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Die neue Welt · 1928-02-24 · Heft 23 (24.2.1928) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 23 (24.2.1928)
Date
1928-02-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr.. 23 Amtliche Verlautbarungen der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Rechnungsabschluß über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicher in der Verwaltung derselben stellender Fonds und Anstalten pro 1927. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemclnde Wien hat den Rechnungsabschluß über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicher in der Verwaltung derselben stehenden Fonds und Anstalten über das Jahr 1927 fertiggestellt. Gemäß § 92 des Kultusgemeinde-Statutes wird dieser Rechnungsabschluß 14 Tage, vom Tage der Kundmachung gerechnet, vor Prüfung und Erledigung durch den Kultusyorstand zur Einsicht der Gemeindemitglieder in der Amtsdirektion der Kirlrusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, aufgelegt. Die Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist Aber den Rechnungsabschluß Erinnerungen beim Vorstande der Kultusgemeinde schriftlich zu überreichen, welche bei der Prüfung des Rechnungsabschlusses in Erwägung gezogen werden. Wien, 16. Februar 1928. Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicher In der Verwaltung derselben . stehender Fonds und Anstalten pro 1923. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien hat gemäß § 91 des Kultusgemeinde-Statutes die Voranschläge der Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemefnde, sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stehenden Fonds* und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1928 In allen Einnahmen und Ausgabeposteh geprüft und festgestellt. . Gemäß § 91 des Statutes liegt dieser Voranschlag durch 14 Tage, vom Tage deT Kundmachung gerechnet, zur Einsicht der Gemeindemitglieder in der Amtsdirektion der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, X, Seitenstettengässe 4,'3. .Stock, auf.; Die .Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser. Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei dem: Kultusvorstande schriftlich zu überreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. . . . Wien, 16. Februar 1928. Lieferungsvergebung. Seitens der israelitischen KuJtusgemeinde Wien gelangen im Laufe der nächsten Zeit die nachfolgenden baulichen Arbeiten zur Vergebung: IL, Rausch er Straße 16, Errichtungeiner hölzernen Baracke mit N e b e n r äu ml i c hkeite'n. Baumeister-, Zimmermeister-, Kanalisierungs-, Tischler-, Schlosser-, Anstreicher-, Glaser-, Schwarzdecker-, Spengler- und Installationsarbeiten.; Jene Firmen; welche zur Offertstellung herangezogen werden wollen, werden eingeladen, dies bis längstens Mittwoch, den 29. Februar 1928 dem Technischen Amte der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 2, 4. Stock, bei . welchem auch während der gewöhnlichen Amtssfoinden (Samstage ausgenommen) alle näheren Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben, — Die freie Auswahl unter den sich meldenden Firmen zwecks Heranziehung zur Offertstellung für die einzelnen Arbeiten behält sich der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde ausdrücklich seinem alleinigen Ermessen vor. Vom Bau der Zeremonienhalle auf dem Neuen Friedhofe. Ueiber mehrfache Anfragen sieht sich das Präsidium der Israelitischen Kultusgemeinde. veranlaßt, mitzuteilen, daß die Arbelten beim Bau der neuen Zeremonienhalle stetig fortschreiten. Der Jahreszeit, und den Witterungsverhältnissen entsprechend, gelangt derzeit die innere Ausstattung zur Ausführung. Im Gegensatze zu Gerüchten, welche v>n uniformierter und unverantwortlicher Seite, in Umlauf gesetzt werden, wird festgestellt, daß bisher die präliminierten Kosten für die Neubauten am Neuen Friedhofe eingehalten wurden und daß mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten Ist, daß auch bis zur Fertigstellung derselben eine Ueberschreitung des Präliminares nicht stattfinden wird, daß somit alle anderslautenden Darstellungen jeder Grundlage entbehren. Statistische Daten aus dem Jahre 1927. Die Zahl der israelitischen Schüler und Schülerinnen'an den öffentlichen Volks* und Bürger- (Haupt-)Schulen im Schullahre 1926-27 betrug 11.148 und beläuft sich Im Schuljahre 1927-28 auf 11.188. Die Mittelschulen in Wien waren im Schuljahre 1926-27 von 6267 israelitischen Schülern und Schülerinnen besucht; im Schuljahre 1927-28 beträgt die Schülerzahl 5986. An den Jugendgottesdiensten haben Im 1. Halbjahre des Schuljahres 1927-28 19.643 Schüler und Schülerinnen teilgenommen. Die stärkste Frequenz weist der Leopoldstädter Tempel mit 3960 Schülern, die geringste der Vereinstempe! im XIII. Bezirk mit 573 Schülern auf, wobei zu bemerken ist, daß In diesem Bethause der Jugendgottesdienst erst Ende November begonnen hat. Die stärkste Beteiligung bei einem Jugendgottesdienste bezifferte sich mit 400 Schülern, während die geringste Beteiligung mit 40 Schülern ermittelt wurde. Das Matrikenamt der israelitischen Kultusgemeinde verzeichnete im Jahre 1927 1479 G e b u r t e n, 2739 Sterbe fälle, 1063 Austritte aus der israelitisehen Religionsgesellschaft und 283 E i n t r i 11 e ins Judentum. Unter den Eintritten ins Judentum sind 118 Rücktritte. Von den 2739 Sterbefällen entfällt die größte Zahl — 550 — auf die Altersgruppe 70. bis 80. Lebensjahr, eine Person hatte das 100. Lebensjahr Überschritten. In den israelitischen Bethäusern haben im Jahre 1927 insgesamt 1159 Trauungen stattgefunden. Die Höchstzahl weist der Gemeindetempel der Inneren Stadt mit 413, die geringste Zahl der Gemeindetempel im XXI. Bezirk mit 3 Trauungen auf. Von den Trauungen sind 615 in Gemeindetempeln (darunter 113 Gratistrauungen) und 534 in Vereinssynagogen vorgenommen worden. An 95 arme Bräute gelangten im Jahre 1927 S 15.180 als Ausstattungsbeiträge zur Auszahlung. Von den im Jahre 1927 aus dem Judentum ausge tretenen 1053 Personen waren 598 männlichen und 465 weiblichen Geschlechtes und insgesamt 673 Personen ledigen Standes. Die Höchstzahl der Austritte — 324 — entfällt auf die Altersgruppe vom 24. bis zum 30. Lebensjahr. Sieben von den Ausgetretenen hatten das 7$. Lebensjahr überschritten. Wie bei den Austritten, so weist auch bei den Eintritten die Altersgruppe vom 24. bis 30. Lebensjahre den größten Anteil — 89 — auf. Spitalsbericht. Im Spitaie der israelitischen Kultusgemeinde hat der Stand an Patienten .am 1. Jänner 1 92 7 1 59 betragen. Im Laufe des Jahres 1927 wurden 2623 Patienten aufgenommen, 2331 entlassen, 276 sind gestorben, so daß am 31. Dezember 1927 das Spital 175 Patienten zählte. Die Gesamtzahl der Verpflegstage hat 105.662 betragen, wovon 64.558 auf Patienten und 41.094 auf das Personale entfallen. Von den Patientenverpflegstagen entfielen 15.047 auf vollkommen gebührenfrei Verpflegte. Die Kosten für einen Kranken haben insgesamt pro Tag S 13.45 betragen. Iii der Versorgungsanstalt der israelitischen Kultusgemeinde befanden sich am 1. Jänner 19 2 7 329 Insassen. Im Laufe des Jahres 1927 sind 112 neu aufgenommen und 13 entlassen worden, 94 Patienten starben. Am 31. Dezember 1927 verblieben 3 3 4 Insassen, davon 113 Männer und 221 Frauen. Die ZahL der Verpflegstage ,belief sich insgesamt auf .145.183, wovon 26.433 auf das Personale und 118.750 auf Pfleglinge entfallen, , Von diesen wieder beziehen sich 43.800 Verpflegstage auf vollkommen gebührenfrei Verpflegte. Die Zahl der im Jahre 1927 von der Kultusgemeinde durchgeführten Beerdigungen hat 2632 betragen. Hievon sind 697 vollkommen gebührenfrei, 300 gegen ganz gering« Gebühren und 815 gegen Bezahlung der Gebühren der IV. Klasse zur Durchführung gelangt, wobei zu bemerken ist, daß die Gebühren der IV. Klasse niedriger gehalten sind, als es den Eigenkosten "der israelitischen Kultusgemeinde entspricht. Vom Friedhofamte sind ■BÜCHERSTUBE M.RQTHm II. TABOKaTRASbt 20 a TEl£IjHOi\ 43-1-58 i ■ ..... 9 ■ *0 ■ MODERNE LHERAIUR , WISSENSCHAFT » ■ JUGENüSCHRIF TEN v JU )AICA UND HEBRAICA ■ 59 Ueberführungen von Leichen und 16 Exhtimieningen durchgeführt worden. Von den Beerdigungen entfielen 782 auf den Zentralfriedhof, 1792 auf den Neuen Friedhof, 21 auf den Floridsdorfer Friedhof und 37 auf die interkonfessionellen Friedhöfe. Auf den israelitischen Friedhöfen sind im Jahre 1927 1163 Grabsteine neu zur Aufstellung gelangt. Steuervorschreibungen pro 1927. Die Gesamtzahl der Zensiten betrug 54.886 und dit Gesamtvorschreibung S 2,239.152. Auf 44.886 Zensiten, welche mit Kuitussteuern unter S 50 bemessen wurden, entfällt eine Vorschreibung von S 597.635, sohin eine Kopfquote von zirka S 13, während den übrigen zirka 10.000 Zensiten Quoten über S 50, mit insgesamt S 1,731.517, also durchschnittlich pro Kopf zirka S 173 vorgeschrieben wurden. Von den vorgeschriebenen S 2,329.152 sind innerhalb des Jahres 1927 insgesamt S 1,331.913 eingegangen. Verband der jüdischen Kauf« leute und Gewerbetreibenden. (Wien, t.. Elisabcthstr. 9, I. St.. Tür 10. Femruf 45-8-34, B 30-3-49, 91-6-74). Stellenvermittlung: Die jüdischen Kauileute, Indust.iellen und Gewerbetreibenden werden in ihrem eigenen Interesse crsuciit, ihren Bedarf an Büro- und Lagerkräften, Stnndenbuchhaltern, Bücherrevisoren, Angestellten und Arbeitern aller Art dem Sekretariat des Verbandes bekanntzugeben, wo sofort einwandfreie Kräfte kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Handclsvertreterstelle: Der Verband stellt einwandfreie, geuerbeberechüRte, sprachen- und branchenkundige Handelsvertreter, reisende Kaufleute und Kommissi märe sofort kostenlos zur Verfügung. Rechtsschutz- und Beratungsstelle: Sprechstunden der Verbandsanwälte finden Montag. Mittwoch und Freitag von 10 bis 11 Uhr vormittags im Sekretariat kostenlos statt. Steuerberatungsstelle: Täglich von 3 bis 5 Uhr nachmittags bei den Verbandssteucranwälten über Anweisung des Sekretariats. Versicherungssektion: Der Verband hat durch einen BegOnstigungsvertrag Ermäßigungen und Vorteile bei Abschluß von Versicherungen aller Art festgelegt. Musterschau: Internationale permanente Musterschau in allen Branchen für Handel, Industrie und Gewerbe kostenlos. Angebote und Nachfragen, aus allen Rranchen und Ländern .stabilisiert, stehen kostenlos zu« Verfügung. Auskünfte aller Art sowie auch Mitsliederaninahmc im Verbandssekretariat jeden Montag. Mittwoch und Freitag von 9 bis 11 Uhr vormittags. Mitgliedsbeitrag S 6 halbjährig. Bei der am 23. Februar abgehaltenen Plenarversammlung hielt Herr A; M. Ehrlich einen Vortrag über die Bedeutung der kommenden Kultusratswahlen, der, lebhaftestes Interesse fand. ' .', Angebots und Nachfragen. 3163 Firma in Paris Ubernimmt Vertretungen für Goldwarenlndustrje. 2164 Firma In M i s k o I z (Ungarn) übernimmt Vertretungen..in. Eisen, Bleche, Drahtstiften etc. 2t65, Firma lu New York benötigt für Kolumbien Baumaterialien. 2166 Firma in K o 1 o m e a benötigt Etamine für Vorhänge. ' 2167 Firma in G a 1 a t z wünscht Vertretungen in Werkzeugen. 2H>8 Hrma in Lodz wünscht Vertretungen in Kolonial waren. 2!69 Firma in Dresden sucht Vertreter für Wien in Alpakkabestecken. 2170 Firma in E b e n t a I bei Klagenfurt offeriert eine Fabriksanlage für technische Zwecke. 2171 Firma in Bologna wünscht Schlosserwerkzeuge zu. kaufen., 2172 Firma In Brüssel wünscht Gummisplelbälle zu kaufen. 2173 Firma in Brüssel wünscht Automaten zu kaufen. 2174 Firma in Malm« wünscht Fahrräder und Musikinstrumente zu kaufen. 2175 Firma In V e n e d I g offeriert Stickerei- und Modeartikel. 2176 Firma in Paris sucht Vertreter für Adressiermaschinen. 2177 Firma in Berlin will Sensen_und Sicheln für Rußland kaufen. Kreditkasse für Kleingewerbe und Kleinhandel. Montag, den 27. Februar 1928, findet um halb 7 Uhr abends in den eigenen'Bureau, räumen (II., Praterstra'te 9-5) die V. ordentliche Generalversammlung statt Die Jüdisch-akademische Verbindung „Unitas" gibt allen B. B. und Freunden geziemend Nachricht, daß ihr A. H. » D6- EGON EPLER (V, XX. FX, XXX) Sekunda! arzt des Krankenhause: der Kaufmannschaft am 15. Februar d. J. verschieden ist. Er w.ar ein guter Bundesbruder, ein tapferer Unite und efn aufopferungsvoller Kämpfer für sein Volk. Sein vorbildliches "Wirken wird in der Verbindung unvergessen bleiben. Fiducit 1 Für den Alien-Herren-Verband: Siegfried Rauchwerger Für die AkHvhasi cand. jur. Paul Tieslowitz

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