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Die neue Welt · 1929-02-01 · Heft 72 (1.2.1929) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 72 (1.2.1929)
Date
1929-02-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. n DIE NEÜE WELT Seite If Kommen Sie M zur — SMustermesse ....... .vom5.6is 9,März V» % Große Technische | Messe it. Baumesse . vom 3.73. Marz Textilmesse. . . . . .vom 3. bis 7. März vom 3. bis 6. März Leipziger Ff Ü hjCL h YSm * ^{^lm Ui Ledermesse Messe 192 9 Beginn 3. März » f * f g stelle des Leipziger Messamts für O est er rei 6S lOiint SICil jUTt3W 11 Wien, I. Seilerstätte 7, Fernsprecher R-2UW* s * ■ H Auskünfte erhalten Sie von der Amts* ür Oesterreich 72 Schadt (Unit.'is) hat sich bei Hasmonca angemeldet. Folgt," der vorzügliche Tormann Rapids, unterhandelt mit dm« F. C. Hakoah. 363 JUdlsche Spieler gehören dem Jüdischen Sportverlmnd der Tschechoslowakei an. Vereinsnachrichten. Vereinigung der zionistisch-demokratischen Jugend. Woche «- Pf OKramm: Samstag, 3 Uhr nachinittass, Ziotilstlkakurs, . 5 Uhr Zusammenkunft der Kindcntruppc, halb 7 Uhr Französisch für Anfänger. Sonnta«: Wandcninff. Treffpunkt halb 9 Uhr vormittags beim Heim, II., Zirkusgasse 33, halb 8 Uhr abends frute Zusammenkunft. Montag: 7 Uhr abends. Hebriilsch für Artfamrer; halb 9 Uhr abends, Hebräisch ftlr Fortgeschrittene. Dienstagr halb 8 Ulli abends, Plcnar- Versammlung mit anschließendem Referat eines außenstehenden Referenten. Mittwoch: 7 Uhr abends, Hebrftisch fl>r Anfänger, halb 9 Uhr abends 'Vortrag . im Cafe Produktenbörse, Donnerstag: 7- Uhr abends, Englisch für Anfänger, halb!) Uhr abends Hebrilfcch fdr fortgeschrittene. Zionistische Bezirkssektion Lcopoldstadü Montag. 7 Uhr abends. Hebräisch für Anfänger; halb 9 Uhr abends, Hebräisch für Fortseschrittenc; Mittwoch 7 Uhr abends, Hebr/ilscli für Aiu'.'inger; Donnerstag, halb 9 Uhr abends, Hebräisch für Fortgeschrittene. Zionistische Bozirksscktion ßrlglttenau. Heute . Talmud-Vortrag des Herrn Isak Schönfcld, Sonntag, den 3. d. musikalisch-literarischer Abend unter Mitwirkung Frl. Paula Haar (Klavier), S. Gertner (Gesang), Herr Friedender (Cello), Jacques Baar (Violine). Am 5. d. Vortrag Bernh. Tag Uber: „Lessing und Mendclsolin". Mittwoch, den 6. d. Vortrag Frau Rebekka Weiner:' ..Meine Eindrücke aus Palästina". Alle Veranstaltungen finden um halb 8 Uhr abends statt. Zionistische Sektion Prater, II.. Jungstraße 8. Arn I. it., halb S Uhr abends, Chumasch-Vorträg. Herr Schale Horowitz. Znfiiinglicli auch für Nichtmitglieder. . . Zionistische Frauongruppc IX. Der gemütliche Gcsullschaitsubcnd mit Tanz findet am 23. d., hall) 9 Uhr abends,' in den Prunksälen des Handelsmuseums, IX., Berggasse 10, statt. Karten im Vorverkauf' bei Frau Gisela Blauer, IX., Pfluggassc »9, und Frau Klara Miller, IX., Wasagasse; 21-9, Telephon Ur24-705. Die Hcbriusch-Kurse ilnd.ni jeden Dienstag und Donnerstag von 5 bis, 7 Uhr im Cafö Bancnifeld, IX., Bauernfeldplatz, unentgeltlich statt. Anmeldungen im Cafe Bau.e'r'nfeld. Demnächst werden Seminare eröffnet' Uber Geschichte des Zionismus unter der Leitung des Herrn Dr. N. M. (Selber tmd über jüdische Literatur unter der Leitung des Herrn Dr. D. F. Finkelstein. Zionistische Frauengruppe Favoriten, X., Humboldtgasse 25. Donnerstag, den 7. d., 8 Uhr abends, II. Vortrag Frau Dr. Amalie Kan.tdj- . zu. Ihrem Kurs: , ,;J ibd i sc h c .G csc^h 1 c hf c und L i t e r a t u r". ' .. ,;;•. ■■ Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs, Klubhciiu der Hakoah. I., Wipplingerstraße 24. Montag, den 4. d., 5 Uhr nachmittags*, I. Vortrag Frau Cyla Wald mann zu Ihrem Zyklus: „führende talmudische Gestalte n". Anmeldungen an das Präsidium, per Adresse- Frau Sophie Löwenherz, JX„ NuUdorfcrstraOe 42. oder Doktor Martha Ho.ffmariti, HL, Dapontegasse 13. Verband der zionistischen Verbindungen und Vereine Oesterreichs. Am 2. •••d., halb 5 Uhr abends, im Lokale der1 „Massada", IX., Serviteugasse 8, Fortsetzung des Seminars, für jüdische Geschichte, geleitet von Dr. Paul Diamant. Thema: „Althcbräischc Inschriften und Elephantine-Fimde". (Fortsetzung.) Pünktliches.'Erscheinen Pflicht!. Zionistisch-akademische Verbindungen und Vereine Oesterreichs. Dienstag, den 5. Februar findet um 6 Uhr abends eine Plenarversammlung im zionistischen Landeskomitee, I., Kürntnerstraße 28, statt, besprechung der Soziologischen Arbeitsgemeinschaft im . Lokal, ViiL, ßennoplatz la.: Der Vorband zionistischer Mittelschüler veranstaltet am 13.- d. eine Feier anläßlich des Jahrestages der Verbandsgrflndung . im Hotel Post, L, Drachcngassc, unter Mitwirkung von Schwayer und Oskar Teller. Außerdem wird ein hervorragender jüdischer Künstler am Vorlesepult erscheinen. Karten in der Bücherstube Rath, IL, Taborstradc 20, imd an der Abendkasse. —- Klusprogramm: Montag, 6 Uhr abends, Zionistisches Seminar (Dr. Tartakower). Dienstag, dreiviertel ö Uhr bis viertel 8 Uhr abends, Hcbrüischkurs (Dr. Kupier) viertel 8 bis viertel 9 Uhr, viertel 9 bis viertel 10 Uhr, 2 und 3 Uhr Hebräischkiirs (Prof. M. Chartiner). Mittwoch, halb. 6 Uhr abeiids, Kurs für erste Hilfe (Dr. Klaber), halb 7 Uhr abends Kurs für jüdische Geschichte (Dr. Kupfer). Donnerstag, siehe Dienstag. Der Kiirsbesuch ist illr Mitglieder unentgeltlich'. — Am '9. d:, 7 Uhr abends, spricht im Festsaal des Jüdischen Zentrums, II., Untere Aiigartenstraßc 35, Herr Dr. Goldhammer über: „Jugcndfragen". Erscheinen für alle Mitglieder Pflicht. Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl". Im Rahmen unseres Vortragszyklus „Das zionistische Ziel einst und jetzt. Erlolge und Zukunftsperspektiven der Bewegung" spricht am 2. d., Uhr abends, im. Heime, IX., Glasecgasse 4; A. Ji. Dr. Emst Müller iiber: „Die Bewegung zur Renaissance der jüdischen Kultur", Jüdische Hochschüler als Gaste willkommen. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Am 5. d. Vortrag des Herrn Dr.. Wolfgang W e i s.I., Thema: „Zurück zum GroBzioriismus!" Gäste herzlichst willkommen. (Cafe Lovrana, III., Löwengasse 36.) Verein für JUdlsche Geschichte und Literatur in Wien. Am 4. d., halb 8 Uhr, im Klubsaale der Hakoah, I., Wipplingerstraße 24—26 (Cafe Altes Rathaus, Eingang durchs Haustor), Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Albert Schweiger (Mtjdling): „Eine Studie Uber Elischa ben Abuja" (genannt Acher). , Vereinigung jüdischer Hörer an der Hochschule für Welthandel. Am 2. d. im Cafe Promenaden, IX., Roßauerlätide, 9 Uhr abends, Vortrag. Lichtbildervortrag. Am 2. d. um halb 8 Uhr abends findet im großen Vortragssaale der jüdischen .Volksbibliothek „Zion", IL, Kleine Mohrengasse 3 b, ein Lichtbildervprtrag des" Führers des Hapoel Hamisrachi in Erez Israel, Bin Nun, über: „Ausschnitte aus dem Leben des Hapoel Hamisrachi" statt. Eintritt frei. Zelre W'Hanoar Hamisrachi (Misrachi-Jugendbund), II.. Praterstraße 43. In Erweiterung unserer politischen und kulturellen Tätigkeit werden zwei Vortrags-Zyklen über folgende Themen ab 1. d abgehalten werden: Montag, von halb 8 bis halb 10 Uhr abends: „Die po»tische Lage der Thorah-weawodah-Bewegün'g", Samstag, von 3 bis halb 4 Uhr nachmittags: „Thorah-weawodah-Ideologic". An alle Vorträge schließen sich freie Diskussionen an. Diesen Samstag hält den ersten Vortrag in diesem Zyklus Herr Bin Nun (Jerusalem) Gäste willkommen. . Zeiroth Hamisrachi (Mlsrachl-Mädchengruppe). Die Hebräischiiür8° i!nr An,önKer werden jeden Montag voii halb 8 Uhr bis halb 9 Vpr abends In unserem Heime, IL, Untere AugartenstraQe 35 (Jüdisches Zentrum), stattfinden. Von halb 9 Uhr abends bis halb 10 Uhr ^!?u ,-les.„0e,sa",n,ensein- Donnerstag von halb 8 Uhr abends bis •Äl? \ U"T' i,n Lukale des Misrachi, IL. PraterstraBe 43: Kurs über Wache Geschichte. (Kursleiter Herr Gerstel.) Mitgliederaufnahmen M»«,i •Ann»eI<f""Ce" zu den Kursen werden Montag und Donnerstag vor "«ginn der Kurse, von Frl. Scbeuermann entgegengenommen. Jugendvcreln Erez Israel. Arn 4. d„ 8 bis 9 Uhr abends, He* »raiscli Forturschrlttene: 9 bis Ii) Uhr abends Hebräisch Mittelkurs. u ^'"»«f »nlt Diskussion, halb 8 Uhr abends. 6. d. 9 bis 10 Uhr abends. Hel»räi«ch Mittelkurs. 7. d.4 8 bis 9 Uhr abends, Hebräisch rorigeschrfttene. P«r Jüdisch-Akademische Phltosopheiiveret« te|ert Im Februar i; j. ^das 40. Semester seines Bestch.ens.- An alle ehemaligen Mitglieder <ies Vereines, insbesondere aber an alle Obm4iui«r und ABSschnSoit« glieder der früheren Jahn; ergeht der Appell, ihre Adressen dem J>A. Ph. V. Wien, IX., Zimmermnnnplatz 8, täglich zwischen 13 und 14 Uhr, bekanntzugeben. ' Malrtibnldcs-In!<{ltut. Vortrag Dr. Krtininka. im Hftrsnnl « der phil. Fakultät, Mittwoch; den C. d., halb 7 Uhr abends Uber: ..^aadja über das Weltnil und die Menschenseele". Die TVifoüiie. Ein Sprechsaalfür unsere Leser ÄntisemitisDius per Radio. Ein Leser der „Neuen Weh", Herr Dr. A'bcl S liehest o w, über.tuittdt mis die Abschrift eines ,Bri»f<JS, welchen er an den■ Referenten eines für die deutschen S c Ii u 1 k i n <1 e>r •'beS'tiiitmton- Rad'iavörtraKes richtete: ■ „Wohtecboren Herrn Professor Dr. Lampe, Berlin. Im .Rahmen des deutschen Schulfunks der deutschen Wellie Königswusidrhausen hielten Sie am Freitag, den 25. Jänner für die d eil t s e h e Jtrsen'd einen .Vortrag a'ber Rumänien, in /dessen Verlauf Sie ilber die Rumänien bewohnenden n'ichtrumäfi'ischcn Völlers tämme sprachen und erwähnten, daß diie 2 i ,g e u n e r und Juden 2Wei Volker seien, die k e in e H etf m a t halben. Mit Stolz und großer Atisifü'hrlichikeit priesen Sie die 600.000 Deutschen Rumäniens, die Kultur ins Land brachten Und denen Rumänien so viel an Verdanken habe. Ails Jude .muß.'Ich schärfstehs dagegen, protestieren, daß Sie über die Million Rumänien bewohnenden Juden, welche noch vor der I mniigra'tIon der Deutschen dort ihre neue Heimat Briden i— ja,' vVie' ifiätbrische Dokumente es beweisen, befände;» sieh dort! säiön auf Zeit -der .R ö in e.r Judens'iedlunge'ii —■ nicht anderes zusatfen wissen, als sie in einem AterniÄUige' mit- Zigeunern zu nennen und als •heimatlos hinzustellen:: <: - s:L , , . ,Ich rmiß-ög tief besagen, daß cm deutscher Jiigendvjbi.!<I)ie>- einen'<I^fartigen 'Un»it>n alle Juden seien hejima'tlos —"predigt. 'Und die Folgeh; derartiger, Vorträge für die deutsche Jugend sind ebeip' die; F r,i e d h.of s s c h a ndu n g e n und Ra fhe n a-ii nrord e; deren slcih dann diese. Jugend schuldig macht. Wer die moralisch Verantwortlichen für derartige Handlungen .sind, dies sehen wir an Ihnen, geehrter 'Herr' Professor, ßine solche. Er- , zieilung wirkt v e r rollend und entsittliche n d und Sie bringen durah derartige Lehren — der Jude, sei heimatlos — die deutsche Jtigend auf ei-hen moralischen Tiefstand. Im üibrigen, wo ist die beriihrnte deutsche GründLichkeK Und Logik? Den Juden, weil sie" in. allen Kulturstaaten der Welt leben, sprechen Sic.die Berechtigung, ihren Wohnsitz Heimat zai nennen, aib, niohti a,ber. den Deutschen, die doch auch, scMt .Jahrhunderteii ijn kompakten Massen in vielen europäischen ü.nd amerilkaruschen Staaten leiben Und sich vieiiieicht glüokjiiicih preisen, dem engen deutschen Horizont entfiückt zu seiu.: . Welches deutsche Lehrtbuch der Geagraphie, welches deutsahe Lexikon man immer zur Hand nehmen mag, man findetM.mmer diese alte deutsche Unsitte, die Juden in eine Reihe mit den Zigeunern zu stellen. Kulturell stehen antch die Juden Rumäniens den Deutschen Rumäniens in keinerlei Beziehung nach, Sic, geclirier'"Herr Professor,' hätten also' folgerichtig ebenso auch die Deutschen, wie Sic es mit den Juden taten, tjei den Zigeunern placieren können und keine- Ausua'hme .mit Ihren Volksgenossen machen. Nachdem Sie alber, Wie es scheint, die Juden für minderwertig hallten,, erlaube ich mir, Sic, geehrter Herr Professor,?iu' belehren,!.daß das-, 15-MiH>ionen-Vollk der Juden, eine höhere Zahl von, N o b'e 1 p r e I s t r ä g e r n aii'fweist als das 70~Mii<lliiöneri-Volk der Deutsche n. woraus Sie aber zumindest auf die kulturelle Gleichwertigkeit beider Völker zu schOießen belielben, und iüh bitte Sie,, bei Ihrem nächsten Vortrag ein anderes .Volk als das jüdische neben die Zigeuner 2u stellen. Hochachtxingsvoll Dr. A'bel Suchest o w, Gernauti-Wien.u' Austritte aus dem Judentum. David Zalewnnn, , geb. Jl. III. 1906, Wien, ledig, XX., Wiutergass(5 .V.Anna Rybar geb. Liditenstern, geb. 31. VII. {891, Wien, XX., Wallensteinstrafie Nr. 59; deren Kind Walter Rybar, geb. 13. V. 1914, Wien, selbe Adresse. — Rudolf Oesterrekher, geb. 12. lü. 1884, Wien, ledig, XVII., Halirschgassc 20. — Siegmund Stekel. geb. 9. II. 1891, Bieliiz, verh., V., Siebenbrunnengasse 5. — Ignaz WeiR^ geb. 8. IX. 1898, Wien, verh., Handelsangestellter, ^VlI., Kainjigasse 15, dessen Emst Weiß, geb. 5. IV. 1924, Wien. — Friedrich Glück, geb. 24. V. 1884, .Wien, ledig, Monteur, XVII., Heruttlscr Mauptstrafle,' Id.. , — Altred ScliSvarz, geb. 5. VII. 1903 Wien, ledig, XVI., Pfenuiggeklgasse 6. — Eduard Schwarz, geb. 30. IV. 1874 Wien, verh., XVI., Zechbarrengasse 4. — Mijrla Schornstein yerw. Meitzendorf geb. Fiiic!itli.:lmller. geb. 5. IX, 18S8 Bizejic, geseh., XVI., Klaitsgasss 23. — Kart Wollisclt, geb. 8. X. 1900 Wien, ledig, XVI., Soindeleagerstraße s. Herr. Gerson Wittmann, Mariahilf er st raße 178, $g «m: .16, .läqae^r . zum -(Judentum aurtickgetreten, DIE MUTTER Roman von Schalom Asch. Copyright by Dr. Präger »Pressedienst, Wien. (39. Fortsetzung) Modnlescu spielt heute. Was wollen Sie lieber«, Wildwest oder den ,Allri.crhtnik* mit Mogulesou? Oder sollen wir vielleicht in eine Tanzlmll gehen? Ich sehe sehr gern tanzenden Pärchen zu. Haben Sie Lust?44 „Ich weiß selber nicht, was ich wallen soll. Sic wollen soviel auf einmal!" „Ich habe schon so lange mit Ihnen ausgehen* uns „nice tfone" machen wollen, daß ich nicht weiß, was ich zuerst tun soll. Einmal habe ich mit Ihnen ins jüdische Theater gehen wollen, ein anderesmal in der Fünften Avenue spazieren gehen; ich habe so oft daran gedacht, daß ich jetzt, da ich endlich miti Urnen gehe, alles auf einmal will"— Buchholz lachte „Was macht Ihre Arbeit?" fragt Dwojre unvermittelt. „Meine Arbeit? Was für eine Arbeit?" „Ihr .SimsonV ..Ach, das meinen Sie? Er schläft." „Was heißt das, er schlaft?" „Er ist mir zuwider geworden, da habe ich ihn; < davongejagt; er steht zu Hause in der Dachstube1 in Lenin und schläft, aber er ist zerbrochen. Ich habe ihm den Bauch -durchlöchert." „Was haben Sie getan?" „Ich wollte einen neuen Anzug haben und mit1 Ilmen ausgehen." „Da haben Sic ihren Simson zerbrochen?" „Warum nicht? Er hat mich nicht arbeiten lassen. Uebrigens, ich ha-be mit ihm gerungen,, wer stärker ist, er oder ich; und mit einem Stoß habe ich ihm den Bauch durchlöchert" „Was reden Sie da?" . , „Ich werde den Plunder ganz hinauswerfen." „Warum?" „Wozu brauche ich ihn? Ich werde irgend eine unständige Arbeit lernen, mit der ich Geld verdienen kann, viel Geld; oh, ich weiß schon, was ich lernen werde." „Sie geben also den Hungerstreik auf, den Sie begonnen haben?" Dwojre lachte. „Ich habe Sie nicht geheißen, sich einen neuen Anzug zu kaufen, und daß Sie mit mir ausgehen, liabe ich von Hirten auch nicht verlangt." „Aber ich habe es wollen, ich iiabe mich so danach gesehnt, mit Ihnen auszugehen, ich allein mit Ihnen an einem Sabbat-Nachmittag, wenn alle Arbeiter ausgehen, z-usammen mit ihren „sweet h..." (Buchholz sprach das Wort nicht aus). Ich habe so gewünscht, einen neuen Anzug, ein paar Dollar in1 der Tasche zu haben, alles zu tun, was Sie wollen, zusammen mit Ihnen auf dem Autobus durch die Fünfte Avenue fahren,- in Gesellschaft gehen, zusammen Mittag essen, dann ins Kino gehen oder ins jüdische Theater — Boie moj!" — unversehens entfuhr Bucbholz ein Wort, das er noch aus der alten Heimat her kannte. — „Ich habe mich so danach gesehnt, ich habe esvso gewünscht..." ' Dwojre sprach kein Wort. In ihren großen Augen schlug ein Licht auf. Sie sah ihn mit ihrem tiefen Blick an und senkte ihn sofort wieder. Doch ihr, ganzer kleiner Körper schmiegte sich jetzt an ihn. | Sie war hart an seiner Seite, er hörte ihren Atem und' fühlte ihren kleinen, leibenden Körper neben sich. \ Plötzlich faßte er sie an der Hand und begann mit* ihr zu laufen, . „Kommen Sie; Dwojre, kommen Sie, laufen wir.'* „Das ist, doch nicht schön, Buchholz." „Was ist nicht schön? Sie haben Angst vor den Leuten? Was gehen mich die Leute an? Die da" — er deutet auf die dichte, wogende Menge, welche die; Straßen füllte „sind doch Wasser und wir sind Fische, wir schwimmen..." Es> war einer der goldenen Herbsttage in New York, da die Welt in Gold gekleidet ist, da Gold! auf den »Feldern, auf den Bäumen glänzt, da das Gold in, New Yorks Luft zu spüren ist und New Yorks Himmel golden erstrahlt. Die Luft erfüllt ein reifer Weinduft und der Wind haucht Wein- und Aepfelduft aus; man trinkt den reifen Fruchtsaft der New Yorker Luft und wird schier berauscht von ihr und vom Wind... Samstag nachmittag. New York hat den Woohenlohn bekommen. Der eine hat ihn noch ungeöffnet im Knvert seiner Frau und den, Kindern heimgebracht und geht jetzt mit ihnen durch die Straßen einkaufen; der andere hat seinen Lohn der Geliebten gebracht und ist mit ihr ausgegangen. Alle Gesichter strahlen, alle sind glücklich. Morgen ist Sonntag, da kann man schlafen, so lange man will, und vor lins liegt die Napht, so lang als wir wollen. In den Straßen drängen sich Automobile und Omnibusse, auf den Gehsteigen die Menschen. Alle gehören zusammen, der Mensch ist kein Einzelwesen, er ist itn Masseustrom aufgelöst worden und ertrunken,. In dieser Masse schwimmen Buchholz und Dwojre, Buchholz hält Dwojre, das Mädchen, das so schön schweige» kann, an der Hand und «r sieht dtei

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