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Die neue Welt · 1928-02-03 · Heft 20 (3.2.1928) · page 6

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 20 (3.2.1928)
Date
1928-02-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 du mm WELT Nr. 20 |!llfll!lll!llllllllllllll | In keinem jüdischen Hause dürfen an Pestadttagen | §j HDB *«P die weltberühmten nDD ■ I Palästina Mazzoth I m fehlem n henzesteltt unterstreng ritueller AufslchtSr. Ehr würden Herrn 0 borrabblner Josef Chalm Sonnenf eld, Ü Jalfa, und des „Chief-Rabbi« von Eres Israel, Sr. Ehrw. Herrn A. I. Keofc, Jerusalem ü Oepackt In hygienischen Kartons zu V, kg sH deneralreprSgentanz für ganz Oesterreich: §| Nathan Brodetiki, Wien. I!., 1 Leopoldsgasse 43, Telephon Nr. 46-1-80 fj Filialen: Heinrich Bendlener, I., Judenplatz 11 und II., Ifnt. AugartenstraOe 25 |§ Original Palästina-Weine aus „Rischon le Zion" fÜ jlonjstenl Erfffllleft Eure PffHcht und kautet ■ xii Pessach nur Mataoth aus Eres Israeli ■ AUS PALÄSTINA. Petach-Tikwah. ''; - Gegenwärtig sind mehr als 50 jüdische Arbeiter bei de* 0rangekernte in Petach-Tikwah beschäftigt. Die arabischen Erntepächter haben sich verpflichtet, in dennächsten Tagen die Zahl der jüdischen Arbeiter auf 200zu erhöhen. ' °, Die' von dem Waad Leumi eingesetzte Kommission zur 'Untersuchung der Konflikte in Petach Tikwah unterbreitete^ einen Bericht, in dem folgendes ausgeführt wird: 1. Die Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei den Arbeiten der Kolonie hängt vielfach von dem guten Willen der Kolonisten ab. .2. Vier bis fünf Arbeiter können von jedem Kolonisten noch beschäftigt werden, ohne die Wirtschaft schwer zu belasten. 3. Die Kolonisten halben die versprochene Anzahl von Arbeitern ni cht'auf genommen. Die Arbeitslosigkeit. Dr. W.eizmann erklärte einem,Vertreter der ITA, daß das Colonial Office die Beschaffung derjenigen Fonds, die; im Budgetenfcwurf der Palästina-Regierung zwecks unverzüglicher Durchführung öffentlicher Nofcstandsarbeiten vorgesehen sind, g e b i 11 i g t hat. Auf Ansuchen Lord Plumers hat das Colonial Office ferner die Mattel zu Aufforstungs- und anderen Arbeiten bewilligt. Dr. Wedzmaun berichtete auch über weitere in Vorbereitung befindliche Aktionen, die ebenfalls einen Teil der jetzigen Arbeitslosen absorbieren werden. So befaßt sich die Palästina-Regierung gegenwärtig mit dem Plan der Gewährung von Anleihen an Orangen- - und Weinzüchter gegen die Verpflichtung, Arbeitslose zu beschäftigen. . Zum Schluß telte Dt. Weizanann mit, daß e& zweifle, ob er seinen Pflan, im März nach Amerika zu fahren, werde verwirklichen können. Er gedenke nämlich nach Südafrika zu gehen, wo man die Garantie übernehmen will, im Falle seines Besuches in den nächsten zwei Jahren 250.000 Pfund für das Palästina-« .werk aufzubringen. Die Forderungen der Jemeniten. Öie Jemeniten richteten an den Waad Leumi (Jüdischer Nationallrat) das Ersuchen, sie bei allen öffentlichen!Arbeiten in genügender Zahl zu beschäftigen. Der Waad Leumi beschloß, darauf zu achten, daß bei allen Arbeiten, die von Juden ausgeführt werden, jemenitische Arbeiter wi genügender Zahl beschäftigt werden: ' Der Aufbaufonds. Im Monat Dezember betrugen die Eingänge für den PaläsMna-Aufbaufonds (Keren Hajessod) 40294 Pfund. Davon, sind aus den Vereinigten Staaten 15.551, aus Rumänien (Reise Dr. Weizmanns) 8127 Pfund, aus Deutschland 5672 Pfund gekommen. Oesterreich weist einen Betrag von 189 Pfund aus. Die Gesamteingänge per 31. Dezember betrugen 3,235.249 Pfund. 20.000 Dollar für Erziehungszwecke. Frau Henriette Szold, Mitglied der zionistischen Palästinaexekutiv, erhielt 20.000 Dollar aus dem Fonds der „Young Hadassa" für Erziehungszwecke in Palästina. Dieser Betrag wird nur zur Verfügung der Frau Szold stehen. SEMDS / DISKRET / PROMPT ''IIIIIIIIIII » HANJA « 1 WIEN« I., FRANZ-JOSEFSKA! 13 TELEPHON 70-408 HSu«er / Bureaus / Wohnungen Hypotheken / Verwaltungen Untar wenigen Tagen beste Resultate. Eigene Kredltabtellung nur für groBe Transaktionen llllllilllllllllllllllllllilllllllllllllll! Die Staatsbürgerschaft. Die Bewegung zur Annahme der palästinensichen Bürgerschaft macht unter den Juden Fortschritte. Im Dezember 1927 haben sich 155 Juden durch den Jerusalemer Waad Hair um das palästinensische Bürgerrecht beworben. Der gesteigerte Export nach Syrien. Der amtliche französische Bericht über das syrische Mandatsgebiet weist bei der Besprechung des Handels Syriens während des 3. Quartals 1927 auf das spr u nshafte Ansteigen der Lieferungen Palästinas hin, die von 1,6 Millionen Piaster im ersten auf 5,3 Millionen im zweiten und 8 Millionen Piaster im dritten Vierteljahr emporschnellten. Die Steigerung hat ihre Ursache darin, daß die palästinensischen Produkte in Syrien Zollfreiheit genießen, ebenso wie die syrischen in Palästina, und daher der hohe Wertzoll von 25 Prozent auf die Waren aller anderen Länder wie ein Schutzzoll zu ihren Gunsten wirkt. Der amtliche französische Bericht hebt die nach wie vor anhaltend starke Einfuhr von Haifa-Zement hervor, der sich einer dauernden Bevorzugung erfreue, und den deutschen Zement zu verdrängen beginnt, y-;' ' ■ , v III II ff IEII11Ii:i 91111 llllf 11 III! III! JI if Ellllllff 1 lf Illf Ii 111 f f IIIIII f lllf III I tf 1 f ri^. I Talare »»>" Bareitel für Kultus l und Justiz 2 I in den mannigfaltigsten Formen erhalten 2 Sie fertig und nadi MaB In bester Qualität E- Preisen! 1 in der altbekannten D. Wien,II.TaiiGS'Ta9eHr.Kii (Ächtung auf Hausnummer!) W* Tel, 45-29 Oegr. 1866 | Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben! §f _ Tersand nach allen Weltteilen 1 ' Reith illustrierte Kataloge gratis l § ^IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIW Die neue Immobiliensteuer. Die Regierung veröffentlicht einen Gesetzentwurf über die Einführung einer Steuer auf unbewegliches Eigentum, der die aus der Zeit der Türkenherrschaft stammende städtische Immobilien-Steuer» die sogenannte „Werko", ablöst. In dem neuen Steuer-Entwurf ist vorgesehen, daß die Immobilien-Steuer höchstens 12.5 Prozent des Wertes des Haus- oder Bodenbesitztums nach der letzten Jahresschätzung betragen dürfe. Die bis jetzt in Geltung gewesene Werko-Steuer belastete jedes unbewegliche Besitztum mit einer jährlichen Abgabe von vier bis zehn Promille des von einer Schätzungskommission ermittelten Kapitalswertes. Liquidierung der Waisenfürsorge des Joint. Das vom Joint Distribution Committee im Jahre 1919 in Jerusalem eingesetzte Komite für Waisenfürsorge ist nunmehr aufgelöst worden. Das Komite hat in. den neun Jahren seiner Wirksamkeit für etwa 4000 Waisenkinder gesorgt und rund 500.000 Pfund ausgegeben. Außerkurssetzung der ägyptischen Währung. Wie amtlich mitgeteilt wird, beabsichtigt die Palästinaregierung, Ende Februar die ägyptische Währungi die bisher in Palästina noch gesetzliche Zahlkraft hatte, außer Kurs zu setzen. Zusammenschluß im Hapoel Hamisrachl. Der linke Flügel des Hapoel Hamlsrachi in Palästina hat vor kurzem den Austritt aus der Allgemeinen jüdischen Arbeiterorganisation (Histadruth) und den Wiederanschluß an die Organisation Hapoel Hamferach! voÄfeogen. A«s diesem Anlaß fand eine Reorganisation der Partei statt. Die Partei hat der Sheik-Abrek-Siedlung 300 Pfand zum Ankauf von Sämereien und der Anlage einer Geüügelfarm zur Verfügung gestellt. Enthüllung eines Grabsteines für Achad Haam. Am Sorntag den 22. Jänner, ein Jahr nach dem Ableben des hebräischen Philosophen und Begründers des Ku'ltanzionismus, Achad Haam (Ascher GLnsburg), wurde auf dessen Grabe in Tel-Awiw ein Gedenkstein gesetzt Die feierliche Zeremonie wuide von der Stadtverwaltung von Tel-Aiwirw, die auch den Grabstein gestiftet hart, arrangiert Auf dem Friedhof hatten sich tausende jüdische Bürger von Tel-Awiiw und Abordnungen aus anderen Städten eingefunden. Die Schüller und Schülerinnen der Tel-Awiwer Schulen zogen in Reih und Glied zum Friedhof. Der Dichter Chaira Nachman BialLJc hielt die Gedenkrede auf den jüdischen, geistigen Führer. Eine neue Siedlung in Judäa. Die Kolonisationsafbteilung der Zionistischen Exekutive. begann mit der Ansiedlung von 12 Familien in Romatajim aus den Mitteln des Aufhaufonds. Die Ansiedler sind alle in der Agrikultur ausgebildet nnd haben in Palästina lange Jahre praktiziert. „Gan Chaiim." Wie der ,;Haaretz" meldet, beabsichtigt eine Gruppe amerikanischer Zionisten auf einer Fläche von 750 Dunam eine Orangenpflanzung anzulegen. Die Kaufverträge sind bereits abgeschlossen. Die Plantage dieser ,Pardeß soll den Vornamen des Präsidenten Weizmann tragen: Gan Chajim. Gastspiel der Habimah. Die Habirnah, die jetzt noch in Deutschland gastiert, wird im Laufe des März in Palästina eintreffen, um während einiger Monate dort Vorstellungen zu veranstalten und auch ihr Repertoire durch Einstudierung neuar Stfücke zu ergänzen. Hygienekurse an der Hebräischen Universität Die Abteilung für Hygiene an der Hebräischen Universität zu Jerusalem hat zweimonatige Kurse für öffentliche Gesundheitspflege eingerichtet, die für Aerate, die in Landgemeinden tätig sind öder dort tätig zu sein gedenken, bestimmt sind. Die Kurse begönnen im Monat . Februar. Tuberkuloseforschung. Der Vorstand der Liga für den Kämpf gegen die Tuberkulose in Palästina hat beschlossen, Untersuchungen über den Stand der Tuberkulose in Palästina vorzunehmen. An einer Reihe von Orten sollen allgemeine und teilweise Untersuchungen von Angehörigen der verschiedenen Klassen erfolgen. Die Liga hat zu diesem Zweck besondere Beiträge vom Joint, und aus Südafrika erhalten. Die Liga hat Dr. Normann aus Tel-Awiw eingeladen, diese Untersuchungen vorzunehmen. Er beginnt dieser Tage mit seiner Arbeit, und zwar zuerst in Petach Tikwah. Sir A. Boyd-Carpenter in Jerusalem. Major Sir ArcMbald Boyd-Carpenter», Mitglied des Unterhauses und früherer Unterstaatssekretär im Schatzministerium, weilte einen Tag lang in Jerusalem und hielt Besprechungen mit dem Chefsekretär der Palästinaregierung, Colone! Symes, dem Direktor des Steuerdepartements Stead, und dem Direktor des Erziehungsdepartemts Boman ab. Et besuchte auch die hebräische Universität. Ein Unterseekabel. Aus London wird berichtet, daß die Arbeiten zur Legung eines neuen Unterseekabels, das Palästina mit dem übrigen unterseeischen Telegraphensystem verbinden soll, beendet und daß schon in der nächsten Woche das Kabel durch die E'astern Teflegraphic Company dem öffentlichen Verkehr übergeben werden wird. Das Rabe! verbindiet Haifa mit Larnaka auf Cypern und äst das erste Unterseekabel, das in Palästina mündet. Die Höhle Machpelah. Der Oberste moslemitische Rat dementiert die Meldung, wonach er den Zutritt " zur Höhle Machpelah den Nichtmohammedainern gestattet hätte. Es ist interessant, daß die jüdischen Zeitungen Palästinas bereits gegen die Höhe der Eintrittsgebühren zur Höhle Machpelah Stellung genommen haben. Es scheint sich hier somit eher um die Rückgängigmachung als die Nichtfasswig eines Beschlusses zu handeln. SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale IX., Berggasse 19, Telephon »7-3-99 n. 16-9 34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für ^-Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbmats der lsr. Kol« tusgemeinde Wien IX. Bergg. 19 / XVIII.« Wührlngoritr. 97

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