Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 41 (29.6.1928)
- Date
- 1928-06-29
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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I Seite ¥0 DIE NEUE WELT Nr. 41 1 Verband radikaler Zionismen i S Mittwoch, den 4. Juli 1928 um halb 9 Uhr j§ §§ abends findet im Klublokale Caf6 Atlashof, Wien, I., §| §§ Aspernplatz, eine =§ 1 öffentliche 1 (Versammlung fj Tagesordnung: | Herzl und die jüdische h jj Referent: 1 Dr. Zamonski. Es Freie Aussprache! statt S ftndilich geschlagen werden. Aufstellung: Hechawer: Ro'gner; Landau, Stern; Edelstein, Günsb e r g, S c h m a 1 b e r g; T e i c h t h a 1, Wirtschafter, Adler, Ei oh ler, Käufer. Dritte Klasse Ost: Kürner (Burgtheater); Kainz (Alexandria), Dobias (Finanz), Wimmer (Unitas), Malek (Alexandria), Neischl (Leopold. Kicker); Wilda, Fromek (Alexandria), Siima (Unitas), Defries (Menorah), Rolle (Burgtheater). Die Spieler der; jüdischen Auswahlmannschaft werden ersucht, sich um halb 6 Uhr auf dem Hakoah-Pläbz einzufinden und beim Verbandskapitän zu melden. Schuhe, Stutzen und schwarze Hosen sind mitzubringen. Bleibt Hasmonea in der ersten Klasse? Die Aussichten der Hasmonea, in der ersten Amateurklasse zu verbleiben, sind trotz des lebten 3:l-Erfolges gegen Otta'kringer S. C. sehr ■gering. Die Hasmonea müßte aus den ausständigen drei Matches gegen Westmark, Ras.ensportireunde und Viktoria V fünf Punkte gewinnen, um. nicht abzusteigen. Der Verein besitzt zwar eine tüchtige Leitung und eine gute Mannschaft, aber einige Spieler nehmen die Meisterschaft von-der leichten Seite. Zum letzten Match erschienen von Hasmonea nur zehn Spieler und die Funktionäre Karlinr Markstein und Knöpfelmacher. Der elfte Mann, Horowdtz, die Ersatzleute und Mitglieder zogen es vor, überhaupt nicht zu erscheinen. 45 Minuten kämpfte Hasmonea mit zehn Mahn. Nach Seitenwechsel komplettierte sich die Hasmonea-Mannschaft durch Markstein. Die Tore erzielten Josefsberg, Messinger und Neumann. Makkabi Meister der dritten Klasse Ost. Der S. C. Makkabi, der aus dem Jugendsportverein hervorgegangen ist, und im März 1929 sein zehnjähriges Bestandjubiläum feiert, hat in der dritten Klasse Ost die Meisterschaft errungen. Viel zu diesem Erfolg hat Herr Koch beigetragen, der seit ungefähr vier Jahren als Sektionsleiter tätig ist. •Die tüchtige Makkabi-Mannschaft besiegte folgende Vereine: Fair 3:1, 3:0, W. F. C. XX 2:1, 4:1, Leopold. Kicker 4:2, 3:1, Hechawer 3:2, 7:0, Unitas 8:1, 6:1, Menorah 5:1, 4:1, Finanz 3:1, B. Sp. Vg. 2:1, 3:1, Burgtheater 2:1, 4:1. Der jüdische Klub unterlag nur gegen Alexandria 4:5, '0:1 und Finanz 1:2. Das Torverhältnis lautet 71:23(!) für Makkabi. An allen zwanzig Matches wirkte Grumberg mit. Die meisten Tore schoß Lu t z II (23), der auch als Schützenkönig der unteren Klassen gewertet wird. In die weiteren Torehren teilten sich Grimberg- (12), Lebensbaum (10) und Torczyner (7). An den Mei'StefschaftskäTnpfen nahmen folgende Spieler teil: Zwirn, Gleich, Wasservogel, Kolimann, A. Fried, Ploezek, Lutz 1, Thiemann, Zunz, R. Deutsch, Grünberg, Pillinger, Lebensbaum, Lutz 2, Torczyner, Eisgrau. Mit dieser Mannschaft hat Maktkalbi Chancen, auch in der zweiten Klasse gut abzuschneiden. Turnverein Makkabi II. Turnzeiten für Juli und August: Montag und Donnerstag von halb 7 Uhr bis halb 9 Uhr im Augarten. Eingang Ecke Lampygasse und Rauscherstrasse. Mittwoch von halb 8 Uhr bis 9 Uhr. Herren- und Damenturnen im Turnsaale, IL, Leopoldsgasse 3. Bei Regenwetter entfällt das Turnen am Montag und Donnerstag. Wiir laden auf diesem Wege alle Turnschwestern und Turnbrüder des Maikkabi X., XV. und XVII. als unsere Gäste ein. Jeden Sonntag Vereinsausflug (Bad). Hapoel (Tel-Awiw) Sieger im Palästina Cup. Das Entscheidunigsspiel zwischenHapoel Tel-Awiw) und Hasmonea (Jerusalem) endete mit einem verdienten 2 :0-Sieg des Hapoel. Dem Kampf wohnten 6000 Zuschauer bei. Der Palästinapokal ist zum ee r s t e n M a 1 e i n den Besitz eines jüdischen Fußballklubs übergegangen .nachdem er die ganzen acht Jahre, seit seiner Stiftung, von den Engländern gehalten wurde. Redlich, der tüchtige Wasserballspieler des W. A. C, hat sich bei der Hakoah angemeldet. Blumenzweig (Hagibor), der auch in mehreren Aiiswahlspielen des jüdischen Sportverbandes tätig war, ist dem S. C. Hertha beigetreten. - Hugo Gleich (früher Makkabi und Hasmonea). wurde vorige Woche zum Doktor der Philosophie promoviert. Hagibor konnte nach mehreren Mißerfolgen in der zweiten Klasse Ost den S. C. Pfeil 4 : 2 besiegen. Menorah unterlag vergangenen Sonntag tn Baden unverdient 3 : 4. Die jüdische Mannschaft wurde vom Schiedsrichter stark benachteiligt. Zionistische Jiigendgruppe Lcopoldsladt, II., Zirkusgassc 33. Wochenprogramm: Samstag: 5 Uhr Sichah der Kwuzah „Alef", 8 Uhr Hebräisch für Aniiingcr. Sonntag: 9 Uhr vormittags Bilchsenlecrung. Montag: 7 Uhr Hebräisch für Am'.'ingcr, halb 9 Uhr Hebräisch für Vorgeschrittene, 8 Uhr 3. Vortrag über „Probleme der Erziehung" von Oberbaurat Rob. Stricker. Dienstag: 8 Uhr Hebräisch für Vorgeschrittene 2, 8 Uhr Sichah der Kwuzah „Dror". Mittwoch: 7 Uhr Hebräisch für Vorgeschrittene 2, 8 Uhr Plenarversamnilung. Donnerstag: 8 Uhr Sichah der Kwuzah „Dror", halb 9 Uhr Hebräisch für Vorgeschrittene. Klub Junger Zlonlsten. Donnerstag, 5. Juli 1928, präzise 8 Uhr abends findet im Cafe Lovrana, III., Löwengasse 36, unsere Herzl- Gedenkfeier statt. Reichhaltiges Programm. Eintritt frei. Gäste willkommen! Jild. Akad. Verein „Tlicologla", II., Tempelgasse 3. Bei der Freitag den 22. Juni I. J., stattgefundenen Generalversammlung wurden folgende Herren in/ den Ausschuß (Winterscssion 1928-29) gewählt: Präsident Glitzenstein; Vizepräsident und Hochschulausschußreferent H. Frostig: 1. Schriftführer S. Margulies; 2. Schriftführer und Hochschulausschußdelegierter Babad; Kassier Landau; Kulturkommission Schönblum, Bergenbaum. Brlth Hanoar Hamlsrachl (II., Praterstraße 43). Samstag, den 30. d. M., um 4 Uhr nachmittags Sicha. Weitere Anmeldungen für unser Sommerlager müssen ehestens erfolgen. Alle Mitglieder werden aufgefordert, sich am Herzl-Grabgang am 8. Juli zu beteiligen. Gemeinsamer Treffpunkt 8 Uhr früh im Hotel Barschack (II., Gr. Schiffgasse 3). Der Verband der jüdischen Kaufleuie und Gewerbetreibenden hält Montag, den 2. Juli, 8 Uhr abends, im Cafe Exzelsior einen Diskussionsabend ab. Vcrbaudsanwalt Dr. Ludwig Ehrlich wird über das Handelsagentengesetz sprechen. Am 5. Juli Gründungsversammlutig der Bezirksgruppe XX im Cafe Esplanade gegenüber der Friedensbrücke. Regierungsrat Becker referiert über die Novelle zum Ratengesetz, Rechtsanwalt Dr. Waldmann über Wirtschaftsfragen und Vizepräsident Ehrlich über die Kreditkasse „Metropole", welche einen Rahmenkredit von S 40.000 erhalten hat. Im Hinblick auf die am 2. Dezember stattfindenden Wahlen zur Kultusgemeinde fordert der Verband alle jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden auf, ihre Kultussteuer bald zu bezahlen, um nicht durch Säumigkeit das Wahlrecht zu gefährden. Der Verband gibt bekannt, daß der ehrenamtliche Sekretär, Herr Z. M. V. Mirjam. Der Kontinentalbund zionistischer Mädchenvereinigungen, dessen Wiener Gruppe die Z. M. V. Mirjam ist, hält seinen dritten Bundestag dieses Jahr in AI t-Schmeks in der Hohen Tatra, tschechoslowakische Republik ab. Die Tagung beginnt am Donnerstag, den 5. Juli d. J. und sind Beratungen und Referate für einige Tage vorgesehen. An den Bundestag schließt sich eine Feriensiedlung daselbstf ür die Mitglieder des Kontinentalbundes an. Pflegeeltern gesucht. Für einen vierzehnjährigen Gymnasialschüler (hebräisches Gymnasium), der kürzlich seine Mutter verlor, im Hause des Vaters aus Gründen seelischer Art nicht verbleiben kann, wenn seine Entwicklung nicht Schaden nehmen soll, werden Pflegeeltern gesucht. Es handelt sich um einen ganz außerordentlich geistig entwickelten Jungen, dem das Wichtigste fehlt, was Kindern unbedingt zum Gedeihen nötig ist: eine verständnisvolle Umgebung. Jüdische Familien, die imstande sind, dem Knaben ein liebevolles Heim zu bieten, sich seiner nach jeder Richtung hin menschlich-warm anzunehmen und ihn in seinem Studium zu fördern, wollen an die Redaktion des Blattes freundlichst Näheres mitteilen. Zuschriften unter „Junger Zionist". Sie sind elegant — wenn Sie Ihre Seidenstoffe für den Sommer im Spezialhaus „Tuchhaus zum Hirschen", II., Taborstraße 17 b, kaufen. Reiche Auswahl, billigste Preise. Besuch lohnend! Zu Spottpreisen — für den Urlaub erhalten Sie die Restbestände meines aufgelassenen Detai'l-Lederwaren-Geschaftes, und zwar Reisekoffer, Coupe-Schrankkoffer usw., Krokodil-Necessaires und alle sonstigen Lederwaren! Erzeuger L. Storch, VIII., Lederergasse 2, Tür 2, und VIII., Albertgasse 19. E Korpulenz läßt sich nicht in wenigen Tagen beseitigen, auch sind die Wirkungen von Entfettungsmitteln auf den menschlichen Körper sehr verschieden. Mancher hat alle möglichen Entfettungskuren durchgeführt, ohne nennenswerten Erfolg zu erzielen. Versuchen Sie genau nach Kurtabelle die pflanzlichen, gutwirkenden FUCA- BOHNEN, die in jeder Apotheke in Original-Schachteln zu 4 Dekagramm erhältlich sind, der Erfolg ist frappant. . E ±ailliIllllllilllilillllllllllll§llMliilliillllililltlilliliilililillilliliillllll811illllllllli|lilillllBlilill|g|llliillllillll||llllillilllilglt|ljjjl|1^ Nr. 3205/28. Czernowitz, am 14. Juni 1928. onkurs . In der israelitischen Kultusgemeinde Gernauti gelangen nachstehende Stellen zur Besetzung: 1. Die Stelle eines zweiten Oberkantors für Tempel oder große Synagoge; 2. die Stelle eines Chasen und Bai Tefüu, speziell für die große Synagoge; 3. die Stellen eines Tenors und eines Baritons im Tempelchor im Geraeindetempel. Bewerber um einen der vorbezeiohneten Dienstposten haben ihre volle Eignung und Kenntnisse für diese Bunkionen, und zwar musikalische und gesangliche Ausbildung, womöglich an einem Konservatorium sympathische und ausreichende Tenor- oder Baritonstimme, ferner insbesondere umfassendes religiöses und hebräisches Wissen in den Wochen- und Sabbatgebeten wie auch in jenen der hohen und höchsten jüdischen Feiertage, ferner in unserem hebräischen Schrifttum — die Bewerber um einen Kantor-, Chasen- oder Bal- Tefile-Posten auch, die Eignung als Balkore —, alle aber auch noch allgemeine Bildung sowie ihre bisherige Verwendung und Tätigkeit in dem gegenständlichen Berufe nachzuweisen, sowie ihre Studien-, Geburts-, Staats bürger'sohafts- und Moralitätszeugnisse beizubringen. Ordnungsmäßig adjustierte Kompetenzgesuche mit den vorstehend bezeichneten Nachweisen sind ehestens und 'bis längstens 30. JuH d. J. bei der unterzeichneten Kultusgemeinde zu überreichen, Der Kultusgemelndegerent: Dr. Straucher. •iiiiiiiiumiiimiiinimiimiimmiimiiiiiimm Kennen Sie schon das vierbändfge Lexikon? Dieses Standardwerk des Judentums ist: Das erste jüdische Konversationslexikon in deutscher Sprache über alle wichtigen Gegenstände» Personen und Probleme der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart. Ein enzyklopädisches Nachschlagewerk mit über 15.000 sorgfältig ausgewählten Stichwörtern aus sämtlichen Gebieten des jüdischen Lebens. Eine Fundgrube jüdischen Wissens für die Gebildeten, Akademiker, Kaufleute, Beamten und Lehrer. Eine jüdische Bibliothek in sich ist es der tägliche Bedarfsgegenstand jeder öffentlichen und privaten, wissenschaftlichen und Volksbibliothek, jedes Gemeinde- und Vereinsbureaus. Unentbehrlich auf dem Schreibtisch des Historikers, des Theologen, des Philologen, des Politikers, des Redakteurs, des Verwaltungs- und So* zialbeamten. Einzigartiger Bilder- und Beilagenreichtum: An 1000 Porträts und Autogramme, 35 farbige und Kupfertiefdrucktafeln, über 150 Doppeltondrucktafelm historische Briefe und Faksimile, über 1000 Textbilder* 30 mehrfarbige Karten, 30 Notenbeilagen, Notenbeispiele usw. usw. Herausgegeben von Dr. Herlitz und Dr. K i r s c h n e r unter Mitarbeit von über 230 jüdischen Gelehrten und Schriftstellern. Umfang: ca. 180 Bogen Lexikonformat, Druck in Bodoni-Antiqua, .auf bestem holzfreien Naturkunstdruck- und Kunstdruckpapier. SUBSKRIPTIONSPREIS pro Band in Ganzleinen M. 35.- in Halbleder M. 44.— in Ganzleder M. 58.— Subskriptionsschluß bevorstehend! Nach Schluß der Subskription tritt der erhöhte Ladenpreis in Kraft. Verlangen Sie Prospekt, Probeheft oder unverbindlichen Besuch unseres Vertreters (auch außerhalb Wiens und in den Sukzessiorisstaaten). Bestellzettel. An die Verlags Vertretung der „Jüdischer Verlag G. m. b. H." Buchhandlung Josef Brenner WIEN II. Praterstraße 23. Ich bestelle hietnit unwiderruflich .... Exemplare des1 4bändigen Jüdischen Lexikons, herausgegeben von Doktor HERLITZ und Dr. KIRSCHNER: in Ganzleinen zum Subskriptionspreis von je M. 35.— p. Bd. in Halbleder zum Subskriptionspreis von je M. 44.— p. Bdin Oanzleder zum Subskriptionspreis von je M.58.—p. Bd. und verpflichte mich, alle 4 Bände fallweise nach Eis scheinen zu dem festgesetzten Subskriptionspreis zu tibernehmen und bandweise — per Nachnahme — gegen: Teilzahlung von......«,., monatlich zu bezahlen, Unterschrift! Datum, Adresse: Bestellen Sie sofort!