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Die neue Welt · 1928-10-05 · Heft 55 (5.10.1928) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 55 (5.10.1928)
Date
1928-10-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sefte-3 DIE NEUE WELT Nr. 56 vergeblich waren, blieb nichts anderes übrig-, als dem Tobenden Fußfesseln anzulegen. i , Die Polizei verständigte ihren Amtsarzt. Kaum hatte dieser die Zelle betreten, rief der Betrunkene: „Von einem Juden lasse ich mich nicht tersuchen!" Als er nun am Morgen seinen Rausch ausgeschlafen hatte, legitimierte er sich tatsächlich als der Chef der Propagandaabteilung des Innenministeriums, Hajsman. Nach dieser Feststellung wurde er sofort auf freien Fuß gesetzt. ' Simchas Thora in Krakau. Von Otto Abeles. Nach der Legende soll es rings um Gaues Thron von Harten und Posaunen tönen und die Cherubini stimmen mit 'herrlichen Liedern in den süßen Wohllaut der Instrumente ein. Ununterbrochen währt das philharmonische Konzert dort oben. Nur wenn das auserwählte Volk zu singen anhebt, müssen die Chöre des Himmels und ihre Begteiitiustiriimente sehweisen. Dieses ist ein Gebot des Höchsten und ein Zeichen seiner Liebe für die Kinder Israels. Freitag abends, wenn der erste. Stern am Finna inen t erglänzt, wird oben abgeklopft. Die Scharen der Cherubim lassen sich zu Füßen Gottes nieder auf den unendlichen Stufen. Aber sie behalten das Saitenspiel in den Händen, legen die Posaunen nicht nieder, stützen das Kinn auf das .goldene Mundstück der silbernen Tuben, die sie vor sich aufstellen, und lauschen seduldis in« Städtl hinab. Bald ist das Mahl beendet, .bald klingen die letzten Semiroth- Lieder von müden Lippen, bald sind auch die Treuesten beim frommen Singen eingenickt, und kaum ist es in der Gaß stiJl geworden, erheben sich die Scharen der Cherubim von den unendlichen Stufen, greifen heile Akkorde auf den Säitenspielen, stoßen mit vollen Backen in die Posaunen, wenden sie thronwärts und ein starkes Lied umfängt Gottes Herrlichkeit. * Tu dieser Nacht aber ist nicht zu erwarten, daß die Chenubim gleichsam nur eine Orchesterpause werden feiern können, wie allwöchentlich beim Einzug der Prinzessin Sabbat. Heute heißt's, Harfen und Posaunen zur Seite legen und die heilige Freude des himmlischen Musizidreris bitter entbehren, bis das Morgenrot keimt. Denn Simchas Thora wird dort unten begangen und die ganze Nacht gehört den Enkeln Abrahams, die der Herr noch' mehr liebt als die bimmldschen Heerscharen. loh weiß, daß die „feiernden . Gheriibi-m sich in die Fittiche »hüllen und diwnpi brütend in die Dietclsgasse ^inahblicken, hierher, wo ich siehe. Ihre überirdischen Augen durchdringen ja die Nebelschwaden, die von der Weichsel her in die Gasse gezogen sind iwid schwer in den herbstlichen Bäumen hängen. Man hört die Kinder Israels eine •Introduktion mit Holzscheiten auf den Tischen. trommeln iind ein arges Trampeln von groben Stlefoln dringt bis in die sieben Himmel hima-iw. Kann .mir's ausmailen, wie das für die feinen Ohren der göttlichen Sänger, 'Zi'therschläger und Tubenbläser klingt, denn hier «iiten a#'Bütgersteig, wo ich verblüfft zu den Fenstern 'hiinaüfstarre, macht's den Eindruck, als müßten im nächsten Augenblick die Glasschefben brechen und die Dielen ewxstiirzeu. . f'; . . ^Indessen war's nur die erste linde Begrüßung der Freudennacht und all-mählich sammeln, sich ain einzelnen Toren .und Ecken: Meine Gruppen der Ghassidim zum Zug i-ir ihre Schul, umschwärmt von einem Rudel erhitzter Buben'. Ich folge eiaier der Bruderschaften. Sie wird von einem hageren Mann in einem lächerlich weiten Kaftan angeführt, der rechte und links einen Knaben unter Achselhöhle hält' und mit den vergnügten zwei Anhängseln rhythmisch tänzelt. Auf mannigfachen Umwegen gelangt der-'Zug^ih em >li'nt5rhaus des Josefsgäßchens. Unterwegs hatten sie Vergessen, daß sie der freie Himmel deckt, lange bevor sie das Ziel erreichten, war das verhaltene Summen zum Fortissimo.G>sang angeschwollen. * Vorwitzig trete ich ein. Blasse 'Erinnerungen a*i Ni- ■kolsburger Kindertage sind in mir wach geworden,: Der Tempel in. der holprigen Hauptgasse dicht gefüllt, ich selbst mit einer Fahne aus Goidpapicr, die ein brennendes Kerzchen krönt, sitze neben dem Großvater. Ein förmlicher Jungwald von Paipierfalinen, mit Lichtem besteckt, pendelt in Kihderhäuden über den Betpulten und über den Brüstungen der.. Frauengalerie hin und her. Würdig schreitend, die geschmückten Thorarollen im Arm und die Z5"linderhüte am -Kopf, defilieren die Gemeindeväter vor der Bundeslade und wohlgesetzte Choräle'begleiten sie. 0, du behäbige Gemütlichkeit dort drüben am Fuße des Nikolsburger r'Schloßberges in der mährischen Ebene 1 I KOHLE* KOKS I 1 ANTHRACIT i | BESTER MARKEN LIEFERT KONKURRENZLOS j | Firma Bäsch, IV., Argentinurstraße 22 | 1 Telephon. U-41-2 87, U-46 403 § I Rabattsektion desKEREN KAJEMETH I UiAriMmMmMtitnfiHttNntiHimwtnimtM^ iiiiMiitiiinninimmntrmmftimnftfTnftRtKtnmnrmrmittttttrriiiftnrtnmrtMi itiittmMi«mitmimtHtnt*NMtM «nrifmmMWWHP SIEGM. KORNMEHL §1 GROSSFLEISCHHAUEREI ff || Zentrale IX., Berggaase 19, Telephon 17-3-99 u. 16-9-34 j| Ii - gl || L i ef e r a n l für H e i l a n s t a I t e n || Ii A^^!SS3S^SLmSS!lS!ämM || unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der lar. Kul- §1 Ii tusgemeinde Wien Ii fl IX. Bergg. 15 ✓ XVIII., Währingerstr. 97 Sj § *(Wmil)»M»triiulMiiiinMitiHii|fiiiH,i(tiiiuuiMiriui"fM!Mtiiin'niHlliiU'iit.ti'rni>ii[i'it»i ttttiH'i)itiMiiiMt'[Hiniinmiiii!iit(i'iimniiiliM!U:iiinitifl|t:i'iiii; 3 rmiitHnmiiMunnituiniHu;i»iniiiinin:n(H.iitir:iMi<iinimii:MHmiiiimiiiiiiuiiittiiiittiiiii uitiiiiiiiiiiiiiitiiii'Kiiiiiih'i'r'iiiKititfiificttiif.'fifttmi.'inH.'.'HtiirHif Hier im Josefsgäßchen 211 Krakau, in den engen grauen Mauern der Klaus, wird die „Vcnnählurig mit der Lehre" ursprünglicher begangen. Immer rascher wirbeln Männer und Greise durcheinander, umschlingen heißer die Rollen, ani deren rot- und blausamtenen Kleidern die Steine funkeln, die silbernen ßmstscliilder ranzen, ringsum klatschen die Zuschauer immer schärfer in die Hände und das Stampfen der Füße, da? anschwellende Singen übertönt das Gegeneinanderschlageri der krebsroten Handflächen, verschlingt das zarte vielstimmige Läuten der Glöckchen an den rhtyünniseh hüpfenden Thorarollen. Die Becher und Gläschen werden mit Wein und Met und Branntwein gefüllt und bleiben nicht leer, die Luft ist zt:m Schneiden dick, immer enger wird der Kreis der Tanzenden, die alte Klaus ist in ihren Grundfesten erschüttert. Entferne dich, vorwitziger Zaungast, du hastkeinen Anteil. Es ist keine Heiterkeit um der Heiterkeit -willen. Diese entfesselte Freude ist Gottesdienst, diese lärmende Lust ist nicht Selbstzweck. Den Herrn der Heerscharen zu preisen, steigert sich der Tanz zur Besessenheit. Niemand hat dich gehindert, einzutreten, aber du bist für diese Gemeinschaft der Ghassidim 'nicht zugegen und es ist ziemlicher, davonzuschleichen, statt mit gefrorenem .Lächeln zu gaffen. * Draußen, in den nebelfeuchtcn Gassen, verfolgt mich das Nachtbild aus der Klaus. Abends, in der Dieteisgasse, als die Katzenmusik der Kinder in den Stockwerken der Zinskasernen losging, wähnte ich vorwitzig, mit dem Zug der heiteren .Bruderschaft in einen Karncvalsseherz zu geraten und mitlachen zu dürfen. Nein, dieses wa<r keine welnseiige. ungebundene Fastnachtsfrende, und diese nächtliche Ekstase haben noch andere Kräfte erzeugt, .nicht bloß ■religiöse Inbrunst und lebendige Ueberlieferung: Todespein hingeschlachteter Ahnen, Unsicherheit der kommenden Stunde, banges Versteck im Kellerverlies, Kosakenpeitsche und •— Abfall der Zermürbten . . . Ich glaube,' daß die Engeln dort oben, die das'Volk Israel lieben, erlöst aiiifatmeii, wenn ihnen das Morgenrot wieder die :Harfen reicht und: die Posaunen, denn aus dem orgastischen Gewirr der Sänger uud Tänzer, der kreisenden Bärte, der glühenden Augen, der flatternden Langröcke stieg schrill der Diskant der Verzweiflung und bitter der Schrei der'Anklage in die sieben Himmel hinauf. „Sind die Briefe des Baal Schein echt?" : Zu dem unter diesem Titel in Nr. 48 der „Neuen Welt" erschienenen Aufsatz schreibt uns Herr Dr. Abraham Schwadron in Jerusalem, daß die National'bibllothek die Deckung der nicht unbeträchtlichen Kosten der Papieruntersuchung der Muulfizenz des Herrn Primarius Dr. Isaak Robinsohn Ln Wien verdankt. Dr. Schwadrons Sammlung umfasse ferner nicht die Autographen twid Porträts „aller" jüdischen Persönlichkeiten der letzten vier Jahr-r hunderte'(was eine Sache der Unmöglichkeit ist), sondern über 4400' Stück von über 1950 Persönlichkeiten. Sie müssen schon jetzt Ihren Warenbedarf für den Herbst decken, da Sie nur bei Beginn der Saison wirklich billig kaufen und, was Sie "brauchen, Ihrem Geschmack und Wunsch entsprechend, aus dem reiehsortierteu Lager wählen können. Das wegen seiner besonderen Leistungsfähigkeit und Billigkeit hestbekannto Leopoldstädter Warenhaus der Brüder Schiff« mann, II., Taborstraße 48, bietet in der kommenden Woche seinen Kunden eine wirklich großartige Okkasion. Alle Herbstneuheiten in Stoffen, jSeidenwaren, Strick- und Wirkwaren, Weißwaren jeder. Art, Damen- und Herrenwäsche, ^Regenmänteln, Vorhängen, Teppichen, Linoleum usw. werden ab Montag den 3. September wegen. Umbau und Vergrößerung zu beispiellos billigen Preisen abgestoßen, da das Riesenlager während der Bauarbeiten um jeder! Preis reduziert werden muß. Nachstehend eine kleine Auslese aus der Preisliste: Mode-Bordüren-Kasba S 2.90, Kleiderstoffe, 100 breit, S 2.90, Kleider-Popeliqe, 100 breit, S 3.90, Mantel-Flansche und -Veloure, 140 breit, S 9.80. Double für Mäntel, 140 breit, S 9.80, Zlbeiine, alle Färben, 140 breit, S 12,90, Faille de claire, 80 breit, S 2.90, Brokate, alle Farben, SO breit, S 2.50, Crepe de Chine, alle Farben, 100 breit, S 4.90, Sarat-Chllfönet, 907breit, S 4,90, Plüsche für Mäntel, 120 breit. S 9.80, Velour-Chiffon, alle Farben, 90 breit, S 9.80, Orlgtaal-Püllmann-Kaope $ 3.90, Mode-Wolljacke S 6.90, Bobby. Weste, rein Wolle,.S 9.80, Prima Fforstrümpfe S 1.25, Modesocken S —Wäscbeilanelie, 80 breit, S —.98, Velourbarchept, 75 breit, S 1.50, Französische Mode-Veloure, 80 breit» S 1.98, Französische Mode-Waschsamte, neueste Dessls, 80 breit, S 3.90, Französische Waschsamte, a|le Farben, S 2.90, Spezialangebote in Vorhängen, Teppichen,. Linoleum: Prima Spagatläufer, tö* breit, per Meter S l.BOi prachtvolle Spitzen-Stores, komplett. S 3.90, Fußbodenbelag, 100 breit, per Meter S 3.90, Wachstuch für Küchen-« belag, 50 breit, per Meter, S 1,50. Original-Fabrikslager'I« englischem Inlaid-Linoleum! Provinzversand per Nach/» nähme.?-r. Jeder Käufer erhält ein apartes Geschenk. (Entgeltlich.) Schreckensszene in einer Synagoge. Während des Neujahrsgottesdieristes entstand in der Kccskemetcr Synagoge infolge einiger Revolverschüsse eine furchtbare Panik, die zu einer mehrstüi* digen Unterbrechung des Gottesdienstes führte, da allgemein ein Bombenattentat angenommen wurde. Auf Grund der polizeilichen Untersuchung ergab sich., daß der 15jährige jüdische Waffcnschmiedlchrling Kcilcrmann mit einem) mitgenommenen Taschenrevolver mutwillig hantierte, wobei durch ein Versehen mehrere Schüsse losgingen, durch die der lojährige Student Le fco vi es tödlich getroffen wurde. Kossuths kleiner Tambour, Ein Budapester Original gestorben. Man schreibt lins aus Budapest: Im Alter van 103 Jahren wurde hier vor kurzem ein Mann mimensAdolf K r a u ß, mit cinem Begräbnis crs'er Klasse zur ew'gen Ruhe bestattet. Adolf Kraull hat, wie er noch am Tage seines Ablebens Besuchern mit Stolz erzählte, niemals bis in die« letzten Tage, einen Arzt im Hause gehabt. Als vor nicht, langer Zeit ein 48erHonvcd gestorben war und dasHonved* ministerium in einem Kommnniquee erwähnte, daß mit ihm1; der letzte 48er-Honved gestorben sei, erschien Adolf Krauß aufgeregt im Honvedministerium und begehrte, daß aus den Akten festgestellt werde, daß er, Adolf Krauß, der im Jahre 1325 geboren wurde, im Alter von 23 Jahren dent Rufe Kossuths gefolgt sei und als der k 1 e i n e Tambour Kossuths, von dem noch 48 verschiedene Legenden über seine Tapferkeit und Findigkeit im Umlauf waren, alle) Kämpfe der Armee mitgemacht hatte. Nachforschungen bestätigten seine Angaben. Nun forderte er, daß die Blätter diese Tatsache verzeichnen mögen. Sein Wunsch wurde df.mals erfüllt. Es hat eine Zeit gegeben, da Adolf Krauß ein sehr reicher Mann war. Er war einer der iiitesten Börsensensale. Es gibt alte Börseauer in Budapest, die sich noch erinnern, wie Adolf Krauß täglich in einem herrlichen Zweigespann, das von prachtvollen Schimmeln gezogen wurde, vor der Eörse vorfuhr. Als er 9) Jahre alt war, starb ihm se'nc zweite Frau. In seinem Gram über diesen Verlust begann er seine' Geschäfte zu vernachlässigen und stand bald ohne Vermögen und ohne Einkommen da. Er war schon mehr als 96 Jahre alt, und begann als Losagent eine neue. Existenz. Man kaufte ihm aus Mitleid, oder Pietät, ab und zu ein Los ab. Später versagte auch dieses Geschäft. Die Menschen begannen ihm allmählich abzuschütteln. Da passierte ihm ein Str a ß e n ba.h n unf al 1. Der fast hundertjährige Krauß war noch flink und behend wie ein Jüngling, sprang ohne viel Ueberlegung auf-''dtiv fahretfdeM Straßenbahnzug. oder sprang vom Wagen ab. Da fiel er einmal, als er aufspringen wollte, erlitt einen Beinbruch, ün'd die Aerzte waren damals ganz außer sich vor Wunder, daß bei diesem Greis der Bruch in unglaublich kurzer Zeit verheilt war. Nachher kam Adolf Krauß eines Tages zur Börse ließ einen alten Bekannten herausrufen, und klagte ihm sein Leid, daß er aJs fast Hundertjähriger nichts zu leben h a b e. Er möchte sich noch, wenn er zu einem kleinen Kapital käme, ein kleines Geschäft aufmachen, um sich eine Existenz zu gründen. Er bekam eine kleine Summe, die offenbar für die geplante Existenzgründung zu gering war. Seit jenem Tag jedoch war der fast hundertjährige Krauß-Baczi bis an sein Lebensende täglicher Gast an der Börse. Sommer und Winter stand er täglich, mit Ausnahme der Tage, an denen es keine Börse gab, in der Türa des Börsenpalais und grüßte jeden, der ein- und ausging, lüftete den Hut, verbeugte sich ergebenst. Deshalb wurde er an der Börse das grüßende Außenmitglied genannt. Nach Börsenschluß ging er heim, gab seiner dritten Lebensgefährtin das gewohnte Kostgeld, und wenn der Abend kam, rauchte er seine Pfeife, las die Zeitungen, die man ihm! schenkte . . . ohne Augengläser. Gestorben ist er infolge eines Unfalls. Er war auf der Straße ausgeglitten, mußte nach Hause gebracht' und ins! Bett gelegt werden, das ver nicht mehr lebend verließ- Bevor er starb, küßte er seiner Lebensgefährtin die Hand und sagte: „Ich danke dir, daß du mich gepflegt hast. Schade, daß ich jetzt schon gehen muß, es wäre noch Igana schön gewesen, noch ein paar Jahre auf dieser Erde zu ver? bringen." Die Budapester Kultusgemeinde hat ihm, nachdem die Lebensgefährtin nachgewiesen hatte, daß er tatsächlich 48er-Honved war, ein sogenanntes Begräbnis erster Klasse, mit allem was d'rum und d'ran hängt, bewilligt^ Der Rabbiner hielt ihm einen Nachruf, in dem er sich haupV sächlich mit der Tatsache beschäftigte, daß der Verstorbene in seiner Jugend die Freiheitskämpfe mitgemacht habe. Diese Lobrede auf den verstorbeneu Freiheitskämpfer war offenbar nur für die Presse bestimmt. Denn dem Sarg! folgten bloß der Rabbiner und die durch keinen Rabbiner dem alten Krauß angetraute Lebensgefährtin: und Pftegerirt. ^teM£Lii%\' ..^i'iiMtffliiiiiiftliiMl

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