Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1928-01-13 · Heft 17 (13.1.1928) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 17 (13.1.1928)
Date
1928-01-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2711613-2711630-2711632--0225-2713351
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 12 DIE NEUE WELT Nf.!T Theater und Kunst Johann Strauß-Theater. Zum ersten Male: „Die Miiiiardärin", Text von Grairiolistae-dti'ri und Schütz. Musik von Bruno Graiiichstaedten. Oft wurde in der letzten Zeit die Frage aufgeworfen, ob die Operette schon tot sei und die Revue ihr Erbe in der Puhlikuinsgutist angetreten tobe. Grnnichstacdten -hat es.den Anhängern beider Kunstgattungen recht gemacht und ein neues Genre, eine ..Opcrettcnrevuc" geschaffen, die einen außergewöhnlichen Erfolg erringen konnte. Die neue Operet'renrevue gibt in elf Bildern die Möglichkeit, alle Finessen der Revue, aber auch die paukende Handlung einer gutgezimmerten Operette mit großangelegten Firtalis zu genießen. Die Milliardär!« Evelyne ist ein übersättigtes Luxusgeschöpf, die — von allein angewidert — das Rezept ihres Arztes „ein Jahr Arbeit" befolgen will, um wieder neuen Reiz am Leben zu gewinnen. Sie lernt es auch wirklich von allen Seiten — auch von den traurigsten — kennen, allerdings hat sie an ihrem ehemaligen Jazzbandtrommler einen Schutzengel, der sie immer noch vor dem Schlimmsten bewahrt. Zum Schluß kehrt sie zu ihren Milliarden zurück, 'hat sich aber von ihrem Weg durchs Leben einen Gatten mitgebracht. In diese Handlung hat Graiiichstaedten mit glücklicher und verschwenderischer Hand unzählige reizvolle Melodien eingestreut, seine Stärke sind Blues und Boston, besonders scliön sind ihm aber ein Walzer und ein Kinderiied geraten. Die-Darstellung war ein Triumph für sich. Wo sab man je einen Tanzkomiker wie Harald Paulsen? Dieser charmante Künstler,'dieser Tanzakrobat ist von einer so .bezaubernden Natürlichkeit und Frische in Spiel und Gesang, daß er sich die Sympathien des.'Publikums einfach im Sturm erobert. Seine Partnerin war Betty Fischer. Diesmal hatte man es-ihr nicht leicht gemacht. Ihre Rolle verlangt vielseitiges'Können, nicht nur. gute Gesangsmitteil .und blendendes .Aussehen. ■ Sie war ausgezeichnet wie noch nie. Die Rolle des,.Tenors, war.dem...eleganten Manfred,Koempel an-, vertraut, eine neue Soubrette, Irene Amibrus, zeigte' gute Tanzkunst. - Die Regie lag in den Händen Haiis ßrahuis< vom Burgtheater, die Bühnenbilder waren 'von Maler Kunz, beide schufen wahre Wunder. ^:Es wurde .ein. Erfolg, wie ihn seit Jahren keine Operette' hatte. '; * ______ c.-k.- Jüdische Bühne, II.. TaborstraGc 12 (Hotel Stephanie). Woclienprogrämm:" Freitag u'cn 13. d. Erstaufführung „Das alte und neue Gesetz". Lebensbild mit Gesang in vier Akten. Mitwirkend, die Damen U I ü c k s in a n n, Braclawska, L e r c s c o, W.albers, G I a tt s t e f n und die Herren M c I z e r, Bell, Reismann, Walb.e r'g, P o d z a m c z e, S c Ii o r r. Samstag den 14., Sonntag den 15. und; Montag, den 16. d. „D a s a 11 e und neue G e s e t z". Lebensbild mit Gesang in vier Akten. Sonntag, 3 Uhr nachmittags. „Dem C Häsens T o all t c r". Komödie mit Gesang in vier Akten (freier Eintritt). Dienstag den 17. d. Aufführung „Chusen Kaie". Lustigste jüdische Komödie.! mi f. Gesang "in vier Akten. Mittwoch den 18. d. „Jankaie". Operette in drei Akten. Donnerstag den 19. d. „D e r S"c Im c i d c r a 1 s G c ni e i n d e r a t". Komödie in vier Akten. Beginn 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage freier Eintritt. Verelnsnächriehten. Jüdisches Zentrum der sozialen Hilisgeracinschalt AnUta Müller, IL,. Untere Augarfenstraß.c . 35. Der Kurs für kunstgewerbliche Handarbeiten hat Donnerstag den 5.' d. begonnen und tindet allwöchentlich Donnerstag von halb 8 Uhr an statt. Einige Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Hebräisch für Kinder gemeinsam mit dem Eltern-- verband des II. Bezirkes Mittwoch und Freitag von 2 bis 3 UIcr (Lehrer Daft). Hebräisch ilir Auiänger Mittwoch und Samstag von 7;bis 8 Uhr (Haber-Helmer). Hebräisch für Vorgeschrittene Montag und Donnerstag, von 8 bis halb 10 Ühr (Dr. Mcnazeach). Hebräisch für sehr Vorgeschrittene Montag und Donnerstag von 8 bis halb 10 Uhr (Prof. Gelernter). Französisch für Anfänger (Prof. Dr. Hirschl) Dienstag von 7 bis 8 Uhr.' Anmeldungen'für obangefiihrte'Kurse sowie für Englisch für Anfänger und' ■Vorgeschrittene, rhythmisches .und neuzeitliches Turnen, KIavicruntcr-_ rieht. Hygiene des Alltags, Iiidividualpsychologie, Säuglingspflege werden" täglich von 5 bis 8 Uhr abends im Sekretariat entgegengenommen. Vor-' anzeige!' Die jüdischen Soniitagnachmittage beginnen wieder am 22. d. Zionistische Sektion Innere Stadt. Mittwoch den 18. d., halb 9 Uhr, abends, im Kolonnadencafe, Wien, I., Rathausplatz 4 (Gelber Saal), Gcncralversammluns. Tagesordnung: Bericht und Neuwahlen. Eventuelles. Zionistische Bezirkssektion II. und Jugendverein Ercz Israel. Sonntag den 19. Februar, halb S Uhr abends, zweites hebräisches Konzert (Kqmpositipnsabend Artur Wolf) im großen Konzerthaussaal. Zionistische Jugendgruppe Leopoldstadt, L, Zirknsgasse 33. Wochen- Programm: Samstag: 4 Uhr..- Zjonistikakurs; 5 Uhr, Sichah der Kwuzah Alef; 7 Uhr.'Sichah der Kwuzah Dror; 8 Uhr:"Hebräisch für Anfänger l. ~ Montag:? Uhr, Sichah der Kwuzah Dror, 8 Uhr, Sichah der Kwuzah! Alef; 7 Uhr Hebräisch für Anfänger l; halb 9 Uhr, Hebräisch für Vorgeschrittene. — Dienstag: 7 Uhr, Hebräisch für Anfänger II; 8 Uhr, Sichah' der Kwuzah Hagibor. — Mittwoch: 7 Uhr, Hebräisch für Vorgeschrittene II; 7 Uhr, Sichah der Kwuzah Dror, 8 Uhr, Plenarversammlung. — Dannerstag: 7 Uhr, Hebräisch für Anfänger II; halb 9 Uhr, Hebräisch für Vorgeschrittene. 8 Uhr Sichah der Kwuzah Hagibor. — Freitag: S Uhr, Tanach. Zionistische Sektion Prater. Mittwoch den 18. d. um 8 Uhr abends im Heim,'II.; Jungstraße' 8, Vortrag Dr. Leo Goldhammer über ,Die wirtschaftliche und soziale .Lage der Juden!" Mlsrachi-Minjaii. Am 3. Dezember hat die Misrachi in ihren Lokalitäten, II., Praterstraße: 43, Tür II. ein eigenes Minjan gegründet. Jeden Freitag, abends,, und Samstag, 9 Ubr niorgcns, sowie zu Minchawird gebetet: Die i>. t. Gesinnungsgenossen werden zur regen Beteiligung eingeladen. . *; . ' MIsrachl-Traucrleier.. Sonntag den 15. d. wird im Saale der „Scholle", II., Lilicnbruuiigasse 1 a (DianabadgebUude), eine misrachistischc Trauerieier anläßlich 'der Schcloschim nach dem Ableben des sei. Oberrabbiners Dr. Cliai es s:. A. stattfinden. Sämtliche Misracliisten und Gesinnungsgenossen werden zum Erscheinen eingeladen. Eintritt frei. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Montag den 16. d. im Klubsaal der' Hakoah, I., Wipplingerstraße 24-26 (Cafe Altes Rathaus, Eingang durchs Hanstor),-Vortrag des Herrn Medizinalrates Dr. Heinrich Haa.se: „Christentum und Judentum". Eintritt frei. Beginn halb 8 Uhr abends. Gäste willkommen.. Histadrutb Hanoar Hanilsrachi, Wien, IL, Praterstraße 43/11. Samstag den.14. d. um halb 8.Uhr abends Vortrag des Herrn Dr. Chaim Tartakower. Thema: „Die Bedeutung des Kcren Kajemeth l'Jisroel für das iüdische Volk", alle Mitglieder werden ersucht, zuverlässig und pünktlich zu erscheinen. Gäste'herzlich willkommen. ':' Allgemeine Hechaluzorgäoisatfon Wien. Sonntag den 15. d. urri 6 Uhr ubeuds findet-,im Saal« des Jüdischen Zentrums die Gründungsfeier statt, wobei' die Herren Wolf söhn,' Feiner, Dr. Tartakower, Schwager, Mar- -ailius' u. a.' m. mitwirken :werden.- Alle Kartenbesitzer wollen sich pünktlich einfinden. Karten werden nicht mehr verkauft. Zionistische Frauengruppe XX., Jägerstraße 30. Mittwoch, den 15. d. M„ halb 8 Uhr abends,. Vortrag Dr. Martha Hof i mann „Meine Paläsiinarcise". " ' Die zionistische Bczirkssektion und die zionistische Frauengruppe Dublins hielten ihre konstituierende AusschuBsitzung gemeinsam ab. Es wurden gewählt zu Funktionärinnen der Frauengruppe die Damen Frau Dr.. Ida Fische r, Dr. Ajala Tartakower, Sophie Trau m, Alice I:n gel, Ruz.a Thum im, Johanna Stein, Dr. Helene Ueberall und Frl. Martha Li f schütz und zu Funktionären der Bezirkssektiou die Herren Dr. Chaim T,ar t a k o w e r, Ignaz Thunim, Rudolf Wci'iiberK, Hans Heller und Fritz P o 11 a k. — Montag, den 16. Jänner 1928 um 8 Uhr abends im Caf6 Dpblingerhof, Wien, XIX*. Billrothstraße 49, Vortrag Dr. E. M. Zweig (Jerusalem) über „E ri n n e r u ng c ii an d i e e r s t e n Kämpfe um die Eroberung d.e r . W. i e n e r K u 1 tu 's g e m einde zur Zeit Theodor II e r z I s". Jüdische Tlschgesellscfaait LaudstraBe. Dienstag, 17. d. M.. halb 9, Uhr abends, im Caf6 Lovrana, HL. L'öwengasse 36, Vortrag Doktor Q s k a r :R o s e ii f e I d üb.er „J ü disches Tbeate r". Gäste herzlichst willkommen. Jüdischer Witwen- und Walsenbllfsvereln IX. Bezirk. Die auf den 14. d. angesetzte Chauukkafeier.muß auf Samstag den 28. d. verschoben werden und findet um halb 8 Uhr abends im Müllncr-Tempel (IX., Grüuetorgasse 13) statt. Lese- und RedeJialle jüdischer Hocbscbiiler In Wien. Samstag den 1*1. d. finde.t in .unserem Heim ein Vortrag unseres A. H. Dr. Weidenfeld über „Persönliche Eindrücke aus Palästina" statt, zu dem wir alle A. IL, A. iL höflich -einladen.' —' Sonntag den 15, d. Gcselfschaltabend im Harockpalah, 1., Singerstraße 16. Beginn 8 Uhr. I JlMini!!ll!!li!!!ll!l!l!!!l!n!M I ' ' I I Das I j sehnlichst erwartete Buch [ ist da! [.Die ♦! | jüdischen j 1 Schwänke g Herausgegeben von | Max Ptfäger und Siegfried Schmitz g Diese Sammlung H von | Anekdoten * Witzen | Schwänken g führt In das | Reich echten Humors 1 Jede Seite zwingt zur | Heiterkeit! | Wer bei diesem Buch nicht lacht, | der hat das Lachen nie gekannt! §§ Eleganter Ganzleinenband 8 Schilling | Durch alle Buchhandhingen § oder direkt von I R. Löwit Verlag, Wien, L | Fleischmarkt 1 * Rotenturmstraße 22 iiiHif/iiifHiiii™^^ Verband der jüdischen Kauf« leufe und Gewerbetreibenden. Angebote und Nachfragen. Liste XVI. Nachfragen (gc s u c h t c ' V c r t r c t u n g c u). 1659 Firma in London sucht Vertretungen in der Eisen-, Baumaterlalicn- und Werkzeugbrauche für Australien. 1660 Firma in Frankfurt a. M. sucht PerJmutterknöpfe für Aegypten. 1661 Firma in Deutschland hat Nachfrage nach Butterschmalz. ■ 1662 Firma in Wien sucht ausländische Vertretung in Oesterreich absetzbarer Artikel (ausgenommen Maschinen und technische' Artikel).' 1663 Firma in Tripolis interessiert sich für Stoffe zur Bekleidung und Emailwaren. 1664 Firma in Frankreich sticht Vertretung dort gangbarer Artikel. 1665 Firma in New York sucht Vertretung in Möbclstofien. 1667 Firma in Stockholm braucht Granimophoiitriebwcrke. 1668 Firma in Bukarest erbittet Öifertc in Tafelwagen. 1669 Firma in Genf braucht Kamelhaar- und ahnliche Stoifc für die Hausschulierzeugimg. 1670 Firma in London interessiert sich für Motorrad- und Automobilbedarfsartikel. 1671Firma in Chemnitz bewirbt sich iun Scliuhvcrtretuugcn. 1672 Firma in Marseille bewirbt . sich um Vertretungen in Spielzeug, Bijouterien, Kurzwaren. 1673' Firma in New York wünscht mit Intarsiencrzeugcrn in Verbindung zu treten. 1675 Firma in Candia braucht Berliner Wolle. 1677 Firma in Algier interessiert sich für Hülsenfrüchte. 1678 Firma in Malta übernimmt Vertretungen in Papier-, Galanterie- und Lederwaren, photographisclieh Utensilien, Stöcken, Schirmen, Spielzeugen, EmailgcsQhirr, Bleistiften, Toiletteartikcln, Möbeln, Korbmöbeln, Damenscliulicn, Radio- und Telephoneinrichtungen, Spiritus- und Gaskochern und sanitären Anlagen. 1679 Firma in Oporto braucht Schuhgarne. ■ 1680 Firma in Haag braucht Oiferte in Kunstscidcntrikotstofien. 1681 Firma in Algier übernimmt Vertretung dort gangbarer Artikel. 1682 Firma in Trapaui übernimmt Vertretung in Holz, Packpapier, Emailwaren und Aluminiuthgeschirr. 1683 Firma in Kreta braucht Wollgewcbc für Damcnkleider. 1684 Firma in Delhi interessiert sich für Papier. 1686 Firma in Mukden interessiert sich für Kauclncquisiteii, Lcder- und Zelluloidwarcn und Neuheiten aller Art. Angebote (vakante Vertretungen). 1666 Firma in Prag besorgt Transport, Verzollung, Einfuhrbewilligungen usw. für Sendungen nach der Tschechoslowakei. 1674 Firma in Schwaz offeriert ein Reinigungsmittel für Haushalte. 1676 Firma in Patras offeriert griechischen Verschnitt- und Süßwein. 1685 Firma in. Bangkok offeriert Edelsteine. Die Adressen sind zu erfragen im Sekretariat des Verbandes der Jüdischen Kaufleutc und Gewerbetreibenden, I., filisabethstraße 9, I. Stock, Tür 1U (Kredit- und Handelskassa „Metropole"), Jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 11 Uhr vormittags. Chiffer-Angabc erforderlich. Handelsvertreterstelle. Der Verband stellt einwandfreie, gewerbc. berechtigte, sprachen- und branchenkundige Vertreter kostenlos zur Verfügung. Stellenvermittlung. Die jüdischen Kauilcute, Industriellen und Gewerbetreibenden werden in ihrem eigenen Interesse dringend ersucht, ihren Bedarf an Bureau- und Lagerkräfteri, Angestellten und Arbeitern aller Art dem Sekretariate des Verbandes, L, Elisabethstraße 9, I. Stock, Tür 10, Telephon Nr. 45-8^34 und B 30-3-49, bekanntzugeben, wo sofort einwandfreie Kräfte zur Verfügung gestellt werden. Stundenbuchhaltung. Für Stundenbuchhaltungen, Bilanzierungen und Bücberrevisionen kompliziertester und diskreter Art stehen dem Ver. band hervorragende Kräfte zur Verfügung. Rechtsschutzsektion. Die Spechstunden des Verbandsanwaltes sind <, Montag und Freitag von 10 bis 11 Uhr vormittags im Verbandssekretariat. Verslcueruiigsscktlon. Der Verband hat durch einen BegUustigungsvertrag iür seine Mitglieder Ermäßigunj;cn und Vorteile beim Abschluß von Versicherungen aller Art gesichert. Auskünfte aller Art wie auch Mitgliederaufnaliinen im Verbandssekretariat während der oberwähnten Kauzleistundeii. Mitgliedsbeitrag S 6.—. halbjährig. Jeden Donnerstag um 8 Uhr abends findet eine Versammlung Im Wiener Bürgercaf6, II., Praterstraße 11, statt. Aktuelle Wlrtschaltsver- .träge und Diskussion. Austritte aus dem Judentum* Artur Löwitus, 11. IX. J902 Wien, le<l„ III., Kleist, sasse 11. — Max Langer, 20. VH. 1905, St. Nikolai, led.| III., Obere YVei/Jgertocrstrafk 16. — Adalbert (Bela) Mahler, 18. I. 1905 Budapest, XX., Treustraße 10. — Hans W#heUn Rosenield, 28. HF. 1907 Wien, Icd., XVIW., Tnrkenschan*- straße 1. — Hans Berenyi, 26. XII. 1894 Wien, verh., Installateur, Eisenstadt. , Dr. Adolf Landauer, geb. 18. Juni 1900 im Unterdistrikt Allerseelen, Marylebonne in der. Grafschaft London, wohnhaft in Bad Ischl, hat am 19. Dezember ' 1927 seinen Austritt aus dem Judentum (laut Mitteilung der Kultusgenieinde Linz) angemeldet. Jüdische Sport- und Turnbewegung. Die Fußballspiele der Hafeoah. Die Fußballsektion der Hakoah. eröffnet mit dem Freundschaftsspiel gegen Wacker am kommenden Sonntag ihre diesjährige Tätigkeit. Beide Vereine stellen folgende Mannschaften: Hakoah: .Rosenfeld; Scheuer, Feldmann; Stroß, Brandes, Barback; Fuß,; Wortmann, Schönfeld, Pollak, Mausner. Wacker: Cart; JelHnek, Hauswirth; Brinek, Resch, Ehrlich; Machhörndl, Tax, Windner, Benesch, Kirchner. Am 22. Jänner tritt der jüdische Verein im, Cu-p gegen den zweitklassigen Profcssionailverea« Vor- 'wärts 06 an. \\ 7 Für den 29. Jänner ist ein Freundschaftsspiel >gegen einen erstklassigen Professionalverein vorgesehen. Das erste Meisterschaftsspiel trägt Hakoah; am li2. Februar gegen B. A. C. aus. Die weiteren^ Meisterschaftsspiele' der. Hakoah lauten: 19. Februar: A u s t r i a; 26. Februar:;V i e-n n a; 4. März: F. A. C; 18. März: Wa.cker; 8. 'April: Rapid; 15. April: Slovan," 22. April: ' Hertha; 29. April: W. A. G; 13. Mai: Sportklub; 20. Mai: Adniira; 27. Mai: Sitnmering. : Die Lage der jüdischen Amateurvereine in Wien, Die 'Janigen Jahrhunderteder Verfolgung -und;: der, Entbehrungen sind an dem jüdischen ' Körper nicht:, ohne. Einwirkung vorübergegangen. Die jüdische Sportbewegung ist auf Grund dieser Erkenntnis am Werke, in systematischer Arbeit diese Schäden auszumerzen. Ein Verein' darf für sich das Recht in Anspruch nehmen, tausende jüdischer Jungen dem Sport zugeführt zu haben. Das 'ist die Wi ener Hakoah. Sie hat durch ihre Propaigandareisen insbesondere in Polen und Litauen viel für den' jüdischen Sport geleistet. Den Ghettojuden dieser Länder war der Sport fremd. Der Siegeszug der Häköah änderte den physischen Zustand einer großen Mehrheit des jüdischen Volkes. Ueberall, wo die Hakoah gespielt hatte, schlössen sich junge Juden zu Sportvereinen zusammen.. Selbstverständlich entstanden auch in Wien in den letzten Jahren mehrere, jüdische Vereine. Und Miese Judenjungen, die noch vor wenigen Jahren vom-Sport: keine- Ahnung, hatten und dem Kaffeehauslebenzu verfallen drohten, sind heute bereits gute Fußballspieler, erstklassige Schwimmer und auch vorzügliche Leichtathleten. Die Wirkung .ist nicht ausgeblieben. Junge, schwächliche, uingeschickte Juden entwickelten sich in kurzer Zeit in staunenswerter Weise zu. tüchtigen Sportnieiiischen. Ihre. Zahl ist aber verhältnismäßig noch immer nicht' groß. In einer Stadt, in der die Juden an 200.000 Köpfe zählen, und die mit ihren 400 Fnßl5allvereinen als eines der . größten Fußbafcentren am Kontinent gilt, bedeuten acht, jüdische ,Vereine nicht viel. Der Bestand dieser ' jüdischen Amateurvereime ist geradezu eine Notwendigkeit. Die Hakoah ist zwar ein Verein, der auf Massensport' eingestellt ist; aber nicht im Fußball. . . ' : ' . Leider ist in Wien im jüdischen Sport ein Stillstand eingetreten. Seit zwei Jahren hat sich kein neuer jüdischer Sportverein gebildet, obwohl solche in manchen Bezirken notwendig wären. Im Gegenteil, .mehrere jüdische 'Klubs mußten sich zusammenschließen und, der J. A. C-sogar den Betrieb einstellen. . , : Die bestehenden jüdischen Vereine, die auf dem reinen Amateurstandpunkt stehen, entfaltetr eine ' rege Tätigkeit; deshalb verdienen ihre Bestrebungen• weitestgehende Förderung, die sich natürlich in erster Linie in finanzieller Hinsicht zeigen muß. Leider .kümmert man sich an den maßgebenden Stellen um den jüdischen'Nachwuchs sehr wenig, und die Vereine erfahren von' keiner "Seitt: auch nur die geringste Unterstützung. Die' Mitglieder, welche .gleichfalls von der allgemeinen Arbeitslosigkeit betroffen sind, bleiben mit ihren Beiträgen. im Rückstand und die Spenden haben schon längst aufgehört. Die Auschafiungskosten der notwendigen SpQrt.v:eqüisiten sind'fast unerschwinglich. Eine komplette Ausrüstung kostet-mehr als 300 Schilling per Mannschaft. Außerdem kommen noch Platzmietc, Meisterschafts-, Schiedsrichtergebühren k und viele andere Ausgaben dazu. Die jüdischen' Amateurvereine haben von ihren Wettspielen keine jEuinahmen und: ihr Weiterbestand ist nicht im geringsten gesichert. Hier tut dringende Hilfe not, um den jüdischen .Amateursport' zu retten. _ Emanuel Fiscus. Veranstaltungen der jüdischen Vereine. Hakoah: Samstag den 14. d. Redoute im Hotel Continental. Makkabi IX—XIX: Samstag den 14. d., halb 9 Uhr abends, Akademie mit Tanz im Cai6 Prilckel. . Jüdischer Sporlverband. Montag den 16, d., 8 Uhr, Vorstands- Sitzung im Cai'6 Exzelsior (früher Habsburg). Tagesordnung: Bericht des Präsidenten Földcs. Subventionen, internationale Wettspiele. Die Vereine werden ersucht, die Gebühren (3 Schilling) für-'den Jüdischen Cup 1928 einzusenden. Der Lä'ndcrfußballkaiupl Oesterreich gegen Belgien endete 2:1 für Oesterreich. Sonntag den 15. d. spielt die österreichische Auswahlmannschaft als Wiener Team in Paris gegen ein Pariser Stäcjteteapi. Erster Wiener jüdischer Turnverein Makkabi XIV. Samstag. 14. Jänner, halb 9 Uhr abends, im Saale des Cafe Prtickel (I., Stuben, ring 24) Akademie mit Tanz. Eintritt S 2. i]||||(lllllllllllllllllllllll|llll|||llllllll|lll|IHI||llllll|IUIIIIII|||| Abonniert die | „Neue Welt64 1111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.