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Die neue Welt · 1928-06-01 · Heft 37 (1.6.1928) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 37 (1.6.1928)
Date
1928-06-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 37 ^litiiniiiiiiiinnnnimimiiiiifiiiiniHttniinmtrmiiiiiuiiiiiiiimiinniiiHiiiiniiniiii^ für die ehrw. Herren § Rabbiner und Kantoren | und Chorsänger | in den mannigfaltigsten Formen erhalten s Sie fertig und narfi Maß in bester Qualität zo den billigsten Freisen! | in der altbekannten § Unlformierangso.MaBsdinelderei | im y/ien.ll.laöofstradßfii.y l (Achtung auf Hausnummer 1) W"* s Tel. R 45-6-29 Oegr. 1866 | S Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben1, §; I Versand nach allen Wellteilen Reich illustrierte Kataloge gratis I § ^llf lllllllllllltlllli III 1 IUI II IIIIIIIl I MI III III IIIII1II IUI IIIHf Illlllllllf III llltlllllllt lllllllSilil f if^7 Klasse. Der jüdische Verein, siegte zwar 1:0, aber seine Leistung war weitaus schlechter als vor acht Jahren. I<m Match gegen Simmering spielten die Krieauer vor Seitenwechsel vollständig planlos und nervös. Den einzigen Treffer schoß Heß 32 Minuten vor Schluß. Aufstellung: Rosenfeld; Scheuer, Feldmann; Pollaik, Stroß, Fried; Ma«sner, Barback, Heß, Neufeld, Katz. Trotz des Erfolges befinden sich die Blau-Weißen noch immer in Abstieggefahr. Hakoah rangiert mit 16 Punkten an drittletzter Stelle bei 21 ausgetragenen Spielen. B. A. C. und W. A. C. haben ebenfalls je IC Punkte bei 22 Matches. Die Sknmeringer können keinen Verein mehr einholen und steigen in die zweite Klasse ab. Von den Klubs Hakoah, B. A. C, W. A. C. eventuell Slovan (17 Punkte) wird einer den Simmeringern folgen müssen. Die genannten Vereine haben noch folgende Spiele ausständig: Hakoah gegen Admira, W. A. C. und. Slovan. B. A. C. gegen F. A. C. und Austria, W. A. C. gegen Rapid und Hakoah. Slovan gegen Admira und Hakoah. Jüdischer Sport in Polen. Ein Zentrum des jüdischen Sports in Polen ist seilt langem schon.die Hasmonea an Lemberg. Der jüdische Allroundverein, der unter der Leitung des Senators Rosmarin und des bekannten Lemberger Arztes Dr. Roller steht, bildet den Mittelpunkt jüdisch-sportlloh-gesellschaftlichen Lebens. Die wichtigste Sektion, die am stärksten nach außen wirkt, ist die Fußballabteilung. Seit sechs Jahren , gehört'die Hasmonea als einziger jüdischer Klub der ersten polnischen Oberliga an. Sie besitzt einen großen Anhang und bei wichtigen Matches. bilden -die Juden, größtenteils Anhänger der Hasmonea, 80 Prozent des FußballpubMküms. In den letzten Spielen errang Hasmonea schöne Erfolge. So wurden der Thorner S. C. 5:1 und S.' C. Slask 6:0 besiegt. Zu Pfingsten gastierte der erstklassige Professiionalveirein Vasas (Budapest). Während der polnische Altmeister Pogon gegen die Ungarn 0:2 unterlag, gelang es der Hasmonea, den S. C. Vasas 3:1 zu besiegen. In der Kreismeisterscha,ft fand in Krakau ein wichtiges Match zwischen Makkabi und Sparta statt. D|e jüdische Mannschaft führte ein schönes Kombinationsspiel vor und gewann mühelos 5:0. Durch diesen Erfolg ruckte Makkabi in der Tabelle auf den dritten Platz vor. In Krakau erlitt Makkabi nach einer Reihe von Erfolgen eine 2:4-Niederlage gegen Kowna. Die jüdische Mannschaft gab einen Erleichwertigen Gegner ab. Ein unentschiedenes Resultat wäre gerechter gewesen. In Lodz unterlag die Hakoah in der Kreismeisterschaft gegen P. T. C. 0:2. Bei den Unterlegenen versagte die Verteidigung. Egon Löwenbein gestorben. Am 24. Mai starb Egon L ö wenh ein, einer d'er hingebungsvollsten Mitarbeiter und Vorturner der Makkabi IX, im 24. Lebensjahre. Aus einer Familie stammend, in der beide Eltern und zwei Geschwister in den Reihen der Wiener Makkabi geturnt hatten awid von Haus aus ausgestattet mit tiefem jüdisch-nationalem Empfinden, herum m UND VEREINIGTE VERSICHERUNGS¬ AKTIENGESELLSCHAFT IN WIEN Feuer-, Einbruch*, Transportversicherungen aller Art. Hagel- und Tieiverslcherung Kautions-Veruntreuungsversjeherung, Maschinenbruchversicherung, Unfall- und Haftpflichtversicherung zu vorteilhaftesten Bedingungen Direktion: WIEN, IX. KOLINGASSE NUMMER 6 Generalrepräsentanz: WIEN, I. DOMINIKANERBASTEI 21 1IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIU UTK vorragendem Pflichtbewußtsein und seltener Selbstlosigkeit, leistete er auf zahlreichen Gebieten des jüdischen Turnweseiis, ganz besonders als Jugendvortumer aber Vorbildliches. Als er am 27. Mai unter ungewöhnlich^ starker Beteiligung der zionistischen Oeffentlicbkeit, namentlich aus den Kreisen der Makkabi, zu Grabe getragen wurde, wies der Obmann der Makkabi darauf hin, daß gerade die von dem Verstorbenen herangezogene Riege Leute die größte Hoffnung des Makkabi darstelle; dies sei das Ehrenvollste, was man einem Jiitgendvortumer nachsagen könne* Egon Löwenbein stürzte vor nicht ganz einem Jahre am Turnplatz des Gänsehäufels vom Hochreck und brach sich die Halswirbelsäule. Am ganzen Körper gelähmt, lebte er noch zehn Monate, ein Bild furchtbaren Jammers für alle, die den einst so lebensfrohen jungen Turner gekannt hatten, insbesondere aber für die so schwer geprüfte Mutter, die den älteren Sohn im Kriege verloren hatte und der sich daher die allgemein© Teilnahme zuwendet. Das Theodor-Herzl-Hockey-Turnier. Der jüdische S. C. Hacribor (Prag) veranstaltet sein diesjähriges Herzl-Hockey-Turnier am 12., 13. und 14. September. Außer dem Veranstalter werden H a k o a h, B1 au-Weiß (Wien) und die Prager Deutsche Eishockey-Gesellschaft teilnehmen. Der Theodor-Herzl-Preis des Hagibor ist ein Wanderpreis, der. um ihn endgültig zu besitzen, dreimal hintereinander gewonnen werden muß. Das erste Turnier sah die Wiener Hakoah siegreich. Die Hakoah-Ringer in Deutschland. «Die Tournee der Hakoah-Ringörmannschaift nach Deutschland wird Mitte Juli ihren Anfang nehmen. Der jüdische Verein wird in Pirmasens, Freiburg d. Br., Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Dortmund, Hörde und wahrscheinlich auch in Duisburg ringe«. Die letzte Deutschlandreise der Hakoah-Ringer vor zwei Jahren brachte den Blau.-Weißen fast lauter Erfolge. Makkabäa (Preßburg) bleibt in der ersten Klasse. Die letzte Meistarschaftsrunde brachte eine Klärung bezüglich des Abstieges. Makkabäa besiegte den K. iiimiiiiiiimiiitiimiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiii iiimmniiimimiiiiiiiiimitiiiiiiiiimmi MilllMllltllllHIIlUHIIIIHIIHlUf GROSSFLEISCHHAUEREI |] Zentrale IX., Berggasse 19, Telephon 17-3-99 u. 16-9 34 \\ ii ■ f| Lieferant für Heilanstalten || AbteHuwgew gür ^^■£^isch_ || unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der lsr. Kul- || tusgemeihde Wien || IX. Bergg. 15 / XVH8., Währingersir. 97 || i^nmiuituinniumiiMuinMniNitiMMiiiiimim^ .....iiiiiiiiiiiiiiiiiiiHHiitiuiiiiiiii(iiiittiiHiifiiiimirttti7.H imimninimiiiiiimnuimiimmiHmtniimMimmHimtm F. C. 1:0 und 'hat sich durch' diesen Erfolg die Erstklassigkeit gesichert.'-1 Der S. C. Zwirnfabrik, der gegen Kabelfabrik nur unentschieden (0:0) spielte, steigt in die zweite Klasse ab. Provinzreisen jüdischer Amateurvereine. Der S. C. Kad im ah nahm Sonntag und Montag an einem -Rundspiel in .Purkersdorf teil Der jüdische Verein unterlag am ersten Tag gegen Purkersdorf 2 :3 und am zweiten Tag gegen Thalia 2:5. Während des Matches wurden die jüdischen Spieler durch antisemitische Zurufe der Anhänger Purlker sdorfs beleidigt. Kadimah erhielt keine Fahrt/Vergütung und die Spieler mußten ihr Nachtlager auf de n B ä n k e n eines Gasthauses aufschlagen. Die Reise des Sportklubs Hechawer nach Frauenkirchen (Burgenland) vollzog sich unter wesentlich anständigeren Umständen. Die Wiener erhielten ganze Fahrtvergütung, Verpflegung und erstklassiges Quartier in einem Hotel. Die Gäste wurden sehr freundlich aufgenommen und beide Spiele nahmen einen fairen Verlauf. Am ersten Tag unterlag Hechawer 1:4 und das Retourspiel endete 3 :3 unentschieden. Sehr herzlich war die Aufnähme des Sportklubs Hagilbor in Znaim. Dort siegte am Sonntag die jüdische Mannschaft gegen den Z. F. C. 3:1. Die Tore erzielten Stern; Laufermann und Blumenzweig. Am zweiten Tage blieben die Tschechen knapp 2:1 erfolgreich. Für Hagibor war Laufermann erfolgreich. Das Jüdische Aniatourteam spielt im Rahmen der Jubiläumswoche des Sportklubs Hechawer am 29. Juni gegen ein Wiener Amateurteam. Hagibor tritt Sonntag in der Meisterschaft gegen Matzleinsdorf au. Hasmonea spielt Sonntag in der Meisterschaft gegen die Wiener Rasensportfreunde und am 10. Juni in Proßnitz gegen Makkabi, Makkabi spielt Sonntag, 10 Uhr, auf dem Siinmeringerplatz das fällige Meisterschaftsspiel gegen Alexandria. Blödy (Hakoah) wurde für den 24. Juni vom M. T. K. für ein Laufen über 3000 Meter eingeladen. Aus den Vereinen. Hasmonea. Freitag, 8 Uhr, wichtige Spielerversammlung im Klubheim. Sonntag Spiele mit drei Mannschaften. Hechawer. Samstag, halb 9 Uhr, Mitgliederversammlung und Mannschaftsaufstellung. M e n o r a h. Samstag Spielerversammlung und Aufstellung. Makkabi. Samstag, 8 Ubr, Spielerversammlung und Aufstellung, f Menorab unterlag in der Meisterschaft gegen W. F. C. XX 2 :5. Für die jüdische'Elf waren Defris und Eichler e/folgreich. Sonntag spielt Menorah gegen den Kauiin. S. C. Fair, F. A. C. II gewinnt den Dr.-Körner-Prels. Das Handball-Rund* spiel um den Dr.-Körner-Preis brachte folgende Resultate. Sonntag: F A. C. II—Hertha 9 : 7, Amateure—Hakoah 8 : 2. Montag: F. A. C. Ii- Amateure 7 : 5, Hertha—Hakoah 7 :5. Zeire W'Hechaluz Hamlsraclil, Wieu, II., Gr. Schiffgasse 3. Samstag, halb 4 Uhr, Vortrag Rabbiner Dr. Teller über Rabbi Jehuda Halewi und seine Schirim. Sonntag Tagesausflug. Donnerstag, ^den 7. Juni 1. J., Mitgliederversammlung, anschließend Bericht des Herrn Herbert Stein aus Hamburg über die Tätigkeit des misrachistischen Jugendverbandes in Deutschland. Es werden demnächst zwei hebräische Kurse eröffnet, und zwar für Anfänger und für Fortgeschrittene. Anmeldungen täglich von 8 bis 10 Uhr abends. Verein zionistischer Hochschüler „Theodor HorzJ". Samstag, 3. Juni, 8 Uhr abends, im Vereinsheim, IX., Glasergasse 4, Vortrag unseres Bb. Philipp Troper über „Die innere Krise im Zionismus trotz äußerer Erfolge". Akademische Gäste willkommen. „Haboneh", Bund zlon. Absolventen höherer techu. Lehranstalten. Donnerstag, den 31. Mai 1928, 8 Uhr, Im Klublokal Caf6 Exzelsior, I., Rotenturmstraße 24, Vortrag des Herrn Dr. Kaiman Kupfer über „Erinnerungen an das Jahr 1848". Ferner: Montag, den 4. Juni 1928, 8 Uhr Vortrag des Herrn Prof. Dr. Wilhelm Stein über „Historischer Materialismus und Klassenkampfideen". Gäste willkommen. Sf.HOLEM ALEJCHEM: MENACHEM MENDEL. (Aus dem Jüdischen übertragen von Siegfried Schmitz.) Copyright 1921 by R. Löwit, Wien und Leipzig. (21. Fortsetzung.) 16. Brief. Scheine-Scheindel aus Kasriliwke an ihren Gatten Menachem Mendel in Jehupez. Dem hochgeehrten, edlen und mächtigen Herrn, dem weisen Kenner der Thora, dem hochgelehrten Reib Menachem Mendel ehrfürchtigen Gruß! Erstens vermelde ich Dir, daß wir alle, Gott sei Danik, beim besten Wohlsein sind; gelbe Gott uns, das Gleiche von Dir zu hören fürderhin und nichts Schlimmeres. Zweitens teile ich Dir mit, daß ich Dein Schriftstück gelesen habe und wieder gelesen; aber verstanden habe ich kein Wort! Was willst Du eigentlich? Du fragst, oft hier Platz ist, und ich schreibe Dir: auf dem neuen Friedhof ist genug Platz, es wird für halb Jehupez reichen! Und was fragst Du eigentlich fortwährend um Rüben? Warum fragst Du-nicht gleich in einem Aufwaschen um Kraut, Kren und Petersilie? Und der Fluß? Solches Glück mögen Deine Kompagnons haben, was für ein Wasser bei uns ist! Wenn Pessach kommt, muß man Sodawasser trinken, und im Sommer wird der Fluß grün wie Gras; ich wünschte, daß Deine feinen Jehupezer Herren, welche mit dem Magen zu tun haben, um den Thamuz herum unser Wasser kosten . . . Nein, Mendel, sie 'können meinet«, wegen dort in Jehupez krank werden vor Sehnsucht nach Raffinerien; wir werden uns hier schon noch ohne ihre Raffinerie behelfen können; wie sagt meine Mutter, sie soll leiben:. „Die Feiertage gehen vorüber und die Menschen bleifben Menschen." Schlag' Dir all diese Narrheiten aus dem Kopf! Du wirst so Raffinerien bauen, wie Du Wälder verkauft hast und Güter und Häuser und Zucker! Ich schwöre Dir: eh' Du Dich recht umschaust, werden Dich Deine Kompagnons von Kopf bis Fuß betakeln. Denn Du bist ein Pechvogel und bleibst ein Pechvogel; so wünscht Dir viel Gutes und dauerndes Glück Deine wahrhaft treue Frau Scheine-Scheindel. (Richtig, sag' einmal, Mendel: was ist das für eine Neuigkeit, die man bei uns erzählt? Sie sagen, daß man sich dort in Jehupez für die Ue'bersiedllung nach Erez-nlsrael einschreibt; wer vierzig Kopeken zahlt, fährt. Was ist das für eine Sache? Bei uns hat man viel davon gesprochen; junge Leute versammeln sich jeden Abend bei Jossei, Mojsche Arons Sohn, und .es wirdvon, Erez-Jsrael gesprochen. — Mit einem Wort, es geht etwas vor. Wie sagt die Mutter: „Schon zu lange ruhig gewesen" . , Ä . 17. Brief. Menachem Mendel aus Jehupez an seine Frau] Scheine-Scheindel in Kasriliwke. Der teuren, edlen, tugendhaften und klugen Ehefrau Scheine-Scheindel meinen Gruß! Zum ersten sei Dir kundgetan, daß ich — Dank Seinem lieben Namen! — gesund bin und mein Leben das des Friedens; der Herr, gelobt sei er, möge helfen, daß eines vom anderen nur Gutes höre in guter Botschaft «u Trost und Heil — Amen! Zum zweiten wisse: Die Nachfrage nach Zuckerraffinerien hat stark nachgelassen; es ist über sie eine Krise gekommen, so daß die Zuokerraffinerien direkt auf der Straße liegen; und Käufer gibt es keine! Du mußt nämlich wissen: die Leute haben sich an Zuokerraffinerien vollgefressen und sich dabei übernommen. Geld ist teuer und Zucker halb umsonst. Denn es ist soviel Zucker erzeugt worden, daß man nicht weiß, wohin damit; man müßte ihn rein auif die Straße werfen! Das ganze Geschäft ist tot, die Zuckerfabrikanten hängen sich für einen Groschen Bargeld auf, die Kapitalisten halten die Hand auf der Tasche und die Makler gehen müßig herum ohne Arbeit und ohne Verdienst und ich mit. Du meinst nun, daß das Ende der Welt gekommen ist? Sorge Dich nicht, teure Gattin: Gott ist Gott und Jelmpeiz eine Stadt und solche Leute wie ich gehen nicht unter (Gott behüte).; im Gegenteil, ich habe alle Hoffnung, daß ich mit Gottes Hilfe gerade jetzt emporkommen werde. Denn ich führe jetzt ein Geschäft durch, bei dem ich auf meinen Teil fast hunderttausend Rubel verdienen muß! Das Geschäft, das ich jetzt durchführe, geht um etwa zehn Millionen, vielleicht um mehr als izehn Millionen; es läßt sich gar nicht schätzen. Man meint, daß sich dort auif meinem Gut pures Gold in der Erde findet, und wo bleibt das Silber, wo das Eisen, wo das Blei, wo das Kupfer, wo'das Quecksilber? Von Kohle und Gestein rede ich erst gar nicht. Dort finden sich Wälder und Felder, und alle Güter der Erde; Granatäpfel, sagt man, gibt es auch dort. Und für all das mit Sack und Pack verlangt man dritthalb Millionen. Direkt geschenkt, wenn es nicht gestohlen ist! Einen Fehler hat das ganze nur: es ist ein wenig zu weit; es steckt nämlich irgendwo in „Sibirien", und man muß dorthin drei Wochen ununterbrochen fahren; denn Bahn geht keine hin. Wem kann man da ein so großes Geschäft vorlegen? Natürlich Brod'zki! Da ist nur die Schwierigkeit, wie man zu Brodzki ins Kontoj kommt. Denn erstens steht bei der Tür ein Schweizer, mit Knöpfen von oben bis unten, und schaut auf den Anzug; ist der Anzug alt, so wird ihm die Tür gewiesen; wenn aber schon Gott hilft und Du hast den Schweizer überstanden, so stehst Du geschlagene sechs

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