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Die neue Welt · 1929-12-25 · Heft 119 (25.12.1929) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 119 (25.12.1929)
Date
1929-12-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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mm om neu* Weit Seit«? Der erste Uta-Tonu. Sprecht Um der ErBch-Pomraer-ProduktSoii verfaBt von Han« Sxdkoly Regle; Hanns Schwan Ur* und JHIelnauffffOhruiiB ab 28. Daaamfcar Imi UFA-TON- KINO II., laboratraBa 8, Tel. ft.42-8-41 CHS <$>. Enttäuschungen. Die jttdischen Sozialisten Amerikas gegen das Jüdische Nationalheim. . Die Ansicht, daß der Wunsch nach Errichtung eines Jüdischen Nationalheims in Palästina in alle jüdischen Kreise gedrungen und ein allgemein-jüdischer Wunsch geworden sei, hat zur Erweiterung der Jowish Agency durch Nichtzionisten geführt. Wenn auch die Nichtzionisten für das Jüdische Nationalhelm, für die Erfüllung der Balfour-Deklaration sind, so ist der Palästinaaufbau keine den Zionisten allein vorbehaltene Aufgabe. Dann ist nur folgerichtig, die zionistische Organisation durch eine gemischte Körperschaft zu ersetzen und den Nichtzionisten Beschlußrecht in allen materiellen und politischen Fragen des PalästinaiNittitiiHiiiifiiiiitiiiiiin Verband demokratischer ZionUten Die nächste Mittwoch - Versammlung entfällt! aufbaues in gleichem Maße zu gewähren. Wie es dazu gekommen ist, daß die Majorität der zionistischen Organisation zu dieser Ansicht gelangt ist, soll jetzt nicht erörtert werden. Aber es soll daran erinnert werden, daß auch die zionistischen Arbeiterparteien ihr erlegen und infolgedessen eifrige Befürworter der Erweiterung geworden sind. Speziell von diesem Flügel der zionistischen Organisation her ertönte laut das Argument, daß durch die Erweiterung das gesamte j ü d i s c he, organisierte Proletariat und dank seinen Beziehungen zur Internationale aüch diese in den Dienst des ^ufbauea das Jüdischen National, heims einbezogen würden. Zweiflern aus anderen Lagern, insbesondere den radikalen und revisionistischen Gegnern der Erweiterung, wurde das Recht und die Fähigkeit aberkannt, in Angelegenheiten der organisierten jüdischen Arbeiterschaft ein Urteil abzugeben. Ganz naclidrücklich wurde die Gewinnung der jüdisch-amerikanischen Sozialisten für die Idee vom Wochen-Kalender Dezembei 1929 :' v?c:> snn Kislew 5690 27 Freitag 25-np Stbbqtelngang 3.85 n:\am tt 28 Samstag Sabbatausgang 4.83 od 'ötfi •Eßn.nswn «a asm 29 Sonntag 27-73 ns'im o 90 Montag 2'8-na rotim n Si Dienstag 29-03 rown *n m any IRM193Q 1 Mittwoch ro» »mv« ,ii3wi im wo *»n na» vnn 2 Donnerstag 2-3 >i?n vmi «a rwn t W Jüdischen Nationalheim und ihr Eintritt in die erweiterte Jewteh Afency als wirksamster Faktor gegen die reiche nichtzionistische Bourgeoisie — in sichere Atissicht gestellt. Eine Nachricht aus New York aber läßt die Situation wesentlich anders erscheinen. Die „Jüdische Telegraphen-Agentur" meldet: New York, 4. Dezember. (J. T. A.) Die Födera tion der jüdischen Sozialisten Amerikas hielt soeben ihre Jähreskonferenz ab. Herr S i e b e r t, ein Führer der jüdischen Arbeiterpartei „Bund" in Polen, hielt eine Ansprache, in der er sieh gegen die infolge der P«löstina*Erziegnis9e entstandene „Sentimentale Hysterieder Massen" wandte und die jüdischen Sozialisten davor warnte, in eine palästinafreundliche Romantik zu verfallen. Der angesehenste Führer der jüdischen Sozialisten Amerikas, Herr Ab. Crthnn, trat den Ausführungen Sieberts entgegen und appellierte an die Konvention, keine Resolution gegen das Pntästinawerk.zu fassen. Schließlich nahm die Konferenz mit einer Mehrheit eine Resolution an, in der den Opfern der Palästinaunruhen die Sympathie ausge- Zweite Palästinareise 5690. 25. Febrnar bis 25. März 1930. Veranstalter: Verband demokratischer Zionisten-r* Palestine Touring Club, Wien. Aufenthalt in Erez Israel: zwei Wochen. Gesamt« rrahgeraent von Wien bis Wien von S 1525 aufwärts, Prospekte und Auskünfte durch Frau Pauk Stricker, IL, Hpllan^straße 6, Telephon R-,45-6-89, und Frriu Berta Taubes, IL, Böcklinstrafle Nr. 92, Telephon R-45-905. ''iiIIIIIM sprechen, gegen die Rädelsführer der Pogrome sowie gegen diejenigen protestiert wird, die die Pogrome nicht verhindert haben, obwohl dies in ihrer Macht lag. Wenn wir auch, heißt es in der Resolution weiter, über die Ereignisse in Palästina Trauer empfinden, so ändert dies nicht unsere Haltung gegenüber dem Zionismus. Nach wie vor sind wir tief davon überzeugt, daß Palästina eine Lösung der Judenfrage nicht mit sich bringen könne. Die nationale Emanzipation der Juden geht in jedem Lande Hand in Hand mit der allgemeinen Befreiung, der Massen. Pala s t i n a k an n n i cht da 9 j ii d i sc'.h e Nat.iörialji e i m werden. Wenn wir aber auch dem Zionismus in allen seinen Formen widerstreben, sind wir dennoch an dem Schicksal der Juden Palästinas, besonders der.jü;d\schen Arbeiter jdiesös Landes, interessiert, und wir wollen ihnen eben s|j[ wie den jüdische^ Massen anderer Ränder helfen, '^e. Konvention hält "es für ratsam, unter der jüdjschipfnj Arbeiterschaft-. Amerikas einen Drive durchzuführen^• dpssea Ertralg zur Unterstützung der jüdischen Ärbeifefinstitutioneh der ganzen Welt verwendet werden soll; Die zionistische i Arbeiterschaft ist eifier.. Illusion beraubt worden. Abe^ 'ii^s/ej^terJUiisipi». und das.ist kein Schaden. Der Zionismus ist nieftt'kleiner; ifo geworden, weil eine nichtzionistische Konferenz einem Herrn Siebert zu Gefallen gesprochen hat. Zionismus ist keine Sache, welcher Nichtzionisten h.erdemveise, in" organisierten Rudeln, zulaufen, wenn man sie nur bei guter Laune erwischt. Zionismus ist kein Resultat von güt-. lichem Zureden und schönen oder herzergreifenden Schilderungen. Zionistisch arbeiten heißt um jüdische Seelen ringen. Zionismus bedeutet, mühselige Erziehung, und harten Kampf. So ist der Zionismus emporgediehen und die zionistische Arbeiterschaft mit ihm. Wenn sich die zionistische Arbeiterschaft darauf besinnt, so wird sie leichten Herzens über Herrn Siebert und'seine Konferenz: hinwegkommen. Sie muß nur wieder den alten Weg beschreiten, den Weg, der reich an Hindernissen, aber gerade ist und zum Ziele führt. Keine Studentewkrawalle in Ungarn mehr! Sagt Graf Bethlen. Die ungarische israelitische Landeskanzlei hat vom Ministerpräsidenten Grafeh Bethlen ein Schreiben erhalten, in welchem es. heißt; Was die von der Regierung zur Verhütung der Hocbschujeszesse getroffenen und zu treffenden Verfügungen anbelangt, so glaube ich, daß die Erfahrungen jedermann davon überzeugen können, daß der Entschluß der Regierung, an den ungarischen Hochschulen Ruhestörungen nicht z u dulden, unerschütterlich feststeht. Iii Debreczin wird aber geprügelt. Budapest, 21. Dezember. In Debreczin hat der Direktor der . dortigen Landwirtschaftlichen Akademie gegen einige Studenten eine Untersuchung eingeleitet, weil diese einen jüdischen Pächter mißteilte Zu hoher Blutdruck und damit Ueberlastiins des Herzens nnd d»; Inneren Organe überhaupt sind bei allen Hefa« und Gefäßleiden vorhanden. Durch Bestrahlungen mit der Quarzlampe „Kflris»liche Höhensonne" — Original Hann« «- wird eine ausgiebige, lange anhaltende Durchblutung der Haut und damit eine bedeutend wohltuende Entlastung des Herzens und der großen BlutgeiUBe erreicht. Schlaf und Stoffwechsel werden überraschend gflnstle beeinflußt und das Blut wird entgiftet. Infolgedessen weichen die bei Herzleiden meist vorhandenen nervflsen Störungen, der ganze; Organismus wird gekräftigt und verjüngt wenige Minuten Bestrahlung mit der Quarzlampe ..Künstliche Hohensonne" ~ Original Haiau — haben die bleiche Wirkung wie ein Tag gänzlicher Ausspannung, und planmäßig fortgesetzte Bestrahlung erhöht auch bei Gesunden das Wohlbefinden derart, daß sie frischen Lebensmut fassen <nd gnn« von selbst tu der Ueherzeusrung gelangen, daO diese Bestrahlungen ihre Lebensdauor erhöhen werden, was übrigens ttrzt- Iche Autoritäten" bestätigen. Laasen Sie sich bei einem Arzte, der die Quarzlampe ..Künstliche Höhensonne" — Original Hanau - besitzt, eine Zeitlang bestrahlen Das ist sn MIIlK und der Erfolg ist so überraschend güt. daß Sie mit Freuden das Zehnfache dafür bcznlilcn würden Unterhalten Sie sich mit Ihrem Arzte über diese Frage. Hot er selbst noch keine Quarzlampe .Künstliche Hßhonsonne" — Ork'inal Hanau — so wird er ver. anlassen. daU die Bestrahlungen In einem Krankenhause oder hei einem Kollogen vorgenommen worden Neuerdings wird sie auch In kiel, ncrer Ausillliriing und transportabel hergestellt und das gibt dem Arzte Gelegenheit, sie auch Im Heimo des Kranken anzuwenden. - . Uober 54 000 Aerzfe alier Liindor, Jnlversltiltsklinlken, Krankenanstalten, Sanatorien usw. behandeln seit Jahren erfolgreich mit der Quarzlampe „Künstliche Hohensonne" - Original Hanau. £ ' Daher von hohem Wert «ur Unterstützung anderer Behandlungarne- L thoden. Die Krank-1 heitsdauer wird abgekürzt. Der 3tottwecr|öei I wird gesteigert — I dato er günstig« Be-f elnHusuüng der sartli eichen StoH» L wechselKrankheiten 1 Ii Der tflutdru.cu wird I horabgesettt — da-| her. segensreiche f Wirkung bei allen I Herzleiden Infolge I ru hohen Blutdruck» I Literatur -versendet' der Sollux« Verlag, Hanau a M (Expedition: Linz av D.. Humboldtslfalie. Postfach — Auf Wunsch eine Wochq zur .Ansicht, ..Ultraviolettbestrahlungen bei Herz- und Gcfaiikrankheiteu" von Geh.' San-Rat Dr. Bach, kart S 0.90. Verlangen" Sie von der Quarz-, lamoen-r-esellschaft m. b. H. Hanau «. M. (Zweigfabrik! Linz a. D., Posttach «Oüi — Niederlassun : Wien Hl, Kundmnnngaaise 12, - Telephon Nr. U-l 1-2-27) die kostenlosen Aulklarungs- 8ChriHen. ratlon?- h. Ver letzungswunden, _ aüch alte, alternde | Beinleide'n heilen f überrai»chend schnttll. handelt habend Die Hörer der Akadomie erklHrtea sich mit ihren Kameraden solidarisch untl drohten, den Besuch der Vorlesungen einzustellen, falls ihre Ka* raeraden gemaöregelt werden sollten. Gestern, wurden die jüdischen Hörer zu den Vorlesungen nicht zugelassen. Der Vater des Esperanto, , Vor 70 Jahren, am 15. Dezember 1859, wurde Dr. L. L. Zamenhof der Erdenker der Welthilfssprache Esperanto, in Bialyetock in Russisch-Polen als der Sohn eines armen jüdischen Sprachlehrers geboren, 1887 erschien sein erstes Lehrbuch unter dem Pseudonym „Doktoro Esperanto", 1889 die erste Zeitung „La Esperantisto" in Nürnberg. Seither hat sich die Sprache außerordentlich verbreitet und zahlt heute Anhänger in mehr als siebzig Landern der Welt. Zamenhof, der auch in Wien zwei Jahre lang seinen Studien oblag, starb in völliger Armut in Warschau am 14. April 1917. Seiu Werk hat feste Wurzel geschlagen, in der ganzen Welt nennt man Zamenhofs Namen mit hoher Achtung. M»t»f»«*»»»M»t»M»t»M»Mm ♦♦♦»«» TEPPICHHAUS S.SCHEIN- "-"■■*»■«■» U/fiMkr L* BAUERNMARKT 10 U« 14 W1CIN V1L, MARIAHILFERSTRASSE 90 (EcJrc Zleglcrgauc) P£R8ER-, SMYRNA« UND JNLANDTtPPlCHB, VORHANQB« »8TT- ÜNO TI$CHDBCKBN, ÜÖBRWÜRFB, FLANBLLDtCWSN, ITfiPPPEClCBN« INLAI DLINOLEUM

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