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Die neue Welt · 1928-06-29 · Heft 41 (29.6.1928) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 41 (29.6.1928)
Date
1928-06-29
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 41 fr» IH )) SITMAR« Secuta llallana dl Servlzi MarlUlml I! wöchentlich mit den Luxusdampfern „IOI"-„. Regelmäßige Eillinien nach Palästina, Griechenlandi Konstantinopel Rundfahrten Im Mittelmeer Billige S o mmer fahrten Auskünfte: „Sitmar", I. Kärntnerring 18 (Ecke Schwarzenbergplatz) Telephon 55009 Der 2000jährige Kölner Judenfriedhof. Der zu einer Erinnerungsstätte umgewandelte, noch aus der Römerzeit stammende jüdiche Friedhof am Bonner Tor zu Köln ist in diesen Tagen von den beiden Synagogengemeinden Kölns, der Großgemeinde und der orthodoxen Adass Jeschurun in Obhut genommen worden- Das Gelände wurde erworben, als Erweiterungsarbeiten am Güterbahnhof das einstige Gräberfeld des uralten Friedhofs aufdeckten. In seiner Weiherede führte Gemeinderabbiner Dr. Ko b e r aus:- Die älteste Kölner jüdische Grabstätte, . der älteste. Besitz der Juden in Köln und vermutlich! näc hst Rom der älteste jüdische Friedhof des. Abendlandes, der seit der Römerzeit bis 1695 benutzt worden ist, weiß viel vom Martyrium des jüdischen Glaubens und von Helden jüdischen Geistes zu erzählen. Justizrat Dr. Boden heimer führte aus, es bestehe nach den neuesten . Forschungen die berechtigte Annahme, daß schon mit den ersten Römersiedlungen Juden nach dem arten Golonia gekommen seien und hier ihre Kultstätten' aufgerichtet haben . _ Im Lande der Tränenmillionäre. Au-s M a r m a r o s s z i g e t wird uns geschrieben: , In den Berichten über den 'letzten Besuch des europäi- ' sehen Direktors des American Joint Distrutmtion Committee hat die Steillungnahme der Vertreter des Jüdischen NationalveribandeS' von Siebenbürgen viel zu wenig Beachtung gefunden. Diese gramdsätziieihe Erklärung ist aber deshalb von Bedeutung, weil sie für die gesamte Jointtätigikeit in Osteuropa richtunggebend sein muß, wenn sie nicht eine zwecklose philanthropische Geldvergeudung darstellen soll. Der Sprecher des Jüdischen Nationalvenbandes bei dem festlichen Empfang Dr. Kahns im Festsaale des jüdischen Waisenfürsorgehekns in Marmarossziget, Doktor Abraham Fried, sagte unter anderem: „Wir stehen in der Marmaros vor einer schweren jüdischen nationalen Katastrophe, in der die Philanthropie nichts helfen kann und nur gründliche nationale Arbeit eine Rettung zu bringen vermag. Wir wollen in Dr. Kahn nicht tdien Philanthropen begrüßen, sondern den Mann, dessen Ideal die Einheit des Judentums und die Regenerierung des jüdischen Volkes durch Aufbau und produktives Schaffen ist. Die Marmaros ist die .Heimat der Tränenmillionäre. Dieses Volk hat viel gelitten und viel ertragen. Aber diese Menschenmassen warten noch immer mit gespannten Muskeln und geradem, aufrechtem Rückgrat auf die Arbeitsmöglichikeit. Philanthropie und Almosen, mögen sie in noch so schöner Forin dangereicht werden, verschmähen diese arbeitswilligen jüdischen Volksmassen!" Freiherr Maximilian Goldschmidt-Rothschild 85 Jahre. Freiherr Maximilian Benedikt von Göldschm!dt-<Rothsohald in Frankfurt a. M. vollendete am 20. Juni sein 85. Lebensjahr. Er ist der jüngste der sieben Söhne des Großherzoglichen Toskanischen Konsuls Benedikt Hayum Salomon Goldschmidt; der Bankier hinterließ 14 Kinder. Dem Jubilar widmet Ernst Klein in der „Vossischen Zeitung" einen Aufsatz, in welchem es u. a. heißt: „ , . . Die Freie Reichsstadt Frankfurt war damals (in der Jugendzeit des Jubilars) noch so reaktionär, daß der junge Baniklehrling Maximilian Benedikt die Warnungstafel kennenlernte, die am Eingang m den städtischen Anlagen „den Juden und Hunden" den Eintritt verwehrte. Aber das Geschlecht der Goldschmidts war selbst vom Schicksal nicht verwöhnt worden. Im 15. Jahrhundert von Nürnberg zurückgewandert — als erster, der geschichtlich bekannt wurde, * wird 1521 Mosohe Goldschmidt zum goldenen Schwan genannt — mußten sie mit der gesamten Judenschaft 1614 die Stadt verlassen. Auf Ungewissen Wegen die neue Heimat suchend — zum wievielten Male? —, zerstreuten sie sich in die Welt. Ein Ted! der Familie 'kehrte später von Kassel nach Frankfurt zurück, ki^ drei Stämme sich teilend, die sich, nach ihren Niederlassungen „zum Buchsbaum", „zum Apfelbaum" und „zur goldenen Wage" nannten. Nachdem 1900 das, Bankhaus B. H. Goldschmidt liquidierte, gründete Maximilian Benedikt von Goldschmidt-Rothschild — er wurde 1903 durch den ^preußischen König nobiiitiert — die Bank, die IMHiaiWUHUIllfMIMUlUlirtUlHIUMIIIIW n |iumMiUJiiiimMU(MmuijH4i<{!iiiu^ g Iisiegm. kornhehl" ig GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale IX., Berggasse 19, Telephon 17-3-99 u. 16-9-34 *^^mmammmmmmBmmm*mmmmmmmmmBmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für »^'Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kolli tusgemeinde Wien II IX., Bergg, 15 / XVIII., Währingerstr. 97 ■uiuiJMuiiitimiiMiiiwiiMJiiujiiJiuiiMuiiiiim^^ itiiuiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiniiuiiiiiiiiiii«iiiititiHiiiiiiit]iii(iifiiiiiiiiiiiiluiiilliiuiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiii? er unter eigenem Namen führte. Seit seiner Verheiratung mit der Tochter des letzten Frankfurter Rothschilds Carl Wilhelm und seiner Ehefrau Mathilde, Min-ka von Rothschild, im Jahre 1878 bewohnte er das schöne Heim in der Bockenheimer Landstraße, das bald zum Mittelpunkt einer vornehmen Geselligkeit wurde." Der Ehe mit Minka von Rothschild, die vor 20 Jahren verstorben ist, entstammen fünf Kinder. Zwei der drei Söhne, Freiherr Albert und Erich von Goldschmidt-Rothschild, sind Mitinhaber des Berliner Bankhauses von Goldsohmidt-Rothschild. Enttäuschung in der Höhle Machpelah. Jahrhundertelang ging der Kampf christlicher und jüdischer Organisationen um das Recht und die Erlaubnis, in die Hohle Machpelah. der von der Tradition geheiligten angeblichen Grabstätte der Erzväter und Erzmütter eintreten zu dürfen. Seit 600 Jahren Irtiten die Mohammedaner jene Stelle in Hebron, welche als die biblische Höhle Machpelah gilt und von den Arabern als ihr ausschließliches Heiligtum betrachtet wird, das von keinem „Ungläubigen", das heißt keinem Juden und keinem Christen betreten werden darf. Die Vertreibung der Kirchen aus Palästina hat allmählich dazu geführt, daß die oberste mohammedanische Behörde von Palästina ihre Einwilligunig dazu gegeben hat, daß die Höhle Machpelah auch Nichtmohammedanern, wenn auch nur gegen hohes Eintrittsgeld zugänglich gemacht werde. Die „Neue Welt" hat wiederholt aus der Geschichte dieser heiligen Stätte tragische, komische und auch, tragikomische Episoden erzählt; nun da der Zutritt gestattet ist, herrscht bei allen, die von dieser Erlaubnis in der letzten' Zeit Gebrauch gemacht haben, eine tiefe Enttäuschung, die auch an die Möglichkeit denken läßt, daß das,, was die Mohammedaner als die biblische Höhle Machpelah. die als „heilig" verehrte Grabstätte der Erzväter so eifersüchtig hüten, gar nicht die wirkliche Höhle Machpelah der Bibel i s t. Am anschaulichsten geht eine solche Vermutung aus einer Schilderung hervor, die den Korrespondenten des „Haint" in Tel-Awiw, S. P e t r u s c h k ö, zum Verfasser hat. * „Die Höhle Machpelah befinidiet sich tin Hebron, fast ganz-draußen außerhalb der Stadt. Durch dunkle, schmale .Gäßehen, durch die man sich kaum durchwindet, mußten wir gehen, bis wir an eine hohe Mauer mit einem Tor gelangten, durch welches wir in. das Innere eines Hofes kamen. In diesem Hof sieht man; eigentlich nichts als Stufen,-, die irgendwo hinauf führen. .Die Treppe schlängelt sich zwischen zwei Mauern in die Höhe und die untersten Teile dieser Mauern machen wirklich den Eindruck, als stammten sie aus uralten Zeiten. Die Steine, riesige Quadern,- an den Ecken abgehackt;' sehen aus, als wären sie der „Klagemauer" entnommen. Bekanntlich durften die Juden auf dieser Stiege nur bis zur siebenten Stufe emporsteigen, wo sich auf einer Plattform ein großes Loch befindet, von welchem behauptet wird, daß es die Mündung zu einem Schacht sei, der bis zur wirklichen Höhle, der vielbesprochenen Grabstätte reiche. In Gesellschaft einiger Touristen aus Rumänien, Deutschland und Bulgarien ging ich in Begleitung eines Arabers, eines angeblichen Scheichs, der uns als Wegweiser diente, weiter hinauf. Wir waren etwa 40 Stufen hinangestiegen, als wir in einen großen breiten Hof gelangten, wo wir endlich „etwas" zü sehen bekamen. Ich muß sagen, ich hatte von der Höhle Machpelah eine falsche Vorstellung. Wir hatten gelernt, daß hier Adam und Eva, Abraham und Sarah, Isaak und Rebekka, Jakob und Lea begraben seien. Ich dachte mir deshalb, daß hier acht Gräber, eines neben dem anderen, vorhanden seien, während in Wirklichkeit die Sache ganz anders aussieht. Von Adam und Eva ist nicht die Spur da. In dem Hof, in dem. wir über die Treppe gekommen waren, zeigte man ums zwei kleine Gebäude, mit verschlossenen Türen, welche eine arabische Aufschrift tragen, wonach hier Jakob und Lea begraben liegen. Von dort wurden wir durch den Hof zu einem großen Gebäude geführt, zur sogenannten Grabesmoschee und neben dieser Moschee sahen wir wieder zwei Türen, die gleichfalls verschlossen sind, und durch ihre Aufschriften bekannt machen, daß dort Abraham und Sarah die Grabstätten haben. Schließlich wurden wir in die Moschee selbst geführt, wo unß wieder zwei solche verschlossene Türen mit der Versicherung gewiesen wurden, daß diese Türen zu den Grabstätten von Isaak und Rebekka führen. Die Gräber selbst hat man uns allerdings nicht gezeigt. Die Gräber, erklären die Araber, befinden sich ganz unten in der Höhle selbst, die unter dem Hof und der Moschee sich ausbreite, in diese Höhle selbst komme niemand, selbst die Mohammedaner nicht, In der Mitte der Moschee befindet sich auch eine Türe, und wenn diese geöffnet wird, erläuterte uns der arabische Cicerone, gewinnt man den Einblick in eine tiefe finstere Höhle. Von dem was sich unten auf dem Boden befindet, nehme man jedoch nichts wahr. Uns aber wurde diese Tür überhaupt nicht geöffnet, weil angeblich der Scheich, dem allein das Recht «zusteht, die Türe zu öffnen, nicht anwesend war. Ich weiß nicht, weshalb die „Höhle Machpelah" ,auf mich nicht den Eindruck gemacht hat, den ich mir 'für diesen ersten Besuch ausgemalt hatte. Als ich die Klagemauer von Jerusalem zum ersten Male erblickte, war der Bindruck ein gewaltiger. Die alte hohe Mauer mit den einfachen riesigen Steinen sprach zum Herzen, zu der Seele, m meinem Sinn für alte jüdische Vergangenheit. Aber hier bei der Höhle Machpelah war das alles nicht vorhanden. Ich empfand, daß es nicht dasselbe sei. Vielleicht, weil ich keine alten, aus*den Steinen der Höhle herausgelockten Gräber, sondern bloß nichtssagende, eiserne oder aus Stein gehauene ganz neue Türen mit arabischen Aufschriften sah, die mir erzählen, daß hier unser Vater Abraham liege, oder weil die Moschee mit ihrer ganzen arabisch-mohammedanischen Umgebung, die für den Juden verschlossen bleibt, auf mich wie etwas ganz Fremdes gewirkt hat." Zum Schluß wiederholt auch Petruschko die allgemeine Klage, darüber, daß die Mohammedaner die neue Erlaubnis zum Eintritt für Nichtmohammedaner durch geradezu räuberisch hohe Eintrittspreise von 25 Piastern geschäftlich auszubeuten trachten, und erwähnt die interessante Tatsache, daß die alten frommen Palästinajuden von der neuen Erlaubnis überhaupt keinen Gebrauch machen. Jüdische Künstlerspiele. Das Gastspiel der Warschauer Starsoubrette Vera Kanjewska, mit den aus den Herren Paul Bretitmann, Max Bryn und 11 ja T r i 11 i n g bestehenden Ensemble, hatte bisher in allen drei Neuheiten „P a 1 a s ch k a", „S i dd y" und „P e ns i o n a t s m ä d e 1" großen Erfolg, zumal sich das vergrößerte Jazzorchester überaus bewährt hat. — Freitag, den 29. Juni geht die Operette „Der jüdische Matrose" in Szene. Für die Aufführungen dieser Novität wurde der angezeichnete Komiker Max Zelniker gewonnen. Jüdische Bühne, II., Taborstraße 12. Freitas, 29. Juni, bis Sonntag, 1. Juli „Schabse-zw i", Komödie mit Gesang in vier Akten von Prof. Horowitz. — Vom 2. bis 5. Juli geschlossen. Ab 6. Juli Gastspiel im Theatersaal des Cafe Astor, II.. PraterstraUe CO. Kleine Kunstnachrichten. Der jüdische Maler und Bildhauer Georg Ehrlich hat für die Poetie,-Film- Gesellschaft ein Bronzerelief „Für Elisabeth Bergn e r" geschaffen, das derzeit im Hagenbimd ausgestellt ist. — Die Pariser Presse beschäftigt sich eingehend mit der Ausstellung der Malerin Mela M u t e r, deren Bilder im heurigen Herbst auch in Wien zu sehen sein werden.- Täglich Konzert des weltberühmten Oberkantors Josef Rosenblatt aus New York! Wir bringen hiemit unseren Lesern zur Kenntnis, daß das Musikhaus „Exelsior", I., Adlergasse 5, und II., Kleine Pfarrgasse 28, sämtliche Schallplattenaufnahmen dieses Künstlers stets auf Lager hält und allen Interessenten bereitwilligst vorführt. Reichhaltiges Lager sämtlicher jüdischen und hebräischen Schallplatten, sowie alle modernen Plattenschlager und Sprechapparate jeden Genres. Die Festtage in Oesterreich und die österreichische Tabakregie. Die Schubert-Feier und die Grazer 800-Jahrfeier bieten der Tabakregie Anlaß, sich mit Festgaben einzustellen: sie bringt für die Schubert-Feier zwei Zigarren- und zwei Zigarettenkollektionen. Eine der Zigarrenkassetten zeigt als Deckelbild Schubert am Klavier, die andere den Meister auf einem Spaziergange; jeder Kassette liegt eine Reproduktion von Schuberts Jugendbildnis von Kuppeiwieser bei. Die Zigarettenkassetten sind außen mit dem Bildnis Schuberts, innen mit einer farbigen Ansicht der Mölkerbastei oder der Höldrichsmühle geschmückt. Diese Festgaben sollen nicht nur dein österreichischen Raucher, sondern auch den beim Sängerbundfest in Wien weilenden Deutschen aus dem Reiche ein Andenken an schöne Tage sein. Der Grazer Feier sind ähnliche Kasselten gewidmet:, eine dieser Zigarrenkollektionen ziert als Deckdbild eine Silhouette von Graz, die andere ein junger Grazer in mittelalterlicher Tracht. Die beiden Grazer Zigarettenpackungen sind außen mit einer Silhouette von Graz mit wehenden Festfahnen, innen mit alten Stadtansichten ausgestattet. Die Schubert-Kassetten sind im ganzen Bundesgebiete erhältlich, die Grazer Kollektionen nur in der Energie-Wirtschaftsausstellung in Graz und in den Tabaktrafiken des Grazer Verschleißrayons. Von den Zigarrensonderpackungen kostet die eine (vier Stück Zigarren des Luxustarif es) S 4.20,' die andere (sechs Stück vorwiegend Speziaizigarren) S. 2.20. Die Zigarettenpackungen mit 19 vorwiegend Luxuszigaretten oder mit 24 vorwiegend Spezialzigaretten werden einheitlich um S 2 abgegeben. E igen der Israelitischen Kultnsgemeinde Wien, An «die Koscher fleisch konsumierenden Gemeindemitglieder! Es ist zur Kenntnis des Vorstandes der Israel. Kultusgemeinde gelangt, daß in letzter Zeit von unverant-* wörtlicher Seite der Versuch unternommen wird, unter den Gemeindemitgliedern Mißtrauen gegen die Kaschruthein1richtungen der Kultusgemeinde zu verbreiten, ohne daß auf irgend welche bewiesene oder beweisbare Tatsachen hingewiesen wird. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien ist wohl bemüht, Anregungen, welche die Schaffung oder Verbesserung von Gemeindeeinrichtungen zum Gegenstände haben, und ihm aus dem Kreise der Gemeindemitgliedes zukommen, mit aller Sorgfalt zu prüfen und zu berück« sichtigen. Mit aller Entschiedenheit muß jedoch der Versuch zurückgewiesen werden, die Verläßlichkeit ritueller Einrichtungen, für welche nach dem geltenden Statute der Israel. Kultusgemeinde Wien das Rabbinatskollegium in seiner Gesamtheit die Verantwortung trägt, als zweifelhaft hinzustellen. Ueber Antrag der „Kommission für Kultus- und rituelle Angelegenheiten" hat das Plenum des Kulturvorstandes in seiner Sitzung vom 18. Juni d. J. die Einsetzung einer <

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