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Die neue Welt · 1928-05-04 · Heft 33 (4.5.1928) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 33 (4.5.1928)
Date
1928-05-04
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 33 SPEZIALIST I für Kinder- und Mfidchenzlmmer-, KUchen- und Vor» zlmmer-MOBEL. Schlaffauteuils, Diwans und Ottomanen eigener Erzeugung. Geschäftsbestand seit 60 Jahren. Motto: Großer Umsatz — kielner Nutzen. Größte Auswähl 1 Billigste Preise 1 Josef Röblitz & Sohn, VII., SIebensterng. 12 Samstag siegte H a g i b o r (Prag) gegen All round 2:1 und Hakoah gewann gegen Blau-Weiß mühelos 4:0. Im Entscheidungsspiel mußte sich Hakoah gehörig anstrengen, um Hagibor 2:1 abzufertigen. Tore für die Sieger Nossig (2), für dtie Unterlegenen Lechner. Aufstellung: Hakoah: Max; L a n d e s <m a n n, Steiner; Wein wurm, Wald, Ne u mann; Gottlieb, Rosenf eld,- Nossig, Uli mann, Lehrfeld. Hagibor: Fantl I; Herz, Lechner; Justic, Block, Fantl II; Margolius, Felix, Dr. Lagus, S t e i n e r, K r e s t a. ■ Blau-Weiß unterlag gegen AUround 0:2. Der jüdische Verein stellte folgende Mannschaft: Engel; Koch, Kutscher; PoMak. Zu cik e rhi ann, Klimt; Diamant, Weigler, Dr. Kunz mann, Naschitz, Nossig. Die Meisterschaft der jüdischen Amateurvereme. . In der ersten Klasse -unterlag!'Has m ofl ea gegen M.e t a 11 u m 1:3 (0:0). Bei den Unterlegenen war der Teamspieler Klarfeld der beste Mann. Schwächer als sonst war' die Deckung. Den einzigen Treffer erzielte Messing er. Aufstellung: Fing erhalt; Klarfeld, Weinwurm; J os e f s ib e r g, Großmann, Mondschein; Arm, Messing er, Neumann, Rosenb a u m, S t e r n b a c h. 'Im Reservemeisterschaftsspiel wurde Hasmonea von Metallum 5 :0 besiegt. In der dritten Klasse Ost blieb Makkabi gegen W. F. C. XX nach einem überlegenen Spiel 4 :1erfolgreich. Dem jüdischen Verein dürfte die: Meisterschaft kaum mehr zu nehmen sein. Die Tore erzielten Lehens'baum (2), Deutsch und Törc zyn er. /Aufstellung: Zwirn; K oll manu, Wasserv'ogel; Lut-z I, Thiemann, Deutsch; Torc<zy n er, Lu t<z II, Eisgr au, Le<b eu sb aum, Gru mb e.r.g. Sonntag tritt Makkabi gegen die Brigitt. Sp. Vg. an und. dürfte, knapp siegen. Große Erfolge Makkabis in der Tisch-Tennis- Meisterschaft. In der Tisch-Tennis-Meisterschaft von Oesterreich könnten die Vertreter Makkabis schöne-Siege erringen. Die Resultate? waren wie folgt: Herren Einzel: 1. Flußmamn ('Mäkkabi),; 2. Thum (W. ,A. C.), 3. Feher ,(W. T. T. C.). Damen "Bihzel: 1. Forbat (Makkabi), 2. .Wiesenthal (W. A. C.),; 3. Flamm (Amateure). Herren Doppel: 1. Thum- Weiger, 2- Feher-flellmianni (W. T. T. C), 3. Pillinger- Rosenifeld: (Makkabi). Damen Doppel: 1. Wiesenmal-drlamm (W. A. C). Der Palästina-Pokal. ■Der Sport in Palästina hat sich in den letzten Jahren mächtig} entwickelt. Nebst einer jüdischen Meisterschaft tragen .die.: jüdischen Klüts Spiele gegen, 'englische und arabische .Mannschaften aus. In nächster Zeit (beginnen die Spiele um: den Palästina-Pokoil, der. von der Gesellschaft K:a r m e.I. Mi s r a ch i gespendet wunde. Außer englischen und .arabischen Vereinen, nehmen an dem Cup folgende jüdische Klubs teil: Hapoel (Haifa), A b s a 1 om (Petach- Tikwah7, .M a k k a b i (Tel-Awiw), Hapoel (Tel-Awiw), Hapoel (Jerusalem), Hasmonea-Miakkabi (Jerusalem. '"•: ■ Makkabi (Tel-Awiw), hat die .besten Sdegesaussi'ohten/; 1 v Zehn Jahre Hechawer. Der : drittklassige Amateurverein Hechawer veranstaltet Ende. Juni anläßlich seines zehnjährigen Bestandes eine: große Sportwoctie. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird ein Team des jüdischen Sportverbandes gegen die Auswahlmannschaft der ersten Amateurklasse antreten. Hechawer dürfte auch einen jüdischen Klub aus der Tschechoslowakei für zwei Spiele verpflichten. Jüdischer Sportverband. Dienstag, den 7. Mai, halb 9 Uhr, Delegiertenversammlung. Vorher Vorstandssitzung im neuen Verlbandsheim, Hotel und Restaurant „Zum weißen Wolfen", I.. . Wolfengasse 3 (Eingang Fleischmarkt 20—22). Drei Grazer Hakoah-SPieler, Bettel heim, GrOnhut und K.r«'.a u s, waren mit gutem Erfolg im Städtespiel gegen Agram tätig. Dank der Mitwirkung der Hakoähner siegte Graz 2 : 0. , Die Hakoah-Reserve besiegte Hechawer 5 :4 (1:0). Tore für Hakoah Schweinburger (3), Herlinger, Kliegler und fflr Hechawer Eichler. Die Hecliawer-Reserve unterlag gegen Rapid-Jungmannschaft 0 : 9. Der Landerkampf Oesterreich—Ungarn findet Sonntag in Budapeststatt. Bei den Ungarn wirken zwei Juden mit, und zwar <K. Konr a d und Sternberg. 1 Hakoah-Handballsplele. Hakoah I—J. A. F.-Libertas I 6 : 4 (3 : 1). Ueberrascbender Sieg des. jüdischen Vereines. Für Hakoah waren Breuer (3) und Siein (3) erfolgreich. W. A. C. III—Hakoah II 5 : 1 (3 : 1). J. A. F.-Libertas-Damen—Hakoah-Damen 3:1. Für Hakoah war Neumann erfolgreich. Makkabäa (Bratislava) spielte gegen Kabelfabrik i : l unentschieden Hasmonea (Lemberg) unterlag gegen Kattowitz 0:5 (!). Im Probespiel der Fußbaliunion wirkten die Hakoähner Rosenfeld, Ppllak, StroD, Brandes und Mausner mit. Schwarz beim schottischen Meister. Der ehemalige Hakoah- Stürmer Schwarz ist vom schottischen Meister Glasgow Rangers verpflichtet worden. Es ist der zweite Wiener Fußballer, der für Glasgow Rangers täti^r ist. Sein Vorgänger war der berühmte Vienna-Tormann Pekarna.: Hasmonea. Freitag, 8 Uhr, Spielerversammlung und Aufstellung. Dienstag,, den 8- Mai, halb 9 Uhr, findet irri Rahmen der neugegründeten Kultursektion ,ein Vortrag des Präsidenten Dr. 'S an el Beer über Hygiene des Geschlechtslebens statt. Makkabi. Samstag, 8 Uhr, wichtige Spielerversammlung. Sonntag Meisterschaft gegen Brigitt. Sp, Vg. Hechawer. Samstag, halb 9 Uhr, Spielerversammlung Im Klubheim. In allen Ländern und Weltteilen, wq moderne Synagogen mit akademisch gebildeten Funktionären sich befinden, werden die anerkannt würdevoll kleidenden Rabbiner- und Kantoren-Ornate der Wiener weltbekannten Speziaifirma für Kultus- %id Justiz-Talare und -Barette Rudolf G o 1 d s t e i u, Uniformieruug und Maßschneiderei, Wien, Tl., Taborstraße 54, gegründet 1866, getragen, welche die [eweilig gewünschte Form nach Landessitte anfertigt und ungeachtet guten, haltbaren Materials und schöner Maß-, arbeit die billigsten Preise berechnet. Versa,nd nach überallhin. Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiiben über zufriedengestellte Lieferung beweisen die Güte ihrer schönen Erzeugnisse. Vorrat an Talaren und Baretten in den mannigfaltigsten Formen. . E Erste Spezial- ^_ _ ■ Wß S m m flm _n_ werkstättefür Und I ISCil© Salongarnituren und Einzelmöbelstücke ADLER, VII. Apollog. 18 Ecke Kaiserstraße 12 Jüdische Bühne, 2. Bez., Taborstraße 12. Wochenprogramm: Freitag, 4. Mai: Premiere „Der Onkel vin Pittsbur g"f Komödie mit Gesang in vier Akten von Freimann. Samstag, 5. Mai: „Der Onkel vfn P111 s b u r g". Sonntag, 6. Mai, 3 Uhr: „SchloJmale-Ho-za-z a". 8 Uhr: „Der Onkel vin Pittsburg". Montag, 7. Mai: „Schlojmale-Ho-za-z a", Dienstag. 8. Mai: „Die rumänische Chase« e". Mittwoch, 9. Mai: „Ketten vin Lieb e". Donnerstag, 10. Mai: „Die weiße S k I a v i n", Lebensbild in vier Akten von Freimann. Beginn 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage freier Eintritt. Predigten in den israelitischen Gemeindetempeid. Samstag, den 5. Mai 1928 finden in den Gemeindetempeln, XVIII-, Schopenhauerstraße 39 (Rabhiner Doktor D. Feuchtwang) und XXL, Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann) beim Morgengottesdienst (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) exegetische Vorträge statt. —< Samstag, den 5. Mai um 3 Uhr nachmittags Jugendgottesdienst in den Bezirks- und Gemeindesynagogen. Jugendverein „Erez Israel", Wien, II., ZirJtusgasse Nr. 33, Dienstag, den 8. d. M.: Mandolinenkurs, 8 Öhr abends. Mittwoch, den 9. d. M.: 8 Uhr abends, Mitgliederversammlung. Freie Aussprache über Vereinsprobleme. Er-? scheinen Pflicht. Allgemeine Hechaluz-Organisation. Am Samstag, den 5. Mai, IX., Tünkenstraße 9, punkt 2 Uhr, allgemeine Sicha der Allgemeinen Hechaluz-Organisation, wobei Herr Mosche Elbaum sprechen wird. Alle Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. „Zelre w'Hechaluz Hamlsrachi", Wiien. Montag, den 7. Mai 1928 um 8 Uhr abends im Saale der „Scholle", IL, Lilienbrunngasse la. Lag b'om er-Fei er mit reichhaltigem Programm. Mitwirkend u. a. Oberkantor Bohmilny, Herr Grümberg, Herr Leiser, Samuel Schwager, A'rtur Hoff. Kleiner Regiebeitrag. Unsere Mitglieder wenden auf das ihnen zugehende Wochenprogramm besonders aufmerksam gemacht. Ein „Seder" im „Machsike-Hadath". Man schreibt uns: Nach einem Rundgang durch verschiedene Ausspeisungen kam ich in den jüd.- hum. Verein „Machsike-Hadat h", IL, Schiffamtsgasse 20. Im hellerleuchteten Saal an weißgedeckten, reich beladenen Tischen saßen die vielen Schützlinge des Vereines. Zu Tränen rührte mich der Anblick der vom Kummer gebrochenen Menschen, der Aermsten der Armen, die in inniger Andacht und feierlicher Stimmung den Seder feierten, der ein Symbol der Leiden unserer Vorfahren sein soll. Diese Aermsten, die sich über die bitteren Kräuter beugten, wissen aus der Erfahrung am eigenen darbenden Leibe, was unsere Vorfahren unter ihren Feinden zu leiden hatten. Auch jetzt durchleben wir eine Pharaonenzeit des Hasses und der Gefühllosigkeit. Die Kriegsfuric hat rührige Menschen zu arbeitslosen, elenden Parias erniedrigt. Der Staat und die Gemeinden besitzen nicht die Kraft und den Willen, all dieses Elend zu mildern. Da tritt eine Gemeinschaft, guter Menschen, auf den.Plan, die „Machsike-Hadath", geleitet von den Herren Jakob Mä r'z, seit 25 Jahren Präsident, Aron Barschak, Pinkas Kupferberg, Hermann G r ü n b e r g, Jakob Helliczer, Moritz O e g e r, 'Theodor - Co 11 e s die n e r, und spendet diesen Armen glückliche Stunden. Ich habe die Freude voll und ganz mitempfunden. Nicht nur den 120 Schützlingen wirdvnach Kräften geholfen, sondern auch;80 verschämten Armen stand der /Verein bei. Es drängt mich, denen zu danken, die an diesem schönen „Sederabend" für ihre Mitmenschen so viel getan haben. Dorothea Ebner. Misrachlfeier. Samstag den 21. April abends wurde im Misrachilokal ein Bild des sei. Rabbiners M. Kramer s. A. in feierlicher Weise enthüllt. Anschließend an die Bildenthüllung fand zu Ehren des Herrn Baruch L ö w, der einen sehr schönen Aron Hakodesch mit Parochet für das Misrachi-Minjan spendete eine Malawe demalka statt. Bei der Bildenthüllung hielten Reden die Herren'Rabbiner Dr. F e u c h t w a n g, Isidor A u s t e r 1 i t z, Dr. S. R'a pia p ö r t, Rechtsanwalt Dr. Max G e Iber und Prof. Dr. R o s e n f e 1 d. Bei der Malawe demalka sprachen die Herren Dr. R a p a p b rt, M. Groß, Josef Goldschmidt und' zum Schluß der gefeierte Herr Baruch Löw. Moadon Iwrl. Samstag den 5. Mai, 8 Uhr abends, im Lokal, II., Zirkusgässe 33, Vortrag des Herrn Maschen Ungerfeld über „Popper- Lynkeus. Hamschorer hapilosophie". Zionistische Frauengruppe XVIII veranstaltet am 8. d„ 9 Uhr abends, im Türkenschanzetablissement einen großen Geselligkeitsabend mit Tanz, Bridge- und Rummyturnier. Gäste willkommen. Zionistische Bezirkssektion Aisergrund. Dienstag den 8. Mai d. J. um 8 Uhr abends im Vereinsheim, Wien, VIII., Bennoplatz 1, Las- B'0 m e r -F e i e r. Folgende. Kräfte wirken mit: Eröffnungsrede Rab-' biner Dr. Z. Schwarz,. Oberkantor P o s t i I o w, Sologesänge, Opernsängeriri Nora Dauber, hebräische- und jüdische Lieder, Charakterkomiker Willy M e n d 1 und andere mehr. Hierauf Geselligkeitsabend. " Verein zionistischer Hochschülor Theodor Herzl. Samstag den 5. d. um 8 Uhr abends im Vereinsheim, IX., Glasergasse 4, Vortrag des Herrn Man o ach (Daganiah), eines palästinensischen Arbeiterführers, über „Das arbeitende Palästina". Akademische Gäste willkommen! Revisionistischer Mittelschülerbund. Samstag den 5. d. um 6 Uhr abends sprechen im Heim, VIII., Auerspergstraße 21,.Dr. M. Kiwe und E. F. Geller über „Jugendbewegung und Hechalu z". ■ J. A. Juristenverein. Samstag den 5. d. um halb 4 Uhr nachmittags in der Rede- und Lesehalle (IX., Türkenstraße 9) ordentliche Generalversammlung. B'rlth Hanoar Hamlsrachi, IL, Praterstraße 43. Samstag, 3 Uhr, Talmudkurs. 4 Uhr Sichah. Sonntag, halb 9 Uhr, Wanderung; Trefipunkt, Stadtbahnhaltestelle Schottenring. Dienstag von 8 bis 9 Uhr und Donnerstag von halb 8 bis halb 9 Uhr Bibliotheksstunden. Malmonldes-Institut, Wien. Universitätsvorträge im Hörsaal 34 der phil. Fakultät vom Dozenten am Institut Herrn Dr. A. K a m i n k a: Jeden ' Montag, halb 7 Uhr, Uber Apokryphen und Pseudepigraphcn; jeden Mittwoch über Mischna-Traktat Aboth. Im Vortragssaal, IL, Zirkusgasse 33i jeden Dienstag Rabbiner M. Horowitz, 6 Uhr, über Midrasch, 7 Uhr über Kusari: jeden Donnerstag Rabbiner Dr. A. Kaminka, 6 Uhr, über Propheten, 7»Uhr über More Nebuchim; jeden Samstag Dr. N. Goldstein,. 4 Uhr, Uber Midrasch, 5 Uhr über „Aus dem jüdischen Ehcrecht". . Verband der jüdischen Kauf« leuie und Gewerbetreibenden I., Elisabethstraße 9, I. Stock', 10, Telephon 45-8-34 und B 30-3-49, stellt: einwandfreie, gewerbeberechtigte, sprachen- und branchenkundige Handelsvertreter, reisende Kaufleute und Kommissionäre kostenlos sofort zur Disposition. — Partejenverkehr: Jeden D i e n s t a g, 6 bis 7 Uhr abends im Sekretariat, L, Elisabethstraße 9, I. Stock. 10. — Verbandsdiskussionen jeden Montag um halb 8 Uhr abends im Cafe Exzelsior (I., Rotenturmstraße 24). Auskünfte für Mitglieder kostenlos gegen Beischluß des Portos, für Nichtmitglieder gegen Porto und S 2 in Briefmarken für gemeinnützige Zwecke. 2350 Firma in W i'e n übernimmt Versicherungen aller Art auf Grund von Begünstigungsverträgen. 2351 Firma in Wien offeriert elektromedizinische Apparate „Volt Sun". 2352 Firma in W i e n offeriert prima Schuhcreme. 2353 Firma in Wien übernimmt Beratung für Einrichtung von chemischen Fabriken. 2354 Firma in Wien offeriert Chemikalien aller Art. Angebote und Nachfragen. 2377 Firma In Paris benötigt Textilien, Wirk- und Kurzwaren, 2378 Firma in Birmingham benötigt Brustbohrer und Schrauben«, zichcr 2379 Firma'in Wien sucht für Holland Vertreter in Textilien, Wäsche, Konfektion, Strick- und Modewaren und kunstgewerblichen Artikeln. 2380 Firma in Bukarest benötigt Einrichtungen für ein Automatenbüfett. 2381 Firma in Wien sucht Textil- und Wirkwaren für Ausland. 2382 Auslandshandelsattach6 in Wien sucht Käufer von Orchideen. 2383 Firma in A 1 e p p o (Syrien) benötigt Drnck- und Packpapier und Pappe. 2384 Firma in Berlin kauft Holzschrauben und Baubeschläge. Diskussionsabend am 7. Mai um 8 Uhr abends im Cafe; Excelsior, I., Rotenturmstraße 24. Tagesordnung: Wirtschaftlicher Vortrag des Kultusrates Rechtsanwalt Doktor Desider Fr i ed mann. — Am Montag, den 14. Mai wirtschaftlicher Vortrag des Präsidenten der Deutschen Handelskammer Herrn Karl Trosset. SCHOLEM ALEJCHEM: MENACHEM MENDEL. (Aus dem Jüdischen übertragen von Siegfried Schmitz.) Copyright 1921 by R. Löwlt, Wien und Leipzig. (17. Fortsetzung.) 8. ßrief. Scheine-Scheindel aus Kasriliwke an ihren Gatten Menachem Mendel in Jehupez. Dem hochgeehrten, edlen und mächtigen Herrn, dem weisen Kenner der Thora, dem hochgelehrten Reb Mena-, chem Mendel ehrfürchtigen Gruß! Erstens vermelde ich Dir, daß wir alle, Gott sei Dank, beim besten Wohlsein sind; ge'be Gott uns, das Gleiche von Dir zu hören fürderhin und nie Schlimmeres. Zweitens teile ich Dir mit: wo hat man das gehört auf der Welt, daß ein iunger Mann Weib und Kind, Schwiegervater und Schwiegermutter sitzen läßt und in eine fremde Stadt geht und sich dort jeden Tag mit einem anderen Geschäft befaßt: bald ist er Zuckermacher, bald Geldverlelher und jetzt wird er gar Hausherr eines eigenen gemauerten Hauses ohne einen Groschen Geld. Ein schöner Lebensunterhalt, so wahr ich lebe! Statt ein Wohnhaus zu haben und darauf mehr Schulden zu haben, als es wert ist, äst es gescheiter, es verbrennt zu Asche samt allen Häusern in Jehupez. Ein Glück für mich: wenn der Mann ein Geschäft machen und Geld verdienen wird, da wird er mir ein Häuschen auf meinen Namen kaufen! Wozu brauche ich Häuser? Du schick' mir lieber Geld; ich werde schon wissen, was ich mir davon kaufen soll; wie sagt die Mutter, sie soll leiben und gesund sein: „Gib imir nur das Brot, ein Messer werde ich dazu schon finden . . Doch das ist ein böses Mißgeschcik: es muß rein einer ein böses Auge auf mich geworfen haben! Ich meine: ich bin genau so eine jüdische Frau wie Bdime-Zlate und genau so schön wie sie und so gescheit und so fähig wie sie doch gewiß, warum, um Himmelswillen, trifft es mich, daß ich ein so schreckliches, finsteres Los habe und Blime-Zlate wird Tag um Tag mehr Ibreit als lang (eintrocknen und ausdörren soll sie, lieber Gott!). Doch wenn ich's recht überlege: was habe ich eigentlich gegen Blime-Zlate? Leibt sie nicht auf derselben Erde? Möge sie gesund und glücklich sein und alt werden mit ihrem Nehemia und'mir möge Gott helfen-auf meine Art. Wie sagt, die Mutter: „Besser sich wi'ünsoben, eh' den' anderen fluchen;* . ." Es tut mir nur $eh; zu sehen, wie andere Leute leben und sioh's wohl- , ergehen lassen — und ich muß da sitzen wie eine Witwe und Ausschau halten nach meinem schönen Ernährer: vielleicht wird ihn doch.das igroße Glück treffen! Wenn ein Pfaff es verliert und er es findet, wird er mir ein Haus erbauen in Jehupez!. Das wird Jehupez nicht erleiben, daß ich Deinen feinen Leuten zuliebe, welche ihre Frauen austauschen, mich entschließe, zu Dir zu gehen, meine Perücke ablege und ein Kebsweib bei Dir werde — die Schädel mögen sie sich einschlagen und das alle zusammen, lieber 'Gott, so schnell es geht, wie Dir wünscht viel'Gutes und dauerndes Qüök Deine wahrhaft treue Frau S c h e i n e-/S c h « i n d e 1. „Man-muß nicht schön sein", — sagt die Mutter, sie soll leiben r-* „man muß nicht k-lug sein,, man muß nur Glück haben." Da hast Du zum Beispiel meine Brajne- Bejle und da hast Du Rahel, der Muhme Dwojres Tochter. Die eine ist schön wie die Sommersonne, die. andere sauer wie Essig. Und Brajhe-ßejle, die Arme, sitzt da als lediges Mädchen und Rahel Icriegt einen Mann und macht Hochzeit. Mit irgend einem Unglücksmenschen aus Jampol und dazu einem feinen, ehrlichen, stillen Menschen; im Kopf soll's bei ihm nicht ganz richtig sein; er ist aber von vornehmer Abkunft. Man sagt freilich, er habe eine Schwester, die sich getauft hat. Einen Fehler hat er: er ist nicht ganz gesund. Dafür »braucht er keine Angst vor' der Assentierung zu haben, Es ist ein Vergnügen, das Brautpaar anzustehen! Sie glaubt, es gebe nichts Klügeres a.uf der Welt, als ihn, er meint, es gebe nichts Schöneres äjb sie; wie sagt die Mutter: „Nicht das hat man lieb, was schön ist, sondern das äst schön, iwas man liebt" s — s , l 9. iBrlef, Menachem Mendel aus Jehupez an seine Frau Scheine- Scheindel in Kasriliwke. Der teuren, edlen, tugendhaften und klugen Ehefrau Schefeie-Soheändel meinen Gruß! Zum ersten sei Dir kundgetan, daß ich Dank Seinem lieiben Namen! *— gesund bin und mein Leben das des Friedens; der Herr, gelobt sei er, möge helfen, daß eines vom anderen nur Gutes höre in guter Botschaft zu Tirost und Heil *-h Amen. Zum zweiten wisse* Das iHäusergesohäft Ist ein Dreck. Ich haibe mich beizeiten auf einen anderen Erwerb Verband radikaler Zionisien Am Mittwoch, den 9. Mai entfällt die gewöhnliche Versammlung. An ihrer Stelle findet eine d r i n g l i ch e Ausschuf) $itz u ng statt

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