Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 72 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 DIE NEUE WELT *. 72 Acht jüdische Abgeordnete im Parlament von Tanger. In Uebereinstimmung mit der Pariser Konvention hat die italienische Regierung ihrerseits drei Mitglieder für die gesetzgebende Versammlung von Tanger entsendet, unter ihnen einen Juden: Signor Jakob M. Nahon. Der italienische Gesandte F a c e n d i s, früher Konsul in Jerusalem, setzte sich für die Wahl Nahons ein. Die Zuwahl Signor Nahons hat die Zahl der jüdischen Mitglieder des Tanger-Parlaments auf acht (unter einer allgemeinen Zahl von 26 Abgeordneten) erhöht. Die Juden an den Universitäten Deutschlands. Im Sommerscmester 1928 wurden die deutschen Universitäten von 81.917 Studierenden besucht, darunter 3571 Juden. Der Anteil der Juden an der Zahl der Studenten betrug 4.4 Prozent, während der jüdische Bevölkcrungsanteii in Deutschland nach der Volkszählung im Jahre 1925 nur 0.9 Prozent ausmacht. Unter den 4019 ausländischen Studenten befinden sich. 787 Juden. Sie machen 22 Prozent der Juden überhaupt aus, 10 Prozent der Ausländer. Es studieren 2733 jüdische Männer, 183S jüdische Frauen. Unter den jüdischen Studierenden befinden sich also etwa zwei Fünftel F r a u e n, während die Gesamtzahl der Studentinnen in Deutschland 11.883 beträgt, so daß von sämtlichen Studierenden Frauen 15 Prozent Jüdinnen sind. 32 Prozent der jüdischen Hochschüler studieren Rechtswissenschaft, davon 1013 Männer, 109 Frauen, 414 Ausländer und 16 Ausländerinnen. 27 Prozent der jüdischen Hochschüler studieren a 11 g e m.e ine Medizin, davon 661 Männer und 295 Frauen. Bei diesem Studium betragen die jüdischen Ausländer 25 Prozent. Die ineisten jüdischen Hochschüler studieren in Berlin, und zwar ,1100 (287 Ausländer) unter 10.691 Studierenden (994 Ausländer). . Es folgen Frankfurt mit 369 Juden unter 3657 Studierenden, F r e i b tt r g mit 285, Heidelberg 251, Münster 247, Breslau 224 jüdischen Studierenden. In Aachen, München, Braunschweig usw. studieren zurzeit nur wenige Juden. Von den Technischen Hochschulen hat Berlin- Charlottenburg weitaus die meisten jüdischen Studenten. Das jüdische Siedlungswesen in Australien. Vor einigen Monaten hat sich in Australien eine Gesellschaft für jüdische Kolonisation gebildet, die auch schon gleich eine Kolonie eingerichtet hat. Rev Jacob Danglow hielt in der St. Kilda-Synagoge eine Ansprache, in der er ausführte, er selbst habe an die Durchführbarkeit des Planes nicht glauben wollen, heute, ange^ichfs der erzielten überraschenden Erfolge, müsse er zugeben, daß er unrecht hatte. Die Siedlung B e r v i k ist im schönen Aufblühen begriffen. Er habe sich mit den Siedlern unterhalten und tiefe Eindrücke von diesem prächtigen Menschentyp empfangen. Der neuen Kolonie sind aus der Hinterlassenschaft des kürzlich verstorbenen Nahum Levinson 2200 Pfund zugeflossen, vier jüdische Organisationen, darunter der Keren Hajessod und die Palestine Weifare League, haben der Kolonie je 250 Piund zugewendet. „Der Jazzsänger." Central-Kino. In Amerika wird jeder Filmerfolg gemacht: gigantische Reklame, Galapremiere vor geladenen Gästen, Geschenke an die Besucher und „Einlagen"! Drüben gabs ein realistisches Stück, einen Ausschnitt aus dem jüdischamerikanischen Leben, „The Jazzsinger", die Geschichte eines Judenknaben, der inmitten seiner „profanen" Karriere, der Stimme seines Blutes folgend, ins Elternhaus zurückkehrt, um hier für den sterbenden Vater, einen Kanton das Kol Nidrej zu singen. Der. junge Georg Jessel, ein künftiger Schildkraut, spielte die Titelrolle. Es war ein Erfolg, der zur Verfilmung dieses mehr zu akusten Wirkungen neigenden Sujets reizte. Aber der Film gelang. Er gelang zunächst deshalb, weil hier der tiefbewegende Strom e'mes jüdischen Herzens, die uralte, unzerstörbare Blutgemeinschaft sinnfällig zum Ausdruck gebracht wurde; ferner deshalb, weil hier an .Stelle des sonst chargierenden Helden ein Darsteller trat, dem das Schicksal die Kunst gab, mit den einfachsten Mitteln der Physiognomie und der Geste ein Lied, eine Melodie, einen Schmerz, ein melancholisches Gewissen ganz triebhaft zu gestalten: AI Jolson! Die Komposition der Figuren ist kammermusikartig gebaut. Neben dem Jazzsänger, seine Lebensbahn berührend, schneidend, vorwärtstreibend, ein gedämpftes Trio: die.in Liebe, Mütterlichkeit, Zärtlichkeit sich ausgebende Mutter, der Vater-Kantor mit seinen starren Grundsätzen von Tradition, Pflichtgefühl und religiöser Erfülltheit, und der Gemeindevorstand, Freund der Familie, Bewahrer jüdischen Kultus, aufopfernder, stiller Mensch; das Ganze eingebaut in das ungeheure Tempo der amerikanischen Weltstadt, in der, für europäische Begriffe nicht faßbar, der Jazz den Rhythmus des Alltagslebens und der Alltagsfreude angibt. Das Wesentliche des Films liegt nun darin» daß die Primitivität des Geschehens harmonisch in primitiver Gestaltung sich auslebt. Appell an das Herz, nichts weiter. Besondere Attraktionen der Vorführung: eine Movietone-Einlage des berühmten Kantors Josef Rosenblatt und eine echte Gesangseinlage eines Wieners Sängers, Q r (in b e r g, der unter Begleitung eines Chors (Staatsoper) das Kol Nidrej mit intensivstem Ausdruck zum Vortrag bringt. * Den Stimmungsakkord bildet eine Ausstellung kunstgewerblicher Altertümer und der „guten Stub" aus dem Jüdischen Museum, das hier unter der Aegide Hofrat Frankfurters und Prof. Bronners im kleinen, improvisierten, darum aber nicht minder ausdrucksvollen Rahmen die Bedeutung dieser wertvollen Sammlung vor der Wiener Oeffentlichkeit dokumentiert und zur Förderung aufruft. o. r. Vorrede zum „Jazzsänger". Von Samson Raphaelson. Der Verfasser ist der Autor der Novelle und des Bdihnensfrückes „Der Jazizsänger", das nach großen Erföligen auch als Vorwurf für den Film „Der Jazizsänger" verwendet wurde, der im Central-Kino gespielt wird. Wer das heutige Amerika abbilden wiiill, maß es kaleidoskopartig zeigen. Er muß den leibhaften Gegensatz der Gesichter zeigen. Sie sind leidenschaftlich, sentimental, egoistisch, vulgär, edel, unermüdlich, fleißig, aufopfernd — eines scheint dem anderen zu widersprechen. A'Me sind sie in einem wirbelnden Tanz, der manchmal mir ein Tanz rung um Aphrodite ist und viel öfter ein Tanz für Jehova. Auf der Suche nach einem Symbol für das vitale Chaos der amerikanischen Seele habe ich nichts Bezeichnenderes gefunden als — Jaziz. Hier ist der Rhythmus wilden Erlebens vor einem .symphonischen Hintergrund — einem Hintergrund, der aus Wildheit der Seele und Güte des Herzens, monumentaler Rücksichtsilosi'g'kcit und außerordentlicher Ergebenheit besteht u-tid dessen HaU'Ptzug doch eine gewisse Religiosität ist. Ich höre Jazz und sehe die Vision von Kirchen und Tempeln, ihre Silhouetten in der u-ntergehenden Sonne — eine einzelne Figiur dann, eine verlorene Seele, auf den Ruinen tanzend —, so sehe ich den Jazzsänger. Jazz ist Gebet. Es ist zu leldenschaftilich, um etwas anderes sein zu können. Es ist ein Gebet ohne ein bestimmtes Ziel, krank vielleicht, sich seiner Bestimmung unbewußt. Der Jazizsänger ist das, was Mathew Arnold vom Juden sagte: zwischen zwei Welten verloren, deren eine tot ist und die andere nooh nicht Kraft genug hat, um geboren zu werdem In meinem ersten Stück habe ich die ironische Wahrheit zu kristallisieren versucht, daß jemand aus dem Amerika von 1928 — jener Jemand, der unsere Kabarette, unsere Revuen und Tanzsäle überflutet —, daß dieser Jemand mit einer derart heiligen In- . brunst betet, wie jemand aus dem Amerika der Kirchen und Synagogen. Der Jazz-Amerikaner unterscheidet sich von dem tanzenden Derwisch, von dem Medizinmann der Ziulus, von dem Neger-Evangelisten nur dadurch, daß er riiclht weiß, daß er betet. Ich habe einen jüdischen Jungen als meinen Protagonisten benutzt, denn von dieser Seite werden Natur und Synkopen des Jaz<z mehr denn von jeder anderen Rasse bestimmt, mehr sogar als von den Negern, von denen Jazz übernommen worden ist. Sie geben ihm neue Farbe und Bedeutung. Jazz ist Irving Berlin, AI Joilson, George Gershwin, Sophie Tuoker. Das sind Menschen, die ihre Lehrzeit in der Synagoge ihatten. Ü.nd sie sind es, die in evangelischen Ausdrücken die Natur des heutigen Chaos zum Ausdruck bringen. Du findest die Seele des Menschen in seinem Liede. Du findest den Sinn der Lieder in der Seeie der Ministranten, die sie schaffen und vortragen. Im „Jaczzsänger" habe ich versucht, die Seele eines dieser Ministranten zu erklären. 18.000 Besucher in sieben Tagen beim „Jazzsänger". In den ersten sieben Tagen der Uraufführung des Films ,J>er Jazizsänger" passierten 18.000 Besucher die Kassen des Zentralkinos, das dadurch 'beinahe vollständig ausverkauft ist. Der große Erfolg dieses Films ist nicht nur auf die grandiose und' interessante Bild- und Tonaufmachiung zurückzuführen, sondern auch darauf, daß das Publikum sich gerne endlich einmal auch ein neues Gesicht im Kino ansieht — AI Jolson, der von der Kinoleinwand herab täglich bei „offener Szene" Stürme des Beifalls auslöst. AI Jolson, der weltberühmte Jazizsänger, dessen Lebensgeschichte, von ihm selbst dargestellt, derzeit im „Central-Kino" als Film zu sehen ist und vom jüdischen Publikum mit begeistertem Interesse verfolgt wird, ist auf erstklassigen, nebengeräuschfreien Sprechplatten zu hören. Auch das Gesangsrepertoire des' Obertkantors Josef Rosenblatt, insbesondere das Lied „Jahrzeit", findet allgemeinen Beifall. Alle diese Schallplatten sind im Musükhaus „Excelsior", Inh. Richard Herzog, IL, Kleine Pfarrgasse. 28, und I., Adlergasse 5 (Tel. R-23-4-90), erhältlich. Daselbst Propagandaver'kauf erstklassiger jüdischer und hebräischer Schallplatten sowie der neuesten englischen Schlager zu besonders ermäßigten Proisen. E Jüdische Künstlerspiele. („Reklame", Praberstraße.) Direktor Isaak Deutsch ist von seiner Tournee in Südafrika zurückgekehrt. Er hat die bekannte Soubrette Esther Perl mann für ein Gastspiel gewonnen. Frau Perlmann tritt Freitag bis Montag und Donnerstag in „Berels Bossak" und Dienstag in „Goldene Palaste" auf. Die R^gie führt Direktor Isaalk Deutsch. Jüdisches Kürstlerkabarett, II., Pratersträße 60. Heute Erstaufführung von „Die Bolschewiken Chasen e", Komödie mit Gesang in drei Akten von H. Wolf, Musik von B. Perlmutter., Die Novität wird bis 5. d. wiederholt. Mittwoch: „A iebedige Welt". Donnerstag, den 7. d.: „Ubgenarte Kales". Besinn halb 9 Uhr. „Dybuk" im bulgarischen Nationaltheater. Im bulgarischen NationaKlieater zu Sofia fand am 14. Jänner die Erstaufführung von Sdh. Anskys „Dybuk" in bulgarischer Sprache statt. Das Theater war voll besetzt. Die Minister fär Unterricht, Justiz und Haudd, sowte .mehrere PersönlichkeHeit aus dem köndgilchen Palais wohnten der Auffivhruüig bei. Die Darsteller wurden stürmisch atoklamiert. Jehuda Elirenkranz, der von seiner erfolgreichen Tournee zurückgekehrt ist, liest am 10. d., halb 12 Uhr vormittags, im Rahmen einer Matinee im Theater in der Josefstadt. Neues Programm. Unter anderem: „Am Dneysler" von Schliem, „Maschine" vom Roscnfeld; ,.Dorfzaddik" von Asch. „Herl, der Schneider" von Percz. KONKURS Bei der israel. Kultusgemeinde Klagenfurt gelangt die Stelle eines Kantors der zugleich Schochet-Ubodek (und Mohel* sein muß, zur baldigem Besetzung. Derselbe muß von orth. Rabbinern Autorisation besitzen Offerte mit Angabe des Alters, GehaltsanspücheundZeugnisabschiiftensind zurichten an MaxStösil Pr4«M d«r K«iltu«getnelnde Leinen aus Holland. Unter dieser Devise veranstaltet das populäre Warenhaus Brüder S c h i f f m a n n. II., Taborstraße 48, ab I. Februar die diesjährige Verkaorfssensation der „Weißen Woche". Durch Riesenabschfese mit den größten Weißwarenfabrdken, wie „B. S. S.", „Lilien", „Traunstein", „3 Tannen", „B. N.", „F. L. Co." usw., ist die Finna Scliiffmann in der angenehmen Lage, ungeachtet der Preiserhöhung der Baumwolle auf dem Weltmarkt die Preise für sämtliche Weißwaren ganz außerordentlich hillig und viel niedriger anzusetzen als bei den bisherigen Sonderverkäufen. 36 Schauifensfer zeigen die Reichhaltigkeit der Auswahl und eine verblüffende Leistungsfähigkeit. Hausfrauen, Wirte, Hoteliers, Pensionen müssen im eigensten Interesse diese nicht so bald wiederkehrende günstige Kauffgelegenheit ausnützen. Provinzkundett und Käufern aus anderen Bezirken werden die Fahrtspesen tour-retour vergütet. Wegen des zu erwartenden starken Andranges wird gebeten, auch den Vormittag für den Einkauf zu benutzen. Nachstellend einige Preisbeispiele: Wäsche-Webe und Chiffone per Meter S —.58, Riesenwebe, 80 breit, Marke „3 Tannen" S —.78, Wäschebatiste, Marke „Traunstein" S —.98, Ia Rumburger Weben für Bettwäsche S 1.25, Ia Bettücher, 140 breit S 1.75, Reinleincmbettoiah, 150 breit S 3.90, Atlasgradel, für Bettwäsche, 80 breit S 1.25, Inlett (Nanking), 80 breit S 1.25, Bettgarndtur, Marke „R. S", bestehend aus 2 Polstern und 1 Tuchent S 7.90, Bettgarnirur, Toledo, gestickt, komplett S 15.80, Ia Leintücher, gebleicht S 3.90, Damenhemd, ajour, mit Spitzen und Motiven S —.98, Garnitur (Hemd und Hos«), guter Strapazchiffon, ajour und gestickt S 3.90, Rockkombinationen, ajour und gestickt S 2.90, Büstenhalter mit Spitizen und Schilfimg S —.49, Herren-Strapazhemd, weiß, mit Doppelnmnschetten S 2.90, Abendlhemd mit Popelinlbrust und Doppelmanschetten S 9.80, Unterhosen S 1.98, Wirtschaftshandtücher, ungebleicht S —.69. Staubtücher S —.39, Bodentücher S —.59, Geschirrtücher S —.39, Tiischt/ücher, Damast mit Ajour S 3.90. Ia Damasttischtiücher, 140/140 S 6.50, Frottierhandtücher, gewürfelt S —.98, Daimen^Batist- und -Stickereitaschentücher S —.15, Herren- Taschentücher, weiß mit farbigem Rand S —.29. Scheiben- Vorhangstoff S —.39, Madras-Vorhangstoff, 70 breit S —.70, Madras-Künstlervorhänge, dreiteilig S 5.90. Doppeübettdecken, feinste Ausführung S 14.50, Waschseidenbatiste, per Meter S —.98, weißer Ripsbarchent S 1.25, Wirtschaftsschürzen. ,aus guter Webe S 1.25, Servierscliürzen S 1.15, ♦ Herren und Damenmantel, Ia Gradel S 7.90, Taffetseide! S 3.90. Seidenlbrokate S 2.50, Crepe de Chine S 3.90, Scfcalwd'l-'Rips, doppel'tbreit S 4.90. Mengenaibgabe vorbehalten! Auch in allen anderen Abteilungen findet wegen Umbau und Vcrgrößcriung der Verkaufsilo'kalitäten ein Sondervcrkauf zu tief reduzierten Preisen statt. Repräsentationsball der Zionlsten. Der Repräseutationsbal!l der Zionisten Oesterreichs wurde mit Rücksicht auf die verschiedenen im März stattfindenden Gesellschaftsreisen nach Palästina für Samstag, den 2. März vorverlegt und findet an diesem Tage in den Räumen des Konzerthauses statt. Die Veranstaltung steht unter dem Protektorate eines Ehrcnkomitees, dem prominente Persönlichkeiten des Wiener jüdischen Finanz-. Kunst- und Literaturlebens angehören. .Außerdem wird ein Damen- und Herrenkomitee gebildet, das sich aus allen Kreise« der Wiener jüdischen Gesellschaft zusammensetzt. DeT Ball soll dazu dienen, die Idee unserer Bewegung auch in Kreise zu tragen, die uns bisher ferngestanden sind und die uns durch diese auf rein gesellschaftliche Basis gestellte Veranstaltung näherkommen sollen. Das Ballkomitee wird bemüht sein, den Ball so zu gestalten, daß alle Teilnehmer in jeder Hinsicht zufriedengestellt werden. Der Reinertrag fließt .dem Chajes-Wald und dem Chajes-Gymnasium zu. Kartenvorve r k a,u f: Ballkomitee, I., Kärntnerstraße Nr. 28, Tel. R-27-4-85/86; IL, Zirkusgasse 33, Tel. R-49-9-98. Predigten. Heule werden bei dem um '4 Uhr 45 Minuten beginnenden Abendgottesdienste Predigten abgehalten: I., Seltenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); XVI.. Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). Im Gcmeindetempel, XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang) findet am 2. d. beim Morgengottesdienste (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) ein exegetischer Vortrag statt. J üdische Sport« und iTurnbewegung Das Cupspiel Admira—Hakoali. Der F. C. H a k o a h steht Sonntag vor einer schweren Aufgabe. Die Blau-Weißen, die als einziger unterklassiger Verein, die günstigsten Chancen haben, sich im Cup zu behaupten, spielen gegen den zweifachen Meister und Cupsieger Admira. Mit Rücksicht auf die guten Leistungen des F. C. Hakoah in den letzten Spielen ist ein Sieg der jüdischen Mannschaft gegen den spielstarken Gegner nicht ausgeschlossen. — Das Vorspiel bestreiten V ie n n a und B. A. C. (Meisterschaft). Die Vienna wird versuchen, die Hohe Warte durch Walzen und Kehren spielfähig zu machen. Handballsektion der Hakoah. Das Saaltraining findet wie bisher jeden Mittwoch von halb 7 bis 8 Uhr abends für Damen, von 8 bis halb 10 Uhr für Herren im Turnsaale. XV., Hcrklotzgasse 21, statt. Jeden Donnerstag, halb 8 Uhr abends. Leitungssitzung, um halb 9 Uhr abends Spielerversamrn« luug im Klubheim, I., Wiplingcrstraßo 24-26. Junge Jüdische Damen und Herren, auch Anfänger, die den Handballsport unter erstklassiger Anleitung erlernen und betreiben wollen, werden an den bezeichneten Tagen aufgenommen. Dr. Ludwig Eckstein, der Präsident des S. C. Meriorah. Ist nach kurzem schweren Leiden verschieden. Die jüdische Sportgemeinde verliert In Herrn Eckstein einen tüchtigen Mitarbeiter und einen aufrichtigen Zionisten. Neumann (früher Hasmonea-Wien) hat sich bei dem F. C. Hakoali angemeldet. Er wird bei seinem neuen Verein als Mittelstürmer tätig sein und kommt auch für die Kampfmannschaft In Betracht. Beer, der Tormann der Cricketer, wird im Frühjahr wieder fOr Hakoah tütig sein. Der Amateurcup. In der nächsten Runde spielen: Hasmonea gegen Fcrrovia. K a d i m a h—W. A. F., M a k k a b i - Hagibor gegen Hohe Warte und M e n o r a h —Pfeil.