Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 83 (19.4.1929)
- Date
- 1929-04-19
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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f Seite 10 DIE KHtlE WELT Nr. 83 fiuiyiwMwiiiiiiHiii« Wer gut und billig speisen will, der macht einen Versuch Im RESTAURANT ROTH II., PraterstreBe 34 Menü: Suppe, Fleisch, Gemüse, Mehlspeise S 1.35 Vorspeise, Suppe, Braten nach Wahl, Gemöse, Mehlspeise S 1.75 Krninnnnii»1nmrTiTniM.imnmim.u.mH....,,„..1rr[trmmrwTm.r.------T,,r^..~^fflnT1Tmlp1] Verhaftungen. Die Moskauer iklddsch-ftoninwiniistisohe Zeitung „Emcss" teilt mit. daß eine große Zahl Juden der Stadt Nowo-Rossisk am Schwarzen Meer unter der Besehuidi- .snn.gr, daß sie bei der Sammlung von Unterschriften g e g e n die B e s c h \ a g n a h in e der S t a d t s y n agoge und deren Urniwand?ung in einen Arbeiterklub nicht korrekt vorgegangen seien und willkürlich Unterschriften unter die Petition gesetzt haben, verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Die Minsker iidd5soh-tkommnii.istkscbc Zeiumg „Ok- Hahr" teilt mit, daß der Rabbiner der Stadt Beresing unter der Beschuldigmnig konterrevolutionärer Tätigkeit ans Beresina ausgewieseri wurde. Chaluzim aus Rußland nach Palästina. Dieser Ta.gc haben weitere 15 ■ russische Chaluzim mit Erlaubnis der Sowjetregierung Rußland verlassen, um sich n-aoh Palästina zu begeben. Eine zweite Gruppe Chatoizrm reiste am 16. April, eine dritte Gruppe am 17. April nach Paläste ab. Unter den Palästinareisenden befindet sich Schalem Rasch bo, der Leiter der früheren Ohaluzim-Kommune „Mischmar", der vor einigen Monaten wegen seiner Chaluztätägikeit verurteilt worden war. Die Chahtzim entrichteten eine Paßgebübr von 55 Rubel. Es ist dies nur Arbeitern zukommende ermäßigte Gebühr. Aus der früheren Chaluzkorraniune „Saugen* in der Nä'he von Moskau wurden d>ie letzten dort noch beschäftigt gewesenen Chaluzim ausgewiesen und durch Kommunisten ersetzt. „Sangen" ist nun eine rein k omnioi nis tische Kolonie geworden. Um nicht die Kolonie ohne Arbeitskräfte za lassen, wurden die Chaluzim in kleineren Gruppen aillmählioh aus ihrem früheren Arbeitsgebiet entfernt. AUS PALÄSTINA. Eine päpstliche Nuntiatur in Palästina. Die weiß-gelbe Fahne in Jerusalem. Aus Jerusalem meldet die Tdegfap'heiHKoinpagnie: Als Folge der politischen Neuorientierung des Vatikans plant der Heilige Stuhl die Errichtung einer päpstlichen Nuntiatur in Palästina. ..... Durch die Schaffung einer besonderen «diplomatischen Vertretung beabsichtigt Papst Pius XI. seinem WiMen Ausdruck zu-geben, verschiedene zwischen England «und der Kurie schwebende Streitfragen zur Erledigung?m bringen und der römisch-katholischen Kirche die RoUe einer gleichberechtigten Großmacht zu verschaffen. Zum ersten Repräsentanten des päpstlichen Stuhls ist Monsignore Valey ausersehen. Mit dem Bau seiner Residenz an einem weithin sichtbaren Punkte der heiligen Stadt ist bereits begonnen worden und die weiß-gelbe Flagge des Vatikans soll auf diese Art zu eine m W a h r z c i c h e n J er« sal ems gemacht werden. Der neue Nuntius in Palästina wird vor allem die Verhandlungen mit der englischen Regierung über die B es i t z i e c h t e d e r K u r i e a n d e n h e i \ i g c m S t ä 11 en von Jerusalem, Nazareth und Bethlehem Avieder aufnehmen. Der Aufbaufonds. Die Getdtekigänge beim Hauptbüro des Keren Hajessod in Jerusalem im Verlauf des März 1929 weisen ein beträchtliches Ansteigen gegenüber den früheren Monaten, insbesondere gegenüber dem Durchschnitt des zweiten Halbjahres 1928 auf. Inn Veräanf des Monates März sind beifon Hauptbüro in Jerusalem 44.700 Pfund eingegangen. Im Februar d. J. gingen 37.358 Pfund ein. Im Jänner betrugen die Eingänge 30.990 Pfund. Im Dezember vorigen Jahres gingen 34.100, im November 27.68?, in> Oktober 21.661 Pfund ein. Die Messe in Tel-Awiw. In Anwesenheit des Oberkommissärs Sir John Chan- "4iJior, der Konsuln auswärtiger Mächte, einer Abordnmig der syrischen Regierung, zahlreicher Wirtschaftsvertreter und Touristen aus vielen Ländern und Gästen aus gainz Palästina wurde am 9. April die Palästina- und Orient« mejsse in TeJ-Aw-5w eröffnet. Der Bürgermeister Di2e'ngo'ff betonte in-seiner Begiüß,uhgsansprache,' daßdie Ausstellung ein Meilenstein ist. der die überwundene Wirtschaftskrisis und, den Beginn e5ner neuen Periode wirtschaftlichen Gedeihens anzeigt. noD sömiiifh« noD «?y 5 P EZ E R EI WA REN sowie Milch und Palästlna-Mazzoth. Original Palfistlna-Welne liefert billigst und bestens LEON ROSENHAUCH w,m'xmXäÄI Dte Eröffnung der Messe fällt mit dem 20. Jahreste* der Betfiiridonx der Stadt Td.Awlw zasammen «nd sie beweist, was Juden in der Industrie, in der Land* Wirtschaft, in der Erziehung und?n der allgemeinen Kultufentwictolung in einer so verhältnismäßig kurzen Periode m leisten imstande s>lml Sir Jclwi Chanceilor, der den Wcibcafct vornahm, ftrhrtc in seiner Ansprache aus: ..Was Tel-Awiw und was die Judenbcit von ganz Palästina geleistet haben, findet in der Ausstellung einen wunderbaren Ausdruck. Die Ausstellung selbst ist eine glänzende Refkordleästting; düe A.u&stelhingsol>jektc sind sehrinteressant, aeihr vielfältig und zahlreich. Jetzt aber müßt ihr auch dte Ktinst» eure Produkte auf den Markt 2« 'bringen, lernen. fcJh bSn erfreut, unter den Aussteilern viele Engländer zu sehen, so datt die Ausstellung auch d4e Pflege der H«Kte»ftb«zieH»initen mit England in einer schönen Weise dolcumenticrt. Ihr werdet die Methoden lernen, wie man die WeMrnänktc erobert. Die verbilligte elektrische Kraft, die dank der Arbeit Rotenbergs In kurzer Zeit verfügbar sein wir4, wird die industrielle Entwicklung des Landes stark fördern.'* ChanceKor schäoß mit dem Appell an die anwesenden Touristen, soviefl Kapital als möglich in Palästina zu investieren, wo es gute Früchte trafen wn'rd. Neue Kolonien. 25 georgische jüdische Fanwlleai wurden von der Palesiine Jewish ColonSsation Associiatäon, dem Kolonisationstastrumettt des Barons Edanond de Rothschild in Palästina, in der Kolonie Bin} am! na angesiedelt. Die Pica stellte den Boden zur Verfügung, während die New Yorker Palestine Economic Corporation ihnen die Gelder zum Bau von Häusern vorgeschossen hat. In der neuen Siedlung „Raibiah" bei Bcntfairanah sind Mitte März die ersten Siedler eingezogen. Die neue Kolonie ist 7.. Kilometer von ßerclaminab und 8 Kilometer von Chederäh.entfernt gelegen. Sic soll nach fJErean Ausibau .500 Häuser enthalten, darunter 50 Ärbciterbäuser« Die Räche der Siediung be1rägt-3O:0X© Duirram. In der Ebene S arou, in einer Entfernung von 15 .Kilomeetrn von Tcl-A>viw, wurde 'eine neue Siedlung „Hadnr" angelegt,; die , in erster Linie Orangenb'a« be- . Schwedens beste Rasierklinge fasiertschhctl, angenertm, «fhait die Haut zart. treiben wird. Die gegenwärtig kultivierte- Bcdeufläclie beträgt 16O0 Dunam und"«son später., auf 4000 Duriam erwdtert/werdeh. Die neüc Siedlung grenzt ari das Gebiet von Äin Cha), Rarnätaim und Magdiel und ist in', die Audlabowässerung mit icingeschipssen. ':'',''. ' i>ic' K«#u'2a3i ^S'clj/iU.'er'V'die «öon Nanien des versto'rbenten. zioriislischeri PionSers. ScSilorhoh Schiller . trägt, ist e.iirer' der jüinigsten .Siediltirig^minikte Im Pfjaniaurigs"*- gebiete nahe, bei Rcchqwoth. Sie besteht aus. erwacljsehen'Mitgliedern «nd 6 Kindern. ' ... . ,1 Der Streit um die Aecker bei Chedera^ •'.'Aus J e ru sal em,15. April, meldet-«die JVT, A,:-tMc Regierung 'hat iHihmelir die Entscheidung über d^c Besitzverhiiftmsse betreffs, der sogenannten Inffath-Ööderi bei C h e1 d e r a getrogen. Danach sollen die Beduinen 500 üb-, nam 'Boden, den sie' in den letzten 'jähren in Pacht gehabt haben, zur weiteren Kultivierung erhalten, während den jü^iscjien Kolonisten von diesen Terrains nu r h o oih 300 D v. u a m einschließlich des Nassatissin-Hains, yerbleiben, Ue-ber den ßesitz . der Infiath-Böden 'b^teht seit langem ein Streit zwischen einem Bcduinenstamm . and ju^euen:Kolonisten von.Chedera. Die Beduinen haiben wie* derhojt die liidtschcn Kolonisten, die diese Böden lörltivieron, wäiifeÄd der Arbeit angegriiSen. Oie Regi^turig lliatte, umi den l Zusammenstößen ein Ende zu machen,/die .Y«rfügurig, getroffen, daß der strittige, Bodeti bis "zur , Kl^r- .steljungder BesiteverhäUnisse von beid.eu Parteien nicht beänbeitet -werden dürfe. Nunmehr' ihat die Regierung eine En.ts^fie^uhg getroffen, die wohl von den jüdischen. Kolonisten,' die v e r b r i e f t c R c c h t e auf diese Ö^den •'hab.en, nicht Uij)änge?ochten bleiben wird. \ -.'■''.".}_' "'' ' Das Elgentumsrecltt am Grabe RabeL .'•••'•'•Der •GoTtverhenr von Jerusalem hätte, %ie"iÖ^Npn|'et, vor eiriiger! Zeit dem jüdfechen Gemeinderat fy^fysiileft die':Er|aubnis verweigert, den. Bau' über dem Rahe-l-Gräbe ausfu^C'ssern, um nicht damit, eine Veränderung .des Status .'Quo ,«u schaffen. Auf die Behauptung von J.CWisciwr Seite, dqß der Bau von isher von Juden unterhaltorr wurdp, verMiigie^iier Gouverneur Unterlagen. Vom W;aäd '.H?i5r wurde-^hhi; nunmehr eine Urkunde ÄUgesteljt; 'ms der hervorgeht, daß der Bürgermeister von Jeru^JI'ern; im Jahre" eine Erlaubnis zur Ausbesserung des K^aues qrteilt%fitte,' die auf den Namen D. YelH'n s tatiWt^ '• ( ' Beendigung der Orangensaison.; Un, La^ufe des Monats März wurden 'weit^.e,V^.Oö0 Kisten Orangen. gegenüber 300.000 im Monat Mtri MÖ?8 exporH'ört, Insgesamt kamen' bis Ende März/rTi^opo Ka#|i-'f^g'enifiber 2,040.0000 im Vorjahre zui«. .: Versand. Der; Röcligang beträgt somit etwa 20 Prozent und;ist # <H« ge^iiigeren Erträge diese« Jaftres ^ru^awÄr^i". Der die&jäbrfge Gesamterlös fflr d^e Früchte entspricht jßdpch im alig«ni&-)neti dem des .Vorjaljrtfi., 4* 4i« Prwe in der GUTER HERD - / IST GOLDES WERT I Die be9lrenommierle 1. Wiener orthodoxe M a z z o i h fabrik ISRAEL VORTREFFLICH gibt bekannt, daß Überall taglich Irlach gebacteene Mazzoth Mazzothgrieß mit Stempel »VORTREFFLICH* erhältlich aind J zweiten Hälfte der Saison wesentlicb höher waren. Besonderen Vorteil haben aus der Preisbewegung naturgemäß die Pflanzer gezogen, die ihre Ernte erst in der «weiten Hälfte der Saison verkauft haben. Dagegen haben die Händler in diesem Jahre größere Verluste erlitten, da wie die Früchte noch vor ihrer Reife am Baum gekauft hatten und sich die Schätzungen der Erträge, sowie der erwarteten Preise ju der ersten Saisonhälfte nicht realisierten. Von der Gesellschaft ..Pardeß" wurden in diiesem Jahre 325.000 Kisten gegenüber 340.000 im Vorj-abre zuim Versand gebracht. Zum ersten Male ist in diesem Jahre auch der „Hamaschbir" als Exporteur von Orangen auf dem Frachtmarkt erschienen. (Ziko.) Die Heuschreckengefahr. Nach einer Mitteilung des landtwirtschaftlichen De* parteniietrts würde En,'; März ein Heuschireckerssclrwarm, der sich in der Gegend von Semach auf den Feldern niedergelassen hatte, vernichtet. Die Heuschreckengefahr ist jedoch trote der energischem Bekämpfung der Schwärme, diic fast überall kurz nach ihrem Auftauchen ausgerottet werden, noch nicht beseitigt, da die Insekten an einer Reihe von Orten ihre Eier legen konnten. Zionistischer Deiegiertentag. DavS zionistische Laudeskomitee verlautbart: Der diesjährige Deiegiertentag findet am 20. und 21. d. im Saale des Niederösterreicliischen Gewerbevereines, I., Eschenbaebgasse 11, statt. Die- Tagung beginnt Samstag, präzise halb 8 Uhr abends. Die Tagesordnung lautet: 1. Eröffnung durch den Präsidenten; 2. Referat: Entwicklung des politischen Zionismus seit dem Tode Theodor Herzls — Referent Dr.^ Leo Goldhammer; 3. Kongreßprobleme: 4. Referat über Organisation; 5. Debatte: 6. Neuwahlen. Eintrit't^karten für die ganze Dauer des Delegicrten- •tages sowie für Binzelsitzungen sind im Sekretariat, L, Kärntnerstraße 28, Tel. Nr. R-27-4-85 und R-27-4-86, erhältlich. Verband dei* demokratischen Zionisien. Der Feiertage wegen entfällt am Mittwoch den 24. d. der Vortragsabend. Jüdischer Angestellten-Verband „Emunah", Wien. Am 8. d. fand die konstituierende Versammv lung statt. Nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Angestellte« erstattete Herr Grünhut den Bericht des vorbereitenden Komitees, aus dem u. a. hervorging, da$ schon früher ähnliche Vereine existierten, die jedoch im Gegensatz^ zur neuen „Emunah" auch auf gewerkr schaftlicher Basis standen. Die neue „Emunah" soll ein B i 1 ü u n g. s- und U n t e r s t ü t z u n g s - V e r e i n für jüdische Angestellte aller Kategorien sein. Nach einer OTOTnjCTrmnmmmmn:«»im3ummiiiiffl>iiiiusi™ii™ur™^ |j«nn-.miintiMmrmmvmnimnr»3miuii:niiiira^^ SIEGM. KORNMIHL!( CIROSSFLEtSCHHAUEREl % Zentrai« IX., Berggassfc 19. Telephon 17-3-99 u. 16-9-34 || tmm»mmmmmmamammmm^mammmummmam»mmtmmmmmmmmmmmmme^fm^mmm^m Lieferant für Heilanstalten | Abteilungen für ■^■Weisch jj \inter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats d«r Isr. Kul- || tusgemeinde Wien P AutosustellurtQ kosfetntos || IX.. Berggasse 13 / XVIII., Währöngerstr. 97 || Wochen-Kalender April 1029 JD%3 ■tttnn. Nissan 5689 j 19 Freitag 9—to Sabbateingang 6*50 20 Samstag 10-^ Sabbaiausgang 7*33 naty >yiwD o^it« nysiKi mtasn 21 Sonntag 11 22 Montag u-y. : '■•!". 21 Dhjnstag n~r ypn np^a-' 24 ' Hlttwotk 14-T rW.sn yrw.nos any 25 Donneretag lS~1tD Passahtest!. Tag riDO