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Die neue Welt · 1929-07-12 · Heft 95 (12.7.1929) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 95 (12.7.1929)
Date
1929-07-12
Page
– (sequence 11)
Language
German
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\ Nr. 95 DIE NEUE WELT Seit« tl I Badeanzüge, Frottierttiätitel, Pyjamas, Damen*» g Herren- und Kinder'Wäsche, Strumpf« ufltl m Bevor Sie reisen - Lr .n.im,nnmn.m. CIa mma ■ I Strickwaren etc- En gros — e» d£lsli KHimflHVUklII Kommen SIS ZU MnSo |nfole^ kleiner Regien tpoHttllllgl MtebwüMKiS BERGMANN (Etki iillHiHttniui) Mit den' Personaldoknnienten (Diplom, Heiniatschein. Nachweis der Zugehörigkeit ztini Judentum, Zeugnisse iii)or die bisherige, insbesondere chirurgische Tätigkeit) belegte Gesuche sind an den Vorstand der Israelitischen Kultusgeineinde. Wien. I., Seitenstettert- ■gns.se 4. bis längstens 51. JtiH 1929 mittags zu überreichen. Wien, am?, Juli 1929. Der Vorstand der Israelitischen .Kultusgeineinde Wien. Sport- und Turnbewegung Nach den Festtagen in [ähr.-Ostrau. Von Dr. A. Rosenfeld,-Ehrenvorsitzenden des litauischen Mukkabi. Ueber der Tagung des Makk'abi-Weltvcrbahdes und dem 2. Turn- und Sportfest des tschechischen Makkabikreises in M ä h r.-O strau lag eine Stimmung festlicher Freude und Weihe. Mit unauslöschbaren Eindrücken und unvergeßlichen Eriitneruhgen an bie gemeinsam Verbrachten schönen Tage kehrten Delegierte, Turner und Sportler in ihre Länder zurück. Keine Tagung; des Weitverbandes war so zahlreich. beschickt und nie standen die Verhandlungen auf einem derartig hohen Niveau wie gerade auf .dieser Tagung, die den Beweis der starken und der erneuten Lebenskraft des Makkabitums der Welt erbracht hat, Die Bewegung befindet sich in den . letzten Jahren, wie aus den Berichten des verdienstvollen, und tat^ Präsidenten des Makkabi-Weltverbandes, Dr. Hermann L e 1 e w e r, zur großen Freude aller Teilnehmer zu entnehmen wäf, in einer aufsteigenden Liriieder Entwicklung, deren Bedeutung für die jüdische Gemeinschaft derzeit noch rüMbsöhbat ist^.AÜs dein .fidÖ'YöAgiaidöfi Quell <ier Bfe- :.gei3terting und; Treue" der in den Mäkkabir feiheu stehen- . den Jugend schöpft unsere Bewegung in allen Ländern immer neuen Lebensmut üäd neüe Lebenskraft. Der : national-jüdische Sport hat seine Bürgerrechte trotzig erkämpft. Aus dem Stadium der Propaganda, dös Sichgenügenlassens an bloßer. Existenz , und loser Vereins-1 Verbundenheit tritt das Makkabitnm in ein Stadium; der Verinherlichung, der Vergemeinschaftung und Intensivierung seiner nationdkülturellen Erziehung. In den meiscen Ländern kam der Wille der in unseren Reihen stellenden Jugend, die die Trägerin unserer Zukunft ist» die Bewegung durch Zionisierung und Vefgeistigung zu regenerieren, spontan und mächtig zum Atisdruck. Die Fühlungnahme mit unserem selbstbewußten Naöhwuehs, die Aussprache mit ihren Führern» war wohl das tiefste Erlebnis jedes einzelneu delegierten. Diese von unten kommende Bewegung unserer Jüngsten wurde von der Tagung aufs freudigste begrüßt, denn diese gewährleistet die immer steigende Entwicklung des Makkabi zu einem bedeutenden Faktor zionistischen Lebens und des Aufbaues von Erez Israel; Diesem Öeiste gemäß -würde das Verhältnis zur zionistischen Organisation auf der Tagung breit erörtert» Aus allen Ländern, besonders aus Erez Israel hörte man lebhaftes Klagen Über mangelndes Verständtt 1 s der Zionistischen Organisation für die Bestrebungen und Leistungen des Makkabi. Und doch bedeutet schon heute der Makkabi Weltverband ein unversiegbares und unschätzbares Reservoir zionistischer Energien und Potenzen. Nur eine zionistische Politik, die für den Tag berechnet ist, kann kurzsichtigerweise am Wachstum und Aufstieg des Makkabi-Weltverbandes achtlos vorübergehen. Es liegt im ureigensten Interesse der Zionistischen Organisation und es ist eine selbstverständliche Pflicht der zionistischen Exekutive, den Makkabi zu. fördern Und jüu unterstützen* Schon heute stellt der Makkabi eine zionistische Arbeitsgemeinschaft jim kleinen dar, und fördert die Inte-; gration sSionisfiseher Energien. Die Arbeit für den Nationalfonds der 'volkstümlichsten zionistischen Institution war seit jeher allen Lahdesverbanden Ehrensache. Diese Tagung hat den inneren und herzlichen Zusammenhang zwischen dem Nationalfonds; und dem Makkabi erfrenliöhetweia* .noch mehr Vertieft und wertvolle Anregungen und Impulse zu einer verstärkten Arbelt der Makkablffl aller tänder gegehen. Dem Kereu Kajemeth erwächst in der Organisation nationaljüdischer Sportbewegung ein ge^ltigOB und ergebenes Heer , von pflichter fulten Mitarbeitern. In Anerkennung dessen Haben die Delegierten und die Gäste den Makkabi.Weltverband in das Goldene Bnöh eintragen lit.s.cü. Den Mittelpunkt der Tagung bildete das Referat des mit großem Beifall begrüßten Vertreters des Makkabi Erez Israel, Josef Jckutieli aus Jerusalem über eine jüdische Olympiade in Erez Israel. Der diesbezügliche Antrag, im Jahre 1952 in Erez Israel eine jüdische Olympiade (Makkablade) zu veranstalten, wurde Voll der Versammlung stehend mit einmütigem Jubel angenommen. Die Makkablade soll eine großartige Manifestation der jüdischen Spottbewe* •gung der ganzen Welt in und für Erez Israel werden, und die zukünftig Arbeit des Landesverbandes und aller Kreise muß In erster Linie der Durchführung dieser Aufgabe gewidmet sein. Daß dieses große Werk, das von dem unbeugsamen Willen des Makkabi, am Aufbau Erea ■Israels mit allen Kräften mitzuarbeiten, Zeugnis ablegen soll, durchgeführt werden kann, gewährleisten die aufmunternden Berichte der' Vertretet der einzelnen Makkabikrei.se. Aus diesen Berichten Wär die sportliche und nationalerzieherische und organisatorische Vorwärtsentwicklung zu ersehen. Iii Polen söllen in nächster Zeit Versuche unternommen werden, die verschiedenen Makkabivereine' zu einem einheitlichen Verband zusammenzuschließen.' Mit Amerika und England steht der Weltverband in Kontakt. Seitdem der Weltverband der treuen Und zuverlässigen Obhut Ör. Lelewcra, dem die Tagung vollsten Dank und Anerkennung ausgedrückt hat, anvertraut Würde, ist der Welt verband nicht mehr eine Fiktion, Sondern eine im Bewußtsein und Herzen aller Mitglieder festgegründete ftealitiü. Es ist mit Bestimmtheit zu rechnen,' daß in der nächsten Zeit die V e r e i n h e i t I i e lr u h g d e s M a k k a b i v e r* ban des durch eine straffere Organisierung größe Fortschritte machen wird. Gerade diese Tagung hat es" jedermann deutlich bewiesen, daß die iVfakkabim aller Länder eine große Gemeinschaft gleiehgesirtnter und Vom gleiche« Ideale beseelter-Menschen sihd. Am herrlichsten kam dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit und Solidarität auf dem Begrüßungsabeiul des tschechischen Makkabikreises und d e ni u ii V c r g e ß 1 i c Ii e n Matt if e s t a t i o n s z n g d n r e h die Straßen M H ii r.- 0st ralt s züm AiisdrüekV Dir.MiÜirV^ÖstfaUcr Judenschaf t gab durch iht£ ir^jtidiäöhfe .Oesiiintiftg' und Gastfreundschaft der fägiihgVdem h^estzitg tind dem Sportfeste eine feierliche und', nationale Note.- Der größte Saal der .Stadt konnte die^aichteh Scharen der Jüdischen Bevölkerung, die fcüm fee|ruißungBahend herbeigeströmt waren, nicht aufnehmen und'1 es mußte eine Parallelversammlung, die stimmungsvoll verlief, abgehalten werden. Aus den BegrüßUngjdedeij in; den -Verschiedensten Sprachen der Welt und '£us denl gleichen Schritt und Tritt der 1500 Turner- Und^portler vieler Länder konnte die jüdiäche Bevölkerung Mähr.-Östräus den einen Wunsch der , Makkabim tijl^r Länder heraushören, für die körperliche und geistige Regeneration des jüdischen Volkes und ftit den Aufbatii Erez Israels mit alten Kräften einzustellen. Das 2. Kreisturnfest des tschechischen Makkabi war eine imposante , und machtvolle Kundgebung der Solidarität des jüdischen Sportes, Die sportlichen Darbietungen Und Leistungen, , insbesondere die Freiübungen, befriedigten im höchsten Mäße und riefen den' uneingeschränkten ^uthü^iasmüs der zu täusenden herbeigeströmten jüdischen Massen hervor. Als nach dem feierlichen Aufmarsch vor den versammelten Turnern und Sportlern der verschiedenen Ländef mit; ihren bunten Fahnen der Vorsitzende, der Berliner jüdischen demeinde» Herr Direktor Georg Kareski, der selbst ans der jüdischen Turnerschaft hervorgegangen -Ist, tief empfundene Worte des Dankes und Grußes sprach, erreichte der Jubel der Versammelten seinen Höhepunkt! Der stolze Aufmarsch Junt*judas ward ihm Symbol des iHtt^HMi^Uii^ Soeben erschienen: - Fa Bernstein: ' Dar ilonSt tische lenke Irrwegen Ein Mahnruf zu zionistischer Selbst* beslnnung, Das judenproblern Konstellation!- oder Qualltatsproblem? Palästina als Laboratorium, Bedingter oder bedingungsloser Zionismus. Ausstrahlung und Qaluth-Nationalismus. Der Sinn der Majorität Das jüdische Staatsbedürfnis* Zionismus oderStaatsbUrgertreue. Der binatlorial» Staat Palästina öder lUdlfech^s Volk? Bestallungen an den Verlag „0«e H«u« Welt'* Wien. IX, tte«lrkr UnlverittHU«tr»«te «T8 Peel« Mk. 1.90, für Oesterreich S 9.20 siegreich marschierenden Volkes *u Freiheit und Ölttek. Als am Schluß setner Werte die Musikkapellen die iiatikwah Intonierten, sangen TAluende von Kehlen das Lied der Hoffnung in stolzem Bewußtsein, dal! es uns angesichts einer so kraftvollen uhd selbstbewußten Jugind um die Znkmih wtimn Volkes nieht luthge zu sein braneht. it«T— Hakoah in Polen erfolgreich. In Warschau und In Lud*. Das erste Match trug die Hakoah in W a r s c h a u aus und konnte gegen den,spielstarken S. C Polönla i i0 siegen. Die jüdische Mannschaft , wurde vöm . Schiedsrichter arg beaachtelligt. Bei den ß|an-Weiften böten Scheuer, Löwiuger, Wortmaftn H und Fischer 1t eine vorzügliche Leistung. Den einzigen Treffer erzielte M a n s n e r. Die Hakoah stellte folgende Mannschaft: Oppenheim: Scheuer, Pollak: Fried.. Löwinger, Posaner;. Neu- . fehl, Wortmftnn lh Sterh, Mausiter, bischer 11. Das zweite Spiel iti Lddz endete ehenfaila mit einem Erfolg der Wiener. Hakoah führte ein schönes Spiel vor und konnte den L. S. Gl, sicher 2 : i abfertigen. Öer Erfolg wäre noch höher ausgefallen, wenn nicht die Hakütth>Stürmer die günstigsten Torchancen vergeben hatten. Die Tore erzielten Maüsher und Neufetd. Der Hockey-Cu^* Hakoah siegte im Hockey-Cup (HerniähU-Müller-. Gedenkpreis) gegen W. A. C 4 :1. bie Tore erzielten K. Üllmann (5) und Steiaer. > Blau-Weiß hätte in der Meisterschaft' gegen den Wr. N. H. C. spielen sollen} da aber die Provinzler nicht antraten» erhält der jüdische Verein kampflos beide Punkte. , ■'. ■■>'. ■■ . ■•' Die Haköflh-Hantlbftll-Damen wieder i(efBtkla$sig"- Öle Mdkoalt^Daniem die vor zwei Jahren in die zweite Klasse abgestiegen waren» könnten .in der Meisterschaft der a\veiteft'Kltt#e iiif dem ' gbfilatt':'steigeii' :'slö-'Sviedet •iti'^the erste Klasse ahl^ -' - Im Wa&erbAll'StHdtekätiipt Wiefl^Preflbürgi der 5 :5 endete, wirkten nicht weniger.als «leben fuderi' mit. Sowohl, auf Seite der Wiener als auch der Prefibtirger waren die jüdisehen Spieler die. er.foigrelehste;n und.die Türsöhütüem ,'.,'. , T;^" > Neüe Spieler beim F. C. Haktiah. Der. ungarische Stürmer Bad er ist für den F» C. Hakbah bereits, freigegeben und wird itt-döf Meistersehäft mitwlrkeöi. AuBbr- . dem sind die ehemaligen rläköäh*Spfeter Fis ö Hb r,-tind Geld zurückgekehrt und werden die Blau-Weißemdie sich derzeit auf einer, WettSpieUeise berihdea, vers-tärken. DIE MUTTER Roman von Sdhaion* ÄÄöh* Copyright by br. PrilkeriPfessedleastr .... ,... w . i6L foitsetzung') Als Dworje allein «blieb, ersehien ihf• das große Ztftimör .iriit einem Maie fremd und dutiköt Sie hatte 4uä ö«Mht ftii^rß sie «loht in .eiitem Zimtner, sondern auf fteititt Feld in,einem SGhneegestbbfer. „Ist er denn sehüid^' erWög sie. „ßf ist doch ein Kind,'elfl'hilfloses Kind, ist er da ichttld?^/ Wi« eiiiö frerrlde, - Außöfls:tehöride, ve'fSUöhte sie noch. einmal den Vergleich ^Wischen sic]i. und Miß PbrÄiöi';'ätyiftühia* -.ö«d'ftu«nd mtä sie von sich: „Was kann fdh ChaSkel geben? Nur meine AfMUt." \M<Üikti iföhtr" erwog m Objektiv *-: »Wird Miß Förster ihm sehr viel tiütasen* Und «r wird mit ihr gHiekllch es ist doch offenbar, daßermit thf »ein will^ daß er sich nach ihr sehnt.;1 Doch Wieder begänvi die Sehnsucht ihr Herz zusammeftEfukrampfen. „loh He^e ihn doch* Ich hahe ihn doch so Heb! Ich werde ihm keiner anderen überlassen, warum, warum?" Und wie ein Ertrinkender, der sich retten will, suchte sie rjach einem Halt. ,,VVfts lINlrtti eigentlich geschahen? U$ ist doch fcftr rtjents geschehen. Woher weiß ich, daß es ÄWlsehen ihnen etwas gibt. Neinres kann doch nicht Ä Mutter, liebste Mutter!11 Da« Wort erschreckt sie; etwas wie Bitterkeit steigt auf,; , „Ich nahe doch, Ü£ö sein Herz nicht mit mir ist.Ja, ea muß iö sein» es soll so sein ... lieber soll er sic.U nach mir 9^b.nen Ohne mich, als daß er mich haöt mit mir zusammen, Wenn ei ^io Clttck bedeutet ~ bin ich glücklich" — sagt sie4 latit vor sich urtd fä&t in Gedanken einen BntsohliiBr

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