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Die neue Welt · 1929-06-28 · Heft 93 (28.6.1929) · page 6

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 93 (28.6.1929)
Date
1929-06-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 93 Deutsche Zionisten im Wahlkampfe. Aus Berlin kommen uns folgende, für die Zustände in der Zionistischen Vereinigung für Deutschland sehr charakteristischen Mitteilungen zu: Der Wahlkampf in Deutschland hat eine seit langem latent gewesene Frage wieder aktuell gemacht, und es ist für die an der Entwicklung dieser im Gesamtzionismus einflußreichen Landesorganisation Interessierten von Bedeutung, einiges über die Stimmungen und die Vorgeschichte der vor sich gehenden Auseinandersetzungen zu erfahren. Nach dem letzten Delegiertentag in Breslau wurde seitens der Oppositionsparteien die B rage angeschnitten, ob es nicht der Situation im deutschen Zionismus mehr entsprechen würde, wenn die deutsche Laudesorganisation sich in einen Territorialverband umwandeln würde.. Die ideologischen Divergenzen sind im deutschen Zionismus, aus dem sich viele Wortführer wichtiger Kongreßriclitungeu rekrutieren, sehr bedeutend, und es ist schwer, die Gegensätze von Kongreß zu Kongreß als inexistent zu betrachten, zumal wenn der Führer der Landesorgaiiisation zugleich pronomierter Vertreter einer Pnrtcifnippe ist, wie dies bei Herrn Kurt Bluinenfeld der all ist. Es Avurde daher vorgeschlafen, die vom Kongreß vorgeschlagene Organisationsreförm. eines territorialen Dachverbandes für die gemeinsame zionistische Arbeit an Stelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland zu schaffen, im übrigen den bestehenden Parteien die F r e i h e i t ihrer B e t ä t i g u n g auf den politischen und sonstigen Gebieten, wo Meinungsverschiedenheiten bestehen, zu gewähren. Demgegenüber betonten die Allgemeinen Zionisten, die damals „Linkes Zentrum" hießen, daß auf diese Weise die Zionistische Organisation in Deutschland, ihre Stoßkraft einbüßen wird, derer sie, angeblich insbesondere für die Auseinandersetzung mit assimilatorischen Kreisen, bedarf und außerdem wurde dadurch die zionistische Gesamtorganisation Deutschlands auf ihr Organ, die „Jüdische Rundschau", die dann entweder ein Nachrichtenblatt oder ein Organ einer bestimmten Strömung werden müßte, zu verzichten haben. Nach eingehenden Verhandlungen'- haben die Oppositionsparteien ihre Bedenken zurückgestellt, haben ^aber bezüglich der „Jüdischen Rundschau", falls sie als Sprachrohr der•.Gesamtorganisation zu fungieren hat, Garantien verlangt. Diese Garantie sollte darin bestehen, daß ein Koalitiohsgremium die Tätigkeit der Redaktion in gewissem Ausmaße zu überwachen hätte.. In der letzten Periode lag diese Kontrolle in den Händen des Ge schäftsführenden Ausschusses, der in der Z. V. f. D. die Funktion der Exekutive ausübt. In ihm sind durch je ein Mitglied die Radikalen und die Revisionisten, ebenso auch die Hitachdut (der Misrachi, der sonst dem G. A. angehörte, ist diesmal nicht in ihm vertreten), vertreten, nur die Poale Zion bilden! in Deutschland bekanntlich keinen Bestandteil der Zionistischen Vereinigung. Es gab im letzten Jahre von Zeit zu Zeit Anlaß zu gewissen Beschwerden, und noch unlängst war ein Bericht über eine Versammlung in Breslau, in der der Führer der Revisionisten, Herr Lichtheim, in einer ganz unzulässigen Weise angegriffen wurde, Gegenstand einer heftigen Auseinandersetzufig innerhalb des Geschäftsführenden Ausschusses. Dieser Konflikt war im gewissen Sinne ein Präludium des eigentlichen .Wahlkampfes. Als derselbe unmittelbar bevorstand, wurde vereinbart, daß' eine S p e z i a 1 n u m m e r der „Jüdischen Rundschau" der Auseinandersetziing' der Parteien gewidmet sein wird und daß darüber hinaus die „Jüdische Rundschau" k e i n e r. P a r t e i i h r e S p a 11 e n zu irgendwelcher Wahl auseinander-. Setzung öffnen solle. Nur diese "eine Nummer sollte in der Reihe der Wahlanmeldungen die Kandidatenlisten veröffentlichen und Aufsätze der Parteien in der gleichen Reihenfolge, und jede.in gleichem Umfange, veröffentlichen. Diese Nummer erschien tatsächlich am 18. Juni 1929 und darüber hinaus sollte vereinbarungsgemäß die „Jüdische Rundschau" in den Wahlkanipf in keiner Weise mehr eingreifen. Die:Dinge haben sich aber anders entwickelt, und es ist eine Situation geschaffen worden, die, um es scMon .vorweg zu nehmen, für c]ie Gestaltung der Dinge innerhalb der Zionistischen Vereinigung für Deutschland wohl nicht ohne Konsecmenzen bleiben dürfte. < Um, den Vorgängen folgen zu können, muß noch einiges vorangeschickt• werden. Bekanntlich' fand am 9. Juni, gleichzeitig mit der W e 11 k o n f e r e n z. d er Radikalen Zionisten, eine schleunigst einberufene Konferenz der Gruppe „E t-X, i w h ö t" in Warschau statt, zu der, mit der unzweideutigen Aufgabe, die Gruppe in ihrer, Wahlauseinandersetzung mit den polnischen Radikalen (AI Hamisehmar) zu unterstützen, auch Herr Kurt Blumenfeld sich, nach Warschau begab, .wo er sowohl' in der Konferenz der „Et-; Liwnot-Leutc" wie in einer von diesen einberufenen Volksversammlung gesprochen Imt. Dieser Uebereifer hat auf viele Kreise in Deutschland befremdend gewirkt. Es, mußte von den Parteien, die der Landesorganisation .Deutschlands angeschlossen sind,; brüskierend empfunden werden, daß ein Vorsitzender einer koalitionsmäßig aufgebauten Organisation auch außerhalb seines Landes in dieser Weise in den Wahlkanikf ein-, greift. Aber auch-darüber hinaus war man — auch in der unmittelbaren Umgebung Blumenfelds — nicht ERSTKLASSIGER GESUCHT Streng orthodox und musikalisch gut qualifiziert, Befähigungszeugnisse über alle Erfordernisse sind zu senden an: Ml*. C. FINE GOLD 195—1£9 Comrnercial Road, Lohdon E. 1 wenig erstaunt, daß er sich dazu hergeben hat, diejenige Gruppe zu unterstützen, der jahrelang der Kampf des deutschen Zionismus galt und die alle sozialen Prinzipien, auf die der deutsche Zionismus stol2 ist» negiert. Der führende Kreis der Allgemeinen Zionisten bfe* fürchtete eine üble Rückwirkung dieser Eskapade ruf die Wahlen, da schon in den Wahlversammlungen an diesem Schritt Blumenfelds von oppositioneller Seite starke Kritik geübt wurde. Um dem entgegenzutreten, hat die Leitung der Allgemeinen Zionisten* unter völliger Mißachtung der getroffenen Vereinbarungen, die zwischen ihr und der „Jüdischen Rundschau" bestehende Lokale, vielleicht auch Personal-Union, dazu benutzt, um in der folgenden Nummer der „Jüdischen Rundschau", neben einer Verteidigung Blumenfelds, auch eine Attacke gegen die Radikale Vereinigung zu führen. Um die Form quasi zu wahren, wurde dieser Angriff in die Gestalt eines zwei Spalten langen Briefes aus Warschau gekleidet, in dem einmal der zu bestimmten politischen Zwecken erfolgte Besuch. Blumenfelds als eine großzügige Aktion, die „den polnischen Zionisten weite Horizonte, Welche in Polen der Mehrheit bisher unbekannt waren, geöffnet hat", gedeutet wurde und andererseits nicht nur an der Konferenz der Radikalen Zionisten eine scharfe Kritik geübt wurde, sondern dieser Strömung die Existenzberechtigung bei der gegenwärtigen Situation im Zionismus im allgmeinen abgesprochen und ihr weiteres Bestehen als eine Bed roh ung der Einigkeit der Organisation in Polen hingestellt wurde. Tn allerlei Variationen wurde die Inhaltsarmut des radikalen Progyammes, jedoch .ohne nähere Begründung, hervorgebben und demgegenüber immer wieder Detont, wie durch die Eröffnungen Blumenfelds auf der Konferenz der „Et-Liwnot" den zionistischen Ideen eine neue starke, schöpferische Grundlage gegeben wurde. Die ganze Korrespondenz trügt in dieser Nummer, die vereinbarungsmüßig dem Wahlkampf fernzustehen hatte, den deutlichen Charakter einer versteckten Wahlagitation, und weit über die Kreise des unmittelbar dadurch betroffenen radikalen Flügels stellt man sich die Frage, ob es zulässig sei, im Namen der Ges a ni t o r g.a n i s a t i o n und mit den von ihr bezahlten Mitteln eine Partei gegen die andere am Vorabend der Wahl auszuspielen, noch dazu in dieser illoyalen, unter dem Bruch ausdrücklicher Vereinbarungen' erfolgten Form. ' Außer dieser Korrespondenz erschien in der gleichen Nummer noch ein spezieller Artikel „Blumenfelds Polen-Reise", in dem sein verfehlter Besuch als eine „mutige Tat" dargestellt wird und dabei in absoluter Verkennung des Charakters der Konferenz der Radikalen denselben der Vorwurf gemacht wird, daß / Schwedens beste Rasierklinge rasiert schnell, angenehm, erhält die Haut zart. sie nicht die Gelegenheit benutzte haben, ihn auch einzuladen,; obgleich man .'wirklich, nicht begreifen kann, was ausgerechnet Herr Bluinenfeld auf der Konferenz einer auf dem Boden eines bestimmten anderen Programms stehenden Partei, zu suchen habe, ganz abgesehen davon, daß die radikale K-ohferenz, öffentlich war und Herr Blumenfeld ihren Verhandlungen beiwohnen hätte können« •....., .-... , Eine andere Wahlauseinandersetzung, die auch in derselben Hneutraten^t^Nümnifeii»- ihren ■ Platz fand, bezieht sich auf eine .whöchpblitik'he''■>Angelegenheit, die ebenfalls nicht nur in Deutschland von Interesse ist. ... Bekanntlich wurde auf der,' letzten,>A«; C.-Sitzung^. zunächst von c]en Radikalen und flann,voii einigen Allgemeinen Zionisten'der, Antra|f;gWtellti;;iri^ zur' Konstitution der erweijerten Jßwish Agency, sowohl diei Bi*$fo,u>^ die vom Mandat . anerkannte „h i s t o r i s c h e Verbundenh?pi. tlides.'jüdischen Volke^/pitPaläsJ^na/' zu erwälinen.v Und zwar 'fand im A. C.'ejiie 'Äbstimnuihg darüber "statt, oU-aiels^Erwähivu'fo hundlüh'geribiiideha^ sein solle/ Die ■Exekutive^hat sich> dagegen gewehrt, mußte aber einem Druck der Majorität des A. G. nachgeben und diese Resolution gutheißen. Gegen diese Resolution stimmten auch Vertreter 4 e s . d e u t s c h e n allgemeinen Zionismus; einige andere Allgemeine Zionisten, darunter niioh Herr- Blumenfeld, enthielten sich der Abstimmung. Im, Wahlkampf, wurde auf diese Angelegenheit, die ein hei-, les tycht auf das politische Verhalten dpi* Repräsentanten .des' allgemeinen deutschen Zionismus wirft, be-' , zug genommen und die in dieser 'Abstimmung zum Aus-'.; druck .gekommene Gesinnung in. dem von Dr. Goldmann in der Wahlnummer der „Jüdischen Rundschau' 'vei> Öffentl'ichteri' Artikel angegriffen. Darüber hinaus gab es stürmische Szenen, als einer dieser 'Neinsäger, Herr' Bi l.e slc i; diese Tatsache in. Berliner Wahlversanunlun-; gen zu bestreiten versuchte; in die Enge getrieben, at er zwar in der letzten Berliner' Wahlversammlung' auf eine präzise Frage von Dr. Soloweitschik einen lang-" atmigeri-Kommentar zu seinem Verhalten zu geben ver-t sucht, mußte aber schließlich zugeben, daß er ander, Abstiminüng eben in der Weise teilgenommen, das' heißt dagegen gestimmt hat, wie es ihm die Opposition vorwärts ,; ( Auch diese Auseinandersetzung fand ihren Wider-: hall in der „neutralen" Nummer der „Jüdischen Rundschau"^ wp in einem „Berichtigung" überschriebenen. Brief an die Redaktion Blumenfeld seine und Seiner Freunde Haltung bei der Abstimmung im A. C. zu rechtfertigen versucht. Dieser Brief ist in erster Reihe gegen die Behauptung von Dr. Goldraann gerichtet und wurdeentgegen den Gepflogenheiten bei derartigen Presseauseinaridersetzungen dem Autor des Artikels, vorher nicht eingesandt und ihm somit die Möglichkeit einer Entgegnung genommen. Diese parteiische Haltung des gemeinsapien Organs ist um so auffälliger, als iu der-; Selben Nummer eine andere Auseinandersetzung, eben-. war in diesem. Falle der Angegriffene ein Allgemeiner Zionist, was wohl für die „jüdische Rundschau" Grund genug war, von der üblichen journalistischen Korrekt-, heit nicht, abzuweichen. , ' Altes in allem muß gesagt werden, daß die Aljge* meinen Zionisten durch ihr Verhalten im Wahlkampf ihren Anspruch auf die führende Rolle im deutschen Zionismus hoch stärker eingebüßt haben, als zu der Zeit, wo sie sich offen als eme Partei des „Linken Zentrums* be- Prof.Komrowerl |lX,Marianneng.23 Äe„ Nachhilfeunterricht ÄS moderner Philologie ' Maturavorbereitung / Mäßiges Honorar Sprechstunde 3 bis 4 Uhr kannten. Sie haben gezeigt, daß sie eine Partei zwischen Parteien sind und daß ihnen die ausgleichende Rolle, auf die sie Anspruch erhoben haben, in Zukunft nicht anvertraut werden kann. Wie man in maßgebenden Kreisen glaubt, werden die Vorgänge des Wahlkampfes noch nach dem Kongreß innerhalb des deutschen Zionismus ein Nachspiel haben. AUS PALÄSTINA. Die Sanierung von Tel-Awiw. Aus Jerusalem meldet die J. T.-A. in Bestätigung der von der „Neuen Welt" bereits gebrachten Nachricht, daß mit Zustimmung des Kolonialamtes die von der Regierung dem Stadtrat von Tel-Awiw zur Durchführung von öffentlichen Arbeiten vorgeschossene Summe von 29.000 Pfund abgeschrieben wird. Harry S a c h e r. Mitglied der Zionistischen Exekutive, teilte Herrn Dizengoff mit, daß die Exekutive die Ihr von der Stadt Tel-Awiw geschuldete Summe löschen werde. Oberkommissär Chancellor erklärte, die Regierung habe Vertrauen zu der jetzigen Verwaltung der Stadt Tel-Awiw: die kürzlich erlasene Bestimmung wegen einer Uebernrüfune der Beschlüsse des Stadtrates druch die Regierung wird nicht zur Anwendung kommen. Nach dem Bericht des Finanzreferenten des Stadtrates von Tel-Awiw sind die Einnahmen der Stadtverwaltung für die ersten vier Monate des Jahres 1929 auf 26.866 Pfund gegenüber 23.874 Pfund in der gleichen Periode des Vorjahres gestiegen. In der Besserung! kommt die wirtschaftliche Stabilisierung der Stadt Tel- Awiw in der letzten Zeit zum Ausdruck. Polizeiinspektor Duff nach Jenin versetzt. Der Polizeiinspektor D u f f, der bei verschiedenen Gelegenheiten durch seine Haltung gegenüber der jüdischen Bevölkerung unliebsames Aufsehen, erregt hat, ist von Jerusalem nach Jenin versetzt worden. Die jüdische Handelskammer in Jaffa. Vor einigen Tagen fand in Jaffa die . halbjährliche Versammlung der jüdischen Handelskammer von Jaffa statt.' Der Vorsitzende Herr Hoofien wies an Hand vieler Ziffern auf die. erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den letzten Jahren hin* Man könne nach allen objektiven Anzeichen feststellen, daß sich der Jischuw in einer gesunden Entwicklung befinde. Alle Wirtschaftsziffern und.insbesondere die des Importes und Exportes zeigen eine E'rstarkung' der palästinensischen Wirtschaft. Was die Zukunft Jaffas angehe, so sei nicht zu •befürchten, daß durch den Häfenbäu in Haifa' die Bedeutung Jaffas etwa aufgehoben Werde. Der kommerzielle; Schwerpunkt ruhe auch heute nöch auf Jaffa. Jaffa und Tel-Awiw hätten eine Reihe von günstigen Aussichten durch die starke Entwicklung ihres Hinterlandes, das immer in Jaffa und Tel-Awiw seinen natürlichen Mittelpunkt finden werde. : Herr Hoofien wies dann auf die erfolgreich .durchgeführte Ausstellung in Tel-Awiw hin. Wenn mau auch, nicht annehme, daß sich eine solche Ausstellung ". jedes Jahr wiederholen ließe, so könne man jedenfalls mit der. Errichtungeiner Messe für den Nahen Osten in. TeKAwiW rechnen. Der jüdische Kaufmann sei hier berufen, seine Fähigkeit zu beweisen, zwischen dem europäischen Händler und dem orientalischen Käufer enge Beziehungen zu entwickeln. . Schließlich berührte Herr Hoofien noch die Frage der V e r 1 egu n g des E }s eu b a hn kn o t e n p un kt es von Ludd nach Jaffa-Tel-Awiw. Obwohl vor einiger Zeit eine absolut negative Antwort der Regierung zu verzeichnen war, bestehe in letzter Z elt die Hoffnung, daß diese Entscheidung keine definitive war und man weiter in der Angelegenheit verhandeln könne. Die Beschäftigung jüdischer Arbeiter. Der „Haarez" meldet, daß die Palästinn-Regierung das Zugeständnis machte, bei öffentlichen Arbeiten, insbespndere bei den Arbeiten am Haifaer Hafenbau, jüdische Arbeiter b i s z u 35 P r o z e ntder G e s a m tärbeit er schaff zu beschäftigen, ferner in den Steinbruchwerken, die für den Hafenbau arbeiten, zwei gesonderte Arbeitsgruppen, eine jüdische und eine nichtjüdische Gruppe, zu organisieren. Ein imjästmeusischer Erfinder. Der jüdische Eisenbahningenieur M u s c h 1 i, der vor längerer Zeit eine bedeutsame technische. Erfindung zur Erzielung von Kohlenersparuhg im Eisenbahnverkehr gemacht hat, hat nunmehr vom Colonial Office eine Prämie von 350 Pfund als Anerkennung erhalten. Die tschechische Regierung für das jüdische Siedlungswerk. Das tschechoslowakische Außenministerium hat der Keren-Hajessod-Siedlung Chefzibahim Eraek Jesreet (Beth. Alpha) eine Kollektion von 30 Müsikpjatten klassischer tschechoslowakischer Musik gespendet unter der Bedingung, daß die Platten auch an andere Siedlungen ausgeliehen werden; Sie hat ferner eine große Sehdung belletristischer tschechischer Literatur in Uebersetzungen der hebräischen Universitätsbibliothek in Jerusalem über«; sandt, ■ '; \

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