Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 36 (25.5.1928)
- Date
- 1928-05-25
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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r Mr. 36 DIE NEUE WELT Seite 9 sind oft nicht so viel wert, als das Urteil zufriedener Gäste. Ein zufriedener Gast ist die beste Empfehlung! Henriette May gestorben. rAm 14. iMai nachmittags starb in 13 e r 1 i n im Alter voit 66 Jahren nach schwerem Leiden Frau Henriette M a y, eine MitbegrüiKlcrin der jüdischen Frauenbewegung in Deutscltfand «nd eine der ältesten Mitkämpferinnen der deutschen Frauenibeweigung. Jahrzehntelang war sie Schriftiühnärdn und Hauptvorstandsmitglied des von ihr mitbegründeten Jüdischen Frauenbundes. Fünfzigjähriges Jubiläum der Warschauer Tlomatzky- Synagoge. - Vor einigen Tagen Sand in - W u r s c h a u die .feierliche Grundsteinlegung zu einem eigenen Bau für die judais tische Bibliothek statt. Die Errichtung dieses Bibliotheksgebäudes wurde zur Erinnerung an das tfünfzig-jähriige Jubiläum der großen Tlomatzky-Sj'nagoge beschlossen. A. Perelmann teilt aus diesem Anlaß einige interessante Daten aus der Geschichte dieser Synagoge mit. Vor ihrer'Errichtung auf Initiative-des damaligen Predigers Dr.- M. Jastrow stand eine kleine Synagoge in der Danilo-, witschgasse, die jedoch ibald zu klein war, um alle „fortschrittlich e n' d e <a t s c h e n Juden" zu f assen. Von historischem Interesse sind die Instruktionen des Warschauer Bcthausvorständes .für den Prediger. Er hat die Predigt in deutscher Sprache zu halten, solange das Publikum. der jüdischen Sprache nicht mächtig ist. Beim Leichenbegängnis eines Mitgliedes der Synagoge muß der Prediger in einem eigenen Wagen unmittelbar nach dem ■ Leichenwagen in vollem Ornat folgen und die vorschriftsmäßigen Psalmen sprechen. Erst im Jahre 1860 gelingt es dem Bethausvorstandc, trotz der Gegenaktionen der Hassidim die Bewilligung z-ur Einführung von F a m i I i e nvg r äb e r n. zu er-, langen. In dem alten Protokollbuch des Bethausvorstandes, in-welchem auch die Spenden der Mitglieder verzeichnet sind, findet sich auch ein Beschluß, die Spende eines „ehemaligen Michael Löwenglück" im Betrage von 10 Rubel anzunehmen und dafür jährlich am 12. und-24. Juni für das Seelenheil des Kaisers und. des Großfürsten Alexandrowi'tsch Gebete zu verrichten. Von den. Nachkommen der ersten und bedeutenderen Spender und Sitzinihab er der Tlomatzky-Synagoge sind v i e 1 e. s ch o n längst g etauft. Die Grundsteinlegung fand am 11. Oktober 1875 statt. Laut der'mit dem Grundstein versenkten Urkunde zählte die- Warschauer jüdische Gemeinde 90.000 Seelen. Präsident der Gemeinde war Dr. Ludwig Nathanson, Prediger war Dr. ZJlicow und Oberkantor Simon Grizhändl e r. Die 'feierliche Einweihung der.Synagoge fand ärh 14. September 1887 statt. Die Grundsteinurkunde' ist in hebräischer, russischer und polnischer Sprache abgefaßt. Ermordung einer siebenköpfigen jüdischen Familie. ' . In der ostgalizischen' Ortschaft Uhnow wurde ,der jüdische Ladenbesitzer und Schneider Anc und seine aus. sieben Mitgliedern bestehende Familie ermordet. Man weiß nicht ob es sich um einen Raub- oder Rachemord handelt. Von den Tätern fehlt jede Spur.. Ein Hilferuf ans Bulgarien. Der. Hilfsverein der Deutschen Juden erhielt aus Bulgarien folgende Mitteilung: Alle jüdischen Institutionen von P h i 1 i p po p e.l und Tschirpan (Schulen, Synagogen, Lehrhäuser, Polilflinilken, Gemeindehäuser) sind zerstört. Das Unglück ist ein wenig geringer in Bazardjik, wo die Synagoge nach1: großen Reparaturen wird erhalten werden können, aber die Schule — bisher eine der besten bulgarischen Schulen — wird niedergerissen werden müssen. Ebenso haben alle Häuser der Gemeinde in Bazardjik sehr große Schäden' erlitten und eins von ihnen wird abgetragen werden müssen. . InHaskovo und Stara Zagora haben die Gemeinden ebenfalls schwere Verluste erlitten. Die ganze jüdische Bevölkerung von Tschirpan ist vollständig ohne Obdach und ruiniert. Die' Juden von Philippopel wohnen im Freien, wie es übrigens im ganzen Tal der Maritzader Fall ist. Ein, Drittel der jüdischen Bevölkerung Bulgariens ist ohne Arbeit, ohne Obdach, die besten Gemeinden, die von Bazardjik, Haskovo und Philippopel sind zugrunde gerichtet. : •. ' Es handelt sich nicht um unmittelbare Hilfe, die. mehr oder weniger. durch die sehr schweren Opfer, die' wir bringen, uijd durch die Unterstützung, die wir von der Regierung und aus dem Ausland erhalten, gesichert ist. Unsere Kräfte sind aber zu schwach, handelt es sich doch um den Wiederaufbau der Gemeindeinstitutionen, um die Hilfe an die ruinierten Juden; die zu unterstützen sind,' damit sie wieder berufstätig sein können, und darum, für den Unterhalt der am schwersten heimgesuchten Gemeinden während der Wiederaufbauperiqde zu sorgen. Die Stadt des Sisyphos. In einer griechischen Zeitung w>ird unläßlich des Erdbebens iri Korinth die folgende historische Reminiszenz aufgefrischt: Nach der Legende wurde Korinth von Sisyphos begründet. Die Stadt wurde unzählige Male durch Krieg und •Elementarkatastrophen vernichtet,;aber die Bewohner sind wie von einem Bann besessen, -streben immer wieder in die Höhe, um durch irgend eine Katastrophe wieder in I: GELBAND & €9, WIEN, IX. QRUNOLSTR. 3 M * Telephon 19.0-69 ♦ beliefert a 11 e fahrenden judfsch eh Firmen mit *l ^tiLLENI J^iRtTEl^J K^^iK^TTCS^Wl $ den Abgrund gestürzt zu werden. Auch die Juden spielen in der Katastrophengeschichte von Korinth eine Rolle. Nach der Meinung der Geologen liegt die Ursache der heutigen Erdbeben in der Umgebung von Korinth in der geologischen Beschaffenheit des Isthmus, jener schmalen Landzunge bei Korinth. Diese Landzunge wollte schon Nero im Jahre 68 unserer Zeitrechnung mit einem Kanal durchstechen und das Adriatische Meer mit dem Acgäischen verbinden. Tausendc von jüdische n G e f a n g c n c n rt n d Sklaven mußten hier roboten, aber die Arbeit wurde durch einen 'Aufstand unterbrochen und nicht wieder aufgenommen. Fast zwei Jahrtausende blieb der Plan unausgeführt, bis ihn im Jahre 1881 eine französische Finanzgruppe wieder aufnahm. Aber auch diesmal war der Fluch des Sisyphos wieder im Spiele, denn schon im Jahre 1889 ging das französische Konsortium'in Konkurs. Später wurde der Durchstich vollendet und nun hat das Erdbeben wieder die Stadt Korinth vernichtet. Eine Frau vom Grabstein des Mannes erdrückt. Auf dem Warschauer jüdischen Friedhof ereignete sich ein eigenartiger Unfall. Die 58jährige Witwe Rosa Lichten holz besuchte mit ihrer Tochter das Grabmal ihres verstorbenen Mannes, um für die Wiedergenesung eüies sehr schwer erkrankten Enkels zu beten. Plötzlich) wurde die alternde Frau von Ueblichkeit befallen, klain1meritc sich an den Grabstein, 'der aber nicht feststand und sich nach vorn zu neigen begann/ Bevor noch die Tochter der Mutter zu Hilfe eilen konnte, war die. Frau von dem über sie fallenden Stein zu Tode erdrückt worden. Die Tochter wurde an den Füßen schwer vet-. letzt-. Michael Schaum und Frau Wien, IL, Scliiffamtsgasse 17-3 beehren sich, den Bekannten und Freunden die Geburt eines Sohnes anzuzeigen. &er DVD ITHS findet Dienstag den 29. Mai, um TO Uhr, vormittags unter obiger Adresse statt. Von den Wiener Bühnen. Währendsonst um diese Jahreszeit die Theater schon ein leichtes Sommermäntelchen tragen und der Sommerschwank in Blüte steht, herrscht heuer in den Wiener Theatern noch Hochbetrieb, und eine Premiere jagt die andere. '■ . ' ".."Zy .. Das bedeutungsvollste' Ereignis war wohl im Burgtheater zu verizeichnen, wo Werner Kraus sein Engagement antrat. Das Stück, das er gewählt. „Neidhardt von Gneisenaai" von Wolfganig Goefcz (ein Hohelied auf den deutschen Staatsmann Gneisenau aus den Befreiungskriegen), entsprach wohl ganz und gar. nicht der Mentalität des Wiener Publikums, doch ließ die erlesene Kunst Werner Kraus'; den man als hervorragenden Schauspieler schätzen lernte,, den Anlaß fast1 ganz vergessen. Gute Leistungen •boten .noch die Herren 'I r c s s S e r, Marr, T h>a 11 e r >und die Damen M e d e 1 s k y und M a y e n. Im Josefstädtertheater gab es eine Neueinstudierung von Schillers „Kabale und Liebe".' Die neue Besetzung reich: aber lange nicht an die der früheren Jahre heran. Besonderes Lob verdienen nur Helene und Hugo T h i m i g. Im Städttheater gastiert jetizt in einer gut und originell inszenierten Aufführung des „Dreimäderlhaus" Alfred P i c c a v e r aJs Franz Schubert. Daß er ein ausgezeichneter. Interpret Scjnibertscher Lieder sein wird, war wohl zu erwarten, die Anhänger, seiner einzigartigen, süßen Stimme waren aber auch von der darstellerischen Leistung auf? angenehmste überrascht, etwas schwerfällig, schlicht und liebenswürdig passte er sich vortrefflich seiner Rolle an. Neben Piccaver, der stürmisch gefeiert wurde, sind noch Mimi; Sliorp als Hannenl und Klara Karry als Grisi besonders hervorzuheben. e. k. Protest gegen „Ables Irish Rose". Aus Budapest wird uns berichtet: Die großen materiellen Erfolge, welche das geschmacklose Theaterstück einer amerikanischen Frau „Aibies Irish Rose" in Amerika erzielt hat, ließ bekanntlich auch europäische Uebersetzer nicht rühef»; so wurde das Stück auch in, Wienunter dem Titel „Dreimal Hochzeit" mehrere Male aufgeführt. In Budapest wird jetzt die Premiere der ungarischen Uebersetzung unter dem Varietetitel „Rozsi es Mozsl" angekündigt. In dem Stück spielen der Reformrabbincr und der Geistliche eine besonders unwirkliche Rolle, d-ie darauf hinausläuft, daß sie auch ihre Religion zu opfern bereit seien, wenn es sich darum handelt, die Assimilation zw fördern-und die Mischehen zwischen Juden und Christen zu propagieren. Diese Absicht hat in den weitesten jüdischen Kreisen sehr peinlich gewirkt, und besonders unter den jüdischen- Studenten zeigt sich eine ständig wachsende Gegnerschaft. „Dus Schaffale" komische Operette in drei Akten von Tomaschewski, Musik von Rumschhiski, wird Freitag zum ersten Male in der Jüdischen Bühne, 2. Bez.,( Tabor*- straße 12, aufgeführt., Ärtur Hoff «Abend „Jüdische Kunst". Samstag, den 2. Juni 1928 findet im Theatersaal Hotel „Post". Wien, 1., Fleischmarkt 34, ein* jüdischer' Kunstafoend, von Artur Hoff geleitet und .zusammengestellt,, statt," Ärtur Hoff, Mitglied der ehemaligen „glldenen Pawe", wird gemeinsam mit einigen gieichgesinnten jungen jüdischen Künstlern das jüdische Bild plastisch darstellen. Der Abend wird noch durch Einakter von Scholem Alejchem, Perez usw. ergänzt. Bühnenbilder und Dekorationen von hervorragenden akademischen Malern. Hebräische Vorlesung Jehuda Ehrenkranz. Das Zionistische Landeskomitee und der Hebräische Klub Moadon Iwri veranstaltete m Donnerstag den 31. Mai um 8 Uhr abends im Saaie des Handelsmuseums, 9. Bez., Bergigasse 16, eine hebräische Vorlesung von Jehuda Ehrenkranz Zum Vortrage gelangen Werke von Tschernichowski, Bialik, Bibel u. a. Karten zum Preise von 70 Groschen bis 2 Schilling im Vorverkauf im Zionistischen Bureau, Bureau, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, Pädagogium, 1. Bez.» Drahtgasse 4, und Jüdischer Hochschulausschuß, 9. Bez., Zimmermannsplatz 9. . . „Der Dorfjing" im Carltheater. Bei der Sonntag den 27. Mai, 3 Uhr nachmitags, im Carltheater stattfindenden W o h 11 ä t i g k e i t s v o r s t e 11 u n g wirken mit die Damen: Deutsch, Wcintraub-Graf, Weißberg, die Herren: Dr. Brind, Jehuda,.Ehrenkranz (von der. v^lnaea- Truppe), Breitmann, Herschkowitz,Sigal, Majer und Wittler. Spielleiter: Bernhard Witt ler. Karten Vorverkauf : An den Kassen des Carltheaers, bei „Aida und rm Zionistischen Landeskomitee. Jüdlsclto Bühne, II., Taborstrafle 12. Wochenprogramm: Freitag, 25. Mai, Premiere: „üus Sch.äffalc", Komische Operette In drei Akten. Samstae, 26. Mai: „D u s Sc irä f f«I e . Sonntag, 3 Uhr: „Judkc und Zipoojrc"; 8 Uhr: „Dm s S ch a f fa lc. Montag, 3 Uhr: „Die jüdische Krojn"; 8 Uhr: „D u s S c hlä f f a I c . Dienstag, 29. Mai: „C i p k ö Feie r". Mittwoch, 30. Mai: „G h as k e 1 KolboJnlk". Donnerstag 31. Mai: „Der Jeschiwe Buch er . Beginn 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage freier Eintritt.__( Trauerfeier für M. U. Dr. Siegmund Werner. Am 15. Mai d. J. fand auf der Bude der J. A. V. Makikabäa aus Anlaß des Ablebens ihres A. H. M. U. Dr. Siesmund Werner ein; Trauerkonvent statt, in weächem der Senior - des A. H. Verbandes J. U. C. Dr. Josef ßerger jun. das Leiben und Wirken des Verschiedenen eingehend würdigte. Der A. C. der Verbindung beschloß, am Hause Dr. .Werner« in I'glaoi eine GedenkfrafeJ zu errichten. Chajes-Realgymnasium, Wien, 2. Bez., Castellezgasse Nr. 35. Aufnahme in die erste bis achte Klasse täglich von 12 bis 1 Uhr in der Direktionskanzlei. Maskir-And achten am Schewuothfeste. Zur Vermeidung des großen Andranges in den Gemeindetempeln zur „Haskarah7' veranstiltet der Vorstand der israel-uschen Kultusgemeinde Wien am Samstag den 26. Mai I. J. um 6 Uhr früh im Stadttempel, 1. Bez., SeitenstettenTgasse 4, und im Leopoldstädter Tempel, 2. Bez., Tempelgasse 5, sowie um 9 Uhr vormittags im Festsaale des Hotels „Continental", 2. Bez., Taborstraße 6, anläßlich' der A'aski -Andachten feierlich Gottesdienste. Predigten. Bei den VormiUafrsgottesdiensten am Wochenfeste finden Predigten statt: I.. Seitcnstettengasse 4 (Rabb. Dr. M. Grunwald), Freitag, den'25. Mai; II., Tempelgasse 5 (Rabb. Dr. M.^ Grunwald), Samstag, den 26. Mai: XV., Turnergasse 22 (Rabb. Dr. I. Taglicht), Freitag, den 25. Mai! XVI., Hubergasse 8 (Rabb. Dr. M. Bach), Freitag, den 25. Mai; XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabb. Dr. D. Feuphtw,ang). Freitag,, den 25. Mai; XXI., Holameistergasse 12 (Rabb. Dr. M. Rpsenmann), Samstag, den 26. Mai. — Die Konfirmation der Mädchen in den Gemcindetempeln findet im Jahre 1928^ an folgenden. Tagen statt: I, Bezirk: I,, Seitcnstettengasse 4, Donners j a g, den 7.' Juni, um fialb 10 Uhr vormittag; II; f Bezirk: II., Tcmpclgasse 5, Sonntag, den 3. Juni, um halb 10 Uör vormittags; XV. Bezirk: . XV.. Turnergasse 22, So« n tag, den 2 7. Mai. um 10 Uhr vormittags; XVI. Bezirk: XVI.. Hubergasse 8, Sonntag,' den 3. Juni, um halb 9 Uhr vormittags. _________ Vereinsnadirichten. Zionistische Sektion Prater.. Zugunsten der hebräischen Schule Prater veranstaltet die zionistische Sektion Prater Sonntag, den 3. Juni, im großen Garten „Praterfee", Prater Hauptallee, ein großes Gartenfest unter Mitwirkung des Pfadfinderbundes „Brith Hamischmar". und bedeutender Kunstkrafte. .Musikkapelle Oppermnnn. Beginn 3 Uhr nachmittags. Eintrittspreis S 1. Karten im Sektionslokal, II., Jungstraße'S, bei den Mitgliedern des Jugendbundes „Brith Hamischmar" sowie bei den Vorstandsmitgliedern der Sektion Prater. Zionistische Bezirksscktlon X. Donnerstag, den 31. Mal, 8 Uhr abends, feierliche Eröffnung des Heimes im ehemaligen WlntertQiupel, X., Huinboldtgassc 27. Festredner: Rabbiner Dr. Mandl, Dr. Gold- Ii a m m e r und Dr, Löwenherz. Die Bezirkssektionen und zion. Korporationen werden höfl. gebeten, ihre Vertrterzur Eröffnung des Heimes zu delegieren! Zionistische Jtigendgruppc Leopoldstadt, II., Zlrküsßasse 33. Wochenprogramin: Samstag: 5 Uhr Slchah der Kwuzah „Alef", 8 Uhr Sichah der Kwuzah „Hagibor", 8 Uhr Hebräisch für Anfänger. Sonntag: 8 Uhr irüh Wanderung. Montag: 7 Uhr Hebräisch für Anfänger, halb 9 Uhr für Vorgeschrittene, 8 Uhr Sichah der Kwuzah „Alef". Dienstag: 8' Uhr Sichah der Kwuzah „Dror", 8 Uhr Sichah der Kwuzah ,,'Hagibor' . Mittwoch: dreiviertel 8 Uhr Plctiarversammlung. Herr Dr. Leop. Plaschkes Uber „Die Lehren Popper-Lynkeus'". Donnerstag: 7 Uhr Hebräisch für Vorgeschrittene 2, halb 9 Uhr Hebräisch för Vorgeschrittene, 8 Uhr Sichah der Kwuzah „Dror"." •»..,. Hebräische Schule der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Zlrkusgasse 33. 1. Kurs: Donnerstag und Samstag von 7 bis 8 Uhr abends. 2. Kurs: Montag von 7 bis 8 Uhr und Samstag von 8 bis 9 Uhr. 3. Kurs: Mittwoch von 7 bis 8 Uhr und Freitag von dreiviertel 9 Uhr bis dreiviertel 10'•Uhr. 4. Kurs:' Montag und Donnerstag von halb 9 bis halb 10 Uhr. Zlonlst.-akad. Verbindungen und Vereine' Oesterreichs. Jeden Donnerstag von 6 bis 7 Uhr abends Amtsstunden des Präsidiums im zion. Landeskomitee, I., Kärntnerstraße 28, woselbst sich immer ein Vertreter Jeder Korporation einzufinden hat. Donnerstag, 31. Mai, 8 Uhr abends, Im Helme, VIII., Bennoplatz 1, erster Seminarvortrag Dr. N. M. Gelber über „Die Vorläufer des Zionismus". .Laut Generalversammlungsbeschluß ist das Erscheinen obligatorisch. Anschließend Plenaryörsammlung. Union der Zionisten-Rovlslonlsten, Mittwoch, den 30. Mai, 8 Uhr abends, Sitzung -des Landesvorstandes, Caf6 Metropol, IX., Bersgasse 33. r-. Revisionistischer Mittelschule rtb und. Samstag, den 26. Mai. 6 Uhr p. m., Vortrag des Herrn Geller über „Zionistische Fragen", VIII., Auerspergstraüe 21. „Habonob", Bund zion. Absolventen höherer techn. Lehranstalten. Donnerstag, den 31. Mal 1928, 8 Uhr, im Klublokal Cafii Exzclslor, L, RotenturmstraÜc 24, Vortrag des Herrn Dr. Kaiman Kupfer über „Erinnerungen an das Jahr 1848". Montag, 8 Uhr, Vortrag Dr. Wilhelm Stein über „Historischer Materialismus und Klassenkampfideen". Gäste willkommen. Malniouides-Instltut. Dienstag, 29. Mai, Ii.. Zirkusgasse 33, Rabbiner M. Horowitz,-6 Uhr „Midrasch", 7 Uhr „Kusari". Universitätsvortröge Im Hörsaal 34 der phil. Fakultät, 30. Mai „Mischun-Traktat Aboth". Donnerstag, 31. Mai, Dr. A. , Kaminka, II., Zirkusgasse 33, 6 Uhr „Ezechiel", 7 Uhr „More Nebuchim". Samstag, 2. Juni, Dr. N. Goldsteln, 4 Uhr „Midrasch", 5 Uhr „Aus dein Jüd. Eherecht". Israelitisch-theologische Lehranstalt.. Am 10. d. M. faud die feierliche Verteilung, der von G. Alexander Kohut auf den Namen des verew. Oberrabbiuer Dr. C h a j e s gegründeten Prejsstiftuug statt. Rektor Hofrat Prof. Dr. Adolf Schwarz begrüßte die Gäste, Er gedachte des großen Gelehrten Kohut, au dessen Sterbetag alljährlich die Preisverteilung vorgenommen wird. Es liefen zwei Arbeiten ein. Der Preis für die Behandlung des Themas: „Agada und Exegese bei Flavius Josephus" wurde der von der Prüfungskommission einstimmig würdig befundenen Arbeit des Herrn Salomo Rappaport zugesprochen. Der Arbeit des Herrn Mendel Bergen bäum wurde ein zweiter Preis unerkannt. Nach einer Ansprache des Präsidenten des Kuratoriums Doktor I. O r n s t c i n schloß der Rektor die Feier. Das Thema der nächsten Preisarbeit lautet: „Die hat ach. Uaraithotu aus der Schule R. 1 s m a e 1 s sind zu sammeln, zu ordnen und zu beleuchten. Einreichungstermin bis zum 15, Weadar 5699 im Sekretariat der isr.« theo). Lehranstalt. Wies.