Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 1 (1927)
- Issue
- Heft 9 (18.11.1927)
- Date
- 1927-11-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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/ Seifert Dffi NEtrewEtt fir. P \ Die Koalition der Pogromisten. Das „Deutsche TagWatt" in Berlin, ,ein deutschvölkisches Blatt, enthält eklen aus 0 d tfs s ä datierten Sericlit über die nach dem Schwarzbart-Prozeß entstandene antijüdische Stimmungder ukrainischen Massen. In diesem Bericht heißt es unter anderem: „'Der Schwarzbart-Prozeß scheint Folgen von ungeheurer Tragweite nach sich zu ziehen. Der Prozeß hat die Kluft, die zwischen den Ukrainern und dem Judentum (besteht, in schärfster Weise vertieft und die antisemitisch c W e 11 e hat mit großer Schnelligkeit alle Schichten des ukrainischen Volkes ergriffen. Djer Streit um Petljura, der in der ukrainischen Presse, und Emigration tobte, ist vergessen, und in einer leidenschaftlichen Einheitsfront, wenden sich, alle .Blätter, vom Lemberger ,<D-i 1 o" angefangen bis zu der. in Amerika erscheinenden „S w o b o d a" gegen'die P, ä r.i s c r J.u s t i z u n d das .international« Jud>e h tüm, dem sie vorwerfen, daß es mit Aufwendung einer ungeheuren Presseagit»tion und kolossaler Geldmittel- Schwarzbart ,zum Helden erhoben, das ukrainische' Volk iin seiner Gesamtheit vor den Augen der Welt erniedrigt und beschmutzt und damit neuen Haß gesät habe. An diesen Anklagen der ukrainischen Blätter darf man nicht stillschweigend vorübergehen, weil sie doch nur der Niederschlag des im gesamten Ukrainertum kochenden Volkszornes sind und weil die Gefahr dicht vor Augen steht, daß bei dieser Weiterentwicklung die jüdische Minorität in der Sowjetukraine die Zeche des jüdischen Triumphs wird bezahlen müssen. Im Gebiet der Sowjetukraine leben vier Millionen Juden, die die täglich wachsende Abwehrbewegüng gegen die Judenherrschaft deutlich verspüren. Der Haß der Bauernbevölkerung richtet sich gegen die in der Krim errichteten großen J u d e n k o 1 o ii i e n, wo mau 250.000 jüdische Familien angesiedelt und ihnen das beste, den Bauern vorenthaltene Ackerland zur Verfügung gestellt hatte. Hier allem handelt es sich um mehr als eine Million K ö p f e. , Der zionistische Schriftsteller Jabqtinsky hat vor einiger Zeit Stellung gegen diese Kolonien genommen und sie als „Menschenfallen" bezeichnet, Weil bei der antise-, mitischen Einstellung der ukrainischen Bauerumassen die Gefahr einer „Bartholomäusnacht" latent sei. Seit dem Schwarzbart-Prozeß wachst die antisemitische Bewegung in der Ukraine lawinenartig. WUchtigist. daß die russisch-völkische Bewegung auch Groß-Ru Bland selbst erfaßt, hat und daß der Kampf zwischen Stalin und der Opposition immer mehr auf . 'Jadengejrherische Basis gerät Von englischer Seite wurde, noch während des 'Schwarzbärt-Prozesses versucht, eine Versöhnun g zwischen den Ukrainern und den zionistischen Führern herbeizuführen. Diese Verrauche blieben, ohne -Resultat. Das Feuer des Kampfes brennt weiter. Die Dinge ^iri der So^wjetukraine treiben re i n e r neu en Ek p 1 o.s i o n; zu . "; " - ' . Ob die übertriebene Zahl'von vier 'Millionen Juden au! einem Irrtum oder auf Unkenntnis. oder*; auj di^ äntir semitische Tendenz, die Zahl der Juden zu fä|sch^n),iitrückzuführen ist, wissen wir nicht. Daß dieser Beliebt, äüs^ dem ..die Mordlust brennt,-, in einem Berliner H^en^iMtiA^ti ab-; gedruckt wird, ist wieder eiuBeVeis 'dafür; da# die<lijter- 1 nationale Pogrompröpaganda jederzeit auf deutsche-.'Mithilfe rechnen kann und daß Vie' "sich ihre Argumentation gerne aus Deutschland bestellen .läßt. ■ Zur Sache selbst wäre zu sagen, daß.'die Situation im Lande erschienen seien, haben die Juden eine eigene Schule. Sie haben sich also von dort getrennt. Wie würde er, Iwan Ibrahimowitsch, sich freuen, wenn ich'seiner Schule einen Besuch abstatten würde. Er wollte mir zeigen, daß Pkiin sich in dieser Beziehung nicht einmal, vor Moskau zu schämen brauche. Er sei bereit, die .Schüler sofort in die „Schkola" zu alarmieren.! Und Iwan Ibrahimowitsch stieg , in das Haus, das sich im zweiten „Stockwerk" gegenüber dem Bethaus R. Simon ben Jochais befindet, und begann ein Feueralärmgeläute mit einer großen Glocke. Von allen Seiten und Ecken eilten verschiedene und absonderliche Kinder herbei. Die „Schule" ist qin Zimmer. Die Möbel alt, abgebraucht. Sie machen den Eindruck, wie wenn sie von irgend , einem ukrainischen Dorf sich herverirrt hätten zugleich mit dem halbkurzen Schopf des Lehrers und dessen Kenntnissen von Lenin und Kerenski nach vielen Jahren des Gebrauches. Auf den Wänden farbige billige Bilder: Muttergottes mit dem Sohne, Dornenkrone, Nägel, fließendes Blut . . . wie in den „Reform"-Scbulen Osteuropas. Die Kinder, 35 an der Zahl, sitzen ruhig, mit eingezogenen Beinen und harren der Worte des Lehrers. Iwan Ibrahimowitsch zeigt mir einen Schüler von ungefähr 15 Jahren, der in einer Ecke sitzt, und bemerkt: „Ein großes Talent." Er bittet mich, ihn in aUen Fällen zu prüfen. Er wisse alles. Ich könne ihn prüfen in Geschichte, in „Heographie" (Geographie), er wisse alles. Ich fragte ihn: „Wann lebte Napoleon der Erste?" Und: „Iii welchem Erdteil liegt Pkiin?" Auf die erste Frage erhielt ich eine annehmbare Antwort. Die zweite bereitete ihm einige Schwierigkeit. Kein Wunder auch: selbst ein Großer und mehr Gebildeter wäre in . Schwierigkeiten geraten. Denn diese ganze merkwürdige Kombination von Obergalil und Moskau, vom Dorfe der Juden, die nicht in die Verbannung gingen, und Iwan i Ibrahimowitsch, dem Zögling von Nazareth, der Kommissar in Sowjetrußland werden möchte, all dies vermag* wohl einige Verwirrung in die Geographie hineinzubringen. Die Geographie brachten uns in Erinnerung R. Abraham Nakibli, der Dorfälteste, und Zion Levi, der Lehrer.. Letzterer entrollte vor unseren Augen ein trauriges Bild des „KuUurzu'Standes" in Pkiin, Die Schule, das heißt die jüdische, befindet sich im Betbaus des R, Simon ben Jpchai, Dies ist also das ganze „Kulturzentrum*\ Nebeneinander. Da« Betb&us; ein schadhaftes Gebäude, gewölbte Decke, Des Morgens sieht man in jedem Hause DIANA- FRANZBRANNTWEIN mit Menthol in Öebrauch. Warum gerade diesen! 1. Weil die meisten Menschen gewohnt sind, ihren Körper mit Diana-Franzbranntwein einzureiben und ihn damit für die Mühen des Tages zu stahlen und die Tätigkeit der Haut anzuregen, die Blutzirkulation.zu beieben und die Nerven zu ktäriigen. 2. Wer leicht zum Schwitzen neigt, muß unbedingt des Morgens den Körper mittels eines in Diana-Franzbranntwein getauchten Lappens frottieren, damit der geschilderte Uebelstand behöben wird. 3. Wer Diana-Franzbranntwein des Morgens ins Wnsch- \vas«er gibt, kann alle anderen teueren Toilettemittel leicht entbehren. r 4. Bei Biüchigkeit des Haares, Schuppen etc. ist Diana- Franzbranntwein von ganz ausgezeichneter Wirkung. 5. Infolge des angenehmen Geruches und Geschmackes des Diana-Franzbranntweines sowie dessen Eigenschaften gibt derselbe ein ausgezeichnetes Zahn- und Gürgelwasser. 6. Wer in der Früh einige Tropfen Diana-Franzbranntwein in Wasser aufschnupft, beseitigt die häufig auftretende Verstopfung der Nasenkanäle. DIANA-FRANZBRANNTWEIN wirkt also kräftigend, abhärtend und kühlend. — Sein Geruch ist sehr angenehm, und DIANA-FRANZBRANNTWEIN eignet sich infolgedessen auch vorzüglich zur Erfrischung der Zimmerluft. Nehmen Sie nur Diana-Franzbranntwein! Wertlose Nachahmungen weisen Sie entschieden zurück I Ueberau erhältl i,**rK des Judentums in der Sowjetukraine jederzeit eine sehr gefährdete war und daß sie seit dem Beginn der Krimkolonisation sich nöcli weite/ verschärft hat. Dem Prozeß Schwarzbart kommt in dieser Sachlage nur die Rolle' eines auslösenden Moments zu; -Ijjie Wirkung des Prozesses wäre' die gleiche, vielleicht noch eine ärgere gewesen, wenn kein Freispruch erfolgt wäre.'Es war aber zit erwarten, daß die antisemitische Weltlietzc-Kapital schlägt und. für das alte Märchen von dem Zusammenhang' zwischen Judentum und Bolschewismus sich eine neue Bestätigung konstruiert. JüdiSQ^ wta* Der Balinerrgjüd.isjh^ eigene , tümiieher- Vorfall anläßb^, der Br%siau,£yr Tagängpes Re i ch s'b u'frd e s.-.'-j ü;d'rs'c h;^ r;F^rb n ts£ö 1 d a te n äUs Kreisen des.. Frontbiindes.: mitgeteilt; Zir der Tagung Waren sämtliche1 BehÖrd^^eing'ela'dei^^üiidj.Uießeh^: steh' 'ädch .'• vertreten;' D.3r. Obprpfäsident von Breslau schickte als seinen Vertreter einen hohen Beamten, der selbst J u d e ist:, Diese Tatsache .will' in ,den Breslauer .'Kreisen..d.esl"Frontbundes die Thoralade in.: die Wand gehauen,,ein roter Vorhang davor und sieben Oellampen. Die Schule: vier schwarze, abgewetzte Bänke. Die Not, pfeift hier aus allen Winkeln. Der Lehrer bekommt sein Gehalt nicht zur rechten Zeit. Er, wollte-schon den Dienst verlassen. Aber die Kinder erbarmten ihm. Warum sollten sie den arabischen oder drusischen Fellachen gleichen? .Er, der Lehrer,, hängt schon sehr an Pkiin.'Er sei schon wie einer der Dorfbewohner. Er helfe dem alten R. Abraham die Sorgenlast des Schicksals von Pkiin tragen'.' Er habe seine Vaterstadt Zfath verlassen und. verlegte seinen Sitz hieher in dieses einsame Nest, Was "in der Welt vorgehe, wisse er nur aus der einzigen Zeitung, die er mit großen Verspätungen aus Zfath bekomme. Die Kinder Pkiins sine} wie die anderen Fellachen gekleidet. Auch in der Reinlichkeit zeichnen sie sich keineswegs vor den anderen aus. Aber, die Äugen, die Augen! Die Augen der Judenikinder, die Leuchtkäfern gleichen und schwarzen Edelsteinen und fliegenden Buchstaben aus dem Pergament, verbrannter Thorarollen. N.nij schlendern sie umher; sie haben heute einen Feiertag, Gäste "sind aus der Ferne gekommen. Alle Juden, junge und fröhliche Juden. Sie. haben noch nie so viel Juden gesehen, Sie stellten sich das ganze Judentum bis nun in der Gestalt des R. Abraham Nakibli und des. Lehrers vor. Und diese sind düsteren Gemütes. Besonders traurig ist, R. Abraham. Am Tage unserer Ankunft war er sogar erregt. Er ging die ganze Zeit mit feuchten Augen umher. Er tat alles, was in seiner Macht war, um uns den Aufenthalt angenehm zu machen. Er benahm sich uns. gegenüber wie ein alter Vater, dessen Sohn . nach langen Jahren des Harrens und Hoffens aus der Ferne zurückkehrte. Beim Anblick des Stromes der Jüdischen, Jugend, der da mit unserem Kommen ins Dorf einbrach, erwachte in ihm die. Hoffnung; Vielleicht seien wir die Erlöser? Vielleicht seien wir esi die geschickt worden, um das Wiederaufblühen des hinsiechenden Pkiin zu verkünden.? Vielleicht, vielleicht? : Dennoch schwieg der Alte. So lange wir im Bereich des besonderen „Viertels" herumgingen, wollte er uns die Stimmung nicht verderben. Als wir das Dorf verließen, nachdem wir in der Tränkriime ein erfrischendes Bad genommen,' da eröffnete sich unseren. Blicken eine neue. Welt. In der Gesellschaft herrsehte Meinungsverschiedenheit. Der eine säst: „Tirol", der andere; „Schweiz", der . . . f , . Unwillen hervorgerufen und der Präsident der Breslauer Ortsgruppe, Herr Dr. Frankel, soll sich ungehalten geäußert haben, es sei nicht angenehm, daß der Oberpräsident gerade einen Juden geschickt habe. Bei den offiziellen Begrüßungen wurde dann „vergessen"; dem Vertreter des Oberpräsidenten das Wort zu erteilen, obwohl dieser die höchste anwesende Staatsbehörde repräsentierte. Der Vorsitzende Dr. Frankel gab sofort dem Oberbürgermeister das Wort. Diese Brüskierung seines in amtflicher Eigenschaft erschienenen Vertreters veranlaßt^ den Oberpräsidenten, einen Brief an die Ortsgruppe Breslau des .Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten zu schreiben, worin er erklärte, daß er wegen dieses Verhaltens es ablehnt, an künftigen Veranstaltungen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten teilzunehmen. Es ist überaus bedauerlich, schreibt die „Jüdische Rundschau" daß eine große jüdische Organisation sich einer solchen Zurechtweisung von seitcn einer Behörde wegen ungehörigen Verhaltens aussetzt. Am allersonderbarsten aber ist der Vorfall selbst, der den Anlaß zu dieser Maßregelung gegeben hat. Der Frontbund gehört gewiß in die Reihe derjenigen Organisationen, deren jüdische Ideale sich nur bis zur Forderung staatab ü r g e r4 i c h e r Gleichberechtigung erstrecken. Diese Oleichberechtigung besteht aber doch wohl darin, daß Juden auch als Staatsbeamte allen anderen Bürgern gleich geachtet werden. Was soll .man nun sagenj wenn die obersten Organe des Frontbundes selbst gegen diesen Grundsatz verstoßen und einen jüdischen Beamten, der in Ausübung seiner Amtspflicht erschienen ist, wegen seines Judentums desavouieren? Welche G h e11 o g e s i n n un g äußerst sich darin, daß man lieber durch .die Anwesenheit eines nichtjüdischen Beamten geehrt worden wäre. Man sieht wie sehr die innere Unfreiheit des Assimilantenturris gerade der Erreichung ihres eigenen Ideals, nämlich der bürgerlichen Gleichberechtigung, im Wege steht, und wie sehr ihre Handlungsweise geeignet ist, das. staatsbürgerliche Ansehen der jüdischen Gesamtheit zu schädigen. Die „Jüdische Zeitung für Ostdeutschland", die in Breslau erscheint, bestätigt diese Darstellung und erklärt, das Verhalten des Herrn Dr. Fränkel mit den stärksten und energischesten Worten zurückweisen zu müssen. Sie teilt das nicht uninteressante Detail mit, daß Dr. Fränkel Mitglied des H au pt Vorstandes de s Zentralvereines deutscher Juden ist. Das erklärt .wohl das Ganze... ■. .* . Ein deutscher Hetzprofessor. Die Berliner Presse berichtet über einen unerhörten Mißbrauch der akademischen Lehrfreiheit, dessen sich der Professor der Rechtsgeschichte E. von Möller an', der Universität Berlin schuldig'gemacht hat. Schon in der. ersten Vorlesung dieses Smesters wandte er sich'in den einleitenden Worten an die „anwesenden Katholiken und Protestanten". Vor einigen Tagen nun hat Professor Möller Katholiken undund Protestanten in der Vorlesung, aufgefordert,,sich zusammenzuschließen und alles aus dem Vaterland auszuschließen, was nicht dcutsc.h und c h r i s 11 ic h sei. Als hiergegen neben dem selbstverständlich nicht ausbleibenden Beifallsgetrampel auch-P rötest laut wurde, rief der Herr Professor aus: „Die Studenten, die sich hierau in bewußten Gegensatz stellen,;h ab.e;n nicht :d;a.s■•R« cht hierzubleiben.'4';Daräüf. .verließen einige Si^dent^jd^il^rsaal, und Professor: v. Moll e r hielt .es.-nicht .unter seiner;Würde,• ihnen nachzurufen: „Es ist nieht schad,e d a r u m." Wie „Vorwärts" mitteilt, hat Möller auch von dqm „verjudetem römischen Recht" gesprochen und gesagt: iiiIii \u in i11 ii i I mmaummmmmmmoßammmmmmm*^mmm:. dritte meint: „Wenn dm Jenseits für die Frommen ein solches Paradies bereit wäre, würden alle Sünder Buße tun." Nur der alte Nakibli schritt tnuirig vorain. Seine Trauer erklärte-sich uns auf unserem weiteren Marsch« Auf einem Abhang auf dem Wege zum GTab.e des R. Josse von Pkiin öffnete sich uns das Herz des Alten. Er deutete auf ein Stück beackerten Bodens. Das sei .seine Scholle. Er habe mehr gehabt, aber verkauft. Alle Juden Pkiins haben ihre«.Boden,- an die Nachbarn verkaufen -müssen. Die Juden im Dorf zählen heute 72 Seelen, Zehn haben ihre Familien hier gelassen und. seien über .See gegangen, nach Argentinien^ um ihr Brot zu verdienen. Hier am Platze gebe es keine Arbeit. Die Drusen zahlen einen Bundelohn. Deswegen verlassen'z-ur Arbeitgsaison , alle Männer das Dorf. Sie gehen «ach Migdal, Tib,erias,.Sohomron, in die Siedlungen .der Brüder-Zionisten. Hier 'bleiben , nur die Schwächlinge, Frauen und Kinder. Einige von alteingesessenen, angesehenen Familien haben das Dorf ganz verlassen und sich in der Stadt ansässig, gemacht. Auch seine, des Nakibli, Tochter habe einen aschkenasischen^ Juden aus Zfath geheiratet. Leer wird Pkiin und Fremd-" iinge nehmen dessen Erde in Besitz. Der armselige Rest, welcher noch Juden gehöre, betrage im ganzen 200 Dunam. 4000 Dunam sind in Händen von Fremden. Aber selbst dieser armselige Rest hält sich nur durch, ein Wunder. Und au diesem Wunder hängt das Schicksal des teuren Andenkens, das dem jüdischen Volk aus. seiner Glanzperiode geblieben ist. Und 2000 Dunam würden (nach Ansicht des Alten) genügen, um diese Siedlung vor dem Untergang zu retten. 2000 Dunam würden die Kinder in ihre Heimat zurückbringen; würden, die Sprößlinge wieder mit der Wurzel verbinden, von der sie losgelöst worden waren. 2000 Dunam! Und unsere Brnder-Zionisten, die erneuern und neue Plätze gründen, warum lassen sie die alten zugrunde gehen? Wamm erlöse nicht der „Nationalfonds" das uralte Pkiin? Warum lasse er es geschehen^ daß R. Josse von Pkiin, dessen im Sohar, Abschnitt Balak,' Seite 24, Erwähnung aetari, und R. Jusua ben Chahahiä Und' R. Simon ben Jochai samt seinem Bockshornbaum unter Fremdlingen gefangen bleiben? Vor einigen Jahren sei er, R. Abraham, mit seinem Bruder Salomon nach Jerusalem gegangen und habe in dieser Angelegenheit ein Schriftstück an die Zionistische Organisation überreicht. Auch der Waad Leumi habe versprochen, etwas in dieser Sache zu tun. Aber bislang sei nichts erfolgt. Warum — das.