Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 84-85 (24.4.1929)
- Date
- 1929-04-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nf. 84/85 ,.........i ' .1 ■ i UM . -ii r.i DIE NEUE WELT i6ejte41i } I caf£ PRODUKTENBÖRSE Wien, II., Taboretraße 10 Monumentalstes Kaffeehaus Wiens Behaglich durchwärmt I Rauch- und dunstfrei. Ausgezeichnet ventiliert Am Abend: Tieffpunkt der jüdischen Intelligenz und der Zionlsten aller Richtungen sowie der jüdischakademischen Korporationen und Vereine -durch die Einschiebung ungeeigneter, gefügiger EJe mente der Einfluß der Hanptlehrer. künstlich pnraly- .. siert. Der vorn Kuratorium gegen dclf Willen def Haupt- . lehrer eingesetzte administrative Direktor, Herr .Pewsner, führt ein diktatorisches Regiment und be- . handelt die Professoren in wegwerfender Weise, so dafi ein persönlicher Verkehr ausgeschlossen erscheint. Die Lehrerschaft spricht Herrn Pewsner nicht nur die sachliche, sondern auch die moralische Fähigkeit zur Leitung der Anstalt üb. Sic erhebt gegen ihn die Beschuldigung, daß er A n s t a 11 s ge 1 d c r — es soll sich um einen Betrag von 3000 Pfund handeln — für persönliche Zwecke verwendet habe und erst nach Feststellung .1er ..unerlaubten Gebarung in kleinen Raten rückgcstcllt habe. Er soll auch persönliche Wechsel an einer Form gezeichnet haben, welche den Anschein hervorrief, als handelte es sich um Wechsel des Technikums. Im Verlaufe des Konfliktes ist einer der ältesten, tüchtigsten Lehrer, welcher für die Wahrung der Würde der Lehrerschaft eintrat, ein Mann, der eine glänzende >ExisteUz geopfert hat, um selbstlos dem Technikum zu ^dienen* »-einfach, entlassen.worden.>Man. .hat..sich niefit rgescheiit,- unstatthafte Aktionen aufgehetzter Schüler;gegen diesen Lehrer förmlich zu fördern. Die Ernennung des technischen Direktors der Anstalt ist gegen \den Willen, und das Gutachten der Lehrer erfolgt. ' Diese Anklagen und der. jetzt herrschende Zustand sind danach angetan, die zionistische Öffentlichkeit mit schwerster Besorgnis zu erfüllen. Die Zionistische Organisation ist der Oeffentlichkeit Rede und ..Antwort sch.uldig. Sie muß. dafür sorgen, daß unter Ausschaltung jeder Protcktionswirtschnft ein von w i r'k- .Li.c h - u na b h'&.ngi gen Elementen gebildetes Forum die-schweren Anklagen prüft und eine gerechte Entscheidung, fällt. Das Technikiun ist öffentliches zionistisches Gut und die zionistisclfe Leitung Vist' für' sein Schicksal nicht nur der Organisation, sondern der ganzen i Judeuschaft verantwortlich. " }si^^;Mö'^2$^'; strffiet der Hebräischen Universität ein Institut für ÄugenheHkündö. . Aus New York meldet die- J. T. A.: Herr Isidore Morrison teilt mit, daß er 100-000 Dollar für den Bau eines .Instituts für Augenheilkunde an der Hebräischen Universität zu Jerusalem sofort zur Verfügung stellt..Dieses. Institut wird die. erste Einheit der zukünftigen medizinischen-'Fakultät .der Universität bilden. Herr Mor- Bison, bat. «sich ferner verpflichtet, dem Institut jährlich 10.000 Dollar für dessen Erhaltung, zuzuführen. Weiter teilt er mit, daß er in seinem Testament eine Verfügung ( getroffen; hat, daß aus :seiner Hinterlassenschaft ein. Fonds entnommen werden soll, dessen Ertrag für die voll- < ständige Erhaltung des Instituts für Augenheilkunde ausreichen soll; (Isidore Morrison ist einer der Begründer der Zionistischen Organisation in Amerika und war einige Jahre Vorsitzender der Finanzkommis'Stion des amerikanischen Keren Hajessod. 1925 stiftete er 100.000 Dollar für Keren Hajessod, Keren Kajemetfo und Hebräische Universität.) : . Amtliche Verlautbarungen der israelitische Kultusgemeinde. Ignäz Blumenfeld-Widniung für Maler. Bildhauer und Musiker. (Bewerbungsawssohreifeung.) ' Anzahl der Plätze: 3 i-m Betrage von je S 200. hievon je . einer für einen Malert beraieihungsw'e'rse einen Bildhauer wnd einen Musiker. Bewerbungsberechtigt sind: Der Malerei oder der Skulptur oder der Musik sich widmende israelitische Jünglinge (junge Männer) mit besonderen Anlagen und •"bereits bewährten Leistungen. Gesuchsbeilagen; Gebiirtssdneih, Heimatsc'hein. M'ittel- . . Josiig(kßiti&zeUi&nis, Facbzeuguisse; . K u n s t b e \ l a g e n sind .e r st .ü,h er Ver lan gen des V.orstan- ' des "zw e f bringe Letzter Tax der Einreichungsfrist: 31. Juli 1929. ' Einreichstelle: I., Seitenstetteinga'sse 4- (3, Stock, Amts- : 'direkfcion). , . : ... Wen, 23, April 1929, ■ , Der Vorstand der israditisohen Kultusgemeinde in Wien. Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Einreich stelle unentgeltlich beziehen sind: die Gesuchsbogen enthalten auch nähere für die Ewiscihreiter wichtige Bestimmungen. Junges Mädchen ans gutem jüdischen Haüse, jetzt verarmt <oder verwaist; findet Atilnahme In besserem jüdischen Hause, wo sie sieh in allem-perfektionieren kann.- Zeugnisse und Bild sowie Referenzen unter Chiffre „JiidiJ sehe Haustochter DöWing" an die Administration 4. Bl.j AT I C I TIS! bei Ihrem Händler diesen O r i g I n a l-G i Mette-Apparat (Westentaschenformat) bei Einkauf . ■ MEMttrae Preis 1150 dieser Verlieren Sie keine Zelt und machen Sie noch heute von diesem außtrordentliclien Angebot „ Gebrauch. . Zum vorgeschriebenen Preis von S 2.50 für die große Tube M M- Ra<iurcrems erlialien Sie in jedem einschlägigen Geschäft diesen neuen ausgezeichneten Original-Gillette-Appatat v o 11 k 6 m m e n k o 81 e n 1 o s. Der Oflfllnal-Qhldtte Westohtasohen-Apparatistso praktisch und handlich. 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Die Jerusalemer Electric Corporation hat sich gegenüber, der jüdischen.;Gemeinde.verpflichtet, von jetzt ab fbei, .a.U.en Arbeiten .;• zur-v Hälfte, jüdische Arbeiter zu beschäftigen.. Die . neuen . Arbeiten.■. werden in kurzem begonnen, .;•.}•.•."': wh - "...... -f. •; .4, ., ' . "■ v ■ , . ■" .' Ein* VlerteljahrHundert hebräischer Lehrer verband. Der von M. M. Ussischkin begründete Verband hebräischer Lehrer ': in'?' Palästina beging am 16. April die Feier seines. ,25jährigen Bestehens. Unter den Gästen' befanden sich, die Herren Felix W a r b ü r g und der Präsident des' Jüdisch-Theologischen Seminars in.Amerika und des Dropsie College Dr. Cyrus Adler. Ussischkin wurde von der Versammlung zum Ehrenpräsidenten .der Organisation gewählt; ihm ztnEhren wurde eine goldene Medaille mit seinem Porträt, geprägt. : 1;• ■ ( ' . Miß Henrietta Szq 1 d, Mitglied der ..Zionistischen Exekutive, begrüßte die! .Versammlung im Namen der Exekutive und teilte mit, daß die, hebräische Schulorganisation heute aus -225 Schulen mit mehr als 20.000 Schülern lind 720 Lehrern besteht. Awinoam Y q 11 i n überbrachte die Grüße des Unterrichtsdepartcments. Ussischkin forderte in seiher .Ansprache die Lehrerschaft.' auf, eine Synthese der heiligen Vergangenheit und der tätigen Gegenwart zu schaffen. Er richtete eiqen Appell an Herrn Felix M.. Warburg, dem Beispiel seines Xmkels Jakob H. . Schiff zu folgen und die hebräische. Sprache , zu schützen.- , . Um Mitternacht.gingen alle Teilnehmer zur K1 a gern au er,: wo ein Oed ä e h t n i s g o t.t e s d i e n s t für die verstorbenen Mitglieder des Verbandes abgehalten wurde. . ' V Juden im Staate Geprgia aus der Geschworenen- liste gestrichen. Aus New York meldet die J. T. 'A.: Der Jurykomrhissarin Atlanta in Georgia hat vier jüdische Bürger aus der Liste der Geschworenenjury gestrichen, weil! sie Juden sind. Die' vier Ausgeschlossenen babeh unter Führung von C, J. Bashlor aus Bryan County Revision beim Prstriktsgericht und, .als dieses sie abwies, beim Obersten Gericht des Staates Georgia eingelegt. Das. Oberste; Gericht entschied, daß die vier Juden - Wied er in die« Juryliste . . , Was Sie bekommen: . , 6 nasondare Vorteil« t In 8 beSondareii tlqensiihatten 'ttbertrlTfi die heue schftumend.e M£M- Rasiercreme alle anderen Piäparate. 1. Erweicht mitihrem dichten creinigen Schaum den Bart an der Wurzel. 2. Füllt die Zwischenräume zwischen den Barthaaren vollkommen aus, stellt dadurch die Stoppeln auf und bringt.-sie .'in ^richtige. Schnittlage der Klinge. . . _. . , . . ... ä. Nim nt d«i8 20ümche Volumen -an Wasser beim AnfachUtimen auf 4. Kein Eintrocknen des dichten, kleinblaslgeii Schaumes, weder am Pinsel noch an der Wange. 5. 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Er nimmt lebhaften Anteil am Aufbau des Palästihai- ' werkes, spricht geläufig hebräisch und ist der Gründer des Anglo-Palestiniari-Club in London. ' . ' Weltkongreß jüdischer Aerzte in Jerusalem. Die Konferenz.' def Verbh^üe^ Üer' j6d4«cheh "AV^e Palästinas^ die in Tbl Awiw abgehaiten'.witrde, besc'hioö. für das Jahr 1930 einen.' Wei f k ö n g r eß^"'J'üd'Jä c'h'.'e'r A c r.z'te nach Je'rtiisal.em einzaiberiifen. D'er|Ko!igreß "soH sieh ihauntsächiich niit fragen der jüdischen Ra'ssenhfgiene beschäftigen. ' . ■ . . i ... , Einstein-Feier in New York, Eine Botschaft. Hoovers an den amerikati|schen; Kongreß; Aus N e w Y„o r k, 17. .April, wird/der „Neuen Welt" •gemeldet: Dieunter den Auspiziender amerikanischen Zionisten im' Metropölitah-Opernhause abgehaltene .Geburtstagsfeier für Albert .Einstein gestaltete sich zu einem internationalen Ereignis. Botschalten liefen aus aller Welt ein, Präsident Hopver,. der. üiircH deti Innenminister Wilbair vertreten wurde,, schrieb: ' v,Einstein nimmt einen hohe'n Rang imter .den bedeuterfdsten. Wussenschaftlern aller Zeiten : ein, die.-.die 'Menschheit id^rcih; ihre überaus wertvollen; Beiträge zu Wissen und; Fortschritt bereichert haben/4'. •' .. . ., , Zahlreiche , Cinckw»öscht0le«ra,mine,, „.dAuünte^ .. von 'Lord Bai f ou r und vielen Rektoren, amerikanischer Unr- 'versiiäfeh,' wurden verlesen. Bei 'der glanzvollen Feiet niahmen das Wort: Minister W Mb.u r,.der deutsche Bo.t- .schafter v. P r i 11 w i t z, Bürgermeister Walker, ■de/ berühmte Philantrhrop Anton Nathan. S,t,r aus, Loais Marsh all und andere Persönlichkeiten der zionistischen Be>- wegaing. . •' T Die Reden und Telegramme werden als Buch -ge> ilnuiden und Einstein .als Andenken überbracht werdeij. Eine große Zahl der Teilnehmer der, Feier trug sich in die 'Glüokwunschlistc ein und stiftete pro Kopf 100 Dollar. Die "Geldsammhuig wird' zum Landankauf in Palästina vetf- -wendet werden.' Auch in der Botschaft, die Präsident H o o ve'r dem .zu einer1 Extra-Session zusammenge tretq- .neu Kongreß übersandte, kam er auf die dem Professor Einstein in Amerika zugedachte. Ehrung zu sprechen. ] „Jede wichtige wissenschaftliche ErrunjjenschaItM. sagt Hobver. ..ist elii Schritt vorwärts zu besserem Ver<- <stehen und «uten Willen. Es ist sehr angebracht, rdaß hep- ,vorragende Erzieher und» andere ► gemeinnützige Amerl- -kaner Professor Einstein diesen Tribut zollen.*' v„ Es ist ein bisher noch nicht .vorgekommener Fall, daß ein Präsident der Vereinigten Staaten in einer hoch- •'offizieUen, für den Kongreß bestimmten Kundgebung einen '.ausländischen Gelehrten ehrt. - ■ ■ - m^^a^mmmiaa^m garantiert Wasch- und liehtr, echter Stoffe Wien, VI-, Mariahilferstr^ße 71 / Kieidunfe und Heim es Prövinzversand / Tel. B-25>2*55