Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 83 (19.4.1929)
- Date
- 1929-04-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2711613-2711683-2711700--1110-2714298- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
m. * DIE NEUE WELT Seite tf Debatte über die nächsten Aufgab«*h des Verbandes, an der sich auch einer der vier anwesenden Agudisten sowie der ehemalige Obmannstellvertreter des vor dem Kriege bestandenen „Jüdischen Handlungsgehilfen-Verbandes" Herr Benno Deutsch beteiligten, folgten" die Wahlen in die Verbandsleitung: Obmann: Moses Weiner; Obmannstellvertreteri Bernhard Grünhut und Paul Stein; Schriftführer: Max Schattner und Heiehe Spiro; Kassier: Moses M a t m e r, Beisitzer.' Samson Hacker, David Hauser, Hermann Honig, Wil-> heim Kaminer und Isak Teitelbaum. In die Kontrollkommission: Samuel Kantor, Isidor Leben söhn, Adolf Scherzer, Josefine Schächter und Rubin Schwadron; In daä Schiedsgericht: Michael Friedler, Julie Braunstein, Pinkas Silberherz, Hans Scheruer und Salo Walter. — Zuschriften für den Angestellten-Verband i.Emunah" so-- wie Anmeldung offener Stellen sind zu richten anden Obmann Moses W o i n e r, Wien, IX», Servitengasse 13-19; Tel. Nr. U-26-6-64. Gesellschaft jüdischer Juristen. Die „Gesellschaft jüdischer Juristen", welche sich die wissenschaftliche Durchdringung und Popularisierung des Minderheiten- und Mandatsrechtes und aller Rechtsprobleme, welche das Leben der jüdischen Gesamtheit berühren, zum Ziele gesetzt hat, hat bei ihrer letzten Hauptversammlung ihr Arbeitsprogramm für das kommende Sommersemester entworfen. Es werden vorerst eine Reihe von namhaften Rechtsgelehrten in einem Vortragszyklus Probleme, des Rechtslebens aus der- Bibel behandeln. Zeit und Ort werden jeweils bekanntgegeben werden. Juristen und Staatswissenschaftler, welche sich für die Mitarbeit interessieren, wollen ihre Adressen an die „Gesellschaft jüdischer Juristen" in Wien, L, Schwarzenbergstraße 8-7, Telephon II 26-6-55, bekanntgeben. - Einstein an Ussischkin. ..Auf das Begrüßungsschreiben, welches der Leiter des jüdischen Nationalfonidis M. M. U ssi s c h k In an. Professor Albert Einstein aus Anlaß seines 50. Geburtstages im Namen des palästinensischen Judentums gesandt hat,, erwiderte,der Gelehrte: „Lieber Herr Ussischklln!. Ich kannte Sie scihon als den unbeugsamen, Charakter-starken, stiernackigen Führer ■unseres sonst, so anpassungsgewohnten .Volkes, Aber ich wußte nicht, daß Sie mit solcher Kraft.- auch soviefl Zartheit und poetischen Schwung zu verbinden verirhögen, wie Ihr Brief zeigt. : . Ich wurde 35 Jahre alt, sozusagen ohne, zu was s e n, daß ach e d n J u d e w a r. Nur rückschauend sehe ich, daß — obwohl ich in einer ganz christlichen Um- - gelbunig lebte und mit einer griechisch-katholischen Frau verheiratet war- — meine intimsten Freunde Juden waren.' Bs wair der Berliner Umwelt vorbehalten, mich über meine . Zugehörigkeit zium jüdischen Volke aufzuklären;: ist es ein Wunder, daß ich ihre Leihren verstand? Auch., .tauchten überzeugte und kluge* Männer" auf,- die mich , im ddeiser Wandlung unterstützten, besonders Weizmanin aind Blumenfeld. Hierauf ledstete ich eigentlich nichts für die jüdische Sache^§,.-t4aJ5tiic.h, j$Qh .au^i^ht'igen. und f!^h^n..Sinnes zu ihr, bekannte» wie es mir Uims Hera war und ist, und zeitlebens sein wird. Also bedient euch meiner, ..wie es pam Frommen der gemeinsamen Sache eben möglich ist (nicht zu viel, . damft die Wirksamkeit, nicht ve-rloren geht!); ferner aber wißt, daß ich mir des Umstände« wohä bewußt bin, daß ich hierbei mehr Sache als -Person bin,"' t Staatspension für die Witwe Dr. Goldbergers. " , , Die Regierung der Vereinigtem Staaten .hat Frau Mary G o 1 d b e r g e t, des Entdeckers; der P e 41 a « r a, eine Pension von 125 Dollar monatlich, bewilligt, Non vivimus, ut edamijs, sed edimus, ut edamus. „Mari lebt nicht, um zu essen, sondern man ißt, um zu leben," Wenn du aber, ö Mensch, schon essen mußt; so iß Gutes, darum, o Mensch, damit du Freude hast an deinem Passahfeste, genieße, was dir dein Freund M a n i s c h e w i t z darbietet, \ Manischewitz erzeugt in seiner nach streng rituellen Gesetzen arbeitenden weltberühmten amerikanischen Fabrik Mazzoth, Mazzothgrieß, Farvel und Mazzoth Crakers, die; in jeder Beziehung unübertrefflich sind. Die iungeti Juden haben es erkannt. Sei auch du keine Ausnahme. Frühlingsneuheiten! Waschse'ide-Impnmg' in allen Farben* und Dessins per-Meter nur .von S .3,50 aufwärts, im, „TuoHräus zum Hirschen'*, II., Tatoorstraße 17 b. Leinen aus Irland, Rosen aus Florida, Manischewitz Mazzoth aus Amerika. Geehrte Hausfrau, vergessen Sie nicht für,die Feiertage Kunerol einzukaufen, das feinst»' Pflanzenfett aus Kokosnüssen, erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Bezirksrabbiners Samuel Ahrenfeld, Mattersburg. STRENG Wien, XX., KlosiorneuburgorftraAe <3ö unter besonderer Aufsicht des Oberhauptes der polnischen Gemeinde Wiens, Sr. Ehrwürden des Rabbiners M, Msyersohn iV^3NB"^^K4nD1?^? . •TO oD^aon lwn nw niwi nhp T« ns wib mjn t:jn .m'bVw irwrNö tn& Täglicn frische und e.st|<!assige bpezial.Erzeugnisse fernster WutsN u. Selchwaren. -» Provlnzversnnd WILHELM PBTYÄN, mCNWARBN-FABRiK Wl«n> NX.i KlosterneubärgerstraOe W Telephon A-4J,t-59 Um die zahlreichen Radioamateure instand zu setzen, Apparate zu benützen, ohne dieselben fix kaufen zu müssen, bringen wir ab 1« Mai 1929 als Neueinführung die Verleihung von Apparaten auf unbestimmte Zelt fflnM einen Apparat benützen will, ohne denselben sofort fi]flF bei ständigem Wechsel mod. Konstruktionen u. Vetbesse- Wcrkaufen zu müssen WCl rungen in seinem Radioempfang nicht zurückbleiben will kaufen zu müssen. Mi»« langdauernde RafcepveVpfllchtungen mit Zinsenbe- WKl rechnurig vetweldön Will ent8cnHesse sich, an unserem neuesten Verleih abonnement für Radioapparate teilzunehmen beinahe kostenlos sich das Vergnügen des tadellosen Empfanges sichern will mit Errechnung der Leihgebühr Jeder Mieter kann Eiptier werden llnvf Af(A Keine Barbeiahlung notwendig | 3. Kein Ratenkredit notwendig VUriUlt f 9. Keine Anxahlung notwendig 1 4. Keine Zinsenzahlung notwendig Vcrlangeti Sie kostenlos und unverbindlich Katalog 12 )) ti Eugen Goldschmied w Wien, VIL Heobaagasso 19. Tri. B-32-5-75 Serie Aus dem Dsibhürigel nach Europa Ein schwarzer, Jude In weißer Gefangenschaft. v Die. tetat«-, i^mnier der englischen Zeitung „Scribner.s Magazto''. schildert die romantische Geschichte eines jüdlsfchen Negerknaben, der auf unfreiwillige Weise nach Europa geraten ist.; Der Stamm 'schwarzer, jiiden nennt sich „Bnei Ephraim" .(Stöhne' ^Taters^. jm£'$to in einer Umgehung von wilden Stämmen, die d^ef Schare. Ephraims ein' „sonderbares Volk" nennen', und/ rrti't' herablassender Mißachtemg behandeln, lieber den'Urspruri« des Stammes der Söhne Ephraims ldbtt unter ihiiett^.-die tolgende Tradition: Vor 1800 Jahren, mach der Zerstörung Jerusalems, flüchtete ein Teil <lör JaKl-eii Vof den grausamen Vertolgungen au^' Marbifcfeb. Vilele jäih're' lä'iig wanderten sie durch dio"'Wüste Sahara, irrten Vp;rr 'öiher Oase, 'der Wüste mr anderen, bis'sie die ätäd.t Tirhbuktu erreichten. Aber auch; hier Heß man sie iiicht:' »uV Ruhe ikomnien und sie mußten weiterwandef'n.' ,Sö zogen'"sie Vi'oit'ef In die afrikanischen Wildnisse, bis sie; efheh-'einsamen Winkel fanden; wo sie" sich niedetlleßen, Wohnungen bauten und allrrtählich zwanzig Dörfer gründeten, indenen; S%'bis zum 'heuti'gen Tage,- Der Stolz jed*r Hausfrau Ist schöne, blenden^ wälBe WfBsrhe Im Schranke Unsere Feinwfisqherei garähtlert für sorgfältigste, schonendste und individuell*. Behandlungi UeferzeH binnen 4 5 Tagen. Abholung und Zustellung kostenlos. £!n Versuch wird Sie ilbepzeugen und Sie Werden unsere ständige Kunde Felitwatiheref .MW, XWUAimm Z99. Tel. m-m wohnen. ^Sitiamm,''.(Ä^;U. h^kt©..^twa 2000 ..Seelen. Diese aus PaMtl^ Zeit alte Schwar^U'll^'. g^^'.;,sp wie d(e^«j^Wtti^e in ihrer UinDgebuiig. *" ... , ..öbgleigh scrh^an^n, Stimme1 dur6h\yegs;Heiden./oder j Mohqmmmm.!s!;id, habe,n r.die: Juden ihreq alten, Jücli^h^n,' Gliben ,und. jilire einstige' . Lebensweise eph'alte,'n,.;i>Eir:3' von "siehen rabbinischen Häuptern» d|ft.:'ef|»e ^rX.j^s|i*i<^e, Öynastie bilden,? geführt. Die Lehren d.er Bibel, werden iheilig'! "geiiiailten, die wiohtigsten;)üdiso]^n/'^estt'jw;e '.^in-jj,, Ge-br'äu^üfie sind noch; immer m'. Gel'hwi^ '^bei' iTiiiilri.-.Ih, ..allen anderen. Lebensformen üntersoheiäen''"s+a.'sicii.-■dai'rc^i' aidohts..von'ilirer wildem Ü/mgebung: sie geh'en fäst./n'ackf 'herH^^ sichhauiptsäcWicih tnit de'r ' Jagd raiif''wilde Tiere' urid den' , in; Alrlka.ai.bH^n.iSons^tigen.^rhe^!:.■:::■/:, '••>,:. '.Beiita Ki.ndp.y pmigpizia. Itin Lopagola.-so nennt sich; d*er $ctoy&rzfc.,Jvti%i$ti$h{t\n\\^ w«^. er, ei.nes T^ses als; Jtwigc .-mit .«.i^isen .K&ty$t$$$n lu .djp Ümgebawig 'des Heimatdorfes sipazieren. * 'v«r\rr^te, .4$:. Tfms \w% w d«r Wiidufe uniherirrtp,.,.un^usigßiet^t,,.'in.j t'ebe'n&gef^hr. s^hwebend, wie er dann ",:.sich. pjötzl|c^|. ini Gplf. vöii Guinea sah, wo. er in. die Händ^ nach Schottland gehrac/hi worde'i(. sei. ':<. ' '■ In seinen ')Kind«r|älrren' Üopagoläi .:sehir ''viel von weißen Menschen er.'zäjhieh gehört, irrten tiberhäitilTliiohen Geschöpifen, denen b^gegnenV')fehr gefährlich sei. pie .; Weißen, hieß es in 'aie^n',;;;Er«Ä|ngen, verzehren ihre eigenen Kinder,'aber nift nqcli''größerer';Lust'und Awetit fressen sie die Kitide'r Ir^rnder ' Völker auf. 0ie Weißen — so wurde den Klnder/if er-zä:Viti£ essen überhaupt nur zweimal! im Jä1ir*;-'-i^n,'i^f.''#c;Kt*W' so -wie die-Schwarzen, haben bloß ein Au^e in :d§r :Mitte;der. Silrnc und einen Fuß, der •unten-so breit .istv,-daÖ >sJe durch ihn vor der Sonne geschützt -werden.: ,Wasen ' haben die Weißen überhaupt keine, dafür .aber ein; br.eites'Maul: sie nähren sich, bloß von rohem Mensohenfleisph und können immittelbai vor oder gleich nach der Regenzeit in irgend einem Dickicht gesehen we'rdefC'Es'".ist'"keili ';Wtin4«r, daß unter solohen Umständen das Wopt „Weißer-* alsdie Bezeichnung aller Schreoken ^eiit.' Weder die'Kinder, noch auch, die Erwachsenen haben dort jemals einen Weißen mit eigenen Airgen gesehen. Bei Nacht, wenn zum Schutze gegen die wilden Tiere -die Feldfeuer - angezündet. werden," setzen sich groß und klein um das Feuer und es fcie- ' ginnt die Erzählungder' Sehauermärchen 'von den Weißen.! In den Kinderspielen:, stellt der Weiße-stets das Schreck* ' gespenst dar. ' , .; ..... . . ... Eines Teiges .verlioa: 'Lo'pagoia. in . Gesellschaft von dreizehn Kindern das Dorf*; um einen. Ausflug in die weitere Umgebung zu machen. Wohl waren solche Ausflüge streng; verboten, a'ber^ :g«fäde^'.desha'jb zog es die schwarzem Kinder hinans aus dem Dorf.. Es waren;iau'ter kleinu . B.iben, der ältere'war'elf jähre, der jüngste fünf Jahre ar Er, Lopagcla,; zählte 'darnals sieben jahre^ Sie verließen unbemerkt das Dorf, bol /Nacht-, Während sie so j plaudernd mm<Msi\4nl wbT& flWlvh einer dj^r Iwm j wie von Todesangst gepeinigt aus: „Ein. Weißerl Ein Weißer!" Die Kinder blieben erschrocken stehen. Von der Ferne her, aus dem Dickicht, wurden unbekannte Laute vernommen. Bald hatte es sich jedoch herausgestellt, daß es bloß Pnantasiegebilde waren, die die Kinder erbittern ließen. Liutlos zogen die Jungen weiter von Dickicht zu Dickicht, und als der Morgen graule, sahen sie, daß sie sich weit weg von ihrer Siedlung verirrt hatten. Sie stillten Ihren' Hunger mit Bananen und der Frucht der üppigen Bäume, ihren Durst löschten sie mit dem. Saft der Palmen. Resigniert zogen sie weiter. Da schrie pftötziidh einer der Ausreißer vor umbändigem Schmers auf, ein« Schlange .hatte ihn ins. Boln gebissen* Als Naturklnder, die imfner von wilden Tieren bedroht sind, wußten , si'fc sofort Ra*. Der Aelteste unter ihnen biß -mit seinen scharfen Zähnen die Fleisohstelle aus, während ein anderer sofort die Medizin gegen Schlangengift zubereitete. Sie rieben Steine aneinander, bis sie ein Feuer erhielten, und koch'ten •in einer Grube aus den Ihnen bekannten Kräutern das bewährte Heilmdittel gegen Schlangenbiß. Der operierte Junge litt wohl noch lange an seinen unsäglichen Schmerzen, aiber er war davongekommen. Immer wieder wurden sie aus ihren weiteren Wainderungen von dem Schreckgespenst, daß ein Weißer in der Nähe sei, verfolgt, so daß sie eines Abends Angst hatten weiterzugehen/ eine tiefe Grube gruben, in der sie sich drei Tage und drei Nächte verborgen hielten, bis sie glaubten, daß die Gefahr vorüber sei. 45 Tage lang wälhrte die Wanderung,',bis sie eines Morgens In der Ferne eine; Siedkling : Schwarzer bemerkten. Noch größer w^r ihre Ueherrasohunig, als sie den Siplegel eines großen Wassers, aufblitzen sahen, eines Wassers, 4as endlos und ohne Ufer zu sein schien; ein Schauspiel, das sie bis dahin weder gesehen, noch sich in ihrer Phantasie vor-, stellen konnten. Mitten im Wasser lag ein großes söhwar-w zes Ungeheuer, , schwarze Menschen fuhren in . kleinen Schiffen zu dem großen sühwimmienden Riesen, krochen hinauf;' kämen wieder herunter. Die kleinen Jungen wußten sich diese Szenen nicht zu deuten und trauten sich auo/h nicht ans Ufer heranzugehen: es war das Meer, auf dem ein großes Daimpfsohlff ankerte. Plötzlich erschien eine Gruppe weißer Menschen. Welche Ueberraschung, welche Enttäuschung für die schwarzen Kinder! Nichts von dem, was ihnen zu Hause mit Schreck und Grauen erzählt wurde, war an diesen weißen Menschen zu bemenken. Sie sahen genau so aus, wie die Schwarzen, nur daß ihre Haut weiß war, und sie Kleider trugen. Lopagola packte plötzlich die Neugierde und er schlich sich auf einem Boot an die Lahdungsbrücke des Schiffes heran, trat auf Detsk iimd begann das schwarze schwimmende Ungeheuer zu besichtigen. Die anderen Kinder folgten Ihrem mutigen Führer, bewunderten den großen Dampfkoloß und trieben sichilustig auf dem Deck herum. Da durchzitterte die Luft ein schriller Pfiff der Sirene, das Zeichen, daß der Da>mpfer klarmachen werde und die Fremden das Schiff zu verlassen haben. Der in der nächsten Bucht ansässige Negers'tamm kennt diese Zeichen bereits m4 die Ne>ger verlassen auch rechtzeitig das Schiff. Die kleinen jüdischen Neger hatten keine Ahnung davon, was das Sirenenslgnal, das sich dreimal wiedenholte, zu bedeuten habe tmd spielten weiter auf dem Deck. Erst als das Schiff abstieß, merkten sie, daß sie „in Gefangenschaft geraten seie n", und ein Kind .nach dem anderen sprang in seinem Schreck vor den Weißen über Bord, ins Meer. Lopaigola schrte aus Leibeskräften nach seinen dreizehn Kameraden, aber er sah keinen von ihnen mehr wieder. Erst als das Schiff sich bereits auf. ti<jlher See befand, erfuhr Lopagola von dem grausigen Drame, dem seine Kameraden zum Opfer gefallen waren. Der Golf von Guinea ist wegen seiner Haifiscihgefahr von allen Seefahrern, aber auch von den schwarzen Stämmen gefürchtet. Als nun die schwarzen . Kinder Ins Wasser sprangen, und den Versojch machten, das Boot zu erreichen, wurden sie einer nach dem anderen von den Haifischen, die sofort Jagd auf sie gemacht hat'ten, verschlungen. Ein Junge war schon mit caf! i PRODUKTENBÖRSE Wien, II., TaborstraBe IQ Monumentalstes Kaffeehaus Wiens Behag ich durchwärmt I Rauch* und dunstfrei. Ausgezeichnet ven:illcrt. Am Abend: Tieffpunkt der jüdischen Intelligenz und der Zlonisten aller Richtungen sowie der jüdischakademischen Korporationen und Vereine fljPhfnnAl Zwei Prozent dar gesamten Abendlosung werden HUUUIlSI allmonatlich dem Keren-Kajemeth zugeführt.