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Die neue Welt · 1928-11-02 · Heft 59 (2.11.1928) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 59 (2.11.1928)
Date
1928-11-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 59 DIE NEUE WELT Seite 7 1 cmminiwiuiM«inimTHmi»iTOuiimim«ii<w«"n«n:uii"im llll!llw"llMllll»IIIWwm SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCH H AUfiftEI Zentrale IX., Bcrggaase 19, Telephon 17-3-99 o. 16-9 34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen ffflr ntt?3'Fieis<ch ■HHBHnBVnnHHBHaBMBHMBBnBHn nnter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kul- | tusgemeinde Wien 1 IX. Bergg. 15 ✓ XVIII., tt/ährlngerstr. 97 | iirtWtiwwmniw«HmHHiiiiiHimimtt»iMHiiHmiiMW»imimi»H -jMjnmmtiimtroiiMMmtmiirmnmimnimittmm fniiimtmwmimnroiniiumftmtimnMHHniminiiimnHffltimiw Block) aufgestellt. Gewählt wurden von der Liste Nr. 1 (Assimilanten) vier Mitglieder der Verwaltung, Professor Dr. Allerhand, M. Chajes, M. Glaser man und Z. Ornstein; von der Liste Nr. 2 zwei Mitglieder, L. Wahl und Alex. Weinreb; von der Liste Nr. 3 ein Mitglied, Hirschprung. Somit verfügen die Assimilanten, Orthodoxen und Aguda in der Verwaltung über sieben Stimmen. Der Liste Nr. 4 sind fünf Plätze zugefallen. Ihre Vertreter sind: Senator Dr. Schreiber, Dr. M. Dogilewski, Dr. J. Reiß, R. M a r g u 1 i e s und Dr. A. Schorn Die Assimilanten haben daher eine Stimme über die absolute Majorität und wefden somit bei der Konstituierung die Präsidien des Rates und der Verwaltung besetzen. Auf die zionistische Liste entfielen neun Stimmen; ein zionistischer Kultusrat hat daher auf die Liste der Gegner gestimmt. Der bundistische Ratmann hat einen leeren Stimmzettel abgegeben. Der Vertreter der Hitachdut Dr. K. Schwatz hat, obzwar seine Partei keine eigene Liste aufgestellt hat, seine Stimme für Dr. Silberschein abgegeben. Sie war somit ungültig. * Die Kultusratwahlen in Tarnow. Bei den am 28. Oktober in Tarnow, der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Westgaliziens, durchgeführten Kultusratswahlen erhielten die Zionisten acht Mandate, die von Dr. S i 1 b i g e r geführten C h a s s i d i m fünf Mandate, die Assimilanten mit Dr. Mütz an der Spitze dt ci Mandate, ein un ab <h<ä n gi g e r Orthodoxer ein Mandat, der Bund drei Mandate. Nach der Zahl der abgegebenen Stimmen und der auf dieseentfallenen Kultusratsitze sind die Zionisten die stärkste Gruppe. Es ist ihnen jedoch nicht gelungen, die unbedingte Majorität, welche sie früher besaßen, zu erhalten. * Die Jüdische Gemeinde in Zloczow. Bei der Konstituierung der jüdischen Gemeinde in Zloczow wurden zum Präsidenten des Rates Dr. David Werfe! (Zionist), zum Vizepräsidenten B e r n h a u t, zum Präsidenten der Verwaltung Dr. Groß köpf (Zionist), zum Vizepräsidenten F-eiering gewählt * Die Warschauer Gemeinde entläßt die jüdischen Beamten. In der letzten Sitzung des Warschauer Magistrates teilte die Verwaltung der städtischen Milchwirtschaft auf eine Interpellation der jüdischen Gemeinderäte mit, daß sie alle höheren Administrationsbeamten entlassen habe, da die Milchhallen von einet besonderen Körperschaft übernommen wurden. Diese Stellen hatten bis jetzt hauptsächlich Juden inne. An ihrer Stelle wurden neue, nichtjüdische Kräfte aufgenoumein. Es ist auch sonst festzustellen, daß die Warschauer Gemeindeverwaltung sich bei Aufnahme neuer Kräfte von antisemitischen Grundsätzen leiten läßt. Der Präsident steht unter dem Einfluß des nationaldemokratischen Finainzreferenten. Die Intervention der jüdischen Gemeinderäte blieb bisher erfolglos. Lord Melchett 60 Jahre alt. Lord Melchett (Sir Alfred Mond) hat am 25. Oktober seinen 60. Geburtstaggefeiert. Aus diesem Anlaß spendete er 7500 Dollar für die weitere Ermöglichung der Publikation des Thesaurus von Elieser Ben J eh u d a, die von dessen Witwe fortgeführt wird. Lord Melchett wurde am 23. Oktober 1868 in Farnworth in Lancashire als der zweite Sohn des aus¬ Deutschland eingewanderten Chemikers Dr. Ludwig Mond geboren. 1906 wurde er in das englische Parlament gewählt und trat später als Arbeits- und Gesundheitsminister in das britische Kabinett ein. 1926 verließ er die. liberale Partei und schloß sich den Konservativen an. Er hat durch seine Kapitalanlagen in Palästina viel zur Entwicklung des Landes beigetragen. Gegenwärtig ist er Präsident der englischen zionistischen Föderation. S. M. Bernstein Mitglied der russischen Akademie. Aus Moskau meldet die J. T. A.: Der Mathematikef S; M. Bernstein, dem unter der Zarenherrschaft eine Universitätswirksamkeit vorenthalten worden war, ist nun zum Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften ernannt worden. Justin Sellgman gestorben. Aus Paris wird gemeldet: Justin S e 1 i g m a n, Präsident der Zivilkammer des Kassationshofes, ein angesehenes Mitglied der französisch-jüdischen Gesellschaft, ist im Alter von 68 Jahren gestorben, Bevor er vor 18 Jahren Mitglied des Kassationshofes wurde, war er Vorsitzender des Gerichfehofes von Paris. Die Mandatskommission. Am 26. Oktober ist in Genf die 14. Tagung der Mandatskommission des Völkerbundes unter dem Vorsitz des italienischen Mitgliedes Theodoli eröffnet worden, der in seiner Einleitungsrede auf das große Interesse verwies, das in der letzten September-Tagung sowohl der Rat wie die Versammlung des Völkerbundes den Arbeiten der Mandatskommission entgegengebracht haben. Im Anschluß hieran betonte ' das schweizerische Mitglied der Kommission, Prof. Rappard, daß diesmal die Arbeit der Mandatskommission zum erstenmal auch die Anerkennung des deutschen Delegierten in der 6. Kommission der Völkcrbundversamml'ung gefunden habe. Die Aguda hat telegrapliisch die Mandatskommission ersucht, die Diskussion über ihr Memorandum aufzuschieben. Die Staatsländereien in Palästina. Die Erwiderung er britischen Regierung auf das der letzten Sitzung der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes (im Juni d. J.) vorgelegene Memorandum der Zionistischen Organisation bezüglich der Pflicht der britischen Regierung, Staats- und Brachländereien für eine zusammenhängende jüdische Siedlung in Palästina zur Verfügung zu stellen, ist soeben beim Völkerbund deponiert worden. Zu der Frage der Ansiedlung von Juden auf Staatsland gemäß Artikel 6 des Palästina-Mandates äußert sich die britische Regierung dahin, daß die Palästinaregierung sich der Pflicht, die ihr Artikel 6 des Mandates auferlegt, wohl bewußt ist, und daß sie, wäc es auch das Memorandum der Zionistischen Organisation anerkennt, bestrebt ist, in der Angelegenheit der Beisan-Böden zu einem befriedigenden Arrangement zu kommen. Aus der Petition der Araber von Caesarea, die im vorigen Jahre überreicht CENTRAL-KINO 6® II. Taborstraße 8 :: Tel.42-3-41 Uraufführung Geheimnisse des Orients Ein Prunkfilm der Ufa Regie: Alexander Wolkoff Produktionsie tung: Noe Bloch Hauptdarsteller: Ivan Petroyich, Marcella Albani, DitaParlo, Nikolai Kolin, Agnes Petersen Mosjoukin Beginn: Wochentag y46 7.9 Uhr, Sonnu. Feiertag VA »/46, Va8, 9 Uhr GKS & worden war, kann die Mandatskommission ersehen, wie sehr die Vorkriegseihwohner "jeden Akt der Palästinaregierung, der sich auf die Position von Staatsböden bezieht, mißtrauisch beobachten. Pflicht der Regierung ist es deshalb, die Obliegenheiten, die ihr aus Artikel 6 des Mandates erwachsen, mit jener Vorsicht zu erfüllen, die wesentlich ist für die Erhaltung des Friedens und der Ordnung, ohne welche das jüdische Nationalheim nicht auf sicheren Fundamenten errichtet werden könne. Bezüglich Absatz 3 des Memorandums der Zionistischen Organisation, in welchem betont wird, daß der Mangel an Kapital des Einwanderers für diesen kein Hindernis, ins Land zu kommen, sein, sondern daß die persönliche Befähigung des Siedlers den Ausschlag, geben solle, erklärt die Regierung, daß der leitende Itnmigrationsbeamte nach Direktiven des Oberkommissars handelt und keinerlei eigenherrliche Befugnisse betreffend Einwanderer mit eigenen 1 Mitteln besitzt. Was Absatz 31 des Memorandums betrifft, wonach eine stärkere Beteiligung der Regierung an den Ausgaben für öffentliches Gesundheitswesen verlangt wird, so wird die Aufmerksamkeit auf die Tatsache gelenkt, daß . im Regierungs'budget Pf. 3800 für die Vollendung des Tel- Awiwer Hospitals, Pf. 2000 für dessen innere Einrichtung vorgesehen sind, daß Pf. 3000 im Verlauf von drei Jahren vom Tel-Awier Stadtrat aus der ihm von der Regierung zur Verfügung gestellten Anleihe beizutragen sind. Erwogen wird ferner die Schaffung einer Irrenanstalt. Denket an den Winter! und decket euren Kohlenbedarf schon jetzt bei der bestrenommierten Firma Julius Haber. Wien, II., Taborstraße 9. (Siehe auch Inserat, Seite 12.) E E Alle jüdischen und hebräischen Volkslieder und kantorälen Gesänge der hervorragendsten Kantoren auf nebengeräuschlosen Schallplatten finden Sie in reichhaltigster Auswahl im Musikhaus „Excelsior". Inhaber Richard Herzog. Wien, I., Adlergasse 5, und IL, Kleine Pfarrgasse 28 (Tel. R-23-4-90). Sprechapparate aller Systeme und modernste Tanzschlager und Opernarien in jeder Preislage auf Lager, ebenso alle modernen Gesangs¬ und Tanzschlager. Für Sprechapparate auf Wunsch auch bequeme Teilzahlung. Provinzversand per Nachnahme. Cafe Reklame CateHer: Jakob Goldf le$ Wi<jn, II., Praterstrafje Nr. 34 anschließend die „Jüdischen Künstlerspiele" / Vorzügliche Getränke und kalte Speisen zu billigen Preisen / Rummy» Spieltische; Treffpunkt der jüdischen Gesellschaft Das elektrische Radio-Wunder Ohne Batterien, ohne Akkumulator, mit eingebautem, wirklich klangreinem Lautsprecher. Einfachste Bedienung. S 310.—. Auf Wunsch Teilzahlungen. Alleinverkauf und Vorführung nur RADIO-ZENTRALE, Wien, VII. Mariahilf erstr. 86, Tßl. B-31-402 An die Freunde der „Neuen Welt"- Wer unser Blatt für gut findet, wird gewiß seine weitere Verbreitung wünschen. Er kann sie bewirken, wenn er der unterzeichneten Verwaltung die Adressen von Freunden und Bekannten mitteilt, welchen dann die „Neue Welt" einen Monat lang probeweise zugesendet werden wird. Mit bestem Dank Die Verwaltung „Die Neue Wien, IX., Unlversitätsstrai Erste Palästinareise 56 13. März bis 9. April 1929. Die Anmeldungen für die vom Verband radikaler Zionisten, der VcreinigaHig demokratischer Zionistinnen gemeinsam mit dem Pakstine Touring Club Wien im kommenden Frühjahr veranstaltete erste Palästinareise, ilauifen zahlreich ein. Es haben sich in einzelnen Städten dos nahen Auslandes Reisegruppen gebildet, welche sic'h dieser Gesellschaft angeschlossen haben. Die Veranstalter dieser Reise haben bei Erstellung der Preise nur die > effektiven Auslagen ins Kalkül gezogen, ohne irgend einen materiellen Nutzen einzurechnen, so daß die Teilnahme an dieser Reise auch denjenigen Interessenten ermöglicht wird, welche nicht in der Lage sind, alfeu große Geldopfer «u bringen. Der Preis beträgt für die ganze Reise von Wien bis Wien: bei Benützung der 2. ScMflfs'klasse engtl. Pf. 58, d. s. S 2000, der 3. Schi'ffeiklasse spezial en«gl. Pf. 41, d. s. S 1400, der 3. Schi'ffskiasse einfach engl. Pf 35, d. s. S 1200. Prospekte werden über Venl'anigen graitis vom Sekretariat der Reiseleirung (Frau Berta Taubes), Wien, IL, Böcklinstraße 92, zugesendet. — Auskünfte werden auch auf telephonischem Wege durch Frau Paula Stricker, Tel. Nr. R 45-6-89 und Frau Berta Taubes, TeL Nr, R 43-9-19, gerne erteMiL_ Die große Mode. i. Man trägt heuer viel Jüdisch. Wie „V o g u e" meldet, sind die neuen „Stoffe" der erste Auftakt zum Beginn der Modesymphonie einer Saison. Sie geben den Leitakkord alles dessen, was geschaffen werden soll. Sie entspringen aber ihrerseits folgerichtig dem Zeitstil, fügen sich in Konsistenz und Struktur den Linien und Formen, die sie zu erfüllen haben werden. IStoffe sind daher als Material interessant. So schreibt die führende Modezeitschrift „Vogue" zur Herbstsaison 1928. „Vogue" hat recht. Die neuen Stoffe sind interessant Zum Teil sind sie schon konfektioniert. Ernst Lissaue r hat seinen Haßgesang an England aufs Eis gelegt und sich dem „W eib des Jephta" zugewendet. Zwar ist im 11. Kapitel des Buches der Richter die Mutter stumm, nur von Jephtas Tochter ist die Rede, aber Lissauer, der vom christlichen Orgelton der J. S. Bach-Präludien angefangen, alles reden machen kann, läßt auch die Frau des! Jephta reden. Aehnlich ist's Max Reinhardt ergangen. Bis über (die Ohren in die Salzburger Barocke vertieft, die Stufen des Salzburger Domes mit den Figuren des allerkatholiijiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiii sich ES Warum ist die Heidegrütze (Heiden-Kascha) einrs s mal vorzüglich gut. das andere Mal minderwertig sss 555 und sehr schlecht? 1 555 H ANTWORT: sj. 555 Die Heide ist gut, wenn sie aus der Sladlauer ES srs HilhlQ» sie ist schlecht, wenn sie aus dem Aus- 555 sss lande kommt 555 sEs Verlanget daher nur Stadlauer Heide, Ü S55 lasset Euch nicht täuschen und merket Euch: sss ES STADLAUER HEIDE 555 hat ein eigenartiges feines Aroma (Wohl- Es 555 geschmack) «55 =§ STADLAUER HEIDE S 555 hat eine' spezitisch goldgelbe Farbe —5 =§ STADLAUER HEIDE §E ES ist frei von schwarzem Einwurf 555 STADLAUER HEIDE Üj 555 ist besonders schmackhaft und ausgiebig =— S Aufträge aus der Provinz werden prompt ausgeführt, Es ss auch in Postpaketen ES 1 Stadlauer Mühle 1 Es Wien, II. Vereinsgasse 24 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii /

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