Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 133 (4.4.1930)
- Date
- 1930-04-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.l» DHS NEUE WELT Seite f n ftUUHSCHIINS WS PFLANZ EN-Maraarln* rviVTtnmjA JL JcLiMml^l Wß Uaerrefeht in Qualität and Preiil trztagt unter streng ritueller Aufsteht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners S, Fürst Darf 1« Keinem Jüdischen Heuen»« teMten noc W3 Uebertll erhältlich KAM. BLAIM8CHEIN8 Vereinigt« Margarine- und Butterfabriken, Wien, XIV^Diefenbachgatse 09 Ehescheidungen: Im Jahre 1929 wurden im Rabbinate 328 Ehescheidungen vollzogen, davon 64 ohne Entrichtung irgend einer Gebühr, Beerdigungstaxen: Von 2562 im Jahre 1929 ausgewiesenen Beerdigungen wurden 743 unentgeltlich und 392 unter Ermäßigung der normierten, nicht einmal die Eigen koston erreichenden Mindestgebühr durchgeführt. Im Krematorium der Stadt Wien haben im Jahre 1929 3578 Kremationen stattgefunden, davon betrafen 256 jüdische Leichen, was einem Prozentsatz von 7,6 Prozent entspricht, ' Bethausapenden: In den 6 Gemeindebethüusern und in den von der Kultusgemeinde errichteten temporären Bethiiitsern wurden im Jahre 1929 insgesamt für verschiedene wohltätige Zwecke S 149.766 gespendet. Versorgungsanstalt: In derselben beträgt die Bettenanzähl 347, hievon 115 für Männer, 232 für Frauen. 117 Insassen werden ohne jede Verpflegskostenzahlung verpflegt. Die Anzahl der Verpflegstage für die Insassen und das Personal beträgt 144.910, die Ausgaben für die Anstalt haben sich auf S 493.680 belaufen. Aus dem Ausweis über den Lebensmittelver Ja rauch seien hervorgehoben: Milch 31.860 Liter, Eier 46.142, Kartoffeln 23.831 Kilogramm, Mehl 10.614 Kilogramm, Fleisch 12.686 Kilogramm. Durch Tod abgegangen sind im Laufe des Jahres 35 Männer und. 53 Frauen, S p i t a Ii Im Jahre 1929 wurden 2656 Patienten ins Spitul aufgenommen. Die Zahl der gesamten Verpflegstage für Patienten und Personal hat 103.659 betragen, die durchschnittliche Verpflegsdauer eines Kranken ist 1373 Tage. Von den Verpflegstagen entfallen 12.195 auf Patienten der I. und IL Klasse, 39.068 auf das, Personal, 36.868 auf die III. Verpflegskiasse und 15.528 auf unentgeltlich* Verpflegte; ■ Die Gesamtausgaben für das Spital „Hansl" braun, Box Or.28-2711,50 Qr.28-301«V- . 31-3316.80 „ 34-3619,— , 87-39 31.50 In Ia ramnengenum 3.« mehr „Kamerad" schwant Box, strapas Or.28-27 9.60 Gr.28-80 , 314314.50 . 34:3017.-* . 37-89 19.50 In braun um 2.— mehr Qzich Stv&rxpfe mxv-uorx S&jel'JCa. StoeWHn bei der Kultüsgemeinde insgesamt 522 Personen beschäftigt, davon sind 268 pragmatisiert, bezw. nach dem Schema Besoldete, 253 nach Kollektivverträgen und Spezialvereinbarungen Angestellte. III Personen waren im Genüsse von Pensionen öder VersorguhgsgenUssen, 58 im Bezug von Gnadengaben, welche aus einem bestandenen ..Dienstverhältnisse herrührten. Der Dienstbetrieb der Kultusgemeinde umfaßt 31 Aemter und Anstalten, An Postporto;, wurden im .-Jahre)> 1929 S 31.678 verausgabt. In der ElnTaufstelle.der A^tsdir^ktion wurden i» -'"dem/ Jffor^tjy&re8B86. fleu^vEialanfstücke verzeichnet. m CONRAD VBWT uite) KARIN IVANS In Die letzte Ufa. Eine Sprech- und Tonfilmtragödie der Je« May«Produktion der Nach einer Idee von Wilhelm und Ko»t«rlltz. — Manuskript: Ludwig von Wohl. Regie: Kurt Bernhardt. Musik: Ralph Benatzky. Ur- und jUlelnaiiffUhrang ab 7. April Im: BÜRO-KINO UFA-TON-KINO l„ QqernHnt» 19. Toi. B.20-S.9B ll„ TaborstrsBe 8, Tal. R> 41 «2-41 haben S 977.082 betragen, die Kosten eines Patienten pro Kopf und J«g S 15.12. Aus dem Lebenemitteiverbrauch seien hervorgehoben: Milch 59.154 Liter, Eier 131,112 Stück. Kartoffeln 28.771 Kilogramm, Mehl 6382 Kilogramm, Fleisch 15.326 Kilogramm und 460 Hühner, Zucker 7555 Kilogramm. r Jugendfürsorge: Das Jugendfürsorgeamt hat im Jahre 1929 in 19.821 Fallen interveniert, die sich wie folgt verteilen: Parteien im Jugendfürsorgeamt 9778, Hausbesuche 2941, Geldbeihilfen 6133, Sachaushilfen 948, Stellenvermittlung 21. Hievon entfallen auf Jugendgerichtsfülle 1300,, Vormundschaftsfälle 1011, diverse Pflegeschaftsfalle 17.510 Parteien. Im Genüsse von Geldbeihilfen standen Ende 1929 472 Parteien. Davon erhielten 147. Parteien Heimbeiträge, 83 Parteien Kostgelder. 192 Pflegebeitrage, U Krankenaushilfeu, 25. sonstige Aushilfen, 5 Arbeitsentlohnung, 4 Sachausbilfen, 2 Parteien Beitrage für kulturelle Zwecke. Allgemeine Fürsorge: Im Jahre 1929 wurden verausgabt: Für Monatsgaben S 64.818, an laufenden Unterstützungen durch das Wohltätigkeitsämt S 88.279, Unterstützungen aus Spenden S 13.447, aus dem Präsidial* fonds S 25.734, für die Kohlenaktion S 19.584, für Ferienaktionen S 7500, für arme Bräute S 12.059, für Speisemarken S 3600. Kultussteuer: Im Jahre 1929 sind inigesamt 59.U5 Kultussteuerbemessungen ergangen, hievon 4100 Fälle erstmalig. Im Jahre 1929 wurden beim Steueramte 7400 Rekurse eingebracht, wovon sich 5450 gegen die Kultussteuervorschreibung für das Jahr 1929 richteten. Die Zahl der überreichten Exekutionsansuchen hat pro 1929 8700 Stück betragen». Nach erfolgter politischer Exekution wurde in 430 Füllen die gerichtliche Exekution durchgeführt, G e m e in d e v e r w a 11 u n g: Der Gesamtaufwand für personelle Auslagen h^t fUr das Jahr 1929 S 2,477.000 betrugen, Am Schlüsse des Jahres 1929 waren ß Chief Rabbi Dr. Hertz «egen eine Falschmeldung deutscher Schächtgegner. Berlin, 28. MUrz. (J. T. A.) Der Oberrabbiuer des britischen Reiches, Dr. J. H. Hertz in London, hat unter dem 23. Marz 1930 au das Büro für Sohächtnngelegonheiten in Berlin folgendes Schreiben gerichtet: i.Meine Aufmerksamkeit ist auf eine Nachricht folgenden Inhalts in der „Neuen Mannheimer Zeitung" gelenkt worden; „In England geht m i t % u s t i m m vi n g d o r j ü d ischen Religionsgeme.inden stets eine . B e» t ä'u b u n g des Schlachttieres durch Elektrizität der Blutentleerung voraus. Diese Art der vorangehenden Betäubung verletzt die betreffenden religiösen Vorschriften nachgewiesenermaßen nicht." Ich erklare mit größtem Nachdruck, daß diese Nachricht absolutun begrün? det ist. Ferner, duß alle Gesetze in unserem Lande hinsichtlich der Betüubungsnpparate eine A u s n a h ra e für die jüdisch-rituellen Erfordernisse vorsehen." Der Verfall des Refonnjudentums in Amerika. Wie immer der Verkauf dos in Cincinnati seit 75 Jahren erscheinenden „American Israelite" von den bisherigen Besitzern zu erklaren versucht wird, tauscht diese Tntsache nidit darüber hinweg, daß das R e f o r ra Judentum in Amerika dem Verfall entgegengeht, der durch einzelne programmatische Kompromißzugestündnisse vielleidit verlangsamt, aber auf die Dauer nicht mehr auffMialten werden kann. Vor 75 Jahren hat der aus Deutschland eingewanderte Rabbiner l«mc Meier M'ise gleichzeitig mit der Organisation des kämpfenden lief urra jndent um % muh dn« publizi.stisJit» Qvgau „Ameritun Israelite" begründet. W i s e genoß ungeheures Ansehen, das ihm auch bei cVi Schaffung dos reformistischen Rabbinor- * e m i u a v s in Cincinnati sehr zustatten kam. "5 Jahie inug hat die Familie Wise dieses Heiligtum bewahrt und mit Erfolg auch finanziell auszubeuten verstanden. Die dritte Generation der Wise-FamiHe sdieint nun zur Ueberzeugung gelangt zu sein, daß die Jugend der reformistisdien Kreise sowohl dem Reformjudentura als auch dem Judentum Uberhaupt so sehr entfremdet ist, daß sie für die weitere Erhaltung des einst so einflußreichen Blattes nicht das geringste Interesse aufbringt. Aber audi die letzten Besitzer des „American Israelite" selbst sind vom Judentum immer mehr abgerückt und finden in ihrer Betätigung als Redaktcure und Herausgeber einer jüdischen Zeitung weder seelisdie, noch weniger materielle Befriedigung. Sie sind an dem Blatt reich geworden, haben auf anderon nichtjüdischen Gebieten erträgnisreiche Betätigungen gefunden, was kein Wunder ist, da die Schwester und Gesellsdiafterin des achtzigjährigen, letzten Herausgebers Rabbi Jonah B. Wise die Frau des Eigentümers der „New York Times" Adolf Ochs ist, Nunmehr ist-das, Blatt an die Brüder Siegel, die selbst vom Zeituugsgeschäft sind, übergegangen. Die neuen Besitzer, die; ihren Hauptsitz gleichfalls in Cincinnati haben, haben sich über die künftige Richtung des „American Israelite" noch nicht erklärt, UM? Jnden kamen im Jahre 1929 nach den Vereinigten Staaten. New York, 26. März. (J. T. A.) Unbeschadet des Einwanderungseinschränkuugsgesetzes der Vereinigten Staaten ist dieses Land immer noch das wichtigste Einwanderungsgebiet für Juden. Im Verlauf des Jahres 1929 sind 16.347 Juden aus allen Teilen der Welt in die Vereinigten Staaten eingewandert; das ist ungefähr ein Drittel der Gesamtzahl der jüdischen Wanderer, die sich im Jahre 1929 in ein anderes Land begaben. Alle diese Einwanderer; die mit 946 Dampfern in den verschiedenen amerikanischen Häfen eintrafen, wurden von der jüdiffchen Wanderer-Hilfs- und Schutzgesellschaft Hins empfangen und in Obhut genommen. Diejenigen Einwanderer, die von Verwandten abgeholt wurden, wurden deren Obhut überlassen, die übrigen Einwunderer würden in das Hias-Gebäude gebracht, von wo aus die Verbindung mit ihren Verwandten in Amerika, sofern sie solche besaßen, hergestellt wurde. Von den jüdischen Ankömmlingen waren 12.883 als Immigrant e n. 3464 als Nichüramigranten qualifiziert. Für eine jüdische Universität In Amerika, New York, 28. März. (J. T. A.) In der kürzlich abgehaltenen Konferenz der Kongregation „Bnei Je« Union der ZIonliien-RevUionfsten Oesterreichs ___Brief anaohHft Wien Hoat 88, Pich 30 Montag, den 7. April 193', halb e Uhr abends, Im Ctdi Arkaden I,'UmveriUätMtraö» 3 (Souterrain) VERSAMMLUNG Thema: DI* Londoner A. C.-Sltiung In revisionistischer Beleuchtung Redner: Dr. Halnrtch GiUckcr Dienstes, den 9. April 1030, 8 Uhr abends, II, ZlrkuigaiM 89 VERSAMMLUNG Thema: Rote und blau«weiße Jugend« 1 bewegung I Redner: Uibocky 1 Anschließend Diskussion. Gäste willkommen. 1 lllIHMI«^