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Die neue Welt · 1929-08-23 · Heft 101 (23.8.1929) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 101 (23.8.1929)
Date
1929-08-23
Page
– (sequence 11)
Language
German
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f Nr WI¬ ME NEUE WELT Seife ff 1 Badeanzüge, Frottiermfintelj Pyjamas, Damen*, Herren«» unrd Kinder-Wäsche, "Strumpf- und Bevor Sie reäsen — | liTV^PMiif»m AB% CSA WH ■ BMfe" Stfickwaretf etc. ' En grb»— en detail ÜCffilllflRIl ULilll KOmmen lieZU UnS ■ Infolge kleinerRegien spottbilligl I, Rabensteig 3 Amtliche Verlautbarungen der Israelit. Kultusgemeinde Wien. BERGMANN (Ecke Seltenstettensasse) Kttntoreh-, Chorsänger- und Vorböterstellen. Für die von der Israelitischen.'Kultusgemeinde Wien anläßlich der hohen Feiertage zu veranstaltenden temporären Gottesdienste werden K a n t ö r en, die befähigt sind, in großen Räumen mit Chor nach dem „Schir Zion" von weiland Solomon Sulzer zu fungieren, ferner, V ö r h e t e r,' die verläßliche Bai Köreh sein müssen, und mMsikalische stimmbegabte Chorsänger benötigt. Für derartige Verwendungen in Betracht kommende Bewerber werden aufgefordert, sich ehestens in der Sekretariatsabteilung für Kultusangelegenheiten* Wien, 1., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, schriftlich od,er persönlich zu melden, woselbst die näheren Bedingungen, zu erfragen sind. Irgend eine Spesenvergütung aus Anlaß dieser Meldung wird nicht geleistet. Besonders befähigte Kantoren und Chorsänger, welche sich bei den temporären Betveranstaltungen der Israelitischen Kultusgemeinde vollauf bewähren, werden gelegentlich der nächsten zur Besetzung gelangenden Dauerstellungen im Bereiche der Israelitischen. Kultusgemeinde Wien in Konkurrenz gezogen. L. D. Königsberg-Stiftung „Lele Bondi-Heiirt'V Wien, IL, Böcklinstraße 59, Telephon R-44-0-16. Im obengenannten Heim, kommen mit Beginn des Schuljahres noch drei Plätze zur Besetzung, und zwar ein Stiftungsplatz und zwei Plätze gegen Ersatz der Selbstkosten von derzeit S 150 monatlich. Es finden Mädchen aus dem Mittelstande von 8 bis 14 Jahren Aufnahme, die hiesige Schulen besuchen oder anderen Studien obliegen. ' Das Heim wird rituell geführt. Auskünfte erteilt die Verwaltung. ' : " Theater und Kunst Die kommende jüdische Theatersäison in Amerika. ^New York, im Juli 1929; . Die pessimistischen Stimmungen, die am Ende, der vergangenem' jüdischen Theatersäison - geherrscht haben, scheinen einer hoffnungsvolleren Perspektive Platz zu machen. Die Situation beginnt sich mit. dem. Heranrücken der neuen Spielzeit zu klären. Wie immer auch die Verhältnisse sich entwickeln werden, jedenfalls kann man es heute schon als Tatsache verzeichnen, daß im kommenden Herbst nicht weniger jüdische Theater spielen werden als bisher. Dies entspricht auch den 'Aeußerungen von Rüben Güstin» der als Leiter der mächtigen Jüdischen Schauspielerunion Einblick in den . jüdischen Theaterbetrieb Amerikas besitzt. „Die abgelaufene Saison", erklärt 'Guskin,' ,,hat v nicht zu .den erfreulichsten, gehört, wenn auch von den 18 jüdischen Bühnen, mit denen die . Saison eröffnet wurde (10 in New York, 8 in der Provinz), bloß zwei auf der Strecke geblieben sind, davon das bekannte Peoples-Theater; Max Gebeis wegen Delogierung, das Metropolitain^Theater in; New Are wegen schlechten Geschäftsganges. Wieviele jüdische Theater im Herbst ihre Pforten öffnen werden, kann man jetzt noch nicht mit Bestimmtheit sagen; jedenfalls nicht weniger als im Vorjahr. Das Peop 1 es-Tlieater dürfte auch, weiterhin geschlossen bleiben. Was Morris Schwarz mit seinem Kunsttheater beabsichtigt, ist noch nicht klar, sein' Programm steht noch nicht fest. Zurzeit spielt er mit einem Teil seines Ensembles in Kalifornien, im sonnigen Laad der Filmindustrie,: und seine Telegramme, die er nach New York schickt/ erzählen von hbchfliegenden Plänen. In Chikago, das bisher nur ein jüdisches Theater besaß, wird in der kommenden Saison eine zweite Bühne eröffnet werden, die sich bereits namhafte Künstler gesichert hat. Auch Baltimore wird (unter Leitung von M. Sehorr) ein jüdisches Theater bekommen, ebenso wie Boston, wo Isidor und Charia Holländer -als Star wirken werden. -:.. Was das Jüdische Kunsttheater des Morris Schwarz anlaugt, gibt es zwei Möglichkeiten: die eine,: daß Morris Schwarz zurückkommt und mit: ddir weitestgehenden Unterstützung der Union seine Arbeit in der bisherigen, ^Richtung fortsetzt; die andere, ilufl Morris Schwarz es ■ aufgibt und die Union als solche das Jüdische Künste .• theäter als Institution, die ihre Tradition und' ihre Verdienste hat, aus eigenen Mittel^ weiterführt. Es wird gewiß an geeigneten Schauspielern nicht fehlen und bei guter Leitung ist Aussicht vorhanden, daß das Theater als. literarische Bühne gesichert sein wird. Die Jüdische Scliauspielerunion sorgt'iür die" Verbreitung und Konsolidierung^ der jüdischen Bühne in Amerika, indem sie mit einer Reihe von Provinzstödten, die in der letzten Saison kein jüdisches Theater hatten, Unterhandlungen wegen Bereitstellung schauspielerischer Kräfte pflegt. Wir verfügen über 350jüdische, der Union angehörende Schauspieler, von denen in der letzten Saison knappe dreißig ohne Engagement waren. Unsere Bestrebungen sind. nun dahin gerichtet, durch Flottmachung der alfen und Errichtung .neüer Bühnen alle unsere Mitglieder zu .placieren. .; , . . . In New York steht die Eröffnung folgender Theater bereits fest: des ,N<a t i q n a 1-T h.enter s, wo Michael Michalesco . die Führung, übernehmen, und es als Operettentheater weiterführen wird; des S e c ö n d A y e n u e-T h e,a t e. r s> mit den.Prominenten Mali Picon, Jakob Kaiich und Josef Rttmschinsky (lluuskomponist); des P u.b 1 i c-T h e a.t e r,s mit Max Gebel und Jenny .Goldstein als Hauptdarsteller, die das Melodram pflegen werden. Ein weiteres Melodramtheater wird das P r o s p e c t-T h c a t e r sein, ,wo Nathan und Rosa Gold* berg ihre Popularität gewonnen haben. Ludwig Satz spielt nach wie vor im Volksthenter Komödie und \Operette. In Brooklyn werden zwei Theater spielen: 'das- Roland-Theater ■ und das ' Lyrik-Theater, das von Mischa Fisch son und Sam Auerbach für die kommende Saison als dramatisches und melodramatisches Theäter gepachtet,-wurde«.-.Das IIopkins'on-Theatcr wi'rd heuer wieder eröffnen., Zählt man noch das Theater in den Bronx hinzu, so ist mit sicheren neun, jüdischen T h e a t e rn i n N e w York zu rechnen, die, das- Morris Schwarz-Theater' nicht' eingeschlossen, 150 Schauspieler in-Anspruch nehmen." Da die heurige Saison nicht wie 'bisher'im September,' sondern' erst im Oktober beginnen wird, lassen sich die Manager Zeit zum Engagement von Schauspielern und zum Erwerber von Stücken, aber man ist gewiß,, daß. alle.,Theater ihr Genre, ^in.der bisherigen Weise pflegen werden: V » ... i ' « . i ■ <; Die »Jüdische, Bühne" , nimmt anfangs Oktober ihre Tätigkeit in Wien, iL, Hotel Siepluuiie, Tahorstraße 12, wieder auf.': ' *' ' "';■'*'1'"•"'■ ' ' /-'* ".''"'' -r* ■' "•"'' '/' r »Habima-Mitglieder;jn Zürich. Die beiden Mitglieder der Hnbima Ben ,C.ha j|m:;und Channa.R'o w i na haben ^sich letzthin in Rurich., aufgehalten, um dort mit Förderern. ihres .Theaters - wegen Stabilisierung der Habima in. Palästina zu. verhandeln. EsM handelt sichum -Aufbringung -emer -.Geldsumme zum .Bau . eines, ständigen. Theaters in -Telr;Awiw,.i:.das - d«s<. künstlerische Zentrum 4es 'Landes* werden sollet» .i, Ben Zwi-^aratoWif.-JDer jüd isehe ,Schauspieler Ben Z w i - B a r a t o w, den y inj der letate'n Spielzeit Mitglied dies.,, Morris-Schwa^^ieak,ters -in<-'tNew. .«York war, ist für die Piscator-Bühne in Berlin engagiert worden.-J^ratow wird zunächst... in % der ^nodernen, Komödie „Der Kaufmann von Berlin" auf treten. . , Geschichten . von ostdeutschen Juden.,. Heinrich Kurtzig, der "in einer ' §ptiri|t „Ostdeutsches. Judentum" das j üdische Leben in 'der einstigen deutschen-; Provinz Posen dargestellt hat, läßt soeben ein Bändchen Erzählungen unter'dem Titel „D ö f f j u'd'e'n" (bei M. Popelauer, Verlag, Berlin) erscheinen. Der Verfasser bemüht, sich, das äußere und Innere Dasein der Juden Posens, ihre religiösen Gebräuche^ ihren wirtschaftliehen Alltag, ihre Gebärde ü"nd Sprache in epischeii Miniaturen zu reproduzieren und lenktdadurch die Aufmerksamkeit auf ein Judentum, idasBisher literarisch gär nicht beachtet würde; * " 1 1: '; » * ..Reine. Türen und Tapeten zu haben,' auf denen nicht hunderterlei Fing"e'rabdfücke; und Flecke-'zu sehen sind, ist der Woinsoh jeder Häusffau.' Dies rasch und für " wenig Geld zu erreichen, dabei teuren Anstrich zu' ersparen, ist nur bei: "Verwendung der jetzt allgemein gebräuchlichen Original f,P^r.^r«lt,,-ZeU«tei*d-Tür%chonerff möglich. Wenn die Haus-fr^ wüßtev wie viele Millionen Bakterien sie ohne |. Verwcirdnng < dieser ,„Paradruit"-T;ürschoner pro Tag mit ihren Händen in Verbiuduni; bringt,;und in';welch immense Gefahr sie sich nnd die anderen Familienmifcglieder dadurch bringt, würde .sie keinen Moment zögern und den geringen Betragfür die Montage dieser ,,Paradruit"-TürscliOTier Kerne verausgaben. Die Firma Brüder Mikoiasch, Wien, •II., Tahorstraße 22, führt seit 30 Jahren eine Spezialabteilung für Original Garantie „Paradniif-Türschoner (alle* Farben, Größen und Preislagen), zum Preise von S 2.— pro , 3tück aufwärts und entsendet auf Wunsch einen Monteur zwecks unverbindliclieu Kostenvorauschlag bereitwilligst . ins Hau!>. . . < Gegen, Vorweisung dieses Blattes wir.d den Lesern seitens der .Finna 5-Prozent Rabatt auf alle. Preise, bewilligt.. , .. .. Jüdische Sporf^ und iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiTurnbe wegung Die Hakoah-Fußballer. Die Blau«Weißen von F. h. C. und .Austria geschlagen. Vergangenen Dpnnerstag absolvierte die Hakoah ein Trainingsspiel und wurde von ihrem, Gegner, dem F. A. C., mit 4:3 Treffern besiegt. Die Floridsdorfer zogen. in voller Ligastärke auf, wogegen die jüdische Mannschaft gezwungen war, mit fünf Ersatzleuten anzu« treten. Die Hakqahner kämpften sehr aufopfernd und das Spiel wäre ihnen sicherlich nicht verlören.gegangen,"wenn den Torleuten Kaiman und Oppenheim, die beide in die* sem. Spiel abwechselnd Verwendung fanden, nicht so arge Schnitzer unterlaufen wären. Alleerzielten Treffer der . Floridsdorfer wären zu verhindern gewesen . und kamen nur. durch, die vollkommene Unzulänglichkeit .der Torleute zustande. Mit Ausnahme dieses Mannschaftsteiles. Kielten sich die übrigen Leute, recht, gut., Hakpah trat in folgen» der Aufstellung an: Kaiman (Oppenheim); jStrpß 2,..f^Qllak; Posauner, Stroß 1, Fried;. Bader,vHeß, Löwinger, Strum, ' Katz. " . ".,'' .; ■ , . ■ ',0 ' . :.. . ' Ilakoah—Äus^; In .Hütteidorf! trat .So'nntag die J-fak9a^,z*um;'Kfmpr um den Goldbalt -gegen _ Äustria an., Auch dieser! Kampf iging für die Blau^Weißen, verloren, und zwar, .mit ,,dem gleichen Resultat wie das .Spie} gegen F. Au C.'pie jüdu sehe Mannschaft mußte wieder, mit mehrer.en. Ersatzleuten antreten, fand sich auch sehr ^schwer.;.z.urecht''ünd; das Spiel' stand;/{lach 25 Minuten .bereits. 4 :1 zugunsirerr des , .Gegoejrs... .Ha.fih. 4^ Pause, lieferten die Hakoahrier ein recht gutes Spiel und es gelang ihnen schließlich', auch, den Vprsprung bis . auf ein Tor .aufzuholen. . Bei etwas > mehr Glück hätten die Blau*Weißen ,auch ein1 Uhent« schieden erreichen können. Durch dieses Spiel hatdie Hakoah den Beweis erbracht,, daß sie, wenn sie .die kom* plette Kampf elf zur Stelle hat, jedem/.Ligaklub ..eiriT zu« mindest ebenbürtiger Gegner sein dürftet Auch das Debüt Feigls war :ein voMer-,Erfolg,, und wenn er die .gezeigte Form , beibehält,--so ist 'er sicherlich der Mann,: der . den abgewanderten Fabian vollauf ersetzt. * Auch der Ersatz* mann Fischer 2 konnte sehr gut gefallen.. Aufstellung: Feigl;:Stroßr2,:Ppllak; Fried, Stroß l. Frejfeldj Bader, Heß, Löwinger, Mausner, Fischer 2. - . . . .' .' In. Graz siegte der Sp. C. Sturm gegen, die; dortige Hakoah mit 2 :1 (1:1) Treffern.:; Im: Rahmen., des Amateurcup unterlag FIagibor*Makkabi gegen.. Liebhartstal 3: 2 (1:0) Treffern,,___ . > ■ - Der jüdische Turnverein ..MakkabI Wien II" (M.;, teopc4dsgas.se 3) gibt bekannt, daß das'Saalturnen für Damen, Frauen (schwedisöhe-Gymnastik) und Herren unter Leitung des Hecrii Prof. J. .Reiß.' am 2.: September I. .1. wieder aufgenommen, wird. Turnzeitep.:- Montaig. Mittwoch und,: Donnerstag von 7 bis 9 Uhr al)endts. Copyright 1928 by ^Die Neue Welt'*, Wien. Nächdrück verboten. X!• Roman ^on Schalom Alecheni. Ins Deutsche übertragen von P. JRps e n h a 1L Brejndele Kosak hat: Holzmän mit ihren kleinen (40. Fortsetzung) japanischen- Aeuglein; auf- Schritt und Tritt beobachtet und wohl .gemerkt,, wie-erj.mh die Primadonna Schwalb herumtanzt, nicht wiemau uni eben eine. Primadonna herumtanzt,Man muß' 'zusehen,/ diesesdumme Weibsbild mit dem schönen: <3eskht ' so rasch als möglich; mit dem pikanten {-'jungen, imfer die Haube zu bringen.So sprach sie zu-sieh und giri^mit Volldampf an die Arbeit. „Vor» ajlem dem pikanten-Jungen-das Mädehen Rosa Spiwak aus dem Kopf zu schlagen, daß er an sie vergesse,- und dann an der Primadonna Bruder heranzugehen;, den " Vagabund) ihm den Köpf aufzumachen', damit er. dazu* sehe, daß seine dumme SchvVester mit" dem schönen Gesicht ihresgleichen heirate (was gibt es Gleichartigeres als diese Zwei?) und aufhöre, 'Leuten den Kopf zu verdrehtn, die zu ihr passen wie em Kropfl* 1 Und Brejndele Kosak wirft einen Blick auf den „Vagabund", <teF auf die Szene blickt und desae* Seele Gottweißwo ist. ,Ein gutes Glas Bier und ein Paat Würstchen wären jetzt wie gewünscht', denkt sich Itzig'Schwalb' und -die Gedanken -tragen ihn fort, ins'fiüffet hinein, zu den weißgedeckten Tischen, zu den Flaschen und Gläsern,- Tellern und Gabeln - mit allen guten Dingen. Ein .Gesicht macnt. er,.aber währenddessen, als wäre' er stark fvertieft: ins >Spiel und entzückt vom großen Sönnehthal, daß ihn def Teufel packt. ...; Auch seine Schwester Henrietta sieht auf die Szene Und beschäftigt sich mit sich selber. Sie hat sich am heutigen Abend herausgeputzt, daß es wirklich ein Vergnügen ist, sie anzusehfett; Den Kopf hat sie sich i bei einem Friseur nach der letzten Mode machen lassen, ihre schönsten Sachen und alle ihre falschen und echten Steine angelegt. Nicht so sehr des großen Sonnerithal wegen hat sie'sich so herausgeputzt wie wegen def jungen Rafalesco, der ihr, vorläufig, noch nicht ganz gehört; besteht aber die Hoffnung, daß... oh, ihr könnt euch' auf

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