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Die neue Welt · 1928-07-06 · Heft 42 (6.7.1928) · page 17

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 42 (6.7.1928)
Date
1928-07-06
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 42 DIE NEUE WELT Seite 17 Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden 1.. ElisabethstraGe 9, f. Stock, 10, Telephon 4S-S-34 und B 30-3-49, stellt einwandfreie, gewerbeberechtigte, sprachen- und branchenkundige Handelsvertreter, reisende Kanileute und Kommissionäre kostenlos sofort zur Disposition. — Parteienverkehr: Jeden Dienstag, 6 bis 7 Uhr abends im Sekretariat. I„ Elisabethstraüe 9, I. Stock. 10. — Verbamlsdiskussionen jeden Montag um halb 8 Uhr abends im Cafe Exzelsior (1.. RotenturmstraUc 24) Auskünfte für Mitglieder kostenlos gegen Beischluß des Portos, für Nlchtmltglleder gegen Porto und S 2 in Briefmarken für gemeinnützige Zwecke. 2500 Finna in Wien benötigt Flachs. Stroh, entsanit, für Export. 2501 Firma in Frankfurt benötigt Emall-Irrlgatorcu. 2502 Finna in L o d v. benötigt Kurz- und Galanterie-Lederwaren. 2503 Firma in Warschau benötigt Röntgenapparatc. 2504 Firma in Alcxandrla benötigt Artikel aller Art. 2505 Firma in North-Sidney benötigt Violinsaiteu. 2506 Firma in Brüssel sucht Vertreter für Gcmsleder und Wachstuch. 2507 Firma in Mailand benötigt Herrenhcmdenstoffc. 2508 Firma in G a 11 i p o 11 sucht Vertreter in Kartoffeln. 2509 Firma in ,1 e r u s a 1 c m sucht Vertretungen aller Art für Palastina annd Syrien. 2500 Firma in Wien benötigt Flachsstroh, entsamt, wie gewachsen, nicht geröstet, vollständig trocken, in Wnggonladungen fflr Exportzwecke. 2501 Finna in Frankfurt benötigt Zignwa-Emaillrrlgatoren. 2502 Firma in Lodz benötigt Kurz- und Galanteriewaren. 2503 Firma in Warschau benötigt Röntgenapparatc. 2504 Firma in Alexandrien (Aegypten) benötigt Artikel aller Art. 2505 Firma in North Sydney benötigt Violinsaiten. 2506 Firma in Brüssel sucht Vertreter in Gemslcdor und Wachstuch. 2507 Firma in Mailand benötigt Hcrrenhemdenstoffe und Herrenmodewaren. & 2508 Finna in Gallipoll sucht Vortreter zum Einkauf von Kartoffeln. 2509 Firma in Jerusalem benötigt Artikel aller Art für Palästina und Syrien. 2510 Finna in Wien sucht Mitarbeiter mit etwas Kapital bei Lcdcrgürtelerzeugung. Lokal, Maschine und Einrichtung vorhanden. 2511 Firma in Paris sucht Vertreter für Kacheln, Wandbekleidungcn etc. 2512 Firma in Kingston (Jamaika) benötigt Kolonialwarenlagcr. 2513 Firma in Marseille benötigt Schwefel für Desipfektionszwccke. 2514 Firma in London bonötigt Tapo/.iercrartikel und Werkzeuge. 2515 Firma In Triest sucht Vertreter in Perlmutter. '2516 Firma in Wien benötigt Texfil- und Seidonwnreii für Jugoslawien, Ungurn und Rumlinien. 2517 Firma in Helsingfors (Finnland) sucht Vertreter in Emmentaler Küsc ohne Rinde in Schachteln. 2518 Firma in Budapest übernimmt Filiale in Budapest von österreichischer Firma. 2519 Firma in Budapest benötigt Maschinen und technische Artikel. 2520 Firma in Kronstadt benötigt Metailspnlcn für Schreibmaschinonbiinder. 2521 Firma in Tricnl benötigt Wollstoffe, Krawatten und Gummibänder und Damastgradl. 2522 Firma in Sofia benötigt Hüte und Modistcnzugchöre, Galanteric- und Kurzwaren. port* Turnbewegung Hakoah will in der zweiten Liga spielen. Nach den Erschütterungen, die vom Zusammenbruch der Berufsspielersektion der Hakoah auf das Gebäude des Gesamtvereines übergegriffen haben, haben wir den wu eren Gang der .Ereignisse abgewartet. Wir konnten es nicht glauben, obwohl wir es der Leitung des jüdischen Vereines nach ihrem allen Forderungen des jüdischen Nationalgedankens Hohn sprechenden Verhalten zugetraut, haben, daß", sie aus den bisherigen Erfahrungen nichts gefernt hat. Und wir haben mit unseren Befürchtungen recht behalten. Nach einer kurzen Zeit des Zauderns haben die Geschäftsmacher in der Hakoah Oberwasser bekommen und es sieht so aus, als ob man dort wieder daranginge, abermals durch Neubelebung des Professionalismus der jüdischen Jugend einen Weg körperlicher Erziehung zu zeigen, der gegen die Moral und gegen das Judentum geht. Wir fragen: Hat es die Hakoah, die auf überragende Erfolge ihrer Amateursektionen hinweisen darf, nötig, sich ins Schlepptau von Verdienern nehmen zu lassen, denen der persönliche Nutzen über das Ideal geht? Wir glauben nicht, daß die Hakoah ein abermaliges Abirren von ihrer nationalen Gesinnung überdauern könnte. Aliswahlspiele auf dem Hakoah-Platz. Das jüdische Amateurteam spielt gegen die erste Amateurklasse 4:4 unentschieden. Anläßlich der zehnjährigen Juiläumsbveranstaltung des SportklubHechawers fanden auf dem Hakoah- Platz zwei. Auswahlspiele statt. Dr. Stroh (Hechawer) hielt an alle Teilnehmer eine Ansprache und überreichte den Spielern Erinnerungsmedaillen. Im* Namen des Jüdischen Sportverbandes beglückwünschte der Verbandskapitän Fiscus den Verein. Der Präsident des Jüdischen Sportverbandes Paul Földes und der Verbandskapitän Emanuel Fiscus erhielten für ihre Verdienste um den jüdischen Amateursport das goldene Vereinsabzeichen der Hechawer und Erinnerungsmedaillen. Das sportliche Resultat des jüdischen Teatns gegen die erte Klassse zeigt von beachtenswerter Spiestärke der jüdischen Amateurspieler. In der Mannschaft befanden sich einige ausgesprochene Talente, die bei richtiger Anleitung zweifellos erstklassigen Anforderungen entsprechen würden. jüdisches Amateurteam — Erste Amateufklasse 4 :4 (3:2). Hakoah-Platz. 1000 Zuschauer. Schiedsrichte Pichler. Jüdisches Amatettrteam: Regner (Hechawer), Berson, Amster (Hakoah); Deutsch (Makkabi), HuB (Hagibor), Birnbaum (Hakoah); Schweinburger (Hakoah), R o n i s (Hagibor), 1< l i e g" ler, Posaner, Fischer (Hakoah). Erste Amatcurklasse: Staudiiiger (Hac-Nordstern), Masterlir (Rapid), Oberiaa), Filipp (Vera), Pfann Wiener Slavia), Pellet (Hac-Nordstern), Schabl (Wiener Rasensportfreunde), Konicki, Schierith, Novotny, Hofbauer, Mach (Westmark). Die erste Amateurklasse, die in den bisherigen Auswahlspielen die Wiener zweite Liga und die ungarische Amateur-Elf besiegte, trat in stärkster Aufstellung an. Der ganze Angriff wurde dem Meister Westmark entnommen und auch die anderen Spieler sind die Tüchtigsten der ersten Klasse. Dagegen begegnete die Aufstellung des jüdischen Amateurteams großen Schwierigkeiten, da die meisten Spieler nicht abkommen konnten. Von den nominierten Leuten zogen es Kohn und Grünfeld (Hakoah) vor, nicht zu erscheinen. Der Ersatzmann des S. K. Hechawer Regner mußte das Tor hüten. Das unentschieden« Resultat bedeutet für die jüdische Mannschaft einen großen Erfolg. Die jüdische Elf war glatt überlegen und der Kampf wäre sogar leicht zu gewinnem« »Bis zehn Minuten vor Schluß führten die Blau-Weißen 4:2. In dieser Zeit beging Haß eine grobe Unsportlichkeit, indem er das Feld freiwillig verließ und seine Kameraden im Stich ließ. Außerdem wurde Posaner ausgeschlossen. Gegen drei Mann hatten die erstklassigen Amateure, die auch vom Schiedsrichter stark begünstigt wurden, keine große Mühe auszugleichen. Im jüdischen Amateurteam bot die Verteidigung eine glänzende Leistung. Der Mittelläufer Huß fiel nach Seitenwechsel stark ab. Die beiden Deckungsspieler unterstützen wirksam den Angriff. Im Sturm war der linke Flügel, Posaner — Fischer, die treibende Kraft. K1 i e g 1 e r befindet sich wieder in einer ausgezeichneten Verfassung. Gut gefielen auch die zwei anderen Stürmer. Bereits in der sechsten Minute erzielt Klieglerdie Führung. Vier Minuten später gleicht Mach aus. Die jüdische Mannschaft bedrängt stark, KHegler erzielt den zweiten (15) und Posancr (20) den dritten Treffer. Aus einem unberechtigt diktierten Elfmeter verringert Pellet den Vorsprung. Nach iijimiimmmiiiiiiiiiiiiimiiiiH^ Nr. 3205/28. Konkurs C z e r n o w i t z, am 14. Juni 1928. In der Israelitischen Kultusgemeinde Gernauti gelangen nachstehende Stellen zur Besetzung: 1. Die Stell« eines zweiten Qberkantors für Tempel oder große Synagoge; 2. die Stelle eines Chasen und Bai Tefllu, speziell für die große Synagoge; 3. die Stellen eines Tenors und eines Baritons im Tempelchor im Gemeiudetcinpei. Bewerber utn einen der vorbezeichneten Dienstposten haben ihre volle Eignung und Kenntnisse für diese Funkionen, und »war musikalische und gesangliche Ausbildung, womöglich an einem Konservatorium sympathische und ausreichende Tenor- oder Baritonstimme, ferner iiisbesondere umfassendes religiöses und hebräisches Wissen in den Wochen- und Sabbatgebeteu wie auch in Jenen der hohen und höchsten jüdischen Feiertage, ferner in unserem hebräischen Schrifttum — die Bewerber um einen Kantor-, Chasen- oder ßal- Tefile-Posten auch die Eignung als Balkore —, alle aber auch noch allgemeine Bildung sowie ihre bisherige Verwendung und Tätigkeit in dem gegenständlichen Berufe nachzuweisen, sowie ihre Studien-, Geburts-, Staats bürgersohafts- und Moralltätszeugnisse beizubringen. Ordnungsmäßig adjustierte Kompetenagesuche mit den vorstehend bezeichneten Nachweisen sind, ehestens und bis längstens 30. Juli d. J. bei der unterzeichneten Kultusgemeinde zu überreichen. Der Kultusgemeiudcgercnt: Dr. Straucher. filtllltllllll«llllllllllllltlII|tlllltl»llllllilflf«lllllirilHlllllfllltfHIHIfftllllllflfllil IHffilllllMlllllfltltllllllllflllllfllllllliliillllllillV Seitenwechsel sind die jüdischen Amateurspieler wieder stark überlegen und erzielen durch Fischer den schönsten Treffer des Tages. Schiedsrichter Pichler, der anläßlich seiner Einvernahme als Zeuge und „Fachmann" vor Gericht einen Fußball-Swejk abgab, wurde mit der Leitung dieses Auswahlkampfes betraut. Durch seine Fehlentscheidungen wurde größtenteilsdas jüdische Atnateurteam getroffen. Im Vorspiel unterlag eine kombinierte Makiabi- Mannschaft gegen ein Vorspiel der dritten Klasse Ost 1:8. Bis 30 Minuten vor Schluß stand das Match"1:1. Bei den Unterlegenen gefielen Ko II mann, Pillinger, Torczyner und Grimberg. Den einzigen Treffer schoß P i 11 i n g e r. Bei den Siegern war D e f r i c s (Menorah) der beste Mann. Makkabi: Znim; Kollmann, Adler; Placzek, Lutz II, Zunz; Grünberg, Pillinger, Eichler, Lebensbaum, Torczyner. Das Spiel Alt-Hechawer gegen Jung-Hechawer endete 1:1 unentschieden. Tor für Alt-Hechawer Messel e und für Jung-Hechawer Schacht. Alt-Hechawer: Orim; Frisch, Axelrad; Günzberg, Groß, Sturm; Regner I, Band, Eisern, Mcssele, Stern. Jung-Hechawcr: Regner I; Altschüler, Käufer; Schintno, Günsberg II, Lorbeer; Spira, Stern, Schacht, Brodz, Lichtenstern. Ungefähr 1000. Zuschauer wohnten den interessanten Kämpfen bei. Hasmonia zweitklassig! Das Gesetz der Serie will es, daß nach der H a k o a H der einzige erstklassige Amateurverein Hasmonea in die zweite Klasse absteigen muß. Der Sportklub Hasmonea wurde von Herrn Fiscus gegründet und lange Zeit auf rein zionistischer Basis geführt. Im Jahre 1924 kam es zu einer Vereinskrise, und zum Austritt einiger verdienstvoller Funktionäre. Die neuen Führer vernachlässigten den Klub und die Mitgliederzahl sank von 180 auf 42. Zahlreiche Spielerverluste, darunter Fuß und Kestler, schwächten die Kampfmannschaft. Die Mannschaft ließ auch jede Disziplin vermissen. Aufgestellte Spieler erschienen nicht zu den Matches und auch jede Begeisterung fehlte. Die zwei verdienstvollen Funktionäre Markstein und Wolfsohn konnten die Katastrophe nicht mehr aufhalten- Die zwei letzten Matches gegen Viktoria I und Metallum gingen für den jüdischen Verein verloren und damit auch die schwer erkämpfte Erstklassigkeit. Hakoah (Graz) siegte in der Meisterschaft gegen den Graxer S. C. 3:2. Die Tore erzielten Kraus (2) und Holzer. Fzso Gansi wird Trainer In Tunis. Der bekannte Internationale und eliemällKe Schützenkönig der Hakoali, Izso Gansl, hat eine ehrenvolle Berufung erhalten. Er wurde eingeladen, das Stadtteam von Tunis in Afrika zu trainieren. Die Bedingungen sind sehr günstig. Gansl, der in Tunis auch eine Stellung als Beamter bekleiden will, wird der Berufung Folge leisten. Vogelfänger (Hakoah) hat sich bei den- Weißen Elf angetneldet. Das Jugond-Hockey-CupHnale gelangt am 7. Juli zur Austragung. Hakoali unterlag im^ Hockeycup gegen die Amateure 1:2. Die Hakoali-Handbal'l-Damen unterlagen gegen den S. C. Schicht 0:1., Im Jngendcup spielte Hakoah gegen Vienna 2 : 2 unentschieden. Eine Anmeldesperre für Handballspieler und -Spielerinnen besteht vom 15. bis 31. Juli. Der Sportklub Hechawer dankt auf diesem Wege dem Jüdischen Sportverband der „Neuen Welt" für die wirksame Unterstützung anläßlich des zehnjährigen Bestandesjubiluums. . Die zweite MakkabJ-Sledlung findet -rn der Zeit vom 15. Juli bis 12. August in Blansko boi Brünn statt. Aua den Veroinen. Hasmonea. Freitag 8 Uhr Spielerversammlung und Aufstellung gegen Rasensportfreunde. Makkabi. Samstag 8 Uhr Spielcrversaminlung. Menorah. Samstag halb 9 Uhr Mitgliederversammlung. Hechawer. Samstag halb 9 Uhr Spielerversammluug und Aufstellung. Die bequemste Art zu reisen ist die Pauschalreise! Die Pauschal-, Akkord- oder Forfaitreise stellt die modernste und zugleich ipraiktischesite Art des Reisens dar, da sie die Vorteile der Gesellschaftsreise mit jenen der Einzelreise verbindet. Die Forfaitreise paßt sich ganz den individuei'lilcn. Ansprüchen des einzelnen an, dre größer oder geringer sein können, daher kann eine Forfaitreise billiger oder teurer durchgeführt werden. Jeder Geschmack findet in der Forfaitreise seine Befriedigung. Wenden Sie sich au das Oesterreichische Verkehrsburcau, Wien, I., Friedrichstraße 1, Tel. 13 27-500! E Wir sind genötigt, unser Riesenlager in Sommerwaren jeder Art gründlich zu räumen. Das zwingt uns, unsere bekannt billigen Preise noch um ein Erkleckliches zu reduzieren. Es bietet sich daher jedermann eine selten 'wiederkehrende Gelegenheit, seinen Warenbedarf zu unerhört niedrigen Preisen zu decken. Wir veranstalten daher ab Montag, den 2. Juli, einen Sommerräumungsverkauf mit großen Sensationen. 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