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Die neue Welt · 1928-01-27 · Heft 19 (27.1.1928) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 19 (27.1.1928)
Date
1928-01-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 19 Nachdem auch die aktuellen h o c h s c h u 1 p olitischcn Fragen 'besprochen wurden, versprach das Präsidium, wie bisher für die jüdische Studentenschaft zu sorgen. Isaak Deutsch, der langjährige Leiter der Freien .jüdischen Volksbühne, ist von seiner südamerikanischen Tournee nach vieljähriger. Abwesenheit zurückgekehrt und wird, wie wir bereits gemeldet haben, seine Tätigkeit an den „Jüdischen K ü n s 11 e r s p i e 1 e n" im Theater Reklame, Pratcrstraße 34, aufnehmen. Erstauftreten des großen Schauspielers und Sängers Freitag den 27. d. in „Die Opferung Isaaks", Singspiel in vier Akten von Goldfaden. Einfe3 jüdische Buchgemeinschaft in Wten. Das Kulturamt des Zionistischen Landeskomitees hat im Vorjahre eine jüdische Buchgemeinschaft geschaffen» deren Aufgabe es ist, ihren Mitgliedern hebräische, jiddische sowie Bücher jüdischen Inhaltes in anderen Sprachen zu ermäßigten Preisen zu liefern. Außerdem gibt die Buchgemeinscnaft an ihre Mitglieder jährlich ein bis zwei Bücher unentgeltlich oder gegen Aufzahlung eines minimalen Betrages ab. Mitglied kann jeder Jude wer Jen, der einen Jahresbeitrag, von 5 Schilling entrichtet. Jedes Mitglied kann überdies mit einer Ermäßigung von 15 bis 25 Prozent, sämtliche Veröffentlichungen der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, ferner mit einer 25prozentfgen Ermäßigung die im Jüdischen Buch- und Kunstverlag in Brünn erschienenen Werke beziehen. Als erstes Werk wird das im Phaidon-Verlag herausgegebene Buch Dr. N. M Gelbers, „Die Vorgeschichte des Zionismus", in welchem der bekannte Historiker die Vorgeschichte des Zionismus auf Grund neuer archivarischer Materialien beleuchtet, den Mitgliedern gegeben. Anmeldungen nimmt das Kulturamt, Wien, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags, mündlich, 'telcphonisch und schriftlich entgegen (Tel. 77-4-85). Predigten in den israelitischen Gemeindetempeln. Freitag - den 27. Jänner 1928 werden bei dem um 4 Uhr 45 Minuten beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeindetempeln Predigten abgehalten werden, und zwar: I., Seitenstettengasse 4 (Rarbiuer Dr. J. M. Bach); II., Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); XV., Tuflyergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht). In den Gemeindetempeln XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feü'chtwang) und XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann) finden am Samstag den 28. Jänner 1928 beim Morgengottesdienst (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) exegetische! Vorträge statt. — Samstag, .3 Uhr nachmittag, Jugendgottesdienst in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen/ Jüdische Bühne (2. Bezirk. Taborstraüc 12, Hotel Stephanie). Wochenprogramm: Freitag, 27. janner „Der blinde Maler". Lebensbild mit Gesang in drei Akten. (Premiöre.) — Samstag, Sonntag und Montag ..Der biin.de Maler". Sonntag, 3 Uhr nachmittass „P i e Jüdische Anna Karenina. Lebensbild mit Gesang in vjer Akten (freier Eintritt). — Dienstag, 1. Februar „Z i p k e Feier". Komische Operette in vier Akten. — Mittwoch, 2. Februar „Das alte und neue Geset z". Lebensbild mit Gesang in vier Akten. — Donnerstag, 3. Februar „Die weiße Sklavin". Lebensbild in vier Akten. Beginn 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage freier Eintritt. Jüdische Künstlerspiele, II., Praterstraßc 34. Woche nropertolr: Freitag, den 27. „Die Opferung Isa.ks", Singspiel in vier Akten von Goldfaden. — Samstag, den 28. und Sonn-, tag» den 29. „Die Sommer fr i s c h e", Komödie von G o I d b e r g. — 'Montag, den 30. „Bcrkc Durak" Lebensbild. Jüdisches Künstler-Kabarett, Wien, II., Praterstraße 60. Freitag: „Mensch soll men sein", Operette in drei Akten von M. Schorr. — Samstag: „Chantsche in Amerika", Operette in drei Akten von A. Sqjiorr. — Sonntag: „Dus Mädel vih der West", Operette in drei Akten vqn Tomaschewsky. — Montag: „Die Stiefmame", Lebensbild mit Gcsamjrund Tanz in drei Akten von Kalmanowitz. — Dienstag: „Sulamfth", Hlsjprische Operette in drei Akten von A. Goldfaden. . Opernsänger Ludpwic Virag als Abischuloini. — Mittwoch, den 1. Februar: „Zipke Feier, Operette in vier Akten von Rumschynski. — Donnerstag, 2. II. Bunter Theaterabend mit anschließendem Tanz. Veranstaltung der Organisation der Jüdischen Angestellten in öffentlichen Diensten Oesterreichs. Beginn viertel 9 Uhr, Einritt frei, Ende 11 Uhr. Vereinsnachrichten. Jüdisches Zentrum der Sozialen Hllfsgernelnschalt Anitta Müller, II., Untere Augartenstraße 35. Sonntag, den 29. d. I. Jüdischer Nach-, mittag mit Eröffnungsrede von Rabbiner Dr. D. Feuchtwang und folgendem Programm: Choral Norbert Güigold, Kol-Nidre Siegfried Grünberg, Rezitation Oskar Teller, Sprechchor. Beginn 4 Uhr nachmittags. Gäste herzlich willkommen! Moadon Iwrl. Samstag, den 28. d. um halb 8 Uhr abends Im Vereinsheim. IL, Zirkusgasse 33, Vortrag Prof. M. Chartiner: Schirat Dworah. Zlou. Rev. Jugendbund „Brlth Ha-Joflra". Samstag, den 4. Februar, 7 Uhr abends im neurenovierten Vereinsheim, IL, RembrandtstraOe 18, außerordentliche Generalversammlung. Antrage in der Vorbesprechung am Samstag, den 28. Februar, 7 Uhr abends. Referat: Paul Haller. . , Der Jüdische HochschulausschuB beabsichtigt Seminarien für verschiedene Zweige Jer jüdischen Wissenschaft (z. B. jüdische Geschichte, hebräische Literatur, jüdische Weltanschauung, jiddische Philologie, jüdische Gegenwartsfragen) unter Leitung hervorragender Fachmänner wieder zu eröffnen. Anmeldungen hiefür werden täglich zwischen 12 bis 2 Uhr im Jüdischen Hochschulausschuß, IX., Zimmermannplatz 8, Telephon A 25-2-28 entgegengenommen. Zionistische Jugendgruppc Leopoldstadt. II., Zirkusgasse 33. Wochenprogramm: Samstag: 4 Uhr Zionistika-Kurs, 5 Uhr Sichah der Kwuzah „Alef". 7 Uhr Sichah der Kwuzah „Dror", 8 Uhr Hebräisch für Anfänger 1. — Sonntag: Wanderung. Treffpunkt um 8 Uhr beim Vereinslokal. — Montag: 7 Uhr Sichah der Kwuzah „Dror", 8 Uhr Sichah der Kwuzah „Alei": 7 Uhr Hebräisch für Anfänger 1, halb 9 Uhr Hebräisch für Vorgeschrittene. — Dienstag: 7 Uhr Hebräisch iür Anfänger 2. — Mittwoch: 7 Uhr Hebräisch für Vorgeschrittene 2, 7 Uhr Sichah der Kwuzah . „Dror", 8 Uhr Plenarversammlung. —. Donnerstag: 7 Uhr Hebräisch für Anfänger 2. — Freitag: 8 Uhr „Tanach". Zugunsten der Klnderlürsorge In Palästina veranstaltet die Zionistische Frauengruppe Mariahilf-Neubau am 5. Februar d. j; um 3 Uhr nachmittags im Cafe Palacc, VI., Mariahilierstraße 99. eine C h am i s e h a Ii - A s s a r - F e i e r mit erstklassigem Programm und nachträglichem Tanz. Gäste willkommen. „Theolotcla" Verein Jüdischer Hochscüüler an der Israelitischtheologischen Lehranstalt. Wien, Tempelgasse 3. Bei der am 18. d. Mv sjattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung wurden folgende Herren in den Ausschuß gewählt. D. Kahane als Präsident, S. Schönblum als Vizepräsident und I. Schriftführer, J. Giitzenstein als Vizepräsident, H Frodig als Kulturreierent, S. Kalberg als Kassier und .1. Glaser als 2 Sclirirtfr>lirqr. ™ n Vur0!n i"d!sc"° Geschichte und Literatur. Montag, den 30. Jänner, halb 8 Uhr abends im Saale des Sportklubs „Hakoali", I., W pplingerstra'fe 24, Vortrag Dr. Josef L ö w y über „Jonathan Eiben. Seilitz und seine Zeit*. Nachher Generalversammlung. Gäste herzlich willkommen. Der Jüdische Frauen-Wonltätlgkeitsveroln X., veranstaltet seinen Hl. ticstllschaftsabcnd mit Vorträgen und Tanz um Dienstag, den ■iL Jänner 1928 um halb 9 Uhr abends in den Olympia-Sälen, Wien. L, Koua&se 3. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: Oskar Beregi, Else Kaufmann. Kurt Lessen, Gertrude Kraus und Emmy Wollner. Das Reineriragnis dieses Abends ist der Aktion „Kinder aufs Lau d" gekass'a*'' ':n zu S 3,50 bt'i alle" Vorstandsdumen und an der Abend- Oer Jüdische WoliltätlKkeltsverein „Brüderlichkeit", IL, Untere AugarteiUjtraße 11 veranstaltete am 15. d. M. eine Chajcs-Gedenkieier und verband sie mit einer Kinderbskleidungsuktion. Nachdem Obmann Malkiel f.rünwald die Kroßen i<hi|arichropischcn Leistungen des unvergeßlichen Oberrabbiners Dr. Chajes würdigte, wurden 25 Kinder komplett bekleidet und 15 Kinder mit verschiedenen Kleidungsstücken beteilt. 'Besonderes Lob gebührt aufJer den vielen anderen Spendern In erster Linie Herrn Karl A I t in a n n und den Firmen Julius ~K r u p n i k und \. Ger u Kroß A.-C!.. die mit reichlichen Sachspenden die Bekleidungsaktion förderten. ^iiiiiiiiiiimiiimiM 1 Zionistische Jugendorganisation || Briglttenau, XK., Jagerstraße Nr. 30/9 | PROGRAMM DIESER WOCHE: ü Sonntag, 29/1.: Freie Zusammenkunft S Montag, 30/1.: Ab «/98 Uhr Bibliothek; §§ Vs9 Uhr hebräischer Kurs j§ Dienstag, I ./II. - '/,8 Uhi Plenarversammlung H mil äußerst diingender Tagesordnung 5 M»twocb,2/N.: V88 Uhr hebräischer Kurs, 5 ab '/,9 Uhr Biblioihek 1 Donnerstag, 3./1I : 7 Uhr Sichah der Kwuzah =j 5 „Gid,on"; 8 Uhr Referat j§ ff Freitag, 4. K.: Geschlossen 3 H Samstag, 5./II.: Schachabend j| ^T!f tiiiuiTim ttinmtiti mmimiy itminmi ^nn > im iiimmm nmitr tnnumii titmimiuit^' Schiffmann-Ball. Wie alljährlich, nahm auch der heurige Ball des Warenhauses Brüder Schiffmann ei<nen sehr schönen Verlauf. Der Abend wurde von einer Akademie eingeleitet, die durchwegs von erstklassigen KtiuStkräften — Max Brod, Bert SHving, Else Kaufmann, Fred Gärtner und andere — bestritten wurde und das zahlreich erschienene, den besten Kreisen angehörende Publikum, das die Olympiasäle bis auf das letzte Plätzchen füllte, in die beste Stimmung brachte. Insbesondere Herr Fred Gärtner erntete für die mit bemerkenswerter technischer Schulung vorgetragenen französischen, italienischen und deutschen Arien lebhaften Beifall. Der anschließende Ball dauerte bis in die frühen Morgenstunden. In einer improvisierten Ansprache gedachte Herr Kern namens der Angestellten des 20jährigen Geschäftsbestaudes der Firma Brüder Schiffmann, rühmte in warmen, herzlichen Worten den Fleiß) die Tüchtigkeit und vorbildliche Geschäftsführung der Brüder Schiffmann und überreichte den anwesenden Chefs im Auftrage des Personals eine sinnige Erinnerung. Die Brüder Schiffmann, insbesondere Herr Max Schiffmann, wurden von den Anwesenden lebhaft gefeiert und 'beglückwünscht. Die Tribüne. Ein Sprechsaal für unsere Leser. „Chajes-Realgymnaskim". Zum Andenken an Chajes wurde das von'ihm, geschaffene und durch längere Zeit vorwiegend durch seine Werbekraft und Fürsorge erhaltene jüdische Realgymnasium „Chajes-Realgymnasinrn" genannt. Damit sollte die sichtbare Legitimation geschaffen werden, um, statt für die Schule selbst, für die Marien des Toten Bittgänge antreten zu können. Öb damit im Sinne des Verstorbenen gehandelt wurde, muß füglich bezweifelt werden. Chajes war kein Philanthrop gleich den Baronen Hirsch und Rothschild, die persönliche Werke schaffen wollten. Er wollte Diener seines Volkes sein, dem Volk den Weg auch durch initiative Schaffung"-erster Werke, eines Anfangs, zeigen. Das nationale Leben eines'Volkes verlangt einen eigenen Gern ein willen: politische Führung und Organisation; ein eigenes Land mit eigener Kultur: den hebräischen Judenstaat in.Erez Israel; seine national erzogene Jugend: die jüdische Schule. Dafür hat Chajes gewirkt. Für den Gedanken der jüdischen Schule und seine Realisierung hat er mit besonderer Liebe geworben, für die Erziehung unserer Jugend, wie wir sie verstehen. Mit einem Herzl- Wort kann man sagen, die Juden, die sich ihre Jugend erziehen wollen, werden ihre Schule haben und sie werden sie verdienen. Nicht diejenigen, die sich angesichts des Toten wider Willen vor Chajes Größe beugen mußten, werden den .gehaßten nationalen Juden die Schulen erhalten, sondern die Juden, die sie um ihrer nationalen Ueberzeu- •gung willen brauchen. Wer sich in Not befindet, mag für sich selbst um Almosen betteln. Wer ein Volk führen will, "muß an seine Idee glauben und fordern, was sie verlangt. Für die jüdische Schule des jüdischen Volkes, nicht für die Wahrung eines Nachlasses.-Das Denkmal für Chajes in Wien wird ein nationales Schulwerk sein, das die jüdische Volksge-. meinde errichtet, erhält und mit Stolz als ihr wertvollstes Eigen, als Hort ihrer Jugend und Kultur, betreut. Hans Kan<II. JÜDISCHE SPORT* UND TüRNBEWEüUNO. Ein zweiter Erfolg der verjüngten Hakoah-Mannschaft. . H a k o a h konnte Sonntag im Cup den spielstarken zweitklassigen Prot'essionalvereiu Vorwärts 06 mühelos 6:0 besiegen. Die Krieauer Mannschaft ohne die Stars Fischer, Heß, Fried und Wort mann 2 spielte weit ambitionierler als in der vergangenen Saison, und wenn noch einige der ehemaligen Größen jüngeren Spielern weichen werden, wird es sicherlich auch nicht von Nachteil sein. Die größte Ueberraschung brachte Maasn e r. Dieser junge Stürmer, der den Posten Fischers einnimmt, war um Klassen besser als sein Vorgänger. Er hat einen rasanten Lauf, spielt nicht egoistisch und versteht auch zu schießen. D raiidcs wird von Spiel zu Spiel besser und zählt bereits jetzt zu den besten Mittelläuiern der ersten Klasse. Barfoak wurde als Stürmer versucht und bewährte sich auf diesem Platz ausgezeichnet. Er ist hart und durchschlagskräftig. Der beste Techniker im Sturm war Fuß. Sehr schwach spielten Neufeld und Schönte id. Letzterer vergab die günstigsten Torchancen. Po Hak und Stroß unterstützten wirksam den Angriff. Die Verteidigung S c h e u e r-Fe 1 d m a n n hatte wenig zu tun. Als knapp nach Seiteuwechsel Feldman» ■uijgercch&erweisc ausgeschlossen wurde, Iiiidt der brave Scheuer allein den gegnerischen Sturm in Schach. Der beste Mann bei den Unterlegenen war Milnarik (früher Aiistria). Die Tore erzielten Mausner (3), Fuß, Schönfeld und Neufeld. Hakoah stellte folgende Mannschaft: Rosenfeld; Scheuer, Feldmann: Stroß, Brandes, Pollak; Ncufcld, Fuß, Schönfcld, Barbak, Mausner. In der nächsten Cttprunde spielt Hakoah am 5. Februar gegen Austria. Die Hakoah-Sport wo che in Paris. Wie bereits berichtet, findet anfangs April ein« Hakoahsportwoche in Paris statt. Veranstalter dieser Sportwoche ist der vornehme Klub Stade Francas, Pari s. Die erste Hakoahhookeymannschaft wird gegen Stade Francais und noch einen zweiten Pariser Verein antreten. Die Wasserballmannschaft wird ebenfalls auf sehr starke Gegner stoßen. Von der Rennschwimmaibteilung werden die Besten, wie Gold'berger, Nassau, Lichtenstein, Guth sowie die Damen Hody Bie-«. nenfeld, Löwy und Idy Kohn an den Start gehen. Heß und Wortmann II reisen nach Amerika. Die Verhandlungen der beiden Spieler mit der Hakoah führten zu keiner Einigung. Der jüdische Verein hat im Gegensatz zu früher die großen Ansprüche dieser Spieler glatt abgelehnt und läßt sie nach Amerika ziehen. Dieses Vorgehen der Hakoah ist ganz richtig. Spieler, denen der alte Hakoahgeist mangelt und die in dem' jüdischen Klub nur eine Melkkuh sehen, haben dort keinen Platz. Gerade an Heß utid Wiortmann II hat die Hakoah den größten Undank erlebt. Der jüdische Verein hat aus ihnen erstklassige Spieler gemacht und sie, finanziell Immer gilt gestellt. Aber jetzt, wo sich Hakoah in einer schweren Lage befindet, wollen diese beiden Gentlemen von diesem Verein nichts wissen. Die Höchstgage von 300 Schilling ist ihnen zu wenig! Sie haben bereits mit Giants (New York) Verträge abgeschlossen und reisen anfangs Februar nach Amerika. .. Der erstklassige Amateur verein Hasmonea trug nach einer längeren Pause vergangenen Sonntag ein Spiel gegen Hohe Warte (3. Klasse) aus, das 2:2 unentschieden endete. Die neuen Spieler des jüdischen Vereins, Mondschein (früher-W. A. C), Großmann' und Messinger (früher Hakoah), bewährten sich sehr gut. Beide Tore erzielte Reißmann. Hasmonea stellte folgende Mannschaft: Fingerhut; Weinwürm/ Klarfeld; :Palmer, Großmann, Mondschein; Sternbach, Haas, Messtoger, Arm, Reißmann. , , . Großer Erfolg des Berliner Boxklubs Maccabi. Die am 19. Jänner in Berlin vor mehr. als. 2000. Zuschauern stattgefundene Boxveranstaltuhg wurde zu ' einem: großen Erfolg für den jüdischen Boxklub MäccabiV der die Tennis- Borussia mit 9:3 Punkten schlug. Maccabi trifft nunmehr in der Endrunde , um den Pokal auf den Böxklub Heros». Die Maccabi-Sieger sind Balsam, Friedländer, Fuchs, Malz. Ein jüdisches Hallensportfest in Berlin. Am 18. März veranstaltet das Jugendamt der jüdischen Gemeinde' Berlin im Sportpalast ein Hallenfest.. An dieser Veranstaltung beteiligen sich sämtliche * jüdischen Turn- und Sportvereine Berlins. Bar Kochba, Boxklub Maccabi, Sportklub Hakoah lassen ihre ersten Kampfmannschaftenantreten. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten entsendet seine Jiu-Jitsu-Gruppe, die anderen Turnvereine schicken ihre besten Turner. Aus dem! vielseitigen ^Programm seien erwähnt: Handballspiel, 1500 Meter-Vorgabelauf mit Katz am Start, gymnastische Uebunge.n der Frauen^ Boxkämpfe des Maccabi, ein Hockey Wettspiel; eine Rundenstaffel für Männer und Frauen sowie ein Fußballspiel. . Von Berlin nach Palästina auf Motorrädern. Am 8. Jänner kamen von Beirut nach Haifa zwei Mitglieder des Deutschen Automobilklubs, die von Berlin nach Kairo auf Motorrädern gereist waren. Sie begaben sich am 12. November auf den Weg und fuhren, über Oesterreich, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien und die europäische und asiatische Türkei. In Kohstantinopel würden sie von den türkischen Behörden länger als ..zwei Wochen zurückgehalten. Sie gehen jetzt von. Haifa nach Tiberias und Jerusalem und von dort über Jaffa—Tel-Awiw und die Sinai-Wüste nach Kairo. * Ein jüdischer Preisträger im Offiziersreiten in Palästina. Vor kurzem fand im Militärlager be^ Lud.d ein großes S p o r t w e 11 r e i t e n der englischen Offizierfcstatt, bei welchem auch Oberkommissär Lord P1 u m e,r»£$it Gefolgschaft anwesend war. Den ersten Preis erhielt^djsr jüdische Polizeioffizier Langer, mit seinem Pferd „Tijüs der Bösewicht". Auch unter den übrigen Preisträgern W* finden sich zwei jüdische Polizeiangehörige. Der Sportklub Hasmonea hat seinen Klubsitz, In das Cafe IJdp, III., Dampfschiffstraße Nr. 20, verlegt. Die täglichen Mitg iede^usamr menkünfte sowie die Trainingsabende der Table-Tennis.Selcüon -finden dortselbst statt. Kommenden Samstag, 8 Uhr abends, Spielerversammlung und Mannschaftsaufstellung. ■ Jüdischer Sportverband. Montag, den 6. Februar, 8 Uhr, Vorstandssitzung im Cafe Exzelsior. Hechawcr besiegte in einem Freundschaftsspiel den b. C: Kadimah 2 : 1. Beide Tore für Hechawer erzielte Adler. Flußmann und Pilllngcr (Makkabi) nehmen als Vertreter Oesterreichs an den Tisch-Tennis-Weltmeisierschaften in Stockholm teil. Schlanger, der tüchtige Hakoah-Ringer, wird Oesterreich int Länder-Ringkampf gegen Italien (Federgewicht) vertreten. In dem Oualifikatiouskampf siegte der Hakoahner gegen Pakarek (Simraeringer S. C.) in 23 Minuten. Gustl Kuble. die bekannte Hockeyspielerin des S. C. Kritzendorf, hat sich bei der Hakoah angemeldet. ■ A Die Hakoah-Reserve, die an der gemischten Meisterschaft (Nord) teilnimmt, trägt im Frühjahr folgende,Matches ans: 12. Februar B. A.C, 26. Februar: Bruck, 4. März Möd|ing^l8. März Achau, 1. April Deutsch- Wagram, 8. April Rapid, 15. April Slovan, 22. April Baden, 29. April W. A. C. 20. Mai Hainburg, 27. Mai Simmering. In einem Freundschaftsspiel siegte Hakoah-Reserve gegen Vorwärts Q6-Reserve 8 :3. Die Tore erzielten Kestler (3), Schweinburger (3) und FJJrsi (3). Makkabi. Samstag, S Uhr Spiclerversamtiiluiig. Aufstellung. Die Generalversammlung findet am 2. Februar um: 8 Uhr im Cafe L"ovrana, 3. Bez., Löwengasse 36, statt. Anträge schriftlich acht Tage vorher. — Hasmonea. Samstag Aufstellung im Klubhelm. — H a g i b o r. Samstag, 8 Uhr Spielerversammlung im Caf& Walloch. Sonntag zwe| Spiele auf dem Hertha-Platz. — Hechawer. Samstag, 7 Uhr Spielervcrsammluug. Die Ülau-Welll-Rcdoute der Hakoah (Uicutathjetiksektion). Die Blau-Weiß-Redoute der Hakoah-Leichtathleten brachte dem Verein einen finanziellen und moralischen Erfolg Der Reingewinn wird zum Ausbau der Leichtathletiksektion verwendet. Um das Gelingen der Veranstaltung machten sich die Herren Löwy, Bürger. De u t sc h er, T i c h l er und Marmorck besonders verdienstbar. Fast sämtliche jüdische Sportvereine waren vertreten, darunter die Grazer Hakoah durch ihren Präsidenten Weiß, Makkabi.IX durch die Turnwarte ZI me t, Taus, sig und Hasmonea durch K a r 11 u e r und S o k o I. Der Jüdische Sportverband entsandte den Präsidenten Földes und den Verbands«, ktti'itüu. Fi sc us.

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