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Die neue Welt · 1929-05-31 · Heft 89 (31.5.1929) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 89 (31.5.1929)
Date
1929-05-31
Page
– (sequence 10)
Language
German
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F Seife 10 DIE NEUE WELT Nr. 851 Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Die Konfirmation der Mädchen in den Gemeindetempeln findet im Jahre 1929 an folgenden Tagen statt?: 1. Bezirk: (Stadttempel) I., Seitenstettengasse 4, Sonntag, den 16. Juni, um 10 Uhr vorm. II. Bezirk: (Leopoldstädter Tempel) II., Tempelgasse 5, Sonntag, den 2. Juni, um 9 Uhr vorm. XV. Bezirk: (Fünfhauser Tempel) XV., Turnergasse 22, Sonntag, den 2. Juni, um halb 11 Uhr vorm. XVI. Bezirk: (Ottakringer Tempel) XVI., Hubergasse 8, Sonntag den 16. Juni, um 9 Uhr vorm. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Die Privatistenprüfungen aus israelitischer Religion für Schüler und Schülerinnen an Volks-, Bürger- und Hauptschulen für das II. Halbjahr des Schuljahres 1928-29 finden durch die zuständigen Religionslehrer in den Sammelstationen statt. Die Termine für die Prüfungen können bei den Schulleitungen oder im Schulamte der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags ab 2. Juni 1929 erfragt werden. Die Prüfungstaxe beträgt S 5 pro Halbjahr und ist im vorhinein an d!er Kassa der Israelitischen Kultusgeeindme Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, oder bei den Bezirksämtern XV., Tujnergasse 22, XVI., Hubergasse 8 und XXI., Holzmeistergasse 12, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags bezw. beim Bezirksamte XVIII., Schopenhauerstraße 39, von 3 bis 5 Uhr nachmittags zu erlegen. Die Quittung ist dem zuständigen Religionslehrer vor der Prüfung zu übergeben. Der schriftliche Bescheid des Stadtbezw. Ortsschulrates über die bewilligte Dispens vom Besuche des öffentlichen israelitischen Religionsunterrichtes ist dem Prüfer vorzuweisen. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt hiermit bekannt, daß die Privatistenprüfungen aus israelitischer Religion für Mittelschüler (innen) und1 Präparandtanen im II. Halbjahre des Schuljahres 1928-29 Dienstag, den 18. Juni 1 929, von 3 bis 6 Uhr nachmittags L, Seitenstettengasse 2, II. Stock (Rabbinatskänzlei), durch Herrn Schulrat Prof. Dr. Heinrich Pollak* vorgenommen werden. Die Prüfungstaxe beträgt S5proHalbjahr und ist im vorhinein an der Kassa der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, zwischen' 9 und 12 Uhr vormittags zu entrichten. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. * Gesucht. Ueber Ersuchen des „Hilfsvereins der Deutschen Juden in Berlin" und zufolge einer Nachfrage aus Texas! wird verlautbart: Ein Herr Hersch Nachtigold, der während des Krieges im Infanterieregiment Nr. 55 der österreichisch-. Ungarischen Armee, 9. Kompagnie, gedient hat und in Kolomea stationiert war, wird gesucht. Etwaige Nachrichten erbeten an die Amtsdirektion der Israel. Kultus'- gemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4. Theater und Kunst Jüdische Künstlerspiele. Einmaliges Gastspiel Jehuda Ehrenkranz. Die „Jüdischen Künsterspiele" haben Jehuda! E h r e n k r a n z, das ehemalige Mitglied der Wilnaer Truppe, eingeladen, am 3. Juni, halb 9 Uhr abends, in einer Sonderaufführung von Ösip Dymows „Sä'nge.rl seiner Trauer" in der Titelrolle als Joschke Musi-i kant aufzutreten. Diese Vorstellung gewinnt auch dadurch an Interesse, daß S. Iris, der Regisseur des Stückes^ die Rolle der Hühnerfrau übernommen hat. Ferner wird die Partie des Semjontschjk an Stelle des erkrankten N« Breitmann von M. Fischer dargestellt. Eine Reihe von Studenten hat sich bereit erklärt, die Komparserie, für Dymows'. Komödie, die unter der Leitung von S. Iris1 neu einstudiert wird, zu übernehmen. In den anderen) Rollen bleibt die Premierenbesetzung. Der Vorverkauf für diesen interessanten Abend hat bereits begonnen'. Wochenrepertoire: Donnerstag, den 30.Mai, Abschiedsvorstellung Esther Perelmann im Volksstück „Z i p k e Feier" unter Mitwirkung von Isaak Deutsch und Eisen als Gäste. Ab Freitag, den 31. Mai, Fortsetzung des Gastspiels Pepi Litt mann in für Wien neuem Repertoire. Prof. Julius WoUsobn ist von einer sehr erfolgreichen Konzertreise zurückgekehrt. Auch diesmal spielte er neben klassischen Werken jüdische Musik. In Teme-svar fand nach einem von sensationellem Erfolg begleiteten Hill! Ein Vermögen geben Sie für Miete aus, das ewig verloren Ist. Sie können mit leicht erschwinglichen monatlichen Sparraten in absehbarer Zeit ein eigenes Haus haben. — Sie können mit unserem Oelde ein Haus oder einen Hausanteil kaufen oder eine teuere Hypothek ablösen. Bnnort Überall, auch Ausland. Gleichzeitig sind Sie durch uns bei Todesfall bis zur Höhe von 00,000 Schilling versichert. 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Prof. Wolfsohn, der auch die „Tänze König Davids" mit großem Elan spielte, wurde mit rauschendem, enthusiastischem Beifall überschüttet und sämtliche Zeitungen spendeten ihm in langen Artikeln und Feuilletons das höchste Lob. Am nächsten Abend hielt Prof. Wolfsohn für die Jugendvereinigung „Esra" einen Vortrag über „Juden in der Musik". „Neues Jüdisches Theater" (Praterstraße 60). Von Freitag, den 31. d. bis Sonntag, den 2. Juni Erstaufführung des vieraktigen Lebensbildes „Dus briliantene Jüdel" von Leo Kobrin, Musik von A. Olschanetzky. Dienstag, den 4. Juni „Der bezuhlter Chojw". — Mittwoch, den 5. Juni Ehrenabend der Schauspielerinnen Fräulein Berta Rosenbert! und Helene Weißmann. Zur Aufführung gelangt „Die Giftmischerin", Lebensbild in vier Akten von , J. Gordin. Jiddischer Klub. Zur Ehrung der im Monat Juni nach Wien kommenden jiddischen Penclufc-Mitglifeder bereitet der Wiener Jiddische Klub ein umfangreiches Programm vor. Am 3. Juni findet eine Beratung statt, in der die Details des Programms festgesetzt werden. Wie bisher verlaufet, werden in Wien außer Söhalom Asch auch S. Reisen, Schidlofky und Opatoschu eintreffen. Die „Jüdischen Künstlerspiele" werden die Gäste durch einen speziellen .literarischen Abend ehren. o r i> Turahewegung 24 Spiele, 24- Siege. Die Haikoah gestaltete ihr letztes Spiel gegen Moravia zu einem großen Aibsohiedsifest. Es gab Blumen, Musik und Wi m p e 1 ü b e r r ei ch uu g. Die zahlreich •erschienenen Anhänger bereiteten ihrem' Verein große Ovationen» Besonders gerfeiert wurde H e ß, der der glückliche Schütze des 100. Treffers war. Die jüdische Mannschaft führte ein schönes Spiel vor und fand bei ihrem Gegner keinen ernsten Widerstand. In der Verteidigung fiel 'wieder Berson durch seine .gute Leistung aiiif. In. Löwinger scheint die Haikoah einen guten Ersatzmann für Stroß geifumden zu halben. Im Angriff war wieder Neufeld der beste Mann. Bereits in denfünften Minute erzielt M a u s n e r die Führung. Nun beginnt der Kampf um das Jubiläumstor. Zehn Minuten dauert die Belagerung des Moraviatores, doch die Stürmer vergeben die günstigsten Chancen. In der fünfzehnten Minute gelingt es endlich Heß, den 100. Treffer zu erzielen. Mehrere Anhänger,,ließen es sieh'nicht nehmen, das Spielfeld zu stürmen uud dem Torschützen einen Blumenstrauß zu überreichen. Noch vor Seitenwechsel sind Neufeld,<:Löwinge.r^ vmä Katz erfolgreich. In der zweiten'-Spielzeit strengt sich die 'Hakoah nicht mehr besonders an; zehn Minuten vor Schluß scheidet Neufeld infolge einer Knieverletzung, aus. Den sechsten Treffer erzielte Stern. Der zii Gedanke auf Irrwegen Ein Mahnruf zu zionistischer Selbstbesinnung. Das Judenproblem. Konstellations- oder Qualitätsproblem? Palästina, als Laboratorium. Bedingter oder bedingungsloser Zionismus. Ausstrahlung und Galuth-Nationalismus. Der Sinn der Majorität. Das jüdische Staatsbedürfnis.Zionistnus oderStaatsbiirgertreue. Der binationale Staat. Palästina oder jüdisches Volk? Bestellungen an den Verlag „Die Neue Welt" Wien, IX. Bezirk, Universitätsstrasse 0-8 Preis Mk. 1.50, fUr Oe«terrelch S 2.30 otHHHH Aufstellung: Oppenheim; Berson, Feldmann; Wort-- manu, Löwinger, Posauner; Neufeld, Heß, Stern, Mausner, Katz. v Die Hakoah hat in der zweiten Liga 24 Spiele ausge« tragen, ebensoviele Siege errungen und das glänzende Torverhältnis von 104 zu 13 erzielt. Die Ergebnisse der Spiele waren: Gegen Siinnmering 2 :1, 4 :1. Donau 9:1,3:0. Weiße Elf 3 :1, 6 : 0. Vorwärts 06 4 : 2, 4 : 0. Gersthoif 3 : 0, 4 :1. Neuibau 4:0, 7:1. Viktoria 21 1 :0, 6:0. Bewegung XX 7:0, 2 :1. Liberias 2:0, 5:1. Altmaunsdorf 3:2, 6:0. From 3:1, 5:0 und Moravia 5:0, 6:0. Die Schlacht in Brünn. Hakoah verliert gegen Zidenice 3:5. Vergangenen Samstag gastierte Hakoah in Brünn gegen den Sportklub Zidenice, der schon mehrere erstklassige Wiener Professionalvereine abgefertigt hat. Obwohl die Blau-Weißen ohne Fried und Neufeld antraten, waren sie dem Gegner technisch überlegen und hätten einen knappen Sieg verdient. Die Hakoahner wurden vom Schiedsrichter Favian arg benachteiligt und als er einen unberechtigten Elfer diktierte, ließ sich Feldmann zu einer Unsportlichkeit hinreißen, indem er den bereits auf der Elfmetermarke gelegten Ball ins Out beförderte. Der Schiedsrichter, der sich mit einer Verwarnung hätte begnügen können, schloß Feldmann aus. Die Hakoah« mannschaft verließ das Spielfeld. Was sich nun abspielte, spottete jeder Beschreibung. Die Zuschauer stürmten auf das Spielfeld und begannen auf die Hakoahner einzuhalten. Die anwesende Wache konnte es nicht verhindern, daß die jüdischen. Spieler arg verprügelt wurden. Der jüdische Verein war aber trotzdem gezwungen, nach einer Unterbrechung von 20 Minuten fortzusetzen, da sich die Brünner weigerten, die vereinbarte, Entschädigung zu zahlen. Der Kampf wurde unter Leitung eines neuen Schiedsrichters aufgenommen, der aber bezüglich Benachteiligung der Wiener seinen vorherigen Kollegen weitaus übertraf. Die Blau- Weißen werden es sich das nächstemal wohl überlegen müssen, solche Gastspiele zu unternehmen. Makkabi-Weltverband. Die Hauptversammlung in Mährisch-Ostrau. Es hat sich herausgestellt, daß trotz aller Bemühungen des Präsidiums des MÄabi-Weltivertraudes die Durchführung des Sportfestes in Z ü r i c h auf so unüberwindliche Hindernisse stößt, daß nichts anderes übrig bleibt, als dieses Fest ahausagen. Vor allen Dingen sind die Kosten zu hoch und der in Aussicht genommene Sportplatz in Zürich steht nicht für das gewünschte Datum zur Verfügung. Aus diesen Gründen wurde beschlossen, die Hauptversammlung des Ma/kkalbi-Weltverbandes zusammen mit dem Kreisfest des tschechoslowakischen Kreises, das am '28. Juni in Mähris ch-Ostrau stattfindet, zusammen-, zulegen und gleichzeitig alle Kreise aufzufordern, nicht nur die Hauptversammlung., *zu; beschicken,, sondern sich auch aktiv an dem Fest unserer Freunde in der Tschechoslowakei zu beteiligen, das sowieso durch die Teilnahme der Kreise Polen, Jugoslawien, Oesterreich und Deutschland einen internationalen Charakter tragen wird. Das Programm für die Hauptversammlung besagt: Beginn der Hauptversammlung Donnerstag, den 27. Juni 1929, abends. Eröffnungansprache von Dr. Lelewer, Berlin, Begrüßungen, Wahl des Büros und des. Permanenzausschusses, Organisationsreiferat von Dr. Lelewer, Berichte der Kre'isvertreter. — Freitag, den 28. Juni 1929, vormittags. Reiferat von Dr. Rosenfeld, Kowno, Referat. von Leo Kaminski, Berlin, „Erziehung durch Leibesübungen", Generaldebatte. — Samstag, den 29. Juni 1929t abends- Im Anschluß an den Begrüßuoagsa'bend des tschechoslowakischen Kreises „Makfkaibiade in Palästina". Referent wird noch befeinntgeigehen. Beschlüsse, Wahlen. Besprechung mit dem tschechoslowakischen Kreis. Das Mitglied des Präsidiums des Mahkabi-Weltverbandes Tibr. Fritz Bernstein fuhr am 28. April nach Bodenbach an der tschechoslowakischen Grenze und traf sich dort mit einigen Mitgliedern des tschechoslowakischen Kreises zur Besprechung über die Hauptversammlung des Weltverbandes und das Sportfest, das in Mährisoh-Ostrau vom 27. bis 30. Juni stattfindet. Die Verhandlungen ergaben völlige Uebereinstimmiung des Präsidiums mit der Leitung des tschechischen Kreises. Es ist mit einer aktiven Teilnahme von zirka 2000 Menscfo en zu rechnen und das Fest verspricht ein außerordent^ liches Ereignis zu wenden. Es wird sicherlich die größte internationale Kundgebung des Makkahi-Weltverlbandes seit seinem Bestehen. Unter anderem ist ein Umzug aäler Turner und Sportler durch die Stadt. vorgesehen. Jewish Wellare Board. Einen außergewöhnlichen Erfolg kann der Weltverband für sich buchen, indem es ihm gelungen ist, die größte jüdische Jugendorganisation Amerikas (Young Men's and Young Women's Hebrew Association) durch seine Spitzenorganisation, den Jewisäi Wedtfare Board, zur Kooperation mit dem Malklkabi-Weltverhand zu gewinnen. Die Verhandlungen, die das Mitglied des Weltvenbandes FHn'k in Amerika führt, werden voraussichtlich in (kurzer Zeit zu konkreten Beschlüssen führen, zu denen die Hauptversammlung des Weltverbandes, die vom 27. bis 30. Juni in Mährisch-Ostrau stattfindet, Stellung nehmen wird. Es Ist vorauszusehen, daß der Beitritt des Jewish Wetlfare Board zum Malkkabl-Weltverlband eine v ö 11 i g n e u e Situation für die nationalijildische Turn- und Sportbewegunig in der ganzen Welt schaffen wird,.

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