Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 25 (9.3.1928)
- Date
- 1928-03-09
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Mr. 25 DIE NEUE WELT Seite 11 zur Verlesung, worauf die Generalversammlung die Decharge an den Vorstand und Aufsichtsrat erteilte. Schließlich wurden die Ergänzungswahlen in den Vorstand und den Aufsichtsrat durchgeführt. Darnach ge» hören dem Vorstand gegenwärtig die nachfolgenden Herren an: Karl Altmann, Aron Barschak, Max Eisner, Dr. Ernst Fried jung, Börserat Ignaz Glück, Rafael Halporn, Dr. Siegfried Kantor, Jakob Marz, Oskar Rosner, Oberbaurat Ing. Robert Stricker und Feiwel Türkl. Dem Aufsicbtsrat gehören an die Herren: Mendel Feigenbaum, Gustav Goldmann, Moritz Kofi«, Direktor Anselm Lazarus, Dawid Lessing, Dr. Josef Lö.we/iherz, Samuel Preis, N. M. Racker, Max Schiffmann und Wolf Wahrhaftig. In den Bilanzprüfungsausschuß wurden gewählt die Herren: Schaje Horowitz, Simon Picker und Oberrechnungerat M. Wein er. Verband der jüdischen Kauf« leute und Gewerbetreibenden* Angebote und Nachfragen. 2m Firma in Port Said bottöügt alle für den JUtyptfscbeo Markt In Betracht kommenden Artikel. 3192 Oesterreichischc Handclskasse in der Schweiz wünscht Grammophone und Schallplatten für Nachfragende zu kaufen. 2193 Firma in D a n z i g benötigt für Vulkanfibrekasscn Beschläge alter Art. 2194 Firma in Tcmcsvar benötigt Fechtrequisiten jeder Art. 2195 Firma in Lübeck benötigt Ketten aller Art, Schiffsketten. 2196 Firma in Mailand benötigt Spitzen, TAU und Modeartikel. 2197 Firma in Schöllenbach (im Erzgebirge) sucht Vertreter iür Wien für ägyptische Baumwolle. 21P8 Firma in Köln benötigt Strickwaren (Pullower, Westen). 2199 Firma in New York benötigt Servierteller aus Zinn und andere Metalle und zu Uhren, Vasen und anderen dekorativen Gcschetikartikeln. 2200 Firma in Kastorla (Griechenland) benötigt automatische Musik- Instrumente. 2201 Firma in Wien sucht chemisch-pharmazeutische Artikel iirid photographische Platten. 2202 Firma in Wie n sucht Zelluloidspiegel. 2203 Firma in B r e g e n z benötigt Grammophonplatten. 2204 Firma in O p p o n i t z an der Ybbs .(Niederösterreich) benötigt automalische Kuplcnnascliincn f/lr Holzheftc. 2205 Firma in Wien sucht Eisenbahnbedarfs- und Beleuchtungsartikel. 2206 Firma in Budapest sucht Vertreter für ungarische Salami und Seichwaren in Salzburg, Ischl, Hallstatt und Gmunden. -n07 Firma in Innsbruck benötigt Gesellschaftsspiele. 2203 Finna in Wien benötigt baumvollcne UnterrorKSto'fe. 2209 Firma in Mailand benötigt technische Artikel und praktische' Neuheiten und Patentverküufc. 22J0 Firma in C f ii j (Rumänien) offeriert Bettfedern. 23)1 Firma in Dresden benötigt doppeltgestrichene Eisendrahtgewebe. 2212 Firma in Albanien benötigt Wollputzmaschinen. \ ■2^13 Firma in S n t n Maru (Rumänien) benötigt Baumwolf-, Leinen-, Scltatwoli- und l>!;nstsciJenstoffc. 2214 Firma in Hannover benötigt milde Käse in Schachtcfpackurig. ,2215 Konsulat (ausländisches) Wien benötigt Holzschuhe fflr Interessenten. . 2216 Firma in Tricst benötigt Glaswolle. Theater und Kunst. Sorge um die „Habimah". Aus Anlaß des längsten Wiener Gastspiels. Die „Habimah" war schon geraume Zeit äuf Gastspielreisen, bevor sie das erstemal nach Wien kam. Jetzt hat sie .»\vei weitere jähre. auf der Wanderschaft, zugebracht, hat so ziemlich ganz Westeuropa und zwölf Städte Amerikas durchzogen und durchschnittlich neunmal wöchentlich Vorstellungen gegeben. Auf dieser, einige Jahre währenden Hetzjagd durch zwei Kontinente war eine weitere Entwicklung des mit Recht berühmten hebräischen Theaters ausgeschlossen. Solange der Thespiskarren rollt, gibt es kein ernstliches Studium — und die „Habimah", die jetzt ihren Ruhm zu bewähren hat, verfügt noch immer bloß über ein Repertoire von sage und schreibe fünf Aufführunger» (eigentlich mir vier, denn „Sintflut" kann nur selten gespielt werden). Keine Entwicklungsmöglichkeit — dafür aber die leider unvermeidlichen Abspaltungen. Eine ganze Gruppe blieb in Amerika zurück, ein Künstler ist jetzt Mitglied der Berliner Staatsoper geworden. Noch ist das Ensemble intakt und bewundernswert geschlossen — aber wenn man tausendmal den s,Dybuk" spielt,' wird die Aufführung nicht besser. Und bei Vbrlstellungen, die derart subtil sind, derart auf letzte Hin* gäbe der Mitwirkenden gestellt, merkt man's, wenn die Truppe abgehetzt spielen muß, oder wenn gar — bei solchem „Betrieb" läßt sich das ja nicht vermeiden —• einzelne kleine Rollen gestrichen werden müssen, wie das jetzt in Wien beim „Dybuk" der Fall war. Dazu kommt, daß sich die strengen Anforderungen des Kunstgeistes der „Habimah", der verlangt, daß jeder Abend ein Bühnenweihespiel wird, mit den jeweiligen Maßnahmen des Herrn Impresario nicht vereinigen lassen. Auf dem schmalen Raum der Rolandbühne, die der Impresario für sie mietete, konnten sich die Inszenierungen, ja nicht einmal die Gesten der Mitwirkenden voll entfalten« Die Kulissen ließen sich auf der Bühne nicht richtig unterr bringen. die Akteure waren gar sehr beengt, technisches Ungemach war stetig zu bekämpfen. Die Mitglieder der „Habimah'S verantwortungsvolle und inbrünstige Künstler, fühlen das vorläufig allein, das Publikum merkt es noch nicht. Aber dieser Zustand ist für die Dauer unmöglich. Es ist ein großes hebräisches Theater geschaffen worden und es muß untergehen, wenn es in der ersten Eitöwizklung stecken Weit, mit einigen Aufführungen herumreist, mit jeder Bühne vorliebnimmt, seine Kräfte durch ununterbrochene Serien von Theaterabenden verbraucht, ewig die gleichen Rollen, nur immer andere Bretter, häufig völlig untaugliche. Die „Habimah" muß zur Ruhe kommen und muß wieder studieren. Sie wird jetzt, nachdem sie m den wichtigsten Judenzentren dem Volke von Ihrer dankenswerten Gründung Kunde gegeben hat, in dem Lande auf- SPEZIALIST Ifür Kinde» und M3<t«hanslmm<iri HUehon- und Vor* M *l|ttm«r*M0Bgl» Sclilafiauuul.s. D.wans und Ottomanen Cf-I ner Erztugun«. Oebchgfisbes and ftelt 60 Jahren. Motto: UroBei V Umsatz - klelnet NuUen. Größte Auswahl! Billigste Preis«' ■ Jo<«f KobllU & Sohn, VII» Sl«b«mfrng. 121 treten, für welches sie geboren wurde, in Erez Israel. Dann aber vorläufig Schluß mit dem Wandern, dann eine Zeit der Arbeit und der Sammlung! Es besteht eine Aktion* Welche unsere „Habimah" materiell fordert. Hoffentlich reichen die Mittel, daß die Truppe wenigstens zwei Monate sich in Palästina (nach ihrem Gastspiel) ausschließlich der Ausgestaltung, ihres Repertoires widmen, junge Kräfte in. Ausbildung nehmen und sich endlich auch physisch erholen kann. Dann mag sie wieder als vornehme, wesenhafte KÜnderin der hebräischen Renaissance in die Welt ziehen —• aber mit streng einzuhaltender Marschroute, für ganz bestimmte Zeit, um wieder rechtzeitig zur Arbeit an sich zurückzukehren; wenn es nur immer die Verhältnisse gestatten werden, nach Palästina, wenn es die Ungunst der Zeit vorläufig nicht zuläßt, dann anderswohin — aber für alle Fälle Schluß mit den ewigen Wandergasffspielön ohne Weiterentwicklung, sonst wird es bald bloß ein schöner träum gewesen sein! —s. Tanzmatinee Susi Mirjam. Die kleine Susi Mirjam, eine der talentiertesten der jungen Tanzkünstlerinnen, wagte sich diestnaj an ganz Schwefes heran; sie, brachte hn dichtgeftiliten Theater Inder Josefstadt Tanzsöhöpfangen nach efgelien Ideen zur Musjk von Beethoven, Schubert, Grieg, Chopin urid anderen. Es wurde ein großer Erfolg der kleinen Künstlerfn,- dic mit besonderer Freude bei der Sache war. Voll Grazie und weicher Anmut die ,,Gftvotte" und die Studie „Dief Welle". Ihre stärkste Begabung aber l|egt zweifellos im Grotesk-Parodistlscnen; ihr „Puck" und „Ghafleston-Eleve"■; sind von bezwingender Schalkhaftigkeit und Drollerie. Die- Kostüme — zu jeder Tanzpiece wunderbar abgestimmt — sind Entwürfe von Ada Steiner-Rosenzweig. Das Publikum: dankte mit begeistertem BelfaM. c. k. Vorlos-tiiiR Jehuda fci'renkranz. Das Mitglied der Wilnaer Truppe, Herr Jehuda E h r e n k r a n z, liest Dienstag den 13. März im Neuen' Saal der Hofburg (halb 8 Uhr abends) aus Asch, Perez, Scholem Alejchem, Rawitsch, Ben-Jochewed, Silman ti. a. Die „Neue Welt" hat am 3. Februar auf die feine Kunst Ehrenkranz' aufmerksam gemacht. Das jüdische Volkslied. Einziger Liederabend Isak Deutsch. Die Jüdischen Künstlerspiele im Theater. Reklame haben den geschätzten Schauspieler und Sänger Isak Deutsch für einen Jüdischen Volksliederabend gewonnen, der Mittwoch den 14. Mörz als Festvorstellung abgehalten wird. Isak Deutsch wird aus seinem, eigenen reichen, zum großen Teil neuen Repertoire Milien*-; lieder, Liebeslieder, chassidische Lieder und Volkshumor zum Vortrag bringen. Mitwirkung an diesem Abend, der ein künstlerisches Ereignis zu werden verspricht, haben; zugesagt: Gertrud: Krau $»> (biblische Tänze) und Oskar Beregj (Rezitation). Die pianistische Begleitung, der Lieder hat Dr. Robert Weil übernommen- Der Kartenverkauf (21 bis 5 Schilling) hat an der: Kasse der J Ü d i s c h e'n K üh s tierspiele im Theater Reklame (2. Bezick, <Praterstraße 34) bereits begonnen. König Ahasver, die bekannte biblische Operette von Goldfaden, wurde von der . J ü d i s c h e'n Bühne am Purimabend mit großem Erfolg aufgeführt. Frau B r acta wskä als Königin Esther erntete starken Beifall. Sehr gut gefielen Frau G1 ü cks m a n n und die Herren Melzer, Reismann, Waldberg und Sc hör r. Jüdische Bühne, 2. Bez., Taborstraße 12 (Hotel Stefanie). Sonntag den U. März, 3 Uhr; „Keile Beile , und Chaim Jänkel." Lebensbild iriit Gesäng in vier v Akten von Freimann. Propagandavorstellung bei freiem Eintritt; — Mittwoch, 14. März, 50. Aufführung, „L i p k e F e i e r",. Komödie mit Gesang in vier Akten. Jüdische Künstlerspiele, Wien, 2. Bezirk, Pratersiraße 34. Wochenrepertoiref Donnerstag den 8.: Literarischer Abend. — Freitag den 9.: Gastspiel Betty König in der Operette „Der Rebbe hat geheißen fröhlich sein" von M. Cohn- Samstag den . 10. bis Montag den 12.: »Der Rebbe hat geheißen fröhlich sein." — Dienstag den 13: Bunte rAbend.-Mittwoch den 14.: Ei n zig er jüdischer Volksliederabend Isak Deutsch. Mitwirkend Oskar Beregi und Gertrud Kraus. — Donnerstag den 15.: Die große Revue „Auf nach Te l-Awiw i >•• Urlel Birnbaum liest am Sonntag den 18. d., 7 Uhr abends, im großen Saal des Ingenieur- und Architektetivereins, Eschenbachgasse 9, aus eigenen Werken. Vorverkaufskarten bei der Konzertkasse Gutmann. Jüdische BüIiUb, &, Toborstraüe 12 (Hotel Stephanie). .Freitag den 9. März Premlere „Kapital und Arbeit. Komödie mit Gesang in vier Akten von MciselsM'. Samstag den 10. bis Montag den 12. März ,,K a- Dital und Afbei t". Sonntag,^ Uhr. Machmitagsvorstelluiig „K e.U e Beile und C h a i m Janke I", Lebensbild mit Gesang |n vier Akten von Frefmaiiit.' Dienstag den 13'. März „W abre Liebe sieg t", Lebensbild, mit Gesang In vier Akten Von Freimann. Mittwoch den 14. März Schenken Sie uns nicht blindes Vertrauen. Prüfen und vergleichen Siel Sehen Sie sich unsere Warenangebote in den Schaufenstern an, besuchen Sic , uns unverbindlich und ohne Kaufzwang, lassen Sie sich unser rlesises La#er in erstklassigen Qualitätswaren zeigen, schätzen Sie Qualität und Preis ab; und Sie werden sich einwandfrei davon überzeugen, daß der Ruf des populären Leopoldstädter Warenhauses Brüder Schiffmann» 2. Bez., Taborstraße 48, als billigste Einkäufsquelle hur auf Grund tatsächlicher, verblüffender Leistungen erworben wurde. WÄr bluffen nicht — wir bieten! 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Donnerstag „Der Backerjunge". Anlang viertel 9 Uhr, Ende H Uhr. Eintritt frei. „Morgenlied und Morgenland66. Unter diesem Titel hat Bernard Tag Im Verkg Gflh'ofer & Ranscbburg einen Band Dichtungen erscheinen lassen: Lyrik, eine Novelle „Benadi" und ein dramatisches Bild „Der . junge Moses". Es Ist die erste Sammlung von Werken eines Autors, den seit Jahrzehnten ein stets wachsender Kreis von Freunden als feinsinnige, harmonische Künstlernatur schätzt und als vornehmen Menschen Hebt. Aus innerem Drang formt er Lieder, Novellen, Dramen, schreibt Lebenserinnerungenu und philosophische Abhandlungen. Für sich. Die Erbauung, die ihm seine Schöpferstunden bereiten, die Freude am Schaffen sind ihm reicher Lohn. Jedes Opus bringt ihn innerlich vorwärts. Um die „Eroberung des literarischen' Marktes" hat sich Bernard Tag nie bemüht, diö Pfomulgierung seiner Werke hat er nie-ernstlich betrieben. Das ist zu bedauern. Alles, was er schreibt ist echt und wesentlich. Aber alles ist zu. .zart konstruiert, verschwimmt, so wohlklingend auch dde ist, so tief die Gedanken sind, und so unbeeinflußt auch immer der Stil bleibt, den sich Tag geschaffen hat. Nur die ganz Großen •—• wie etwa Gottfried Keller -— konnten sich ungestraft sich selbst / überlassen; Tags . poetische Kunst würde sich, glaube icht noch weit ergiebiger, aber jedenfalls kräftiger mtfalten, wenn er sich der Oeffentlicbkeit „stellen" würde. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, daß einige Freunde den iüdlschen Dichter zu dieser ersten Auswahl veranlaßt haben, denn er braucht für seine Entwicklung das Echo — und den Widerspruch. Ernst Müller schrieb das Vorwort, und ich kdn-nte seinem Prolog zu Tags Schriften nichts hinzufügen, zumal auch er dem Wunsche Ausdruck gibt, daß diese erste Sammlung bald Ihre Fortsetzung finden möge. O. A. :l Weyl, Hermann: „Der Epileptiker." Ems (Kirchiberger) 1928. Der Verfasser schildert die Träume eines Kranken, der sich dem göttlichen Erlebnis verwandt fühlt. Die Idee des Religiösen wird lebendig und man wird an die Chrisrüsgestalt erinnert. Der. Messias ersteht in dem Fieberkrankem der den Mittelpunkt dieser Novelle bildet. Der geläuterte Stil trägt zur Erhöhung der Wirkung bei. kranken, der den Mittelpunkt dieser Novelle bildet. Die gewaltige Vision des wandernden Juden zieht an uns vorüber. Der geläuterte Stil trägt zur Erhöhung der Wür kung bei. Dr. E. B. Cört?, Egon Cäsar Conte: „Der Aufstieg des Hauses Rothschild. 1770-^1830." Leipzig (Insel - Verlag) 19Ö7. Gegen Ende des Mittelalters genossen die Juden Frankfurts große Freiheiten; sie besaßen dieselben Rechte wie ihre christlichen Mitbürger. Erst mit dem Jahre 1349 setzt die Periode ihrer systematischen Bedrückung ein; sie mußten sich zahlreichen, in der sogenannten „fudenstättigkeit^ verzeichneten Einschränkungen und Votschriften unterwerfen, und als fremde Elemente den „Schutz" ihrer Person — deshalb der Name „Schutzjuden" — und ihres Eigentums erkaufen. Es war ihnen verböten» außer zur Messezeit, Handelsartikel anders als in der Judengasse feilzubieten» und auch der Handel mit vielen Waren war ihnen untersagt, unter diesen bedrückenden Verhältnissen lebten auch dje Vorfahren des Hauses Rothschild, deren FamiUenr haus ein kleines rotes Schild zeigte. Von diesem Haus leitet sich wohl auch der Name der Familie her, der zuerst im Jahre. 1585 bei fsak ETchahari erscfrelnti Sein Nachkomme ist M e y e r A m s c h e I, der Gründer des Bankhauses. Dieser gelangte aus kleinen Anfängen zu immer größeren Ehren und wurde schließlich Hoffaktor des Kurfürsten von Hessen; auch konnte er späterhin seinen Einfluß bei anderen mächtigen Persönlichkeiten geltend raactien. So wuchs das Ansehen und der Reichtum des Hauses immer mehr und mehr, da es in der verschiedenfaehsten Welse dem Vaterland bedeutende Dienste leisten konnte. Der Handel des Hauses erstreckte sich bis nach England,, und der älteste Sonn Meyer Amschejs wurde sogar eng» lischer Staatsbürger und trat durch seine Beziehung zu dem großen Philanthropen Moses Montefiore. Er griff in die Politik ein und unterstützte die Truppen seines* Vaterlandes mit Geld, um die Macht Napoleons zu untergraben. Auch in Oesterreich gelangten die Rothschilds zu großem Ansehen und die Brüder wurden in den österreichischen Adelsstand erhoben. Auch in Neapel setzte sich in der Folge das Haus fest und selbst in der französischen Hauptstadt war die Familie vertreten. Mit der Verleihung des Freiherrntitels ah die fünf Brüder ist der Gipfelpunkt ihrer äußeren Ehrungen erreicht und die Machtstellung des Hauses endgültig begründet. Dr. E. B. Unterstlitzniigsvereln „Egra". Die durch ihre soziale und Charit»* tive. Tätigkeit bekannte Frau Adele Lupu, welche d|e Arrrieo yoiu Praiersprengel Öden praterepgel" nennen, hat die Leitung der Prauensektion de# UntersUlUungsvereines „Esra" übernommen und bereitet im Anschluß an die durchgeführte r>oh!en»ktion eine großzügige Osteraktion für die Armen vor. Es ist zu hoffen, dali ihrer auföpferungs. vollen Tätigkeit auch' diesmal ein guter Erfolg beschieden Ist Ibuchew^ : II. TABOKaTRASSE 20 a, TELEPHON 43-1-58! * MODERNE UrERAfUR , WISSENSCHAFT J JÜOENÜ3CHR1FTEN ✓ JUDAICA UND HEBRAICA ■