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Die neue Welt · 1927-10-14 · Heft 4 (14.10.1927) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
1 (1927)
Issue
Heft 4 (14.10.1927)
Date
1927-10-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 _ deshalb vorzuschreiben, weil sich bisweilen schwere Blutungen an die Zirkumzision anschließen können, die dringendst ärztliches Eingreifen (Unterbindung eines Blutgefäßes) notwendig machen, abgesehen von der Haemophilie (Bluterkrankheit), die Lebensgefahr des Kindes bedingen kann. Bekannter h a e in o p h i 1 e r Zustand des Kindes schließt die Beschneidun-g sogar aus, wie ja überhaupt nur ein gesundes Kind am achten Tage beschnitten werden darf. Jede auch nur leichte Erkrankung erfordert eine Verschiebung der religiösen Prozedur. Genaue Vorschriften existieren über das Verhalten bei den verschiedenen Mißbildungen des männlichen Gliedes. In jüngster Zeit unterlassseil die assimilierten Juden häufig die rituelle Beschneidung bei ihren Kindern. Sie gelten auch ohne diese als Juden. Sie werden In die jüdische Matrikel der Kultusgemeinde eingetragen, bei Uebertritt eines Andersgläubigen zum Judentum wird aber strenge, selbst von alten Männern, die Durchführung der Zirkumzision gefordert, was eigentlich einen Widerspruch darstellt. Es sei noch bemerkt, daß immer wieder sich die Stimmen mehren, die die Beschneidung als Vorbeugungsmittel gegen alle Krankheiten der Vorhaut, besonders gegen den weichen und harten Schanker (Syphilisinfektion) zur allgemeinen Einführung propagieren. Es ist kein Zweifel, daß Beschnittene besser gegen Syphilis geschützt sind als Träger der Vorhaut. Ein großer Prozentsatz der Nichtjuden muß im späteren Leben infolge Erkrankungen der Vorhaut sich der Zirkumzision unterziehen, die aber nach einer, anderen Methode als der rituellen heutzutage erfolgt. Diese moderne Anschauung hilft selbst dem assimilierten Juden die Pflicht der Beschneidung leichter erfüllen, die als hervorragendes Zeichen jüdischer Zugehörigkeit gelten kann. Denn ein Unbeschnittener, ein A r e 1, ist als Geächteter von der jüdischen Gemeinschaft ausgeschlossen. Vereinsnachrichten. Zionistische Sektion für den 6. bis 8. Bezirk. Mittwoch den 19. Oktober a. c. um 8 Uhr abends im Vereinsheim, VIII., Bennoplatz 1 a, S i m c lila t h -Th o r a- Feier mit reichhaltigem Programm. — Das Präsidium. Verband der zionistisch - sozialistischen Jugend, Wien, II., Ausstellungsstraße 19. Samstag den 15. d. M. findet um halb 8 Uhr abends in unserem Heim ein Vortrag Dr. Leo Goldhammer über das Thema: „Die Kultusgemeinde — Jüdische Volksgemeinde" statt. Gäste sind willkommen. „Haboneli", Bund zionistischer Techniker. Montag den 17. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Direktor Dr. Viktor Kellner über „Psychologie des modernen Juden". (Hotel Excelsior.) Jüdische Volksbibliothek „Zion", Wien, IL, Glockengasse 30. Samstag den 15. Oktober, 7 Uhr abends, findet im Vereinslokale die ordentliche Generalversammlung statt. — Dienstag den 18. Oktober, 4 Uhr nachmittags, findet im Vereinslokale eine Simchat-Thorafeier statt. Gäste willkommen. „HechaJuz-Hamisrachi". Samstag den 15. d., halb 4 Uhr nachmittag, Vorlesung: Traktat „Sukka", halb 5 Uhr „Sicha". . Misrachi-Aktivisten-Gruppe. Sonntag den 16. d., 10 Uhr vorm., dringende Besprechung im Vereinslokale, II., Praterstraße 43. „Histadruth Hauoar Hamisrachi", II.. Praterstraße 43, Dienstag den 18. d., 5 Uhr nachm., findet eine „Simchat- Thora-Feier" statt. 7 Uhr abends. „Hakafoth" alle Mitglieder des Hechaluz-Misrachi sowie des Misrachi sind hiemit offiziell eingeladen. Für Belustigungen sowie Buffett ist vorgesorgt. „Mensa academica judaica". Der Küchenbetrieb der Mensa academica judaica, IX., Zimmermannplatz 8, wurde am Montag den 10. Oktober 1. J„ 12 Uhr mittags, wieder eröffnet. Erklärung. In der New Yorker jiddischen Tageszeitung „Der Tog" vom 6. August d. J. erschien eine mit dem Pseudonym „Dr. Ubitz" unterzeichnete Wiener Korrespondenz unter dem Titel „Eine Tragödie in einem chassidischen Hause", die die Ehre einer ganzen, sehr achtbaren Wiener jüdischen Familie besudelt. Da mit Rücksicht auf meine langjährige Tätigkeit als ständiger Wiener Korrespondent des erwähnten Blattes der Verdaoht der Autorschaft der .beregten Korrespondenz auf mich fallen könnte, sehe ich mich veranlaßt, öffentlich festzustellen, daß ich mit „Dr. Ubitz" nicht identisch b i n und daß die oberwähnte Korrespondenz nicht von mir herrührt. _ M. Heul seh. Jüdische Sport- und Turnbewegung. Ein palästinensischer Arbeiter/ährer hetzt in Wien gegen Makkabi und Hakoah. Auf der sonntägigen Konferenz der österreichischen Arbeitersportler sprach als Gast Herr Schärfste! n aus Palästina, welchen die „Arbeiter-Zeitung" dem Wiener Publikum als den Führer der palästinensischen Arbeitersportbewegung vorstellt. In frühester Laune gibt die „Arbß'ter-Zeitung" aus der Rede des Herrn Scharisteiii folgendes wieder: „Ein Zusammenarbeiten mit dem sogenannten Makkabi-Verband, der Sportinternationale der bürgerlichen Juden lehnen die jüdischen Arbeitersportler mit derselben Energie ab, wie etwa wir in Oesterreich irgend eine Korporation mit dem bürgerlichen Hauptverband für Körpersport. Natürlich sind die Makkabi-Leute darob höchlichst _DIE NEUE WELT_ aufgebracht. Es ist doch wirklich nicht nett von so einem jüdischen Arbeitcrsportler, daß er, der tagsüber vom Herrn Verwalter im Orangeligarten zu Arbeit und Mehrarbeit gehetzt und gejagt worden ist, s e in e in Ausbeuter nicht am Abend auch im Turnsaal als seinem Vorturner begegnen will. Nein, von den Rekordsportmanicren des „Makkabi" wollen die jüdischen Arbeitersportlcr nichts wissen, sie wollen vielmehr dieses bisher so verkrüppelte Büchcrvolk der Juden in Massen dem Sport zuführen und die Spitzenleistungen einzelner sind ihnen daher ganz gleichgültig. Grenzenlose Verachtung hegt ganz Palästina gegen jene Art von Profcssionalismus, die zum Beispiel in Wien von der Hakoah gepilegt wird. Es ist dies offenbar auch ein Grund, warum sich diese Hakoah nicht nach Palästina getraut, sondern ihren „idealistischen" Neigungen lieber in Amerika frönt. Ganz anders, als zu diesen Schändern des jüdischen Sportgedankens, ist hingegen das Verhältnis der jüdischen Arbeitersportler zu den arabischen Arbeitersportlern. Hier herrscht wirklich echte Freundschaft. Vor zweieinhalb Jahren gab es noch keinen einzigen arabischen Sportverein, heute haben schon sämtliche neunzig arabische Regierungsschulen jede eine Scout-(Pfadfinder-)Bewegung. In Haifa sind — trotz der Wut jüdischnationalistischer Chauvinisten — arabische Sportvereine dem jüdischen Hapoel beigetreten. Auch im fernen Palästina bewährt sich also unter den schwierigsten Verhältnissen der Hochgedanke der internationalen Solidarität des Proletariats." Wieder die demagogische Lüge von der Ausbeutung des jüdischen Arbeiters in Palästina und von den jüdisefinationalen Chauvinisten, welche das Land und seine armen Arbeiter ausbeuten. Herr Scharfstein scheint nicht zu fühlen, daß er das eigene Nest beschmutzt. Er scheint auch nicht recht zu wissen, wem er sich angebiedert und vor we m er die Zionisten erniedrigt hat. Er sollte die letzte Nummer des Wiener sozialdemokratischen Organs „Der Kampf" lesen. Da steht geschrieben, daß der Zionismus nichts anderes ist als ein Produkt „kleinbürgerlicher Ungeduld" und daß er seine Existenz lediglich der „Kulturlosigkeit der Ostjuden" verdankt. Wenn diese verschwindet, dann verschwindet auch das jüdische Volk mitsamt dem Zionismus und Palästina. Da anzunehmen ist, daß Herr Scharfstein Ostjude und Zionist ist, wäre ihm diese Lektüre dringend zu empfehlen. Er würde es dann vielleicht vermeiden, zum Hallo der Wiener Arbeitersportler sich und seine palästinensische Partei zu blamieren. Wenn er glaubt, daß es eine heroische zionistische Tat ist, die Gemeinsamkeit mit Juden abzulehnen und die Gemeinsamkeit mit Arabern zu pflegen, so entspricht das vielleicht der „Arbeiter-Zeitung", nicht aber dem Geiste des um Freiheit und Heimat ringenden jüdischen Volkes. Makkabi Wien IX-XIX. Der Makkabi XIX ist mit dem Makkabi IX in Interessengemeinschaft getreten, die sich dahin auswirken wird, daß das Zöglings- und das Herrenturnen mit den gleichen Zeiten des Makkabi IX zusammengezogen werden und von nun an in der Turnhalle des 1. W. J. T. V. Mak- ■kabi IX., Liechtensteinstraße 20, stattfinden. Die Turnzeiten der Damen und Kinder bleiben nach wie vor in der Peter-Jordanstraße, bzw. Panzergasse aufrecht. Die Leitungen der beiden Vereine sehen in dieser Vereinfachung der Administration einen wichtigen Schritt zur Gesundung des jüdischen Turnwesens in Wien. Sie bauen insbesondere ihre Hoffnung auf die seit jeher bewährte selbstlose Mitarbeit aller Turnbrüder und Turnschwestern. Die beabsichtigen, auch zwecks Ausbau der Jugendarbeit ehebaldgist eine engere Fühlungnahme mit den Eltern. Gleichzeitig ergeht die Einladung an alle Kreise der jüdischen-Bevölkerung, im jüdischen Turnverein zu turnen. Die Turnzeiten in der Turnhalle, IX., Liechtenstein. Straße 20, sind für das Turnjahr 5688 (1927-28) folgendermaßen festgesetzt: Kleinkinder (3 bis 6 Jahre): Leitung Turnschwester Trude Bloch, staatl. geprüfte Kindergärtnerin, Mittwoch und Samstag von ein Viertel 4 bis ein Viertel 5 Uhr. — Kinder (6 bis 10 Jahre): Leitung Frau Prof. Grete Löwenfeld, Mittwoch und Samstag von ein Viertel 5 bis ein Viertel 6 Uhr. — Kinder (10 bis 14 Jahre): Leitung Frau Prof. Grete Löwenfeld, Mittwoch und Samstag von ein Viertel 6 bis ein Vierte! 7 Uhr. — Mädchen (14 bis 17 Jahre): Leitung Lilli Brust, Mittwoch und Samstag von halb 7 bis ein Viertel 9 Uhr. — Zöglinge (14 bis 18 Jahre): Leitung Walter Brückner, Dienstag und Freitag von drei Viertel 8 bis ein Viertel 10. — Damen: Leitung Turnwart Erwin Kellner, Mittwoch und Samstag von ein Viertel 9 bis halb 10 Uhr. — Modernes Frauenturnen: Leitung Med. Dr. Emmy Reich, Dienstag und Freitag von drei Viertel 7 bis drei Viertel 8 Uhr. — Herren (18 bis 35 Jahre): Leitung Felix Taussig, Montag und Donnerstag von halb 9 bis drei Viertel 10 Uhr. — Herren (über 35 Jahre): Leitung Viktor Löbl, Montag und Donnerstag von drei Viertel 7 bis 8 Uhr. In der Turnhalle, XIX., Peter-Jordanstraße, findet Montag und Donnerstag von 3 bis 4'Uhr und von 4 bis 5 Uhr rhythmisches Damenturnen statt. In der Turnhalle, XIX., Panzergasse, Montag und Donnerstag von drei Viertel 7 bis ein Viertel 9 Uhr ebenfalls r'h y t h m i s c h e s Damenturnen. Die Kurse im rhythmischen Damenturnen stehen unter der bewährten Leitung von Fräulein G. T a n d 1 c r. Kinderturnen wird demnächst eingerichtet. Jugendführerkurs. Der Makkabi-Tumverband für Oesterreich richtet einen Jugendführerkurs ein. Dieser wird darin bestehen, daß jeder Teilnehmer je ein jüdisch-kulturelles und ein turn- oder sporttechnisches Referat zu halten haben wird. Die Wiener Makkabi-Turnvereine werden dringendst aufgefordert, zu diesem Kurs geeignete Turnbrüder und Turnschwestern im Alter von 17 Jahren aufwärts zu entsenden. Die Vorträge finden einmal wöchentlich statt. Die erste Besprechung: Freitag den 14. Oktober, halb 10 Uhr. Das erste Referat über Probleme des Zionismus Mittwoch den 19. Oktober, halb 9 Uhr im Heim des Makkabi, IX., Liechtensteinstraße 20. Zöglingswetturneii. Der Makkabi IX, Wien, veranstaltet am Sonn;" den 18. Dezember 1927 in seiner Halle, IX., Liechtensteinstraße 20, ein Zöglingswetturneii (Oberstufe), offen für Zögling (bis 18 Jahre) von Vereinen, die dem __Nr. 4 Makkabi-Weltverbatid angehören. Anmeldungen sind bis längstens 4. Dezember an den Makkabi IX zuhanden des Tb. Walter Brückner unter Beilage von 2 österr. Schilling als Reugeld zu richten (welches bei Antreten zurückerstattet wird). Die Turner wüssen schon Samstag in Wien sein. Für Quartier wird gesorgt. Das Wetturnen ist ein Neun kam pf und umfaßt: Reck (Pflicht), erreichbar 10 Punkte; Reck (Kür), erreichbar 10 Punkte; Barren (Pflicht), erreichbar 10 Punkte: Barren (Kür), erreichbar 10 Punkte: Hochsprung mit Anlauf mit Brett, 10 Punkte; Pferdlangsprung mit Anlauf, 10 Punkte; Weitsprung mit Anlauf mit Brett, 10 Punkte; Kür-Freiübung, 10 Punkte; Hechtrolle über einen Bock, 10 Punkte; erreichbar zusammen 90 Punkte. Gewertet wird von zwei Kampfrichtern zu je 10 Punkten. Die Summe wr-d halbiert. Sprünge dürfen zweimal wiederholt werden. Wer 60 oder mehr Punkte erreicht, gilt als Sieger. Die ersten drei Sieger erhalten wertvolle Preise. Alle Sieger erhalten Diplome. 1. Reck (Pflicht), Brusthoch: vorlaufen, Dur.chftchub; des linken Beines zwischen den Händen, halbe Drehung rechts, rückfalJen, auskippen, Kippe zum ruhigen Stütz, Hocke. 2. Reck-Kür, Sprunghoch. 3. Barren (Pflicht), Hoch. Oberarmkippe zum Stütz. Einmal durchschwingen. Oberarmstand abrollen, sofortige Schwungstemme, Kehre rechts mit halber Drehung zum Gerät. 4. Barren (Kür) Hoch. 5. Hochsprung mit Anlauf mit Brett. 1 Meter gleich 0 Prunkte, 1.50 Meter 10 Punkte, je 5 Zentimeter ■ 1 Punkt. 6. Weitsprung mit Anlauf mit Brett. 3 Meter 0 Punkte, 5 Meter 10 Punkte, 20 Zentimeter =: 1 Punkt, 10 Zentimeter ein halber Punkt. 7. Pferdlang- Pflichtsprung, Grätsche. Das Pferd ist 1,05 Meter hoch. 8. Kür-Freiübung. 9. Hechtrolle über einen Bock 1 Meter hoch. Eine Polen-Tournee der Hakoah. Die Hakoah wird um die Wende dieses Monats eine Reise nach Polen unternehmen, wo drei Fußballspiele ausgetragen werden sollen. Am'29. Oktober spielt die jüdische Mannschaft in Warschau, am 30. Oktober in Lodz, am 1. November'wird ein Match der:Blau-Weißen in K r a k a u stattfinden. , Zwischenfälle beim Meisterschaftsspiel Hakoah gegen Slovan. Im Meisterschaftsspiel des verflossenen Sonntags konnte die Hakoah die favorisierte Mannschaft Slovans 1:0 (1:0) besiegen. Der einzige Treffer war ein Erfolg Ke stlers. In diesem Spiele zeigte die junge Jüdische Elf bemerkenswerten Kampfgeist. Leider artete das Match durch das Verschulden eines Slovanspielers aus, dem der bekannte Hakoahverteidiger Scheuer zum Opfer fiel. Durch einen Tritt ins Gesicht wurden ihm einige Zähne ausgeschlagen und die Unterlippe gespalten. Scheuer mußte auf die Unfallstation gebracht werden. Die alte Freundschaft der zwei nationalen Vereine wurde diesmal wieder durch einige gewalttätige Elemente getrübt. In der Meisterschaft rangiert Hakaoh jetzt mit 5 Punkten, unter 13 Vereinen an 7. Stelle. Die Generalversammlung des Jüdischen Soortverbandes Oesterreichs findet am 31. Oktober um halb 8 Uhr abends im Cafe1 Excelsior (früher Habsburg) statt. Hakoah—Vienna. Dieses Meisterschaftspiel findet am Sonntag den 16. d. auf dem Hakoah-Platz in der Krieau statt. Strauß, der bereits freigegeben wurde, wird äm Sonntag in der Hakoah-Mannschaft als Mittelläufer tätig sein. Auch Neufeld dürfte wieder antreten. Die Reserve der Hakoah spielte in Oedcnburg. 2 :2 unentschieden. Die Grazer. Hakoah wurde in der Meisterschaft von G. A. K. 0 :7 geschlagen. Hasmonea (Wien) erlitt in einem Freundschaftsspiel gegen Cricket eine 0 :7-Niederlage. Vom Prager Hagibor. Die wiederaufstrebende Fußballmannschaft schlug den S. C. Star XIII 9:1 (6 :1). Die Hockey-Elf verlor, mit Ersatz spielend, 'gegen den Meister Union Zizkov 0:1. In der Leichtathletik placierte sich der jüdische Verein im Kampf um den Pipal-Pokal an vierter Stelle. Der jüdische Fußballverband der Tschechoslowakei spielt voraussichtlich am 28. d. M. in Proßnitz gegen die dortige Zupa. ' ' Fritz Molnar, der ehemalige Hakoahspieler, der zuletzt in Kowno als Trainer tätig war, ist nach Budapest zurückgekehrt, wo er die Leitung der. Vasas-Mannschaft übernommen hat. Im Hockey gewann Hakoah gegen Stockball 1:0. Goldberger (Hakoah) siegte bei einem Schwimmmeeting in Breslau über 2Q0 Meter in 2,35 Minuten. Der Hakoahner Nassau wurde im Rückenschwimmen Dritter. Guten Nachwuchs hat die Leichtathletiksektion der Hakoah, was man kürzlich bei einem vom W. A. C. veranstalteten Jugendmeeting wahrnehmen konnte. Ein hervorragendes Talent scheint der noch nicht 16jährige Israelovic zu sein, der die 100 Meter in 12,5 Sekunden lief und dabei mit 30 Meter Vorsprung siegte. Die Hakoah-Handballer siegten gegen Post 5 :1. Pillinger (Makkabi) gewann beim Tisch-Tennis- Meeting des W. A. C. das Herren-Einzelspiel. Zu den Meisterschaften von Oesterreich im Ringen, die am Sonntag in Linz stattfinden, entsendet die Hakoah folgende Vertreter; Fliegengewicht: Gottlieb Hoff mann. B a n t a m: Flamm. Federgewicht: Fadenhecht, Birnholz. Leichtgewicht: Bergmann. Leichtmittclgewicht: Birnbaum, Müller, Ochsenhorn. Schwergewicht: Stern, Hirschl. Zion—Victoria 2 4:0. Ueberlegener Sieg der jüdischen Elf. Die Gegner kamen aus ihrer eigenen Hälfte nicht heraus. Bei Zion glänzten Gruber,. Guisberg und Fincsus. Im Angriff debütierte Breuer mit sehr giitpm Erfolg. Er erzielte sämtliche Trefier. Sonst gefielen noch Grt'mv/ald und Wagenberg. Bei Victoria hielt sich die Verteidigung sehr gut. S. C. „Zion". Die reorganisierte Mannschaft des S. C. „Zion" macht unter der Leitung des Sektionsleiters Herrn Julius Jäger sehr gute Fortschritte. Sie erzielten in der Saison folgende Resultate. Gegen Vienna Jungiii. 0:0, gegen Gainfam 4:0, gegen Mars 4:1, Dotiaupark 1:0, 5:3, Strebersdorf Reserve 3 :3, Victoria 2 4:0. Jüdische Schwimmer In Palästina. Zwei Studenten der Herzlia-Hochscli'tile durchschwammen die zehn Meilen lange Meeresstrecke von Acco nach Haifa in sechs Stunden. Es ist dies eine im Orient noch nicht dagewesene Schwimtnsportleistung.

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