Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 22 (17.2.1928)
- Date
- 1928-02-17
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2711613-2711630-2711637--0289-2713420- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. n DIE NEUE WELT Seite'.0 amerikanischen Truppe nach Wien kommen — alle Juden Wiiens würden ins Theater strömen,- nur um diese Lora Glficksmann spielen zu sehen. c. k. Wochenprogranim der „Jüdischen Bühne" (Hotel Stephanie, II., Täborstraße 12): Freitas, 17. Februar: „Die rumänische C Ii asenc". Operette in 3 Akten von Schorr. Samstag:, 18. Februar; „J e k a 1 e B I o f f e r", Operette in 3 Akten. Sonntag, 19. Februar, 3 Uhr nachmittags: „Der blinde Maler". Lebensbild in 3 Akten von Freimann; 8 Wir: „Chantsche als Chauffeur". Montag, 20. Februar: „Bin Mensch soll man sein", Operette in 4 Akten von Schorr. Dienstag. 21. Februar: „Wclwele M e s c h o j r c r'\ Komödie mit Gesang in 4 Akten von Brauner. Mittwoch, 22. Februar: ..EI n 6 I u s t i g c Nach t". Komödie in 4 Akton von Wilehski (10. Aufführung). Donnerstag, 23. Februar: „Surych Bendl und Burvch Kendl', Komödie mit Gesang in 4 Akten von Lattner. Beginn 8 Uhr, fcfidc 11 Uhr. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage freier Eintritt. Jubiläum der Revue „Aul nach Tel Awrw". Diese nationale Revue ging Montag, den 13. Februar zum SO. Male in Szene, ein seltener Erfolg für -die „Jüdischen Künstlerspiel e", die hier den Versuch semächt haben, mit sparsamen technischen: Mitteln viel Bildliches und HümorypIIos zu schaffen. Bei der Jubilflumsvorstellung wirkten neben dem vldbölachtetf Kömikerpaar Z o 1 n f k e t und F e I d b a u m die. Damen Bell und Meiseis. Die tiefste Wtfkutf* des Abends ging aliepfflngs von Frau Lea Welntr aiib - Gr a f aus, die gemeinsam mit?• W i t Her die ernsten, Bilder „Der ewige Jude" und „Bcth Hamidrasch" meisterhaft bewältigte. t Jüdische Kiiiisllorspiolc im Theater Reklame (II., Pratcrstraßc 34). WocJienropcrtoirc: Donnerstag, den 16. Februar: „E w I s c Narren". Freitag, den 17. bis Sonntag, den 19. Februar die Opcfcttc in 4 Akten; ..Die Midi's che Schfkse". Montag, den 20. Februar: „Fidel es Bar M i z w a h". Dienstag. ■ den 21. Februar siehe .Plakat. — Sonntag, den 19. Februar, 8 Uhr abends, Sondervorstellung der „Jüdischen Kflnstlerspielc" im jüdischen Vcrcinshclm, VIII., Bennonlatz I, veranstaltet von der zionistischen Sektion IX.: „Das jüdische Volkslied i n B II d und Gesang", Einzclszcncn aus (Ter' Revue „Auf nach Te -Awlw" ,von A. Mciscls. Karten zu S 2 und 1 im Sekretariat der Sektion VI. bis VIII. von 5 bis 8 Uhr abends, in obigem Verdinsheim (Tel; A-26-2-69) und' beim Sekretär der Sektion IX., Herrn Körner, IX., Grüne Torgasse 21, Parterre (Tel. 18-2r76). , , : Jüdisches Künstler-Kabarett, II., Pratcrstraßc 60. Freitag, Samstag und Sonntag- „Rabbi J o s e 1 in a n". Operette in 4 Akten von uoldfadcn. Montag: Bunter Abend (Soli, Diiettc und Sketch). Dienstag): „Nuchim in Amerika". Operette in 3 Akten von Gilbert.' Mittwoch: „Rabbi- ,| o s c I m a n". Donnerstag: „Mojsch.c T c- Ichcndig". Komödie in 3 Akten von Goldberg. Beginn Viertel 9 Uhr,- F.ndc II Uhr. 'Eintritt frei! ..Mcnorali", jüdisches Famlllenblatt für 'Wissenschaft, Kunst und (.Keratin:.. Wiciu Zclinkagassc 13. Das soeben erschienene Fcbruarhcft enthält eine hochaktuelle Studie von Erich T o c p 1 i t /.: „Das Jude nv ier t e I". ■ferner „Ljuba Fcidlcr", eine der besten'Novellen des'jüngst verstorbenen .Dichters D. II. N o m I> c r g. Die interessanten Memoiren "wl. .) u b o t"i n s k y s. in denen jetzt von seinen Verhandlungen mit den Kabinetten der Entente über die Schaffung einer jüdischen Legion die Rede ist. enthalten wertvolle Zcitdokuincutc. Uuiv.-Prof. Dr. Max Eisicr wendet sich gegen die Teilnahmslosigkeit des Kultusvorstnndcs «egentiber allen reformierenden und modernen Bestrebungen in Kuiist und Architektur. — Die Nummer zeigt wieder die Tendenz der Menorah, modernen Geist und frisches Lehen in die verstaubte; Auffassung von Jüdischem Lehen und jüdischen Gemeinden einzuführen. — Preis des Jahresabonnements S 20. Viiiversitätsvorträge des Maimoiiides-Instituts. >_>ic Eiröffnungsvorlesung des Herrn Rabbiner Dr. A., K'arwinka über .„Die geistigen Führer des Judentum* im Zeitalter des Apostels 'Paulus" wurde von zirka 150 Zuhörern besucht, worunter die Studentenschaft aller Fakultäten stark vertreten war. Die folgenden Vorlesungen finden .wi: folgti statt: Jeden Montag, halb 7 Uhr abends, Hqrs <ai 34 der' philosophischen Fakultät, „Erklärung de» zv/eiiL'n Teiles Jesaja, unter Berücksichtigung der Septua- ^juta'J. Jeden Mittwoch, halb 7, Uhr abends (im ' selben tiör.saal), religionsgescbichtlichcr Zyklus. Am 22. Februars „Kab.bi Jchuda Hanassi und Markus Aureliüs Antonius.''' '£f. tebruar: „Rabbi Jochanan und Resch Irakisch." Es v/erden dann Vorträge über die „Eth i k desTalmudr :uiu. über die „Ausbreitung des Judentums in Europa" tolgen. General V ersammlung des Jüdischen Museums. Am Montag, den .14. d., fand die Generalversammlung der „Gesellschaft für Sammlung/;und Konservierung von Kunst- und historischen Denkmälern,' des Judentums" (Jüdisches Museum) für das. jähr 1927, die neunzehnte seit Bestehen der Gesellschaft, statt. Der Präsident der Gesellschaft, Hofrat. Prof. Dr. s! .Frankfurter, gedachte in seiner Eröffnungsrede ,der verstorbenen Mitglieder, und mit besonders warnten Worten des verewigten Kuratoriums- Mitgliedes Qberraibbincr Prof. Dr. Z. P. Chäjes, der die Vortragsveranstaltungen der Gesejilsohaft intensiv förderte und ihnen ein besonderes Thema in der-Behandlung des biWischen Schrifttumes gestellt, hat.; Aus dem .Tätigkeitsbericht entnahm man, daß das M u s e u m sich' in der abgelaufenen Periode 1927 vjjiter entw i cfceCt .hat.:. Trotz; des' stehen Mangels an Geld," mittel«, . der nur 'kleinere. Anikäufe ermöglichte, sind die Sammlungen ge wa eh se.n. die^, Besucherzahl war im Steigen begriffen. : :; .; i.Fm. Anschlüsse an den Bericht. Jiii&Jt Raibblner Doktor D. F e u c h t w;a n g den Fes tvör trag; und zwar; „U e b e r das Buch Hieb" , Die Anwesenden, unter denen führende jüdische Persönlichkeiten m bemeiiken waren, so der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Prof. Dr. Alois Pick, 'die Vizepräsidenten Dr. Löwemherz und Dr. Ornsfein und Universitätsiprofessor Dr. Alfred Kappe Im ach er, die Präsidenten und viele Mitglieder der ,3. B." L,ogeli, die Mailer Eichhorn, Kaufmann, Kr est in, der Bildhauer Färb mann und viele andere, lohnten mit reichem Beifall die Ausführungen des Vortragenden. o. »t. Predigten in den israelitischen Gemeindetempeln. Freitag, den 17. Februar 1928, wird bei dem um 5 Uhr 15 Minuten beginnenden Abendgottesdienste im Gemeinde« tempei XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach) eine Predigt abgehalten. In den Gemeindetempcln XVllI., Schopenhauersträße 39 (Rabbiner Dr; D. Feuchtwang) und XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann)» finden am Samstag, den 18. Februar 1928, beim Morgen* gattesdienste (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) exegetische Vor äge statt. — Samstag 3 Uhr nachmittags Jugendgottes dienst in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Bflcherschwemme .ülenna'. I. Bognerg. 4 Dostojewski. Balzac, Flaubert, P 4 •) 3 Strindberg, L'age'rlöf, Poe usw. I I / 1 in schöner Ausstattung zu II lf €•# 4 Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden. (Wien, I„ ElisabcthstraBd 9. I. Stock. Tür 10, Fernrnf 45-S-34, B 30-3-49. 91-6-74) hfilt am Donnerstag;, den 16. d. M.. punkt 8 Uhr abends, in der Kauftnannshalle des Wiener BürKcrcnfü, II.. PtatefstraDe 11. seine 37. PlenarVetsäminlung ab, zu der alle jüdischen Kauflcutc, Industriellen ond Gewerbetreibenden eingeladen werden. Tagesordnung:: Angebote und Nachfragen-, vakante Vertretungen des In- und Auslandes; freie Diskussion über wirtschaftliche Fragen. Stellenvermittlung: Die jüdischen Kauilcutc. Industriellen und Gewerbetreibenden werden in ihrem eigenen Interesse ersuchf, ihren Dedarf an Börö- und Lagerkräften, Stundenbuchhaltcrn, Bücherrevisoren, Angestellten und Arbeitern alter Art dem Sekretariat des Verbandes, I., EltsabethstraSe 9, 1. Stock. Tür 10, Tel. 45-8-34, B 30-3-49, 91-6-74, bekanntzugeben, wo sofort einwandfreie Krilftc kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Handelsvertreters teile: Der Verband stellt einwandfreie, gewerbeberechtigte, sprachen- und branchenkundige Handelsvertreter, reisende Kaufleute und Kommissionäre sofort kostenlos zur Verlügung. Recht s schütz- und Beratungsstelle: Sprechstunden der Verfidnasanwalte finden Montafc, Mittwoch ond Freitag von 10 bis U Uhr VörnlittAgs im Sekretariat kostenlos statt. St'eu erbe fatungss teile1: Täglich von 3 bis 5 Uhr nachmittags bei den VerBandssteueranwälten Über, Anweisung des Sekretariats. V c r s i c h c r u n g s s c k t i o n: Der Verband hat durch einen Begünstigtingsvertrag Ermäßigungen und Vorteile bei Abschluß von Versicherungen aller Art festgelegt. Musterschau: Internationale permanente Musterschau in allen Branchen für Handel. Industrie und Gewerbe kostenlos. Angebote und Nachfragen, aus allen Branchen und Ländern stabilisiert, stehen kostenlos zur Verfügung. Auskünfte aller Art sowie auch Mitgliederaufnahmc im Vcrbnndssckretariat jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 11 Uhr vormittags. Mitgliedsbeitrag S 6 halbiiihrig. Bei der am 9. d. M. im Wiener Bürgercafö; Pratcrstraßc 11, stattsefundöften 36. Plctiarvcfsamiiilüng hielt Herr Dr. Felix einen sehr lehrreichen wirtschaftlichen Vortrag, der bei der Zuhörerschaft das grüßte Interesse fand. Nr. ANGEBOTE UND NACHFRAGEN: 2000 Firma in Chicago benötigt menschliche Skelette. 2001 Firma in London wünscht Offerte in Weichsclholz und Wciclisclholzpfeifen. 2002 Firma in Jass.v interessiert sich für Galanteriewaren u. Trikotagen. 2003 Firma in Malland hat Bedarf an Traucrschmuck (Uhrkotten, Brcloques, Ringe etc.). 2004 Fi,rma .in, Dänemark wünscht Vertretung in Superphosphaten, schwefelsaurem Ammoniak, Teer und Asphalt. 2005 Firma in Offenbach a. M. sucht. Vertretung in Lederwaren. . 2006 , Firma in Körtiggrütz benötigt ' Minaturbuchstabcn aus Nickel und ' anderen Metallen für Perlmuttcrknöpfe. 2007 Firma in Wien ilbornimmt für Brasilien geeignete Vertretungen. 2008 Firniä In Harburg wünscht Vertretungen in Landesprodukten und Staaten. ■ 2009 Firma in Rustschuk sucht Vertretung in Kabeln n. elektr. Drithton. 2010 Firma In der Schweiz erbittet 'Offerte in Bolzen und Nuten für ■ den Export. . 2011 Firma in Ohio interessiert sich für Mctallwandverklcidungcn und fsolierpapicr. 2012 Firma in Konstantinipol übernimmt Vertretung in Maschinen und technischen Artikeln. 2013 Firma in Budapest wünscht Vertretung in Uhrketten, -muscheln, Armbändern, alles in Leder. 2014 Firma in Mailand sucht Vertretung in Sperrholzplatten. 2015 Firma in Boston hat, Interesse für gestrickte und gewirkte Kleider und .Unterkleider für-Kinder. 2016 Firma in London sucht Vertretung in Handschuhen. Galanteriewaren, Lederwaren, Spitzen, Wirkwaren, Tischlüufern. 2017 Firma in Des Molnes will Salbentiegcl, Lippensliftbehälter und Glasflaschen für Parfümerlen beziehen. 2018 Firma in Corfu sucht Vertretung in Lcderwaren. Toilette- , artikein aus Zelluloid, Ondulicreisen, Scheren,, Federmessern. 2019 Firma in Valletta wünscht Vertretung in Schuhen. 2020' Firma in-Palermo sucht Vertretung in Zelluloidkümmon, Gummi-; waren .und Kartons. .• . , Nähere Daten zu erfragen beim Sekretariat des Verbandes der jüd. Kauf-' leute und Gewerbetreibenden, Wien, I., Elisabethstraße 9, 1. St-^k, Tür 10, Montag, Mittwoch und Freitag vormittags von 9 bis 11 Uhr. JÜDISCHE SPORT- UND TURNBEWEGUNG. Die jüdischen Sportorganisationen in Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei Der jüdische Sport ist außerhalb Oesterreichs, besonders in Polen, Rumänien und in der Tschechosilowakei stark entwickelt. Während in Oesterreich alle jüdischen. Sportvereine außer ihrer Zugehörigkeit zu den allgemeinen Verbänden auch dem Jüdischen Sportverbande angehören, ist es in den anderen Ländern noch nicht gelungen, alle jüdischen Vereine in einer Sportorganisation zusammenzufassen. Die jüdischen Sport- Vereine in 'Polen, deren Zahl sehr groß ist, nehmen zumeist an der allgemeinen Meisterschaft teil. In der ersten Liga spielt Hasmonea (Lemberg). Die dreihundert jüdischen Klubs Polens würden in einer gemeinsamen Organisation einen wichtigen Machtfaktor abgeben. In Rumänien ist an die Gründung eines jüdischen Sportverbande.s noch lange nicht zu denken, obwohl es dort mehrere erstklassige jüdische Sportvereine, wie Hakoah, Makkabi (Czernowitz), Hagibor (Kiausenfourg), Makkabi (Bukarest), Makkabi (Kischeniew) etc. gibt. Aber gerade in Rumänien sväre ein. jüdischer Sportverbaud notwendig, schon um die gehässige Rivalität unter detr jüdischen Sportvereinen zu beseitigen. Die Sportbewegung hat auch in Rumänien stark unter dem Antisemitismus zu reideii. So wurde zum Beispiel dem Sportikhrb Makikabi OKischiniew) seih eigenes, mehrere Stockwerke hohes Gebäude, in dem Turn-, Sport- und Gesellschaftsräume enthalten waren, von der ■ rumänischen Militärverwaltung enteignet. Makkabi darf, welche „Güte", äls Aftermieter einen Turnsaal benützen. Fast jede kleine Stadt in Beßarahien besitzt einen jüdischen Sportklub. Die wichtigsten befinden sich in folgenden Städten; .Bei«., Bender, Chotihi Markulesti, Ungheni und Resina. Im ganzen hat BeßaraWen dreißig jüdische Turn- und Sportvereine. Die meisten , Klubs haben sich den Namen M a kk a b i beigelegt. Auch in der früheren Bukowina ist der jüdische Sport stark vertreten. ' .In der Tschechoslowakei gibt es tschechische, slowakische, jüdische,' deutsche und ungarische Fußbaliverbämie. Zu d*n spielstärksten jüdischen Klubs zählen Ma-kkafcsia ^fatfeteva), Hakoah, Hasitoot <Px^ Mausner. der erfolgreichste Hakoah-Stürmer. Makkabi (Frößnitz), Hakoah (Mährisch-Östraü). und Makkabi (Brünn). Wie bereits berichtet, veranstaltet der SportMuh Makkabi (Brünn) in der Zeit vom 29. Juni bis 1. Juli d. J. ein jüdisches Turn- und Sportfest. Ungefähr 1000 jüdische .. Sportler dürften an. dieser Veranstaltung teilnehmen. Wie im Vorjahre anläßlich des jüdischen Sportfestes in Prag, halben auch diesmal die tschechoslowakischen Behörden, verschiedene Begünstigungen zugesagt. Die Zentralorganisation der jüdischen Verbände ist, bekanntlich der M a k k a b i - W e 11 v e r b a n d. Man hört von dieser obersten jüdischen Sportibchörde nicht viel. Der Makka'bi-Weltverband wäre dazu berufen, die Schaffung von Landesverbände« ins .Werk zu setzen, sie zu stärken, und als Weltsportvenband die körperliche Erziehung der jüdischen Jugend mächtig zu fördern. Die Meisterschaftsspiele der Hahoah. Das erste FrühjaHirsmeistersohaftsspiel der Hakoah gegen B, A. Q..rendete, 1:1 unentschieden. Obwohl die Brigittenatter ihre-Mannschaft durch Capek und Hofbauer verstärkten, waren die Krieauer bedeutend besser und hätten .einen Sieg verdient. Der jüdische Verein hat aber oft das zweifelhafte Vergnügen, Schiedsrichter zu bekommen, die zwar , das Prädikat „Erstklassig" besitzen, aber nicht eimrial v.ori-^den ..zweitklassige^ sehen werden. Für das Match Hakoah gegen B. A. C. war zuerst Retschury nominiert, als dieser absagte, sollte Schiedsrichter Pruschina leiten. Aber beide Herren zog6n es vor, zu pausieren.. Trotz Warnungen der Sportpressc wurde zu diesem wichtigen Kampf der Schiedsrichter Gründl entsendet, der vollständig versagte und'.durch seine Entscheidungen die Hakoah um den verdienten Erfolg brachte. So wiurde H e ß wegen eines geringen Vergehens in der . 40. Minute ausgeschlossen, dagegen ist. Hofbauer (B. A. C), der zahlreiche Derbheiten beging, nicht vom Platze gewiesen worden. Dies war der Anlaß auch für die anderen B. A. C.-Spleler, unfair zu kämpfen. Brandes, Stroß und Schönfeid wurden verietet. Den einzigen Treffer, erzielte Heß. Hakoah stellte folgende Mannschaft: .Rosejifeld; Feldman«, Scheuer; Pollak, Brandes, Stroß; Mausner, Posauner, Schöiifeld, Heß,:Neufeld. 4000 Zuschauer. In der gemischten Meisterschaft siegte Ha.koah 2 gegen B. A. C. 2 2:1 (1:0). Für den jüdischen Verein waren Birnbaum und K e s 11 e r erfolgreich. Kommenden Sonntag tritt die Hakoah auf eigenem Platze gegen Aus t r i a an. Im Cup konnte der jüdische Verein siegen. Auch diesmal dürften die Krieauer erfolgr reich bleiben. ■ - Aus dem Jüdischen Sportverband Sitzung vom 13. Februar 1928. Anwesend: Fiscus, Spiro, Stein, Markstein, Stölper. Für die zweite Runde des Jüdischen Cmp wurden folgende Termine festgesetzt. Kadimah geigen Libanon 11. März und Hasmonea gegen Bar Kochlba 25. März. Am 8. und 9. April werden zwei Profbeauswahlispiele ausgetragen. Der Verbandsikapitän Fiscus referierte über das jüdische Sportfest in Brünn. In der nächsten Sitoung wird sich der Verband ausführlich mit dieser Veranstaltung befassen. Hasmonea bleibt im Wiener Amateurcup. Hasmonea konnte im Wdederholurjigssirfel den Sportklub AI sergrund 2:0 besiegen und kommt durch diesen Erfolg in die drittletzte Runde. Die Unterlegenen benahmen sich undiszipliniert- und kämpften sehr roh. Arm wurde von Tomsch-ik (Alsergruud) insultiert. Vier Mann von Alsengrund wurden vor Ende des Matches ausgeschlossen. Die Tore für Hasmonea erzielten Messinger und St er nhach. Der beste Mann des j'üdisdhen Vereines war Weinwurm. Hasmonea spielte in folgender Aufstellung: Fingerhut: Bleichfeld, Weinwurm: Bäumer, Groß man«, Mondschein; Stur nbach, Haas, Messing er, R o s e nfoan m. Ann. Re*;rvcu 3 :ü iür Alsergruud. in der nächst«! ftiade spielt Ha^norm m 4