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Die neue Welt · 1927-11-11 · Heft 8 (11.11.1927) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
1 (1927)
Issue
Heft 8 (11.11.1927)
Date
1927-11-11
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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~ ffe8 DIE NEUE WELT Seite 7 Gewerbe und Bureaus, die jüdischen Unternehmern gehören, mögen einen wesentlichen Teil der jüdischen Arbeiter in sich aufnehmen, aber sie können nicht alle zu jeden Bedingungen gebrauchen. Außerdem liegen die Möglichkeiten, die von ehrgeizigen, jungen jüdischen Männern und Frauen gesucht werden, nicht auf diesem Gebiete. D i e jüdischen Geschäfte sind in Ausdehnung und Wichtigkeit begrenzt; daher sind ihre Möglichkeiten begrenzt. Nach all dem befindet sich der Reichtum der Nation, die industrielle und wirtschaftliche Macht, in den Händen der Christen; alle Schlüsselindustrien werden kontrolliert und gehören den Andersgläubigen. Ein antisemitischer Film. In der Berliner „C. V.-Zeitung" kennzeichnet Doktor Ludwig Holländer den seit einigen Tagen in einem Bettina Kinotheater laufenden Film „König der Könige", der aus Amerika stammt und die Passions-?eschichte Christi zum Gegenstand hat. In der „California ewish Voice" hat ein Rabbiner bereits darauf hingewiesen, daß durch den Film ein neues Anwachsen der antisemitischen Bewegung zu befürchten sei. Der Film enthalte eine Drohung, insbesondere gegen die Juden Ost- und Mitteleuropas, und es besteht die Gefahr, daß er die Unwissenden zu religiösem Wahnsinn und zu Blutvergießen aufreizen werde. Von der englischen Filmzensur soll der Film verboten worden sein. Der Eindruck, den die Darbietung in Berlin erweckte, läßt das Urteil der „California Jewish Voice" als berechtigt erscheinen. Für uns Juden, fährt Dr. Holländer fort, ist es beschämend, daß Schildkraut, VaterundSohn, in der Person des Oberpriesters und in der des Judas Gestalten geschaffen haben, wie sie verzerrter nicht gedacht werden können. Die, Peiniger der Ehebrecherin erscheinen wie Fratzen eines antisemitischen Pamphlets. Man muß bei Betrachtung des Films den bestimmten Eindruck empfangen, daß die Regie nicht absichtslos vorgegangen ist. Alles wird eindeutig zu Ungunsten der jüdischen Volksmassen ausgenützt. Die zu Christus. Haltenden werden mit ganz anderen Augen von der Regie gesehen. Bürgermeister Seitz läßt bitten. Unter der Ueberschrift „Kleine Episoden vom Baseler Kongreß" berichtet das New Yorker „Jüdische Volk": Eine besonders schöne Aufnahme wurde den Kon- ,greßmitgliedern in Basel von — Oesterreich zuteil. Schon am Bahnhof in Basel wurde der Kongreßgast von der Vertretung Oesterreichs empfangen und mit einem Album begrüßt. Außen trug das Album in goldenen Lettern die Aufschrift „Willkommen zum Jubiläumskonkongreß", dann folgte eine Reklame der „österreichischen Zigarette Austria". -Auch besondere Kongreßmappen wurden mit der Aufschrift „Austria" verteilt. Der Wiener sozialistische Bürgermeister Seitz wollte bekanntlich vor zwei Jahren, nicht um die Wiener Burg, den Z i on i s t e n k o ng r,e ß ., i n . W i e n begrüßen, in Basel jedoch waren die Kongreßmitglieder besonders erwünschte Gäste von Wien. In einer der Kongreßsitzungen lag auf jedem Pult der. Kongreßteilnehmer eine Broschüre mit einer Photographie des Wiener Bürgermeisters Karl Seitz und darunter stand schwarz auf weiß zu lesen: „Gewidmet den Delegierten des 15^ Kongresse s." Hierauf folgte eine Beschreibung der Stadt Wien und aller ihrer Schönheiten und Vorzüge und zum Schluß noch die Einladung; „Kommet und besichtiget unser Wien, Sie werden es nicht bereuen . . ." Die rumänische Regierung und das jüdische Schulwesen. Aus Bukarest meldet JTA.: Die Herren Abg. Dr. Fi'ld ermann, Präsident der Union rumänischer Juden, der Senator Horia Karp und der Sekretär der Union Saracianu besuchten den Volksbildungsminister Dr. Anghelescu und besprachen mit ihm die Fragen der jüdischen Schulen.. Der Unterredung wohnte auch Innenminister Duca bei. Die jüdischen Volksvertreter führten darüber Klage, daß den jüdischen Schulen noch immer nicht das Recht, öffentlich gültige Zeugnisse auszustellen, erteilt worden ist. Sie forderten die Wiedereröffnung zahlreicher jüdischer Schulen, die noch von der Regierung Averescu widerrechtlich geschlossen worden sind. Auch ersuchten sie um die Annullierung der von der früheren Regierung stammenden Verordnung, daß jüdische Schulen gezwungen werden sollen, auch an den Sabbattagen geöffnet zu bleiben. Minister Anghelescu gab zu, daß mit bezug auf die jüdischen Schulen die Gesetze nicht beachtet wurden und verordnete auf telegraphischem Wiege die Wiedereröffnung zweier jüdischer Schulen in Birlad und zweier jüdischer Gymnasien in Kischin e w. In einem Zirkular ordnete er weiter an, daß in den jüdischen Schulen statt an den Sabbattagen an den Sonntagen unterrichtet werden soll. Den Gesuchen jüdischer Schulleitungen wegen Erteilung des Oeffentlichkeitsrechtes sej baldmöglichst zu .entsprechen. Der erste jüdische Abgeordnete in der jugoslawischen Nationalversammlung. Aus Belgrad wird uns berichtet: Der Verifikationsausschuß, des jugoslawischen Parlaments verifizierte das Mandat des jüdischen Advokaten .Schamaja de M a 1 o, der auf die Liste der radikalen Partei gewählt wurde. Mit de Majo zieht der erste Jude in das jugoslawische Parlament ein. Der Abgeordnete de Majo gehört zu den führenden Persönlichkelten der jugoslawischen Judenschaft,, ist Vizepräsident der sephardjschen Kultusgeuielnde in Belgrad und steht an der Spitze einer Anzahl jüdischer Vereinigungen, Einer, der seinen Dieb beschenken mochte. Vor etwa 35 Jahren lebte im Städtchen Zabludowa bei Bialystok ein junger jüdischer Müller mit Weib und einer Schar kleiner Kinder. Dem Müller ging es nicht schlecht, die Mühle brachte, was die Familie zum Leben brauchte, und noch etwas darüber. Eines Nachts steigt der rote Hahn aufs Dach der Mühle. In einer Stunde war sie bis auf den Grund niedergebrannt. Chaim, der Müller, blieb obdachlos und ohne Bissen Brot für die Familie. Jung und kräftig, wie er damals war, verkaufte er kurz entschlossen den Grund, auf welchem die Mühle gestanden hatte, und ein Stück Feld, das er daneben besaß, kaufte für den Erlös Pferde und Wagen und ist Fuhrmann geworden. Er malte sich bereits aus, wie schön es sein werde, täglich morgens nach Bialystok zu fahren und von dort auftragsgemäß Waren nach Zabludowa zu führen. Er brachte Pferde und Wagen in den Stall und begab sich zufrieden zur Ruhe. Schon am zweiten Tage erlebte er eine neue peinliche Ueberraschung. Als er in den Stall kam, Wagen und Pferde herzurichten, fand er wohl die Pferde und auch den Wagen, aber alle vier Räder des Wagens fehlten. Als eingeborener Zabludowaer wußte er sofort, wieviel es geschlagen habe: Die erbgesessenen „Balegoles", die jüdischen Fuhrleute, ließen ihn auf diese Weise wissen, daß sie keinen neuen Konkurrenten dulden würden. In der Gasse brachte er aus den Gesprächen auch heraus, daß, wenn er sich nicht rasch um ein anderes Geschäft umsähe, man ihm auch den Stall anzünden werde. Chaim, der Müller und verunglückte Fuhrmann, beschloß, mit seiner Familie nach Amerika auszuwandern. In Amerika machte er den Weg aller jüdischen Einwanderer aus jener Zeit. Anfangs als Feddlar, später als Fabriksarbeiter, schlug er sich endlich bis zu einem eigenen Geschäftsladen durch, ließ sich in Bodenspekulationen ein, und da er Glück hatte, erwarb er ein beträchtliches Dollarvermögen, verheiratete seine Kinder und bekam nach 35 Jahren plötzlich Sehnsucht, seine Geburtsstadt Zabludowa zu besuchen. Eigentlich hatte, er keine Verwandten mehr in Zabludowa. Aber es trieb ihn hin, um sich nach dem Schicksal jenes Fuhrmannes zu erkundigen, der ihm damals die Räder vom Wagen wegstahl und so eigentlich der Urheber seiner Amerikawanderung geworden ist. Er wollte seinen Dieb belohnen. In Zabludowa hatte das Erscheinen des Landsmannes, aus Amerika naturgemäß große Sensation hervorgerufen. Jeder wollte sich jener Episode erinnern, die alten Leute erzählten, wie lieb sie ihn hatten, und Chaim, der Müller, erwies sich auch in der Tat sehr 'generös, spendete, als man ihn am Sabbat zur Thora rief, 1500 Dollar zur Gründung einer Leihkasse für Kleinhändler und war auch' sonst recht freigebig. Die Judengemeinde beehrte den vornehmen Gast mit einem großen Bankett, zu weichem sämtliche Honoratioren, geführt vom Rabbiner, erschienen waren. Chaim und seine Frau mußten ein Dutzend Lobreden über sich ergehen lassen und schließlich erhob sich der Gast und hielt folgende Rede: „Meine lieben Freunde! Ich freue mich unendlich, ■ mich Wieder auf meine alten Tage in meinem Geburtsstädtchen zu befinden. Viele Jahre wartete ich und hoffte auf diese glückliche Stunde, bis sie endlich geschlagen hat. Ich. wolite den Menschen ausfindig machen, der mir vor 35 Jahren in jener finsteren Nacht die Räder von meinem Wägen gestohlen hat. Gebt mir jenen Dieb und ich will ihn mit Gold beschenken ... Die Söhne Jakobs", fuhr Chalhv fort, „verkauften ihren Bruder Josef nach Aegypten, wo er groß und reich wurde und seine Brüder fürstlich behandelte. Auch ihr, meine Brüder, habt mich gewissermassen verkauft an ein fremdes Land und jetzt ist es mir gegönnt, eure Fürsorgeanstalten zu stärken. Aber den größten und herzlichsten Dank bin ich jenem schuldig, der mich mit seinen eisernen Händen zur Auswanderung getrieben hat. Wäre er nicht gewesen, wäre ich lange Zeit ein armer Fuhrmann geblieben und auf meine alten Tage hätte mich das Automobil von der Straße verdrängt; ich wäre als Luftmensch verkommen. Ich bitte euch, gebt mir meinen Dieb!" Trotz der fast rührenden inständigen Bitten hatte sich niemand gemeldet. Möglich, daß der Gesuchte nicht mehr am Leben ist, möglich auch, daß er anwesend war und sich schämte, den Diebslohn in Empfang zu nehmen. Auch eine Umfrage bei den älteren „Balegoles".blieb ergebnislos. Chaim verließ am nächsten Tag mit seiner Frau seine Geburtsstadt, nachdem er für verschiedene Institutionen Beträge gewidmet hatte. In Zabludowa erhält sich aber auch das Gerücht hartnäckig, daß Chaim einen namhaften Betrag beim Rabbiner hinterlegt habe, der dem Räderdieb oder dessen berechtigten Erben, sobald sie sich melden, ausgefolgt werden soll. Ein rumänischer Metropolit als Hetzredner. Bukarest, 3, November. (J. T. A.) In der letzten Sitzung des rumänischen Senats ergriff der jüdische Senator Horea Carp das Wort zur Diskussion über die Antwortadresse an die Regentschaft und betonte in längerer Rede die vollkommene Loyalität der Juden gegenüber der Staatsidee, die während aller großen Ereignisse, besonders während der Kriegszeit, sichtbar zum Ausdruck gekommen sei. Der Redner widerlegte an Hand statistischer Daten die gegen die Juden erhobene Anschuldigung, sie hätten den größten Teil der Schankkonzessionen inne. Metropolit Pimen unterbrach den Redner und behauptete, in der Moldau werden die meisten Wirtshäuser von Juden geführt. Der Vorredner hätte, als er die Kriegsleistungcrt der Juden hervorhob, vergessen, die luden zu nennen, die während des Krieges mit den Feinden paktierten. Senator Carp erwiderte, man dürfe wegen einzelner Ausnahmen nicht das ganze jüdische Volk verurteilen. Die Parteiungen gingen durch das ganze rumänische Volk. Der Redner forderte sodann unter dem Hinweis, daß die Juden eine völkische Minderheit seien, die Anwendung des Minderheitsrechtes auch auf diese. Neue Unruhen an der Bukarester Universität. Bukarest, 3. November. (J. T. A.) An der Universität kam es abermals zu schweren Unruhen; zehn jüdische Studenten wurden mißhandelt. Die Regierung kündigt Gegenmaßnahmen an. Oberkantor Fischer vom Leopoldstädter Tempel nach Warschau berufen. Der Oberkantor der Wiener Kultusgemeinde am Leopoldstädter Tempel, J. Fischer, hielt vor einigen Tagen an der Warschauer Großen Synagoge einige Probevorträge, die allgemeinen Beifall fanden. Wie jetzt die Warschauer jüdischen Blätter melden, hat der Kultusvorstand von Warschau Herrn Fischer zum Oberkantor an der Großen Synagoge bestellt und ihm den Anstellungsvertrag bereits eingehändigt. Auszeichnung eines jüdischen Funktionärs. Der Bundespräsident hat dem um die israelitische Kultusgemeinde Oberhollabrunn hochverdienten Oberkantor und Religionslehrer Herrn Siegmund Jeilineik in Anerkennung dessen Verdienste um die Republik Oesterreich und seiner mehr als vierzigjährigen Tätigkeit als Seelsorger der Gemeinde Mistelbach und Oberhollabrunn die große silberne Verdienstmedaille verliehen. Die Medaille wurde dem Juibilar am 30. Oktober überreicht. Der Bezirkshauptmann Hof rat Semsch und Kultusvorsteher Emil Skutezky dankten Herrn Jellinek im Namen der Behörden und der jüdischen Gemeinde. Der Cheremstreit in Munkacs. Wie bekannt, ist seit einigen Jahren in Munkacs zwischen den Anhängern des Beizer Rabbi und des bodenständigen Rabbi Spira ein erbitterter Streit, im Gange, im : Verlaufe dessen gegenseitig der Bann verhängt wurde. Nunmehr haben die Beizer an den Gouverneur Karpatholußlands, Dr. Beskid, das Gesuch gerichtet, ihnen die Konstituierung einer s e 1 b s t ä n d i g e n jG e m e i n d e zu gestatten. Der Gouverneur erklärte, daß gegen einen ' solchen Modus gesetzliche Hindernisse nicht bestehen. Doch sind weitere große Feindseligkeiten bei der Aufstellung und Teilung des Gemeindevermögenis zu erwarten. Das Testament eines jüdischen Gelehrten. In Denver (Colorado) starb vor kurzem einer der angesehensten Aerzte und jüdischen Schriftsteller im Alter von 66 Jahren, Dr. Chaim S p i w a k. Der Verstorbene, der seit 45 Jahren in Amerika gelebt hat, stammte aus Rußland, von wo er als Einundzwanzigjähriger, knapp vor seiner Verschickung nach Sibirien, entfloh. In Amerika absolvierte er das medizinische Studium und erwarb sich als Arzt rasch großes Ansehen. Er ist der Gründer des jüdischen großen Sanatoriums in Denver, dessen Leiter er bis an sein Lebensende blieb. Außer seiner ausgedehnten medizinischen Praxis war er auch schriftstellerisch tätig und stand an der Spitze verschiedener wichtiger jüdischer sozialer Einrichtungen, die er zu schaffen half. Als genauer . Kenner der jüdischen Geschichte verfaßte er eine große Anzahl wertvoller Abhandlungen über jüdische Probleme und war der Mitarbeiter von „Jehoasch" an dessen Uebersetzung der gesamten Bibel in die jiddische Sprache. Obgleich schon längere Zeit an einer Krebskrankheit leidend, arbeitete er auch an einem großen jiddischen Wörterbuch, das gleichfals mit „Jehoasch" zusammen herausgegeben wurde. Charakteristisch für die Denkungsart dieses außerordentlichen Mannes ist eine Bestimmung seines Testamentes. Dr. Spiwak verfügt in seinem letzten Willen, daß sein Leichnam der medizinischen Fakultät einer amerikanischen Hochschule zu S tu d ie n z w e c k e n überantwortet werde. Die Studenten, denen sein Leichnam zum anatomischem Studium übergeben wird, müssen zur'Hälfte Juden und zur Hälfte Christen sein. Das präparierte Skelett möge dann an die hebräische Universität in Jerusalem gesandt werden, wo es dauernd verbleiben und Studienzwecken dienen soll, Pietätloslgkeit eines getauften Juden. Aus Warschau wird uns geschrieben: Vor etwa 45 Jahren ließ ein angesehener, frommer Jude in der Solezgasse auf eigene Kosten einen Tempel und ein'Bethamidrasch bauen. Das Haus ging später in den Besitz des Sohnes des Stifters über. Dieser Sohn, der noch als Kind täglich diese Haussynagoge besuchen mußte, hielt es, als er großjährig wurde, weder in der Synagoge noct» im Judentum aus und ließ sich taufen. Dadurch wurde aus Schmelke Mühlstein über Nacht ein waschechter Stanislaw M i 1 e c k 1. Aber nicht nur äußerlich, auch innerlich hatte Stanislaw, recte Schmelke auch die letzten Reste des jüdischen Gefühls abgestreift. Er konnte es nicht verwinden, daß in seinem Hause eine Synagoge bestehe, welche ihn ständig an seinen jüdischen Ursprung erinnert. Er setzte daher alle Hebel in Bewegung, um bei den ße*.

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