Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 131 (21.3.1930)
- Date
- 1930-03-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seife] DIE NEUE WELT flr.131 r iiniiiiiiiiMiiimitiwiiimiHimi niiiiniifliiiiiiiiuiiiiTiiiiiiiHiiiimi PUR FEINSCHMECK EIN sind die, nach einem speziellen Verfahren erzeugten, In OtichiflacM uff* ■ Btkttmntllthlttlt urt«rr«icht«n STRUM - M AZZOTH und GRIESS die ate vorzüglich, schmackhaft, hygienisch einwandfrei erzeugt, battbakannt sind! Die runden Strum-Mazzoth sind eine baaondara Oallkataaaal Viele Tausende nehmen jedes Jahr nur die Qualitäts- Mazzoth „Sir um" und lassen sich-keine anderen Erzeugnisse aufdrängen Verlangen Sie überall - nur die voriügliche Standard-Mark« Strum - Mazzoth Die Mazzoth-Bäckerei H> STRUM, II., Rotenstern- §asse 11, steht unter Aufsicht des ehrw. Rabbinats er israelit Kultusgemeinde Wien. Besonders in ritueller Hinsicht sind Strum-Mazzoth unbedingt einwandfrei. Die Erzeugung erfolgt mit eigens konstruierten, patentamtlich geschützten Maschinen (Ofen) auf elektrischem Wege von fachmännisch geschulten judischen Arbeitern. Das ganze Maschinenmaterial wird von eigens hiezu bestellten Vertrauenspersonen des Rabbinats viertelstündlich Vollständig gereinigt; und;ausgewechselt;;;; ' i. Wer Strum-Mazzoth kauft; weiß,, daß er nur* Irlach» Ware heuriger Erzeugung bekommt! Achten Sie auf die Stampiglie nH, Strnin«, die auf jedem Paket ersichtlich ist! MAZZOTH-BÄCKEREI H. STRUM, WIEN, II. Rotenaterngaeae 11 . Telephon R-41-6-12 ^inmilllllllliminitllllttllllllllllHIllilllitiiiiiiiiHiuiiiiiimHtiitiiiittHitttHiiminmntiH tschechoslowakische Volk miteinander leben.. Der sieg* reiche Staaat auf dem. Boden der Habsburgermonarchie befleckte sich mit keiner der Untugenden, denen seine Nachbarstaaten verfielen. Die Mitbürger Masaryks haben sich als reif erwiesen, reif durch die Kämpfe um die Un* abhängigkeit, reif durch den Willen zur Einheit. Das jüdische Volk begrüßt in Thomas Garrick Ma« saryk . den Menschen sittlicher. Größe,; den Präsidenten; einer stohjen"-Republik, den Freund und Vorsteher des jüdisch-nationalen Erwachtseins. , P» r.; 3- Die Tagraigdesziömstisch^ AktioDskomitees in London eröffnet. London, 16. März- (J. T. .A.) Am Sonntag den! 16. März trat das Aktionskomitee der Zionistischen Organisation zu einer Tagung in , London zusammen. Die Tagung ist«vertraulich, auch Pressevertreter werden nicht zugelassen. Die Tagesordnung ist die; folgende: \ - Bericht und Aussprache über die politische L a g er (London, Palästina, Genf); Bfehandlung von der Tagung unterbreiteten politischen Vorschlägen, darunter eines Vorschlages des Herrn Meir Großman n über a) Ernennung eines, po 1 i-, tischen Komitees, b)• Einberufung des Zio-, nistenkongresses noch, im Jahre 1930. , Pal ästinabud get imd Finanzlage' (Keren Hajessod, die Tätigkeit > des Emergency. Fund); Behandlung von der Tagung -unterbreiteten» Finanzvorschlägen, insbesondere eirieö Vorschlages 1 des Herrn ' Adolph Bernhardt (Bukarest) über Finanzierung der Einwanderung. Probleme der Kolonisation- (als erster Punkt^;verhandelt).; \; : Die Arbeit der JewishAgency. Mit der Arbeit in der Diaspora Verbundene Probleme: 1. Hebräische Kulturarbeit; 2. Cömite des D e 1 e g a t i o n s ' J'u i v es. Probleme . der Organisation: Vorschlag der Zionistischen Vereinigung in Holland' betreffend kleine / Föderationen; Besetzung V der vakanten" Stellen; Verschiedenes. ■■ ' ' Die Sitzung wurde vom Präsidenten Motzk i n eröffnet. Hierauf hielt Ussischkin ein Referat über den Nationalfonds, und den Stand der Bodenkäufe.. Er stellt fest, "daß gegenwärtig keiri Grund zu Pessimismus vorhanden sei, zumal da bei' raschem Handeln auf dem Gebiete des Boderikaufes für die. nächste Zukunft viel getan werden könnte, und wendet sich scharf gegen die von der Palästina-' admihistratiou verursachten Schwierigkeiten üiid' Hindernisse bei Bödenerwerb. 'Er schlägt eine' innere zionistisdie Anleihe zugunsten de6 J. N. F. in der Höhe von 300.000 Pfund vor und fordert, daß man vom Palästina-Hilfsfonds 100;000 Pfund' für Bodenkäufe zur Verfügung stelle. Zum Schluß teilt Ussischkin mit, daß er im kommenden Herbst zusammen mit Weizmann in Angelegenheit des J. N. F. nach Amerika reisen werde. Dr. W eizman erklärt sich mit den Vorschlägen Ussischkins einverstanden. Dr. Ii lippin widerlegt kategorisch die Verleumdungen, totaacft diei A<er durch Üie jüdi- KofMsatiöfiAIB^J^ gelitten Batten.JE* tritt mgen d^: liglis^l Heglelrüng äiif,: dil kein fest tlimrisserfes —^ :fc^---^L . ---«-^ T Öp^ramM; ^sitzfe. £f sieht keinerlei Scb^e|igkcit darin, in kurzer Zeit 50.000 jüdische Familieli ohne jeden Schaden für die arabischen Bauern zu kolonisieren, wozn ein Budget von 1,500.000 Pfund notwendig sei. Jabotinskys Kampagne in Südafrika.: Die große Rede in Kapstadt. Kapstadt, 14. März. (J.|j\,A.) ffladimir Jabotinsky, der Führer der Äonisten-Revisionisten, hat nach seinem Eintreffen in ^apsfadt :einen Aufruf an die jüdische Jugend, zugunsten des, Tel-Chaj- Fonds zu sammeln, erlassen und als Gast lokaler Zionisten in der Stadthalle eine grofte^ Redegehalten, in der er als das unmittelbare Ziel des Zionismus die Schaffung einer jüdischen Mehrheit in Palästina bezeichnete. Er kritisierte scharf die» br itis che Administration in Palä£~£i£a,. &e&da£ Mandat nicht erfüllt, die jüdische EtnW^hderung1^ nicht unter-? stützt und keine Böden für die jüdische Siedlung zur Verfügung stellt, und forderteXedhelAgrarreform zur Freimachung des brachliegenden Großgrundbesitzes für neue Siedlung sowie eine "Politik der Förderung der lokalen Industrie, schließlich emb Verstärkung von' Polizei und Garnison durch jüdische Einheiten. Jabotinsky griff auch scharf did^frälißk*;<fe'r," zionistischen Führung an, die in' det' inneren Arbeit wie, WIEN VII., KAISERSTRASSE 123 IX.. ALSERSTRASSE 6 FERNSPRECHER B-38-0-43 in der äußeren Politik versagt hat, und erklärte, daß unter einem günstigen politischen Regime 100.000 Einwanderer mit einem Aufwand von nur 10 Mülionen Pfund angesiedelt werden könnten. Die britische öffentliche Meinung und die in den Dominions muß darüber aufgeklärt werden, daß die Regierung das Mandat weder dem Buchstaben noch dem Geiste nach erfüllt, erst dann sei auf eine Besserung zu hoffen. Eine Führung aber, die immer ihre Zufriedenheit mit der britischen Verwaltung erklärte, hat jetzt nicht den Mut, gegen dieses Regime aufzutreten und die alberne und verruchte Bürokratie anzuklagen, die den guten Namen der britischen Administration entehrt. Jabotinsky forderte einen Wechsel in der zionistischen Führerschaft und griff auch die Politik Warburgs und Oskar Wassermanns an. Jabotinsky sagte, er sei gekommen, um die südafrikanischen Juden aus ihrer Ruhe aufzurütteln und sie aufzufordern, nicht nur Geld zu geben, sondern auch ihren Rat hinsichtlich einer Aenderung der zionistischen Politik vernehmen zu lassen. ^/wiW difoUl mvmmci - '■ v ■ '.. r .;. ■ .;, '-' ■ '' ' V ■' "\ Mfr%M&t'Mon rill lllil Vor Ypröfi des Berichtes über f-^^ PaIästiiia4Ji^ Keine Revision des Mandats. — Das Palästinawerk, ein Muster für die ganze Welt — Günstige und ungünstige Punkte im Bericht, , Nach» wie vor herrscht sowohl über den Inhalt des Berichtes der Shaw*Kommission als auch über den! Termin seiner; .Veröffentlichung; Unklarheit. Die engtfsphie.Presse sucht je nach ijirer politischen Einstellung durch die verschie* denartigsten Kommentare die öffentliche: Meinung zu beeinflussen, bezw. vorzubereiten. Einzelne Blätter wollen!wissen, daß der Bericht keine Feststellungen zugunsten der einen oder anderen Partei enthält und auch keine Anregung über die Bildung einer gesetzgebenden Körperschaft) gibt. Hins gegen sollen allgemeine Vorschläge über Aenderung des Verwaltungsapparates und Personenwechsel in verschiedenen Verwais tüngsposten gemacht werden. .., ypi^t besonderer ''Bedeütung^foll^die; Tat* sache sein, daß... f/ eine Revision des Mandates nicht einmal angedeutet ist, hingegen soll sich ein großer; Teil des Berichtes wat der Bodenfrage be* ' :"" '"fassend ■ 'CE-rJML d -1' Inhaber RICHARD HERZOO I., Adleroaste 5 . , h •■■ Tel. R<23-4-BO Größe 32 X 2t V, om Hüde 14 om Neue verbesserte Columbia-Doae 15 b Wie die J. T. A, erfährt, rechnet#man in ein* $ geweihten Kreisen mit einer weiteren Ver« •zögerung derVeröffentlichung des Berichtes, den die Regierung noch nicht ent* gegengenommen hat, weil sie sich veranlaßt ge* : sehen hat, der Kommission gewisse Aenderun* gen vorzuschlagen. Es handelt sich hiebei um i Eliminierung jener Vorschläge und Empfehlung gen, die die Hauptrichtlinien der englischen Po* litik in Palästina berühren und die außerhalb der Befugnisse der Untersuchungskömmission liegen. Der Arbeiterparteiler Major Daniel Hop* kin, Mitglied des Unterhauses, hielt am 11. März in London eine Rede, in der er zum Ausdruck brachte, daß er auf keinen günstigen Bericht der Shaw*Kommission gefaßt sei. „Wir weiden aber", erklärte er, „fortfahren, die zioni* stische Sache zu verteidigen, und zwar durch Argumente, Tatsachen und Zahlen, nicht aber TTwie die Araber , ihren Fall wahrnahmen — durch Gewalt. Ich halte die zionistische Po* sition in Palästina für absolut gerecht. Die Art, wie Sie sich mit der Situation auseinander* setzen, wie Sie die Bodenfrage anfassen, ver* schafft hohen Kredit dem jüdischen Geist und dem jüdischen Charakter. Das Werk, das Sie vollbringen, wird, sofern es von Erfolg gekrönt ist, der ganzen Welt als Muster dienen?" Major Hopkin charakterisierte die Kolonien im Tale Jezreel, besonders Ejn Charott, und sagte: „Sie haben den Sozialismus in die Praxis umgesetzt, Sie haben in Palästina einen neuen Juden* typ geschaffen, den Juden als Farmer, den Juden, der seine Kinder auf die beste Art in der Welt erzieht. Jeder, der Menschlichkeit liebt, wird den Emek nicht durchstreifen, ohne ein Gefühl von Stolz zu empfinden. Major Hopkins schilderte die Ruthenberg*Werke, die Juden und Araber unter gleichen Bedingungen beschäftigen. Araber, die vorher 16 Stunden täglich für elenden Lohn gearbeitet haben, ar* beiten heute 8 Stunden täglich und erhalten fairen Lohn. Ruthen b e r g hat den Weg ge* wiesen, auf welchem wir Harmonie in Palästina erreichen werden." Nähere Angaben macht der „H a j n t", der