Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 133 (4.4.1930)
- Date
- 1930-04-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Sei?« 8 DIE NEUE WELT ntmMinM>»imnwiwn»HnmmiiwnnriiBWiiitnmniiwiwmwtiwttiHiwmiiw SIEGM. KORNMEHL OROSSPLEISCHHAUERKI Zentrale IX.. Bergga«se 19, Telephon 17>3»99 u. 16-9-34 Lieferant tUr Heilanstalten Abteilungen für «^»Weiten anter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Küt« tusgemeinae Wien Airtosustellung kofttenlo» IX.« Bcrggaiso 13 / XVIII., Wahrlngorstr. 97 schurun" machte das Mitglieder des Kongresses der Vereinigten Staaten, Dr. William I. Sirovish, den Vorschlag, nach dem Muster der Universitäten der anderen Religiösen Gemeinschaften in Amerika eine jüdische Und versa tat zu begründen, die aber nicht rein k o n fe s s i o n e 11 e n Charakter tragen,, vielmehr alle weltlichen Disziplinen pflegen und jüdische Gelehrte von Rang heranziehen soll. Sirovish wies darauf hin, daß jede religiöse Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten bestrebt sei, ihren Beitrag zu der Kultur und zu der Zivilisation des Landes zu leisten und daß jetzt der Augenblick gekommen sei, in dem auch die Juden als Anerkennung dafür, was die Vereinigten Staaten für sie getan haben, sich anschicken, ein großes Opfer auf dem Altar der Bildung und Kultur Amerikas in der Form einer nichtkonfessionellen jüdischen Universität zu bringen. Die Schwierigkeiten, denen in Amerika jüdische Studenten oft beim Eintritt in Fachschulen und Graduierten- Collegs begegnen, würden durch Errichtung einer jüdischen Universität überwunden sein. Sirovish kündigte an, daß in einigen Wochen eine Konferenz führender amerikanischer-Juden sich mit dem Plan der Gründung einer jüdischen Universität befassen und Vorbereitungen, für die Gründung treffen wird. Unser Jugend- und Verbandsheim vor der Eröffnung! Unser Plan, ein jüdisches Verbandsheim, vor allem aber ein Heim für die jüdische Jugend, zu schaffen, ist geglückt. Unseren Jungen ist bereits die Möglichkeit gegeben, in großen, behaglichen Räumen zusammen zn kommen und, vor Entjudung geschützt, zu lernen und jüdischen, geselligen Umgang zn pflegen. In kurzer Zeit werden auch die großen, schönen Säle und Räume des Verbandsheimes eröffnet werden. Die Erhaltung des Heimes ist gesichert. Es fehlen nur noch einige tausend Schilling zur Ausgestaltung der Inneneinrichtung. Wir bitten alle, denen diese gute jüdische Sache am Herzen liegt, durch einen einmaligen Beitrag die Vollendung des Werkes zu ermöglichen. Spenden nehmen der „Verband demokratischer Zionisten" und die Verwaltung „Die Neue Welt", Wien, IX., Universitätsstraße 6—8, entgegen. Wir haben auch Bausteine zu 1 S und 2 S in Blocks zu je 10 Stück herstellen lassen. Wer durch Verkauf dieser Bausteine unsere Sache fördern will, kann bei den oben bezeichneten Stellen Blocks erhalten. Für den Verband demokratischer Zionisten: Robert Stricker, Obmann. VIII. Spendenausweis. Juda Frank, Baasteine S 20. Sammlung Frau Riegler: Dr. W. S. S 20, Frau Dir. Abel S 20. Sammlung Insp. Stern S 10. Dr. Samonsky S 2. Sammlung David Sumer S 1?. Sammlung Frau Dr. Pia Klein und Else Nebenzahl: A. B. S 20. Frl. Roth 'S 10. Insp. Stern S 10. Ing. Nadel S 10. Beleuchtungshaus Walter S 30. Dr. A. GL S 20. Durch Frau Dr. Pia Klein: Dr. Gr. S 20, Frau Riegler S 22, Frau Lewanow S 4. Frau Dr. Pia Klein und Else Nebenznhl: Isaak L. S 20. Reinertrag des Purim-Kinderfestes der demokratischen Zionisten S 610. Sammlung Brüder Schiffmann III. Rate S 200. Zusammen S 1065. Insgesamt S 6880. Oeffentliche jüdische Schulen in Kanada. Montreal, 28.. März. In einer Besprechung zwischen dem Premierminister von" Quebec Herrn »T ach a r e a u, dem Prövinzstaatssekretär L. A.' Da vid, den' Kardinälen R o.ul eau und Gauthier und den Bischöfen Courchesne und Coimtois wurde festgesetzt, daß in Montreal für die j üd isc h e Bevölkerung e i gen e Schulen eingerichtet werden, die unter der Kontrolle einer von der Regierung ernannten jüdischen Schulkommission stehen sollen. Die jüdischen Schulen werden den staatlichen Schulen gleichgestellt. Kommunisten überfallen Abg. Grünbaum und stören seine Versammlung in Berlin. In Berlin war für den 23. März in den Sophien« saal eine Versammlung einberufen, in welcher der Abg. Izchack Grünbaum aus Warschau über die Tagung des zionistischen Aktionskomitees berichten sollte. Der Sophiensaal befindet sich im Süden Berlins, im Zentrum der kommunistischen Tätig* keit. Die jüdischen Bolschewiken wollten unter allen Umständen den Vortrag Grünbaums stören. Als Abg. Grünbaum den Saal betreten wollte, wurde er von einigen Kommunisten angehalten und gefragt, ob er Grünbaum sei. Nach der bejahenden Antwort wurde Abg. Grün* bäum von den Kommunisten mit faulen Eiern beworfen. Während der Rede riefen die im Saale anwesenden Kommunisten Tumulte hervor. Es kam zu einer Schlä* gerei, die Polizei mußte die Kommunisten aus dem Saale gewaltsam entfernen. Dann erst konnte die Versammlung abgehalten werden. Eine jüdische Teppichiabrik in Bagdad. In den letzten Wochen wurde, in Bagdad die Gründüng einer jüdischen Teppichfabrik in großem Stil in die Wege geleitet. Im Anschluß an diese Arbeitsstätte soll auch die bereits seit einigen Jahren bestehende Schule für Teppichknüpfen, Nähen und Sticken, an welcher schon jetzt einige hundert judische Mädchen Ausbildung und Heimarbeit im orientalischen Teppichknüpfen erhalten, ausgestaltet werden. In dem neuen Kurs für moderne feine Teppicharbeit sind bereits zwanzig auf diesem Gebiete äußerst talentierte und geschickte Mädchen in Ausbildung begriffen. Bezeichnen- $fl<!W0$^ ^fc^ÄÄftlllliil „KARMEL-ORIGINAL" (Friedmann, Petach Tikwah) und andere edle Sorten Weine Feierliche Seder-Abende Anmeldungen erwünscht: Restauration „WI o n a" II., Obere Donaustraße 91 Tel. R>49»1>75 derweise ist die Initiative zu dieser neuen wichtigen Institution aus den Kreisen des jüdischen Mittelstandes ausgegangen, da sich die offiziellen Kreise der Bagdader Judengemeinde nicht nur interesselos, sondern in den wichtigsten Momenten als feindselig erwiesen. Der erste Versuch, in Bagdad die Teppichfabrikation in jüdische Hände zu leiten, wurde vor etwa neun Jahren auf Initiative und mit materieller Förderung der Frau Sassoon, der bekannten Wohltäterin des Orients, gemacht. Sie dürfte auch dieses neue Projekt weitgehend unterstützen. Die VII. Konferenz der griechischen Zionisten. Am 6. April findet in Saloniki die VII. Konferenz der Zionistischen Föderation von Griechenland statt. Auf der Tagesordnung stehen Berichte über die Tätigkeit der griechischen Organisation im abgelaufenen Jahre, die Lage in Palästina, die Arbeit der Fonds und Vorschläge zur Verstärkung der Aufbauarbeit in Palästina. EXCELSIOR Inhaber RICHARD HERZOG I«, Adleraeeee B Tel. R-23-4-90 Grtffie 32X217, om Höhe 14 om Neue verteuerte ColviDblB-Doee 15 b Die Tagung äes^ Adbäaihistrativen Komitees der Jewish Agency. Keine Klärung. Als vor einem halben Jahr .in Zürich die erweiterte Jewish Agency ins Leben trat, knüpfte an sie die Mehrheit der Zionisten, nachdem sie in diesem Punkt die zionistische Opposition jahrelang aufs heftigste bekämpft hatte, die allergrößten Hoffnungen in bezug auf ein neues Stadium finanziellen und politischen Aufstieges. Innerhalb dieser Zeit haben die Augustunruhen in Palästina, der Tbd Louis Marshalls, die heftige Offensive der Araber und antizionistischen Politiker Hoffnung und Zuversicht auf die nichtzionistische Gefolgschaft ein wenig gedämpft. Der Reflex auf die bedrohliche Situation, in der sich der Jischuw und das jüdische Nationalheim befanden, war —- ein Kompetenzstreit, der sich in Briefen, Sitzungen, Preseenunziationen ausdrückte. Während das jüdische Volk der ganzen ,Welt in unerhörter Opferbereitschaft und energievoller Kraftanstrengung spontan einen respektablen Hilfsfonds für Palästinaopfer und Weiteraufbau aufbrachte, war die Agency nicht einmal zu einer Sitzung zusammenzubringen, um ihren Funktionen gerecht zu.werden. Aber auch die Zionistische Organisation mußte passiv, bestenfalls defensiv den Ereignissen gegenüber-' stehen, weil sie sich, wie dies jüngst sogar offiziell festgelegt wurde, ihrer politischen Prärogativen zugunsten der Agency begeben hatte. Die letzten zwei A. C.¬ Tagungen in London bestätigten dieses Bild der Ohnmacht. Nun hat das Administrative Komitee der Jewish Agency in London vom 33. bis zum 27. März getagt. W a r b u r g hielt als Eröffnungsredner ein Referat über die praktischen Aufgaben der Agency. Seiner Meinung nach hätte das Administrative Komitee die Aufgabe, Weisungen an die verschiedenen, praktische Arbeit leistenden Körperschaften zu erteilen, hingegen müsse die Exekutive ihre Kräfte freihaben, „die all« gemeine Leitung und Koordinierung'', damit sie „immun wird gegen politischen Druck und frei von der Last praktischer Administration*1. Warburg bekannte sich im weiteren Verlauf seiner Rede dazu, daß „die internen politischen Probleme, die bei den Juden in Palästina auftauchen mögen, durch die palästinensische Judenheit und ihre Vertreter, wie dies in anderen Ländern der Fall ist, erledigt werden". In diesem Zusammenhang empfahl Warburg sorgfältiges Studium der Beziehung von Waad Leumi und Agency, indem er sein Programm des Aufbaues der Ägency-Organisation folgendermaßen präzisierte: „Ich verstehe die Funktionen des Administrative Committee, soweit es sich um die wirtschaftliche Arbeit handelt, so, daß dieses Committee erstens die allgemeinen wirtschaftlichen Richtlinien festsetzt, die die Arbeit der Agency in Palästina leiten soll, und diese Richtlinien, wenn nötig, von Zeit zu Zeit revidiert; zweitens Agency-Fonds innerhalb der Grenzen des angenommenen und verfügbaren Budgets bestehenden oder zu schaffenden Körperschaften zuweist. Die Funktionen der Exekutive aber sollten sein: 1. Koordinierung der Arbeit der wirtschaftlichen Agencies in Palästina in möglicher Uebereinstimmung mit der durch den Council und das Administrative Committee der Agency niedergelegten a 11aiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiH sowie •»mlllche Speiareiwaren u.Sliwowiti fiCO fttMff? zu din bllllgtttn Preleett liefert direkt Ins Hu* Fa. Samuel Halpern Wlan, II., Företergatsa e // Tel.-Nr. R-40-4-12 uch Pxovlnsverioud iiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiuiiiniiiiiiiini iiiiiiiiiiiiiiimmiiiiiiimiiiniiiiiiiiiiiiii WMUiSttSääMSä