Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 131 (21.3.1930)
- Date
- 1930-03-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S DIE NEUE WELT Nr.131 KINDERGRUPPE AUS DEM PURIMSPIEL „PURIM IN TEL-AW1W" Ring des Keren Kajemeth. (Anläßlich der K.-K.-Aktionen.) Dr. Dawid Bukspann antwortet mit S 2 und ruft zu Spenden wie auch zur Nennung einer Spendenliste folgende Herren auf: Irig. Emil Krasny, Dr. Leo- Jold E£iedmann, Dr. Isidor Rubinstein, Dr. Artur Reik, akob Lazarowitz, Ritter, Dr. Hermann Low. .Dr. Glück er antwortet mit S 2 und ruft fol- 'gende Herren auf: Dr. Herrbaum, Dr. Much, Siegmund Graiibart, Wozasek (Amstetten), Dr. J. Pöllatschek, Siegfried Rauchwerger, Dr. Siegmund Hirschhorn antwortet mit S 2 und ruft folgende Herren auf: Rabb. Dr. Dawid Eeuchtwang, Dpz. Jlabb. Dr. Aaron Kaminka, Dr. Benedikt, Dr.: Chaim Tartakower, Dr. Otto Gersuny, Pfadfinderlfund .„'Zlrenu". . JD t. Ka i'1 Je M i n ek antwortet mit S 2 und ruft folgende Damen und Herren auf: Rose Wahl, Betty Rappaport, firicli Köhn, Dr. Max Horowitz, Dr. Alfred Lpewy^.Dir. Gutträann, Zacharias Katz. D r. .Ed üa r d Pa chtman n antwortet mit S 2 und ru,ft folgende Damen und Herren auf: Oliv SonnenscheiniVDn J. H. Körner, Alexander Teich, Dr. Jakob;Kläphd)z, Dr. Albert Schälit, Dr. Gustav Bock, Gustav Weimann. lj)r. Jakob Ehrlich antwortet mit S 2 und ruft foleieifdeiHerriEsn auf:- Dr. Ludwig Poborski, .Ing. Wilhelm 'Voger.i^r^Bjeiimhafd .Hahn, Pr.v EmilrKolländer, Dr. Bennöl S^hall|ögerV'Dr. Leopold Meisel. . -:, ■ Ffitz Last > spendet $ 2;^. und rüft folgende Herfen' 'auf: Benno /Mendelssohn,'' isriph Wölf, Fritz Bauer,> Maxi Reiß, Ernst Felber.' ' (Spenden und neue Ringlis,ten werden in der Adminötration, IX., Universitätsstraße 4, an Wochentagen ,v»n ,9 bis 2 Uhr übernommen.) 5690. - }-: ,1. bis 29. April 1930. . i; . :Mftg..Vieäe'rholt -mitgeteilt, wurde die diesjährige, vom Yisej-r Bande demokratisch er Zionisten .gejnedn^.am rm\ dem Palestine: Touring Club Wien ye'iv. W6tal^i»;>;i#^^', Palästdnareise auf den Monat April vethgl,<^m\iipti:'den •' Teilnehmern Gelegenheit geboten wird, die?;P ö s s ax h w 6 c h e i n E r e z T s r a e 1 zu verfcrinjge^\E)aj|s^iistige• Programm ist. auf Grund der an-, l^ßlich'^qr örsten Reise gesammelten Erfahrungen zu-, sammyiigestejit und umfaßt 'nacht nur den Besuch' der wichtigsten Städte und des heuen Jischuw, sondern aiicli die sonBtige^r berühmten Sehenswürdigkeiten des Laiides. Die i^Ty -^jas, pTOgrannn eingeschalteten - .freien.. Tage daenen,^nej:sejts der Erholung, der Reiseteilnehmer, an-. derersH^S. können sie zur Äbsolvierung von. .Privat-.; besuchStt oder zur Erledigung von Geschäften benützt werdeny so daß die Reise auch1 für Geschäftsleute zweckeptspreoheud ausgenützt werden kann. Wenn noch hinzugefügt die Seereise von Genua Bis , Alexandrien find retpur auf einem der Luxus eildampf er der i,Si t mfa;r"' zurückgelegt wird.rferner daß auf der Rückreise einige Tage dem Besuche der Stadt Kairo und ihrer Sehenswürdigkeiten gewidmet sind, dann kann man rijdijg; sagen,; daß diese R^ise nicjjt nur die Erfüllung eines langgehegten Wunsches jedes Juden bedeutetr sondern daß sie auch viel Sehenswertes und Belehrendes den Reise teilnehmern bieten wird.;. Die Preise für diese Reise betragen von Wien bis Wien liei Benützung der II. Scfyiffsklasse S 2225, bei Benützung, der-III. Schiffsklasse spezial S 1625. Die Vormerkungen I werden am 28. März : - definitiv abgeschlossen. Es' ist afeer; im Interesse der Rfcisdhteressenteri gelegen, nicht bjs zum letzten Termin zu warten, sondern sich' ehestens nj|t der rReiseleitung in Verbindung zu setzen, damit iäjPp erforderlichen P a ßy i s a rechtzeitig besorgt werden können. * Näheire Auskünfte und Prospekte durch Frau Paula Stricker, Wien, IL, Hollandstraße 10, Telephon R-45-6.89, und Frau Berta Taubes, Wien, IL, Böcklins,](raße 92, Telephon R-45-905. I« •owi« »amtliche 3pei«reiwar«n ti.MIwowits ' r:nee w 1^3 . v > - Iii tfwi WUlgiUn Pulten lliftf dlrtkt las H»u« ' . Fa. Samuel Halpern Wiim U.,P«ril«rgauie // Tel.-Nn R-40-4-12 - «md* Provlnaivenaqd. Die Purimfeiern des Verbandes demokratischer Zionisten. Zwei Kindervorstellungen „Purim in Tel-AwiwM. Daß Purim als echtes Volksfest gefedert und dabei als Erziehungsfaktor eingestellt werden kann, bewiesen die Feiern des Verbandes der demokratischen Zionisten, die den Kleinen, der heranwachsenden;Generation also, Freude und Heiterkeit bereiteten — in amraiiiMmHliit.innimmniiimiimimiimuiumum^ ^utfwiMiHimnumitnwtMmimtmtHiimiMnMHiiinmttmMiiM^^ SIE GM. KORN MEHL GROSSFLEISCMHAUEREI Zentrale 1XM Berggaise 19, Telephon 17-3-9V ». 16-9-34 Liefe ran ' für Heilanstalten Abteilungen für ^g-Ftelsch unter^ Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der lar: Kultusgemeinde Wien Autozustellung kost«nlo» IX., Botggasse IS ✓ XVIII., Währlngeritr. 97 IMMdlfUlliHIIII ..' S'totjJ-.f ■'; s von1 Kindern CjttMIIHlWllfWlUMnMIUllllklnUKM.....WIUlllimiMIHIM«.....UHHttllmlUNIIHI ^MHHWtianjt{tiihtwimituw>iuiimiiitiiitiiiiiiminiiunMmiuiiii^n^MWHi ■ s .'v'.;,'-:'^äS einem historischen - Spiel. dargeb"raci^t, 'wnrdel't» Das bandet, Frau Elsa N?e be.ÄK-ahlHsschuf mit ihrem Vet's ' ri ' •'" rJ,- ii'rr, ''"'■•;> a '" ■ '.■« poem „V u t i m i n T e l-'A' w l w"* ein echt v Spiel, in Text und Kostüm, für Kinder e Mitglied: des' Vei'- 'olkstümliches in Form und Inhalt eine leichtfaßliche Legende, die'.das naive" Gdmüt der Zuhörer (auch der Erwachsenen) ergriff und bis zum Schluß festhielt. Der Traum eines Kindes vom Puriin in. Tel-Awiw, der den Eihleitungsaklcord bildete, ging in den Rahmen einer historisch eingekleideten Wirklichkeit, über.und; brachte in symbolisch wirksumq'r Wejse das 'Zelt der Königin Esther mit ihrem Hofnarren Mordechaj;,und den Hofdamen, woran der bunte Zug zuerst "der Biblischen Gestalten vorüberzog: Kaln und AheJ,' Jakob und Estiu, Rebekka, Rüth, David und Goliath,-dÄftn David als König mit »König Salomp. Jeder Fdgui1 gab; Frau Nebenzahl, die Autorin und;Reg?sseiirin des; phantasier eichen Spiels,; charakteristische Verse in den.Mündt 'sp daß sozusagen ein Stück jüdischer yolksgescljicKte lebendig, gemacht wurde. Dem historischen Szenlenbild schloß sich ein aktuelles an, in dem die Symbole unseres /heutigen Erez Israel, wie Chalüzim und Ohaltizotb» Palästina-Wein rjund Palästina-Orangen, figural (Jargestöllf wurden. Besonders anziehend war die flptt^; /X^wr^ei'g'ruppet in BJau-Weiß. Es gab roizepde Kostüme, reiche tänzerische und pantomimische Bewegungen, die in ihrer bannten Folge die Kindei'schar ah beiden i Vprfiihrungstagen in den Jüdischen Künstlerspielen zu stürmischem Beifall hinrissen.-Den Abschluß bildete -beid^smal die Verteilung von Palästina-Drängen und Raggers (Geräuschratfchen als Purimsymbol). itn dje Kleinen,,.dje nun auch* zum Vergnügen f ür Gaumen und Ohr kamen. Um die Einstudjerung der rhythmisch gelungeuenl Tänze hat sich Frau Pepi Schallt? um dje .ninsjykaijsphe yntermalnng Frau Vally Be.ruard verdient'■'gemacht. Für dje^.Bühnenbilder sorgte künstlerisch einwandfrei wie immer D. S z a f r e n k p.'. l •Beide^ Vorstellungen waren übervoll und hiuteiv ließen einen tiefen Eindruck. Die intime Feier im Verbandslokal. .;.E|ne Jiitime Purimfeier vereinigte die Mitglieder des Verbände« demokratischer Zionisten und ihrei.zalU'' reichen Freunde im Verbandslokal - am Donnerstag, den 13. MUrzv Et» war ein Abend voll Humor, Heiterkeit und Geni^täfrerfd^, Das zwanglos sich ergebende Prip^rämni leitete, in einer lebendigen Ansprache H. David$<tfaenza:h] ein. der auch den ganzen Abend conferencierte. D©r Beginn stand im Zeichen aktueller polt||8chPr Satire, .^iw Ausdruck gebracht durch die V/erlesung; einer '„I^zH. betitelten Purimzeitung,. deren i^njge.lne Rnbrjken die Zeitereignisse (Politik, Palästina, Literatui't Zioni^iisjBhes '< Leben) sarkastisch beleuchteteii,; Von drbjU^eV.'^öi^'tk'.und: Durchschlagskraft, wur ^. Vpr-: fp'fu^'d^s unter Leitung von Oskar Teller-nahenden iü d i s c h e n S p r e c h c h o r s, der diesmjj als Vokalquartett in reizenden, musikalisch untqrmalten Landeivereln vom Roten Kreuze f QrWien Nlederdgterrelch und Burgonland Wert-Lotterle 2286 Treffer Kaufet Rote-Kreui-Lose 1 Ziehung 4. April 1930 Nyr 1 Schilling m Zu haben in allen Traliken Versen, Assdmiilntion, Nachlauferei und Snobismus zum Ergötzen des dichtgefüllten Saales verspottete. Der bekannte Schriftsteller Daniel Persky hatte durch seine eigenartige, geistreiche Interpretation der Megillah Esther die Lacher auf seiner Seite. Samuel Scheftel, das ausgezeichnete Mitglied der „Wilnaer Truppe", las mit erwarteter Meisterschaft zwei humoristische Skizzen von Tunkeier. Ausgezeichnete Gesangsleistungen boten Frau Eugenie Kreitler (am Klavier Frl. Alice Schwarz) und Frau Pia Klein (Begleitung durch die jugendliche Pianistin Frl. Kredtler), eine gelungene parodistische Szene des Dr. Fritz K1 ei n erheiterte die Zuhörer. Der Purimabend des demokratischen Verbandes bewies wiederum fcen Eifer seiner Mitglieder für die zionistische Sache und die Gabe, ein jüdisches Fest bei aller Heiterkeit würdevoll zu begehen. Die Gruppe der Bezirke VI—VIII. Die interne Purimfeier der erst sechs Monate bestehenden Gruppe leitete der Vorsitzende Dr. Simon Holdengräber mit einer schwungvollen Begrüßungsrede ein, worauf ein beziehungsreicher Prolog des H. Mosche Licht mann (Z. D. J.) folgte. Im künstlerischen Programm brachte die zionistisch-demokratische Jugend unter Mitwirkung ihrer Mitglieder Mosche Lichtmann, Wilhelm Jäger und Leo Alter das Poem „Purim im Ghetto" zur Aufführung. Eine Ueberraschung bildete das Erscheinen von Dr. Leopold Plaschkes, der in gewohnt temperamentvoller Weise durch eine zionistische Rede zur Stimmung des Abends beitrug. Ueberaus reizvoll war das Spiel „Purim im altneuen Erez Israel" sowie die Gitarre-Produktion des Frl. E. W u h 1, der Tochter des verdienstvollen Verbandssekretürs P. Wühl. Die Rolle des Conferenciers führte der Obmann der Z. D. J. Hans Kolb in geschickter Art durch. Dem offiziellen Programm, bei welchem für den Keren Kajemeth reiche Spenden flössen, schloß sich ein gemütliches Beisammensein an. Heitere Gespräche bei Palästina-Wein hielten die Gäste, an die zum Schluß noch Ansprachen von den Herren Dr. Holdengräber, Paul Alter, P. Wühl und Hans Kolb" gehalten wurden, bis über Mitternacht beisammen. 1 Jüdischer Liederabend | s Mittwoch, den 2P. März 1930, V*q Uhr abends, GroBep Festü H saal (Konzerts al) im Indtiotrlehaiis, Schwarzenbergplatz 4 § 1J. Sesal-Rosenbach (Tenor) 1 H Lieder, Volkslieder (hebr. u. jfid.) Opernarien (ital.) p Ü Karten: Zionistisches Landeskontitee, Wien, 1,, Kä>ntnerstraße28< H s AI. Rath, JI., Taborstr. 20a", Parfümerle Schurberg, Hafnerg. 3 §f M T heaier, Kunst und Literatur Die Berliner Schaul Tschernichowski-Dichter- Jubiläums-Feier. Der jüdische Turn* und Sportklub Bar Kochba« Hakoah in Berlin feierte aus Anlaß seines 30jähri* gen Dichterjubiläums den großen hebräischen Dichter Schaul Ts eher ni cho wski. Neben den Vertretern der Berliner Hebraisten^Gemeinde und der Zionistischen Organisation war besonders viel Jugend erschienen, die begeistert dem Dichter zujubelte. Nach einem von Lotte Tennenbaum gesprochenen, von Max Asrican verfaßten Prolog und den Darbietungen eines Trios hielt Herr Dok* tov Alfred Klee im Namen des Bar Kochba<Hakoah die Begrüßungsansprache, in der er die Bedeutung des hebräi« sehen Wortes und der hebräischen Dichtung in der jüdischen RenaissancesBewegung und die Führerrplle Tscher* nichowskis in der hebräischen Literatur wertete. Nach gesanglichen und musikalischen Darbietungen hielt Herr Dr. Rawidowicz in hebräischer Spräche •eine literarische Würdigung des Dichters Tschernichowski und führte aus, die HebraistemGemeinde in Berlin ehre sich selbst, wenn sie sich zur Feier Tschernichowskis hier versammle. Es handle sich nicht um das Jubiläum eines einzelnen Dichters, sondern um ein Jubiläum des hebräi« sehen Schrifttums, denn die vor 30 Jahren erschienene erste Gedichtsammlung Tschernichowskis, „Chesjonoth Umanginoth", war umwälzend, belebend und wegweisend in der neuen hebräischen Dichtung. In Palästina und überall in der Welt feiere man heute Tschernichowski, aber diese Berliner Feier, von der Bar KQchba'Kokoah» Jugend veranstaltet, solle zum Ausdruck bringen, daß Tschernichowski das Lied der Kraft, das Lied des Men* sehen in die hebräische Dichtung gebracht habe. Den zweiten Teil des Abends leitete Staatsrat Dr. Jacob Teitel ein, der den Dichter im Namen des Verbandes Russischer Juden begrüßte und ausführte, es sei für die in trauriger Emigration lebenden russischen Juden ein Trost, Tschernichowski in ihrer Mitte zu wis? sen und es sei ihnen höchste Freude, ihm zu huldigen. Nach einem Viplinvortrag von E. T s c h e r« a i a w s k y' erschien der. Dichter selbst auf dem Podium.