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Die neue Welt · 1929-07-26 · Heft 97 (26.7.1929) · page 3

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 97 (26.7.1929)
Date
1929-07-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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r Nf. 97 DIE NEUE WELT Seite 31 UND RETOUR mit den vorzüglichen Salonschiffen „Adria" und „Carnatro". Fahrtdauer 57j Tage. Fahrpreise: I. Kl. Lst. 22.-, II. Kl. Lst. 15.-, III. Kl. Lst. 5.-. Für Chaluzim und Touristengesellschaften besondere Ermässigungen. Für Einzelreisende kostet die Fahrt Triest-Jalfa-Haifa und zurück in der III. Klasse insklusive Kabine und Verpflegung bloß österreichische Schilling 345.— Auskünfte: Lloyd Triestino,Wien, I., Kärntnerring 6 zu .überwältigen, tut es aber nicht. Man ifü'hlt, daß Wer trotz des Kampfes zwischen beiden unendliche Liebe waltet." „Und naah dem Kampf, was dann?" fragte Clemenceau. „Was geschieht? Sagen Sie mir." „Nach dem Kampf ist Jakob -nicht länger Jakob. Er ist Israel. Er geht gesegnet aus der •himmlischen Berührung hervor. Sagt es nicht so die Bibel?" „Das ist's, junger Matiti, c'est cela. Den'ken Sie daran, wenn Sie über Herzl und Israel schreiben. Nicht mehr Jakob, sondern Israel. Und Israel gesegnet durch die Berührung." Theodor Herzls Lebenslauf. Eine geschichtliche Tabelle. Vorfahren: Spanischer Jude Löbl, von der Inquisition zum Christentum gezwungen, als Flüchtling in der Türkei wieder Jude geworden. Durch Prinz Eugen Wohnrecht in Senilin, wo Großvater Simon Low Herzl Hausstand gründete. Eltern: Jakob Herzl (gestorben 1902) und Jeanette Herzl, geborene Diamant (gestorben 1910). 18 60. 2. Mai: Theodor Herzl geboren (Budapest, Tabakgasse) als einziger Sohn. (Schwester Pauline 1878 gestorben.) — - Realschule, dann Gymnasium, erster Zeitungsartikel vor der Matura, 18 7 8. Uebersiedlung der Familie nach Wien. Juristisches Hochschulstudium. Mitglied der deutschfreiheitlichen Verbindung „Albia". Freiwilliger Austritt wegen Antisemitismus. 18 82. Lektüre des Dühringschen Buches über „Die Judenfrage als Frage der Rassenschädlichkeit". Grundlage für die spätere Auffassung der Judehfrage. 1884 Promotion Dr. juris. Gerichtspraxis in Wien und Salzburg. — Erste literarische Erzeugnisse. Theaterstücke, Feuilletons. Studien, Kritiken. . 18 8 9. Heirat Julie Naschauer. (1906 gestorben.) Drei Kinder: Pauline, Hans, Trude. 1891 bis 189 5. Spanische Reise. Korrespondent der „Neuen Freien Presse" in Paris. Daselbst ständiger Wohnsitz. Literarische und politische Schulung. Wichtigste Schrift „Palais Bourbon". — In einer Rezension von Dumas „Femme de Claude" die charakteristische Stelle: „Der gute Jude Daniel will die Heimat seines Stammes wiederfinden und seine zerstreuten Brüder heimführen. Doch gerade ein solcher Daniel weiß, daß den Juden mit ihrer historischen Heimat nicht gedient wäre. Es ist kindisch, die geographische Lage dieses Landes zu suchen . . . und wenn die Juden wirklich „heimkehrten", so würden sie am anderen Tage entdecken, daß sie längst nicht mehr zusammengehören. Sie wurzeln seit Jahrhunderten in neuer Heimat, entnationalisiert, von einanderverschieden, in einer Charakterähnlicnkeit nur durch den sie überall umgebenden Druck erhalten .. ." 18 95. Der erste Dreyfus-Prozeß. Tiefe Erschütterung. Besinnung auf sein Judentum. — Beginn der Tagebücher, die bis zum Tode führen, — Entstehung des Planes für den „Judenstaat". Rein politische Lösung der Judenfrage durch Territorium. Stellungnahme gegen die Kolonisation als Wahltätigkeitsangelegenheit. 18 9 5. Erster Brief (ohne Datum) an Baron Hirsch wegen Unterredung über die Judenfrage. 2. Juni Unterredung Herzl-Hirsch. 3. Juni Brief Herzl an Hirsch. Angelegenheit ergebnislos. (Hirsch 21. April 1896 gestorben.) — 24. November Ehrenmitglied Vder „Makkabäer" in London. 1 , I 18 9 6. Veröffentlichung des „Judenstaat" in Wien. „Kadimah"-Studentenverbindung (Wien) huldigt Herzl als ihrem Führer. Dr. Schnirer hält im Verband „Zion" (Wien) Referat über „Judenstaat". „Zion" und Studentenverbindungen Wien, Graz, Czernowitz erlassen Aufruf zur Unterzeichnung einer Adresse an Herzl. Anschluß einzelner Chowewe Zion. — Max Nordau wird Mit kämpfer. Bekanntschaft mit Israel Zangwill. — Erster Vortrag vor den „Makkabäern" in London. — Bekanntschaft mit Großherzog Friedrich von Baden durch Reve rend Hechler. — Erster Besuch in Konstantinopcl. An knüpfung von Beziehungen. Plan Herzls, für die Ueber lassung Palästinas an die Juden Schaffung einer An leihe beim jüdischen Großkapital für die türkische Schuldentilgung. Berührung mit dem Balkanjudentum, be geisterter Empfang in Sofia. — Beim zweiten Londoner Aufenthalt Versuch der Gründung der im „Judenstaat" zur Staatsgründung vorgesehenen „Jewish Society". Versuch fehlgeschlagen. Entschluß, vor die Ocffentlich keit zu treten. — Rede in der Oesterreichisch-israelitischen Union in Wien. 18 9 7. Uebersiedlung nach Wien als Feuilletonredakteur der „Neuen Freien Presse". — 6. und 7. März Konferenz in Wien, IL, Reinbrandtstraße, über Einberufung eines zionistischen Weltkongresse in Anwesenheit von Herzl, Moses, Kremenezky, Salz, York Steiner, Thon, Turoff, Bambus, Ehrenpreis, Kellner, Kokesch.. — 3. Juni Gründung des zionistischen Zentralorgans aus Herzls eigenen Mitteln „Die Welt" in Wien. Der erste Leitartikel: „Der Kongreß." Protest der Rabbiner im „Berliner Tageblatt". Leitartikel in der „Welt" betitelt „Protestrabbiner". Kesseltreiben gegen Kongreß seitens des Londoner Chefrabbi Dr. Adler. Broschüre fomelercl- £lecfr» SCHAUPLATTEN 30 cm 5 9.— 25 om S 6.— GUia Alpdr (Staatsoper, Berlin) 4—8831 Puppen-Arle („Hoffmanns Erzählungen") Villaneil 4-8854 „Travata" ('s ist seltsam; O Torheit) Emmy Bettendorf Repertoire: Figaros Hochzeit, Margarethe, Martha, Mlgnon, Othello usw. Vera Schwarz 4-8921 „Tote Stadt", „Mlgnon", 4-8950 „Eva-Walzer" Kammersänger. Fritz Krauß Bajazzo, Boheme,'Carmen, Fliegender Holländer, Meistersinger, Mlgnon, Troubadour, Walküre Petar Raitscheff (Mailänder Scala) , Turandot, Tosoa Richard BUterauf (Bariton) Trompeter von SSkklngen, Waffensohmled, Zar und Zimmermann, Oberstelger, VogelhBndler, Rosenlieder, Volkslieder Kammersänger A. Fleischer (Bariton) 8686 TannhSuser 3171 Wiener Flakerlled Michael Gitowsky (Baß) 4-2873 El Ukhnem, Jüdin usw. Kosaken-Chöre : Kuban-Kosaken, El Ukhnem, Stenka Russin 2379 5 Usohakowa, Russische und ukrainische Volksliederpotpourris Generalvertretung für Oesterreich: WIENER PHÖNIX-VERLAG, I. STRAUCHGASSE 1 Telephon U-28-4-66 Oberrabbiner Güdemann gegen Herzls Zionismus. Herzls Erwiderung in Blochs „Wochenschrift". 18 97. 2 9. bis 31. August. Erster Kongreß in Basel. Herzl Präsident. 204 Delegierte aus der ganzen Welt. Formulierung des politischen Programms: Der Zionismus erstrebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk. Gründung der Zionistischen Organisation mit dem engeren Aktionskomitee in Wien (Herzl, Kokesch, Kremenezky, Marmorek, Schnirer). — „Contemporary Revue" fordert europäische Konferenz zur Lösung der Judenfrage. 18 98. 10. Jänner und 8. Februar. Reden Herzls in Berlin. Beginn des Zionismus in Deutschland. 1 8 9 8. 28. August. Zweiter Baseler Kongreß. Ausschuß zur Gründung der Kolonialbank. — 30. Oktober Rede in London vor 10.000 Personen. — Einladung an Herzl zur Teilnahme an Palästinafahrt Wilhelms II. durch Vermittlung von Großherzog von Baden und deutschem Botschafter Graf Eulenberg in Wien. Besprechung in Potsdam mit Bülow und Hohenlohe. Reise nach Konstantinopel. 18. Oktober von Wilhelm II. im Yildiz Kiosk in Gegenwart Bülows empfangen. Lange Unterredung. •' — 19. Oktober über Aegypten nach Palästina. In Jerusalem feierlicher Empfang der Zionistischen Organisation durch Wilhelm II. Ansprache Herzls an den Kaiser. — Aufführung der Komödie „Das neue Ghetto"« 18 9 9. Gründung der Kolonialbank in London. Haager Friedenskonferenz befaßt sich mit dem Zionismus. Neue wertvolle Verbindungen Herzls. 189 9. 15. August. Dritter Kongreß in Basel, Herzl entwickelt Idee des Charter. •— Arbeit an „Altneuland". Fußldd^??? Sie vernachlässigen Ihre Pflichten gegen sich und Ihr Volk, wenn Sie nicht rechtzeitig Ihr Fußleiden beheben lassen. Kommen Sie sofort in das Spezlalinsti tut für Fußheitbehelfe und Bandagen A. BSTANPIG, Wien, I., TeinfaltstraBe nur 7 (beim Burgtheater) Telephon U-26-2-94 Kostenlose Untersuchung und Beratung JgtönlUUL ~- <J8el&0*+ - der gesamten Körper-, Teint- und Haarpflege. Naturheilmittel und Rezepte zur Körperverschönung und Teintverjüngerung. 2. Auflage. S 8.— In allen Buchhandlungen. Prospekt gratis. Verlagsexpedition: J. Sußmann, Wien I., Salztorgasse 7, Tel. U-24-4-43 Vertreter allerorts gesucht. 1 9 0 0. Gespräche mit österreichischem Ministerpräsidenten Kocrber wegen Gründung einer Tageszeitung, da die „Neue Freie Presse" Zionismus totschweigt. — Zionismus gewinnt Boden in England. Befürworter Lord Salesbury. Massenmeeting in London. 1 9 0 0. 1 3. August. Vierter Kongreß in London (Queens Hall). — Entwurf des Charters für Sultan Abdul Hamid, hier eingeführt durch Prof. Vambery. Propaganda in Oesterreich, Deutschland und Bulgarien. 19 0 1. Abreise nach Konstantinopel mit Marmorek und Wolfsohn. 17. Mai vom Sultan in 21/4stündiger Audienz empfangen. 18. Mai zweite Audienz. 19. Mai dritte Audienz und Besuch. Sultan verlangt Expose. 24. Juni erhält Sultan das Expose, worin Charter im vorhinein verlangt wird. — Nichtaufbringen der Geldmittel (l1/« Millionen Pfund) für den Charter. Ungeduld der Massen. Depression. 1901. 2 6. Dezember. Fünfter Kongreß in Basel. Idee des Nationalfonds. Anfälle .von Herzschwäche, 19 0 2. Februar. Dritte Reise nach' Konstantinopel. — Anfang Juni nach London berufen, um vor der Fremdenkommission Gutachten über Einwanderung nach' England abzugeben. Beziehungen zu Lord Rothschild und englischer Regierung. — 22. Juli. Reise mit "Wolfsohn nach' Konstantinopel. Verhandlungen mit Sultan wegen Charters ergebnislos. Verhandlungen in London mit Chamberlain und Lord Landdowne wegen jüdischer Besiedlung der Sinaihalbinsel und El Arisch'. 19 0 3. 6. Jänner, Gründung der 'Anglo Palestine Co. in London. 19 0 3. März. Ablehnung des Charters durch Aegypten. 19 0 3. 5. Ä u g u s t. Reise nach Petersburg. Vier. Empfänge bei Plehwe, einer bei Witte. Schriftliche Zusage der russischen Regierung, im gegebenen Falle die zionistische Bewegung zu unterstü§en und Herzls Bemühungen bei der ottomanischen Regierung zu fördern. Chowewe-zionistische Opposition unter Führung Achad Haams, Auftauchen der Losung von Palästina als geistigem Zentrum im Gegensatz zu Herzls politischer Lösung*. 19 0 3. 14. August. Chamberlain bietet ein Terrain in Britisch-Ostafrika (Uganda) zur autonomen Besiedlung an. 1903. 2 3. August. Sechster Kongreß in Basel. Scharfe Opposition gegen Uganda, das Herzl als „Kolönisationsaushilfe" zur momentanen Linderung der ostjüdischen Not bezeichnet. Spaltung des Kongresses in zwei Lager. Entsendung einer neunköpfigen Expedition nach Uganda. Opposition der russischen Delegierten gegen Herzl und Nordau. Attentat auf Nordau in Paris. Organisierung der Opposition auf der Charkower Konferenz, die ein Ultimatum an Herzl beschließt. Proteste. Erschütterung seiner Gesundheit. 19 0 4. 20. Jänner Gespräch mit Merry de Val, dem er den politischen Charakter des Zionismus erklärt. 23. Jänner Gespräch mit dem italienischen König Viktor Emanuel. 25. Jänner Empfang beim Papst. Gegnerschaft des Papstes wegen der heiligen Stätten. 19 0 4. Jänner. Verschlimmerung der Herzkrankheit. — Charkower Deputation in .Wien, Streit geebnet. 19 0 4. April. Veränderung der Herzmuskel konstatiert. — Ii. bis 15. April letzte Sitzung des großen Aktionskomitees mit Herzl. Friede mit den russischen Zionisten, Einigung auf Palästina.' 19 0 4. 3. April Reise zur Kur nach* Franzensb'ad, erzwungene Einstellung der Arbeit, *— Gespräch mit Katzenelsohn. In Todesahnung Nordau von ihm als Nachfolger bestimmt. — 10. Mai Entwurf eines Memorandums für Petersburg. 19 04. 3. Juni wegen Verschlechterung des Herzleidens Reise mit Gattin und Kremenezky nach Edlach". Mitte Juni plötzliche Erholung und Hoffnung, % 'Juli Bronchialkatarrh und Lungenentzündung. 19 04. 3. Juli. Früh beginnender Kollaps* 5. Uhr nachmittags schmerzlos .verschieden. 19 0 4. 7. Juli, Begräbnis am Döblinger Friedhof in Wien, Trauer in der ganzen jüdischen Welt. —± Im Testament Bestimmung zur Ueberführung ^ach] Erez Israel. Ein herrlicher Platz im Wiener Stadtbild Jat de» prächtige, geschmackvoll! mit exotischen Pflanzen und duf* tigen Blumen reizend ausgestattete Vorgarten des „C a f e Silier", Wien, I., Franz Josefs*Kai (Schwedenpjatz) und bietet derselbe einen angenehmen Aufenthalt. * Frohes Menschengewoge, elegante Autos geben, von hier aus gesehen, ein prächtiges, farbenreiches, großstädtisches Bild. Man findet daselbst die Creme der Wiener Gesell* schaft, bekannte Persönlichkeiten, schöne Frauen in herr* liehen Toiletten und viele Fremde, die mit Vorliebe dieses C a f e frequentieren. — Doch nicht allfein die einzig schöne Lage dieses Cafes, sondern auch der vorzügliche S i 11! e r« Kaffee mit Schlagobers aus erstklassigen Molke* reiprodukten sowie das täglich mehrmals erzeugte Ge« frorene sind Spezialitäten, wefche dieses Cafe so' populär und beliebt gemacht. „ \:.\.^a.ui _ fi w

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