Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 83 (19.4.1929)
- Date
- 1929-04-19
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 83 DIE NEUE WELT Seite 13 Die Zionistische Bazlrmektlon XX kondoliert auf diesem Wege ihrem Sekretär und aufopferungsvollem, langjährigem Mitarbeiter Herrn Samuel welntraub zum Ableben seines Vaters Rabbi Jizchak ftawitsch Autor von „Jizchak Jeranen", „Awne Sikaron" u. a ^fadfinderbund „Ztrenu". Am 27. d. M.. um halb 8 Uhr,, im Vereinsheim Bennoplatz Ja, Versammlung' aller Mittelschüler und Mittel Schülerinnen unseres Bundes, in der die Führer des zionistischen Mittelschülerverbandcs Ober Zweck und Ziel des Verbandes sprechen werden. Am 8. Mai, halb 8 Uhr, Bennoplatz, Äroöo Eltern Versammlung Sprechen werden Dr. Josef Grlinberser über „Hygiene des Wanderlebens" «nd Max Schrötter „Ein Sommer mit dem Pfadiinderbund" (Lichtbildervortrag). Frauen-WohltätiKkeltsvereln X. Am 20. d. M. veranstaltet der v.J n d. Frauen-Wohltat rgkelts'verein Favoriten im Fcstsaaie des Hotel M ü n c h e n e r h o f, Vi., Mariahilferstraßc 81, einen Gcsells.chaftsabcnd mit Vortragen und Tanz, zu dem alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereines herzlichst eingeladen sind. Das ReinertrSgnis dieses Abends kommt der P e s s n c h a k t i o n und den armenkranken Frauen und Kindern des Vereines zugute. Beginn Uiir. Entree S 3. Karten bei allen Vorstnndsdnmen- und. an der Abendkasse. Z. A. V. „Hechawer" In Wien. Am 19. d. M„ 8 Uhr abends, Im Theater-Cafe (vis-a-vis der Volksoper) Generalversammlung. Alle Alten Herren und interessierten zionistischen Akadomikpr sind höflichst eingeladen. Zelre Mlsrachl Wien, Sektion XX (XX., Jä*erstraße 3Q). Am 20. d. M., um 8 Uhr abends im Heim Teeabend. AnschüeOend Vortrag des Herrn Dr. S. Rappaport Uber „Die Agada". Gäste herzlichst Wille kommen. ÄHSrachl-Jügendzentrale Wien (II., Pratcrstral!e 43). Am 21. d. M.. 10 Uhr vormittags Sitzung der Zentrale. Wichtige Tagesordnung. Er« scheinen Pflicht. '•• 'Zelre Mlsracht, Wien, Ii. (PralerstrMe 43). Am 20. d. M.. 3 Uhr nachmittags Vorlesungen über Hiichoth Pessach. Brith Hanoar Hamlsrachi, Wien, II. (PiatcrstraQc 43). Arji 20. d. M„ 3 Uhr nachmittags, Sichah der Kwu'zäh Schmuel." Samstag, den 27. d. ,M„ viertel 9. Uhr abends, im Heime ordentliche Gencralver- . Sammlung. Anschließend Referat Scheuermann übet „Thora wa Awodah". Haschomer Hadatl. Wien, H. (Praterstraße 43). Samstag, 4 Uhr nachmittags, Sichah mit wichtiger' Tagesordnung; Erscheinen Pflicht. Staatswlssenschaltllche Arbeitsgemeinschaft des Verbandes' der zionistischrakademischen Verbindungen und Vereine Oesterreichs. .Dienstag, den 23. d. M., um 8 Uhr abends, findet in der „Le£e- und Redehalle , IX., Tiirkenstraßo. 9, eine Zusammenkunft der politischen Arbeitsgemeinschaft statt. Auf der Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dir. Dr. Viktor Kellner Über den „Kuitur'ziöriismus". GiiSte willkommen. Verein für Jüdische Geschichte und Literatur In Wlan. Am ■22. April, halb 8 Uhr, im Klubsaale der „Hakoah", I. Wlpplingerstraüc Nr.; 24—26 (Cafo Altes Rathaus, Eingang durchs Haustor), Vortrag des Herrn -Dr.. Leopold Ehrlich (Hichler): „Jüdische Dichtung" und Ernstes und Heiteres aus dem Roman: „Der Sohn des Moses Mautner". Bei rorsperre Eingang durch das Kaffeehaus. . Predigte». Am 20. d.' M. bei dem um 8 Uhr 30 Minuten .beginnenden Morgengottesdienst in folgenden Gcmcitidetempeln: XV1I1.. Schöpenhaiiersträße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchfwang); XXI., Holzuieistcr- «asse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Um. 3 Uhr nachmittags Jugendgottesdienst in den Gemeinde- und Bezirk$synagogen. Austritte aus dem Judentum. Ludwig Zelinka, geb. 21. XII. 1890 Wien, ledig, III., Reisnerstraße 25. — Isidor Deutsch, geib: 15. III. 1892 Wien, ger, gesch., III., KegelgaSse'36. — Amalie Hansel geb. Löwy, geb. 6. III. 1896 Wien, verh,; III,, Wassergasse 16. Karl Harth, geb. 22. V. 1899 Wien, ledig, Mag.-Kommissär, III., Untere Viadüiktgässe 35;—' Friedericke Drexier, geb. 8. Vi. 1899 Wiibti; ledig; Geschäfrsiriiha'be'rin ■ IV., Heischmarillgasse Nr. 2, — Heinrich Herzog, geb. 12. I. 1907 Wien, ledig, ^Ho&bschfHer, EI., Rennweg'102. — Hilda Knepler geb. Hpff- - mann-'geib.-'28.-:V^ III, -Gärfricrgasse i. — Artur Adler, geb. 25. II. 1915 Wien,'' Biirgef- ..schüler, III, Nenlinggasse 37. — Alexander Herlitschek, g'e'b. •27. VIII. 1902 Wien, ledig, Handelsangestellter, III., Marokkanergasse 8. — Rosalie Reitlinger geftj. Emst, geib. 6. IV. . 1891 Brünn, verh., III., Mahsgässe 2, Und ihr Sohn Karl Ludwig Reitlinger. — MIron Rubinsteiri, geb. 10. V. 1906 Wilna, ledig, III., Klimschgasse 10. — Auguste Schnaubert, .geib. 3. II, 1893 Groß-Ullersdortf, ledig, HJ., .Kleistgasse 31. — Dr. Leonhard Groß, geb. 29. XI. 1901 Czernowitz, ledig, i.V., Favoritenstraße 12. — Franz Neumann, geib. 30.. VIII. 1885 Preß'burg, ger'. gesch., XVII., Vanhamerplatz 11. — Leopold Trener, geb. 10. III. 1884 Versecz, verhyli., KontmBmBmmaamBmmmmmmmmMaamMtmmm^mammBmmmaamm Palästina-Mazzoth in Wien, Zum drittenmal wird die jüdische Bevölkerung Wiens und der Umgebung in diesem Jahre die Möglichkeit haben, sich für. die kommenden Pessachtage mit M a z z o t h aus Erez Israel zu versorgen.-Daß dies möglich ist, ist ein Beweis der Entwicklung des:neuen Palästina, dal nunmehr in der Lage ist, auch einen Teil der Gallith mit Maazofch ■zu versorgen. Zweifellos. wird dieses palästinensische Prödukt in Oesterreich ebenso freudig aufgenommen werden, wie es in Polen. England und Amerika der Fall ist. Die Palästina-Mazzoth sind tatsächlich sehr schmackhaft und bekömmlich und übe/dies bezüglich des Kaschruth über allen Zweifel erhaben. Das Beglaubigungsschreiben für die rituell einwandfreie Herstellung dieser Mazzoth ist sowohl vom Größrabblnat für Palästina als alten' vorrr Haupt der;asch!kenasisch-arfck>doxen Jtidenbeit Im Heiligen Lande, Oberraibbiner Sönnenfeld, .ausgefertigt. Oberrabbiner Sonnenfeld hebt in seinem Beglamblgaingsschreüben besonders hervor, daß die große Maazothfabrlk in Haiifa die modernsten Verbesserungen sowohl in hygienischer als auch in ritueller Hinsicht eingeführt bat und daß die von den Raibbinateii eingesetzten Masch'gfchim das vollste Vertrauen verdienen, daß sie allen, auch den strengsten Anordnunigen des Rabbinats entsprechen. Diese Tatsachen bestätigt auch Se. Ehrw. Herr Rabbiner Schenk, Raw der „Talmud Thora" Wien, der vor einiger Zeit, über Veranlassimg des Herrn Nathan Brodetzky, von der „Grarid Molino Palestine" zur Besichtigung der Maazoth-Fabri'k eingeladen, mit Begeisterung von dem dort Geschalten spricht In der Fabrik muß die Erzeugung jede Viertelstundi unterbrochen werden, damit eine gründliche Reinigung 'aller Einriebtungen und Maschinenteile,, selbst derjenigen, mit denen eine menschliche Hand nicht in Berührung kommt, durchgeführt Werden kann. So ist die Maziz.a aus Palästina von der Saat,des Weize'mkorhs' bis zur Verpackung nnd Versendung efii Ergebnis jüdischer Arbeit auif •Jüdischem Boden im jüdischen Geiste, und.-wennder Judenm Pessach'fest sioh der Mazzotb von Erez Israel "bedienen wird, so wird er die Genugtuung haben, sich nicht nur des Aotsszuges der Juden aus Aegypten, sondern auch der "Aufbauarbeit des hingen Judentums in der künftigen Helmstätte, des jüdischen Volkes zu erinnern. Die Palästina-Mazzoth sind dürch den Geiieralrepräsentanten für Oesterreich, Herrn .Nathan Brodetzky. II. Bezlrk, L e opolds.gass e 43, sowie d<urcli viele Filialen in allen Bezirken m imi^n,........ radgasse 1. — Hedwfe EhrÄi&telfi, geb. It X. 1881 Wien, ledig, XIX., Darnsgergassc 3. — Richard Ringel, geb. 28. V. 1904 Turdossin,. ledig, II., Barkottstraße .3. — Berta Gut, geb. 10. III. im Wien, lötliit, Vi., 6umpendorfe^träßc .124. Wilhelm Klug, gel). 26. VI. 1905 Wien', ledig, VI., Mollardgasse 2. — Franziska Schostal, geb. 3. I. 1902 Wien, ledig, II., Gredlerstraße 5. — Arabella Kürz, geib. 19. 17. 1902 Budapest, ledig, VI., Gumpendprrerstraße 80. — Leib (Leo) 'Rosner, geb. 14. IV. I§58 Lemberg, verh., VI., Köstlergasse Nr. 7, und dessen Fraai Chariy (Anna) Rosner geb. Schmer, geb. 17. IV. 1866 Kamionka Strumilowa. — Meier Zimmer, geb. 18. XII. 1890 Koropee', ger. gesch., VI., Eszterhazygnsse Nr. 18 a.— Wilhelm Fischer^ geb. 26. V. 1865 Großotschau, verw., Kaufmann, XVIII,; Währingerstraße 103. — Ernst Löwy, geb. 5. I. 1893 Wien, ledig, Iii, Körnergasse 7. — Karl Schnabl, geb. 5. -V, 1893 Wien, verh., IX., Althanplatz 6. — ■'■ «I II I rtM, il I II | Amtliche Verlautbarungen der israelit. Kultusgemeinde Wien. Lieferurtfsverßebungen. Seitens der-isr. KuirU'Sgemeindc^Wien gelangen im Laufe der nächsten Zeit anläßlich der Vornahme diverser Adaptierungen in der V e r ä o r g u n g s a n s t ä 11, IX., Seegasse Nr,'9, die nachfolgend genannten Arbeiten Uhd/ Lieferungen zur Ausschreibung: Baumeister*, Tischler-,. Schlosser-, Anstreicher-,' Maler-, .Gla'serarbeiteii, Gas-^, Wasser- und elektrische Zeiltralheizttiigsittstallatioiien uitd Linoleum- Heferitng. - : ■ Jene Firmen, welche zur Offertstellung herangezogen werden wollen, werden eingeladen, dies bis längstens. 3 0. April 1929 dem Technischen Amte der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstetteligassc 2, 4. StöCkj in welchem während der gewöhnlichen 'Amtsstunden (Samstrige ausgenommen) auch alle näheren Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben. ''*VY Die freie Auswahl'unter den sich meldenden Firmen zwecks Heranziehung zair Offertstellling iür 'die einzelnen Arbeiten behält der Vorstand der israelitischen KuJtoisgerrieinde seinem aHeiriigeti: Ermessen vor.: Entscheidung des VerwaltungsgericlitshoJes. Der yerwaltung^gcrichtshof hat mit Beschluß vom heutigen Tage die am 19. Jänner 1929 hiergerichts eingebrachte Beschwerde des^Mark'us P'i c k, ''städtischen Leb-, rers, . und Dr. .Sa'ul 'Rafäel '.'t a nd a uj Rcchtsanwalfcs, ersterer VertraW^mMmi leWtercr' Listeriiü'hi'er der „Partei .niohtzio'nistischer' Wejriitätig$.r/jÜden" gegen' : die Erttscheidung' ,des' Bun^esmln^ für; ÜHtcrficht,!Kuitusamt -~ c, vom 22. Novelfiber; 1928^ ZaW ^,079, l)(itreflend einen Wahlvorschlag für dio Wahlen in den Vorstand der .isrf^elitIscHen , KiU^tusgerniti<cle Jr^iert Jnach .pinsicht. in die Ädministrativa^ten ui.iid Jii' die'seiteiiis '. äer' mitibejeiligten Parteien erstatteten Ge'ken$.chrffen'' gemäß der §§ 2 und 21 des Gesetzes vom 22.^Oktober 1875, 'fc.Q.-Bt:' Nr.'36 ex 1876,, ohne Fprt'sctznng;4es , Vei;farifens ,z u r ii c k g e w;| es e.n, und zwar aus nachfölienden Erwägungen: . . .. ' Darattif, idaß .die/k-iiltus'behörido von dem* ihr nach § 30 des Gesetzes vom 2J. .Märi 1890,' R. C.'.Bl. Nr. 57, betreffend die Regelung.der .äußer'en 'Re.ohtsverhältnisse der israelitischen Reli'gionsgesel'lschaft ^zustehenden Anfsichtsrechte Gebrauch macht, hat niemand; einen Rechtsanspruch.;. Es, ''kantt'aiso".dar|n,;l'daff^ Behörde die Mät^dhabung des Aufsichtsrcch'tes ,in elnem^spQ^Ilen^FM'ite ablehnt, eine Rechtsverletzung nicht erblrekt werden.. Nuri . kann die ..Oberbehör^e.. 4-fire/.' An^cha-pÄE >'n * die Stelle jener der .Unterbehörde setzen, 'wenn sie anläßlich einer Anzeige oder -Beschwerde, zur Kenntnis eines'.Falles gelangt, in dem die Ausilbung de* Au fsl.chts^cchte^ in Frage kommen könnte. Die Öberbehörde kann .also aiich dann, weiiu ..die Ünterbehörde. als Aufsichtsbehörde eingegrilfen hat, zu der Anschauung gelangen, daß in dem speziellen Falle von dem Aufsichtsrephte kein Gebrauch; zu-^machen sei,' und dementsprechend die Verfügung der Ünterbehörde aufheben Es kann demnach in dem die Ausübung des Aiiifsichts- .reclit'es abilehncndejv und demzufolge . die Verfügung der Unterbehörde aujheibenden:Bescheid. der belangten Behörde eine Rechtsverletzung-der Beschwerdefiihror nicht gelegen sein, ohne daß csv notwendig war, zu prüfen, ob die Begründung, die das Bundesministerium seinem Ausspruch beigefügt hat (innore Angelegenheit der K'ivltusgemei'nde, freies Ermessen des Wabllclters bei Prüfung der Wablvorschläge) eine rechtsirrtümlicbe . wdi" oder - nicht. Vom Verwaltuugsgerichtshof. 9. April 1929. Dr..Schuster m. p. Z. M. V. jedidaa. Unser lieber guter Br*F.Patik(EgonKlinger) ist von uns gegangen. Wer ihn kannte, wird ermessenkönnen;- was wir. an liuii verloren haben. > Ein. stölzer junger Jude, ein treuer, .Bundesbruder ist nicht' 'ineihr. ' ' "' Die Beerdigung findet Freitag; 19, April 1929, balb 10Uhr. vormittag (3.. Tor) statt. . J. A.' .d. b.' A H,, G. ' Dpi. Kfm. Emil Ficlvmaun, , dzt. X J„ A. d: 4 B. C. Karl Braitdmaniii .; Uzt, X Kundmachung Die Wiendr Molkerei bringt auch heuer «i in allen ihren Filialen zum Verkauf Die Pasaach-Ko3chermilch wird in ihren Meiereien.in Niederösterreich unter streng ritueller Aufsicht der von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Rosenmann bestellten religiös verläßlichen Organe (D'h'j&n) erzeugt. Jede Kanne und jede Flasche ist mit einer Plombe, respektive mit einer Schleife versehen mit dem Aufdruck nos bti it^D s^n Wien, 15. April 1929 Wiener Molkerei DIE MUTTER Roman von Schaloin Ascfa. Copyright by Dr. Präger-Pressedienst, Wien. (50. Fortsetzung) VIII. ' Die Idee. Es war höchste Zelt. Länger konnte Dwöjre nicht warten,, nicht bloß der Menschen wegen, sondern auch ihretwegen. „Ich muß es tun, für Chaskel muß 'ich es tun — ich kann doch nicht, ich kann doch nicht," — Tränen traten in ihre Augen -r- „keinen Tag'darf ich länger warten." •■ Doch zu wem gehen? Mit wem sich beraten? Als sie so eines Abends heimging und darüber nachdachte,,fiel ihr Miß Forster, die Lehrerin in der Abendschule, ein. Sie fuhr zu ihr. Ihr vertraute sie sichan'- und fügte entschuldigend hinzu: ' „Ich kann doch nicht das Knid halben. Ich kann doch, Buchholz nicht zum Sklaven machen, : d.aß tr für mich arbeitet." — Dwojre konnte ihre tränen nicht zurückhailten. .. . \ „Kleines' Mädel, ' weine nicht" rr die . Lehrerin umarmte sie zärtlich. - , i - | v.Ioh. weiß nioht, ob es gut ist, was ich tue; doch ich kann es nicht zugeben, daß Buchholz meinetwegen sich für sein ganzes Leben zugrunde richtet." — Dwojre seM'uefozte in ihr« kleinen . Hände.„Er ist doch zu etwas Höherem bestimmt; soll er mir zuliebe zugrunde gehen?" „Weine nicht, weine nicht," — die Lehrerin zog sie am sich wie ©ine ältere Schwester die jüngere — ich verstehe dich. Ich werde dir helfen. Ich verstehe alles." „Aber es muß gleich geschehen, flachste .Woche, wenn die Feiertage sind. Buchholz fährt aufs Land. Er darf nichts davon wissen." „Ko>nnm' am Samstag, dann werde ich diir Antwort geben. Ich habe einen Freund. Den will, ich fragen. Ich glaube, ich «kann dir helfen." Dwojre faßte Miß Forster an der Hand, beugte sich darüber und sagte: „Wie soll ich Ihnen danken?" „Hast du Bnchholz sehr lieb?" — fragte Miß Förster plötzlich. Dwojre nickte. „Ja!" „Und doch willst du es tun?" \. ■ „Ich muß, nein, ich will" — antwortete Dwojre, preßte trotzig die Lippen zusammen und sprach kein Wort mehr. „Du bist ein gutes, kleines Mädel" Miß Förster umarmte sie... * . . ' Am Samstag erfuJir Dwojre, sie müsse sich für die Feiertage bereit halten. Nun begann für sie die Mühe, Buchholz fortzubringen. Er hatte bemerkt, daß sie mit einem Kammer herumging, den sie ihm verbarg, und wollte, sie sollte ihm sagen, was ihr fehle. „Die Kinder zu Hause machen mir Sorge. Ich werde für einige Tage nach Hause gehen und mich »um sie kümmern müssen." „Tu' das!" —. sagte Buehholz. „Ich fürchte aber, daß du mir nachlaufen wirst." „Ich werde nicht kommen" — versicherte Buehholz. ,iWeißt du, fahre doch für ein paar Tage irgendwohin, jetzt ist überall guter Schnee, das wird dich erfrischen und du wirst wie neugeboren zurückkommen," Buehholz nahm diese Idee gern auf. „Gut," — sagte er — „ich werde zu meinem bekannten Farmer auf die Farm hinaus." Als sie sicher w*r, daß er die Stadt yerkssen