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Die neue Welt · 1929-05-31 · Heft 89 (31.5.1929) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 89 (31.5.1929)
Date
1929-05-31
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. m DIE NEUE WEIA Seite 11 ] Ignnr Prima Badeanzüge IMNWR f il #• Hrmiüti << Lf<\«.<*A«. dieser Woche: für Damen u. Herren, alle Farben.....S 3.S0 Piiraa Bßneii-Wa-flemdßo mit Krawatten . S 8*90 Prima Kinder-Pyjamas garantiert echtfärbig S 3.90 Mengenabgabe vorbehalten I I«, Rabensteig 3 (Ecke Seitenstetteng.) Hakoah Mannschattsmelster Im Rinken. Die Hakoah-Schwerathleten haben in den letzten Konkurrenzen zahlreiche schöne Erfolge erzielt. Bei den letzten Mannschaftsmeisterschaften von Oesterreich im Rinjren, die in Linz zur Austragung frelanjrten, fcelanjf es der Hakoah, als Sieger hervorzusehen. wodurch sie Meisterschaitsineister von Oesterreich wurde und auch den Wanderpreis gewann. Die Hakoah hatte in Schlanger, der in einem herrlichen Kampfe Meder (Anstria) nach Punkten schlug, und in Ochsenhorn ausgezeichnete Leute. Das Dr. Herzl Hockey-Tarnler fit Prag. Im Hockev-Rundspiel In Prag unterlag Hakoah gegen den tschechischen Sportklub Podoli 0 : 2. Das Finalespiel zwischen Hagibor und D. F. C. H. C. endete 0 : 0 unentschieden. Blau-WeiB siegte in der Hockey-Meisterschaft gegen Reichsbund 7 : 0. Der Hakoah-Nachwuchs erfolgreich. Die Arbeit der Hakoah- Leichtathletiksektion zeitigte ihre Früchte. Sah man schon bei dem ..Quer-durch-Wien-Laufen" mite Leistungen der Jüdischen Athleten, so überraschten vergangenen Sonntag beim Jugend-Meeting des W. A. C. die Hakoah-Junioren. Das Laufen über SO m gewann Sommer (Hakoah) •6.6 vor König (Hakoah). Auch im 1000'm Laufen besetzte ein Hakoahner, und zwar Kauf (2:57,8) den ersten Platz. Trotz starker Konkurrenz siegte im 1500 m Laufen Tichler (3) (Hakoah) 4:30.2 vor Llepsch (Reichsbund). Die Meisterschaft der Jüdischen Vereine. Hasmonea konnte gegen D. A. C. die Siegesserie fortsetzen. Die jüdische Mannschaft gewann 6 : 2 und rückte auf den zweiten Platz in der Tabelle vor. Die Tore erzielten ReiOmann (3), Schacht, Quartner und Placzek (Elimetcr). Aufstellung: Josefsbcrg; Zunz, Weinwurm; Wcltzer, Placzek. Baumen Sternbach.. Reißmann, Schacht. Arm, Quartner. _ In der dritten Klasse Ost siegte Menorah gegen Viktoria III 4 : 3. Die Tore erzielten Deiries (3) und Spindler. Aufstellung: Zweig; Schwamm, Apter; Wei'lmuun, Tabak, Regenbogen; Zichler. Defries, Halpern, Spiitdlcr. Wolkenstein. Touristik- und Ski-Klub „Hakoah". Tourenprogrnmm für den 2. Juni. Fuütouren: Hnj?cnbachklamm (8 Uhr StraQcnbahnende 39); Kieneck (Näheres "Freitag von 20 bis 22 Uhr Im Klnbheimskwdgovhw Kieneck' (Näheres Frcitnc von 8 bis 10 Uhr abends im Klubheim, 1., Wipplingersü-aße 24). Gäste willkommen! — Kletterkurs: Rnxalpc. J n g e n d g r u p p e: Tulbinger Kogel (Näheres Donnerstag von 7 bis 10 Uhr abends im Gruppenheim, VIII., Bennoplatz I b). Gäste willkutnreust' Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden. Die vor kurzem neugewählte Leitung, die sich aus angesehenen Kaufleuten und Gewerbetreibenden zusammensetzt, bietet die Gewähr dafür, daß das großzügige Programm, welches auf eine wirksame Vertretung der Interessen der selbständig erwerbenden Juden abzielt, einer gedeihlichen Lösung zugeführt wird. Die letzthin durchgeführte Aktion zur Gewinnung neuer Mitglieder hat befriedigende Resultate gezeitigt und wenn, was zu hoffen ist, die mit den maßgebenden Kreisen bereits gefundene Fühlungnahme ihre entsprechende Auswirkung erreicht haben wird, dann wird der Verband als mächtige Organisation der selbständig im Handel und Gewerbe tätigen Juden Wiens sein umfassendes Programm restlos verwirklichen können. Die Ausgestaltung der Verbindungen mit dem Auslande, wodurch den Mitgliedern in vielfacher Hinsicht Vorteile erwachsen können, nimmt eine erfreuliche Entwicklung. Mit Sachlichkeit und dem erforderlichen Ernst wird die schwierige Fragender Kredithilfe einer gründlichen Behandlung unterzogen. Verschiedenartige Begünstigungen werden den Verbandsmitgliedern zuteil. Dank dem mit der Lebensversicherungsgesellschaft „P h ö ni x" geschlossenen Vertrage erhalten die Verbändsmitglieder bei Abschluß von Versicherungen weitgehende Begünstigungen. Allen Fragen, die das Interesse der jüdischen KaufTeute und Gewerbetreibenden •irgendwie berühren, wird die nötige Aufmerksamkeit zugewendet." .......Es1 liegt im eigensten* Interesse der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden, den Verband durch ihren Beitritt zu stärken. Beitrittsanmeldungen sind an den Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden Wien VI., Mariahilferstraße 113, zu richten. Austritte aus dem Judentum. Hedwig Kohn, gelb.. 3. XM. 1906 Wien, led., IT. — Elisabeth Schall, göb. 3. X. 1906 Wien, led., VIII., Laudongasse 11. — Margarete Heller, geb. 8. II. 1907 Wien, led., VIII., Beranogasse 22. — Moritz Freund, geb. 29. XI. 1856 Wien, verih., VII'L, Blindemgasse 16. — Hans Wilhelm, geb. 2. IX. 1896 Wien, ded., VIM., Bennogasse 28. — Wolf Gelber, . geb. 2. XII. 1903 Przemysl, led., IX., Glasergasse 6. — Dr. Arnold Deutsch, göb. 21. V. 1904 Wien, verih., Ii., Untere Angartenstraße 16. — Fritz Fried, geb. 16. Vlil. 1895 Bodenstadt, led., II., Am Tabor 22. — Ernst Wälder, geb. 24. V. 1898 Wien, verih., IL, Baidgasse 14. — Joseline Reich, geb. 7. VII. 1906 Wien, ted., XX., Treustraße 49. — Hildegard Andorff, geb. 21. VI. 1907 Wien, led., XVII., Promenadegasse 11. — Margarete Egger, gelb. 27. X. 1896 Wien, led., XIX., Seiteraberggasse 10. — Charlotte JellJnek, gab. Wohlmuth, geb. 14. VII., Wi'en, verh., IL, Vereinsgasse 16. — Antoinette Thorsch, geb. 19. V. 1898 Budapest, verh., IL, Böclklkistraße 2. — Helene Steckerl, geb. 20. VIM. 1910 Wien, led., XX., Vorgartenstraße 89. — Wilhelm Felix, gelb. 28. XI. 1909 Znaim, led., IX., Liechtenstein-Straße 23. — Dr. Otto Fuchs, geb. 23. VII. 1886 Baden, led., IX., A<Lserbaohstraße 13. — Dr. Leo Pistol, gelb. 10. IV. 1884 Stanislau, verh., VI., iKöstlergasse 8. — Serallne Stein, geb. Götzinger, geb. 8. VIII. 1891 Neunaigelberg, verti., IX., Widerhafergasse 3. — Deren Kind Henriette Stein, geb. 7. X. 1922. Sehr beachtenswert ist eine neue Roman rundschau, weflöhe monatlich zweimal -zur Ausgabe gelangt. Die modernsten und angesehensten Romanschriftsteller, wie Stefan Zweig, Feuchtwanger, Kellermann, Heller, Scihnitizler, Wassermann, Sinclair, Wells, Fring, Jack London, Lewis, Meyrink, kommen z/u Worte. Jeder Band ist für stell abgeschlossen, so daß er ein Ganzes bildet. Außer den Romanen enthält die Romannwidsciiau kleine literarische Beiträge sowie Bucbbespreohungen. Die söhr geschmackvoll ausgeführten und tadellos gedruckten Bände sind mit OrdginaLholzsohnitten von ersten Künstlern gesöhmittokt. Zum erstenmal werden erste Romanschrift- . steiler zu etoem so bÄgen Preise erhältlich sein, denn die 128 Seiten starken Bände kosten in Oesterreich nur S 1.80 ordinär. Die Auslieferung der Romanrundschau hat die Firma Hans Fischer & Bruder, Wien, XVII., Paliffygas«e 18, June, wohin man sich wegen Propagandamaterial wenden möge. Wir verweisen auf den in der heutigen NurmmeT erscheinenden Prospekt. Vereinsnachrichten. Zentralbüro der Zlonlsten-Revlslonlsten für die Kongreßwahlen Im Caf6 Metropo!, IX., Bergjrasse 33. Tel. A-19-1-57., Amtsstiinden an WochenWKcn, mit Ausnahme von Freitnsr, von 8 bis 10 Uhr ahends. Klub der vereinigten Zlonlsten-Revlslonlsten. Am 4. Juni im Cafe Metropol, IX., BerRgasse 33, wichtige Klubversammluns. Vereinigung der zionistischen demokratischen Jugend, II., Zirkusgasse 33. Samstag: 3 Uhr nachmittags Sichah der MiidcJien-Kwnzah, 5 Uhr Zusammenkunft der Kindergruppe. 8 Uhr abends Plenarversamm- Ittng mit anschließendem Referat. — Sonntag: 8 Uhr früh Wanderung. Ticffpunkt vor dem Heim, II., Zirkusgasse 33. — Montag: 7 Uhr abends Hebrfllsch für Anfanger, halb 9' Uhr abends Hebräisch für Fortgesehnt tene. — Dienstag: 8 Uhr abends Sichah der Kwuzah „Dror". — Mittwoch: 7 Uhr abends Hebriiisch für Anfünger, Kalb 9 Uhr abends Vortrag im Cafe Produktenbörse, II., Tnborstraüe ,10. — Donnerstag: 7 Uhr abends Ehglischkurs, halb 9 Uhr nbends Hebräisch für Fortgeschrittene. Zionistische Bezlrkssektlon Leopoldstadt, II.. Zirkiisgasse 33. Montag: 7 Uhr abends Hebriiisch für Anfünger. halb 9 Uhr abends Hebräisch für Fortgeschrittene. Mittwoch: 7 Uhr abends Hebräisch für Anfänger. Donnerstag: halb 9 Uhr abends Hebräisch für Fortgeschrittene. Verband zionistischer Hochschüterlnnen. Am 5. d. um halb 8 Uhr abends im Anitta-Miilier-Hcim (II., Unte/e AugartenstraUe 35) Vortrag des Herrn Dr. Paul Diamant Uber „Ausgrabungen in Palästina". Gäste willkommen. Staatswlsscnschaltllchc Arbeitsgemeinschaft des Verbandes der zionistischen akademischen Verbindungen und Vereine Oesterreichs. Am 4. Juni um 8 Uhr abends in der „Lese- und Redehalle", IX., Türkenstralle 9. Zusammenkunft, der politischen Arbeitsgemeinschaft. Vortrag des Herrn McndH Singer über „Die Theorie des Poale-Zionismiis". Gäste willkommen. Jugendverolrt „Erez Israel". Am 4. Juni Vortrag Dr. S. Flnkelstein über „Probleme des XVI. Zionistenkongresses". Gäste willkommen. Anschlieüeiid an den Vortrag findet eine Informative Besprechung der Teilnehmer an der K o u g r e ü j u g e n d r e i s e statt. Fanillieugartenfest. Am 9. Juni veranstaltet die zionistische Bezirkssektion Wieden-Margareten ein Familiengartenfest Im Gartenrestaurant „Zur Weintraube", Mauer, Hauptplatz 2. Beginn 2 Uhr, Ende 11 Uhr. Belustigungen für Jung und Alt: Sacklaufen, Zuckcrlhiipfen. Topfschlagen, Flaschenrcltcn, Tanz, Pnppentanz. Ballontan/,, Juxpost, Heiratszelt, Seheidimgszelt, Sclnicebalhverfen, Tombola. Zum eisten Male in Wien: Jüdisches Schallplattenkonzert! Das Reinerträgnis fließt dem Fonds zur Errichtung eines Jüdischen Heimes und Kindergartens 211. Vorverkaufskarten im zionistischen Büro und bei den Ausschußmitgliedern. Eintrittskarten für eine Person S 1.50, Familienkarten für zwei Erwachsene und zwei Kinder S 3.50. Massenmeeting des „Mlsrnchl". Sonntag, den 2. Juni um 10 Uhr vormittags findet im Hotel Stefanie, II., TaborstraUe 12, ein Meeting statt, bei dem der Direktor der Misrachibnnk in Tel-Awiw Herr David Z. P i n k a s über „Die wirtschaftliche Lage Erez-Israels, mit spezieller Berücksichtigung des Misrachi" sprechen wird. Brlth Hanonr Hamisrachl. Ab 27. Mai befindet sich das Heim IL. Praterstraße 11, Mezzanin, Ttlr 6, und ist täglich von 7 bis 10 Uhr abends geöffnet. Am 29. Mai hat ein neuer Talmud-Kurs (Traktat Schabbath) begonnen, zu dem noch einige Anmeldungen entgegengenommen werden. Der Kurs beginnt um 7 Uhr abends. — Sonntag nachmittags Ausflug. Treffpunkt: 2 Uhr nachmittags Stadtbahtutation Schottenring. Zelre Misrachi, IL, Praterstraße 11. Am 1. Juni, halb 4 Uhr nachmittags, im großen Vortragssaal Vortrag des Herrn Ludwig Bato über „Geschichte der Wiener Juden". Gäste willkommen. Zclroth Misrachi. Am 2. Juni Nachmittagsausflug. Treffpunkt: 2 Uhr nachmittags Stadtbahnstation Schottenring. Slum-Feler Im Matmonldcs-Instltut. Anläßlich des Abschlusses der seit viele» Jahren von Herrn Rabbiner Dr. A. Kaminka gehaltenen Vorträge über „More Ncbuchim" wird vom Vorstand des Instituts am 10. Juni um halb 7 Uhr abends in der Darwingassc 21 eine solenne Sium-Fcier veranstaltet, bei der sämtliche Dozenten Ansprachen halten werden. Im Anschluß daran findet am selben Abend um 8 Uhr ein Bankett für geladene Gäste im Restaurant Barschak' statt. Freunde des Instituts, welche auf eine Einladung reflektieren, wollen dies bis zum 4. Juni der Leitung (HL, Obere Weißgürberstraße 24) mitteilen. Talnwd-Thora-Scliule. Die Einschreibungen In die Jüdische Volks- : und Hauptschule für Knaben und, Mädchen mit Oeffcntlichkeltsrocht, IL, Malzgasse IC, finden vom 9. bis* inkl. 13:' Juni zwiscfieu 9 und 11 Uhr vormittags in der Kanzlei .der Schule.. IL, Malzgasse IG, statt. Gleichzeitig finden die Anmeldinigert für idie;'. rituelle Scliülerausspeisung statt. Israelitischer JugendKottesdlcnst am 1. ..Juni um 3 Uhr nachmittags in den Gemeindeuijö, Bezirkssjjuagogen,' Musik ist das geeignetste Mittel. um den Anforderungen, die der Kampf um den' Lebensunterhalt an die angegriffenen Nerven stellt, zu entsprechen. Ein geeignetes Mittel' ist die Anschaffung einer Sprechmaschine, die es mit Hilfe der neuesten elektrisch aufgenommenen Schallplatten ermöglicht,?u Hause jederzeit gesellschaftliche Unterhaltungen zu finden. Das Musikhaus „E x z e 1 s i 0 r'V Wien, I., Adlergasse 5, Telephon R-23-4-90, IL, Kleine Pfarrgasse 28, Tel. A-41-6-24, und Taborstraße 48, hat in seinen Schaufenstern und im Lokal, I., Adlergasse 5, eine für jedermann ohne Kaufzwang frei zugängliche Schaustellung von nur erstklassigen Apparaten (jedes Stück mit dem Kas-sapreis gezeichnet) arrangiert. Zahlungserleichterungen von 12 bis 18 Monatsraten selbstverständlich. Wir sind fest überzeugt, daß die Freude, die jeder Familie durch dieses Wunder menschlicher Erfindung bereitet werden kann, den geringen Betrag voll aufwiegt. E in der Damenkonfektion Schüfmann, IL, Taborstrasse 48. Waschkleitier S 1.70, das sihöne Ripsieinen-Tennf> Meid, mit gestickten Emblemen und farbigem Aufputz S 4.90, Prüms Rfpsletnen Kleider, fesche Karos, S 6.90, Schlotiöeke, prima Wasch-Marocain, S 6.90, Kleider aus gut. K.-Seiden-Schotten, sehr aparte Fasson, S8.90, Münte! aus Modekarostoffen S 9.80, ferner wird geboten: Covercoat Mantel, schicke Fasson, S 12.50, Schlafröcke aus feinstem Brokat, alle , Größen auch für sehr starke Damen, nur S 18.50, Schlager Crepede-Chlne-Kteider; mit langen Aermeln S 19.80, Engl. SportmSntel, neueste Modelle, S 19.80, Engl. Trenchcoat aus gutem Modestoff, mit Lederknöpfen, S 39.—, 29.—, S23.—, Hubertusmantel, wetterfest, aus gutem Loden S 35.—, 29.—, S 25.—, Ottoman-Seldenmantel S 69.-, 49.—, S 29.-, Engl. Sportmäntel, Seide, halb gel., S. 29.50, Flotte Foulard-Kleider, sehr reich mit Volants S 34,50, Trenchcoat aus engl. Sportstoffen, neueste Fasson, S 39.50, Prima Mäntel aus neuesten Modestoffen S 49.—, Rlps-Seidenmantel elegante Fasson, gefüttert, S 89.—, der feine engl. Mantel, ganz gef., aus prima engl. Stoff, S 89.—, Mimte! lUr sehr starke Frauen aus la Stoff, ganz auf Seide gearb. S 79.—, Elegantes Komplet, Kleid u. Jacke, S 89.—, Seidenmäntel, nach orig. franz. Modellen S98.—, la Covercoat-Mantel, ganz mit Crepe-de-Chine . gefuttert, S 98.- . Ein Sommerkleid gratis bei Einkauf eines Mantels* Fahrtspesen tour-retour werden jeder Kunde vergütet. ■'< (Entieltllchi! DIE MUTTER Roman von Schalom Ascb. Copyright by Dr. Präger-Pressedienst. WJen. (65. Fortsetzung) „Wenn man in unsere Gesellschaft kommt, muß mm Einstand zahlen" — sagt Nadel mit lustigem Lachen. „Womit?" — fragt Miß Forster. „Mit einem Kuß oder mit einer Flasche Wein, Sie haben die Wahl." „Sie können beides haben" — erwidert Miß Forster lachend. „Nein, beides nicht," — Nadel 'besteht auf seinem Schein — „also meinetwegen Wein, tschort po'berij. Panje Berrnann, etwas auf dem Cyrnbal zu Ehren der Gäste! Es sind vornehme Gäste, bedeutende Amerikaner. Bald stand neuer Wein auf dem Tisch. Bermanns Spiel brachte nicht nur Miß Forster, sondern sogar den schweigenden Amerikaner aüs der Ruhe und er ließ sich einen Kognak geben., „Heute bummeln wir die ganze Nacht. Heute gehen wir nicht schlafen. Wir gehen nach Greenvich Village. Dann wollen wir zu Buchholz ins Atelier gehen, ja, zu Buchholz ins Atelier wollen wir auch gehen, um sein neues Meisterwerk anzusehen." „Ich weiß, daß er ein großer Künstler ist" — sagt Miß Forster. Buchholz wurde über und über rot vor Scham. „Also, werden Sie mit uns in Buchholz' Atelier gehen?" „Alles, was Sie wollen" — sagi Miß Forster. „Heute ist alles erlaubt, alles darf man, alles auf der Welt darf man, hört ihr, alles! Buchholz, Sie dürfen kein Anhänger des Privateigentums sein! Ich bin Sozialist. Heute bin ich Sozialist. Ich glaube nicht ans Privateigentum. Heute ist alles erlaubt, alles" — Nadel umarmt Miß Forster und drückt einen^, langen Kuß auf kräftigen, vollen Rücken, zugleich^ streichelt er Dwojres Haar — „Sie auch, doch Sfe? sind eine Knospe, eine kleine Knospe." |p Die fröhliche Stimmung, in die Nadel alle vef^ setzt hatte, schien , auf Buchholz nicht gewirkt zu halben; er wurde traurig und ernst. Unaufhörlich.sah er Miß Forster an und verschlang sie geradezu mit seinen Blicken. Er hatte sie doch schon mehrmals gesehen und kannte sie, doch noch nie hatte sie so auf ihn gewirkt... Unwillkürlich begann Buchholz in Gedanken die neben ihm sitzende stille und traurige, JPw,Pire mit Mjß Förster zu vergleichen; Dwojre mit ihrem Lockenkopf und dem ' zarten Hals sah neben Miß Forster wie ein Kind neben einer Frau aus ... Neben ihm saß ein Kind, eine kindliche Fraü, die ihm bekannt, nahe, vertraut, innig lieb und zu eigen war, wie sein eigenes Blut, wie eine Schwester, wie eine Mutter — ohne sie konnte er sich sein Leben nicht mehr vorstellen. Und gegenüber saß unerreichbar eine reife Frau, die zugleich mit der ganzen erdhaften Ueppigkeit ihres rosigen Körpers eine Grazie in sich hatte, die in unbekannte Welten trug ... Buchholz fühlte in diesen seinen Gedanken nichts Unrechtes, im Gegenteil, ihm war es. als sei Dwojre schon so sein eigen, daß er diese Gedanken nicht alilein dachte, sondern zusammen mit ihr. Er beobachtete jede Bewegung der Miß Forster und verschlang sie mit seinen Blicken. ' Vor Entzücken konnte er kein Wort herausbringen. Er saß still da und starrte auf Miß Forsters nackte volle Arme. Wenn sie aufstand, betrachtete Buchholz ihre Füße; er merkte, wie leicht sie auftraten, wie schwebend ihr Gang war und wie klein diese Füße waren. Ich kenne sie doch, ich kenne sie so lange — besann er sich — warum habe ich sie bisher nicht gesehen? Das Fremde und Unzugängliche, das ihn stets von ihr ferngehalten hatte, zog ihn gerade jetzt an; sie ist nah' und doch fem, sie lacht, ist fröhlich, läßt sich von Nadel küssen und hält doch ihn und die anderen in meilenweiteni Abstand. Das ist Fraiienstolz, Frauenwürde. Unwillkürlich zog er in seinen Gedanken Vergleiche zwischen ihr und Dwojre und stellte fest: Ein Mädchen aus unseren Kreisen wird nie wissen, wie weit sie gehen darf ... Er schämte sich dieses Gedankens. Mitleid mit Dwojre stieg in ihm auf, und er bemühte .sich, Dwojres besonderen Reiz ausfindig zu machen. Unwillkürlich ging er auf Dwojre zu und streichelte ihr Haar. XIII. Ein© Nacht in (Greenvich Village. Als man aus dem Keller nach Greenvich Village zu Madame Sulelka aufbrach, wurde die Gesellschaft kleiner. Die meisten gingen heim. Es blieiben nur — selbstverständlich — Nadel, der führte und immer wieder drohte: „Wer heute nach Hause schlafen geht, ht mein Feind, und ihm sage ich

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