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Die neue Welt · 1930-03-21 · Heft 131 (21.3.1930) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 131 (21.3.1930)
Date
1930-03-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 131 DIE NEUE WELT Seite 7 vom Outen sind die In Geschmack und Qualität unübertroffenen •rtfkl«Mfa*atti^omfiti«rt«* Das Beste Schmidl-Mazzoth •N wdche unter streng orthodoxer Aufsicht die* Räbbinatet hergestellt Wefifötl Die Mazzoth werden aus dem feinsten Mehl etteugt! Seit vielen Jahren genießen die „SchfitldMtassoth" das beste Renommee und werden vor allen anderen bevorzugt »S&rS&K SPEZIAL-MARKE ,,N.B."«ffi! Zenrole: N.BrodetzklJUeopoldiga ^Ä Fl LI A L I Iii M. Wildmann, I, BäckerstraBe IS Ignas Fleischer, II, PraterstraBe 44 ' Jakob Weit», II, Untere AugartenstraBe SS S. Schneider, II, Miesbachgasse S «Sil David Raab, n, SchlHamfsgasse T M. Splegeirm, FtadetskystraBe 4 Max Silberberg, IX, ReteniSwengasse S UU» Mandl, tx7arunlftterflasie 41 eine neuerliche Beratung der Sache eingegangen werden sollte. Für den Chef der Verkehrs* und Transit»Sektion: B. Lukac m. p." Demgemäß wird die obengenannte Modi* fikation noch den Völkerbund beschäftigen. Zur geplanten Kalenderreform. AUFRUF! Es wird in der Völkerbund kommission geplant, eine Kalenderreform einzuführen, welche die Beobachtung der Sabbatruhe nahezu unmöglich raachen würde. Eine an den Völkerbund gerichtete Massenpetition aller Juden, welche die Reli* giosität als bindend und zwingend für die Erhaltung der Judenheit als solche betrachten, würde diese Kalender» reform vereiteln können. Es werden daher alle Juden und Jüdinnen gebeten, die in der Kanzlei des Tempels auf« liegende Petition durch ihre Namensfertigung zu unter* stützen und in ihren Kreisen für diese Fertigung Fropa» ganda zu machen. Das Rabbinat der israel. Kultusgemeinde Wien. Dieser Aufruf ist mit den erforderlichen Sammele bögen für die Unterschriften an alle Tempelvorstände und Rabbiner verschickt worden. Die Sammelbögen sind durch die folgenden erklärenden Sätze eingeleitet: „Durch eigenhändige Eintragung ihres Namens er* klären die unterzeichneten Juden und Jüdinnen, daß die Einführung eines bürgerlichen Kalenders mit Blanko*Tag Millionen Juden der Welt überaus großen moralischen und materiellen Schaden zufügen wird, und daß sie die Durchbrechung der von jeher geltenden Ordnung der siebentägigen Woche als eine Verletzung ihrer tiefsten religiösen Gefühle und als Hemmnis in der Beobachtung und Heiligung des Sabbats empfinden würden, der vor tausenden Jahren der Welt den wöchentlichen Ruhetag gebracht hat, um welchen die zivilisierte Menschheit bis in die Gegenwart kämpfen mußte." Es wird dringend und höflichst gebeten, die Samm« hing von Unterschriften auch durch die Synagogen* und Vereinsdiener vornehmen zu lassen. Die zentrale Sammel» stelle ist das Rabbinat. Die Bögen sollen in 5 bis 6 Wochen abgeliefert sein. Expräsident Taft und die amerikanische Judenheit Trauer um den großen Judenfreund. New York, 14. März. (J. T. A.) Das Ableben des früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten, Taft, hat auch die amerikanische Judenheit in Trauer versetzt. Taft war energisch für die Lösung des Handelsvertrages mit dem zaristischen Rußland eingetreten, als die zaristische Regierung sich weigerte, Einreisevisa amerikanischer Bürger, weil sie J u d e n waren, zu vidieren. Als Taft 1908 zum Präsidenten nominiert wurde, war der Handelsvertrag mit Rußland bereits in Kraft getreten. In seiner Ansprache bei der Nominatiori bezeichnete er das russische Vorgehen in der Paßfrage als den Prinzipien der amerikanischen Regierung zuwider und versprach, wenn er gewählt wird, dieser Angelegenheit besondere Aufmerksamkeit zu wid« men. 1911 lud er Jacob Schiff, Louis Marshalil, Mayer Sulzberger, den Bnei Brith*Weltpräsidenten Adolph Kraus, Philip Stein, Jacob Furth, J. Walter Fr e i b er g, Bernard Bettmann und Simon Wolf zu einem Frühstück in das Weiße Haus ein, um mit ihnen die Aufhebung des Handelsvertrages mit Rußland zu dis* kutieren. Es war dies das erste Mal, daß ein amerikani* scher Präsident eine jüdische Delegation in das Weiße Haus einlädt. Präsident Taft besprach mit seinen Gästen die Einzelheiten der Rußlandfrage und teilte ihnen mit, daß die Situation sich bessere, so daß eine so | aus den ersten palästinensischen Weinkeltereien I Haifa, Petach-Tikwah, ausschließlich rein jüdische; | Arbeit und Produkt in Erez Israel I Generalrepräsentanz für Wien und Oesterreich: 1 N. Spindel und M. Barlfeld | Tel. R»29*7-34 Tel. R.49-7-90 | Qureaut lM Laurenserberg 9 strenge Aktion wie die Lösung des Vertrages nicht not* wendig sei. Jacob Schiff widersprach dem und griff den Präsidenten später in einem Brief an. Die Führer der ame* rikanischen Judenheit setzten £s durch, daß sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus Resolutionen an* nahmen, in denen der Präsident aufgefordert wurde, der russischen Regierung zur Kenntnis zu bringen, daß der Handelsvertrag am 1. Jänner 1913 außer Kraft tritt. Präsident Taft hat seinerzeit gegen die geplante Dillingham Gardner Einwanderungsbill, die eine Intelli* fienzprüfung für Einwanderer* forderte, ein Veto eingelegt, m Mai 1911 setzte;et siöh für;'dfe Errichtung eines Denk* mals für Chaim S a 1 o rri o ft ein, dert polnischen Juden, der im Befreiungskriege eine große Rolle gespielt hat, 1910 erschien er persönlich in der in Washington stattgefun* denen Konvention der B, n« i B r i t h, r im - selben Jahre besuchte er in New York den Ball der Daughters of Jacob. Er war es, der den Juden Oskar Strauß zum Botschafter in der Türkei und den Juden, Lewis E i n* minntimmnfMiiinMmiHnnnuimiiiiiiHiimMiniiiMmmm^.nminnmM,,,, BLAIMSCHEINS iwd PFLANZ EN-Margarine TERrvo Unerreicht in Qualität und Preis! Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Öberrabbmers S. Fürst Darf in keinem Jüdischen Haushalt lehlen npe W, tod Ueberau erhaltlieh KARL BLAIMSCHEINS Vereinigte Margarine- und Butterfabriken, Wien, XIDiefenbaChgasse 59 stein zum Gesandten in Costa Rica ernannt hat. 1912 wurde dem Präsidenten Taft die goldene Bnei Brith* Medaille zuerkannt, die dem Mann oder der Frau, unge* achtet des Glaubens verliehen, wird, der oder die im Ver* lauf des Jahres am meisten zum Wohl der jüdischen Glaubensgemeinschaft beigetragen hat. In dem National Geographie Magazine vom Juli 1919 veröffentlichte/Taft einen von größer Einfühlung zeigenden Aufsatz über Charakter und Ge* schichte der Juden und ihre Rolle in der Zivilisa* tion. 1920 wohnte er der Konferenz der Liga gegen Ver* leumdung der Juden in Chicago bei und wandte sich dort in einer Ansprache gegen den Antisemitismus Henry Fords und seines Organs VjDearböon Indepedent". Er bezeichnete den Antisemitismus als lasterhaft, unamerika» njsch und nannte die „Protokolle der Weisen von Zion" eine „absurde Münchhausiade". In einer Proklamation gegen die P;rotoJeoU> stand sein, Name an der Spitze vön^Jö proltnirie^ton •amerikanischen*Christen, die die Protokolle als eine infame Fälschung erklärten. Köllig Alexander von Jugoslawien spendet für den ' jüdischen Nationalfonds. Wie aus Belgrad gemeldet wird, hat König Ale* xander ypn J u g o s 1 a w i efn im Rahmen der Aktion für Anpflanzung eines Waldes auf den Namen seines ver* storbenen Vaters König Peter auf dem Boden des Keren Kajemeth Lejisroel in Palästina eine Geldspende für den Keren Kajemeth geleistet. König Alexander hat auch das Protektorat über einen Basar übernommen, den die Zagreber Judenheit zugunsten des Keren Kajemeth Lejisroel veranstaltet. Der König von Italien und Palästina. Rom, 14. März. (J. T. A.) König Viktor Emanuel empfing Professor Röberto Almagia von der Universi* tät Rom und den Maler Dr. Luciano Morpurgo, die ihm ein Exemplar des soeben erschienenen Prachtwerkes „Palästina" überreichten, dessen Text von Prof. Almagia und dessen 200 Photos und'Bilder von Morurgo stammen. Der König dankte für die ihm überreichte Gabe und sprach seine Bewunderung für das schöne Buch und die schönen Bilder aus. König Viktor Emanuel hat von je ein starkes Interesse für Palästina und das j ü d i* sehe Aufbauwerk bekundet. 1903 empfing er Theodor Herzl, von dessen Persönlichkeit er, wie er später einmal erklärte, einen starken Eindruck erhalten hat. 1927 empfing er den inzwischen verstorbeneu Präsi* denten der Zionistischen Organisation Italiens Dr. Glaß, den Oberrabbiner von Rom Prof. Sacerdoti und den Commodore S e r e n i als die Vertreter der Z i o n is t u sehen Organisation und des Konsortiums der ' II KRIIS , ypPIMIillRDI ÖSTERREICH IM MAKKABl-WELTVERBANDE BBMletdis Verattialtnjilto IfliMn Mutes Mutti, v2g imriinn.. im Saale dei Ratel. Jayr. Hof m Wetturnen um die Makkablmeisterschaft von Österreich Im Turnen * Sonntag. 21 Man 8 Ohr abends Im Soptasaale Schauturnen mit anschließendem Tanx Entscheidung im Wetturnen (Preisverteilung) Freiftöüngsturnen // Rhythmisches und gymnastisches Turnen // Keulenschwingen Karton Rüttig für das Schau urnen und Wetturnen zum Preise von S 3.50. Loaenbestellunaen, Kerlen für das Wetturnen (S f.—, Jugendliche 50 droschen) an den gewohnten Stellen. jüdischen Gemeinden Italiens, die ihm die gerade herausgegebenen neuen Palästina*Münzen in einem in der Kunstwerkstätte des B e z ai e 1 zu Jerusalem her* gestellten Kassette tiberreichten. .. . •;>.• . . _ -i--• Dr. Osias Thon 60 Jahre. Am 13. März wurde Oberrabbiner Dr. Osias T h o n, Mitglied des polnischen Sejm und Präsident der Ziönisti* sehen Organisation für Westgalizien und Schlesien, 60 Jahre alt. Dieser Tag wurde durch eine Reihe von Festlichkeiten begangen, die zu Werbeaktionen für die Bewegung und die zionistischen Fonds ausgenutzt wurden. Die Krakauer Tageszeitung „Novy Dziennik" und das in Bielsko erscheinende „Jüdische Volksblatt" gaben Fest* nummern heraus. Geplant wird die Herausgabe sämtlicher Schriften des Jubilars. Er schrieb u. a. eine Studie „Zur geschichtsphilosophischen Begründung des Zionismus". Herzl- und Einsteingasse in Uzhorod. Die Stadtgemeinde von Uzhorod (Ungvar) h,at in einer ihrer letzten Sitzungen anläßlich von Umbenennung einzelner Straßen eine Straße auf Antrag des Gemeinderates Bela Szereny nach Dr. Theodor Herzl und eine andere Straße auf Antrag des Gemeinderatsmitgliedes Adolf Rothmann nach dem berühmten Gelehrten Albert Einstein benannt. Die Keren-Hajessod-Eingänge im Februar 1930. Die Eingänge beim Hauptbureau des Keren Hajessod betrugen während des Monats Februar 1930 Pfund 52.305.6.11. Im einzelnen verteilten sich die Einnahmen auf folgende Länder: Vereinigte Staaten Pfund 24.876.15.9, Polen 8303.12.8, Argentinien 5910.17.2, Südafrika 2000.0.0, Deutschland 1473.3.5, Tschechoslowakei 1220.16.9, Belgien 1000.0.0, Italien 900.0.0, Frankreich 899.16.6, Rumänien 860.18.11, Algier 798.17.11, Holland 709.9.10, England 705.11.6, Schweiz 456.7.0, Erez Israel (Palästina) 791.17,0, Oester reich 382.7.3, Lettland 508.6.11, Litauen 250.0.0, Japan 200.0.0, Ueberweisungen aus verschiedenen Ländern unter Pfund 200 Pfund 656.8.4, insgesamt Pfund 52.305.6.11. Die Gesamteinnahmen des Hauptbureaus des Keren HajeSsod betragen bis 28. Februar 1930 Pfund 4,0 9 8.0 0 9.12.1. Rasche Heilung durch Radium Hochfrequenzbestrahlung. Gegen Gicht, Ischias, Rheumatismus, Nervenleiden. Landesbeh. konz. dermato-physikalische Hellanstalt „Sol-Ra" I., Kärntnerstraße 10. Eingang Seitengasse. Wochen-Kalender März 1930 TIK amn Schebath 5690 21 Freitag 21-*o Sabbateingang 6.05 □mo 22 Samstag 2g~33 Sabbatausgang 6.48 cm p 'Ben ,rne »o ,mr\ ad *» Sonntag 'VW"» 24 Montag 24-TO 25 Dienstag 25-ftD ' ■ ■! ' ■ 26 Mittwoch 26-0 27 Donnerstag 27-D

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