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Die neue Welt · 1929-03-22 · Heft 79 (22.3.1929) · page 9

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 79 (22.3.1929)
Date
1929-03-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 79 DIE NEUE WELT Seite 9 in welchem Professor Alessandro Arborn der Titel eines Barons verliehen wurde. Artom, ein Fachmann der Radiotelegraplrie und Professor am Polytechnikuan zu Turin, machte der Regierung während des Krieges eine wichtige Erfindung zum Geschenk, die der italienIschen Marine große Dienste leistete. Um ihn zu belohnen, gaben ihm der König und Mussolini den erblichen Barontitel. Vorher aber wurde er aufgefordert, die Reinheit seiner Jüdischen Abstammung nachzuweisen, d. h. zu belegen,' daß keiner seiner Vorfahren das Judentum verlassen habe. Denn worin könne, von den persönlichen Verdiensten abgesehen, der jüdische Adel bestehen, wenn nicht in der ununterbrochenen Reihe derer, die durchzaihllose Jahr- (hunderte der Verfolgungen ihrem Glauben treu geblieben, seien? Wir wollen nicht daran vergessen, was Mussolini dem Professor P r a t o aus Anlaß seiner Ernennung zum Oberrabbiner von Alexandrien sägte, um sich vom Vorwurf des Antisemitismus zu reinigen: „Ich bin nicht für das verantwortlich, was die Zeitungen schreiben.*' Und noch im vergangenen Jähre, in einer Unterredung, die Müssolini dem Genfer Vertreter der Zionistischen Exekutive gewährte/ interessierte er sich lebhaft für den jüdischen Fortschritt in Palästina und beim Blätter« in einem Albirm von lel-Awiw rief er: „Bei Gott,Jhr habt da großartige Dinge vollbracht!" Er versicherte, •. daß die italienischen Juden volle Freiheit haben würden, die Anleine zu zeichnen, die die Zionistische Organisation auf den Markt werfen wolle, und nahm an der Gründung des Pro-Pa-lästinakomitees in Italien Interesse, das aus nicht jüdischen Persönlichkeiten der Politik und Wirtschaft besteht. Zu den Mitgliedern dieses Komitees gehören von Nicht judcn unter anderem der Prinz Lanza di Scalen, Cantalupo, De Stefani, Baccelli, Vacchelli u. a. Seine Arbeit wird von der ganzen . Presse mit Interesse verfolgt. Professor Angelo Sac.erd.o ti, der Oberrabbiner von Rom, verneint die Existenz eines offiziellen Antisemitismus in Italien. Mussolini bat in ErMrung ' gebracht, daß ausländische. Antisemiten, insbesondere Bayern, sich „Faschisten" nennen. In diesem Zusammenhangeerzählte mir Professor. Sacerdoti eine Anekdote, die verdient, festgehalten zu werden: Mussolini hatte ihm erklärt: .„Die italienische. Regierung ist nicht antisemitisch." .Er beklagte sich über den Mißbrauch, den ausländische Antisemiten .mit .dem Nonnen Faschismus trieben, Pseudofasahisten, mit denen weder er noch der Faschismus überhaupt irgend etwas Gemeinsames hätten, und fügte hinzu: „Ich habe es abgelehnt, Hitler zu empfangen, und die bayrischen Zeitungen .haben geschrieben, daß ich von den Juden gekauft sei,., Wenn sie wissen würden, daß ich es Ihnen erzähle, würden sie behaupten, ich sei zum Judentum übergetreten." Die Errieriuunig Pedr azzis,. eines notorischen Antisemiten, zum italienischen Konsul in Jerusalem hat rseinerzeit-nicht nur unter den .italienischen Juden, sondern in der jüdischen Welt überhauipt Beunruhigung hervorgerufen. Als aber. Pedrazal nach Jerusalem kam und die . Aufbauarbeit sah, gab er eine Erklärung ab, die zwar keine Sympathie, immerhin aber wenigstens Respekt und Bewunderung beinhaltete. Ein Beweis seiner neuen Einstellung mag es sein, daß er die Initiative zu einer hebräischen Uebersetzung des „Pinocchio", des populärsten italienischen Kinderbuches, gab, die von Prof. Duschmann > vom Hebräischen Gymnasium in Tel-Awiw vorgenommen wurde. ••: -Halte« versucht, seinen Einfluß im vorderen Orient herzustellen, der früher sehr groß war,- vor fünfzig Jahren etwa, "wo es einen besonderen italienischen Dialekt gab, mit dem man sich in «allen Ländern, die an das Mittelmeer, grenzen, verständigen konnte. Wir sind - Zeugen einer .italienischen Politik, die alle Ereignisse des Orients mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, niieht nur in .der Presse, sondern auch in den breiten Volksschichten. Neuigkeiten aus dem Jemen, aus Syrien oder Palästina finden in Italien immer Interesse. . Abschließend wäre zu sagen; Der Faschismus ..kann manchmal mit der jüdischen Tradition'in Konflikt geraten durch die Fortentwicklung seiner eigenen:.Aktion, die mit der der römischen und katholischen Kircibe eng verbunden ist.: Wir sind davon unangenehm berührt, aber wir können nicht verlangen, daß die Politik der .40 Millionen Italiener sich, naoh .uns 40,000 Juden richte, : Ist der Faschismus, abgesehen von seiner Theorie, antisemitisch? Die judenfeindlachen Vorfälle, die da. und dort zu verzeichnen sind, haben niemals die Zustimmung der führenden Kreise gefunden, die aHein, für die Partei verantwortlich-sind Nut eine unverantwortliche Presse ihat Unvorsichtigkeiten. gesagt. Kann der Faschismus antisemitisch werden? Unter dem'König Viktor Emanuel III, niemals. Unter Mussolini kaum. ■ Wenn es durch Zufall dazu kommensollte, werden es nur vorübergehende Erscheinungen sein. Die (Geschichte sagt uns, daß es in Italien einen Volksautisemitismus seit der Zeit des republikanischen Rom nicht gab, selbst während des'finsteren Mittelalters nicht. Vereinzelte Exzesse in diesen Jahrhunderten waren , keine spontanen Bewegungen, sondern die Ergebnisse der Hetzarbeit fanatischer Priester oder elfersüchtiger Konkurrenten. ' (Autorisierte Uebertragung von Karl Baum.) An die österreichischen Besitzer von Grundstücken in Palästina. Wir erhalten die folgende Zuschrift: Ich brluge den Käufern von Grundstücken In Palastina. die bei der Meshek-Gesellschaft oder anderen GrundstUcksgesellschaften Grund und Boden in Palästina ankautten, zur Kenntnis, daß sich In Wien ein Verein zum Schutze'der österreichischen Käufer und Besitzer von palästinensischen Grundstücken konstituiert bat und auch ein solcher Verein in Haifa registriert wurde. Als derz.eitlRcr Obmann dieses"Vereines rights ich an alle Clrmidstilckskaufcr und -Besitzer das Ersuchen'» U'lr Namen und KJnauo Adresse bekanntzugeben uud eventuell den Beitritt zum Verein auzurotWiW». Dr. Leopold. Solfr, Wie», |„ KoWroarfct |0. Palästina-Mazzoth in Wien« Zum drittenmal wird die jüdische Bevölkerung Wiens und der Umgebung in diesem Jahre die Möglichkeit haben, sich für die kommenden Pessachtage mit M a z z o t h aus Erez Israel zu versorgen. Daß dies möglich ist, ist ein Beweis der Entwicklung des neuen Palästina, das nunmehr in der Lage ist, auch einen Teil der Galuth mit Mazzoth zu versorgen. Zweifellos wird dieses palästinensische Produkt in Oesterreich ebenso freudig aufgenommen werden, wie es In Polen. England und Amerika der Fall Ist. Die Palästina-Mazzoth sind tatsächlich sehr schmackhaft und bekömmlich und überdies bezüglich des Kaschruth über allen Zweilfel erhaben, Das Beglaubigungsschreiben für die rituelJ einwandfreie Herstellung dieser Mazzoth ist sowohl vom Großrabbinat für Palästina als auch vom Haupt der aschlkenaslsch-orthodoxen Judehnelt im Heiligen Lande, Qberrabibiner Sonnenfeld, ausgefertigt. Oberrabbiner Sonnenfeld hebt In seinem Beglaubigungsschreiben besonders hervor, daß die große Ma^zothfabrik In Haiifa die modernsten Verbesserungen sowohl in hygienischer als auch in ritueller Hinsicht eingeführt näf und daß die von den Rafobinateu eingesetzten Mascbglchim das vollste Vertrauen verdienen, daß sie allen, auch den strengsten Anordnungen des Rabbinats entsprechen. Diese Tatsachen bestätigt auch Se. Ehrw. Herr Rabbiner Schenk. Raw der „Talmud Thora" Wien, der vor einiger Zeit, über Veranlassung des Herrn Nathan Brodetzky, von der „Grand Molino Pailestine" zur Besichtigung der Mazaoth-Fabrtk eingeladen, mit Begeisterung von dem dort Geschauten spricht. In der Fabrik mußdie Erzeugung jede Viertelstunde unterbrochen werden, damit eine gründliche Reinigung aller Einrichtungen" und, Maschinenteile, selbst derjenigen, mit denen eine mensch liehe Hand nicht in Berührung kommt, durchgeführt wer den kann. So ist die Maaza. aus Palästina von der Saat des- Welzen/korns bis zur Verpackung' und Versendung ein Er gebnis jüdischer Arbeit auif Jüdischem Boden im.jüdischen■ Geiste, und wenn der Jude am Pessachfest sich der Mazizoth von Erez Israel bedienen wird, so wird er die Genugtuung haben, sich nicht' nur des Auszuges der Juden aus Aegypten, sondern' auch der Aufbauarbeit .des' jungen Judentums in der künftigen Heimstätte des jüdischen Volkes zu erinnern. , .; Die Palästina-Maizzorh sind durch den Generalrepräsentanten für Oesterreich, Herrn Nathan Brodetzky, II. Bezirk, Leopöldsgasse 43, sowie duTch viele Filialen in allen Bezirken zu beziehen. LERNET FREMDE SPRACHEN ■In de' Berlitz Schoo!, Wsen, I. Graben 13 Prospekt 7 auf Wunsch „Der Sängepis#rier ITrauier. Jüdische Künstlerspiele. 46 Die Wiener' JÖäisÖh'^^iteMigeiiiz' iberl^; .sich bei" ihrer- ^ichübeachitu.ng: ^des . |^is^n^'^hea{er&_ daräuif, daß man Ihr nicht" zamu'teri Icönne, 'den jnWrtierten 'Dützendop'e-; retten und Melodramen -''Gesch-macic atozaigewannen. Und da auch der Mann aus dem Voiike, mit'gesunden Sinnen aus- , gestattet, an dieser Art Theater allmählich das Interesse; verlor, war die Existenz des Wiener' jüdischen Theaters: in; Fraige gestellt, Man muß aber; arierkennen, daß die Schau-•• Spieler selbst sich in den Schablonenrollen nicht wphlfühl-; ten und nur unter dem .Druck der Verhältnisse --.Mangel an Initiative seitens der Leitung, .Beschränkung der finan-- zaellem Mittel, Schwierigkeit der Reipertoir elbeschaff ung — das Martyrium der gegeibenen Lage, trugen- Wenn unter diesen Umständen der Mut, die Energie, der Optimismus aufgebracht wurde, ein Wenk der guten' jüdischen Literatur, Qsip Dymows Märoherakomödie „Der Sänger seiner Trauer" aufouifü'hren, so bezeugt dies den Willen, einen Schritt aufwärts zu tun. Die Jüdischen Künstlersipiele (Theater Reklame) haben damit bewiesen, daß sie ihr Selbstvertrauen wiedergewonnen haben und damit auch das Recht'für sich gewonnen, Beachtung und Teilnahme zu fördern. Die Ausführung dieser tat ist in allererster Linie dem Schauspieler und Regisseur S. Iris zu verdanken. Es war keine leichte Aufgabe, ein auif Realistik gestelltes Ensemble in kurzer Zeit zu einem Stil zu führen,, der Ihm. bisher feruilag, zu einer Einfachheit von Wort und Geste, kurzum zu einer Darstellungs-weise, die allein schon die Aulfiihrung der Dymowschen Dichtung rechtfertigt. S- Iris hat den „Sänger seiner Trauer" in eine Zeitlosigkeit hinein« gestellt, die den Charakter der Filguren, die Handlung selbst, in eine Poesie rückt, deren Zauber man sich nicht, entziehen kann. Durch den Prolog und den Epilog schälte sich das Märchen sehr gut heraus, ins Alteemein'mensoh« liehe gehoben schon durch Kostüm und Dekoration, aber auch durch das Vermeiden realistischer Details, haupt«' sächlich in den Massenszenen, die . besonders ' die Aktschlüsse lebendig dramatisch zuspitzten. . Die Stilisierunig der FigU'rpn gelang überraschend gut der Gastsoubrette Esther PereJmann, die das Kind Resele spielte. Es war eine Freude, zu sehen, mit welcher Leichtigkeit sie sich vom Ton. der-Operette emanzipierte■■. und mit welcher Hingabe und Einiiü'Mun<gsfä'higkeit sie das träumerische Kind lebendig machte, den guten Geist des armen Joscbke Musikant. Frau Klara MeJsels schuf in ihrer Hühnerfrau eine ganz eigenartige Gestalt, ihre Tier- Physiognomie schon war so echt, daß man ihr das mystische; Huschen durch das Stück glaubte, mit allen Details, mit' denen sie iifor Wesen ausstattete. Frau Meiseis bewies, daß' sie mehr Ist als, eine „Kotnische Alte" der Operette. Die undankbare Rolle des Semiontschik zeichnete Natan Breit manu in unaufdringlicher Manier, expressjo-\ rilstisch, an Tairoife und Granowskys Vorbild gemahnend, m Betriebsfertig 0 hne hne hne itimmiMiiimiimmmimirtimtiiiimtHi» Der bestbekannte elektrische Radio-Automat iiniiii A iiiiifMiitiiMinmimiiiiiitiiiiim . nodenbatterl« kkumulatoren ntenne Oes. gesch. Direkt an den elektrischen Steckkontakt anzuschließen. Mit eingebautem erstklassigen, klangreinen f 7ft1 Lautsprecher d mQJ Alleinverkauf nur: FRITZ HALPERT, IX. | Währingerstraße 22 Telephon A-11-105 Kostaniasa Vorführung in Ihrer Wohnung. Auf Wunsoh bequeme Telixahlunq i mit einem zarten Humor, der ihm sonst nicht eigen ist; man wird von nun ab in den „Künstierspielen" sein Talent besser nützen miüssen. Lea W e i n t r a u b - G r af war als Dienstmädchen Scheine-ganiz;in ilhrem Element, bereicherte die lange Reihe ihrer unglücklich liebenden Frauengestatten durch eine neue, aber etwas herbere, deren Tragik tief im Innern liegt, ohne die sentimentalen Schreie, die •sonst das Melodram benötigt. Blendend schon im Ehtrfie war Isaalk Deutsch, der wieder nach langer Zeit Gelegenheit hatte, Schauspieler zu sein; sein Schadohen ist eine charakteristisch gezeichnete Figur. Sein Gegenspieler war der Wasserträger des Dr. N. Brind: massig, überdimensional; plastisch in Wort und Gebärde, von unerhörter Wucht schon in der äußeren Erscheinung, wirklich durchstudiert und mit einer gewissenhaften Leidenschaft bei der Sache, so daß er auch die Widerwiillgert in seinen Bann zu zwingen verstand. Eine Entdeckung war der iumge Schneidow, dem der Kaminfeger anvertraut wär. So fein seine Lustigkeit war, so diskret war auch seine Sentimentalität, die humorvollen Szenen im ersten Akt und die rührenden im letzten Akt (hielten sich das' Gleichgewicht. Da wächst eine ausgezeichnete Kraft für die jüdische Bühne heran. Minna Deutsch, die Darstelle'rin sonst der jüdischen Mutter, bezwang ihr Naturell, fügte sich dem Ton des Gamzen und ließ absolut nicht merken, daß sie sich in der Rolle, der Mrhe- Lurje nicht recht wohl fühle. ' ' ' 1 S. Iris, der Darsteller des Joscbke, der als Regisseur den ,Stil des Stückes bestimmte, war eigentlich der einiziige, der die Schranken der Stilisierung zerbrach und ganz" und gar verislisbhes Theater spielte, insbesondere' in der großen Wahnsinnszene. Aber er w,ar. so stark, uhd eebt in. den Ausbrüchen der Poesie und des .irrseins, daß".man an alle Stilpriuizipien. vergaß und. sich ganz der Bewunderung für seine grandiose Leistung hingab. , <: Die Au-mahrne beim Publikum^ des Premierenabends war eine einheitlich warme. Es fühlte, daß hier das Bestreben vorlag, neues, gutes Theater zu geben, und wenn auch anfangs gerade dieses Neue befremdete, konnte es sich doch nicht dem Eindruck von ernstem Streben und ehrlichem Können entziehen. Die Arbeit des Abends wurde jadische Bfihne, Hotel Stefanie, Wien, II., Taborstraße 8 .;, Drei Puplm-Festvorstellungens Sonntag 24. und Dienstag, 26. März: König Ahasver (Königin Esther)', Mittwoch, 27..März: Jüdischer Liederabend, unter Mitwirkung der berühmten und beliebten Künstlerin Hilda Oul t/ka|a, Elise Haas und Jullua Watt (Staatsoper Bukarest) Das sechsjährige Wunderkind Lya, die jüngste Sängerin der Welt. Beginn '/^ Uhr. ' Volkstümliche Preise Ende 11 Uhr. mit slürmischem BeifaLl, mit endlosen Hervorrufen 'des •ganzen Ensembles und mit spezieller Anerkennung für S: Iris belohnt. Hinter den' Kulissen stand: der •'Btthnen- »meister und Mitregisseur Dr. S c h a f r e n k o, dessen großes Talent, dessen technische Geschicklich/kei't, dessen Geschmack im Eintolang steht mit seiner großen Bescheidenheit. Es war ein Abend, uneingeschrähikter Erfolge, o, f. Neues Jüdisches Theater (PraterstraBe 60). Wochenspielplan: Von Freitag bis Sonntag: „Die gezwungene Chasene", Lebensbild in vier Aicten von M. Schorr. Musik von J. Rumschynski. Montag und Dienstag: „Die Purim-Sude". Mittwoch: „Mojsche, wie kriechste?". Donnerstag: „Anständige Menschen". Ein Jüdischer Volksllederabend des Sängers J. Segal- Rosenbach findet am 1. April 1. J. in der Jüdischen Toynbeehalle, Wien, XX., Danisgässe 30, statt. Karten: Zionistische Bezirksorganisation, XX.,' Jägerstraße 30 und an der Abendkassa. i Hebräische Musik in Wien, Im 7. philharmonisdien Konzert gelängte die hebräische Rhapsodie für Cello und Orchester „Schelomo" des berühmten jüdischen Komponisten Ernest Bloch ssur Aufführung. Der tiefe sittliche Erust, der alle Schöpfungen Blochs beseelt (137. Psalm), sein gediegenes Können, sein Reichtum an musikalischen Gedanken zeigt sich auch in diesem Werk. Der Solist Prof. Buxbaum und der Dirigent Furtwängler brachten den „Schelomo" mit allen seinen harmonischen Feinheiten einem begeisterten Publikum. Damit ist , ein glücklicher Anfang für die Popularisierung der modernen hebräischen Musik in Wien gemacht. Schalora Alejchem auf der Bühne. Am Morris Schwarz* Kunsttheater in New York fand vorige Woc&e die Erstaufführung der Komödie „S t e m p e n j u" von Schalora Alejchem ßiatt. Die Inszenierung besorgte Morris Schwarz, die Dekorationen malte Boris Aronson. Josef Achron schuf für diese Komödie eine eigene Musik. . Populärer Liederabend Isaak Deutsch. Donnerstag, den 28. März findet ty den, „Jüdischen Künstierspielen'*

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