Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 27 (23.3.1928)
- Date
- 1928-03-23
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Nn 27 SPEZIALIST Ifür Kinder« und Mädchenxlmm«*-, KUehan- und Vor« tt< «immer^MÖBEL. SchlaTtauttuiis, Diwans und Ottomanen eigv ■ ner Eraeuguntj, Oes>chaf!9bes and,seit 60 Jähren. Motto: üroSm ■ Umsatz — kielner Nutlen. Größte ' Auswahtt J Billigste Preist! ■ Josef Keblitt& Sehn. Vll.» Slebonstorng. 12 | nächst William anstatt Wolf. In dem Städtchen, in dein er in den ersten Jahren nach seiner; Einwanderung wohnte, wurde er von der Bevölkerung, offenbar auch wegen des Gleichklanges bei der englischen Aussprache des Namens Schächter, scherzweise Shakespeare genannt, so daß er überhaupt nur unter dem Namen Shakespeare bekannt , war. Schließlich adoptierte er auch selbst diesen Namen, wobei Jedoch wieder der ursprüngliche Vorname Wolf hervorgeholt wurde. ... Es ist begreiflich, daß diese Wilde Hast eingewan* derter Juden, in ihren Namen als hundertprozentige Amerikaner zu gelten, eine ganze Flut Von Völkswitzen zur Folge hat. So wird auch die folgende Anekdote erzählt': In einem amerikanischen Städtchen wendet sich ein Mr. Cohen an das Gericht mit dem Ersuchen, seinen Namen in Murphey ändern zu dürfen. Auf die Frage des Richters, was ihn hiezu bewege, antwortet Mr. Cohen,' er habe sein Geschäft in einer fast durchwegs christlichen Gegend und die Christen wolien bei . einem Cohen nicht einkaufen. Der Richter erfüllt das Ansuchen. Ein Jahr später erscheint derselbe Jude, vor demselben Richter, mit der Bitte, nunmehr seinen Namen auf Maccurty ändern zu. dürfen. Erstaunt fragt nun der Richter, warum er auf einmal auch an dem echtameriikanischen Namen Murphey keinen Gefallen mehr finde? „Mir gefällt er schon", antwortet traurig Mr. Murphey recte Cohen, „aber ... so oft ein christlicher Kunde in meinen Laden kommt und mich anschaut, fragt er mich immer: Mr. Murphey, wie hießen Sie eigentlich früher . . .?" Die Juden in Rhodesien. In einer jüngst erschienenen Reichsbeschreibung schildert' M. Hin des seine Eindrücke und Erlebnisse jn Rhodesien. Er sagt unter anderem; Die jüdische Bevölke- Mhig in Rhodesien ist noch verhältnismäßig klein und lebt noch nicht sehr lange in diesem Lande. Aber alle, sind sie ^ch'üler von Cecil Rhedes und Naturkinder des Wasserfalles von Viktoria. Von Rhodes haben sie den schaffen-' den Pioritengeist und die. nahezu unstillbare Ambition, das . Wüstenlnnd in ein Kulturland ttnizuwandeln und der europäischen Wirtschaft auf diesem herrlichen Flecken Boden! in Afrika neue Positionen zu eröffnen." Sie wollen' selbstverständlich dabei auch persönlich,'an Macht und Reichtum gewinnen. Viele von ihnen sind in der Tat 'bereits reich;^wocdGi|. (jAiberi.nich,t..das ist. die ..cigeutliclic^ Triebkraft . ihres, nahezu abenteuerlichen. Leibens gewesen. Es ist eine üigene Pionierleidenschaft, die auf afrikanischem $oden wächst und dem Menschen Mut, Energie, Schwung und schöpferische Kraft, leiht. . . .; Einer dieser Juden sagte mir: ,ylch war einer der ersten fünf Siedler hierzulande, Rings herum machte der Matabelestamm in seiner ganzen Wildheit das Gebiet unsicher. ' Keine Nacht haben wir' alle fünf zu gleicher Zeit; geschlafen. Einer mußte immer stark bewaffnet wachen." Das ist das Bekenntnis eines rhodesSsohen Juden. In seiner : Seete spiegelt sich die Natur des Landes'wieder. Sie ist ' rauh, aber voll Begeisterung, einfach, aber idealistisch, bescheiden und träumerisch, sie ist gesund und kräftig wie der Wasserfall von Viktoria. Kindlich naiv sagen diese jüdischen Pioniere immer.wieder: Wir. Würden euch zeigen, wie man Palästina aufbaut. Würden wir mit einer Sache durchfallen, so begännen wir eine zweite. Ginge es nicht an einem Ort, würden wir es an einem änderen versuchen. Wir würden .alles ausprobieren, bis es endlich, gelänge. . Nur auf solche Weise kann ein neues Land aufgebaut werden. Wir haben diese unsere Erfahrung teuer bezahlt... Wie werden Mazzoth erzeugt? Besuch in einer Mazzoth-Bäckerei. - jijStrum-Mazzoth", überall wimmelt es von diesen Aufschriften, „Strum-Mazzoth" auf den Straßen, ,iStrum- Mazzoth" in den Kinos, in den Kaffeehäusern... Wie werden eigentlicn diese Mazzoth erzeugt? Um das zu erfahrerb muß man die Rotensterngasse aufsuchen. In dem äußerlich nicht sehr interessanten Haus Nr. IV sieht man sich, ist man eingetreten, erstaunt in einem m\i verschäe* . denen großen Maschinen ausgerüsteten, prachtvollen Raum. In erster Linie berührt die peinliche Sauberkeit aufs angenehmste und dann wird der" Blick" auf die zahlreichen, Maschinen gelenkt, die, wie man: erfährt, vom Herrn Strum jun. nach eigenen Plänen konstruiert wurdeni« Solcher Räume gibt es seqhs, die streng separiert sind: der Mehlraum ist vollständig vom Maschinenraum und dieser vom Ofen- und Backraum reserviert. Das Mehl wird durch eine schmale Oeffnung in den Mischraum befördert, ein Wassermesser gibt automatisch jeweils nur d|e für eine Mischung nötige Wassermenge ab und der von der Mischmaschine erzeugte Teig geht zur Walgemaschine, Hauptmaschine und dann in den Öfen. Der ganze Vorgang dauert etwa. 3 bis 4 Minuten. Alle 15 Minuten werden die Mischgeräte ausgewechselt und gereinigt. Wie der Besitzer des Betriebes, Herr Strum, muteilt, ist dies der einzige Betrieb in Wien, der zwei Mazzbthmaschmen arbeiten läßt, so daß jede Viertelstunde abwechselnd eine Maschine die Mazzoth erzeugt, während die andere gereinigt wird. Die Maschinen verfertigen je nach der Erstellung runde, eckige, dünne oder dicke Mazzoth. Die ganze Erzeugung steht unter ritueller Aufsicht des Rabinates der Kultusgemeinde Wien und ein sogenannter Obermaschgiach und drei Maschgichim sorgen dafür, daß die rituellen. Vorschriften streng eiagehatte« werden« tm NEite vifer_.......... Theater und Kunst. Renaissance-Bühne. „Die Kurpfuscherin", Schwank in drei Akten von Friedmanh und Lunzer. m> Nach längerer Pause konnte man wieder Hansi Niese in einer Bombenrolle begrüßen. Es ist ein nett und heiter gezimmerter Schwank, in dem sie auftritt, die Handlung gerät aber fast in den Hintergrund, weil man sich nur dem Vergnügen hingibt, diese unvergleichliche, einzigartige Künstlerin drei 'Akte lang, fast ununterbrochen auf der Bühne agieren zu sehen und ihren echten Herzenstönen — ob sie, einem lachen oder weinen macht — zu lauschen. Sie ist die „Hausdame" eines Universitätspröfessors, der einen Kampf gegen die Kurpfuscher führt, hat aber hinter dem Rücken des Professors als Kurpfuscherin selbst eine ansehnliche Klientel, die sie mit „Kramperltee" behandelt. Als der Professor davon erfährt, entläßt er sie, im nächsten Akt aber holt er sie wieder zurück: ein paar Olaserln Wein löjjen ihm die Zunge, und er wagt die bereits drei Akte hindurch von ihr sehnlichst erwartete Frage, ob sie Frau Professor werden will. In diesem letzten Akt singt Frau Niese als Einlage das „Fiakerlied". Man kann nur eines sagen: hätte nicht Qirafdi dieses Lied des Juden Pick kreiert und populär gemacht, dann wurde es jetzt noch durch diese ausgezeichnete Inteiipretin zur Berühhiheit gelangen. Neben Frau Niese, der jubelnder Beifall dankte, wirkten die Herren Storm, der vom Tenor zum Schauspiel übergegangen ist und den Professor spielt, Nekanv Riedl ühd Fräulein' Pantho verdienstlich mit. " ' ''' ■- ■ e. k. . , Arien- und Liederabend. .... Sptmtog,; den 25. März d. J. findet im Festsaak des Hotel Continental; Wien, II., f aborstraße 4, ein Arien- und Liederabend statt, bei' "dem Oberkäntor Gerson Marguli e's (jüdische Lieder); Kammersängerin Helene Pola, Margarete Slezak,. Bettina Elm e r, Ladislaus K arvaly und Davio Metfitia mitwirken, werden. Kartenbestellungen unter Telephon Nr. 79-300 oder an der Abendkassa. ■ - ■ ■....... . ■ In den „Jüdischen Känstlerspiefäu" (Theater Reklame), IL, Praterstraße 34, findet der Ehrenabend für Frau W e i ntraij.brGr,afi und.deii .'Dramaturgen A. M e i sei s Mittwoch,, den 2$. März statt.' Fur diese Vorstellung gibt sich „bereits reges. Interesse kund: - i ' Jüdische, KflosUerspIela,, H.,, ,Pratmtra8e U. Wocbenrepertoire: Frtltafe, derf 23. bis S6hntagr," Uen:2s: d. die historische Operette „Die Sc:hÖrtte Mir.laim"... (Wiedera^ftreten Ksak Deutsch.), Montag, den 26, „P c r * I e B o s j a k". Dietistäir, den ' 27. ,'J ü d c I e B a r M i z w a h*V 'MittwochY .den 2Si' L i t er a r i sc her t;osta.bend (Ehrenabend .für Frau/. Wclni£ a,u,b -Graf und , den Dramaturgen A. M'e j se 1 s). Ddhrterstag,' derV'!2!J. „D 1 e Jüdische Schikse". . DlreMpr?.Isak:D « n t sc Ii /wftdc . von. den. Jüdischen Künstlerspjelun; .für ein. Kurzes, Gastspiel Er'wonnen, das er ih der hlstorlsclien Operette* ,',D i c ' s c h ü n'c'-TiFif'j a m" voh-' A; Ra k o w Froltait, den 23.., d. .beginnt..-. ..(.-- i}) . .,..„,.. Jüdische Bühne. Ji„ fahorstraße .12 (Hotel Stephonio). Wochenproeranim: Preiths: bis UoniügV '„J'b se i 'i, n Ae'rj^pt e'n'\ biblische Operette in vier Akten :Wnv.taß}.incr; .Sonntag, 3< Uhr naohmittags: „K a p i t a 1 u.n d A r.b e i t", Lpbpnsbild mit Gesang In .Vier . Akten von Moisdlski Dlenstrig:' V.D a:s ZTg'ö'tf n e r'irl ä <I I". '■ Komödie mit Gesang irrvier; Aktenvon Kalichi'' Mittwoclj: ,t\ß, J arb r e K e r k e r", Lebensbild, in vier Akten von Schlieferstein. Donnerstag: ',:,D i e J Ü d i s'c h e Kroin'4; Operette in vier Äfften von'tomaschewski. Beginn 8 Uhr, Ende-1^ Uhr. Mit Ausnahme i|er^Sciiin- und, Feiertage freier Eintritt. JÜDISG^^ UNIT Das Div Köraer*Turnier der SchachseliiäpnH^kosih. . Di§ Preisverteilung. ' Das Cafe Zentral ..prangt tiicbt-: mehr iii Plaggenschmucik. Der wuuderschüue » Arkadensaal, drei Wochen hindurch der Schawlate erbUt.erter Kämpfe, ist wieder die gewohnte Zufluchlsstättü. iiiit fr^dliclie. Literaien, Musiker und andere Stainrngäste.-. Das Turnier:--ist aus. . Am Samstag dci'i .i7; 'di"'^vKrl;i.m', Klu-blieini der Söhaüfasöktion I, Waijtners'traße, ''CiM Rab^l, feierliehe Preisverteilung, in einer''wir,ku!n'ksv6h.en-"Rede' feierte der Präsident der * Hakoah, ,Dr. Frit« L ö Ii ii, e r - B cd a, die harmonisch verlaufene Veranstaltung der Sehachsektion. ] Auch dem Schachspiel iiu allgcineinen zollte er Worte, schran'kenlpser Bcwiinderung. Das Schachspiel ist das . .• SyiiibÖl de^^'Käiif&ftjs, 'ä4)e•V>','iä•6s•' K'ämtjfcs -in einer reinen,; idealen Atmospihiire, sie sonst nirseuds auf der Welt anzutreffen is .';.. i l: Hierauf nahm dc-rVKas^ Heräiuijgebe'r der „Wiener Schachzeitung",: Herr Lew l t, die Pr«isyerit«iltt'j|r& vqjf-.;-:Denersten Preis gewann Groß-! meister R i c h a r d R ö t i. Es . ist sehr erfroulich, «daß es; detiiy.er^chl^^def.:ns9roin)aiiti8Qhen ^oÜü'Ie,,.:wieder eimnal ketoigen is^fl'die Si&gespalme zu errtingeu. Reti ist aus der ■Wiener Schule her,vofgegangen, doch-' hät> er jetzt sein pomJizil ''iifri Ausländ auigeschlagen. Die wirtschaftliche Misere unseres taudes vertretot :ej)ßn apeh die Schachkünstler, Aisi Re^i den Preis erWelti ^rde er yofl den Br-':;schienenen;,jte]^ia!ftv akkiamierWV; : [: S^r^ischer,, Beifall wur^d,e la«t,-als!Herr Lewit den Namen JUi.ec h |,e n s t e i n (rtäjcö^h) ' harnte; Jüfechteii-;stein, zu|artirhen mit ^^artakWer,, S^fejrnanh und Becker ••iZweitef:.-biÄ«Fftni^&L,^as fat;? K gr'pße Sensation de«; Turniers.. yec1i(e.nstein: gehört >ety, ungefähr '.vlet; Jahren der Hakoah an» :]Br .galt schon vorher ials ein starker Spie- Sämtliche . ■ ip auch auf Bprkin KREIMER i TelÜÄngl Ix. ÜnW«riltilsstraM« mmmmmmmm+mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm . - Seite 11 »»v»»»0'»y'y»y»»ii'»»»»»»yi>vvw + m www l AUS ttUSStAND NBU EIMGEFUHPT: \ ORE.NBüUGERSCäÄL \ r hergestellt aus ganz feificr Wolle. Sehr dünn und warm. Kann im i r kleinsten Han<ii3schchen iinterßebracm weMen. i \ ALBERT MATZNER j i Wien, 1. Bezirk, Kuh!ni> ssergasse 8. und Filialen. I f Neue Niederlage: Wien, VII Bezirk. iMariahilferstraße 64. i *AA*AAA<iAiiAA<>A4^<iAAAAi>>AÄÄA*4*AAAAilitAA ler des Cafe1 Zentral, konnte aber in den ersten Turnieren infolge mangelnder Tuniicrpraxis selbstverständlich nicht seinem Können entsprechend abschneiden.' I-m Laufe der letzten Jahre machte er rapide Fortschritte und es gelang ihm, die Ktu'hineisterschait m erringen, Sein Abschneiden im Dr.-Köriier-Tiuniier ist eine Leistung allererst. Ranges. Man. darf nicht vergessen, daß er an die . internationalen Großmeister gewaltige Vorgaibon leisten mußte. Liechtenstein ist. ja Amateur und kann sich der Schachkunst nur in seinen Mußestunden widmen. Er ist ein ,.Naturspieler" und verfügt nicht töber die profunden theoretischen Kenntnisse der .anderen und — man darf es niclif vergessen — es ist das erste Mal, daß er'sich, wie er zu sagen pflegt: „unter Herrschaften gemischt luvt". ni<" Hakoa.h kaiin aiti"seinen Erfolg stoh sein., 0. S. Schachmeister Oskar Chaj*\s gestorben. in New York starb dieser Tage plötzlich der nicht nur in Amerika bekannte Schiachmeister Oskar Chajes im Alter von 52 Jahren. Der Verstorbene war .einer der populärsten und bekanntesten jüdischen Schachmeister von New York und Begründer des größten jüdischen Schachklubs von Amerika. Er war ein Neffe des so früh verstorbenen Wiener 0 b eirabibiners Perez Zwi Ch a je s. Oskar Chajes widmete fast sein ganzes Leben dem Schachspiel, dein er mit fanatischer Liebe oblag. Sein Freund, Schachmeister Charles Jaftfe,' widmet ihm einen Nachruf, dem wir dkfolgende» interessanten Daten onlnuhtnen: Oskar C h a j e s wurde in Lomberig geborcMi. erbie von seinen Eltern die vornehme Leben'sauffa.ssung und die geniale Kampfesweise im Scliacliapiel. Er war ein Wahrer Künstler auf dem Schachbrett. Es ging ihm nicht' um das Ergebnis, den Erfolig, sondern um die Feinheiten, die' Finessen im Spiel. Deshalb bilden seine Partien wahre Perlen der Fachliteratur. Schon als Kind verriet Chajes außergewöhnliche Fähigkeiten kn Schachspiel, und' tm Alter von t6 Jahren fiel er in Wien, wo er mit anerkannten Schachspielern spielte, als eine nicht zip verachtende Kraft auf dem».Gebiete des-■< Schachspiel« auf. - Inn- Alter von 25 Jahren Wanderte er nach Amerika aus und lebte zuerst in!'C h i c a g 6 als Besitzer eines kleinen Kaffeehauses. Einiigb Jahre später g e w a n >u e r die Meisterschaft der westarnerikanischen Staaten in glänzender Form. Im Jahre 1911 wurde Ghajes eingeladen, an dem amerikänischen. nationalen Schachmeisterturnicr in New York 'teilzunehmen. An jenem Tupnier nahmen unter anderen die bekannten Meister Marshall, CapaWanca, Charles Jaffe u.!a.; teil. Ohajes, oder, wie er in Amerika genannt wurde, Oskar Tschajs, zeigte in diesem Turnier das schönste tond beste Spiel. Er gewann gegen Jaffe, remisierte mit Capäblanca und Marschall, verlor jedoch gegen einen schwächeren Spieler, so daß er sich m i t dem dritten Preis, den er mit Jaffe »u teilen hatte, begnügen mußte. Chajes blieb in New York, gründete dort den großen jüdischen Schacbklitib und wurde Mitglied des reichsten New Yoifker Scihach'kktlbs, des Manhattan Sohaohklub. In beiden Kluibs gewann er die Klubmeisterschaft. Zu den schönsten Partien des"Meisters und gleichzeitig der .gesamten Fachliteratur werden die von ihm gewonnenem Partien gegen Dr. Perlis, David Janovs-ky und Capaiblanca gezählt. Sein Sieg über Capäblanca, der damals in der ScnachweJt so viel besprochen wurde, hat Chajes in. seiner Meisterkarriere sehrviel gekostet und die Intrigen, die damals gegen ihn begannen, verursachten ihm schwere Kränkungen, die auch seine Gesundheit untersmben'. Infolge des Einflusses Capabla/noas wurde Chajes seither nicht mehr zw. Meisterrurnieren zugelassen. Die Geschichte trug sich so zu, daß Chajes, der damals Klubmeister von Manhattan war» in einem Match mit dem Weltrtiefeter Jänovsky glänzend siegte. Der Manhattan Schachklub veranstaltete bald darauf ein Weltmeistermmmmmm^tammmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmaama Beispiellöse Tatkraft und einzigartiger JJnter: nebmunsggeist haben auf dem Wiener Platz eine Leistung: vollbracht, welche wohl als einzig dastehend bezeichnet werden , kann. Diesen beiden Eigenschaften ist. zuzuschreiben» daß sich aus Kleinen» unscheinbaren Anfängen ein Unternehmen entwickelt hat, welches heute in seiner Branche führend dasteht. Das Warenhaus Brüder Schiftmann» II., Taborstraße 48, noch vor wenigen Jahren eine kleine Modewarcnhändlung, kann heute mit Fug und Recht als das maßgebende Warenhaus Wiens angesehen werden. Dieser Aufschwung,/ welcher an amerikanische Vorbilder erinnert, ist vor allem der eisernen Energie und der großzügigen kaufmännischen Begabung des Herrn Max Schiffmann zu danken» welcher auch jetzt, täglich und stündlich auf ■ wohlfundiertes Wachstum seines Unternehmens bedacht, seine unermüdliche Tätigkeit entfaltet, die nicht nur für das eigene Unternehmen» sondern auch für das ge* samte österreichische. Geschäfts leben, vorbildlich ist. So ist denn das Warenhaus Bruder Schiff mann im wahren Sinne des Wortes eine Zierde echten österreichischen Geschäftsgeistes, Die bekannte i:nMormlertin*sansta!t Rudolf Gold. Mein (Schneideratelier), II., Taborstraße 54. hat die Tele« phonoununex R