Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 69 (11.1.1929)
- Date
- 1929-01-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. m n itiMiimHiitmmtHtmniMMtHHtfiMimutffMli' .^„^„„^^y SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI |( Zentrale IX.. Bcrgg««se 19, Telephon 17-3-99 u. 16-9-34 i Lieferant für Heilanstalten 11 fj AbteHungcn für ^g^.Flelsch |j || unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Jsr. Kul- ||!| tusgemeinde Wien 11 § AutozuBtollung kostenlos Ii | IX. Berggaise 15 ✓ XVIII., Währingersfr. 97 j| s,fm(mifmnmtimitMiiMimu<MMHMntfiiNiiiHMrHf*MmMiiwitutttiimiiHimfiiirniiiiiiM^ 3 5jmitmtmnuromjimMmmmimmi:mfMmmmw^ Die Hälfte Wasser... Zum Ableben Tetetlenis. In Ungarn starb dieser Tage in hohem Alter der Rechtsanwalt Dr. Armin Tetetleni, der seinerzeit, als die liberale Partei in Blüte stand, als Vertrauensmann von Tisza und Fehervary zu den einflußreichsten Persönlichkeiten gehörte, Dr. Tetetleni war aber auch dadurch berühmt, daß er, obgleich er einer christlichen Familie entstammte, sich mit seinem ganzen Wesen zum Judentum hingezogen fühlte. So zahlte er Jahrzehnte hindurch freiwillig einen nicht unbedeutenden Betrag an Kultussteuern für die jüdische Gemeinde in Balaton- Boglar, aus welcher Stadt er stammte. Er sprach und schrieb vorzüglich Hebräisch, widmete seine ganze freie Zeil dem Studium des Judentums und besonders dem Problem des ungarischen Judentums. Schrieb er einen Brief an einen Juden, verabsäumte er es nie, der Arrode die hebräischen Worte: „Ad meah schanah" (bis hundert Jahre) anzuführen. Eine ganze Menge von Anekdoten dankt ihm ihre Entstehung. Am lustigsten wohl war das Intermezzo, als;,seine Judengemeinde" einmal auf Grund eines Vorstandsbeschlusses die Kultussteuer allgemein erhöhte und mechanisch auch dem christlichen „Gemeiudcmitglied" Dr. »Tetetleni die erhöhte Kultussteuer vorschrieb. Einmal, zweimal ließ sich Dr. Tetetleni diese .,Gleichheit vor dem Steüerreferenten" gefallen. Als aber später sich die Steuerschraube wieder sehr ungebärdig erwies, richtete Dr. Tetetleni eine hebräische Zuschrift an die Gemeinde, ir* welcher er launig gegen die Erhöhung seiner Kultussteuer Einspruch erhob. Er werde — schrieb er — niemals dagegen etwas einwenden, daß er von Jahr zu Jahr getreulich besteuert werde. Daß er aber als Christ auch noch alle -die großen Steuererhöhungen durchzumachen hätte, glaube er doch bezweifeln zu müssen. Der Kultusvorstand bat um Entschuldigung und Dr. Tetetleni entrichtete bis an sein Lebensende getreulich den letzten ihm auferlegten Steuersatz. Ueber das Verhältnis dieses außerordentlichen Menschen zum Judentum gab sein Sohn Dr. Paul Tetetleni,: einem Budapester Journalisten gegenüber noch folgende interessante Daten bekannt: „Mein Vater war nicht nur Mitglied der jüdischen Gemeinde von Balaton-Boglar, sondern auch von mehreren jüdischen Vereinigungen. So wurde er zum Beispiel im Jahre 1899 vom- Budapester Verein „Schomre Sabbath" zum Ehrenmitglied gewählt. Er war. ein genauer Kenner des jüdischen Humors, über dessen Eigenartigkeit er eine größere Studie schrieb. Leider ist diese Arbeit nur im Manuskript zurückgeblieben. Bis in die letzten Tage seines' Lebens arbeitet?, er an einem anderen großen Werk, dem er den Titel: „Ich und das Judentum" gab, in welchem er sein Sympathiebekenntnis für das Judentum ablegte und' begründete. In seinem Nachlaß befinden sich sehr wertvolle literarische Reminiszenzen, welche auch für die Geschichte des Judentums bedeutsame Dokumente enthalten. Dieser Nachlaß soll nun bald gesichtet und veröffentlicht werden. Eine hübsche Anekdote erzählt Dr. Paul Tetetleni aus dem Leben seines Vaters: " „Viele Jahre hindurch kursierte nicht nur in jüdischen, sondern auch in Gentrykreisen in Ungarn ein geflügeltes?Wort: „Chazi Majim". Auch dieses Wort hat seine Entstehung dem verstorbenen Dr. Tetetleni zu danken und ist auf das folgende Erlebnis zurückzuführen: Nach in der guten alten Friedenszeit mußte Dr. Tetetleni einmal als Mitglied einer Bergwerkskontrollkommission nach Siebenbürgen reisen. Die durchaus christliche Gesellschaft kehrte einmal zu Mittag in einem kleinen rumänischen Dorf in das einzige vorhandene Wirtshaus des Dorfjuden ein. Man bestellte Eierspeise, und zwischendurch wurde nach guter alter Sitte fleißig dem Wein zugesprochen. Der Schenker rief unausgesetzt die Aufträge seiner Frau in die Küche hinaus. Als die Stimmung der Kontrollkommission bereits ziemlich hoch gestiegen war, rief der Wirf seiner Frau zu: „Sarah, einen Liter Jajim, Chazi Majirn." Die Gesellschaft wußte natürlich nicht, was das zu bedeuten habe, aber Tetetleni, der Hebräisch verstand, durchschaute den Trick. Als es dann zum Zahle« kam, sagte Tetetleni an: — Zehn Liter Wein ... — ßin Liter ein Gulden, zusammen zehn Gulden, rechnete der Wirt.; . — Nanu, rnein lieber Freund, dir gebühren bloß fünf Gulden. :; : — Warum fünf? Worauf Tetetleni mit dem unschuldigsten {jessicht von der Welt meinte: — Es war. doch Chazi Majim (die Hälfte Wasser) und das kostet doch gar nichts... ' : Der Schenker erbleichte, als er sah, daß mau ihm hinter seine Finessen gekommen war ursd meinte resignier* zu seiner Frau: „Sarah, mein Kind, er ist mewin (er versteht)... ein Meschummed ... — Nein, mein lieber Freund, — antwortete Dr. Tetetleni lachend — ein echter Goj! Und die Szene löste sich dann in Wohlgefallen. auf. Theater und Kunst. Silvester, Slezak und die 9Ravag6. Mit Genugtuung, ja geradezu mit Begeisterung erzählten die Wiener Zeitungen, dafi der heurige Silvester ein Rekordsilvester gewesen sei — an Lustigkeit, Konsum. Geldumsatz und literarischer Kost. Ich weiß nicht, wieviel Champagner getrunken wurde, wieviel Tabak geraucht, wieviel Personen mit Auto und Elektrischer befördert, wieviel Selbstmorde und Einbrüche verübt, wieviel Theater-, Konzert und Kinoplätze besetzt wurden. Ich weiß nur, es war amüsant. Die meisten Wiener Theater konnten mit Jüdcleien aufwarten: in der Josefstadt schlichtete Schlcsinger- E feudi Kompctenzkonfliktc. im Stadttlieatcr zeigte der Detektiv Porges seinen Spürsinn, in den Kammerspielen brillierte Grün bäum als Frisiergehilfe aus dein jüdischen Mähren und im Theater der Komiker mauschelte alles von Sandor Rott bis A r m i n Berg. Eine herrliehe Silvesternacht! Wage es jemand, der Wienerstadt Kuristsinn abzusprechen! Zwar gab es im Konzerthaus, wo der Deutschösterreichische ßülmenvercin die „Wiener Lieblinge" aufmarschieren ließ, eiu kleines Intermezzo, ein Gewürgs. eine Remasuri, ein Ramatama, indem nämlich ein Paar, das ostjüdisehe Volkslieder vortrug, einen ..Murrer" kriegte, wodurch der allgemeinen Stimmung Abbruch getan wurde. Wohingegen dieser Mißton ein paar hundert Meter entfernt, in der Staatso.per. bei der ..Fle.dcrmaus"-Aufführnng wettgemacht wurde. Die Staatsoper, die nicht mir der Defizite wegen, die aus unseren Steuergeldern gedeckt werden, .sondern auch wegen der obligaten Skandale populär ist. hat sich ihrer Kulturmission erinnert und Herrn Kammersänger Leo S 1 e /. a k im sogenannten Orlofsky-Akt als Witzeerzähler auftreten lassen. Herr Slezak hat sich schon in den letzten paar Jahren auf das Parkett des Humors begeben, zuerst seine „Sämtlichen Werke" herausgegeben, dann einen ..Wörtbruch" begangen und schließlich sich keine Gelegenheit entgehen lassen, in besseren und minderen Häusern ,,S,c h m o n z e s" und „Lo.ze- 1 a c h" zurrt Besten zu geben. Diesmal erzählte der Herr Kammersänger, dessen beliebteste Redewendung nach den Aussagen seines Publikums „Mach' Sehabbes damit" lauten soll, in besagter Silvesternacht, in der Wiener Staatsoper, in der . „Fledermaus" von Johann Strauß, der ja schließlich ein „nicht unbegabter" Musiker war, etwas, das in der Fassung einer Wiener Montagszeitung so geht: G e r s t e n b 1 a 1t war anläßlich des Jahreswechsels im Dampfbad. Als er nach Hause kommt, bemerkt seine Frau, daß er keine Weste anhat. Große Verzweiflung. Vielleicht hat er die Weste im Bad vergessen. So vergeht ein Jahr. Und wieder zum Jahreswechsel, geht Gerstenblatt ins Bad. Triumphierend kommt.er nach Hause ... mit der Weste. — „Also, wo. war die Weste: doch im Bad?" fragt ihn seine Fraij* — „Tm Bad war sie nicht, aber ich hab' sie das ganze Jahr untenn Hemd getragen-" Es wäre ungerecht und geradezu truditionswidrig, wollte mau von einem Tenor Geist verlangen. Gar noch von einend, der ihn unbedingt haben und aus dem Rahmen eines Sangerlebens sozusagen in die Welt, der Weisheit, Philosophie, der Humanität treten will. Aber das Sprichwort von der Dummheit, die dafür steht, wenn sie einen Juden betrifft, scheint sich da ins Arische gewandelt zu haben. Selbst ein geistig obdachloser Tenor könnte wissen, daß der Witz mit der Heind- und Badpointe der Region einer Vorkriegszeit entstammt, da e)er gott-, kaiser-, vaterlandgetreue* österreichische Offizier und Beamte, seine literarische Kost von den „Budapestern" beziehend, vom Judentum nicht mehr kannte und wußte, als was er in seiner armseligen gajizisehen, von armen! verprügelten, hungernden; verwahrlosten Juden bewohnten Gnrnisonstadt sah. Der Herr Kammersänger Slezak, der scheinbar nur die ganz; und halb getaufte oder entjudete Welt kennt, in der; man nicht nur mauschelt, sondern Tenöre der Pikanterie wegen mauscheln läßt, ist dort, stehen geblieben. Eine Helferin, eine Förderin fand er in der „Ravag". Wie oft wurde dieser nahegelegt, den 200.000 Juden, die in dieser Stadt leben, etwas aus der jüdischen Geisteswelt zu vermitteln, das jüdische Volkslied etwa, neuhebräische Poesie oder die moderne jüdische Musik. Endlich nimmt die „Ravag" diese Anregung auf und «m Silvester, damit das neue Jahr mit einer Kulturtqt beginne, überträgt sie des Herrn Kammersängers güldenen Humor, die köstliche Anekdote vom H?tni Ger* stenblaW, der „seine Weste das ganze Jahr unterin Hemd getrugen" bat. ■'. Herr Slezak will scheinbur kein Tenor mehr sein. Er erzählt Witze, „jüdische Witze". Und die „RqVög"? Da sie ihn also als Sänger nicht mehr gelten lassen kann, propagiert sie ihn als das, wus ihm scheinbar gar so gut gefüllt: als Paradegoj. Eine Silvestervorste.llung in der Wiener Stualsoper mit einem Puiadegoj^ dessen Lozelach die „Ravag" in den Aeiher sendet — gute Nacht, meine Damen, gute Nacht, meine Herren guuute Nacht! o. r. Jüdische Künstlerspiele. Eine neue Revue-Operette. Ab Freitag den 11. Jänner gelangt in den „Jütischen K ü n s 11 e r s p i e 1 e n" (Theater Reklame) die Revue-Operette „Die Wiener Rebbezi n". lustige Bilder aus dem jüdischen Wien, zur Uraufführung. Der Text zu dieser Lokaloperette stammt von A. M e i s e I s. dem Autor der im Vorjahr mit so großem Erfolg aufgeführten Revue „Auf nach Tel Awiw". die Musik wurde aus original jüdischen Motiven von Regisseur Bryn zusammengestellt. Neben dem Kfinstlerpaar Vera Kaniewska- Paul ßreitmann tritt das ganze Ensemble auf. Neues Jüdisches Theater (Kilnstlcrkabnrctt. Ft., Praterstraße 60). Wochenspielplan: Heute (Erstaufführung), Samstap: und Sonntag: „Ihr eibrochen Leben". Lebensbild mit Gcsans: in vier Akten von M. Gcbel. Montajr ..Eine Nacht in K a I i f o r n i e n". Dienstag „Masel Tow". Mittwoch ,.R c i s c 1 e von China". Donnerstag „Anständige Mensche n". In sämtlichen Vorstellungen wirkt das ganze Ensemble mit Rotandhühne (Jüdische B(lhne). Freitag, den II. d. „Welwcle der Mcschorrer": Samstag, den 12. d. „ßercle Bosiak": Sonntag, den 13. d. „Berelc Bosiak": Montag, den 14. d. geschlossen; Dienstag, den 15. d. „Das Zigennermiidel"; Mittwoch, den 16. d. „Die rumänische Chasene". Carltheater. Galsworthys Drama „Der Zigare 11 e n k a s t e n" stammt aus seiner frühesten Schaffenszeit und ist ein krasses, allzu krasses Tendenzstück. Ein: unglaublicher Akt von Klassenjustiz wird aufgezeigt, ein durch und durch angefaultes Bürgertum vorgeführt. Der* |unge Sohn eines Abgeordneten, ein „Früchterl", stiehlt im Rausche einer Dame ein Handtäschchen, ein gleichfalls alkoholisierter Arbeitsloser, der ihm die Haustüre öffnen hilft, nimmt ihm bei dieser Gelegenheit das Portemonnaie der Dame ab und läßt auch noch einen Zigarettenkasten mitgehen. Der junge Mann wird dank der hohen Stellung seines Vaters und mit Hilfe eines pfiffigen: Rechtsanwaltes pardonniert, der Arbeitslose, dessen Frau; im Hause des Parlamentariers als Scheuerfrau beschäftigt ist und gleichfalls verdächtigt und verhaftet wird, gerät in die Justizmaschine und wird von ihr zermalmt, seine arbeiissame, unschuldige Frau wird um ihre einzige Verdienstmöglichkeit gebracht. Das Stück, in zu starken, grellen Farben gemalt, wurde nur durch die famose Darstellung erträglich getüncht. Hansi Jarno als Scheuerfrau in rührender Verbal enheit, schlicht und innig im Ton, of "enbarte sich hier als echte vo.ksschauspielerin, Eduard Rothauser, Wilhelm Schich, Paula Janower, Max Wittmann als Moeer-Kopist waren um eine feinabgestimmte Aufführung bemüht. e. k. . Habimah. Zum zehnjährigen Jubiläum dieses Theaters gibt der Kreis der Freunde der Habimah in Berlin eine kleine Schrift heraus, die Erinnerungen an die Habimah und ihren Entwicklungsweg enthält. Außer dieser Propagandabroschüre sendet der Kreis Mitteilungen über die letzten Arbeiten der Habimah aus und kündigt; gleichzeitig eine Europatournee der Habimah an. — Anschließend an unsere Mitteilungen über die FestVorstellunigi in 1* el-Awiw erfahren wir, daß der neue Oberkommissär für Palästina, Sir John Cliaucellor, der Festaufführung in Jerusalem (20. Dezember) beigewohnt hat. Shaw über Shylock. „Jewish Chronicle" in London veröffentlicht ein Interview mit Bernard S h a w. Der Berichterstatter fragt Shaw, ob er die Ansicht vertrete, daß Shakespeare durch antisemitische Motive geleitet war, als er den „Kaufmann von Venedi g" schrieb. Shaw verneinte dies und erklärte, daß Shakespeare den Juden als Mitmenschen und nicht als Schreckmenschen bezeichnet habe. Die Stelle, in der Shylock gezwungen wird, Christ zu werden, beweise, daß Shakespeare sich niemals ernstlich mit dieser Frage beschäftigt habe. Joachim Stutscliewsky-Konzerte. Wenn sich J. Stufschewsky in den letzten Jahren zwar hauptsächlich, der Propagierung jüdischer Musik gewidmet hat und der Hauptiniator der Gründung einer „Gesellschaft zur Förderung jüdischer Musik" gewesen ist, so hat er doch seine Tätigkeit als ausübender Musiker, als Cellovirtuose, nicht in den Hintergrund gestellt. Der junge. Künstler absolviert gegenwärtig eine Konzerttournee in: der Schweiz, die ihn nach Zürich, St. Gallen und Basel führt. Auf seinem Programm stehen die modernen jüdischen Komponisten, Acnron, Weprik, Milner, Krein u. a. Ende Jänner wird Stutschewsky wieder in Wien zu hörens sein. Eine „Dybuk"-Ouveritire. Der Frankfurter Kompc* nist Bernhard S e k 1 e s hat zum „Dybuk" ein Vorspiel für Orchester komponiert, das in Berlin unter der Leitung von Erich Kleiber aufgeführt wurde. Es handelt sich um eine orientalisierende Orchestensfcudie, die ihr Thema aus der Dybukmystik bezieht. Das Werk gilt als eines der schwächeren des jungen begabten Komponisten. Der Wiener Jüdische Gesangverein veranstaltet am 12. Jänner, um halb 8 Uhr aibends, im Festsaaie des „Industrie-Haus", I., Schwanzenibergpäatiz 4, ein jüdisches Voikal'koii'zert, wobei Chöre von Aohron, . Engel, Ljow, Szaminsiky usw. unter der Leitung des Ghordirigenten A. Oziinaitrovsky zur Ausführung gelangen. Mitwirkend: Igor Grünberg (Bariton) und Jakob Gimpel (KlavierviTtuose). Restliche Karten bei BucMiandiliHig R. Löwit, I., Rotemttirmstraße, Buchhandlung Rat, IL, Tabohstraße 20, und F, Seiieger & Co., IL, Praterstraße 23, sowie an der Abendkassa im „Industrie-Haus". Die Trägerin des Kleist-Preises — eine Jüdin. , Wie der „Mainzer Anzeiger" mitteilt, ist Anna Se#> hers, die junge Sphriftstellerin, die in diesem/.Jähre mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet wurde, eine Jüdin. Sie ist eine Tochter des Mainzer Kunsthändlers Isidor Neiling.; E Kantor Rosenblatt singt wieder in Wien. Das letzte Konzert des berühmten jüdisoh-amerik-anischen Kantors Josef Rosenblatt dürfte noch, allgemein in lebhaftester Erinnerung sein. Kantor Rosenblatt sang vor einigen Monaten im Konzerthau.s und der große SaaJ war bis auf das letzte Plätzchen von einer ehrfürchtig lauschenden Menge besetzt. Ist doch Kantor Rosenblatj heute vielleicht der prominenteste Vertreter des (früher so