelegenen Villa Sezession: Volle Pension (vier Mahlzeiten), Badezel', Kurtaxe, Hin- und Rückreise S 170. Gemeinsame Abreise von Wien am 4. und 15. August. Günstiee Familien-Arrangements. Auskünfte: Frau Taubes, I, Wollzeilc 9, Tel. R-22-1-66. von 10 bis 12 und 4 bis 5 Uhr. E Vereinsnadiriditen* Vereinigung der zionistischsdemokratischeh Jugend, Wien, II., Untere Augartenstraße 38. Wochenprogramm: Samstag 4 ' Uhr: Zusammenkunft der' Chaluzkwuzah. 5 Uhr: Sicha Klalith. Wegen Tischa*Bcaw entfällt die Plenarversammlung. Sonntag: Wanderung entfallt. 8 Uhr abends Zusammenkunft im Heim. Montag: Sichoth. Dienstag: 8 Uhr hebräische Sichah. Zusammenkunft der Chaluzkwuzah. Sprechchor. Mittwoch: Sichoth.. Donners« tag: Sichoth. Misrachi*Zentrale, Wien, II., Praterstraße 11. In der Zeit vom 18. bis 21, August d. J. wird die Tagung des Waad Haraschi der MisrachwWeltorganisation im .Heime der Misrachi*Zentrale in Wien stattfinden. Näheres Wird noch rechtzeitig bekanntgegeben werden. Austritte au§ dem Judentum« t>r. Wolf Arthur, geb. 16. XL, 1894 Wien, ledig, Rechtsanwalt, XVIII., Martinstraße ,97. — Emanuel Malter, geb. 6. VIII. 1898 Kolomea,. ledig, X., Favoritenstraße 112. — Heller Emanuel Moritz, geb. 10. XII. 1910 Wien, ledig, X., Belgradplatz 3. — Belkes Josef, geb. 30. XII. 1902 Wien, ledig, IL, Ybbsetraße 28. — Dr. Löwy Friederike Fedorn, geb. 6. I. 1896 Czernowitz, ger. getr., IL, Rembrandtstraße 26. — Löwy Edith, geb., 17. XII. 1923 Wien, ledig, IL, Rembrandtstraße 26. — Kaimund Leopoldine, geb. 15. XL 1902 Linz, ger. g., XIII., Penzingerstraße 150/166. — Dora Handofsky, geb. 17. IX. 1895 Wien, verh., I., Krugersträße 16. — Hirschl Hugo, geb. 15. VI. 1897, Wien, verh., XVI., Thaliastraße, 60. — Weiß Leo, geb. 3. V. 1880 Wien, verh., Ruppersdorf 251, b. Reichenberg. — Kwittner Leonna, geb. 10. XL 1900 Kolomea, ledig, IL, Sterneckplatz 14. — Popper Helene, geb. 15. X.' 1907 Wien, ledig, XVII., Blumengasse 75. — Friedmanri Hermann, geb. 6. I. 1893 Baden, ledig, XV., Märzstraße 10. — Rafael Anna, geb. 25. VIIL 1906 Wien, ledig, IX., Gildegasse 14/5. — Kramer Emmy, geb. 16. yil. 1898 Gablitz, verh., XV., Mariahilferstraße 170. — Wallesz Anna, geb. Rauschburg, geb. 1. III. 1897 Wien, ger. getr., L, Biberstraße 11. — Straus Mina, geb. 8. III. 1876 Lütter, ledig, XIV., Toßgasse 3/13. — Blau Ludwig, geh. 28. XL 1902 Wien, ledig,. XV., Zinckgasse 4. — Gewiß Therse, geb. Nichtenhauser, geb. 17. VIIL 1897 Bielitz, ger. getr., IX., Wasserburgergasse 2. — Reiß Ottilie, geb. 20. VI. 1904 Wien, ledig, XIX., Grinzingerstraße 93. —Klinger Ernai geb. 13. II. 1899 Kladnp, ledig, XIII., Neue Weltgasse 19. .— Klinger Martha,, geb. 11. VIIL 1900 Wien, ledig, XIIL, Neue Weltgäese 19. — Fellner Emil, geb. 201 VI. 1908, Wien, ledig, VII., Neustiftgasse 52. — Köllittann Elsa, geb. 21. XI. 1907 Wien, ledig, IL, Josefinengaese 12. — Weiß Leo, geb. 23. VIIL 1883 Znaim, verh., IX., Liechtensteinstraße 123/6. — Weisz Ernst, geb. 28. XII. 1897 Wien, ledig, XE, Reschgasse 21/16. — Brunner Ing. Heinrich, geb. 18. V. 1886 St. Gallen, ledig, XIX., Billrothstraße 45. — Janowitzer Peter, geb. 26. V. 1914 Wien, ledig» VIL, Schottenfeldgasse 34. — Sonnenmark Olga, geb. 3. III. 1912, Wien, ledig, XII., Murlingengasse 29/17. — Hirsch Moses, geb. 7. VIIL 1884 Zabie, ger. g. XII., Wilhelmstrafle 3. — Geiringer, geb. Pollak Josef ine, geb. 21. IX. 1895 Wien, verh.; IL, Friedensgasse 2. — Geiringer Ernst, geb. 1. IX. 18% Wien, verh., IL, Friedensgasse 2. — GrHtzer Leopold, geb. 31. V. 1904 Krakau, ledig, IL, Taborstraße 59. — Geiringer Fritz, geb. 2. VIII. 1925 Wien, ledig, IL, Friedensgasse 2. Zum Judentum zurückgetreten: Dr. Tauber Karl Leopold, geb. 16. t 1898 SurumwiU Rum, ger. geech,, XIIL, Goldschlagstraße 193.

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