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Die neue Welt · 1928-07-06 · Heft 42 (6.7.1928) · page 16

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 42 (6.7.1928)
Date
1928-07-06
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sefte 16 DIE NEUE WELT Nr. 42 Infi. Richard Herzas II., Kl. Pfarrgasse Nr. 28 Telephon Nr. 73-4-90 Provinzversand! Einziges Spezialgeschäft Wiens welches sämtliche von Oberkantor »Musikplatten aufgenommenen Stücke und alle anderen jüdischen und hebräischen Volkslieder und kantoralen Gesänge auf Lager hält Jossale Rosenblatt in Wien. Nun war der Wunderkantor, von dessen Gesang die amerikanische Presse und die Columbia-Platten so viel zu erzählen wußten, endlich in Wien zu hören und man kann sagen daß er die Legende von der Phänomenalität seiner Stimme bestätigt hat. Zunächst diese. Denn es gibt wenige Säuger, die vom tiefen B bis hinauf in dde Regionen des hohen lyrischen Tenors alle Register beherrschen, mit einer Sicherheit, die schwindeln macht, besonders dann, wenn Jossale, nach Albsolvierung des rein tenoralen Teiles, sein Hauto-Falsetto ertönen läßt. Eigenartig ist seine Koloratur, die Art, ein Motiv im Falsett echoartig zu wiederholen, um dann plötzlich, wie aus einer Wolke heraus, mit männlichem Stimmenblitz zu blenden. Diese Erscheinung liegt im Bestreben, aMe Modulationsmöglichkeiten der Stimme im Ablauf eines einzigen Konzertprogramms zur Geltung zu bringen. Darnach ist das Programm gestellt, ein echt amerikanisches Konzerttournee- Programm mit jiddischen, hebräischen, englischen, italienischen, spanischen Nummern, Konzessionen machendder Sensationsgier des Publikums, dabei gerade jene Gesänge vermeidend, die man von einem Kantor, dem berühmtesten der Welt, erwartet. Die Motivierung, daß er als Jude von bewußt gesetzestreuer Einstellung die religiösen Gesänge nicht durch den Vortrag im Konzertsaal profanieren wolle, rechtfertigt nicht das Kitschige der einzelnen Lieder. Wenn schon keine liturgischen Gesänge, dann doch! zumindest etwas aus dem unendlichen Reichtum des jüdischen Volksliedes, statt ein paar romanische Schmachtfetzen zu bringen und sich, Wie ein deutsch-jüdisches Blatt schreibt, im hebräischen Teil an die Peripherien des Gebetbuches („Achenu kol bes jisroel", „Omar rabbi elosor") zu halten. Das Publikum war weniger skeptisch. Ihm machte sich nicht der Mangel an Kultur und Geist bemerkbar. Es hielt sich an Jossalc Rosenblatts verblüffende Atemtechnik, an sein Falsett; Rosenblatts Atem verschlug ihm den Atem, hingerissen-bejubelte es ihn. Einen Sondererfolg holte sich sein pianistischer Begleiter A. Ellstein, dem man bei seiner Jugend eine große Zukunft voraussagen kann. Von Wien begibt sich Kantor Rosenblatt nach Polen und nach, der Ukraine, nach dem Osten also, von wo er vor rund 40 Jahren gekommen war. Mit sechs Jahren a's Wunderkind in Mitteleuropa zu hören, amtitrie er als Kantor voide'.:; Krieg in Preß'burg (Bra<islava) und Hamburg,' dann gings nach New York, das seinen Runm begründete. Hier erntete er Ruhm und Geld, von diesem fast so viel wie von jenem und seine streng orthodoxe Gläubigkeit hinderte ihn nicht, für die Orthodoxie streitbar aufzutreten. Kantor Rosenblatt gründete zusammen mit dein aus Mähren stammenden Dr. Jung eine misrachistische Zeitung, die ihm zwar keinen Ruhm, aber den Verlust von rund Dollar 100.000 eintrug. Jossale machte Pleite und begab sich auf eine Tournee, um sich neue Dollars zu ersingen. Das dürfte ihm nicht allzuschwer fallen, denn nach den Mitteilungen seines Managers werden ihm. die höchsten europäischen Honorare geboten, wie sie übrigens einem Star seiner Art zukommen. Hoffentlich lehrt ihn seine europäische Reise, daß.der Respekt vor der Heiligkeit der synagogalen Gesänge mit künstlerischem Takt in Einklang zu bringen ist. o. r. Ofoerkantor Josef Rosenblatt (New York) singt auf „Columbia"-Schaüplatten: Kol-Nidre. Eil Molei Rachmim, Ov Horachmim, Tikanto Shabos, Buchas Kohanim, Ato Yozarto, Zadik Adoschem bechol Derochow, Lechu Nirannenu, Eili, Eiia-Elegie (Massenet), Habein Yakir Li, Melech al kol Haoilom, Hineny heony, Yaleh, Rezeih Asirossom, Es Zemaoh Dovid, Hu Eloiheuu, Mekirni meufor dol, Teka Beshoufor, Uvyoum Simchaschem, Tiskaü>l Mejiskadasch, Wechol Maaminim, Jehi Rotzon, Omar Rabbi Eleosor, We Jinischulajim, Zadik Rabbi Eleosor, Zaroh Chayo Wekajomo, Zureja Zedukojs, Le-eil oirach dim, Kevakures, Ruchel Mevakeh AI Boneho. Die Columbia-Sprechplatten haben kein Nebengeräusch! Wunderbare Tonfülle, elektrisches Verfahren, dauerhaft im Gebrauch. Columbia-Platten sind in allen guten Spezialgeschäften erhältlich. Engros: R. E. Thallroäyer, Wien, VI., Linke Wienzeile 142, Tel. B 24-2-82. Sämtliche hier verzeichneten Aufnahmen des weltberühmten Oberkantors Josef Rosenblatt sind im Musjkhaus „Excelsior", Inhaber: Richard Herzog, Wien, I., Adlergasse Nr. 5, und II., Kleine Pfarrgasse 28 (Tel. 73-4-90), stets auf Lager und werden allen Interessenten kostenlos und unverbindlich vorgeführt. Reichhaltiges Lager alier anderen jüdischen und hebräischen Volkslieder und kajntoralen Gesänge sowie alle modernen Schlager und Sprechapparate jeder Art. Provinzversand. Für Sprechapparate auf Wunsch auch hswsm Teilzahlungen. Das Lipowskische Theaterarchiv im jüdischen wissenschaftlichen Institut. Wie uns aus W i 1 n a berichtet wird, hat der Direktor des dortigen jüdischen Volkstheaters, Nahum Lipo wski den größten Teil seines Archivs über jüdisches Theaterwesen und allgemeine szenische Kunst dem jüdi sehen wissenschaftlichen Institut zum Geschenke gemacht. Dieses Archiv enthält sehr viel wichtiges Material zur Geschichte des jüdischen Theaters, sowie eine ganze Galerie Photographien jüdischer Theaterkünstler, eine Menge amt lieber Dokumente, in denen sich die traurige Rechtslage des jüdischen Theaters unter dem galizischen Regime widerspiegelt, seltene Plakate, Zensurcxemplare jüdischer Theaterstücke im sogenannten „Jüdischdeutsch" u. a. m Unter den Dokumenten ist besonders interessant die amtliche Zuschrift an Nahum Lipowski, mit welcher ihm im Jahre 1908 erlaubt wurde, anstatt jüdischdeutsch, nunmehr jiddisches Theater zu spielen. Unter den Briefschaften befinden sich auch Briefe von Maxim Gorki und Lunatsoharski. Richter und Narr. Roman von Altalena (Wladi mir Jabotinsky). — Verlag Meyer und Jessen, München. — Eine in der heutigen Zeit ganz absonderliche Sache: Bin Roman, voll Handlung, auf jeder Seite gebt etwas vor, spannend. Ehrliche, wertvolle Arbeit. Wie der Mensch und politische Führer Jabotinsky, gerade, offen, von Talent und Temperament überströmend, so ist der Romanschreiber Jabotinsky. Wuchtig und zart. Da gibt es keine Dutzende von Seiten und Bogen, auf denen sich der Herr Verfasser mit psychologischem Gefasel ,und höchstpersönlichen und höchst unbedeutenden Weltanschauungen breitmacht und den Leser und Büchkäüfer einfach beschwindelt, wie das unter, den heutigen Roaianfab^rikanten,,zünftig geschützter Brauch ist. Ueberall Manschen, ^Handlung,; h^ Wie der Rornanheld S i m s'o n seih.' Geschlecht;überragt, so ist Altalena-Jabotinsky über die Gilde der zeitgenössischen Romanschreiber hinausgewachsen. r. st. Jüdische Kindermärchen von Ilse H e r 1 i n g e r. Verlag Dr. Farber, M.-Ostrau. — Preis S 5.60. Guter Lesestoff für jüdische Kinder ist eine schwer erhältliche Sache. Die Produktion ist nicht klein, aber schon sehr minder- . wertig. Meistens überspannter, dabei fader, kindisch tuender Kitsch. Hier liegt ein Buch vo*, mit welchem man jüdischen Kindern wirklich eine Freude bereiten kann. Aus der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem. Der berühmte dänische Philosoph Prof. Harald Hoeffding übersandte der Jüdischen National-, und Umversitätsbibliothek, nachdem er ihr schon vor einigen Wochen seine eigenen Werke geschickt hatte, nunmehr eine Kiste mit neuerer philosophischer Literatur. Professor David Simons on, Kopenhagen, überwies eine Sammlung von Büchern und Broschüren, wejehe im Zusammenhange mit der Dreyfus-Affäre erschienen waren. Die Verbindung Phi Sigma Sigma, New York, überwies der Bibliothek die Summe von 310 Dollar zur Anschaffung von Büchern aus dem Gebiete der Kinderpsychologie. Die Bibliothek erbte nach Herrn Israel. L. Wolf, New York, dessen private Büchersammlung, bestehend aus hebräischen und jiddischen Büchern. Durch Vermittlung von Dozenten Dr. T. Gor-donoff erhielt die Bibliothek die Werke des kürzlich verstorbenen Professors der Nationalökonomie an der Berner Universität, N. Reichesberg, darunter das von ihm revidierte Handwörterbuch der Schweizer Volkswirtschaft Die Familie des verstorbenen Herrn Jakob Lef Kroch, Leipzig, übersandte das von ihr herausgegebene nachgelassene Werk „Chasaka Rabba" in einem von der Firma Vogel u. Rausch hergestellten Prachteinband. Herr Dr. N. Gelber übersandte drei für die Vorgeschichte des Zionismus sehr interessante Aufrufe zur Wiederherstellung des jüdischen Reiches von K. F. G. Seyfert aus dem Anfange des 19. Jahrhunderts, Herr Julius G r i n b e r g, Kischineff. übersandte mehrere vollständige Serien von Zeitschriften und Werke von besonderem historischen Werte für,die Geschichte der Juden Bcssa r a b i e n s. Der Semmering im Frühling, In der Ebene befindet sich die Flora bereits in voller Blüte. Am Semmering aber zieht jetzt erst der alle Menschen erfrischende und erquickende Frühling ein; kaum daß die Knospen erblüht sind, der Flieder steht in seiner vollen Pracht und erfreut Herz und Auge des Besuchers am Semmering. Die Fremden fliehen aus der drückenden Hitze der Großstadt ins Gebirge, um -hier Erfrischung und Erholung zu suchen. Der Kurort ist bereits gut besucht und für den Sommer sind die Anfragen äußerst rege, so daß wieder die Rekordbesuchsziffer des Vorjahres erreicht, wenn nicht sogar überschritteiÄverden dürfte. Vom 10. bis 15. Juli findet wie alljährlich das große internationale Tennisturnier statt und im Herbst, zum Abschluß der Saison, am 16. September, ist das so populäre internationale Semmeringrennen in das Programm gesetzt. Die Hotels, Sanatorien und Pensionen sina zum Großteil renoviert, um den Anforderungen eines internationalen vornehmen Publikums Rechnung zu tragen. Ebenso wurden alle Plätze und Promenaden, so der Bahnhofspiatz, die Hochstraße, die Johannespromenade, die Liechtensteinstraße vollkommen neu hergerichtet und befinden sich in bestem Zustand. Die gepflegten Tennjs- und Golfplätze sowie die Reitpromenade sind bereits von dem sportliebenden Publikum lebhaft frequentiert, so daß der „Natursalon" Oesterreichs, wie ein bekannter Schriftsteller den Semmering benennt, in jeder Hinsicht zum Empfang seiner Gäste gerüstet erscheint. V ## Ein Sprechsaal für unsere Leser Für das Hakoah-Orchester. Ich ersuche höflichst um Aufnahme folgender Zeilen in Mir geschätztes Blatt: Zehn Jahre sind es, seitdem einige Idealisten das Hakoah-Orchester gründeten, jetzt ist es eine große Körperschaft geworden. Wertvolle Arbeit hat dieses einzige jüdische Orchester Wiens, das sich als obersten Grundsatz die Pflege jüdischer Musik erwählt hat, geleistet. Viele schöne Konzerte, die wir allein und gemeinsam mit dem Jüdischen Gesangverein arrangierten — ich erinnere an die Aufführungen des „Lobgesang" von Mendelssohn und des „Turm zu Babel" von Rubkistein unter Braslavsky und an unser letztes Konzert unter Hann — haben bewiesen, daß das Orchester eines der besten Wiens ist. Unser Orchester hat fast bei jeder größeren jüdischen Feier mitgewirkt, beim Zionistenkongreß in Karlsbad, beim Zionistenkongreß in Wien, bei der Feier anläßlich der Eröffnung der hebräischen Universität, bei der Feier des 100jährigen Bestandes des Stadttempels und bei vielen anderen Gelegenheiten. Die ungünstigen Verhältnisse im Konzertleben haben leider auch auf unser Orchester gewirkt, so daß wir selten in die Öffentlichkeit treten können. In der nächsten Saison wollen wir an eine Reorganisation unseres Orchesters schreiten, wir wollen Mitglieder werben, gute Musiker (Streicher und Bläser) und auch , unterstützende Mitglieder, die unsere Idee fördern helfen. — Ich ersuche alle, die in unserem Orchester mittun wollen, ihre Adresse dem Sekretariat der Hakoah, I., Wipplingerstrasse 24, bekanntzugeben. Dr. Siegfried S e i d n e r. Oberkantor Jossele Rosenblatt, aus New York wird am Freitag, den 27. Juli, in der Synagoge des Vereines Beth Israel kahtorale Funktionen ausüben. Nähere Angaben folgen. Verband der ZIonlstcii-Rcvlsiofilsten Oesterreichs. Sonntag, 8. Juli 1928, 5 Uhr nachmittags, Cafe Metropol, IX., Berggasse 33, Jugendmeeting. Redner: Dr. Wolfgang Weisl (Jerusalem); Ing. Erwin Spitz (Haifa). Zelrc u. Hcchaluz Hamisrachl, Wien II., Große Schiffgasse 3. Samstag, den 7. Juli, 4 Uhr nachmittags, Pirke Awoth, 5 Uhr nachmittags Rambam Hilchoth Dcoth, nachher freie Aussprache. Sonntag, den 8. Juli, Herzl-Grabgang. Treffpunkt 8 Uhr früh (Hotel Barschak) oder Endstation 40er-CWagen, Tiirkenschanzpark. Die Mädchen von der Zeiroth Hamisrachi. die an der Sammlung für den Keren Kajemeth teilnehmen, treften sich im Parke am Eingang zur Hochschule für Bodenkultur. — Für die Ferienkolonie in Kobersdorf sind Anmeldungen bis längstens 10. d. an uns zu richten. Zionistische Bezirkssektion XX. Ab Samstag, den 7. d. findet allwöchentlich nachmittags um 5 Uhr im Lokale der Zionistischen Sektion XX, Jägerstraße 30, die Interpreticrung eines Kapitels dos betreiiendeu Wochenabsclinittes durch Herrn Löw-Vogel mit anschließender freier Diskussion statt. Gäste willkommen. Brlth Hanoar Hamisrachl, Wien II. Sonntag, den 8. Juli, um 8 Uhr früh, haben sich alle Mitglieder im Hote) Barschak zum gemeinsamen Abmarsch zum Herzl-Grabgang einzufinden. — Die Abreise in das Sommerlager Kobersdorf erfolgt am 15. d. Anmeldungen bis spätestens 10. Juli. Näheres iin . Misrachibureau, Wien, . II., Praterstraiie 43-1-1, täglich von 8—10 Uhr abeuds. Telephon R 49-8-11. Grand Hotel Bellevue, Bad Vöslau. Bad Vöslau, von Wien aus . mit der Südbahn, der elektrischen Tram Wien-<Baden-Vöslau oder mit den Salonautos der Thermalbäder, Wien, I., SchiMerpilatz, stündlich in 45 Minuten zu rreichen, ist der ideale Luftkurort für Kinder. Das milde, subalpine Klima (Seehöhe 276 Meter), die radioaktiven, 24grädigen Thermen, . die prachtvollen Waldspaziergänge seine Umgebung, machen Bad Vöslau aber auch zum besten Nachkurort für Karlsbad, Gastein, Marienbad, Franzensbad usw., der von Aerzten immer wieder empfohlen wird. Die neu errichteten Thermal-Strandbäder von Bad Vöslau mit ihr'r natürlichen Wärme von 24 Grad können heute wohl als die größten und modernsten in ihrer Anlage und Einrichtung - bezeichnet werden. Das Grand Hotel Bellevue ist durch seine staubfreie, zentrale Lage, seinen prachtvollen Blick auf die reizende Landschaft berühmt. Inmitten einer 4000 Quadratmeter großen Parkanlage, mit schönen Tennisplätzen, großer Terrasse und Balkons mit herrlicher Fernsicht und sonnigen Liegeplätzen, ist das Grand Hotel Bellevue aber auch durch seinen direkten Zugang zu den Bädern, seine großen, hellen,' luftigen Wohnräume und den allen modernen Anforderungen Rechnung tragenden Komfort seiner inneren Ausstattung das ideale Erholungsheim. Eine neue Autosicherungsvorrichtung. Unbefugte Benützung von Kraftfahrzeugen verhindert zuverlässig eine äußerst sinnreich durchkonstruierte Sicherheitsvorrichtung, welche gegenwärtig auf den Markt gebracht wird. Der patentamtlicb geschützte Apparat hat ein sehr gefälliges Aussehen und wird am Armaturenbrett des Autos montiert. Durch die Einschaltung dieses Apparates wird das Anspringen des Motors verhindert. Diese Verriegelung wird am Apparat durch Verschieben eines Schaltknopfes durchgeführt, wodurch die Zündleitungen kurzgeschlossen und an Masse gelegt werden, die Inbetriebsetzung des Anlassers verhindert und der Magnetstromkreis unterbunden wird. Außerdem wird gleichzeitig das Horn derart geschaltet, daß dasselbe in dem Moment tönt, In dem man den Starterknopf drückt. Die Sperrung geschieht nicht durch einen Schlüssel, sondern durch Buchstabenräder und ist jeder Apparat auf ein bestimmtes Losungswort eingestellt. Für jeden, der das Losungswort nicht, kennt, ist es daher unmöglich, mit einem derart gesicherten Wagen wegzufahren. Vorführung bei Friedrich & Oberst, Wien, VII., Ziegler-? gasse 51, Tel. B31-0-U.

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