Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 28 (30.3.1928)
- Date
- 1928-03-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2711613-2711630-2711643--0370-2713507- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
fette« öie mm welt EISLER MDEALBETT in Messing und Stahl......... BETTFEDERN ~- HYG. MATRATZEN PAT.-SCHLAFMÖBEL KINDERWAGEN BIULIQ8T8 FABRIKAPREI8E SIOM.EISLER NACHF., WIEN lln Prattrstr. 48. Tel. 46-1-40 / V., Dlehlg. 19, Tai. 60-108 OasrHiutet 1870) f>rov!Mxv*rsand i Blatt — wird der Rayon 18.240 Seelen zählen. Das heißt ajso, daß augenblicklich auch diese „enorme" Bevölkerungs- •öiW noch nicht erreicht ist. Ein beliebiges jüdisches Stadtchen hat eh» größere Bevölkerung als dieses so prunkhalt reklamierte »jüdische Gebiet". Noch wichtiger.aber als die Bevölkerungszahl ist die Znsaimmensetzung der Bevölkerung. Bei einer näheren Betrachtung ergibt sich, daß sich unter diesen „zukünftigen" 18.240 Einwohnern 1964 Ukrainer, 443 Deutsche und 7727 „aJte" Jüdische Bauern befinden, weiche die schon mehr als 100 Jahre existierenden Kolonien bewohnen; bloß 8106 Kolonisten, das heißt viel weniger als die Hälfte (44,44 Prozent) gehören zu den neuen Siedlern. Das ist wirklich nicht allzuviel! ■Nur eine skrupellose RekJamesucht ist imstande, diese „enormen" Erfolge der jüdischen Kolonisation auf das Konto der „OZET" zu buchen. Diese „Erfolge" erschöpfen sicli letzten Endes mit der Schaffung •' eines „Zwengrayons", dessen Einnahmebudget 4500 Tscherwonetz und Ausgabebudget 6500 Tscherwonetz jährlich ausmacht. Die Unterhaltungskosten einer Synagoge und des Bades in einem besiebigen jüdischen Städtchen in der Ukraine sind größer als das gesamte Budget dieses Embryos der künftigen jüdischen Republik. Wahrhaftig, viel Lärm um nichts! Die jüdische Partei in der Slowakei. Am 18. März hat iti Ka seh au der Delegiertem ag der jüdischen Partei in der Slowakei stattgefunden. Es waren zu der Tagung, deren Vorsttz Herr Dr. K. F e r fast ein (Presov) führte, über 100 Vertreter von Ortsgruppen in der Slowakei und Karpathorußland erschienen. Auf Antrag des Herrn Dr. Julius Reisz beschloß die Versammlung die Bildung einer einheitlichen Organisation, die in drei Gaue: Ungvar, Kasohau und Preßburg geteilt wird. In einer einstimmig angenommenen Resolution erklärt sich die. Partei als die legitime politische Vertretung des Judentum« in der Slowakei und K a r p a t hiof'u ß 1 and. ., Zum Präsidenten wurde Herr Dr. Julius Reisz, zu Vizepräsidenten und Gauleitern die Herren Dr. Leo Sipos in Preßiburg, Dr. Karl Ferb stein in PresÖv und Dr. Moritz J u s z k o w i c s in Ungvar gewählt. Ihnen wird ein Rat von 150 Mitgliedern und eine aus 38-Mitgliedern bestehende Exekutive zur Seite gestellt, Die Sachverständigen im ungarischen TalmudprozeÜ. In dorn von uns wiederholt besprochenen Prozeß des Talmudfälschers Aliöns Lussonsky gegen die zwei Juden Ladislaus Fried in Fünfkirohen und Alexander Ba r na in Gyula, welche Lussehsky öffentlich der Fälschung geziehen hatten und in erster Instanz zu Geldstrafen verurteilt wurden, wird, wie bereits, berichtet wurde, infolge des Urfrelles des Appellsenaits demnächst eine . neuerliche Verhandlung stattfinden. In dieser Verhandlung soll über den Talmud und die talmudische Moral ein Urteil gefällt und festgestellt werden, ob Lussensky in seinem Buch den Talmud gefälscht habe oder nicht. Sowohl die Verteidiger als auch die Vertreter Lussensikys beantragten die Vorladung von Gelehrten als Sachverständige über diese Frage. Beantragt wurden als Sachverständige bis jetzt der Fürstprimas Justinian Seredi,'ferner der Präsident der ungarischen Akademie der Wissenschaften Berzevicy, weiters der protestantische Bischof Dr. Desider Baltasar und das Oberhausmitglied Oberrabbiner Dr. Immanuel L ö w. mCtäteiftMM ■ BanK MHfc Das Beste vom Outen sind die In Geschmack und Qualität unübertroffenen, erstklassig-altrenommierten Schmidl-Mazzoth lllllllllllllllllltlllllllllN welche unter streng orthod. Aufsicht des Rabbtaates der Isr. Kultusgemeinde Wien hergestellt werden. Die Mazioth werden aus dem feinsten ungarischen Mehl erzeugt! Seit vielen Jahren genießen die „Schmidl-Mazzoth" das beste Renommee und werden vor allen anderen bevorzugt. Zentrale: N. Brodetzki, IL, Leopoldsg. 43 Tel. 46-1-90 Generalvertretung und Niederlage t Jakob Weift, II., Uni. AugartenstraBe 25 Filialen: Heinrich Bendiener, I., Judengasse 11, Kaiman Pappaport,III.,Radetzkystr. 7, Sabine Binder, IX., Hähngasse 39, Jos«? Bosen es, IX. ♦ Oeorg-Slgl-Qasse 3, Blumenstock, XX., Treustraße 12, und Louise Stein, XVI., OllakrlngOrstraBe 35 Wissenschaftlicher Geist im Lande des Numerus | clausus. Will man ungefähr eine Ahnung davon haben, welch wissenschaftlicher Geist in Ungarn leben und herrschen wird, wenn sich die Folgen des Numerus clausus einst voll auswirken, werden, so genügt es, das Rundschreiben des Oberphysikus des Kbmitates Hajdu hi Angelegenheit des Schutzes gegen das im Komitatsgebiet endemisch auftretenden Trachoms zu lesen. Obgleich dem Zirkular eine Aufklärungsschrift des Universitätspröfössors Doktor Scholz zugrunde gelegt ist, in welcher festgestellt wird, daß diese Augenkrankheit in jedem Lande anzutreffen ist, und Länder mit stark verbreitetem Trachom als Volkskrankhei<t aufgezählt werden, in denen nur sehr wenige oder gar keine Juden leben, erzählt der Her.r Komitats- Oberphysikus seinen bäuerlichen Komitatsbewohnern; daß das Trachom eine v'onden Juden „g e h e i 1 i g;t e S e u c h e" sei. „Die Verbreitung des Trachoms im Komitate Hajdu", schreibt dieser famose Exponent der heutigen ungarischen Kultur, „ist ausschließlich in der Eigenart der israelitischen Staatsbürger begründet. Ihre religiösen Gebräuche, ihr rituelles Bad, Cheder und Talmudschulen sind .direkte Förderer und Verbreiter des Trachoms, die Juden hüten das Trachom wie irgend eine heilige -Krankheit...". Das hat mif s^ineni Stumpfsinn der Numerus clausus getan,. 'v Jüdische Kossuthisten unerwünscht Die Geschichte hat . sich am 15. März. 1928 im achten Jahre des Numerus clausus, in Horrhy-Ungarn in der österreichischen Universitätsstadt Graz zugetragejn. In, Graz besteht ein ziemlich großer Verein: der, Ungarn. Bis. zu diesem jähre, hat de r Graz« r Ungarnve rein; nicht im Traume daran gedacht, am 15. März die .Erinnerungsfeier an die Freiheitshelden : von Ungarn Kossuth^ Petöfi und andere zu veranstalten. Das ,war in dem reaktionären Ungarn verpönt, und der Grazor Ungaruverein häl»t strenge Wacht an der österreichisch-ungarischen Grenze, daß wohl Raffen, aber kein demokratischer Geist nach Ungarn geschntuggeit werde. In Graz gibt es auch eine ziemliche Anzahl' von j ü d i s c h e n O p f e r n des ungarischen Numeriis clausus. Diese können nicht Mitglieder des Grazer Üngärnyereines sein., In diesem Jahre „ hat^ die Betbleri- Regierurig aus außenpolitisch taktischen Gründen plötz- Hoh ihr k d ss.uth,istisch es, Her« entdeckt, und nicht nur iii New York ein Kossuth-Denkmal errichtet, sondern auch in Ungarn den 15. März, den Tag der Ungarischen Revolution von 1848 zum Nationalfeiertag erheben lassen. Dementsprechend veranstaltete auch der Grazer Üngärnverein eine Feier. Die jüdischen Numerus clausus^ Opfer In Graz waren nun trotz des Fußtrittes, den sie in Budapest erhalten hatten, naiv genug zu glauben, daß sie die Berechtigung hätten, mit; den übrigen Magyaren?n Graz an der Märzfeier« teilzunehmen; da sie keine Einlädung erhielten, waren sie verbohrt und dumm genug, darüber beim Ungarnverein Beschwerde zu führen und zu bitten, daß man ihnen doch gestatte,' mit ihren Erzfeinden zusaminen die Feier der Demokratie zu begehen. Es wurde ihnen ganz klipp und klarerklärt: „Das ist kein Versehen, sondern die Anwesenheit der Juden ist "nicht erwiinscjtt." Um! der Akademiker Rudolf Stern in Graz, einesi(jener Opfer' 4es J^niierus clausus, führt in seinem Budapester Assimiiahtenblatt, elegische Klage ülber diese Ohrfeige. Es ist diesen jungen Menschen mit dem durch die Assimilation verkrümmten Gehlen njehj zu helfen. , ,■ ■ ,„:,: .H' BMW—» mm Lauft Kinder! Del-Ka schenkt jedem Kinde ejrien, schönen Qummiball beim Einkauf von zwei Paar Strümpfen oder Socken und gleichzeitigem Schuheinkauf. Braun, Größe 19 bis 25 S 4.50 usw. Siehe Inserat Seite Q, Seit 00 jähren wShlt der Fejnschmecker für Pessach nur die an Qualität, Geschmack und BeUömmlichkeit m* erreichten, feinsten, dünnsten Schrei ber-Maz zoth. Ple Mazzoth sind überall, erhältlich« JVP© nicht, wende than sieh an M, Schreiber, Wien, II, Hamjner-PürgstäU-Gassp J, Telephon 44^66. Jedes Quantum wird kostenfrei ins Haun zugestellt. Rätselhaft bilUg kaufen alle die modernsten Seiten* Stoffe, Herren- und T>ameristöffe nilr bei der Restenver« kauffi-Oeseltechaft, vi* Mariabilferetrafk 3. Verband radikaler Zionisten Oesterreichs. In der am 21. März abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung des Verbandes radikaler Zionisten Oesterreichs erstattete der Obmann Oberbaurat Robert Stricker einen eingehenden Bericht über die Tätigkeit des Verbandes. Die Zahl der im vergangenen Jahre abgehaltenen öffentlichen Versammlungen, Verbandsversammlungen und Vortragsabende beträgt zirka 80. Die Mitglieder und Gäste wurden über alle Vorgänge im Zionismus und im jüdischen Leben informiert. Ah Resultate dieser Anbeit sind ein starkes Anwachsen der Zahl der Verbandsmitglieder und die . Bildung einer Frauenigr uppc (Vereinigung demokratischer Zionistinnen) und mehrerer Jugendgruppen zu verzeichnen. Der Gedanke des radikalen Zionismus, dessen Richtigkeit in der Entwicklung der Zionistischen Organisation ihre Bestätigung findet, greift um sich. Die Verbandsleitung ist entschlossen, energisch und unbekümmert auf die W i e d e r a u f r i c h t u m ig der Zionistischen Organisation als nationale, demokratische Aufbau-, und Kampfor ganisa tlo.n hinzuwirken. Der Obmann teilte auch mit, daß die Vertreter des Verlan K 1,2{''--tii^mämmpnnimmmim hdb :??*W8" I SÄMTLICHE OSYERWJ&REN j s kaufen Sic am besten bei S I GEFLÜGEL DICKER I | V8l.f LINOBNGASSE 25, TEL. B 33-3-13 | 1 Altbewährte Firma, führt Wiener und Gödinger, amerik. § S und Palüstina-Mazzoth sowie Weine, koscheren Slibowitz g 3 und sämtliche Spezereiartikel. Spezialität in prima S § Geflügel, Fettgänse, Indian, Enten, Suppen-, g; S 1 Back- und Brathühner 1 «!iiiiiiiiii!iiiiiii!iiiiiiiiiii!iii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiniiiiiin haudes ihre Stellen im österreichischen zionistischen Landeskomite.e und im Partelrate niedergelegt haben, da sich eine gedeihliche politische wnd organisatorische Mitarbeit in diesen Institutionen als unmöglich erwiesen hat. Die Generalversammlung nahm den erstatteten, Bericht mit Befriedigung zur Kenntnis. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Obmann Ing. Roh. Stricker; Ohmanustellfvertre'ter Rechtsanwalt Dr. L. Plaschkes und diipl. Kaufmann Zwi Wieselberg; Schriftführer Peisacb Wahl; Schriftführerstellvertreter Hans Kandl; Kassier Berta Taube s; Revisoren Naftali S c h e r z e r und Salomon G eltner; Schiedsrichter David Neben zahl, Samuel Kantor, Rudolf Klunnak, Bernhard Steinklein, Lotte Ungar; Kcren Hajessod-Referentin: Frau Dr. Perle Wechsler; Keren Kajemetli-Refererit: Bernhard Steinklein. Fenner Buchbinder Eugen, Ederer Chaskel, Hellenberg Isr., Heiwinig Georg, Hirsch Karl, K atz Julius, Kerzner Mosche, Körner SaJoraon, K o 1 b Hans, Ni wes Moritz, Pollak Fritz, Plaschkes Lotte, Reiskin Max, Samensky Nahum, Schiffm a n n Max, S c h w i t z e r Blamka, Stricker Paula, Dr. Taubes David, Dr. Waldmann Isr., Wechsler Leo, Weißberg Rudolf, Weißhut Alfred,- . iiiinuipMwww^ BLAIMSCHEINS IPd PFLANZEN - Margarine TERIVO Uneirelcht in Qualität und Preis! Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrubbiners S. Fürst Barl In keinem jüdischen Haushalt fehlen I nee Ueberau erhältlich! KARL BU1M8CHEIN8 vereinigte Margarine- und Butteri.ib i'-cn. Wien, XjV., Dieienbachgasse 59 ^iiiiwiiiiiiiiiiuiiyyiiiiiiiimmiiifiiii'iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii