Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1928-03-30 · Heft 28 (30.3.1928) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 28 (30.3.1928)
Date
1928-03-30
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2711613-2711630-2711643--0372-2713509
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

>' Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 28 Die Einweihung der neuen aschkenasischen Synagoge in Rustschuck. Wie-man uns aus Rustschuk in Bulgarien schreibt, wurde dort am-19. Februar die. neue aschkenasisch'e -Synagoge (deren Bundeslade wir oben im Bild zeigen) im Beisein der Vertreter der Behörden feierlich eingeweiht. Die. Thorarollen wurden von den angesehensten Bürgern der Stadt in das Gotteshaus gebracht, welches als erster der -Metropolit Michail betrat. Die Begrüßungsrede hielt der. Präsident der K u 11 u s g e m.e i n d e, Herr Simon Huvs.ch, die religiösen Zeremonien versahen die Herren Rabbiner Naftaii Roth und Oberikantor M. W a's s e r- .ma nn aus Sofia. Im Namen der Regierung sprach der PräfeRt Kovatscheff, im Namen des jüdischen Konsistoriums dessen Präsident Herr Oberst i. R. Avram Tag.gcr. Es sprachen ferner der Präsidentder sephar'di- ,sctien Kultusgemeinde, Herr Kakum Hasson, Herr Staatsanwal t-Substi tut Salamon Grünherg, der Bürgermeister K o n s t a n t i n b f f, der Metropoiiti Michail, der Garnisonskommandant Oberst B a n<k o v s k i, der So'branje-Abgeordnete Kantscho Kants chcf f, der Präsident der Riustscnuker Handelskammer, Herr Atanas Büro ff, die Präsidentin des zionistischen Frauenvereines „Wlzo", Frau Dr. Kapoh, und der Präsident der Chevra Kadischah, Herr Benzion S o 1 o rn o ni k off, worauf Herr Präsident Hirsch unter Dankesworten an alle Erschienenen die weihevolle Feier schloß. . 'Der Prachtbau der Synagoge befindet sich im Zentruni der Stadt auf einem von der Gemeinde unentgeltlich überlasseilen Platz. In Rustschuk leben-etwa 65 jüdischaschkenasische Familien. . llillNUillllllllllllJllllllllIJIII die allerletzten Kreationen der Pariser Haute coütiire u. eigener Schöpfungen aus adelst. Materlaien in unereichter Auswahl zu den bekannt billigen Krupnlk " Preisen IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIUU MI ■ DVU. Kalserstr.115 Wir haben n i r g e n d s. F i l i a l e n! ABRAHAMOWICZ- /CHUHE ♦ II., Taborstrasse 33 FrOhjahra-Modelle In «norm großer Auswahl! Prima Qualitätsware! - einigste Preise! Kaufen Sie unseren hygienischen Kinderschuh.' »S Gansschmalz H garantiert rein nDD "W3 per Kilogramm £ E H n u r in der seit 55 Jahren bestehenden m 9m 1 ügflügelhandlung Fränkel, IL, Glockeng. 15 I Telephon 45-0-75 I Täghcli frisch geschlachtetes Geflügel, Fettgänse, Enten 1 und Hühner mm AUS PALÄSTINA. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit. In denn Memorandum, das die Vertreter der Arbeiterschaft am 14. März dem High Commissioncr überreicht haben, wird festgestellt, daß es an diesem Tage in Palästina 2700 jüdische Arbeitslose gab, und zwar 1400 in Tel-Awiw, 800 in Haifa und Umgebung und 500 in Jerusalem, gegen 7000 im März 1927. Die Absorbierung der Arbeitslosen erfolgte, indem die sich entwickelnde jüdische Industrie — die Ruteirberg-Arbeiten am Jordan, die Schemenfabrik und die Textil- und Kartonnagenindustrie in Tel-Awiw 1200 weitere Arbeiter autgenommen hat, «während 500 neue Arbeiter von dem sich entwickelnden Handwerk iin Lande absorbiert wurden. 725 neue Arbeiter wurden durch Vermittlung der Arbeitszentrale von Anfang Jänner bis Mitte März in den privaten Kolonien und bei Arbeiten von nationalen und privaten Gesellschaften untergebracht, und 900 wurden bei Regieriiingsarbeiten beschäftigt, außer einer gewissen'Zahl von Facharbeitern, während gegen 500-Arbeiter das Land verlassen haben. Günstige Ernteaussichten. Dank den im Februar zahlreich niedergegangenen Regen haben sich die Ernteaussichten in Palästina bedeutend gebessert. Falls auch die weiteren Regen nicht ausbleiben, ist in diesem Jahr eine recht günstige Ernte zu erwarten. Die zahlreichen Regen haben auch viel zur Ausrottung der Feldmäuse beigetragen. Der Eisenbahnknotenpunkt in Tel-Awiw. - . Der Chef des palästinensischen Eisenbahnwesens, Col. Holmes, hat sich, wie der „Haaretz" berichtet, für die Verlegung des Eisenbahnknotenpunktes von Lud nach Jaffa-Tcl-Awäw ausgesprochen. Die Regierung soll geneigt sein, seinen Vorschlag, während einiger Jahre die Bezahlung der Schuld der Militärverwaltung während der Jahre 1917 bis 1920 an das britische Schätzamt in Höhe von Pfund 20O.Ö0Ö zu verschieben und mit Hilfe dieses Betrages den" Eisenbahnknotenpunkt nach Jaffa-Tel-Awiv/ zu verlegen, zu akzeptieren. Bekanntlich hat die Verzögerung dieser bereits beschlossenen Verlegung in Jaffa-Tej-Awiw eine große Protestbewegung ausgelöst. Das Rutenberg-Werk am Jordan. Vertreter der jüdischen Presse Palästinas statteten i dem, im .Bau begriffenen Rutenberg-Werk bei G c s c h e r a in J o. r d a n einen Besuch ab, wobei ihnen der Vertreter der'Palestine Electric Corpprationt D. L i f s c hi t z, die nötigen Aufklärungen gab. Es sind jetzt dort 360 jüdische Arbeiter und Beamte beschäftigt, während die Zahl der arabischen Arbeiter aus Transjordanien 60 beträgt. Die Hauptarbeit besteht jetzt in der Errichtung eines 400 m langen großen Betonkanals, durch den später das W/asser aus dem Reservoir zur Kraftstation geleitet werden soll. Die Kraftstation wird drei Turbinen von je 8000 PS enthalten. (Die jetzt bestehenden Kraftstationen der Gesellschaft haben insgesamt nur 4000 PS). Des •weiteren wird'jetzt auch eine Eisenbahnzweiglinie zur Kraftstation angelegt. Die Arbeiten werden größtenteils im Akkord von 14 Arbeiter-Kwuzotli durchgeführt. Der Gesundheitszustand ist ein guter. Auch für den Sommer wurden die nötigen sanitären Vorkehrungen getroffen. Kein Lehrerstreik. Die J. T. A. teilt uns mit, daß ihr Bericht (siehe „Neue Welt" vom 23. März) über einen neuerlichen Lehrerstreik in Palästina auf einem Mißverständnis beruht. Es •sind nicht die Lehrer, sondern die Schuldiener in den Streik getreten, der jedoch nach kurzer Zeit beendet werden konnte. — Zum Leiter des hebräischen Erziehungswesens wurde Dr. Isaak B. B e r k s o n, bisher Direktor des jüdischen Instituts in New York, ernannt. Die Kaliprodukte des Toten Meeres. Auf eine Anfrage von Colonel Howard B u r y im englischen Unterhaus über den Wert der Kali- und Bromidschätze des Toten Meeres erwiderte Kolonienminister A.mery: Schätzungsweise enthält das Wasser des Toten Meeres etwa 2 Millionen Tonnen Kaliumchlorid und 980,000.000 Tonnen Magnesiumbromid. Der Wert dieser Salze hängt aber von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. von den Kosten der Gewinnung, des Transportes, und den Weltmarktpreisen, so daß sich ein Wert auch nicht annähernd feststellen läßt. Die Höhle „Machpeia". Die Höhle „Maohpela", der Begräbnisptetz der jüdischen Erzväter, ist seit dem 25. M8r« gegen dje Entrichtung einer Gebühr von 5 Shilling, auch <für -Nichtmosiemiten zugänglich. Der Präsident des mosiemitischen Obersten Rates hat seinen diesbezüglichen Beschluß öffentlich 'bekanntgegeben. Eine vor einigen Monaten verbreitete Meldung von der Aufhebung des Besuchsverbots für Nichtmoslemiten.ist vom mps'lemitischön Obersten Rat dementiert worden, Bensimon ausgewiesen. Aus Jerusalem meldet die J. T. A.: B e ns i m o n, einer der Führer der Kundgebung in Half2 gegen die angebliche, übrigens von der Regierunsj bestrittene, körperliche Mißhandlung politischer Gefangener, ist vom Gericht va\ drei Monaten Gefängnis und nachhe riger Land esverweiSiung verurteilt worden. Ben-Simon war beschuldigt worden, die Demonstranten aufgefordert m haben, dem Verlangen der Polizeioffiziere, sich za zerstreuen, nicht Folige zu leisten; dabei habe.er selbst einen Offizier tätlich angegriffen. Bensimon, war. vor sieben Jahren ans Rußland in Palästina eingewandert Der italienische Thronfolger. Der italienische Thronfolger Prinz Umberto trifft .am 31. März in Port Said ein, wo er vom italienischen Generalkonsul Pedrazzi empfangen wird. Er kommt am 1. April nach Jerusalem. Ann 2. April besucht er .Jaffa, von wo er wieder nach Jerusalem zurückkehrt.. Der Thronfolger bleibt in Palästina bis zum 9. April und;ber gibt sich dann von. Haifa auf dem Kriegsschiff St. George, das vorn 4. bis S. April im Hafen , von, Haifa ankern wird, nach Rhodos. Prinzessin Mary, die Tochter des Königs Georg' von England, wird, wie der „Haaretz" berichtet, mit;ihrem Gemahl demnächst- Palästina einen Besuch 'abstatten und Gast des Lord PI um er sein. Das RockefeHer-Museüm in Jerusalem. Vor kurzem kamen zwei Architekten aus England nach Jerusalem, um dort die Pläne für-: den Bau des Museums aus der Spende von . Rookefeller zu entwerfen. Einer von ihnen äst ein junger englischer Jude,. Stolz. Die Arbeiten wird der Architekt der Palästina-Regierung, Harrison, leiten. Der Kongreß der protestantischen Missionäre in Jerusalem. - . Aus Jerusalem wird,uns berichtet: Am 24. März wurde hier der Weltkongreß der protestantischen Missionäre eröffnet. Es sind mehr als 200 Delegierte aus, den verschiedenen Ländern eingetroffen.- Der Kongreß findet' in einem der großen Säle des ehemaligen Regierungspalastes a u f dem 'S k 0 p u s b e r g statt. Wegen des großen Mangels an Wohnungen und Unterkünftsplätaen für die Kongreßteilnehmer, von denen viele auch mit ihren Frauen oder Familienmitgliedern gekommen sind, wurden vier große Baracken im Hof des Kongreßgebäudes sowie mehrere große Zelte errichtet. Die Verhandlungen des Kongresses finden hinter geschlossenen Türen mit Ausschluß der Presse und der gesamten Oeffentliehkeit statt, doch erklärte das Kongreßsekretariat, an die Zeitungen von Zeit zu Zeit über die Verhandlungen Kam- ^Xiliiiiiiniiif iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitufiiiitniiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiniiT iiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiL^. iTalare»»' Barette! für Kultus und Justiz In Sie fertig und nach Maß bester Qualität ztt den billigsten Preisen! in der allbekannten J-D.l m WieDjIJaMraBellr.Mi (Achtung auf Hsiunamner!) TO § Tel. R 45-6-29 Gegr. 1866 1 j Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben! I I Yenand na* allen Wellfeileo! R# illmlrierte Kataloge gratis''l I ^IIIIHIIIIIIUllllUllllIIIltllllllllllllllHIHUUlllIHlIHlllllMiniiaUlllflllllllllllilliUlHIHII^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.