Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 64 (7.12.1928)
- Date
- 1928-12-07
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2711613-2711630-2711679--0853-2714026- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr, 64 DIE NEUE WELT CK k i 4^ P H 0 N 0 L A Das v »He dete Klavi-rspiel-Inttrument macht Joden mm Klav<«r-V1rtuos«n Noten- Leihaboni ement Flügel Pianos Reiche Auswahl. 3<quemeZahlwe?se Gelegenuei sklule L HUPFELDo Wien, VI., Marhhiltetsttaße 3 durch Gift begangen und in einem --urückge.'a-seilen Schreiben erklärt, er habe die ständigen Verfolgungen, denen er ah Jude s it ns der an isemi Ischsn S udcntenscha't ausgesetzt war, nicht mehr er':a cn können. An diesen seit drei Jahren andauernden Verfolgungen, teilte Meisl mit, haben sich auch einige Professoren beteiligt. Der Fall wird jetzt von einer aus Vertretern der Prung und der Kommunistischen Partei zucammeng.......en Kommission untersucht. Einsteins „Relativitäts-Theorie64 hebräisch. Unsere Sprache vermag jetzt alles auszudrucken. Albert Einsteins Werk: „Die allgemeine und die spezielle Relativitäts-Theorie", ist soeben im Tel- Awiwer Verlage „Dwir", in einer hebräischen Ausgabe herausgekommen. Die Ueberira,gung besorgte, von Einstein autorisiert, Dr. Jakob Grünberg. Professor Einstein schrieb für die hebräische Ausgabe ein Vorwort, in welchem er ungefähr sagt: „Das Erscheinen meines Buches in der Sprache unserer Väter macht mir besondere Freude; es ist ein Zeichen der Um- und Weitcrbildunig, die unsere Sprache erfahren hat, so daß sie nicht mehr darauf beschränkt ist, die Angelegenheiten unseres Volkes unserem Volke zu erklären, sondern bereits alles auszudrücken vermag, was für Menschen "von Interesse ist. Sie ist ein wichtiger Faktor in unserem. Streben nach kultureller Unabhängigkeit. Das Originalmanuskript der „Allgemeinen und speziellen Relativitäts-Theorie«' befindet sich in der Hebräischen Universität zu Jerusalem; Einstein hat es im April 1925 aus Anlaß der Eröffnung der Universität der Bibliogewidmet. Abraham Reisen darf nicht nach Peilen kommen. Die polnische Regierung hat dem seit einer Reihe von Jahren in. New York ansässigen berühmten jiddischen Dichter Abraham Reisen, der sich in; Berlin aufhält und eine Reise durch Polen und Sowjetru Bland unternehmen will, das Einreisevisum verweigert. Als Grund wird angegeben, daß Reisen sowjetrussischer Staatsangehöriger ist. Jüdische Edeljournalisten. Jakob Wassermann, welcher sich als jüdischer Prophet gebärdet, dabei die Judenschaft beschimpft und sein kleines Kind zur Taufe getragen hat, findet in der jüdischen Assimilantenpresse eifrige Verteidiger. Warum? Weil er gegen den Zionismus und überdies ein stark gelesener Romanschriftsteller ist. Das „Israelitische Wochenblatt für die Schweiz" leistet es sich, den Zionisten das Recht abzusprechen, an dem Kindertaufef Wassermann Kritik zu üben. weil Uerzls Sohn Katholik geworden ist. 'iheodor Herzl hat seinem Sohne eine sorgfältige jüdische Erziehung zuteil werden lassen; Zwanzig Jahre nach dem Tode des Vaters hat Hans Herzl die Taufe genommen und dies ganz offenbar in seelisch und geistig abnormaler Verfassung. Denn er ging demonstrativ am Todestage des großen Vaters zur Taufe und hat seinen christlichen Glauben dann noch wiederholt gewechselt. Diese Tragödie soll Herrn Jakob Wassermann, welcher seinen Säugling in die Kirche trug, von seiner Schuld entlasten und den Zionisten den Mund verschließen, wenn sie gegen Beschimpfungen und Taufjuden kämpfen! Das liebe „Israelitische Wochenblatt für die Schweiz" scheint seine Leserschaft geistig nicht sehr hoch einzuschätzen. E Alle Jüdischen und hebräischen Volkslieder und kantoralen Gesänge der hervorragendsten Kantoren auf nebengeräuschlosen Schallplatten finden Sie in reich« haltigster Auswahl im Musikhaus „Excelsior" Inhaber Richard Herzog. Wien. I.. Adlergasse 5. und II» Kleine Pfarrgasse 28 (Tel. R-23-4-90) Sprechapparate aller Systeme und modernste Tanzschlager und Opernarien In Jeder Preislage auf Lager, ebenso alle modernen Gesangs» und Tanzschlager. Für Sprechapparate auf Wunsch auch bequeme Teilzahlung. Provinzversand per Nachnahme. Ein Jahr palästinensische Währung. In einem größeren lehrreichen Aufsatz bespricht A. Lewontin im „haaietz" die Emw.ckiung des Geldwesens in Palästina anläßlich des ersten Jahresabschlusses nach Einführung der palästinensischen Währung, dem wir die folgenden Sellen entnehmen: Palästina darf sich rühmen, eine Währung in den internationalen Verkehr gebracht zu haben, die mit Sicherungen allererslen Ranges b's zum vollen Werf gedeckt ist. Am 1. November wufde es ein Jahr, seit die palästinensische Währung in Kräft ist, und dieser Tag ist ein äußerst wichtiger Gede-kraff im Leben unseres Volkes und seiner Geschichte. Die Geldnoten und Münzen zeigen, daß Palästina auch heute das Symbol der Heiligkeit geblieben ist. Die symbolischen Bilder Rachels Grab, der Dayidturm, die Omarmoschee, die Moschee von Rlmla auf den Noten und Münzen erzählen und werden künftigen Geschlcch'.em erzählen von dem Verhältnis der Nationen und Völker, die nebeneinander im Laide wohnen, und von ihren Beziehungen zu. den vergangenen Zeitaltern; sowie das Olivenblatt auf den Silbermünzen das Bestreben kündet, die Nachbarvölker im Lande zu friedlicher Zusammenarbeit zu verbinden, - Im Judentum der ganzen Welt hatte es große Freude hervorgerufen, daß jetzt seit der Zerstörung Jerusalems zum erstenmal eine palästinensische Geldmünze mit histo-. Tischen Symbolen und hehntecher Inschrift auf den Markt gebracht wurde. Aus der ganzen Welt, besonders aus Amerika, Deutschland, England und Polen, waren Anstehen eingelangt, dorthin palästinensische und Geldnötenzu senden. So kam es, daß das palästinensische Geld zu vU größerer Popularität und,; Verbreitung gelangte a!s die Gekl-sorten der anderen jungen Nachkriegss aa en in. Europa und huite dürfen wir bereits unsere Währung ais eine betu.h;en}:die bereits ihre Krise überwunden __Sefte^ ymtmmHiiiiiiimmmiiiimtiiiHtmifimiiiiimiiwiimiiiM j Tarlers f /ki-Zocken! und Fäustlinge i | WienerSpezUHm'rfr« Ina Ion SportseichAtten erhfirtlleh | "tintiniiiiHtmiiHiiiMHiiMiiinimiiiiiiiiiiiiiiimiiiMiiin Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw pflegte auch! ihre Zahlungen mit eigenen Noten zu leisten, deren Wertan£a' e durch die besonderen Schecks der Anglo-Palesfine Company garanjert war. Auch in einem Teile de* Kolonien wurden eigene Lokalvaluten geschaffen, welche sehr viel zur Erleichterung des Verkehres im Handel und in der Landwirtschaft beitrugen^, Nachdem cV> französische und türkische Goldgeld von!' Platze verstunden war, gab die türkische Regierung, Geldnoten an Stelle der Münzen heraus, die jedoch vom Publikum mit dem größten Mißtrauen aufgenommen wurden. Das türkische Geld sank zusehends, Hunderte von: Menschen sind Verarmt, die Regierung war jedoch ohn' mächtig, dem Mißtrauen zu steuern. Als die englische Armee im Jahre 1917 nach Palästina kam, wurde da» ägyptische Geld eingeführt. Anfangs war es Schwer, die Dorfbewohner an die ägyptische Valuta zu geWöh.ren,, doch das Mißtrauen war bald überwunden und das ägyptische Geld eroberte binnen kurzem das gesamte Wirtschaftsleben in Palästina. Um jedoch nicht immer, vom! dem guten Willen eines fremden Landes abhängig zu sein,j haben Banken wiederholt sich Veranlaßt gesehen, Sonder», delegierte in Begleitung und unter dem Schutz bewaffneter Mannschaften nach Aegypten zu entsenden, um von dort1 Papier- und! Silbergeld in größeren Beträgen zu holen. Heute kann unser kleines Land sich beruhigt dazttj beglückwünschen, daß es seine eigene,, gesunde, durchaus! Sichere Währung besitzt Benützen Sie nur die ärztl. empfohlene, erfrischend wirkende CLINODONT ZAHN PA STA-MUNDWASSER-ZAHN BÜRSTE und urteilen Sie selbst Erhältlich in allen besseren Apotheken, Drogerien, Parfümerien ' Verlangen Sie kostenlos eine» Cllnodont-Probie durch den Gerieralvertrieb für Oiterr. W. Lösch, Wien, V. Storkgasse 10 und In sicherem, gesundem uhd'festem Zustand in unser | Leben eingedrungen, ist. / '> . . I Nach einem historischen" Rückblick auf die Entstehung hebräischer äddmünzeV in früheren Jfäl lli nderten kommt Lewoniin auf die ÖjeWverhaltriisse in i alästina in der Vorkriegszeit zu Sprecf|eri' und führt aus: ..' . In den vjelerj Jahren .der,. Vorkriegszeit .war Palästina eine klejne Provinz, im großen türkischen Reich, in. weichem die türkische Währung in Silber und Kupfer, wie Medjidje, . ßaschiik und,. Mea lik, in Geltung, war. Diese Geldmünzen hatten in;i.jeder Stadt einen eigenen Wert und zwischen deq. einzelnen StWen eitstand eh.e ganz verwickeLe Qeldverrectinung auf Grund, des türkischen Groschen. In Asa, Sichern,. Jerusalem, Jaffa, ..Haifa, Safed und Tibsrias wurde je Vriach der Stadt die türkische Valu a und das türkische Geld im allgemeinen anders gezahlt. Zu verschi dinen.Ja'irejzM en Winden große Mengen Geldes aus Konstantinöpel nach Palästina befördert, und sobald sich |m La de bei den Regierungszahlstelleq: und in den Bank?n größere Geldeingänge aus Steuern, Ab» gaben, Z h :nt u: w. an e' äüll ha len, w u d n cie wieder nach Konstanlinopei geschickt.; ' ... Außerdem waren französische Goldstücke in-großen Mengen im Umlauf, denn von den türkische^ Goldmünzen war nur eine verhältnismäßig geringe Zahl vorhanden, und interessanterweise haben alle Institute und fast sämtliche Kaufleute der "Türkei, i ihre Rechnungen auf Qriind der französischen Francs geführt, eine Erscheinung, die kaum noch in einem anderen Lande der Welt zu finden war. Da es einen großen Mangel an kleinen. Geldeinheiten gab, haben einzelne Siedlungen, besonders die neuen Einwanderer eigene Geldsorten geschaffen, die allerdings bloß innerhalb ihrer Orenzen einen Wert hatten. Sarona, Sichron-Jakob, Petach-Tikwah und Rosch Pinah schufen sich eigene Geldmittel, obgleich die türkischen Gouverneure dies strengstens verbaten. Diese Uebung . haben die Juden auch zu Beginn des Weltkrieges .beobachtet Infolge Geldmangels, besonders" der kleinen Münzen, brachten die Juden die Schecks und Kassenscheine der Anglo-Palestine Comi a ly auf den Markt, dl^ für sie den Zweck und auch den Wert einer hochwertigen Valuta erfüllten, , €bajcs-6cdcnkfcicr des üdischen Hochschulaussihus.sts. — Gedenkt.de. ReMoi Hofrat Prot. Di Schwatz. — Fe tsial des Kuttuibundet I. Paikrimi Nr 8 — Sonntag den 9 Dezember, um Mb 11 U» r vormittags. *». Qflste willkommen - Herr Obcrkantoi Q Mau gulle* wird das El mole rachamlm zum Voring bringen. I. Palästinareise 5689. 13. März bis 9. April 1929. Die Vormerkunige-n für diese vom' Verlbande radikaler Zionisten, der Vereinigung demokratischer Zionistinneri' und dem Palestine Toüring Club in Wiert veranstaltete 1. Gesellschaftsreise nach Erez-lsrael werden in den nächsten Wochen abgeschlossen. Die Relseleitung hat in einem Zirkular alle Interessenten ersucht, die ihnen seinerzeit eingeschickten Ahmeldungsforrmilare entn; sprechend auszufüllen und der Reiseleitung zu übermitteln.! damit die definitive Vormerkung vorgenommen werden kann. Es wird auf diesem Wege nochmals darauf auf merk? j sam gemacht, daß die deflni t lve Anmeldung erst nach Erhalt dieses For.muJar.es- und nach Leistung d er Anzahlung erf o 1 gt. Auf mehrere Anfragen wird bekanntgegeben, daß in das Reiseprogramm einige Tage zur f r e 1 e n. V e.r f ü g.u n g der.- Reiseteilnehmer eingeschaltet wurden und daß an den Samstagen keine Ausflüge und keine Besichtigungen statte finden,' ferner daß rituelle V e r p f 1 e g un g nicht nur, in den Hotels und Pensionen, sondern auclr auf dem Dampfer vorgesorgt wurde. Die Reiseleitung (Frau Berta, Taubes, Wien, II., Böcklinstraße 92). stellt über Ver* langen ausführliche Prospekte gratis zur Verfügung, ebenso werden 'den Interessenten Posterlagscheine auf das Pöstsparkassenkonto der „Neuen Welt" zwecks Einzah* lang zugesendet. Auskünfte' werden auch auf telepboni«* schem Wege durch Frau Paula Stricker. Tel. B-45-6-89 und Frau Berta Taubes. Tel. R-43.9«l9, gerne erteilt. Erste Österreichische Snar-Gasse, Wien, I , Graben Nr 21 Im Monate November 1928 wurde im Spar- und Scheckverkehre eingelegt S li;799.8O2.02;-dagegen rückgezahlt S 8,543.287.07. Am 30. November 1928" betrug der Cesamteinlagenstand S 147,747.526.96; der Stand der. Hynothekardarlehen S 81,244.745.24. ^_\. MEYtR'S LEXIKON 1928 ii^niiin Für nu'^^nHBsl Schilling wöchentlich! Ihr altes Lexikon Wird in Zahlung genommen! I Hiei abVennen u. Im off. Kuveit in. 3 g franko einsenden I I Iii beittfli ilwo Qratis-Pf otptkt toi lejcn loitoi Nun«. Beruf < Oenaue Adr«ie. Buchhandlung Schmels . . m Wlen(VIl.lNeubaugasse58,Tel.B-32-3-46l *