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Die neue Welt · 1928-02-03 · Heft 20 (3.2.1928) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 20 (3.2.1928)
Date
1928-02-03
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Sette 10 DIE NEUE WELT Jünglingen, Greisen ihr Antlitz und haftet nicht am äußer-, lieh Komödiantischen. Ein Romankapitel von Schalom Asch: „Karneval in Rom", sowie die berühmte chassidische Erzählung „Kabbalisten" von Perez gelangen, außerordentlich. Diese Vorlesung (vor geladenen Gästen) übte tiefe Wirkung. Das gewählte Publikum zollte stürmischen Beifall. Ein Wiener Abend in größerem Rahmen wird den ungewöhnlichen Erfolg bestätigen. Nur wäre ein abwechslungreicheres Programm zu empfehlen. —s. Hebräisches Konzert. Die zionistische Bezirkssektton Leopoktstadt und der J/»gendvcrei/i „Erez Israel" veranstalten am 19. Februar unter dem Protektorat eines Ehrenkomitees, dem unter anderen die Herren Professoren Pick und Dr. Löwen herz vom Präsidium der Wiener Kultusigeineinde, Herr Rabbiner Dr. Feuchtwang, Schriftsteller Felix Saiten, Hof rat Dr. Fr a n kf u r t e r, Präsident des Zionistischen Latrdeskomitees Dr. G o 1 d« h a m m e r angehören, ein h eibrä.isches Konzert, dessen Erträgnis den von Oberrabbiner Chajes a. S. gegründeten Kultusiustitutionen zufällt. ■ Jüdische Bühne, IL, Taborstraße 12 (Hotel Stephanie). Wochenprogramm: Freitag,, 3. Februar: ..Das Stiefkind dci Welt'. Allegorisches Bild mit Gesang in drei Akten von Lilien. Premiere. Mitwirkend die Damen Glücks mann, Braclawska, Mres.co, W.albcrg, G 1 a 11 s t c i n, Lehrer und die Herren Lere s c o, Bell, M e I z er, RcIQmann, Walbcrg, S c Ii o r r, B.felozerkowski, Sofie r, Podzamczc, Jacobowsk und 5 c h a n r a ri s k I. Samstag, 4., Sonntag, 5., und Montag, 6. Februar. „Ufa Stiefkind der Welt". Sonntag, 3 Uhr, NachmlttagsVorstellung: „Da s a 11 e und neue Gesetz (Freier Eintritt). Dicnst^ll7' f#ruar. •,1 7 Jahre Kerker", Lebensbild mit Gesang in vier Alften. Mittwoch. 8. Februar: „Das ZIgeunermäd 1", Operette in drei Akten. Donnerstag, 9. Februar: „Der blinde Maler", Lebensbild In drei Akten. Beginn 8 Uhr, Ende H Uhr. Mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage freier Eintritt. Jüdisches Künstlerkabarett, Wien, IL, PraterstraBo 60. Freitag „Die vergessene Marne", Lebensbild mit Gesang und Tanz in drei Akten-von Segnl (in der Titelrolle Frau Paula Dreiblatt): Samstag und Sonntag: „Die schlechte Frau", Historische Operette in vier Akten von J. Lateiner unter Mitwirkung des Heldenbaritons Ludomir Viräg a. G.; Montag: „Die vergessene Marne";. Dienstag: „Die Kischefmacherin", Operette-in vier Akten von Goldfaden; Mittwoch: „Sulamith", Historische Operette in..drei Akten von Goldfaden. Donnerstag: „Die schlechte ,ra1 ,' nH,',!L{ori^che °Perett$. in vier Akten von J. Lateiner. Beginn viertel .9 Uhr. Entree frei. Ende 11 Uhr. Predigten In den Israelitischen Gemelndetempeln. hrertaig den 3: Februar 1928 werden bei dem um 5 Uhr beginnenden; Albendigottesdienste in nachbeiiannten Gemeindetetnpeln. Predigten abgehalten werden, und zwar: XVJi, Hubergasse 8 (Ralbbiher Dr. J. M. Bach); XVI'II., SChopenhauerstnaße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). 1^; .'Gemeindetempel XXI..-. Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann) findet am Samstag den 4. Februar , 1938 beim Morgengottesdienste (Beginn halb 9 Uhr) ein exegetischer Vortrag statt. — Samstag den 4. Februar, 3 Uhr nachinittaigs, Jugendigottesdiienst in den Gemeindeu/nd Beairkssynagogen. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Samstag, 4,;Februar 1928. halb 9 Uhr abends, im Cafe" Lovrana III, Löwengasse 36, G ha-misch'a-assar b's c h w a t- Feier. Festrede, musikalische und deklamatorische Vorträge, Tanz, Jazzmusik. Gäste herzlichst willkommen. Vereinsnachrichi en. _ M9«don IwrI. Samstag, den 4. Februar 1928. findet um halb. S Uhr aj^Bntfs. im Vcreinshejm, IL, Zirkusgasse 33, die nächste Versammlung des,]MqaaQn Iwri statt. Tagesordnung: Fortsetzung des Vortrages Prof. M. Chartiiier „Schirath Dworah". . Jüdisches Realgymnasium. Mittwoch, den 8. Februar, findet im Kursalon, der Stadt Wien um halb 9 Uhr abends ein Gesellschaftsabend (Akademie mit. Tanz) zugunsten des Notständsfonds des Jüdischen Realgymnasiums : statt. Restliche Karten an der Abendkassa, Zionistische Jugendorganisation Prater. In unserem Heim, II, jungstrape 8. iindet Donnerstag, 9. Februar., ein Vortrag des Herrn Pf.'.: Israel W a I d rn a n n statt. Thema: Zionistische Probleme der Gegenwart. Beginn 8 Uhr abends. J v Zionistische Bezirkssektlon. Leopoldstadt, IL, Zirkusgasse 33. Montag, denf6. Februar 1. J„ um 8 Uhr abends Vortrag des Herrn Bernard Tf ff „Vom-Aufbau des Judentums". Gäste willkommen. Zionistische Bezirkssektion Florldsdorf. Montag, den 6. d. M.. findet e(n Vortrag statt. Es sprechen: Dr. Leo Goldhammer über ..Chamischa Assar Beschwat" und M. F. Gelber über „K. H.-Drive". •i Die zionistische Frauenorganisation ,der westlichen Bezirke veraitstaltet :Sonntag, den 5. Februar, um .3 Uhr nachmittags, im Vereinsnefm. VIIL, Bennoplatz 1, ein Chamischah-Assar-Fcst. . „D,e z,0"lst,sche Frauengruppe Mariahllf-Neubau veranstaltet im Hotel Palace, VI., Mariahilferstraßc 99, am 5. Februar a. c, um 3 Uhr rtsqhmittags, eine Chamischa-Assar-Feier mit erstklassigem Programm, nachher Tanz. Gäste willkommen. .«Verein zionistischer Hochschüler Theodor Herzl". Samstag, den 4, & M., ipi Heime I}C., Glasergasse 4, präzise 8 Uhr, Vortrag des Herrn Dr. Georg .Weiner: „Die gegenwärtige Lage im Zionismus", Anschließend außerordentliche. Generalversammlung; Zionistische akademische Gäste willkommen/ 7; Jüdischer Hpch'schulaüsschuB. Donnerstag, den d. M., um Jmtb..8 Uhr.abends, hält Herr Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der israelitischen- Kultusgeineiiide, einen Vortrag über „Die Jugend und die KuJtusgemeinde';. Ort: Jtld. Zentrum, iL, Untere Augartenstraße 35. Gäste willkommen. Die VolksblbllotNk. ,;ZIon", Wien, IL, Glockengasse 30. Sonntag, den 5. Februar 1928 (Chamischa-Assar), um halb 8' Uhr abends, im großen Saale des Jüdischen Zentrums, IL, Untere Augartenstraße ä5, Chamischa-Assärfeier. Programm:" Festrede. Dr.' Rotbblum. Jüdischehebräischc' Lieder. Deklamationen. Violinsolo. Vorlesung „Der dyn- Thora mit Gott'', von* Ans-ki' (Inszeniertes Bild hebräisch). Eine Voikserzählung (inszeniertes Bild jiddisch). Karten zum Preise von S 1 in der -Volksbibliothek'erhältlich. Die Leitung. , MisfachlTjugendorganlsatlon Wien. Im. Rahmen unserer kürzlich eingeleiteten Aktion zugunsten der religiösen und kulturellen Institutionen »des Misrachi und;des G'hajes-Waldcs In Erez Israel findet unsere erste .Veranstaltung als Chamischah-Assar-Festabend am Sonntag, den 5; Februar um 7-Uhr abends im Prunksaale des Cafe Produktenkör^e, 71., Taborstraße. 10, statt. Dem Ehrenkomitee gehören unter anderem, führende Persönlichkeiten der Wiener Jüdischen Gesellschaft, so Vizepräsident Dr. Josef. Löweiihc r z, Rabbiner Dr. F e u c h/tw>»g, Dr. . Leo Goldhaminer, Präsident des zionistischen Landeskomitees'.an. Erstklassiges künstlerisches Programm. Abendessen. Eintritt gegen Einladung, die:auch telephonisch (Nr. 49-8-11) Im Sekretariat bestpjlf . wenden-kann.. ■ , Mlsrachl-Mlnian II, Im „Jüd. Zentrum", IL, Untere Augarten, straöe 35.. Ab.Sabbath. Parsphah, Bisichalach (4. Februar). Au diesem Sabbath wird in folgender Ordnung gebetet: Freitagabend 4.45 Uhr, Samstagfrüh 8 Uhr, Samstasmincha 12.30 Uhr, Sabbathausgang 5.45 Uhr. Britb Ha-Zoilm, RembrandtstraBe 18. Das Verelnsheim ist täglich von halb 7 bis halb 10 Uhr abends, Samstag und Sonntag ab halb 3 Uhr seQffnet.. Samstag, 4. Februar, 5 Uhr nachmittags, Generalversammlung. Tagesordnung: Reorganisierung — Arbeitsprogramm — Wahl — Gruppeneinteiliulg. Sonntag, 5. Februar, 7 Uhr Gesellige Zusaimnenkunft. Pienstag; 7.' Februar, halb 8 Uhr Vortrag Paul Haller „Jugendbewegung im Zionismus". fUub dpr ZlohlMf».Revisionisten, Wien, IX., Berggasse 33. Vertrag Ludwig B ä t o „J uden in Sowjetrußland", Mittwoch, der* 8. Februar 1928." um halb 8 Uhr. Union der Zlonlsten-Rcvlslonlsten. Die Sitzung des Landesvorstandes findet Donnerstag, 3. -d. M., um 8 Uhr im Cafe Metropol statt. Vorträge aus Jüdischer Geschichte. Rabbiner Dr. K a in In k a hält im Hörsaale 34 der phil. Falkultät Mittwoch um halb 7 Uhr Vorträge aus der jüdischen Geschichte, Montag um halb 7 Uhr im Hörsaal 34 Vortrüge über jüdische Literatur. Tempelbau verein, für den III. Bezirk In Wien, Die Gründungs« Versammlung findet Sonntag; 5. Februar 1928, um 10 Uhr vormittags im ..Löwenkino", III.. Löweiigas.sc 43, statt. Mitgliedsanmcldungcn werden bei dieser Versammlung entKKgcngenornnien. I, M. V. Glskalu. Der Kommers zwv Feier des 50. Sen^steM findet am 9. Februar im Kursalon statt. JÜDISCHE SPORT- UND TURNBEWEGUNG. Die Fußballspiele der Hakoah. Das letzte Trainingsptel vor Beginn der Gupentsolieidungen, und Meisterschaft ist für den jüdischen Verein nicht sehr günstig ausgefallen. Hahoah erzielte zwar gegen Slovan ein unentsciBedenes 2:2-Res-ultat, mncl hätte sogar einen Sieg verdient, aber die Leistung der Mannschaft war nicht sehr imposant. Daibei hatte noch die Bakoah das Pech, einen Schiedsrichter und Linienrichter m besitzen, die mit ihren Sympathien auf seiten Slovans gestanden sind. Der Schiedsrichter Aimstler verweigerte einem von der Hakoah regulär erzielten Tor die Anerkennung. Der Linienrichter mußte sogar seines Amtes enthoben werden. Die Krieauer versuchten zwei neue Spieler, und zwar Fürst (früher Kadimah) und Oppenheim (Hakoah, Graz). Fürst ist ein guter Techniker, aber körperlich viel zu schwach und kommt daher für die Kampfmannschaft nicht in Betracht. Oppenheim, der aus der J'ungmannschaft der Wiener Hakoah hervorgegangen ist und längere Zeit bei der Grazer Hakoah tätig war, bot eine ganz gute Leistung. Nach Seitenwechsel spielte Birnbaum statt Fürst. Wie immer waren auch diesmal Brandes und M a >u s n e r sehr gut. Außer Mausner besitzt die Hakoah derzeit keinen erstklassigen Stürmer und das dürfte sich bald sehr fühlbar machen. Beide Tore für die Hakoah schoß Bar back. Der jüdische Verein stellte fol-gende Mannschaft: Oppenheim; Berson, Scheuer; Stroß, Brandes, PoMak; Strauß, Bar- «back, Schön fei d, Fürst, Mausner. Die Hakoah-Reserve unterlag gegen Slovan- Reserve 2:4. Kommenden Sonntag spielt die Hakoah im Cup gegen Austria. Die Kriauer werden Mühe haben, einen Mißerfolg zu verhindern. Beide Vereine dürften folgende Mannschaften stellen: Hakoah: Rosenfeld; Feldmann, Scheuer; Stroß, Brandes, Pollak; Neufeld, Strauß, Schönfeld, Barback, Mausner, Austria: Saft; Graf, Regnard; Schneider, Kurz, Geyer; Cutti, Hostasch, Sindelar, Mock, Pröhm. Nr. 20 Häusler und GoÜd kehren nach Wien zurück. •Die ehemaligen Hakoah-Spieler Häusler und Gold, die derzeit für Giants, New York, tätig sind, kehren Ende April nach Wien zurück. Häusler, der in Wien ein eigenes Geschäft besitzt, ist den Strapazen nicht gewachsen, und dürfte ab Mai wieder für die Hahoah spielen. . Hakoab-FuDballsplelerversammluHg. Samstag, den 4. d. M., findet im Klubheim um halb 8 Uhr abends eine wichtige Spielerversammlung statt. Hasinonea, Samstag, 8 Uhr, Splelerversaminluiig int neuen Klubheim Caf6 Lido. Freitag, den 13. d. M., Vollversammlung. Hakoah. Freitag Spielerversammlung. Aufstellung gegen Austria. Haglhor. Samstag, 8 Uhr, Mannschaftsaufstellung. Saaltraining ieden Freitag im Turnsaal, X., Oueilejistraße 54." Kadimah. Samstag Spielerversammlung und Aufstellung im Cafe Metropole, IX., üerggasse 33. Die Generalversammlung findet am 16. d. M. statt. Hechawer. Samstag Spielerversammlung und Aufstellung im Klubheim. Das Wiener itMlsche Amateurtean» trägt im April In Baden gegen den Badener A. C. ein Propngandasplel aus. Rosenbaum (früher Hakoah) und Singer (früher Kadimah) haben sich bei Hasinonea angemeldet. FuÖ, der talentierte Hukoah-Stürnier, ist vor einigen Tagen nach Leipzig Ubersiedelt und wird tür diu dortige Viktoria tätig sein. Dieser Spieler, der von Hasmonea zu der Hakoah gekommen ist und in mehreren Auswahlkämpfen des Jüdischen Sportverbandes mitwirkte spielte drei Jahre bei der Hakoah als Afiateur. Haglbor trägt im Frühjahr folgende Meisterschaftsspiele aus: 4. März: Neul. Amateure: 11. März: Pfeil; 18. März: Aisergrund- 8. April: D. A. C; 15. April: Kagran; 22. April: VVr. Sparta; 2<i. April: Molkerei; 13. Mai: Strebersdori; 20. Mai: Ostmark; 27. Mai: Post; 3. Juni: Matzleinsdorf. Nadler (Hungaria), Laszlo (F. C. 33, Budapest) und die Brüder Weiß (F. C. Somogy) unterhandeln mit der Wiener Hakoah, Palästina-Mazzoth in Wien. Zum zweitenmal wird die jüdische Bevölkerung Wiens und der Umgebung in diesem Jahre, die Möglichkeit haben, sich für die kommenden Pessachtage mit Mazzoth aus Erez Israel zu versorgen. Daß dies möglich ist, ist ein Beweis der Entwicklung des neuen Palästina^ das nunmehr in der Lage ist, auch einen Teil der Gallith'mit Mazzoth zu versorgen. Zweifellos wird dieses palästinensische Produkt in Oesterreich ebenso freudig aufgenommen werden, wie es in Polen, England und Amerika der Fall ist. Die Palästina-Mazzoth sind tatsächlich sehr schmackhaft und bekömmlich und überdies bezüglich des Kaschruth über allen Zweifel erhaben. Das Beglaubigungsschreiben für die rituell einwandfreie Herstellung dieser Mazzoth ist sowohl vom Großrabbinat für Palästina als auch vom Haupt der aschkenasisch-orthodoxen Judenheit im Heiligen Lande, Obcrrabbiner Sonnenfeld. ausgefertigt. Oberrabbiner Sonnenfcld hebt in seinem Beglaubigungsschreiben besonders hervor, daß die große Mazzothfabrik in Haifa die modernsten Verbesserungen sowohl in hygienischer als auch in ritueller Hinsicht eingeführt hat und daß die von den Rabbinaten eingesetzten Maschgichim das vollste Vertrauen verdienen, daß sie allen, auch den strengsten Anordnungen des Rabbinats entsprechen. In der Fabrik muß die Erzeugimg jede Viertelstunde unterbrochen werden, damit eine gründliche Reinigung aller Einrichtungen und Maschinenteile, selbst derjenigen, mit denen eine menschliche Hand nicht in Berührung kommt, durchgeführt werden kann. So ist die Mazza aus Palästina von der Saat des Weizenkorns bis zur Verpackung und Versendung ein Ergebnis jüdischer Arbeit auf jüdischem Boden im jüdischen Geiste, und wenn der Jude am Pessachfest sich der Mazzoth von Erez Israel bedienen wird, so wird er die Genugtuung haben, sich nicht nur des Auszuges der Juden aus Aegypten, sondern auch der Aufbauarbeit des jungen Judentums in der künitigen Heimstätte des jüdischen Volkes zu erinnern. Die Palästina-Mazzoth sind durch den Generalrepräsentanten für Oesterreich, Herrn Nathan Brodetzky, 2. Bezirk, Leopoldsgasse 4 3, zu beziehen. Kostenlose ärztliche Beratung für Versicherte. Bekanntlich hat die Lebensversicherung in Nordamerika ihre größte Verbreitung und höchste Verval'lkommung gefunden. So haben dort einige große Vensicherungs-. geseMschaften wie die „Metropo'liitan" seit (langem die Einrichtung getroffen, ihren Versicherten die kostenlose ärztliche Beratung während der Dauer der Versicherung zu ermöglichen. Diesem Bcfepiei folgte die „Deutsche Zentrale für Gesundiheitsdienst", welcher 18 erstM'asäige Lebensversicherungsgesellscliaften in Deutschland und der Schweiz angehören. Nun bietet auch die L eb e n s v e r s S c h e r u n g s-. _ es eil Ü schaft „Phönix", Wien, düese Einrichtung ihren Versicherten dar — vorläufig *ür jene, die eine Versicherung auf zumindest S 5000 abgeschlossen halben. Diese erhalten jedes dritte Kalenderjahr zugleich mit der 'letzt« fälligen Präfnaenquittung einen Gutschein zugestellt: er berechtigt die Versicherten, sich auf Kosten der Gesellschaft einmal durch einen beliebig zu wählene n Arzt untersuchen und über ihren Gesundheitszustand beraten zu lassen. Das Berufsgeheimnis des Arztes bleibt natürlich auch gegenüber der Gesellschaft strenge gewährt. Er ist nicht berechtigt, äbr etwa gemachte Feststellungen mitzuteilen, vielmehr (hat er nur durch Fertigung des ihr einzusendenden Gutscheines izu beurkunden, daß er den Versicherten untersucht habe. Es ist eben iür die Gesellschaft wertvoll, zu erfahren, inwieweit ihre Anregung .auf fruchtbaren Boden fällt. .Daß dies aber geschehe, liegtdm offenbaren Interesse (beider Teile. Im Falle der ärztlichen Untersuchung lassen sich nämlich oft Kranikheiten rechtzeitig feststellen, so daß sie durch baldige Behandlung behoben werden oder doch zweckdienliche Ratschläge für die weitere Lebensweise der Versicherten erteilt' werden können. So wind deren durchschnittliche Lebensdauer verlängert, was schließlich audh der VersicherungsgeseJllschaft zugutekommt. Da es eine alte Erfahrung ist, daß gerade d i e Juden der Pflege ihrer Gesundheit die größte Aufmerksamkeit zuwenden, ist wohl zu erwarten, <faß die Jibdischen Versicherungsnehmer von der ihnen dargebotenen Möglichkeit einer ikostenlosen ärztlichen Beratung gerne Gebrauch machen. _ Vortreiflich-Mazzes. In zwei Minuten aus Mehl schußbereite Mazzes. Durch, die Einstellung der modernsten hygienischen Maschinen und Spezialbacköfen ist. es: Herrn Israel Vortrefflich gelungen, den ErzeugungsprozeQ so zu verkürzen und zu vereinfachen, daß den strengsten rituellen Vorschriften entsprochen werden und ein Prpdukt von ausgezeichneter Güte hergestellt werden kann. Während bisher Wien in Bezug auf dünne Qualitäten aufs Ausland 'Wh gewiesen war, findet heute jeder Käufer und Liebhaber dünner Mazzes und feinsten Grießes in dem Erzeugnis der Fabrik Vortrefflich den verwöhntesten Geschmack vollauf befriedigt. Die Mazzes und der Grieß werden aus allerfeiustem, unter Aufsicht des ehrw. Wiener Rabbinates hergestellten Nullermehl erzeugt. Verkaufsstellen in allen Wiener Bezirken, Jedes Herz erfreut eine moderne Damen-Handtasche von S 9.50 aufwärts, dm Wiener Taschner- und Lederwaren- Kaufhaus R e d i s c h, I„ Franc:-Josefs-Kai 25,

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