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Die neue Welt · 1929-03-01 · Heft 76 (1.3.1929) · page 9

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 76 (1.3.1929)
Date
1929-03-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 76 DIE NEUE WELT „Wie Swerdlow selbst, hat auch der lokale Leiter des* Zarenmordes, Chaim GbTötschkin. nichts mit Rußland oder dem unterdrückten Volk zu tun: ein unterstandsloser Intellektueller, der irgendwo sogar seine Reifeprüfung absolvierte und später den bevorzugten Beruf aller Sadisten, den eines Zahnausbrechers ergriff. Doch entdeckte er erst währehd der bolschewikischen Revolution, als Militärkomrnissiär in Jekaterinburg, das seinen Fähigkeiten entsprechende Betätigungsfeld: hier konnte er endlich seinen sadistischen Neigungen freien Lauf lassen, ohne für seine Akte mit der eigenen Person einstehen zu müssen. In welches Meer der pathologischen Wonnen schleuderte .die WeUersrhütterung dieses von den Fesseln der gesellschaftlichen Moral befreite menschliche Ungeheuer! Wir sehen ihn bei Swerdlow in Moskau, als er sich äni 4. Juli an den abscheulichen Einzelheiten des geplanten Blutbades im vorhinein ergötzt: und nach vollzogener Tat. am 17.. da er, um seine kranken Sinne an der Erinnerung an den blutitren Todeskamnf der Zarentöchter zu weiden, nochmals seine Bande am Tatort versammelt. Die Kadaver der Hingemordeten werden aus der Schlucht wieder hervorgezerrt: Golotschkin läßt die Leichon Revue nasseren Er schlägt sorgsam Ihre Könfe ab. zerstückelt die menschlichen Reste mit seiner Hacke, sammelt die zermalmten Knochensplitter aus dem Schnee und übergießt den .furchtbaren Kadäverhügel mit der von Zimin, dem Sekretär Vojkows, herbeigeschafften Schwefelsäure.' Doch bevor sie den schaurigen Scheiterhaufen in Brand setzen, reißt er mit den Fingernägeln die Pekl?irlnng der Taten auf: die eingenähten Brillanten rollen über den blutigen, kotigen Schnee. Dann hockt die schwarze, Mördergruppe auf dem weißen' Schneefeld um die lodernden Flammen der verkohlten Leichen und stärkt sich an dem Körbchen Eier, die der vorsorgliche Jurowsky am Vorabend des Mordes bei den barmherzigen Schwestern für die Zarenfamilie bestellt hatte." „Der. Uhrmacher, P'-^fograph und Krankenpfleger, Jank.el Jurowsky, wohl der abstoßendste unter den Mördern, gehört wieder einem anderen-Menschenitypus an; Ein russifiziierter und ganz verbauerter Jude, nahezu Analphabet, erinnert Jurowskv mit seinen nach rückwärts gestrichenen glatten Haaren, der breiten Bauernnase und dem wüsten Bart, in seinem roten Hemd eher an den sagenhaften Ko.saken Stenka Rasln als an den dritten Sohn Chajirn "Mirowskys und Esther Warschawskys. Er ist .der umsichtige. Wirt, der sachkundige Meister des Unternehmens. Während all dieser Verordnungen sitzt er am Bett des kranken Kronprinzen, streichelt seine Hand und erkundigt sich teilnahmsvoll nach seiner Temperatur. Noch in derselben Nacht wird er den Kopf des Kindes mit dem R e y o l v e r k o.Lb e n zermalmen!" Nebenher werden aucheinige Echtrussen als Teilnehmer an dem blutigen Werke genannt aber nur ganz nebenher. Sie. müssen ja genannt werden, um den „dokumentarischen" Charakter der Veröffentlichung zu erhärten. Wir . haben .es da mit einer Sorte von Geschichteschreibung zu tun, welche nicht glatt erfindet, sondern raffiniert verschiebt, hier verwischt, und dort unterstreicht. Die so zugerichteten Dokumente gehen ihren Weg dureh die Weltpresse. Auch Blätter, welche sonst nicht antisemitisch eingestellt sind, glauben ihre Spalten solch aufsehenerregenden,, dabei sachlich; tuenden Publikationen ., nicht verschließen zu .können. Wird der Schwindel er-': katint, ist sein Zweck längs* erreicht.. Der Zweck ist; eine: feindliche Sache zur jüdischen zu stempeln. Moskau macht die Opposition jüdisch und Paris de/n /Zarenmord. Keiner will auf. den alten, aber immer wirksamen Trick verzichten. Die Zarin Maria Fedorowna und die Juden. Pobedoneszew, Zar Nikolaus und. die Pogrome. Maria Fedorowna, die Gattin des vor-? letzten und Mutter des letzten Zaren, starb vor einigen Wochen in Kopenhagen.. In Wirklichkeit war Maria Fedorowna nicht die letzte, sondern die vorletzte Zarin, aber die Tragödie der letzten Zarin spielte sich vor dem Ende der vorletzten ab. Durch ein Wunder entkam sie den bolschewikischen Händen und lebte still, ohne Aufsehen,, in den letzten Jahren. Es ist unbekannt, ob und, inwieweit Maria Fedorowna auf die Geschicke Rußlands politischen Einfluß nahm. Von Dänemark kommend, aus einem konstitutionellen Lande also, hatte sie wohl keine besondere Sympathie für den Absolutismus und. die Politik der fürchterlichen Judenverfolgungen, die unter Alexander III. einsetzten." Es ist möglich, daß' sie überhaupt keinen Einfluß . hatte» da ihr gestrenger .Mann sievon jeder* Politik fernhielt. In der jüdischen -Gasse gingen aber Gerüchte um, Maria Fedoroowna hasse die Juden und trage gewiß an den Verfolgungen schuld, die damals, besondere Heftigkeit annahmen. Die Psychologie der jüdischen Bevölkerung war verständlich, um so mehr, als die Lage der Juden vor Alexander III. günstiger war und die Motivierung, daß Maria Fedorowna auf ihren Gatten Einfluß nehme, nahe lag. All das war Phantasie. Alexarider III. war schon als Thronfolger ein Feind der-Juden. Er schickte einen Dankbrief an den gemeinen Geistlichen , L u t a s t a n s k y, der ein berüchtigtes Buch, - daß die Juden Christenblut für Pessach benützen, geschrieben hatte. Dieser Dankbrief wurde auch gedruckt. Alexander JH. befand sich während seiner ganzen Regierung unter dem Einfluß Pobedonesze ws, der in ihm den Judenhaß wachhielt. Die diplomatische Tätigkeit des Lord Beaconsfield- Disraeli auf dem Berliner Kongreß, wo alle russischen Erfolge des russisch-türkischen Krieges' zunichte gemacht wurden, verstärkte im engstirnigen Alexander III. den Judenhaß. Deshalb ist es klar, daß der Antisemitismus, der sichnach der Ermordung Alexanders II. immer mehr zuspitzte, nicht von Dänemark importiert werden mußte. Unter diesen Umständen hätte auch, eine ausgesprochene Judenfreundlichkeit'der jungen Zarin Maria Fedorowna Keinen Erfolg gehabt. Jedenfalls* waren »hr die ersten Pogrome der Achtzigerjähre unerwünscht, da Rußlands Prestige im Ausland darunter litt, hauptsachlich in England, wo die Zarin nahe Verwandte am königlichen Hof hatte. Jetzt aber wissen wir aus dem Archivmaterial ganz klar, daß selbst der Zar Alexander III. auch nicht hätte helfen können. Er stellte auf die Berichte der Min s er Ignätiew und Tolstot.j hin ein Dekret aus, die Pogromisten zu bestrafen und die Pogrome mit allen Mitteln hintanzuhalten. Es half aber nichts. Das System war stärker als er. Im Augenblick, da er die konstitutionelle Verfassung seines Vaters zerstört hatte, wurde Pobedoneszew Herr des Landes. Dem Zaren paßte es nicht vor seinem Schwiegervater in Dänemark und seinem Vetler in England, daß in Rußland keine Ordnung herrsche und Pogrome stattfinden. Aber Pobedoneszew focht das wenig an. Er war mächtiger als, der Zar und erst recht als die Zarin. Jüdische Führer des Auslandes versuchten schon während der Pogroome der Achtzigerjahre, durch Dänemark auf die Zarin einzuwirken, aber vergeblich, da ' sie alles zu beschönigen suchte, um ihren Mangel an Einfluß nicht eingestehen zu müssen. [Dadurch entstand der Eindruck im Ausland, daß sie mit den Judenfeinden übereinstimme, und 6chleßlich auch in Rußland selbst. In Wirklichkeit war die Zarin ein passives Element, nur äußeren repräsentativen Zwecken lebend. Sie galt offiziell als das Haupt humanitärer Institutionen, deren es in Rußland gab, ganz im Sinne ihrer Vorgängerinnen. In diese Institutjonen pflegte man Juden nicht aufzunehmen, zur Zeit Maria Fedorownas. fast gänzlich auszuschließen. Bekannt ist nur der Jude Alexander Issajewitsch Brau de, der Sekretär des von der humanitären Zentralverwaltung herausgegebenen Journals war. , In den Archiven, die durch die russische Revolution frei wurden, findet man nicht viel Material über das Verhältnis Maria Fedorownas zu den Juden» Bemerkenswert sind, nur die . in Leningrad 1919 veröffentlichten- Aufzeichnungen, worin sich ein Bericht über ein Gespräch General Beckmanns mit der < Zarin über den K i s c I> inewer Pogrom findet..,,Maria Fedorowna drückte ihre Unzufriedenheit über die schändlichen Vorkommnisse, LERNET FREMDE SPRACHEN hi der Berlitz School, Wien, 8. Graben 13 Prospekt 7 aut Wunsch die in den außerrüssischen Blättern geschildert waren, aus. .Genera! Beckmann suchte die Zarin zu beruhigen, indem er ihr erklärte, daß dje Darstellungen übertrieben seien, worauf die Zarin antwortete: „Wären es Lügen, würde die russische Regierung in 4e,n,. ausländischen und in den russischen Zeitungen dementieren!" Darauf hatte Beckmann nichts zu erWidern. Alis dem Gespräch ersieht man, •daß es der Zarin bei der Verurteilfthg der Pogrome hauptsächlich auf die Wirkung Im Ausland ankam. V ••,'.-.. ■'• - ' .-• j&.V* r»t» - .* " •'• Im Gatschiner . Paläst. der Zarin Maria. Fedorowna fand man viele Briefe Nikolaus lt. an , seine Mutter und auch Briefe der alten Zarin ari ihren Sohn. In den Briefen des Zaren an seine Mutter aus den Jahren 1905 und 1906, wo die Zarin sich in Kopenhagen aufhielt, finden sich, häufiger als sonst gehässige Bemerkungen des Zaren gegen die Juden, in den Briefen der Zarin hingegen au ihren Söhn-keine feindselige Zeile. Professor Pokrowsky, der Herausgeber der Briefe,' erklärt' in seiner Einleitung* daß sie alle mit dem Blicknach außen geschrieben seien, damit Maria FedorooWriä sie ihren Verwandten in Kopenhagen zeige und sie sozusagen nach England weiterleite. Der Zar erzählt darin, ' daß' neun Zehntel aller Revolutionäre „Zidy" seien und die'gänze Revolution vom Jahre; I.9.Q5 nur ihr Werk: Maria Fedorowna reagierte nicht auf das „Zidy", hingegen auf den Namen Graf Witte, der oft in den Briefen genannt war. Witte, der fähigste unter den damaligen russischen. Diplomaten, war, zwar kein Freund der Juden, hatte aber den Blick dafür, daß Rußland sich nicht von jenen Ländern absondern könne,, wo Juden, hauptsächlich in der Finanzwelt, eine Rolle spielten. Er wollte deshalb,? als er 1905 zur Macht kam, die amerikanischen und europäischen Bankiers, das heißt; Jakob Schiff und die Rothschilds, damit ge-' Winnen, daß er die Lage der Juden erleichterte. Maria r israelitische Kultussemelnde Zagreb Palmotlcgasse Nr. 16 O. Z. 40- 1919 Vtt.—7 rr' In der Israelitischen Kultusgemeinde Zagreb, ist die Stelle eines zu besehen. ' ' •' ' ■ >?o; pneite mit Zeügnisab'schfUteri, Geburlsschein, Sjaat*. -büi'ger^chaiUurkunde.' nebst Angaben der Famllfenver- •haltnisse sind bis spätestens. 16. März I. J anherzussendetv Zum Probevortrage werden bloß die bjezu ausdrücklich Berufenen zugelassen und. bloß . diesen AVei-uen die Reiseköäteri vergütet' •'. •' \ Israelitische^ Kultusgemeinde Zagreb Dr. Hugo Kon m p. _Seite 9 Fedorowna, die von Kopenhagen aus die Stimmung ihrer königlichen Verwandten. kannte, riet ihrem Sohn, Witte nicht von sich zu stoßen und ihn sein Programm durchführen zu lassen. Aber;#kplaus II. tat nur eines: er schrieb von Trepow aufgesetzte Briefe, in denen er Witte und dieju den beschimpfe.. Es ergibt sich daraus die Tatsache, daß -Maria Fedorowna ihren Sohn in seinen antisemitischen Neigungen nicht bestärkte, daß vielmehr aridere Mächte den Zaren Nikolaus — man verdächtigte zeitweise Alexandra Fedorowna, Nikolaus' Gattin — in dieser Richtung beeinflußten. Zur Zeit des „Regimes" R a s p u t i n . verlor sich die Einflußnahme der Zarinmutter gänzlich. Sie blieb im Schatten leben, fern von jeder Politik, und in . keinem Zeitpunkt ihres Lebens hatte sie die Möglichkeit, das Schicksal der russischen Juden günstiger zu gestalten Keinesfalls kann die Geschichte sie mit dem Makel antisemhischer Tätigkeit belasten. Gegen die Renegaten. Die Budapester jüdischen Advokaten gegen die Täuflinge. Bei den Jüngst durchgeführten Wahlen in den Vorstand der Budapester Advokatenkammer spielte sich ein eigenartiger Wahlkampf ab. Der Vorstand war in früheren Jahren immer zur Hälfte aus Juden, zur anderen Hälfte aus Nichtjuden zusammengesetzt. In den letzten Jahren aber verschob sich das Verhältnis. Insofern zu Ungunsten der Juden, als Vorstandsmitglieder, die sich taufen ließen, von den christlichen Advokaten zu den -Juden gerechnet wurden. Im diesmaligen Wahlkampf strichen die jüdischeh Rechtsanwälte sämtliche getauften Juden von der Liste, so daß diese, die nicht einmal alle . christlichen Stimmen auf sich vereinigen konnten, stark in der Minderheit blieben. Der Vorstand der Advokatenkammer besteht nun wieder zur vollen Hälfte a-us Juden. Z:on. Ortsgruppe St. Pölten. Am 23. Februar fand ein Vortragsabend statt, zu welchem als Redner Herr Dr. Paul Diamant aus Wien geladen war. Er sprach über die jüdische Abfallbewegung in historischer Beleuchtung. Das sehr interessante Thema bot für die darauffolgende Debatte reichen Stoff. An der Aussprache beteiligten sich die Herren Oberrabbiner Dr. Schächter und Dr. Szigety. Der Vortrag fand bei den zahlreich Erschienenen allgemeinen Beifall. Familiennachricht. Sonntag den 25. d. M. beging das Ehepaar Philipp und Agathe Ci nader ihre goldene H o c h z e i t, aus welchem Anlasse das Ehepaar Gegenständ zahlreicher Ehrungen war. E Sterbefall. Im hohen Alter von 96 Jahren ist in S c h a f f a (bei Znaim) Frau Lotte Ku bin, die älteste Frau des Ortes, gestorben. Mit ihr. ist eine herzensgute, mit allen Tugenden der jüdischen Frau ausgestattete Dame dahingegangen/Sie war die Mutter des vor vier Jahren verstorbenen letzten jüdischen Bürgermeisters, in/Mähren, Sieg- •mund Kubin. An der Beisetzung der Frau Kub.ih nahm die ganze Bevölkerung des Ortes teil und ,aus der Umgebung sowie aus dem nahen Niederösterreich kamen die jüdischen Einwohner nach Schaff a. Eine Lotterie zum Besuche des Zaddik von Ger. Unter den in Palästina lebenden Chassidim des Gerer Rebbe hat die Anhänglichkeit und Verehrung'des Zaddik von Ger zu einer interessanten Gründung geführt, durah welche es den Mitgliedern dieser Gesellschaft, ermöglicht werden soll, in entsprechenden Zeitabschnitten an den „Gerer Hof" zu wallen und einige Zeit in der Nähe des verehrten Führers weilen zu können. Man nennt diese Gruppe, schon jetzt die „Göral Chassidim" (Lotterie- Chassidim) von Ger. Diese Chassidim gründeten eine Kassa, in welche jedes Mitglied einen verhältnismäßig geringen Beitrag einzahlt. Alle Monate findet eine „Ziehung" statt und wen das glückliche Los. trifft, der erhält aus der Kasse die gesamten Spesen für die Reise und den Aufenthalt .an dem Gerer Hof. Vor einigen Tagen ist beredts die erste „Abordnung" der glücklichen Gewinner der sonderbaren Lotterie aus Ger zurückgekehrt und würde von ihren chassidischen Gesinnungsgenossen mit großem Jubel empfangen. Neidvoll lauschten sie den Erzählungen' ihrer flücklichen Kollegen von den Erlebnissen am Hofe des addik.'Und jeder'von ihnen betet inbrünstig, daß er bei der nächsten Ziehung das Glück' haben möge, das große/ Los zur Reise nach Ger zu ziehen. Im Schneesturm gestorbeil. Der Tod des heimatlosen Juden. Aus Budapes.it wird uns geschrieben: Auf der sogenannten Fasangartenpiiszta im nördlichsten Punkt des Mosonyer (Wieselburger) Komitates, ist am 25, Jänner, an Erschöpfungs- und Erfrierungssyirvptornen der siebzigjährige Jude. Abraham Rokacs gestorben. Sein Leben und sein Tod waren von gleicher Tragik. Eigentlich ist Abraham Rokacs an der scheinbar unheilbaren Judehkrankhelt der Nachkriegszeit, an der menschentötenden H e i in a t s 1 o s i g k e i t gestorben. Rokacs wurde in Ungarn geboren und angeblich deshalb, aus der Tschechoslowakei ausgewiesen. Auch in Oesterreich war. für ihn als Heimatslosen . keine. AufenthaltsbewiMIgung zu erreichen. Da wollte' er in Ungarn, wo er geboren wurde, und bis zum Ausbruch des Krieges auch gelebt hat, seine letzten Lebensjahre verbringen. Aber die ungarische Regierung verweigerte, dem müden, abgehetzten Mann die Anerkennung der: .StaaUa|i«e4iArlS;ki.eil.t>-. So.wurde;4.er siebzigjährige Rbkacs von einem Land ins andere geworfen, bis er. in de( Fasangartenpuszta,, welche die Drei» ländergrenze Oesterreich, Ungarn 'und der Tschechoslowakei bildet, in .der .grimmigen KäJte zusammenbrach. Die Fäsa:h.gartenpu>z!ta,' Besitz des 'Fürsten IBafthyany, wird gegenwärtig von dem Pächter Ludwig Popper bewirtschaftet. Dieser gab dem Sterbenden die letzte Unterkunft. Wie das Leben* war auch der Tod -<untf die

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