Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 62 (23.11.1928)
- Date
- 1928-11-23
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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S&fte % m mm weit Nr. m rlttL. , EIN GRIFF - EIN BETT. SCHLAFE PATENT OMfKt HM tfUtVOti - S0l»& ailUf. \Jo$efKoblitZA$ohni iAPü\m*ntam VK.SICMN$rER^6.1ft' „Man muß fordern!66 AetiSenifigeti Wedgwoods über die zionistische Politik. Der englische sozialistische Parlamentarier Cotonel Wedgwood. der eben eine, dem Palästinafonds geiten<ie Agitationsreise in Rumänien absolvierte« wurde äüf der Rückfahrt von Vertretern der Lemberger Jüdischen Zeitungen über die zionistischen Probleme befragt Er antwortete n. a.: »Von der palästinensischen Regierung muß man entschieden fordern. Ihr (die Zlbnisten, Anm. d. Red.) verlangt nichts entschieden und darin Hegt der größte Fehler. Nehmen wir z. B. das hebräische Schulwesen in Palästina. Es wäre viel besser, wenn man anstatt der Subvention für öas hebräische Schulwesen die Uebernahme der allgemeinen Schulen durch die Regierung verlangen würde. Ansehnliche Summen, die Jetzt der Keren Hajessod dem Schulwesen widmet, würden auf diese Weise freigemacht und für KofonJsationszwecke verwendet werden. Eines ist sicher: Die Mitarbeit und die Hilfe der palästinensischen Regierung für den jüdischen Jischub werden in dem Maße wachsen, in welchem in der Zukunft die Einnahmen und die Eingänge, des Keren Hajessod sich steigern werden. Vollständig begründet ist die Forderung der Vermehrung der Zahl der Joden in der ' Polizei. Es ist klar, daß es vielleicht zu den Geschehnissen b e i der Klagemauer nicht gekommen wäre, wenn das Kontingent der jüdischen Polizisten in Palästina größer wäre. Üebrigen? bin ich bezüglich der Klagemauer der Ansicht, daß Proteste nichts nützen werden. Es ist zu wepig, bloß zu protestieren. Man muß mit allem Nachdruck die Rechte.fordern, die den Juden zur Klagemauer zustehen. Die einzige Lösung in dieser Frage würde, ich in der Expropriierung der Zugangsstraße sehen, im Wege eines besonderen Gesetzes. Bezüglich des Hafens in Hafia bin Ich der Ansicht, daß die Angelegenheit im gegebenen Momente nicht reif ist, aus dem Grunde, da bisher die Tagesenrlohming der Arbeiter vertraglich nicht festgestellt worden ist. Ich gaube, daß der endgütige Vertrag im ganzen Umfange die berechtigten Forderungen der. jüdischen, Arbeiter berücksichtigen wird." . Ueber. die Erweiterung der Jewish Agency erkärte Wedgwood: „Vieles darüber weiß ich nicht. loh weiß Jedoch, daß die amerikanischen Juden viel Geld besitzen und Ehre gerne haben. Diesmal haben sie die Ehre für eine gat minimale Summe gekauft. Uebrigens braucht der Keren Hajessod jetzt viel; viel Geld, Ob Amerika dieses Geld geben wird, ist schon eine andere Angelegenheit. Die zionistische Exekutive Ist Jedoch heute so stark materialisiert, daß sie nicht gehör'« mit den idealistischen Momenten dar Bewegung rechnet. Ich gehöre zur Gruppe der Revisionisten in der Labour- Party und deswegen beziehe ich mich auch so kritisch zur Frage der ißrweiterüng der Jewish Agency.** Die Revisionisten für das Dominium. Die in Tel Aviv unter der Teilnahme Jabotinskys abgeha'terie Konferenz der Zionistischen Revisionisten ganz Palästinas hat eine Resolutjon angenommen, in der der Plan des britischen Parlamentariers und Arbeiterführers Colonel Josiäh C. W e d g w o«' d, Palästina in '*in britisches Dominium umzuwandeln, begrüßt wird:' In einer zweiten Resolution wird die Judenheit Palästinas aufgefordert, eine eigene; politische Wirksamkeit zu entfalten und eine permanente Vertretung, in Lon-, don zu erhalten. ■, Die Klageinauer. Die zionistische Petition in der Mandatskommission. Aus Genf, meldet IT.A.: Die Mandatskommission des Völkerbundes hat am 10. November die Petition der Zionistischen Organisation in der Angelegenheit der westlichen Tcmpejmauer in Jerusalem in Behandlung gezogen. Ein offizielles Kommunique wird bis auf weiteres nicht ausgegeben. Mit der Berichterstattung" wurde das Schweizer Mitglied der Mandatskommission, Professor R a p p a r d, betraut. Der Vertreter der Jüdischen Telegraphenagentur erfährt, daß die Mandatskommission über die den betenden Juden an ihrer heiligsten Stätte am Versöhuungstage geschehene Unbill ihr 1 e bhaf tes Bedauern ausgedrückt und ferner die Hoffnung ausgesprochen hat, daß es der britische u Regierung gelingen wird, eine gerechte und beide Teile befriedigende Lösung zu finden. Der Vorschlag, sofort ein Kematttiuqiie' Uber den angettoramenea Bericht zu ver- W3D Ton1? Da ich in tetzler Zeit in Erfahrung grbtefrt habe, daß diverse Bäcker auch Tt«rf«tt verwenden, habe Ich mich Verpflichtet gesehen, dafür Sorge zu tragen, d***n^> Cebftck erzeugt werde, und viJtJTtß den einzigen Bückermeister JOHANN HEGER U. Haldgasse 13 / Tal. A-47-6-84 | unter sireng« n n 3 V n stellen. Ein von mir hlezu bestimmter vertrauen*» wüidlger nvVD beaufsichtigt ptrmt* nmni die Erzeugung und kann daher auch der frömmste Jude Wtn ÖW dieses Gebäck genießen. Rabb. M. Meyarsohit. offentlidien, wurde von ilor Mehrheit der Mandatskommission a b g e l c h n t. , Keine Bekanntgabe der Beschiiissse. Aus Genf, 15. d., meldet die J. T. A.: Die Mandatskommission hat ihre 14. Session beendet. Ihre Bemerkungen bezüglich der Verwaltung der verschiedenen, Mandatsterritorien und bezüglich der verschiedenen Petitionen, insbesondere der Petitionen der Zionistischen Organisation, betreffend die Klagernauer «nd des arabischen Kongresses bezüglich des Parlaments werden dem Völkerbundsrat während seiner Sitzung im März 1929 vorgelegt werden. Erst dann wird dieser. Bericht samt den Beschlüssen der Mandatskommission und des Rates zur Veröffentlichung kommen. Die arabische Parlaments-Petition. Wie die Jüdische Telegraphenagentur . erfährt, wurde in der Sitzung auch die Petition des arabischen Kongresses betreffend' die Einführung einer demokratischen und parlamentarischen Regierungsform in Palästina in Behandlung gezogen. Berichterstatter war Professor Rappard. Da die Satzung wie gewöhnlich geheim war, verlautet aus, offizieller Quelle nichts über den gefaßten Beschluß. Dem J. T. A.-Vertreter wird aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt, daß die Kommission zu dein Beschluß gekommen ist, daß ihr in der Frage des Parlaments keine E n t s ch e i dii n g' zusteht, da die Wahl der Regierüngsförm dem Ermesseft der Mändatarmacht überlassen bleiben müsse. Gerichtsurt^e, V. \: Aus J e r u s a 1 e m, 16,1 tf.'j %?irä gemeldet: 2wei Araber, die an dem Exzeß am Ve^öhnuhgstag beteiligt waren* wurden vom Gericht zu drei Monaten, bezw. zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Das Vogel £ Noot-Stahttiaüs; Die Firma V o g e l & Nöot hat eine nach den. architektonischen Entwürfen des.Oberbaurates Pfofessor Josef Hoffmarin hergestellte Type ihrer serienweise erzeugten Stahlhäuser (System Förster) vor-dein Freihause, zwischen dem Verkehrsbüro unddefc.Wiedner.Hauptstraße; aufgestellt Und ladet -alle Interessenten zur freien Besichtigung dieses Hauses ein. Alle Auskünfte dort täglich von 10 Uhr vtirmitte'trs bis 8 Uhr abends. ■ •i JEin Weißbuch der englischen Regierung* Im icnglischen Unterhause interpellierte diese? Tage der sozialistische Deputierte Kenworthy die Regierurig wegen der Zwischenfälle in jerusalem. Er fragte, wie sich die Regierung zu der» neu e Ii, B ä u a u s f ü h r u n g e n der Araber an und über der Klagernauer verhält, ob sie nicht darin eine Veretzung des Status quo sieht, wenn, schon die Aufstellung einer tragbaren Mauer durch die njeht darin eine Verletzung des Status quo sieht, we,nn Minister A m e r y erwiderte, die Regierung werde in der Zubaufrage den Rat der höchsten jurjdisohen Autoritäten in Anspruch nehmen, bevor definitive Entscheidungen getroffen werden. Kenworthy wies noch darauf hin, daß die i ü r k i s c h e R e g i e r u n g niemals, Bauänderungen .*, an der Klagernauer, erlaubt hat. Sir Frank Sanders ort vertrat den arabischen Standpunkt und fragte, pb angesichts d e r A k 11 o n gewisser Juden die Regierung Schritte unternehmen werde, um die Westmauer zu schätzen, , F e n b y fragte, welche Maßnahmen getroffen worden sind, damit die Juden an der ihnen heiligen Stätte ihre Andacht ohne Belästigung ausüben können.; Auf diese beiden Fragen erwiderte Minister Äm er y, er beabsichtige dem Hause ein Weißbuch vorzulegen, in weichem die Intervention der Polizei und 1 Zion. landoskomifee und zion. Frauenorganlaatlon | 1 \; Dienstag den 4. Dezember 1928 V38 Uhr abends, 1 Ü Soüensaal, III., Marxergasse 17 s Chaies-Gedenkfeier 1 1; Prosta mm l. Gedenkrede (hebräisch): Rabbiner I | Dr. David Fcuchtwang. 2. Bedenk reöo; Dr. Nahum 1 r= Boldmann (Berlin. 3, Rezitation aus dar Bibel: § j§ Fräulein Margarete Bach. § 1 Kart«*i sind Im *lom«t|««h«n BUr«, I., Klrntn*r»tr. at § | «rflil f<Ch. Tel. R-37-4-8Ö, R-27-4-8Ö. \ | llilMUiiUiUUiUilUilillillUHIUItKillUIIIIIIIIIHIIIH J tt 14 M. Iltfiart Itrui WIEN \\1WXfSL\*,* T«l«phen 73-4-tO Sprechapnarate jeder Art, $owie samtliche JOd1a<hen und liMrälachen Schallplallen in reichster Auswahl stets auf Lager PROVINZVenBAHD PROVINZVERSANO die Sehritte, die ergriffen worden, um die Gefahr weiterer Zwischenfälle blntanzuhalten, ausführlich dargelegt sind. Sache der Regierung ist es, den Status quo aufrecht zu erhalten. Die Aktion der Polizei hatte den Zweck, das empfindliche Gleichgewicht zu erhalten. Gleichzeitig aber beklagt es die Regierung, daß die jüdischen Andächtigen durch die Aktion der Polizei gestört worden sind. Sir Frank Sandersons Sorge wegen der Moslemiten ist unnötig. Während es nicht bestritten werden kann, daß die Aufseher des jüdischen Gottesdienstes gewisse Neuerungen eingeführt haben, soll gleichzeitig festgestellt werden, daß die Juden die Frage des Eigentumsrechtes an derWestmauer niemals aufgeworfen haben und auch nicht beabsichtigen, dies in Zukunft zu hin oder sonst etwas zu unternehmen, das die Unverletzlichkeit der moslemitischen heiligen Stätte irgendwie antasten könnte. Die Regierung glaubt, daß bei einem Nachlasseh der noch herrschenden Erregung eine Schlichtung des Streitfalles in Freundschaft möglich sei. Arbeitet für den Jüdischen Nationalfonds! Wer für den Jüdischen NationaMonds sammelt, bringt palästinensischen Boden in den Besitz des jüdischen Volkes. Das bequeme Sammelmittel ist das vom Nationalfonds ausgegebene kleine blaue MImi"-Täschchen. Es ist handlich, läßt sich in der Westen- oder Handtasche leicht unterbringen. Jeder Jude soll ein „Irai"- Täschchen ständig bei sich tragen! An dl* Mitglieder des Verbandes radikaler Zionisten! „Imi"- Täschchen sind beim Nationalfondsreferenten des Verbandes, Herrn Steinklein, an je- 'lern Mittwochabend und bei Gefüllte ,Jmi"-Täsch- Sammettasehe für den : hxrwh wp pp (JQdischer Nafcionaffonds) $ ' der K. KL. erwirbt Boden Irv Palästina als unveröoOarllcrten Besitz des Jüdischen Volke« %tm allen Zusammenkünften erhältlich, chen sind ihm abzuliefern. pilllllllllllllllllllllllllH I Verband radikaler Zionisten § Sä MiHaaaMeiaBnHanMHB*nnBnnaaaHnnjaanB^ SS 8 Mittwoch, den 2ß. Novernber 1928 um Uhr g ig abends im s 1 €<tf£ ProdqWcnbörsc (Klubsaal) I g 11., Taborstraße IQ g I1 Versammlung! Gegenstand: H ss Die jödhehe öemcindepoUtik im M § Wandel der Zeiten 1 2 Referent: Dr. Leop. Piaichke» sl 3 Freie Aussprache Gäste willkommen j s (iiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiN Erste Palästinareise 5689. 13. März Ms 9. April 1929. Di« Anmeldungen für diese vom Verbände, radikaler £iorösten, der Vereinigung demokratischer ZJonistinnen gemeinsam mit dem Palestitie Touring Club Wien im kommenden Frühjahre unter der Devise JPurim In Tel- Awiw" veranstaltete erste Gesellschaftsreise nach Erez Israel laufen bei der Reiseleitumg fortgesetzt ein. Die rechtzeitige Vormerkung liegt, im Interesse der Relseteilnebmer,; damit auf Grund dieser Vormerkungen die besten Kabinen auf dem Dampfer und die schönsten und bequemsten Zimmer in den Hotels reserviert werden können. Prospekte werden über Verlangen gratis vom Sekretariate der Reiseleitung (Frau Berta Taubes), Wien, 11., Böcklinstraße 92, zugesendet. Die Einzahlungen erfolgen auf das Postsparkassenkonto der „Neuen Welt" und erhalten die Reflektanten die nötige Anzahl PosterUgüvheine. Auskünfte werden auch auf telepbonJschem Wege durch Frau Paula Stricker, Tel. Nr, R-45-6-89, und Fra« 4 Berta Taubes, Tel. Nr. R-43-9-19, gern» erteilt.