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Die neue Welt · 1930-04-04 · Heft 133 (4.4.1930) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 133 (4.4.1930)
Date
1930-04-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite i Dflg NEUE WEL1 Nt. 133 DER KLEINSTE VERSUCH GENÜGT, UM SICH VON DER GÜTE Öferf BESTEN AMfftlKAMtSCHtN UND GRIESS ZU ÜBERZcUOcN. ÜENERALVERTRETUNO BRÜDER WElUREB!!.♦ TABORSTRASSE 62, TEL. R-47-5-19 ÜBUIA1L ERHÄLTLICH Der Eröffnungsakt auf dem Skopus. Am 1. April 1925, 12 Uhr mittags, betraten Lord B n 1 f o ti r, der Präsident der Zionistischen Weltorganisation Prof. Weizmaiiii, der Vorsitzende der Zionistischen Exekutive Noclium Sokolow und der Präsident des Zionistischen Aktionskomitees Oberrabbiner Prof* C h a j e s die Tribüne des Amphitheaters am Sfeöptis,; um vor einem stumm lauschenden, tausendköpfigen Auditorium (hervorragenden Vertretelrtl ton Staaten, Universitäten, Körperschaften efef; Wissenschaft, Kunst, Politik^ Diplomatie) den Esöffnuügsakt einzuleiten. Balfour sprach damals die unvergeßlichen Worte von der „Eröffnung der UniversitSt als einem Meilenstein in der Geschichte". Die ganze Kultur^velt stand unter dem Eindruck dieses einzigartigen Ereignisses, der Eröffnung der ersten Universität im Orient, die nls hebräischer Kulturfaktor Zum; erstenmal seit 2000 Jahren autonom Ost und West verbünden sollte. Oberabbiner Prof. C h a j e s als Repräsentant des österreichischen Judentums faßte seinen Eindruck dahin zusammen, daß die Totsache einer hebräischen Universität das Vorhandensein eines Weltgewissens deklariert habe; „daß die Menschheit uns braucht ... wir haben von unseren Menschen in Palästina gelernt, wie man Schwierigkeiten überwindet und. von Optimismus beseelt ist, auch wenn noch größere Schwierigkeiten zu meistern sind." Verwirklichung und Hoffnung. Eine Reihe wertvoller wissenschaftlicher Institute wurde geschaffen. Hervorragende Lehrkräfte sind an dieser ersten und einzigen hebräischen Hochschule tätig, die Resultate ihrer fünfjährigen Arbeit sind zu übersehen. Die jüdische Nationalbibliothek ist zu einem Kulturfaktor ersten Ranges geworden, zu einer Quelle für die geistigen Bedürfnisse des werdenden jüdischen Palästina. Die der Universität angegliederte landwirtschaftliche Versuchsstation leistet wertvolle Dienste für die palästinensische Agrarkultur, die vom archäologischen Institut initiierten Ausgrabungsarbeiten haben wichtige Forschungsergebnisse über die alte Geschichte Palästinas zutage gefördert. Nichtsdestoweniger hat die Universität bisher nicht vermocht, die Funktion zu erfüllen, die ihr im Prozeß eines werdenden Staatsgebildes zugedacht sein sollte. Die Universität hat parallel zu den Bahnen, die die politische Führung im Zionismus eingeschlagen hat, einen Weg beschritten, der von den konkreten Bedürfnissen des jüdischen Volkstums abseits liegt. Statt eine , Lernanstalt zu werden für die einheimische palästinensische Jugend und für die vom Numerus clausus bedrohte jüdische Studentenschaft der Welt, ist sie immer noch im Stadium eines experimentellen Forschungs- und Versuchsinstituts geblieben und hat so den Charakter von Weltfremdheit und Isoliertheit, erhalten. Es ist nicht abzusehen, welche Entwicklung das jüdische aufbauende Element in Palästina in den letzten fünf Jahren genommen hätte, wenn ein reger Zustrom frischer, idealerfüllter jüdischer Studienjugend erfolgt wäre, in welchem Maße das Wirtschaftsleben Palästinas sich unter solchen Be- Rasche Heilung durch Radium Hochfrequenzbestfahlung. Gegen Gicht, Ischias, Rheumatismus, Nervenleiden. Ländeäbeh. konz. der iri äto-p hysikalische Heilanstalt „Sol-Ra" L, Kärntnerstraße 10,. ^Eingang Seitengasse. ' ••; uJ/ dingungen belebt hätte. Allzubekannt ist die Rolle, die eine Universität im Kampf einer ins politische Leben getretenen, um seine Freiheit ringenden Nation stets gespielt hat. Die h e b r ansehe' Universität in Jerusalem ist keine Erfüllung, sie ist eine'Hoffnung. In diesem Sinne wünschen wir dem jungen Institut an seinem fünfjährigen Jubiläurastag die Verwirklichung aller kulturellen und politischen Aufgaben, die ihm vom jüdischen Volk anvertraut wurden. pi'iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniw f Jüdischer Liederabend 1 g Sonntag, den 20. April 1930,81/, Uhr abends. Großer Saal Im s E Hoiel Conllnentai, II., laboratiaße 4 § 1 HILDA OULICKAJA» M Lieder, Volkslieder (bebf. n. jfid.), Chassidlsche, Synagorfaie g und Palästina-Lieder . Am FlfigeU RuDOLF 8E..K ff | Rezitation« SAMUEL SCHWAGER § s Kartenverkauf: Buchhandlung Rath, II., Tabo straße 20a und Im §§ § Hotel Continental, K, Taborstraßc 4. jjlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll^ 12£2*Jj2^ § s MitlwQCh, den-9. April 1930 um halb 9 Uhr abends s im Cal6 Produktenbörse, IL, Taborstr. 10 E \I A W»£'WW% m 1 V«M A I Hans Kandl s 7iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiititiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiimiim? der weltberühmte jüdische Tonfilmstar und spricht in seinem größten Welterfolg m JAZZSÄNGER Täglich ab 5. April: Beginnt Wochentags 3, 7, g Uhr Sonn« und Feiertage ab 3 Uhr I. . Wollzelle 34 Elite-KinO Tel* R-29.3-«4 Lustspieltheater-Kino . II. « Prater, Aus*fell»ingsstraße Tel. R-44000 Tageskasse i I» RotenUirmsfreSe 16, Telephon R*S0*S*41 VI., Marlahilfer- CI aüam laf 8 s*v Tel- B^24«1-41, Straße 85 87 f I O II 6 II11 II I II O B-24.1.71 Sichern Sie sich Karten Im Vorverkauf!

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