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Die neue Welt · 1928-07-20 · Heft 44 (20.7.1928) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 44 (20.7.1928)
Date
1928-07-20
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 44 sich anläßlich des Gastspiels der „Habima" in Palästina mit dieser verständigt und hat sein Ensemble der „Habima" eingefügt. — In der nächsten Spielzeit wird die „Habima", die nunmehr nach Abschluß ihres palästinensischen Gastpiels dauernd in Palästina bleibt, mit neuem Programm und vergrößertem Ensemble ihre künstlerisch-kulturellen Aufgaben pflegen. Die Rosenblatt-Konzerte. Für das am Samstag stattfindende Konzert ist ein besonders reichhaltiges Programm alter und neuer Kompositionen zusammengestellt worden. Der Andrang des Publikums ist enorm. Interessant ist, daß auch aus vielen Kurorten te/legraphisch Vormerkungen für reservierte Plätze erfolgt sind. Qualitätsverbesserung der Zigaretten. Wie bekannt, werden seit dem Vorjahre sämtliche Zigarren in, neuer verbesserter Qualität hergestellt An die Herausgabe der gangbarsten Zigarrensorten neuer Erzeugung zu Weihnachten reihten sich in rascher Folge die übrigen Sorten, so daß gegenwärtig bereits alle im Verschleiße befindlichen Zigarren die neue Qualität aufweisen. Im laufenden Jahre folgt programmäßig die Verbesserung der Qualität der Zigaretten. DU Aegyptischen Zigaretten III. Sorte und die Memphis- Zigaretten, bei den letzten Messen und Ausstellungen bereits versuchsweise in neuer Qualität herausgegeben, haben lebhaften AnMang beim Publikum gefunden. Infolgedessen wurde auch bei den übrigen Zigaretten und den Zigarettentabaken die Erzeugung in den neuen, verbesserten Mischungen aufgenommen. Die Invertriebsetzung dieser Erzeugnisse wird, soweit die Ausgabe nicht bereits erfolgt ist (Dames- und Theba-Zigaretten), im Laufe des Monats Juli durchgeführt. v_ E Neue Zigaretten der Tabakregie. Einem vielfach geäußerten Wunsche entsprechend, bningt die Tabakregie eine Damenzigarette mit rotem Seiden belag in den Verschleiß. Diese Zigarette „Ästa" zum Preise von 8 Groschen per Stück ist in apfelblütenfarbigen Kappenschachteln ä 25 Stück verpackt. Die Innenseite des Deckels ziert ein Bild vom Strandbad in Kritzendorf. Um Zigarettensorten englischer als auch amerikanischer Geschmacksrichtung — bisher als ImportfaJbrikate nur in Spezialitätengeschäften erhältlich den Liebhabern dieser Typ« auch im allgemeinen Verschleiße der Tabaktrafiken zugänglich zu machen, bringt die Tabakregie als weitere Neuerung vier Sorten solcher Zigaretten eigener Erzeugung auf den Markt. Der englische Typ ist durch 'die Zigarette „Jam" zum Preise von 10 Groschen und die „Pearl" zum Preise von 8 Groschen per Stück vertreten. Die „Jam" ist in silberfarbigen Klappschachteln zu 20 Stück, die „Pearl" in, gelben Schulberikartons ä 20 Stück verpackt. Zum amerikanischen Typ gehören die Zigarette „Smart" zum Preise von 10 Groschen und „Jonny" zum Preise von'8 Groschen per Stück. Die „Smart" ist in goldweißen Schuberkartons zu 20 Stück und die „Jonny", in Aluminiumfolien eingehüllt, zu 20 Stück in Manschetten verpackt. Die Namen dieser Zigaretten wurden entsprechend dem Raucherkreise, für den sie bestimmt sind, gewählt. E auf Orund der Aussagen zweier dem gleichen Verein, dem E. W. A. S. K., angehöriger Kampfrichter, während vv eder die Zuschauer noch auch Schwimmer und Funktionäre an derer Vereine etwas Regelwidriges bemerkt hatten. Die weiteren Ergebnisse lauten: 400 Meter, Damenfreistil: 1. Löwy (Hakoah) 6:35, 100 Meter Herrenfreistil: 1. Ooldberger (Hakoah), 1:05.2, 2. Lichtenstein (Hakoah) 1:07.4; 3 mal 100 Meter Damenbruststaffel: 1. Hakoah (Weisselberg, Löwy, Bienenfeld) 5 :03.8. Bobby Spunner, einer der besten österreichischen Amateurboxer, ist vor kurzem in das Professionallagcr übergetreten. Am 20. d. M. trägt Spunner in Bukarest einen Revanchekampf gegen den rumänischen Meister Mariu Alexandrescu aus. Spunner hat als Amateur seinen Gegner bereits einmal besiegt. Er erhält für den, Kampf ein Honorar von ungefähr S 800. Im September wird Spunner bei einem oxturnier in udapest mehrere Kämpfe austragen und im Oktober in Prag und Paris antreten. Spunner, der erst 23 Jahre alt ist, boxte anfangs bei der Hakoah und später beim W. A. C. Seine größten Erfolge holte er sich in internationalen Kämpfen. Spunner weilte auch ungefähr ein Jahr in Berlin, wo er Gelegenheit hatte, gegen bekannte deutsche Professionalboxer Trainingskämpfe zu absolvieren. Dadurch hat er viel an Härte und Routine gewonnen. 4 or iiiiiiiiiiii Der Professional-Fußballklub Hakoah. Die Hakoah hielt in letzter Zeit in verschiedenen Bezirken Propagandaversammlungen ab. In einer Werbeversammlung im Klubheim der Hakoah teilte Dr. Felix mit, daß auf Grund der Situation an das endgültige Engagement von vier „Amerikanern", eines Mittelläufers und dreier Stürmer geschritten werden könne. Gemeint sind Drucker, Schwarz, Häusler und Eisenhoffer. Die Anwerbung weiterer Spieler hänge von der Bereitstellung neuer- Mittel ab. Dr. Felix sprach die Hoffnung aus, daß es gelingen werde, einen Grundstock von 21 Spielern zu schaffen. Mit diesem Material werde man die Meisterschaft der zweiten Klasse zu gewinnen und auch in internationalen Spieeln die frühere Stellung der Hakoah wieder herzustellen trachten. Auch der Sieg im Cup liege im Bereich der Möglichkeit. Dr. Felix teilte dann noch mit, daß die ersten fünf Vereine der ersten Liga die Absicht hätten, Rundspiele um einen Goldpokal nach tschechischem Muster zu veranstalten, zu dem sie die Hakoah eingeladen haben. Schwimm-Meisterschaften von Oesterreich, Erfolge der Hakoah. Der Start zu den Meisterschaften des Österreichischen Schwimmverbandes, die am Samstag und Sonntag abgehalten wurden, erfolgte als letzte Probe vor Amsterdam. Die Hakoah hat sehr gut abgeschnitten. Samstag siegte Bienenfeld im Damenbrustschwimmen über 200 Meter in 3: :27.2 vor Puchberger (Danubia) und W eis selber g (Hakoah). Das Daraen-Freistilschwimmen 100 Meter gewann Löwy (Hakoah) 1; 22.5 vor Lukocz (Denubia) und Kohn (Hakoah). Am Sonntag wurden die Blau- Weißen von dem „unparteiischen" Schiedsrichter arg benachteiligt. Frl. Bienenfeld, die im 100-Meter-Rückensthwimmen überlegen siegte, wurde wegen angeblich uni*fe«c Wende dis>qualifiz;ier.t. Diese Disfluajiiikaten erfojgte Die Hakoah-Ringer in Die Hakoah-Ringer Gottlieb, Schlanger, .B i r n b a u m, Müller und H i r s c h 1, die sich auf einer Deutschlandtournee befinden» haben bisher schöne Erfolge erzielt. Die nächsten Kämpfe werden in folgenden Städten ausgetragen: 21. Juli in Hörde, 22. Juli in Dortmund gegen Heros, 24. Juli in Mengede und am 25. Juli in Witten. Schlanger begibt sich von Deutschland nach Amsterdam, wo er bei der Olympjade Oesterreich im Fedengewicht vertreten wird. Erfolge jüdischer Amateurboxer in Berlin. Die tüchtigen Makkabiboxer errangen vorige Woche einige schöne Erfolge. B a 11 (M.) siegte gegen Luch (Osram) und Fuchs (M.) gegen M i c h I (Osram) nach Punkten. Der deutsche Meister Malz (M.) gewann in einem Olympiaausscheidungskampf nach Punkten gegen den sich tapfer wehrenden V i c h n e c h (Köln). Eine Sportspende der Wiener Kultusgemeinde. Die Wiener Kultusgemeinde hat für die Hakbah- Touristenhütte 1000 Schilling gespendet. Die geplante Hakoahhütte wird vom Bahnhof Semmering in ungefähr, 40 bis 50 Minuten und von Steinhaus in etwas kürzerer Zeit zu erreichen sein und auf dem Weg zur Kampaljpe in einer Höhe von 1100 Meter in idealem Skigelände liegen. Sie wird 40 Personen Unterkunft bieten können. aragr verein. im o- Die ausgeschlossenen Juden verurteilt! Aus Berlin wird -berichtet: Die K>lage der seinerzeit aus der Sektion Berlin des Deutschen und Oösterreichischen Alpenvereines ausgeschlossenen sieben jüdischen Mitglieder auf Aufhebung der Ausschließung ist nunmehr vom kamimergeriüht abgewiesen worden. Der Ausschluß war seinerzeit im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen über die Judenfrage erfolgt. Die Ausgeschlossenen hatten dagegen Klage erhoben und bei der Zivilkammer ein obsiegendes Urteil erlangt. Daraufhin 'legte die Sektion „Berlin" Berufung -beim Kammergerieht ein, der stattgegeben wurde. Den Klägern wurden die Kosten des Verfahrens auferlegt Jüdischer Sport in Polen. In der Ligameisterschait unterlag Hasanonea (Lemberg) gegen Cracovia (Krakau) nach gleichwertigem Kampf 2 :3. Durch diesen Mißerfolg ist der jüdische Verein an vorletzte Stelle zurückgefallen und befindet sich in Gefahr, abzusteigen. Eine Feier bei der Hakoah-Hockeysektlon. Die HaikoahnHookeysektion. veranstaltete in ihrem Khihheim eine Feier zu Ehren der Spieler L a n d e s m a n n (15jähriiges Spielerjubiläuim) und Neuraann, der dauernd nach Belgien übersiedelt ist. Der Ehrenpräsident der Haikoah Dr. J. H. Körner hielt eine launige Ansprache undi überreichte jedem der beiden Spieker eine goldene Uhr als Spende der Hockeysektion. Für den Hockeyverband sprach Vizepräsident Dr. Bofsis Die Hakoah-Wasserballmannscnaft trägt Sonntag um 6 Uhr auf der alten Donau das Meisterschaftsspiel gegen W. A.' C. aus. Vorher spielt die Haikoah-Reserve gegen Austria-Reserve. Verband der jüdischen Kmrf~ leuie und Gewerbetreibenden I., Elisabethstraße 9, I. Stock, 10, Telephon 45-8-34 und B 30-3-49, stellt einwandfreie, gewerbeberechtigte, sprachen- und branchenkundige Handelsvertreter, reisende Kaufleute und Kommissionäre kostenlos sofort zur Disposition. — Partelenverkehr: Jeden Dienstag, 6 bis 7 Uhr abends im Sekretariat. I.. ElisabethstraQe 9, I. Stock. 10. — Verbandsdiskussionen Jeden Montag um halb 8 Uhr abends Im Cafe Exzelslor (I., Rotenturmstraße 24). Auskünfte flu Mitglieder kostenlos gegen Beischluß des Portos, für Nfchtmitglleder gegen Porto und S 3 in Briefmarken für gemeinnützige Zwecke. Angebote und Nachfragen: 2538 Firma In Kairo benötigt Strümpfe und Krawatten. 2539 Firma in Berlin benötigt Strickwaren. „,.,.,, 2450 Firma in Berlin benötigt weiche Stern-Tabaksbeutel und Klapptresors (Giggerl) In Veloursleder. 2541 Firma in Gollarate (Italien) benötigt Seidenpapier für Stickereien. 2542 Firma in Piräus benötigt Manschettenknöpfe. 2543 Firma in Athen benötigt Automobillaternen. 2544 Firma in Zemun benötigt Stempel mit verstellbaren Metattbuchstaben. 2545 Finna in Konstantinopel benötigt Rohgarn für Trikots und Strümpfe. 2546 Firma in Bayreuth benötigt Tombolakarten. 2547 Firma in Czenstochau benötigt Spaltleder für Bucbbiuderzwecke. 2548 Firma In London benötigt Pfeifen, Zigarren- und Zigarettenspitzen. 2549 Firma in Balingen (Württemberg) sucht Vertreter und eine Erfindung (elektrische Waage, 5 kg Tragkraft, mit und ohne Kartenausgabe). 2550 Firma in Toulouse benötigt Suppenwürfel. 2551 Firma in Krakau benötigt seidene Krawattenstoffe. 2552 Firma in Mersina (Türkei) benötigt Papier und Pappe. 2553 Firma in Kairo benötigt Luxus-Damen- und Herrcnliausschuhe.?554 Firma in Addis-Abcba (Abessyuien) benötigt Möbel aus gebogenem Hoiss und ander«. SCHOLEM ALEJCHEM: MENACHEM MENDEL. (Aus dem Jüdischen übertragen von Siegfried Schmitz.) Copyright 1921 by R. Löwit. Wien und Leipzig. (27. Fortsetzung.) 4. Brief. Scheme-Scheindel aus Kasriliwke an ihren Gatten Menachem Mendel in Jehupez. Dem hochgeehrten, edlen und mächtigen Herrn, dem weisen Kenner der Thora, dem hochgelehrten Reb Menachem Mendel ehrfürchtigen Gruß! Erstens vermelde ich Dir, daß wir alle, Gott sei Dank, beim besten Wohlsein sind; gebe Gott uns, das» Gleiche von Dir zu hören fürderhin und nichts Schlimmeres. Zweitens teile ich Dir mit, daß ich schon Bio* spucke von Deinen lieben Briefen. Wer ist eigentlich die' schöne Dame dort, der zulieb Du den Rock atisgezogen; hast und gleich mit ihr auf fein und mein stehst? Brennen' möge sie im Höllenfeuer samt ihrem Geldl Ich brauche? sie zum Krenreiben; wie sagt die Mutter, sie soll leben: „Schenk* mir keinen Honig und gib mir keinen Stich.. Daß Du's weißt: Krank möge Deine Redaktion werden« sowie sie mir nur Geld gibt. Die gibt! Gift und Galle gibt mipr nur Dein Geschreibe, das Du mir schreibst. Wenn es mir aber schon bestimmt ist, daß mein Mann! ein „Schriftstehler" ist, so verstehe ich eines nicht: wozu muß man dazu in Jehupez sitzen? Gibt es in KasriMwke keine Tinte? Da muß etwas dahinterstecken; etwas ist da nicht koscher! Wie sagt die Mutter, sie soll lebend „Zerschneide nur den Apfel, da findest Du den Wurm..." Kurzum, mein teurer Gemahl, pack* Deine Beschreibn gungen zusammen und komm* nach Hause, ohne Wider« rede; dem ich kant nicht mehr mit ansehen, wie es) den Kindern nach Dir bange ist. Sie fragen fortwährend: „Wann kommt der Vater?" Ich vertröste sie von Pessach' bis Sukoth und von Sukoth bis Pessach. Und wer fragt am meisten? Mojschef-Herschele. Ich will so glücklich' sein, wie das ein offener Kopf ist, gescheiter als siein! Vater. So wünscht Dir viel Gutes und dauerndes Glück für heut* und alle Zeit Deine wahrhaft treue Frau Scheine-ScheindeL Was sagst Du zu meiner Brajndel? Sie wird schon vom zweiten Mann geschieden. Keiner weiß, warum. Aber1 im Vertrauen hat er mir einen Arm voll mit blauen Flecken gezeigt. Er schenkt ihr, sagt er, die Mitgift und ihren! Schmuck, nur um die Plage loszuwerden. Wie sagt die Mutter, sie soll leben: „Besser ein Lotf Glück als ein! Pfund Gold..." Unsere ganze Familie**hat kein Glück mit den Männern... 5. Brief. .. Menachem Mendel aus Jehupez an seine Frau Scheme- Scheindel in Kasriliwke. j Der teuren, edlen, tugendhaften und klugen Ehefrau Scheine-Scheindel meinen Gruß! Zum ersten sei Dir kundgetan, daß ich — Dank Seinem lieben Namen! — gesund bin und mein Leben, das des Friedens; der Herr, gelobt sei er, möge helfen,1 daß eines vom anderen nur Gutes höre in guter Botschaft zu Trost und Heil — Amen. Zum zweiten wisse: Ich habe schon zwei Flaschen Tinte verschrieben und bin schon bei der dritten angelangt; Es ist auch keine Kleinigkeit, eine Stadt wie Jehupez zubeschreiben! Den Anfang habe ich mit dem Gasthof gemacht, wo ich Quartier habe. Vor allem habe ich naH türlich die Wirtin vorgenommen. Du wirst natürlich fragen: Warum gerade die Wirtin? Weil es keinen Wü(rt' gibt; sie ist schon seit dreizehn Jahren Witwe. Der Mann! war Soldat gewesen und sie seine zweite Frau. Geheiratet hat sie ihn, sagt sie, deshalb, damit sie nachher, bis eif ausgedient hat, in Jehupez wohnen kann. Sie hat, sagt) sie, mit ihm ein Leben geführt, wie sie es nur ihrenj ärgsten Feinden wünscht; denn sie ist um gute zwanzigj Jahre jünger gewesen als er und als Mädchen, so sagt! sie, ein bildschönes Geschöpf; alle Mannsbilder, Juden! und Christen, sind hinter ihr her gewesen... Und jetz/? muß sie sich darum kümmern, ob vielleicht Menachem! Mendel Lust hat, einen Barscht oder ein Krenfleisch zii essen; und davon muß sie einen Sohn aushalten, der GynH nasiast ist, und eine Tochter, die Gymnasiastin ist. Etwas zu arbeiten fällt keinem1 von beiden ein, sie helfen der Mutter bei keinem Schritt; das sieht nur darauf, daß die Mutter alle* fix und fertig ins Maul stopft; am Morgen den Kaffee zum Bett und nachher, wenn sie aus dem Gymnasium/ kommen, da wird nicht gefragt, ob es langt oder nichts das . Essen muß auf dem Tisch stehen; ist es nicht auf eins, zwei, drei da, dann ist die Hölle los. So sind diese Kinder. Neulich hat das Mädel, die Gymnasiastin, iti aller Herrgottsfrüh ein Geschrei gemacht, weil keine Seife! da war, ist halbnackt, den ganzen Has frei, ind as Zimmer hereingestürmt, in dem die Gädte beim Tisch gesessen sind und Tee getrunken haben, und ist auf die Miurteii los mit Gezeter: „Eine Schweinerei das!" Das haben! wir nicht mitanhören können und haben es ihr ordentlich gegeben: Was soll das heißen, studiert man dazu in allen Gymnasiums? „Nicht genug" — sage ich — „daß Deine Mutter sich abrackert, Dir die Stiefel putzt, während Du noch schläfst..." — So habe ich zu deü} Tochter gesagt und wollte gerade anfangen, ihr den Te#t zu lesen, da fallt der Junge über mich her.« „Was geht geht das Sie an?" . und hat mich hergenommen, wie es nur so ein Frechling kann! Das hat mich ordentlich ver drossen; so habe ich die arme Witwe und ihre liebenl Kinder ge^au, begchjiebe^ imd hoff«, daß das* big eggedruckt

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