Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 114 (22.11.1929)
- Date
- 1929-11-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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f Bette 4 DIE NEUE WELT Nr. 114 f » SITMAR « ÄGYPTEN Nach und mit den Luxusdampfern 4* PALÄSTINA Max Markus 70 Jahre alt. In diesen Tagen feiert Kommerzialrat und Kultus» Vorsteher Max Markus seinen, 70. .Geburtstag,.In. den Zeiten Theodor Herzls, also vor mehr als dreißig, Jahren, hat .Max Markus.seihe Arbeit für das jüdische Volk be« gönnen, in den schwersten Zeiten hat er, der gereifte . Mann, Schulter an Schulter;. mit der begeisterten, opfer« freudigen. Jugend den Kampf iaryden^Zionij^to.u.nd:;den Kampf für die jüdische Volksgemeinde geführt. Man kann sagen, daß es keine Tat im jüdischen, Leben Wiens up^ in" der zionistischen Bewegung gegeben hat, an welcher Max' Markiis nicht tätigsten Anteil genommen hätte, laicht die größte Mühe^ nicht die gehässigste..Feindseligkeit könnten ihn abschrecken, er war immer ah seinem Platze! Es freut unsy 3hmimläßKch seines 70. '»Geburtstages, welchen' er ün i voller ^Rüstigkeit begeht^, /herzlichen Glückwunsch;, ent* \ gö^enzübringen.>„:.'„.: . .;V: Eine Pro-Polastiiia-Gruppe im englischen Parlament. •" .... .- ■- ■, London,' 18. November, '(J.yA.) Iri einer'.im Uni' t ei r h a u s stattgefundenen" Versammlung wurde die Bil» ' düng & einer parlamentarischen V P r o * P a 1 ä s t i n a*' Gr.ru ppe beschlossen. Die \ Gruppe .setzt sich aus Mit*'. gliedern alter Parteien zusammen, Präsident ist Co*' lqnel Josiah We dg wo od (Arbeiterpartei); der Exe*f kutive gehören an: von den Konservativen der frühere1 KTo1 o n i e n m i n i s ter L. S. Äjn'erder frühere Un* terstaatssekretär für die'Kolonien QrnisbyVGöre und Sir Martin Convay; von dfen Liberalen Sir Robert Ha» xa.il t a'n, Major H. L. N a t h:a n :ttnd J am es de R o t h# schild; von der Arbeiterpartei außer dem Vorsitzenden Wedgwood noch Dr. George Speiro, der als Sekretär fungiert. Hauptziel der Gruppe'ist die Unterstü* tzung der Politik des Palästina*Mandats und die Mitwirkung an der Kolonisation Pa« lästfnas. Daniel H o p k i n, Mitglied der Fraktion der Ar* beiterpartei, der während der Unruhen in Palästina ge* weilt hat, hielt ein -Referat über das Verhältnis der Pa* lästina*Administration zu den Juden. ' „ ' Eröffnung der neuen Poliklinik der Jüdischen Gemeinde Berlin, Berlin, 14, November. (J. T. A.) Ihre neue PoU» klinik eröffnete die Jüdische Gemeinde am 17. November im Hause Linienstraße 19, - NEUERÖFFNETE RB1CHHALTIOE MODERNE LEIHBIBLIOTHEK DER BÜCHERSTUBE M. RATH WH H, II., TAB O RITRASII Nr, 90« TBL.: R»43*l*9& ALLE NEUERSCHEINUNGEN! lÜtOHC AUSWAHL Hl ftiBRAIKA UNO AJDAIKA I MONATSGEBUHR NURS3.— KEINE BANDOEBUHRl TAOUCHER UMTAUSCH! Rundfahrten Im Mltt«lm«*f Genua — Neapel — Sizilien Aegypten - Palastina -a Syrien — Zypern — Konstantinopel - Athen Neapel — Marseille — Genua zu besonders ermäßigten Preisen . Auskünfte: .Sltmar", L Kirntnirring 18 (Ecke Schwarzenbergplatz) Telephon U-45009 weiterte Jewish Agency, um dort die tadikaLzionistisohe Wacht zu beziehen. Der fünfzigjährige Grünbaum ist so, wie er als Student aus Plock auf die Universität nach Warschau karm Die dazwischenliegenden dreißig Jahre' sind ein ' Leben restlosen, ausschließlichen Dienstes für den ZioriLs« mus» für das -jüdische Volk: Grünbaüm kennt keine pri» vaten Interessen. Für die ihm teure Sache ging er ins; russische Gefängnis, sie brachte ihn um das Recht der Aus« Übung der Advokatur. Mit unbeflecktem Schild, reinen Händen, unverwässertem Programm, frisch, mutig, un* beugsam, opferfreudig, ergeben, > steht er heute an der Spitze des polnischen Judentums. . Wir wünschen Grünbäum, dem Fünfziger,' und wir wünschen dem polnischen Judentum, dem Zionismus, daß er unbeirrt weiter1 arbeiten und ausharren möge,' als un» bestrittener Führer der Juden'Polens. Leon Wechsler. Juden hinaus! Die antisemitische Strömung in der österreichischen Sozialdemokratie. Eines der größten Wiener Sportblätter, „D e f M o n» tag", welches sonst politisch neutral, ist, bringt unter dem Titel „J ü de n h i n a u sl* folgenden Bericht: „Es hat allgemeines. Aufsehen erregt, daß vor unge* fähr zwei Wochen die prominentesten Mitglieder der Landesgruppe Wien des Verbandes der Arbeiterfuß« ba livereine Oesterreichs ihre Demission gaben und daß diese sang* und klanglos zur Kenntnis genommen wurde. Es erregte weiter Befremden, daß in der am Samstag durchgeführten Generalversammlung Vom Wahlkomitee keiner der zurückgetretenen Funktionäre kandidiert wurde, ja daß weder vom Präsidium noch aus der Versammtung heraus nicht ein Wort des Dan* kes für die zurücktretenden Vorstandsmitglieder fiel. Das alles fällt um so mehr auf, als allgemein be* kannt ist, daß kein stichhältiger Grund für den Rücktritt der sieben Funktionäre gefunden, daß gegen sie weder von den Vereinen noch von Außenstehenden der alter ge« ringste Vorwurf erhoben werden kann. Es ist also klar, daß da außergewöhnliche Einflüsse am Werke waren, unreine Reihe von verdienstvollen Führern hinaus zu* bringen. Wir sind in der Lage, den Grund für die Demission der Herren Präsident Deutsch, Vizepräsi» dent Feldman n, Jugendreferent Dr. R o 11 e n b e r g, technischer Referent Wottitz, Vorsitzender des Diszi« DI« fahrende Schwedens ■ be»te Rasierklinge mit; Haarscharfer Schneide , sichert schnelles ,./ angenehmes Rasieren! oh dIflo he Weitmar k e I plinarausschüsses M o i"f^y^'V^^ltfeif-; der-, Herren V a» s e 1 y, Sekretär der -VersicKefungs schaff, und D i e n e r, mitzuteilen/ s Eine gewisse Gruppe im (Vorstand der Landes* gruppe Wien ließ schon seit langem in mehr oder minder deutlicher Weise erkennen, daß isie Bestrebungen ver» folge, die ganz und gar nicht mit den Zielen der Arbeiter* Sportbewegung wie überhaupt . der sozialdemokratischen Partei in , Einklang , zu t>ripgensind. So unglaublich es klingen mag, ist eS.doch Tatsaehje, daß die vorgenannten- Herren, bis auf Diener, wegen. ihrer j u d i s o h e n A b* staiiijtnung den g.r Öß'£en Anfe in dungen" ausge* ^etztwaren, johwohl,,es Kochveräiente Parteianhäp^r sind.;?1 Es:/entstandv zwiscjie^.?*inz^ (Jern anläßlich £ einer.' durc^ Deutsch er*, formten Losung .einer'KQT}itMf^jig^^mv jpiszi^in^täuss^ eine Kontroverse und yertraüHcKeh Sitzung machte der t e chnisc he Re f er erit W o11 i t z der M a j o r i tat des ' V e>.f> a n d s vors t a n d e s den Vo r wu r f, d aß s i e a rii t i 's e.in:'i t i s c h" e i n ge s t e 11't s e i, und da dieser Votwurf ü n w i d e r s p r o c h e n blieb, demissionierte Herr Wottite? ohne daß der Versuch ge* macht worden wäre, ihn zu hatten. Darauf legten auch die übrigen nichtarischen Vorstandsmitglieder1, an der Spitze der verdienstvolle Präsident Deutsch, ihre Man* date zurück und ihnen schloß sich auch' D i e n £i r; der als „Intelligenzler" ebenfalls angefeindet wurde, an.- Die Majorität setzte nun ein Wahlkomitee ein, das eine Liste von gänzlich unbekannten und noch keineswegs Y>\£rhy-hm, Qyinnasfik löfSy lür Kindojr von 3 bis 6 Jahren cM ifi B*rlab von 9 bl -12 ühr c)> Wien H, PratorstraB« M *h Tansschula Talephon R-49-703 °T^S vor die Oeffentlichkeit getretenen1 Leuten enthielt; die Wahl wurde derart geschickt betrieben und die technische Durchführung bei der Generalversammlung war eine der* art gute, daß die Liste debattelos bei der Goneralver* Sammlung durchging. Den vorstehenden Ausführungen braucht wohl kein Kommentar hinzugefügt werden;-Die nackte Tatsache, daß im alten Vorstand von 17 M i t g 1 i e d e r n sieben jüdischer Abstammung waren, während im neuen Ausschuß durchwegs Arier zu finden sind, spricht ja deutlich für den anwachsenden Antisemitismus in der sozialdemokratischen. Partei. Die Tüchtigen hat man hinausgeekelt weil es Juden sind. Durchwegs boden* ständige, in Wien1 seit Jahren seßhafte Staatsbürger. Von der neuen antisemitischen Strömung, die sich in letzter Zeit in der sozialdemokratischen. Partei bemerkbar macht, wurden also zum ersten Male verdienstvolle i s r a e 1 i* tische Anhä nger der. P.artei. betreffen." Silberhell bleibt biankes Aluminiumgeschirr beim Reinigen mit ...... SCHKHTS ALU HIN-SO DA Verwenden Sie auch zum Kochen und Einweichen der Wäsche nuf SCHICHTS ALUHIN-SODA diese entfernt mühelos den größten. Schmutz Bald zwei Millionen Juden in New York. New York, 14. November. (J. T. A.) Nach einer Mitteilung der „New York Jewish Communal Surwey" gab es im Jahre 1928 in New York 1,835.000 Juden. Nach der Schätzung dieser Kommission wird New Y 1c in weniger als fünf Jahren zwei Millionen Juden zählen. Die Kommis* sion stellt ferner fest, daß sich die wirtschaftliche Lage der Juden in New York allmählich bessert; die Zahl der vom öffentlichen Wohlfahrtswesen abhängigen Familien nimmt zusehends ab. Nach einer Mitteilung, von Dr. H. S. Lin* field vom Bureaa fiir'; jüdische Statistik und Forschung zählte man im September 1928 in den Vereinigten Staaten 4,288.029 Juden. Jüdische Tragik. Wenn es Menschen schlecht geht, lernen Sie ihre, Freunde kennen. Die vielen, die sich in guten Tagen den stolzen Titel des. Freundes straflos geben durften, ver* gessen mit den entschwundenen guten Tagen ihre gute Gesinnung. Wie wenig „Freunde" bleiben übrigl Das jüdische Volk befindet sich in dieser traurigen Lage, seit Jahrtausenden im Unglück zu sein. Und es finden sich Freunde, uneigennützige ehrliche begeisterte Freunde. So hat etwa -reiner von ihnen — Van der* yelde nicht nur Palästina bereist, er hat seine Eindrücke unmittelbar nach der Reise in einem Buch niedergelegt und sich, überdies bereit gefunden, als Apostel einer nationalen Gesundung des jüdischen Volkes, basierend auf der durch eigene Arbeit und durch mutiges Bekennen möglichen Wiedergewinnung der alten Heimat, durch Europa zu reisen. Colonel Wedge* w o o d, einer der führenden Mitglieder der Unterhaus» fraktion der Laböürparty, kämpft und wirbt seit vielen Jahren für das Ideal des Zionismus. Er hat sich nicht gescheut, seine politische Laufbahn zu gefährden, um nicht um Haaresbreite von diesem für ihn heiligen; Kampfe abstehen zu müssen — er wurde bei der Bildung der zweiten englischen Arbeiterregierung überV gangen, weil seine 'Einstellung zur -Palästinafrage den maß* ||eVeni4en'''^Kr^i'se^''': für die PoMtik der Regierurig * nicht opportun'erschien. ••/*"!<*•>• ■>'■■- ^?n:;*ws;7£>. 1 ' ' Die '"Zähl -'■(!er,i" großen Freunde: der Juden ''Scheint? also, trotz'alten entgegenstehenden Regeln-des Lebens, doch nicht klein zu seih.- Und es sind wertvolle und 'ehr«v liehe Freunde. Man sollte glauben, daß Führer des jüdif' sehen ^Volkes diese Freundschaft zu schätzen; wissen.. Vielleicht ist noch in Erinnerung, welche Zensur offizielle „zionistische" Kreise dem genannten Wedgewood erteilt haben, als er vor einiger Zeit wieder einmal klare zionistt» sehen Forderung im Unterhaus erhoben hatte. Aber nun' lese man, was einjüdischer Politiker als Abschluß eines: wissenschaftlich dekorierten Artikels zu sagen.hat: „Es muß als eine bedauernswerte Ent* g 1 e i s u n g bezeichnet werden, wenn anerkannte Führer der Internationale, die in der ganzen Welt als solche angesehen: werden, sich von ihren per* sönlichen Sympathien hinreißen:und sich zu e i n s e i t i g e r P r o p a g a n d a m i ß b r a u c h eil' las seh, die sie in Gegensatz bringt zu der übergroßen Mehrheit des sozialistischen jüdischen Proletariats,'* (Raphael Abramowitsch, Berlin: . „Zionismus, Juden* frage und Sozialismus", Heft 11 „Der Kampf" vom November 1929.) Man möchte vielleicht glauben, daß der Verfasser i dieser Zeilen sich deshalb zu solcher Geschmacklosigkeit „hinreißen" Heß, weil er — der Artikel heißt: Zionis* nius, Judenfrage und Sozialismus:— den Zio* nismus nicht für die geeignete Lösung der Judenfrage halte 'und für eine andere, sozialistische Lösung zu werben wünscht. Aber darüber wird man in dem langatmigen Artikel keine Zeile finden. Der Verfasser bemüht sieb, lediglich; die Undu'rchführbarkeit des Zionismus> damit zu beweisen, daß er trotz Balfour*Deklaration. und großer Opfer des gesamten Judentums an Energie und Geld nicht imstande gewesen sei, den jüdischen Wände* rungsstrom nach Palästina zu lenken und überdies die Kolönisierung des Landes zu teuer komme. Bei diesen Kalkulationen gelangt der mathematisch hochbegabte Verfasser zu der gigantischen Ziffer von 30.000 bis : 40.000 Dollar < A n s i e d 1 u n g s k o s t e n p e:r Kolonist, indem er die gesamten Kapitalien,. die der Zionismus aufgebracht hat (65 bis 70 Millionen Dollar) JUQIHDVEREIN „EREZ ISRAEL«« BBHMRMHMH WIEN II, ZIRKUSOASSE NR. 33 SQNNTAG, DEN 15. DEZEMBER 1929, HALB 8 UHR ABENDS KONZERTHAUSSAAL III« HEBRÄISCHES KONZERT , KÜNSTLERISCHE LEITUNG; PROF. ARTÜR WOLF MITWUMUNQ} RENA PFIFFER-LAX, (Volksopar) / ERIKA WAGNER (Deutsch, Vplkstheater) / Kammersänger JOSEF MANOWARDA (Stwtloper) / OoerkantorGERSON MARQULIES / CARL LAFITE, Klavieru.Orgelbeg!./GEMISCHTER CHOR DAS MINERTRAeniS FUES3T DEM OHAJES.REALQYMNA9IUM UNO DEM CHAJES.WALDE ZU tottosu habMu Zlon. Burtau, I, KUmUuntr. 28/ ÜttsMntube Radi, II,Taben*. »» / Tatafeikarfeaburcaii „Aldt", u, Taboritr. I und beiHl«n ^^^^I^WwWJM^WCd» . ,