Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 84-85 (24.4.1929)
- Date
- 1929-04-24
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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i r 3elte U \ --—--- Die Märtyrer von Dzykow. Iii dteim wegen senmes weTtivofliien Motorischen Irnihäil'te ajusgazeiiobmeteai 'Wlerik dies setoneiraei'fflgen' Rabbi Jetoda Leteib Schlüssel aus Ozylkow. „Be-th iDaivM", fiwdlein <w*r dfle fol'gemide dirtöenostsafrBte "Volkistsaige: In dien öedbaiigienjahilein des 18. Jaihrhumdierte fuhren etfoies Tiaigies dlreti Jaideai aiuis Dzykow, umfd &wiar der Sdbäciht'er Reb Joself odteir vAie er im Vollksnuwiid toiieß, Reib Juscfbkje, fe-nner dar Kantor idieir Gemeiiradie Reib J-eischaje und der Sdfoaimcis Rdb Jlsroel amf eifi&m Boot übeir dd'e Weichsel, um in efiwem Dorf jeaitseiits Kies Stromes an der Besdhroetödiimg eines ttfengieibortenen jüdischen Knaben iratziuwiinken. Unterwegs schloß sffcfh ihnen efe Ohrtet an, mit dtem sie kl freumdscteftKdi-em Gespräch verweiliben. Plötzliioh erhob sich edn gewalffiger Storm, diais Boot idirotofce zm ^nschelten. Die Gefahr dies Uiiteiisratiges war so ®roß, -daß sie, als aile schieß- ' Jich doch ibeiil a/n Mir Ziel gie/Iamgifcen, dtem Knaben Iböi dJor Besclm>etildiirag' den Naimon Mosohe gaben, mit dem Hinwai« darauf, diaß sie, dlie diais Kiimtd iin den Bund Aibfaibaims aufiitähmen, nur 'durch ein Wtadier Gottes aus dem Wiasster gerötifcat worden sediein. : Einige Tage später, es war gegen Ende des Monate« Marötoesdhwan, un dien jüdfiisohen Gemieiiinden begann man •bereits Vortoefiiiutirtgein für die Enzeiuigaimg von Maizzath für dais kommende Fessaciriest zu treffen — entstand das Gerücht, daß der Ghniat, dler sfch don drei iromtnen Juden amgescMosseh hatte, veirsdhwuiiiidiein sei, ahne daß eine Spur von ihm zu linden gewiesen wäre, und es sei Jceiim Zwalfel, daß Ihn düie Juden ermordet haben, um sein Blimt Sur die Erzeuigiung von Mazzotlh und ißür di'e PeosaohzeremonLe zu verwendea Das Gerücht drang au-ch in das Schloß der Gräfin Tairnowaloa, der Hemiin von Dzykow. Sie befahl, die dreM ■ besdhuildligten Juden sowie fünifzelhn änderte angesehene MitgJdieder der Judienigemeiiinidle festzunehmen und. An das neben dar Kirche befadflicifoe Geifänigniis zu Wieden, Da sich, wie ' das beii'-alten Rüitoatooridilüigen der Fall zu sein pflegt, auch liier Zeugen bereit fanden, gegen die Juden falsch aiuszmsalgeiii, wurde gegien dfiie gesiaimite Judensohaßt von Dzykow uirfid flnslbesondere gegen öhre drei erwähnten Tleiimpeilffunktllonäre die. An/klage wegien Brmordunig eines QMlsten $ür niltueilte Zwecke erhoben^ In der Judenstaidt von Dzykow lebten .-die Bewohner in Schrecken und Todesangst. Allgemeine Fasttage wurden angeordnet, Bittgottesdienste veranstaltet und die Häupter der Geinreiinde, sofemie «die mitiht im Kemker saßen, oclhlteten an diiie gräfiohie Henrün untertänflige Bkiteesudhe, an welchen sie . die UnlhadttlbaiitoeSt idter AnschiuIdSguriig dariegtenv und <düe .Grälin finsitöndSigst baten, dlbren Enibsdhluß zu wödeinraifen. Die •Gräfe Tiairiiowsika hieb tot. Site befahl, dffle Vierhaftetien mit 'den furchtlbairsiten Torbuiren au quälen, bös sie fflbr angebliches iVieribrecberi betoennen, san'dle iihnien aiiißeirtdietrn noch Mönche In. Külte Zellen, diie.mält d'en „verstoctaten'' Juden reliigiöse Dfepuftationen baganmen, filhoen tos Gewnissen redöten,. auf daß sie'den vediaßten Glanibien' v^eaüiasisie'iii, "wioSiiir fitaendie FreitoeSit gieiwälhrt würde. Die Juden bleiben aber bei der Beteueirurug filhr'er Unsdhullcl und wilesen alle BeikettiruinigsvieTsucbe trotte Follter und seelllilsch'en Cuialen mit Bnitnüsitüng ■■. zttirücik. So wuindte dtenn der große. Geiri'clhtsibaig ifesitgesetzt. . * Diie Vieirlhanidll'unig' üanid firi eilniem Saale des Pifarchoifieis •in-fÄiirw?eisieinIhiefift' edineis sroße-n AutdSItioiriluaris mfilt der Gräfin Tannowistoa an der Stpitoe sitatt* : Nach Veirlteisiunig der Anklageschrift und AnböTUmg der beliaisitenidein Zeugen und nadhdiem der ölfenitlliclhe Ankläger Jn .lanigier von Haß gegen dfteAjndten eriflüiter Red© d!0e ■ schwerste Besitiafung der ScÄldflßi&n getforderit hiaitte, Wurden dße Arngeiklaigtien zum Tode' durch öJfenibliidhe Verbrennung bei kbendfigieim Le'ilbe auf dem Haiuiptpla4z der Stadt veruTitellt. Dffie Rii'chtar fügten ( naclh' Verlesung des Urteils Ihünizu^ daß sie betieflit sieto, von der^.D^rchfiülhTunig des Uriiteüis abzusiehien., we.nn di>e V«r- UTttjeilten noch ton lieitizien Auigenbffidlc sfclh enltscttiK'eßen, liihnen Glaubien abzusühiwören. Bs -wuirde flhnien hieflür eito'e Biedenk- . zeit', von 0wöl Taigen ©egtefoen^ Die Juden bleiben auicii angesfibhitis ittiries bevorsitehienden.Marteiitoid'es stark. Sie waren ntoht dazu zu bewegen, eine Schuld auf sich zu nehmen, die sie nicht begangen hatten, und lehnitten eis ab, ühne1 FrealhieSlt durcih einen Verrat an ihrem Glauben zu erschleichen. So wurden denn alle., verhafteten Juden zwefi Taige nach der Urteiiisfäluinig auf dem Hauptpiaitiz von IDzyitoow lebenidfiig viertirannt, und sitarbein, nachdem sie fast fim Chor zugteich das „Schema" ge* sprochen ihaitten. Gräfe Tamowsfka befahl, die Asclhe der .verbrannten Juden in alle vier Wflntdu^chifamgen zu zer- .sitreuieu, und gestaltete blotß, daß eki Stück der Erde, auf welchem der Scfaeüterlhaufen eirrSdh'beit worden war, in den jüdischen Friedlhof von Dzykow wberfiüJwtf ovie-rde. Bäls zum heutigen Tage erhebt sich im alten jüdischen Friedhof;von Dzykow der „Märtyrierbülger'. Dinige Monate nach der HtarSthltuitiig deir.unscffiluldligien' Juden Wehrte der verschwundene Ghiräst, desisenitwegen düe Juden ihr Leben hatten iasseii müssen, heil und un^ersehrit nach Dzykow zurück. Die Voifcssage eirzählt: Eines Tages fuhr die Gräfin auf einem Boot auf der Wleöchsiel'.' Höfezlidh iihemfiel sie futrcHiifbame Amgislt, am ganzen Lefihe zitteirndt begann sie zu sehreten: „Rette/t mtob, Juschke, der Schächter, wüSI mäch £ns Wasser schteuderin! Seht, wie er mir die Auigen aussticht,, wefll ich seihe Asch« in alle Wlrnde sltneiute! RetKtetnich, kh vterstoke, Juschke zierxt an mir.,..!" Mit Mühe gelang es Ihren Kammerjurtgfern, sie ans Land zu bringen. Die Gräfin war ©rblfiWdet und hat bis an Ihr Lfebfenisende das Auigeoi'lS'cht nicht vJedler er hingt). Als sto auf Schloß zurückkehrte, lteß ste. die FamlM'enm^glJiiedier der auf ihren Befehl htogerichteten Juden w 'sich kommen, hat um VonseChuiüg und befahl litwwi Vwwalter, dtes?. jüdischen _DIE NEUE WELT Famfilien bis an ihr Lefoemisiemde truiit Brot zu vfersongen. Außerdem ordnete sie an, diaß der jüdischen Gemeimde alljährlich zehn Säcke rennten Wietizens zur Herstellung von Mazzotlh für die Armem der Gemeinde auszufolgen seien. Diese Kontdbu-tlion am diiie Juden verfügte sie audh bindend für alle ihre Nachkommen." Soweit diiie Erzählung 'des Rabbi Jehuda Leb Sahiüssei in seinem Wtenke „Beth David". Di'e Maizzotih-Kontrdlbu#ou des Hauses Tairnowska au die Juden von Dzykow wurde auch bis in die jüngste Zeit pünktlich eingehalten. Genau wie es dfiie eipblimdete Ahnfrau .im 18. Jahrhundert in tiefer Reue verfügt hat. Alljähnlioh, bis zum voniigen Jaihr. Da war es zum erstenmal, daß ein Graf Tarnowski, als die Juden um Chanuka herum, als die Gemeinde die Vorsorge für die Armen-Miaiztzotih treffen wollte, und wie alljährlich am Gutshof des Grafen Tarnowski erschien, um die Stiftung in Bmpfamg zu nehmen, mit der Abordnuog zu bandeln begann, und nicht mehr als zwei Sack Weizen zur Verfügung stellen wollte. Die Gemeinde Vertreter lehnten die geschmälerte Kontribution ab. Am dritten Tage Obanuka, dem Tage, an dem siich dPe Verbrenimiinig der unschuldigen Juden von Zu Beginn dieses Monats haben die Zeitungen daran erinnert, daß am 4. April 1909 Adolf von Sonnenthal gestorben ist. Das Todesdatum ist gemäß der. allgemeinen Kalenderreohnung bestimmt. Es ist aber insofern nicht richtig angegeben, als Sonnenthal n ai c h d e r jüdischen Rechnung . am 15. Nissan die Augen geschlossen hat, und man muß sich an dieses Datum halten, da er sieth zum Nissanfest, zu Pessach, nach Prag begeben hatte. Damit hat es diie folgende Bewandtnis: Seit langen Jahren verbrachte Sonnenthal gerne die zwei Sedertage in Prag und er wußte es, wenn sich die Möglichkeit bot, so einzurichten, daß er zu dieser Zeit in Prag gastieren konnte. Die Veranlassung dazu ist unbekannt. Aber die - ernste 'Strerige Schönheit dieser Stadt und die große jüdische Vergangenheit zogen wohl den Künstler wie den Juden in ihm mächtig an. Soraienthal w£r, wenn er in Prag zu Pessach weilte, öfters am ersten Sederabend Gast des 0 b e rrabbäpers Dr. Ehr enfel d. Aus Rücksicht auf ihn, der im Deutschen Theater auf treten mußte, wurde mit den festlichen Zerer^ Mahl bis aiach :; der Vorstellung gewartef:" AWrlieflag selbst streifte der Künstler, soweit ihm die?. Proben Ze'it ließen, .durch die Judenstadt, die damals - zum großen Teil noch bestand, wenngleich einige der charakteristischesten Gassen schon der Spitzhacke der Assanierung zum Opfer gefallen waren. Heute ist mit Ausnahme der Altneu-Synagoge, des Friedhofes und der „M e i s e 1 s c h u 1" nichts mehr vorhanden; in breiten, aber durchaus nicht schönen Straßen hat sich die Romantik verflüchtigt und auch die jüdischen Bewohner sind ausgezogen. Die Trödler- und Aitwarenbuden, die sich vom Altstädter Ring bis zur Moldau zogen, mit ihrem südlich lebhaften Getriebe, die Eruwbo<gen . sind verschwunden, die Goldene Gasse, Smilesgasse,- Pinkasgasse, Beledesgasse leben nicht mehr oder nur mehr in der Erinnerung weißbärtiger Männer, die an den Ecken rings um die Altneuschul' in der Sonne sich wärmen, von alten Zeiten reden und uralte verschollene Sagen erzählen. Mit Patrizierstolz führen sie den Fremden und sehen mit einer gewissen Verachtung auf die amtlichen Giceroni, die „Orls", die doch unmöglich wissen können, was sich hier abgespielt hat, denen der „hoiohe Reb Low" eben nur eine Sagenfigur ist, ein Alchimist, der oft des nachts auf den Hradschin zum Kaiser geholt wurde. *. Sonnenthal ging durch' die Gassen, plauderte mit den Minjenmännern, deren Tätigkeit und Beruf es war, von Schachardth bis Mussaf und Maariw mit einer kurzen Mittagspause an der Mauer zu lehnen, ließ sich vom Golem und vom dreißigjährigen Krieg erzählen, holte sich bei den Fischweibern einige vollsaftige Bemerkungen in Deutsch, Jüdisch und Tschechisch, hörte die kräftigen Flüche an und war voll Freude, inmitten eines gesunden, unangekränkelten, aber aufstrebenden Volkes zu weilen. Er selbst war durchaus jüdisch im Empfinden, ein vollblütiger Sohn der Nation, von deren Sturmtagen in diesen Gassen alle Steine erzählten.; Er schlenderte so dahin, unerkannt, lustig und aufgeräumt. In einiger Entfernung ging ihm ein Kriminalbeamter nach, den der Prager Polizeipräsident dem k. k. Hofschauspieler zum persönlichen Schutz beigegeben hatte. Aber wo brauchte man in der Judenstadt Schutz! Man war ItJllUlllllUlJUlllliUlllllUllllUIUIUUllUUllllllN Wer gut und billig speisen will, der macht einen Versuch im * RESTAURANT ROTH II., Prot«r»traQe 94 Menü: Suppe, Fleisch, Gemüse, Mehlspeise S 1.95 Vorspeise, Suppe, Braten nacb WabJ, Oemflse, Mehlspeise 81.75 ■mfnMiiiinliiininiiiwniinmuniifiiiniyii.....tniiiiiwiniMimpwiirnniiMiinunniM—mi—iMMiiwunwiny Nr. 84/85 Dzykow jährte, wütete — wie seiiinerzeit berichtet wurde — im Fainiiliiennsdhiloß der Fainni'Iii'e Tarnowski eiime große Feuers-« braust, durch welche ungeheure Werbe zugrunde igdaigen, und auoli neun Mensohleben zu beklagen waren. Die Legemde hat dadroh 'iieuie Nahrumg erhalten. Aus deim Hebräischen von -b r»z. unter Juden, es gab dort keine Gefahr für Leben und Brieftasche. Angeregt, erfrischt, kam der Künstler zurück, ttlt. dann abends im Theater seine Pflicht und zog sich in sein Hotel zurück. Einmal erschien er plötzlich zum Sederabend im Hotel Bristol, dem Quartier aller jüdischen begüterten Familien votn Lande. Jede Braut aus der Provinz, die in Prag heiratete, jeder jüdische Fruchthändler, der zur Börse fuhr, wohnte im Bristol in der Langegasse. An den Pessachabenden gab es dort offenen Tisch für alle •familiemlosen Studenten, Soldaten, Handwerker, Angestellte, die die Kultusgemeinde oder ein Verein zu Gast lud. Ein Rabbiner einer der vielen „Schüls" las die Haggadah. Als Sonnenthal kam, war die Gass' auf. Ein Schwärm von jungen Leuten, Mädchen mit Kopftüchern, Reisenden, Handelsvertretern, Tlieaterdilettanten strömte durch die Korridore zu dem linksseitigen Saal. Ehrfurchtsvo'Ll und erregt machte man dem berühmten Gast in seiner eleganten Kleidung Platz, der Hoteldiirektor und . der imposante Oberkellner führten ihn an die Stirnseite, stellten nervös' Fauteuils hin und der würdige. Mann hatte Mühe, sich niedersetzen zu können. Dann nahm er das abgegriffene, zerlesene Büchlein zur Hand und las im hergebrachten Nigen die Geschichte, wiewir Sklav e n waren in Aegypten. Das Ma-Nischtane sagten alle, ausnahmslos. Jeder .wollte zeigen, daß er's noch lesen kann. * Es war wieder einmal Frühling geworden. Pes*- sach kam und im Neuen Deutschen Theater freute sich Angelo Neoimann, der Direktor, und der Kassier. Das jüdische Faktotum, der Theaerdiener Bar« kus, sagte überall an: Der Seder kommt, Sonnenthai ist da und a 11 e s i s t a u s v e r k a u f t. Am Samstag vormittag holte Herr Teweles, der Chefredakteur des „Prager Tagblatt", den Wiener Gast aus dem Hotel ,3'lauer Stern" am Graben ab. Beim Eingang zur Herrengasse traf ich die beiden Herren und Herr Teweles stellte mich vor. Die Studenten absolvierten eben ihren Farbenbunimel. Sonnenthal besah sich den Aufzug, fragte nach den Namen der bunten Kappen* Teweles gab Auskunft. Barden, Ferdinanden, Teutonen, Saxonen, Piilsner Landtag usw. „Und die dort drüben?" fragte Sonnenthal und zeigt© mit dem Handschuh auf die sogenannte „Pu'lverturm"-Seite. Dort marschierten langsam etwa 20 junge Leute in blauen Mützen. Teweles sagte: „D a s si n d d i e Jüdisch« nationalen. Der Herr hier gehört zu ihnen und. kann besser Auskunft geben." Sonnenthal sah mich fragend an. „Barissen heißen sie", sagte ich. „So; Was ist das für ein Name?" „Von der Jerusalemer Hochburg Baris." „So. Also das sind Juden. Auch schlagend?" „Jawohl." „Sogar sehr gut, wie ich höre", sagte Teweles. Sonnenthal sah starr hinüber und sa€te sehr laut: „J u d e n! J u n g e Juden mi t der Waffe! Das ist sehr schön! Sehr schön! Sogar gut! Das ist sehr schön!" Er sah dem Zug nach und wiederholte: „Junge Juden mit dem Säbel! Das ist schön!" Wir gingen in die Herrengasse, dem Weg zum Theater. Sonnenthal dachte dach, nahm den Hut, ab und fuhr sich durch das Haar. „Das sind Z ionist en, nicht wahr? Schön, sehr schön! Ich freue mich, daß es so etwas gibt. Juden mit dem Säbel! Uebrigens, ich hab' da einen Brief bekommen, von David Wolffsohn in Köln. Er war in Agram im Theater. Ich habe <len „Nathan" gespielt und er dankt mir für meine Darstellung. Wissen Sie, das ist so: (Er dachte einige Sekunden nach.).., Junge Juden mit dem Säbel! Mir gefällt eigentlich der „Nathan" nicht mehr... Wenn es junge Juden mit dem Säbel gibt, so 'Ist der „Nathan" doch schon ein Anachronismus. Er war ja auch nicht wahr, als ihn Lessing geschrieben hatiti Jüdische Holle*,* Auciij Sonnenthals letzter Tag. Die Sederfeier in Prag. — Der Gang durch die Judenstadt. — Die zionistischen Studenten. — „König Lear" als jüdiseke Rolle. — Der Tod im Hotelzimmer. — Im Badhof. — Der letzte Weg. iinimiiiiiiiii IIIIIIIIHglllUIIHIIIIII^ STRENG WS SELCHWAREN-FABRIK Wien, XX., Klosterneuburgerstrafte 60 unter besonderer Aufsicht des Oberhauptes der polnischen Gemeinde Wiens, Sr. Ehrwürden des Rabbiners M. Mayersohn p^aKD-f'jnmis^y t i™ □D^^DD^ *w nw nrwn nnn m no iV^q mjn ra» inNiYND ykd Täglich frische und erstklassige Spezial-Erzeugnisse feinster Wurstu. 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